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  1. #201
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Zitat Zitat von Laufschlaffi_II Beitrag anzeigen
    Die Schuhe sollten meiner Meinung nach nicht zu stark gedämpft sein (z.B. Asics Kayano), aber eine "normale" Sprengung aufweisen.
    +1

    Zum Thema Sprengung hatte ich übrigens die Ergotherapeutin, die meine Laufanalyse gemacht befragt, welchen Wert sie mir denn komkret empfiehlt. Aussage: Eine bestimmten Wert könne man nicht empfehlen; bei verschiedenen parallel getragenen Schuhe sollten diesbezüglich aber auf jeden Fall keine signifikanten Unterschiede vorhanden sein. Und eine erhöhte Sprengung, wie Orthopäden sie gerne mal verschreiben, könne zwar die Achillessehnen kurzfristig entlasten, aber langfristig das Problem über Verkürzung von Sehnen + Muskeln nicht verbessern, sondern eher verschlechtern. Da sie mir dazu riet, in meinem speziellen Fall auf gestützte Schuhe zu verzichten und die vorhandenen Schuhe dieses Typs zumindest vom Laufen auszumustern, bin ich froh, dass damit das Paar mit der - gegenüber den beiden Normalschuhen - leicht höheren Sprengung rausfällt. Bei zukünftigen Schuhhäufen werde ich also mit der Sprengung nicht mehr rauf- sondern gaaaanz langsam weiter runtergehen.

  2. #202
    Montag ist Schontag! Avatar von Laufschlaffi
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    Der Tag hat 24 Stunden.

    Wenn Du 1 Stunde läufst mit hoher Sprengung und den Rest der Zeit (bez. Tages) Strassenschuhe mit niedriger Sprengung anziehst, ist das fuer Deine Achillessehnen doch viel besser, denke ich mal so.

    Aber vielleicht irre ich mich?
    .. bis der Arsch im Sarge liegt!

  3. #203
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von Laufschlaffi_II Beitrag anzeigen
    Der Tag hat 24 Stunden.
    Der Gedanke hat schon was. Oft schieben wir sämtliche Beschwerden nur auf das Laufen. Und vergessen darüber hinaus, dass wir uns manchmal viele Stunden am Tag zu Fuß bewegen. Da kommt die Laufbelastung "nur" oben drauf. Dann machen wir Laufpause wegens Beschwerden und denken nicht an die alltägliche Belastung und eventuell schlechtes Schuhwerk, die die Heilung auch beeinflussen.

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  4. #204

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    Dem kann ich nur zustimmen. Meine erste AS-Verletzung hatte seine Ursache (auch) in zu hohen Schuhen, die ich in der Arbeit meinte tragen zu müssen, die zu verkürzten Beinrückseiten geführt haben. Habe daraufhin meine ehemaligen Schuhe fast alle verabschiedet und durch flache Schuhe ersetzt. Das verändert das Alltagsgehen deutlich. Warum der Achilles bei mir trotzdem immer wieder zuschlägt, ist eine andere Frage....

  5. #205
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    @rotbaeckchen: Machst du eigentlich deine Treppenübung noch regelmäßig (und regelkonform). Beim Studium des weiter oben zitierten Artikels wird ziemlich klar, dass das das einzige ist, was wirklich hilft - aber nur, wenn man's richtig macht. Bin drauf gekommen, dass ich da einiges hätte besser machen können, und habe das jetzt umgestellt. Aber noch ist die Zeit zu kurz, um über Erfahrungen zu reden.

  6. #206

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    Frage an diejenigen, die ein Ansatzproblem haben und daher gemäß der schwedischen Studie das exzentrische Wadentraining vom Zehenstand runter bis auf Bodenniveau durchführen: Mir kommt das kaum bis gar nicht anstrengend vor. Wird da eure Wade richtig gefordert? Soll sie das überhaupt?
    Muss/soll ich da wirklich mit Zusatzgewicht zur Tat schreiten?

  7. #207
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Zu der speziellen Form deines AS-Problems kann ich nichts sagen, bei mir sind es die üblichen 6-7 cm über dem Ansatz.

    Aber: mein größtes Aha-Erlebnis beim Lesen des Artikels über die Studie war aber, dass die eigentliche Wirkung der Übung darin besteht, dass Sehnenfasern kontrolliert zerstört werden, damit sie anschließend geordnet wieder neu gebildet werden können. Ich hatte mich auch immer um Zusatzgewichte gedrückt, mit der Ausrede "Solange es gelegentlich noch etwas zwickt bei der Übung, warte ich damit noch". Das scheint grundfalsch zu sein und deshalb habe ich jetzt Gewichte draufgesattelt. Da zwickt es etwas öfter mal, aber das scheint ja erwünscht zu sein. Entscheidend ist, dass sich de Lage über Wochen verbessern muss.

