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  1. #26
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    So, nun habe ich doch eine längere absolute Laufpause hinter mir, nachdem ich es am 8.8. dann wohl doch übertrieben hatte. 3km sanft bergauf in 7:08/km waren OK, dieselbe Strecke bergab in 6:07/km war aber zu viel, obwohl der Puls knapp unter dem der ersten Hälfte lag. Danach war's richtig übel, konnte lange nicht humpelfrei gehen oder meine Treppenübung machen. Seit dem Tag ist die AS auch geschwollen - die üblichen 6 bis 7 cm oberhalb des Ansatzes am Fersenbein. (Man kann das auf dem Foto unten erkennen.)

    Vor zwei Tagen habe ich ein Video über die Selbstmassage der Achillessehne ausgegraben, und das hat mich deutlich weitergebracht. Nachdem ich vorher schon merkte, dass mir beim Spazierengehen lange, langsame Schritte mehr Probleme bereiten als schnelle, kurze Trippelschritte, habe ich heute mal wieder einen Versuch mit dem Laufen (nein: Trippeln in 10:00/km)gewagt. Dabei erstmals auch die Massagesocken von Falcke angelegt.

    Zitat Zitat von Murks Beitrag anzeigen
    Das hört sich eher nach der Funktionsweise von Bandagen für die Achillessehne an. Die sind nur noch was teurer... Die Sehne wird von zwei Silikonkissen eingequetscht und massiert.
    Genau so etwas hätte ich mir eigentlich auch gewünscht. Stattdessen befinden sich im Socken zwei Paar Noppenreihen aus Gummi o.ä., ein Paar auf jeder Seite der AS. Auf dem Foto unten sieht man die Abdrücke des inneren Noppenreihen-Paares nach besagtem Lauf. Leider wird die Achillessehne von der Massage weiträumig ausgespart. Die schmerzhaften Punkte, die ich bei manueller Cross Friction Selbstmassage bearbeite, liegen an den Seiten bzw. hinter der Achillessehne - im Bild also mindestens 1 cm unterhalb der unteren Noppenreihe, alles in etwa im abgeschatteten Bereich des Fotos. (Auf der Außenseite liegen die Noppenreihen ähnlich weit abseits - es ist also nicht etwa so, dass ich den Socken verdreht angezogen hätte.)


    Name:  DSC3723.jpg
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    Edit: Ich weiß, der Bildausschnitt ist so eng, dass man das Bild auch missverstehen könnte. Also: Die Fußsohle liegt am linken Bildrand, unten waagerecht die Achillessehne. Der Schatten in der Bildmitte ist kein Bluterguss, sondern die Grube hinter dem Innenknöchel. (Musste halt etwas extremes Streiflicht einsetzen, um die Noppenabdrücke sichtbar zu machen.)


    Eine Beurteilung des Massagesocken fällt mir schwer. Bevor ich ihn heute erstmalig trug, hatte ich die AS ausgiebig mit Selbstmassage bearbeitet. Das bringt mir schon seit Tagen enorm viel. Der anschließende Lauf (der erste nach 2,5 Wochen) war dann OK, d.h. der Socken hat zumindest nichts verschlimmert.

    Ich werde definitiv dabei bleiben, die Sehne mehrmals am Tag mit den Daumenspitzen kräftig zu massieren. Das zwiebelt mächtig, wenn ich die richtigen Punkte erwische, aber das muss wohl auch so sein. Da der Massagesocken nichts von alledem bewirkt, halte ich ihn für weniger wirksam. Vielleicht besser als gar keine Massage, aber sicher weniger wirksam als eine gezielte Cross Friction Massage.

    Vom Tragegefühl her finde ich ihn eher unangenehm, da er auch am ganzen Fuß sehr eng sitzt. Sehr ungewohnt für mich, der mit Kompressionsstrümpfen o.ä. bisher nichts am Hut hatte. (Hatte sogar ein leicht taubes Gefühl am Fersenbein, was ich vorher noch nie hatte.) Ich werde ihm noch ein paar Mal eine Chance geben, aber ich ahne jetzt schon, welches Schicksal ihn ereilen wird ...

  2. #27

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    Lass Dir doch eine 'richtige' AS-Bandage verschreiben, ich finde sie ganz gut. Sie massiert die richtige Stelle, drückt in der Akutphase die Lymphe weg.

    Ansonsten: ich fühle mit, wenn ich Deinen Bericht lese.... Ich bin immer noch nicht 'richtig' gelaufen, gönne mir im Moment nur langsame 2km 2bis 3mal/Woche, weil ich spüre (oder zu spüren meine), dass die Sehne nicht mehr verträgt.

    Hatte zwischendurch aber auch einen Alpencross mit dem Mtb und war überglücklich, dass die Sehne zumindest dabei mitgespielt hat. Habe jeden Abend Kytta Plasma draufgeschmiert und Wade und Unterschenkel bei Belastung IMMER warm gehalten mit einer Stulpe, abends dann Wechseldusche heiß-kalt-heiß auf die Sehne.

  3. #28
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    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen
    [...] Treppenübung: 30 ... 36x je Seite, mit tiefer Absenkung "in die AS hinein" [...] Dehnen der Wadenmuskulatur an der Wand (30s je Seite für obere und untere Waden) [...]
    Hallo Christoph,

    leider muss ich mich zurzeit auch mit dem für mich komplett neuen Thema einer gereizten Achillessehne beschäftigen.

    Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung Deines Maßnahmenkatalogs.

    Magst Du mal exakt beschreiben, wie Du die Treppenübung und die Wadendehnübung ausführst ? Es gibt wohl mehrere Ausführungsvarianten dazu.

    Meine (bisher gescheiterte) Anfahrstrategie:

    • Auf Schmerzfreiheit warten (keine Behinderung beim Gehen, kleiner Druck darf da sein, Pinch-Test darf nicht schmerzhaft sein)
    • x Tage pausieren
    • 2 km Gehen, 1 km Laufen, 2 km Gehen (bilde mir ein, dass das Gehen hilft)
    • 1 Tag Pause
    • 1 km Gehen, 3 km Laufen, 1 km Gehen
    • 1 Tag Pause
    • 5 km Laufen
    • Normales Training wieder aufnehmen.
    • Wenn wieder Schmerzen auftreten, x verdoppeln.


    2 Mal habe ich diesen Zyklus gestartet, beim ersten Mal (nach 2 Pause Tagen) traten nach dem 3-km-Lauf wieder Schmerzen auf, beim zweiten Mal (nach 4 Tagen) Pause ging der 3-km-Lauf super, beim 5-km-Lauf traten nach 4 km Schmerzen auf. Jetzt befinde ich mich in Tag 2 einer 8-tägigen Pause, bin mir jedoch nicht mehr sicher, ob diese Strategie zum Ziel führt. Die ganze Zeit natürlich über den Tag verteilt Treppenübung, beidbeinig hochdrücken, 2 Sekunden in dieser Position verharren, unter Niveau der Treppenstufe absenken, 15 Wiederholungen.

    Feedback von Dir als "Experte" wäre sehr hilfreich.

    Gee
    Zuletzt überarbeitet von geebee (03.09.2015 um 22:22 Uhr)

  4. #29

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    Hallo RunningPotatoe

    Hatte auch immer massive Achillessehnenprobleme. Hatte damals einen kompletten Achillessehnenriß. (bei mir war der Riß komplett beim Ansatz). Auch ich habe nach 3 Jahren erst wieder richtig mit dem Laufen gegonnen, und hatte immer Probleme.

    Ich habe es aber in den Griff bekommen: Und zwar mein Tipps an dich:


    • NIEMALS BARFUS LAUFEN!!, Am Strand ist ganz schlimm für die Sehne – Nie (Druck auf Sehne zu groß)

    • NIEMALS in Schlappen laufen, Nie (Druck auf Sehne zu groß)

    • IMMER an der Ferse hochgestellte Laufschuhe verwenden (Druckverringerung, Druckentlastung)

    • Wadenmuskulatur stärken, mit Übungen

      Habe es mit diesen Dingen in den Griff bekommen, und nun keine Beschwerden mehr


  5. #30
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Meine Erfahrung mit der FALKE RU ACHILLES Socke... nach eine Woche.

    Nix!!!

    Nichts besser und nicht schlechter. Vielleicht hilft als Prävention... man muss aber zuerst dahin kommen.
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  6. #31
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    Zitat Zitat von dalart Beitrag anzeigen
    Hatte auch immer massive Achillessehnenprobleme. Hatte damals einen kompletten Achillessehnenriß. (bei mir war der Riß komplett beim Ansatz). Auch ich habe nach 3 Jahren erst wieder richtig mit dem Laufen gegonnen, und hatte immer Probleme.
    Hallo dalart,

    das ist ja 'n dickes Ei - kompletter Sehnenriss. Wie war es denn dazu gekommen ? Einmalige Total-Überlastung oder schleichende Schwächung durch vorherige chronische Entzündung ?

    Zitat Zitat von dalart Beitrag anzeigen
    • NIEMALS BARFUS LAUFEN!!, Am Strand ist ganz schlimm für die Sehne – Nie (Druck auf Sehne zu groß)
    Keine Angst, die Gelüste aufs Barfußlaufen sind mir vergangen. Wie ich oben schon beschrieben hatte, fing die ganze Malaise erst an bei einem übermütigen Barfußsprint auf dem Golfplatz und verschärfte sich wenige Tage später beim Versuch, auf (allerdings steinhart getrocknetem) Grasboden moderat barfuß zu laufen. Seitdem habe ich das Thema "Barfuß" bzw. "Vorfußlauf" begraben. Zur Lauftechnik werde ich mich später nochmal näher äußern.

    Zitat Zitat von dalart Beitrag anzeigen
    • NIEMALS in Schlappen laufen, Nie (Druck auf Sehne zu groß)
    Jetzt muss ich mal spitzfindig werden. Meinst du mit "Laufen" Laufen wie Läufer es meinen würden (also mindestens Joggen) oder so wie meine schwäbische Ehefrau. Bei ihr ist "Laufen" jede Art der Fortbewegung auf zwei Beinen, also auch gemächliches Spazierengehen. Es ist nämlich so, dass ich den ganzen Tag zu Hause in Schlappen herumlatsche (aber nicht "laufe" im Sinne von "Laufen"). Hey, deutsches Sprak - schweres Sprak ...

    Meine Latschen haben so ein Korkbett, das so ausgelatscht ist, dass sie wohl mittlerweile eine leicht "negative Sprengung" aufweisen dürften. Die sollte ich wohl mal entsorgen ?