    Auch hatte ich mich darum gedrückt, die Übung nur exzentrisch auszuführen und damit die Aufwärtsbewegung konsequent mit dem anderen Bein. Da ich mit gestrecktem Bein keinerlei Probleme habe - nur gelegentlich mit gebeugtem Knie - glaubte ich besonders clever zu sein, indem ich einbeinig mit gestrecktem Knie aufwärts ging und mit gebeugtem Knie abwärts. Auch das habe ich jetzt abgestellt und mache mit beiden Kniestellungen strikt nur abwärts. Leider um den Preis, dass das jetzt doppelt so lange dauert, und das nervt schon.

    Aber wie gesagt, für eine Bewertung ist es mir noch zu früh.

  8. #208
    Montag ist Schontag! Avatar von Laufschlaffi
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    Zitat Zitat von L4UF Beitrag anzeigen
    Frage an diejenigen, die ein Ansatzproblem haben und daher gemäß der schwedischen Studie das exzentrische Wadentraining vom Zehenstand runter bis auf Bodenniveau durchführen: Mir kommt das kaum bis gar nicht anstrengend vor. Wird da eure Wade richtig gefordert? Soll sie das überhaupt?
    Muss/soll ich da wirklich mit Zusatzgewicht zur Tat schreiten?
    Auf 1 Bein, dann wirds schwieriger.
    Rucksack mit Gewicht evtl, aber bei 3x30 WH brauche ICH das nicht.
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  9. #209
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    Zitat Zitat von rotbaeckchen Beitrag anzeigen
    Warum der Achilles bei mir trotzdem immer wieder zuschlägt, ist eine andere Frage....
    Meine Erfahrung, und die noch einiger anderer, ist die, dass Achilles nie mehr ganz weg geht und man den Rest des Lauflebens gut auf sie aufpassen muss. Allerdings weiß ich die Anzeichen beginnender Probleme mittlerweile schnell zu deuten und konnte bisher immer rasch und erfolgreich gegensteuern.

    Zitat Zitat von Laufschlaffi_II Beitrag anzeigen
    Auf 1 Bein, dann wirds schwieriger.
    Rucksack mit Gewicht evtl, aber bei 3x30 WH brauche ICH das nicht.
    Ich mache das gerne in der Muggibude (da gibt es so einen extra Wadentrainer), mit 40 Kilo auf der Schulter. Einbeinig runter und mit beiden Beinen hoch drücken. Ohne Gewicht spüre ich auch keinerlei Wirkung mehr. Okay ich hab auch etwas dickere Waden

    Gruss Tommi


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    Thorsten Havener

  10. #210

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    Gestern wieder kurz und gemächlich gelaufen, weil ich keine Schmerzen mehr im Alltag hatte und weil eine Totalpause kontraproduktiv ist, danach Coolpack , heute Anlaufschmerz :(
    Muss ich über einen längeren Zeitraum mal ganz aufs Laufen verzichten und damit keine Pause entsteht, nur mehr radeln?

    Verzweiflung macht sich breit.

  11. #211

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    Hi !



    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen
    Auch hatte ich mich darum gedrückt, die Übung nur exzentrisch auszuführen und damit die Aufwärtsbewegung konsequent mit dem anderen Bein. Da ich mit gestrecktem Bein keinerlei Probleme habe - nur gelegentlich mit gebeugtem Knie - glaubte ich besonders clever zu sein, indem ich einbeinig mit gestrecktem Knie aufwärts ging und mit gebeugtem Knie abwärts. Auch das habe ich jetzt abgestellt und mache mit beiden Kniestellungen strikt nur abwärts. Leider um den Preis, dass das jetzt doppelt so lange dauert, und das nervt schon.
    So ?

    https://www.youtube.com/watch?v=3sfCnchTO-Y

    Frage deshalb nach, weil ich auch unter einer beidseitigen Tendinose im Achilessehnenbereich leide und vom Arzt neben Physio diese Übung empfohlen bekommen habe.

    LG
    Michael
    Zuletzt überarbeitet von Läufer66 (19.02.2016 um 10:53 Uhr)

  12. #212
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von L4UF Beitrag anzeigen
    Muss ich über einen längeren Zeitraum mal ganz aufs Laufen verzichten und damit keine Pause entsteht, nur mehr radeln?
    Genau davon wird meist abgeraten und das ist auch meine Erfahrung. Allerdings muss das nun auch nicht immer auf alle und jeden zutreffen. Und auch die Dauer der Laufbelastung kann niemand bestimmen. Das macht die Seuche ja so beschissen.