    Zitat Zitat von dalart Beitrag anzeigen
    • IMMER an der Ferse hochgestellte Laufschuhe verwenden (Druckverringerung, Druckentlastung)
    Was genau meinst du damit ? Positive Sprengung, d.h. Ferse höher als der Rest des Fußes ? Meine aktuellen Laufschuhe haben eine Sprengung von 10 mm. Dein Vorschlag dürfte hier einige Kontroversen auslösen. Temporäre Entlastung der AS durch Hochstellen der Ferse ist sicher OK, dauerhaftes Hochstellen steht im Verdacht, einer AS-Verkürzung Vorschub zu leisten. Für mich scheint hier im Moment etwas der Druck vom Kessel zu sein, da durch das wiederholte und sehr ausführliche tägliche Dehnen der Waden die AS ziemlich stark entlastet ist.

    Zitat Zitat von dalart Beitrag anzeigen
    • Wadenmuskulatur stärken, mit Übungen
    Ja, mache ich - täglich mehrmals und ausführllich. Die Treppenübung scheint der Schlüssel zu allem zu sein.

    Zitat Zitat von dalart Beitrag anzeigen
    Habe es mit diesen Dingen in den Griff bekommen, und nun keine Beschwerden mehr
    Super, ich wüsche dir, dass das so bleibt ! Wie lange hat das bei dir gedauert ? Wie sieht dein wöchentliches Laufprogramm seit dem aus ?

  7. #32
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Meine Erfahrung mit der FALKE RU ACHILLES Socke... nach eine Woche. Nix!!!
    Ja, ich hab meine auch erstmal beiseite gelegt, weil spontan kein spürbarer Effekt zu verzeichnen war und ich jetzt nicht an allzu vielen Knöpfen auf einmal drehen will.

  8. #33

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    - Bei mir war es damals so: es passierte im Jahr 2004. Ich war damals 29 Jahre alt. Es passierte bei einem Fußballspiel während eines Sprints. Hatte vorher schon Schmerzen, hätte mir damals nie gedacht daß mir so etwas passieren könnte. Hinterher ist man immer schlauer. Nach der Operation brauchte ich sehr lange daß ich einigermaßen wieder laufen konnte. Sicher 3 Jahre. Heute bin ich sehr zufrieden. Laufe regelmäßig 45km pro Woche, und beginne jetzt auf 60km zu steigern.
    - ja genau diese Laufschuhe wie du oben beschrieben hast passen.
    - Natürlich verwende ich diese Schuhe nur beim Sport.

    Wollte dir nur sagen,..Kopf hoch das wird schon. Wünsche dir auf alle Fälle alles alles Gute.

  9. #34
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    Zitat Zitat von geebee Beitrag anzeigen
    leider muss ich mich zurzeit auch mit dem für mich komplett neuen Thema einer gereizten Achillessehne beschäftigen.
    Hallo Gee

    "willkommen im Club" wäre jetzt wohl genauso unpassend wie dein an mich verliehener Titel "Experte" ...

    Zitat Zitat von geebee Beitrag anzeigen
    Magst Du mal exakt beschreiben, wie Du die Treppenübung ... ausführst ?
    Ich führe diese Übung nach Möglichkeit komplett einbeinig aus (zu den Ausnahmen sogleich mehr). Stelle mich mit einem Vorfuß auf die unterste Treppenstufe, wobei ich mich links und rechts mit den Händen abstütze, ohne hierüber Entlastung auf das Bein auszuüben. Das andere Bein hängt frei in der Luft. Dann langsam auf die Zehenspitzen gehen, kurz innehalten und langsam wieder absenken, nun aber tiefer - bis die AS maximal (erträglich) gespannt ist. Dort 2 Sekunden verharren.

    Das ganze 12 bis 15 mal wiederholen. Ebenso mit dem anderen (gesunden) Bein verfahren (ich will grundsätzlich symmetrisch trainieren). Nach diesem Pensum fangen meine Waden an zu krampfen und nichts geht mehr. Dem kritischen Leser wird auffallen, dass ich weiter oben von 30 bis 36 Wiederholungen sprach. Da hatte ich die einzelnen Steps aber noch viel schneller ausgeführt. Erst kürzlich habe ich das umgestellt, nachdem überall zu lesen steht, dass man diese Übung langsam ausführen soll.

    Die beschriebene einbeinige Ausführung setzt voraus, dass die AS-Probleme nicht zu groß sind. Wenn's mal etwas heikler ist (z.B. weil ich das Laufen doch wieder leicht übertrieben habe oder grundsätzlich morgens nach dem Aufstehen), dann halte ich es gar nicht aus, einbeinig auf der Treppe zu sehen, vor allem bei maximal abgesenktem Fuß. Dann verschaffe ich mir - aber nur vorübergehend - etwas Entlastung, indem ich mit der großen Zehe des gesunden Fußes gerade so viel Gewicht abfange wie unbedingt erforderlich und das auch nur in den Phasen der Bewegung, die besonders schmerzhaft sind. Meist bessert sich das Empfinden nämlich deutlich, wenn die ersten zwei, drei Steps geschafft sind. Wenn ich nach 5 Steps immer noch nicht komplett einbeining weitermachen kann, pausiere ich mit dem kranken Bein und nehme erstmal das gesunde dran. Danach kann ich die fehlenden Wiederholungen mit dem kranken Bein meist problemlos nachholen. Bei den nachfolgenden Wiederholungen der gesamten beschriebenen Sequenz von 12 bis 15 Steps habe ich meist keine (unerträglichen) Probleme mehr. Wenn doch mal, dann auch wieder nur anfängliche, minimale dosierte Unterstützung mit dem anderen Bein. Auf komplette beidbeinige Ausführung musste ich bisher erst ein einziges Mal zurückgreifen, nämlich am Morgen nach einer (meiner hoffentlich letzten !) läuferischen Übertreibung.

    ---

    Das Wadendehnen an der Wand mache ich wie folgt: 50 cm vor der Wand aufstellen, beide Hände an die Wand. Den Fuß mit der zu dehnenden Wade weiter nach rückwärts setzen, wobei das Bein maximal gestreckt bleibt und die Fußsohle flach auf dem Boden. Den Kopf vor bis an die Wand, so dass Kopf, Rumpf und betroffenes Bein eine gerade Linie bilden und die Fersen fest an den Boden gedrückt sind. Letzteres ist durch entsprechenden Armdruck sicherzustellen. Das Ganze erfordert sicher ein bisschen Ausbrobiererei, bis man die richtigen Abstände gefunden hat. Es hat sich genau so aber für mich als vorteilhaft herauskristallisiert, weil dabei die Chancen zum "Selbstbetrug" durch halbherzige Streckungen minimiert sind.

    Früher konnte ich diese Übung regelmäßig so durchführen, dass zwischen den Zehen des gestreckten Beins und der Wand ca. 85 cm frei waren (wie gesagt, immer alles maximal gestreckt). Jetzt nach einigen Wochen speziellen Trainings zur AS muss ich den Abstand schon auf 110 cm vergrößern, um das typische leichte Ziehen beim Strecken der Wade zu verspüren. Von daher glaube ich, dass ich so wirklich eine gute Entlastung der AS erreiche. Wenn's um die AS mal schlechter steht (oder eben oft auch morgens nach dem Aufstehen), sind 110 cm illusorisch und ich muss erstmal auf 90 oder gar 80 cm verkürzen. Insofern ist mir der maximale Abstand, bei dem ich die Übung mit blitzsauber gestreckter Haltung von Körper und Bein noch ausführen kann, auch ein guter objektiver Gradmesser dafür, wie's gerade um meine AS steht.

    Zusätzlich soll man ja auch noch die untere Wadenmuskulatur (Schollenmuskel) dehnen, die ebenfalls an der AS zieht. Da habe ich schon immer weniger Probleme gehabt und das auch ziemlich vernachlässigt. Jetzt aber, wo ich alles 110%ig machen möchte, führe ich auch diese Übung gewissenhaft aus. Der betroffene Fuß bleibt hier deutlich näher an der Wand, der andere geht sogar noch weiter vor. Das betroffene Knie wird nun leicht gebeugt, also eine einbeinige Kniebeuge mit etwas Entlastung durch das andere Bein. Anders als die üblichen Darstellungen dieser Übung muss ich sehr tief heruntergehen, um überhaupt irgendetwas in unterer Wade oder AS zu spüren. Ich finde daher, dass mir diese Übung praktisch gar nichts bringt. Aber wie gesagt, ich zwinge mich dazu, um nur ja nichts auszulassen...

  10. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von RunningPotatoe:

    Wedegehnte (12.03.2019)

  11. #35
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    So, weiter im Text - heute bin ich mal wieder sehr redselig.

    Zitat Zitat von geebee Beitrag anzeigen
    Meine (bisher gescheiterte) Anfahrstrategie:

    • Auf Schmerzfreiheit warten (keine Behinderung beim Gehen, kleiner Druck darf da sein, Pinch-Test darf nicht schmerzhaft sein)
    • x Tage pausieren
    • 2 km Gehen, 1 km Laufen, 2 km Gehen (bilde mir ein, dass das Gehen hilft)
    • 1 Tag Pause
    • 1 km Gehen, 3 km Laufen, 1 km Gehen
    • 1 Tag Pause
    • 5 km Laufen
    • Normales Training wieder aufnehmen.
    • Wenn wieder Schmerzen auftreten, x verdoppeln.


    2 Mal habe ich diesen Zyklus gestartet, beim ersten Mal (nach 2 Pause Tagen) traten nach dem 3-km-Lauf wieder Schmerzen auf, beim zweiten Mal (nach 4 Tagen) Pause ging der 3-km-Lauf super, beim 5-km-Lauf traten nach 4 km Schmerzen auf. Jetzt befinde ich mich in Tag 2 einer 8-tägigen Pause, bin mir jedoch nicht mehr sicher, ob diese Strategie zum Ziel führt. Die ganze Zeit natürlich über den Tag verteilt Treppenübung, beidbeinig hochdrücken, 2 Sekunden in dieser Position verharren, unter Niveau der Treppenstufe absenken, 15 Wiederholungen.
    Wie genau sieht denn dein "Laufen" aus. Normales (natürlich ruhiges) Tempo ? Oder etwas noch deutlich stärker Zurückgenommenes ?

    Seit ich das Problem habe (nunmehr 5 Wochen), versuche ich, die Belastung beim Laufen zu minimieren. Kein Tempo, keine Bergaufläufe - kurz gesagt ist alles verboten, was einen kräftigen Fußabdruck nach hinten heraus erfordert. Das führt zu einem jämmerlichen Tempo (bei mir derzeit zwischen 8:00 und 8:30/km). Aber jeder Versuch, schneller zu laufen führt zu Schmerzen an der AS, die teuflischerweise zwar während des Laufs noch gut erträglich wären, anschließend aber einen Rückschlag von Tagen bedeuten.

    Ich versuche daher, aus der Not eine Tugend zu machen und meine Lauftechnik bei niedrigem Tempo (= früher immer nur jämmerliches Geschlurkse, wenn langer Lauf viel zu lang war) zu verbessern. Ich muss dazu etwas ausholen. Habe Ende Mai die Laufbibel von Marquardt gelesen und insbesondere das Kapitel über den Mittelfußlauf verschlungen. Das war für mich alles einleuchtend und da ich bei "guten" Läufern immer genau das sehe, was Marquardt beschreibt, begann ich, meinen Stil in diese Richtung zu verändern. Landung nicht mehr mit vorgestreckter Ferse in Bewegungsrichtung (=Bremse), sondern kurz vor dem Körperschwerpunkt während des bereits beginnenden Rückschwung des Unterschenkels. Dies erfordert kürzere Schritte ("vorne kurz, hinten klang") und damit eine höhere Schrittfrequenz. Diese wiederum wird gefördert durch ausgeprägte Armarbeit entsprechender Frequenz. Allerdings bin ich bisher nicht soweit gekommen, wirklich mit dem Vorfuß oder dem flachen Mittelfuß zu landen. Wohl aber hat sich meine extreme Fersenlandung mit (bei hohem Tempo) gestrecktem Bein entschärft zu einer recht flachen Fersenlandung kurz vor dem Schwerpunkt, bei leicht gebeugtem Kniegelenk, so dass die Landung sofort von der Muskulatur (statt ausschließlich vom Meniskus) abgefangen werden kann. Frühere Knieprobleme sind seitdem zurückgegangen.

    Interessanterweise plädiert Marquardt bei Achillesproblemen übrigens nicht für den Mttel- oder gar Vorfußlauf, sondern genau für jenen entschärften Fersenlauf, wie ich ihn oben beschrieben habe. Allerdings muss bei meinem Stand der AS-Probleme momentan der feste Fußabdruck nach hinten raus unterbleiben. Alles andere aber, was ich bei Marquardt lese, scheint meiner AS entgegen zu kommen, als da wären:
    • kürzere Schritte durch hohe Schrittfrequenz
    • Landung auf der flachen Ferse (statt vorgestreckt) mit sofortigem Übergang auf den Mittelfuß
    • Landung in der beginnenden Rückwärtsbewegung des Unterschenkels (statt Abbremsen der Vorwärtsbewegung durch die Ferse des Gestreckten Beins)
    • Aufrechte Kopf- und Körperhaltung
    • unterstützende Armarbeit

    Ich versuche daher, bei jedem Lauf genau auf diese Elemente zu achten und meine Lauftechnik so zu optimieren, dass die Achillessehne weitestmöglich Ruhe gibt. Da an Tempoarbeit oder andere Ablenkungen derzeit sowieso nicht zu denken ist, ist mir 100%ige Konzentration auf den Laufstil derzeit gerade recht. Auf diese Weise schaffe ich derzeit jeden zweiten Tag 6 km in 8:30/km.

    Lange Laufpausen bringen mir - wie U_D_O oben schon ausgeführt hatte - übrigens gar nichts. Einmal hatte ich 2 Wochen pausiert und konnte im Alltag trotzdem nur humpelnd gehen. Der erste Versuch, wie beschrieben langsam mit kurzen Schritten zu laufen, ging dann besser als mein normales Gehen. Der Schlüssel liegt wohl tatsächlich darin, beim Laufen die Belastung zu minimieren und in der Zeit zwischen den Läufen die Waden und AS gezielt zu behandeln.

  12. #36
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    Zitat Zitat von geebee Beitrag anzeigen
    Jetzt befinde ich mich in Tag 2 einer 8-tägigen Pause, bin mir jedoch nicht mehr sicher, ob diese Strategie zum Ziel führt.
    Ich hatte es weiter oben schon mal erwähnt, ist aber untergegangen: Sehr hilfreich für mich sind Cross Friction Selbstmassagen, wie sie z.B. hier gezeigt werden. Die mache ich nach jedem Durchgang aus Treppen- und Dehnübungen. Regelmäßiges Abrollen der Waden mit der Blackroll gehört bei mir jetzt auch dazu. Nachdem das anfangs wie ganz oben berichtet unerträglich war, ist es jetzt nur noch lästig - also muss es ja irgendwas bewirkt haben ...

    Last not least: Dieser interessante Beitrag differenziert seine Therapievorschläge je nach Schmerzintensität und betont zudem ebenfalls, dass Sport weiter möglich ist, wenn die Belastung begrenzt wird.

  13. #37
    Avatar von U_d_o
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    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen
    Lange Laufpausen bringen mir - wie U_D_O oben schon ausgeführt hatte - übrigens gar nichts. Einmal hatte ich 2 Wochen pausiert und konnte im Alltag trotzdem nur humpelnd gehen.
    Von dir so zitiert zu werden, da muss ich dann doch energisch reingrätschen, weil das zu Missverständnissen oder Missinterpretationen meiner Aussagen geradezu auffordert.

    Ich habe keinesfalls davon gesprochen, dass man unter Schmerzen laufen soll! Es versteht sich von selbst, dass der akute von der Entzündung ausgelöste Schmerz abgeklungen sein muss, bevor man wieder mit dem Laufen beginnt. Wenn jemand schon beim Gehen humpelt, sollte er keinesfalls Laufen.

    Wenn Schmerzfreiheit eingetreten ist, dann kann man wieder mit Laufen beginnen. In diesem Fall sollte man nicht erwarten, dass das Problem durch Heilung einfach so verschwindet. Man wird die A-Sehne wieder spüren und das vermutlich eine ganze Weile. Es ergibt nur keinen Sinn nach Schmerzfreiheit weitere zig Wochen abzuwarten. Auch nach so einer langen Zeit wird die A-Sehne sich wieder melden, wenn die Belastung einsetzt.

    Gruß Udo
    "Faszination Marathon", die Laufseite von Ines und Udo auch für Einsteiger.
    Mit Trainingsplänen für 10 km, Halbmarathon, Marathon und Ultraläufe

    PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
    Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf 2015: 10. Gesamtplatz, Deutscher Meister in AK M60 (200,720 km) / Spartathlon 2016: 34:47:53 h

  14. #38
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    Zitat Zitat von U_d_o Beitrag anzeigen
    Von dir so zitiert zu werden, da muss ich dann doch energisch reingrätschen, weil das zu Missverständnissen oder Missinterpretationen meiner Aussagen geradezu auffordert.
    Sorry, da habe ich dich falsch verstanden. War nicht meine Absicht, deine Aussage "bestimmungswidrig zu instumentalisieren".

  15. #39
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    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen
    [..]"willkommen im Club" wäre jetzt wohl genauso unpassend wie dein an mich verliehener Titel "Experte"[...]
    Hallo Christoph,

    trotz Anführungszeichen und Smiley war der "Experte" durchaus respektvoll gemeint, weil Du das Thema sehr akribisch (soll ich sagen "ingenieurhaft" ?) angehst. Das hilft mir sozusagen als Anfänger auf diesem Gebiet bei der Suche nach Beschreibungen, die auf meinen Fall passen. Das mit der Pause habe ich genau so verstanden, wie es Udo noch einmal dargelegt hat, es war nicht missverständlich formuliert.

    Ganz herzlich Dank für Deine sehr ausführliche Antwort, ich werde mich da jetzt einmal durchackern, habe ja jetzt genug Zeit (Urlaub und Laufpause).

    Das Herstellen von Schmerzfreiheit ist momentan noch leicht, bisher bin ich zweimal massiv gehumpelt, nach zwei Tagen war ich wieder schmerzfrei. Schwieriger wird es, den Wiedereinstieg hinzubekommen, es ist mir nicht verständlich, warum, nachdem 3 km Laufen im Wohfühltempo (das sind bei mir ca. 6:00 min/km, langsamer möchte ich gar nicht) funktioniert haben, nach weiteren 48 Stunden Pause nicht auch 4 km schmerzfrei gehen sollten. Momentan fällt mir da nur ein, die Pause zu verlängern bzw. das Laufen durch ein Aufwärmtraining und Gehen vorzubereiten. Sollte das beim nächsten Mal nach 8 Tagen Pause nicht fruchten, werde ich erst einmal ein paar Mal 3 km laufen, bis ich mich traue, die Belastung zu erhöhen. Auf der anderen Seite: Wenn ich jetzt wieder Monate benötige, um auf ein Minimum von 20 - 25 Wochenkilometer zu kommen, stets vor Augen, dass die Sehne jederzeit wieder mucken kann, bin ich raus, dieses Die-Grenze-Von-Null-In-Minimalsten-Schritten-Verschieben-Aber-Nicht-Genau-Wissen-Wann-Es-Dich-Wieder-Raushaut habe ich viele Jahre mit betrieben, wirklich, wirklich, wirklich keinen Bock mehr.

    Dir wünsche ich natürlich auch, dass Du diese Plage überwindest und wieder nach Belieben laufen kannst.



    Gee

  16. #40
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von geebee Beitrag anzeigen
    Schwieriger wird es, den Wiedereinstieg hinzubekommen, es ist mir nicht verständlich, warum, nachdem 3 km Laufen im Wohfühltempo (das sind bei mir ca. 6:00 min/km, langsamer möchte ich gar nicht) funktioniert haben, nach weiteren 48 Stunden Pause nicht auch 4 km schmerzfrei gehen sollten. Momentan fällt mir da nur ein, die Pause zu verlängern bzw. das Laufen durch ein Aufwärmtraining und Gehen vorzubereiten.
    1. Dein Wohlfühltempo muss nicht das selbe sein mit dem sich deine Sehne wohl fühlt
    2. Laufpause bringt leider auch nicht Besserung = Die Dauer und Intensität der Belastung ist entscheidend.
    3. Wenn alle Stricke reißen, dann müssen es viele 3-km-Läufe sein und eine Steigerung bringt erst mal nichts
    4. Viel Geduld ist leider die wichtigste Tugend bei der Achillesseuche

    Gute Besserung wünsche

    Gruss Tommi

  17. #41
    Analogue native Avatar von geebee
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    Zitat Zitat von dicke_Wade Beitrag anzeigen
    1. Dein Wohlfühltempo muss nicht das selbe sein mit dem sich deine Sehne wohl fühlt
    2. Laufpause bringt leider auch nicht Besserung = Die Dauer und Intensität der Belastung ist entscheidend.
    3. Wenn alle Stricke reißen, dann müssen es viele 3-km-Läufe sein und eine Steigerung bringt erst mal nichts
    4. Viel Geduld ist leider die wichtigste Tugend bei der Achillesseuche

    Gute Besserung wünsche

    Gruss Tommi
    Hallo Tommi,

    vielen Dank für die Wünsche.

    Du hast schon recht, es gibt viele Schrauben: Die Länge der Laufpause, die Länge der Belastung, die Intensität der Belastung, die Übungen dazwischen. Schwierig (schwieriger als ich anfangs dachte), sich daraus einen Algorithmus zu basteln.

    Würdest Du sofort bei Schmerzfreiheit wieder laufen oder eine Karenzzeit einbauen ?

    Wie entscheidest Du, wann Du die Belastung (entweder Länge oder Tempo) wieder erhöhen kannst ? Irgendwann muss man ja etwas riskieren und sich von dem etablierten Niveau, auf dem man schmerzfrei laufen kann, wegbewegen.

    Wenn Du dann wieder Schmerzen bekämest, würdest Du wieder bei Null (Laufpause) anfangen oder auf dem etablierten Niveau ?

    Gee

  18. #42
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    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen
    Last not least: Dieser interessante Beitrag differenziert seine Therapievorschläge je nach Schmerzintensität und betont zudem ebenfalls, dass Sport weiter möglich ist, wenn die Belastung begrenzt wird.
    So, ich bin diesbezüglich noch ein bisschen schlauer geworden. Ich hatte dem Autor dieses Leitfadens heute die Frage gestellt, welcher Schmerz es sei, den man nach 0 bis 10 klassifizieren solle - in Ruhe, beim Gehen, beim Laufen: Antwort (nach wenigen Stunden !): "Es zählt der stärkste provozierbare Schmerz, egal wie. Wichtig ist, dass Sie sich im Einbeinstand absenken und beidbeinig anheben. Umgekehrt verschlimmert sich die Sache."

    Bin am Überlegen, ob ich bei dem Herrn mal vorstellig werden sollte. Pforzheim ist keine Weltreise von mir entfernt.

    Oder kennt jemand zufällig einen guten (Lauf-)Sportarzt im Raum Heilbronn mit Kassenzulassung ?

  19. #43
    Avatar von U_d_o
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    Zitat Zitat von geebee Beitrag anzeigen
    ... es ist mir nicht verständlich, warum, nachdem 3 km Laufen im Wohfühltempo (das sind bei mir ca. 6:00 min/km, langsamer möchte ich gar nicht) funktioniert haben, nach weiteren 48 Stunden Pause nicht auch 4 km schmerzfrei gehen sollten ...
    Hallo Gee,

    im "Umgang" mit dem menschlichen Körper und damit auch bei der Bewältigung von orthopädischen Problemen hilft stringente Logik nur bedingt weiter. Natürlich ist es so, dass man nach abgeklungenem Schmerz (Heilung?) mit Maß beginnen sollte und danach mit Maß (also "sehr mäßig") steigert, um den Teufel im Gebein nicht zu wecken. Ich habe eine Menge Erfahrungen mit solchen Teufeln. Viel mehr als mir lieb ist. Und alle diese Erfahrungen laufen darauf hinaus, dass der Körper, die ehedem (oder immer noch) erkrankte/beschädigte Stelle, sich danach auch mal unvermittelt, wider alle Logik, melden kann. Es gibt keine Erklärung dafür, dass ich - nach Überwinden eines Problems - in einer harten Trainingswoche gar nichts an besagter Stelle spüre und in der Woche danach, einer super erholsamen Regenerationswoche der tot geglaubte Drecks-Teufel aus seinem Loch kriecht und mich hönisch auslacht. Dennoch habe ich solche Effekte immer wieder erlebt. Wenn ich sage: Es gibt keine Erklärung dafür, dann ist das natürlich nur bedingt richtig. Wahrscheinlich gibt es eine, nur kenne ich sie in jenen Momenten nicht.

    Bei allen "Schäden am Laufapparat" hat mir letztlich eines geholfen: Mein Durchhaltevermögen! Der feste Glaube daran, dass ich die Verletzung letztlich überwinden werde. In diesem Sinne hilft es natürlich so oft "beschädigt" gewesen zu sein: Ich habe jedes Mal Recht behalten und schaffe es deshalb auch beim nächsten Mal ...

    Alles Gute

    Gruß Udo
    "Faszination Marathon", die Laufseite von Ines und Udo auch für Einsteiger.
    Mit Trainingsplänen für 10 km, Halbmarathon, Marathon und Ultraläufe

    PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
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  20. #44
    Analogue native Avatar von geebee
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    Hallo Udo,

    schön, dass ich sozusagen im direkten Kontakt mal danke sagen kann für die unendliche Geduld, mit der Du auf Hilfesuchende eingehst und für die Eigenschaft, auch bei sich gleichenden Problemstellungen immer wieder eine individuelle Antwort zu finden.

    Zitat Zitat von U_d_o Beitrag anzeigen
    [...] Ich habe eine Menge Erfahrungen mit solchen Teufeln [...]
    Ich bin (leider) ein bisschen verwöhnt aus meinem ersten und zweiten Läuferleben, fast 30 Jahre - wenn auch mit Pause - ohne eine einzige Blessur.

    Zitat Zitat von U_d_o Beitrag anzeigen
    [...] wider alle Logik [...]
    Ja, das mag ich gar nicht ...

    Zitat Zitat von U_d_o Beitrag anzeigen
    [...] Der feste Glaube daran, dass ich die Verletzung letztlich überwinden werde. [...]
    Du hast Recht, nicht anderes beschleunigt den Heilungsprozess mehr.

    Morgen geht es mit angepasster Strategie wieder auf die Piste, bleibt ja nichts anderes übrig ... (Tommi würde jetzt "soooiiifz" schreiben).

    Gee

    PS: Auch Dir natürlich gute Genesung nach Deiner 24-Stunden-Hölle (ich habe den Laufbericht mit sehr gemischten Gefühlen gelesen).

  21. #45
    Avatar von Murks
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    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen

    Lange Laufpausen bringen mir - wie U_D_O oben schon ausgeführt hatte - übrigens gar nichts. Einmal hatte ich 2 Wochen pausiert und konnte im Alltag trotzdem nur humpelnd gehen.
    Zwei Wochen sind nun alles andere als lang! Mal zur Einordnung: Nachdem ich mehrere Monate moderat weitergelaufen bin, habe ich, nachdem auf dem MRT das zwischenzeitliche Aumaß der Entzündung zu sehen war, eine komplette Pause eingelegt. Bis die Schwellung vollständig weg war, dauerte es neun Monate.

    Soweit immer wieder darauf hingewiesen wird, dass moderate Bewegung gut sei: Bewegung im Alltag ist ja nun in der Regel vorhanden.

    Auf Lauftechnik würde ich mich im Moment auch nicht unbedingt konzentrieren.

    Gruß
    Markus

  22. #46
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von geebee Beitrag anzeigen
    (Tommi würde jetzt "soooiiifz" schreiben).
    Ich dürfte der Letzte sein, der anderen mangelnde Geduld und Vernunft vorwerfen kann Am Ende musst du auf die Signale deines Körpers achten. Wie Udo schon schrub, Logik ist nicht immer die Sprache des Körpers.

    Is halt leider so, hat eine Strategie nicht funktioniert und führt zum Rückfall, muss die nächste probiert werden. Und noch leiderer ist es so, dass eine einmal erfolgreiche Strategie beim nächsten mal versagen kann.

    Weiterhin alles Gute der Sehne.

    Gruss Tommi

  23. #47

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    Hi !

    Ich darf mich hier hoffentlich als "Leiderauchbetroffener" zum Thema melden und mit einer Frage anhängen.

    Vor der Frage kurz zum Stand der Dinge bei mir:

    Ich hatte bereits seit dem Frühjahr Schmerzen an beiden Füßen in Bereich der Achillessehnen.
    Und zwar links und rechts ein wenig unterschiedlich. Am linken Fuß eher die "gesamte" Achillessehne. Am rechten Fuß hingegen die eher im "unteren" Ansatz und irgendwie gefühlsmäßig "tiefer" im Fuß liegend.
    Beide Achillessehnen sind druckempfindlich, vorsichtiges Zusammendrücken verursacht Schmerzen.
    Meine Strategie war, einfach weiter zu machen mit meinem Training und zu hoffen, dass sich die Situation wieder bessert.
    Das war - leider erwartungsgemäß - nicht der Fall. Zwischenzeitlich sind die Schmerzen so groß, dass ich seit meinem letzten HM am 23.08.2015 mit dem Laufen pausiere.
    Wann habe die Schmerzen ?
    In der Früh nach dem Aufstehen - da komm ich kaum die Treppe herunter.
    Dann wird es im Alltag besser - ein wenig spür ich beide Sehnen aber trotzdem ständig und immer - durch leichtes Ziehen machen sie sich bemerkbar.

    Wenn ich etwas weiter / länger gehe, werden die Beschwerden immer stärker. Wobei ich "weiter" etwa mit einem Fußmarsch über 1,5 km (!) leicht ansteigend definiere.


    So kann es also nicht weiter gehen ...

    Nun zu meiner Frage:
    Die Beschwerden sind, seit ich pausiere, geringer geworden, aber halt wie beschrieben immer noch da und jederzeit "abrufbar".
    Kann / soll ich trotzdem bereits jetzt mit Treppensteigen als Therapie beginnen ?

    Sozusagen als Ergänzung zu den anderen Maßnahmen, welche ich seit Beginn meiner Laufpause setze - also mehrmals täglich kühlen, Anwendung Traumeel - Salbe und Pastacool-Salbe, Traumeel-Tabletten.

    LG und besten Dank für eure Hilfe !

    Michael

  24. #48
    Avatar von U_d_o
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    Zitat Zitat von geebee Beitrag anzeigen
    PS: Auch Dir natürlich gute Genesung nach Deiner 24-Stunden-Hölle (ich habe den Laufbericht mit sehr gemischten Gefühlen gelesen).
    Den habe ich selbst inzwischen auch noch mal mit sehr gemischten Gefühlen gelesen ... Und doch weiß ich: In ähnlicher Situation wurde ich wieder hoffen, dass alles gut geht und den Griff nach den Sternen wagen. So bin ich nun mal. Nicht verantwortungslos gegenüber dem eigenen Körper, aber eben am Limit laufend. Sozusagen auf einem schmalen Grat "tänzelnd" und da passiert es dann schon Mal, dass man aus- und abruscht ...

    Alles Gute

    Gruß Udo
    "Faszination Marathon", die Laufseite von Ines und Udo auch für Einsteiger.
    Mit Trainingsplänen für 10 km, Halbmarathon, Marathon und Ultraläufe

    PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
    Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf 2015: 10. Gesamtplatz, Deutscher Meister in AK M60 (200,720 km) / Spartathlon 2016: 34:47:53 h

  25. #49
    Avatar von U_d_o
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    Zitat Zitat von Läufer66 Beitrag anzeigen
    So kann es also nicht weiter gehen ...
    Hallo Michael,

    ich lese eine Menge von eigenen Aktivitäten (manche durchaus sinnvoll) kontra Achillodynie - denn so heißt deine Verletzung! (Achtung: Es IST eine Verletzung) -, jedoch nichts von einem Arztbesuch. Aber du warst doch sicher dort ... Oder etwa nicht???

    Gruß Udo
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  26. #50

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    Hi Udo !

    Bisher nicht

    Außer einem Telefonat mit einem befreundeten Physiotherapeuten habe ich noch keinen Fachmann kontaktiert.

    LG
    Michael

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