    Bei mir war es so, ich hab pausiert. Klar weil es weh tat. hab gedehnt bis an den Schmerz, nicht drüber weg. Also eher sanft. Dafür häufiger, habe viele Treppen, die ich einfach hoch ging, gleich als Dehnung mit benutzt. Hab gekühlt, Quarkwickel, das ganze Programm. Es wurde leicht besser, aber das war es auch schon. Bin ich also doch zum Arzt. Was sollte ich vorher da? Sie konnte mir eh nur das sagen, was ich bereits wusste: Überlastung, weil ich es übertrieben habe. Das kam auch von ihr Sie zeigte mir aber die Treppenübung und bestand darauf, dass ich sie sehr sehr oft, trotz Schmerz, durchführen soll. Dann riet mir eine befreundete Physiotherapeutin dazu, trotzdem zu laufen, da komplette Laufpause nicht viel bringen würde. Klar musste ich dann mein Gefühl entscheiden lassen, wie weit die Strecken mir gut tun würden. Zum Glück habe ich kein Problem mit dem Tempo, ich kann auch richtig langsam laufen, wenn ich das will. Dann war irgendwann alles fein und ich wurde ungeduldig und fing wieder an kurze Wettkämpfe zu laufen und der dritte Wettkampf warf mich wieder weit zurück und das kostete mich wieder einige Wochen viel Geduld.

    Zitat Zitat von L4UF Beitrag anzeigen
    Verzweiflung macht sich breit.
    Das kann ich gut nachvollziehen, aber einzig Geduld wird dir am besten helfen.

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  13. #213

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    Danke Tommi, dein Posting erfreut mich, weil ich somit wenigstens hie und da laufen darf. Frage: bist du auch laufen gegangen, wenn du an dem Tag noch Anlaufschmerz oder Schmerz im Alltag hattest? Oder hast du immer gewartet, bis alles weg war?

  14. #214
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    Zitat Zitat von Läufer66 Beitrag anzeigen
    So ?

    https://www.youtube.com/watch?v=3sfCnchTO-Y

    Frage deshalb nach, weil ich auch unter einer beidseitigen Tendinose im Achilessehnenbereich leide und vom Arzt neben Physio diese Übung empfohlen bekommen habe.
    Hallo Michael,

    leider zitierst mich so ausführlich (=mehrere Aussagen), dass mir nicht klar ist, auf was genau sich dein lapidares "So ?" beziehen soll. Das verlinkte Video war mir bekannt; es zeigt die Ausführung der Variante mit gestrecktem Knie - nach meinem Verständnis völlig korrekt. Rauf mit gesundem Bein, mit dem kranken nur abwärts. Aber was ist jetzt die Pointe deines Beitrags ?

    Wie auch immer, willkommen in diesem beschissenen Club und viel Erfolg beim Bekämpfen/Eindämmen dieser Seuche !

  15. #215
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    Zitat Zitat von L4UF Beitrag anzeigen
    Gestern wieder kurz und gemächlich gelaufen, weil ich keine Schmerzen mehr im Alltag hatte und weil eine Totalpause kontraproduktiv ist, danach Coolpack , heute Anlaufschmerz :(
    Was genau meinst du mit "heute Anlaufschmerz" ? Nach dem Aufstehen oder beim Laufen ? "Anlauf" impliziert ja, dass es auch wieder weggeht - also: nach welcher Zeit ging's weg und wie weit weg ? Vollständig ? ...

    Zitat Zitat von L4UF Beitrag anzeigen
    Muss ich über einen längeren Zeitraum mal ganz aufs Laufen verzichten und damit keine Pause entsteht, nur mehr radeln?
    Meine Erfahrung ist - für mich ganz persönlich ! - dass Pausen außer in der allerersten akuten Phase, gar nichts bringen. Mit dem oben verlinkten Artikel, der die schwedische Studie erklärt, ist mir endlich auch zum ersten Mal klar geworden, warum. Die Heilung durch die Treppenübung beruht ja auf einer kontrollierten Zerstörung von falsch zusammengewachsenen Sehnenfasern. Genau das bewirkt Laufen ja letztlich auch. Kontrolliert bleibt's freilich nur, wenn man sich zurückhält (Tempo, Umfänge). Macht man gleich wieder zu schnell zu viel, hat man die Überlastsituation, die zu der Reizung erst geführt hat.

    Edit: Entgegen meiner obigen Aussage hat eine 9jährige komplette Sportpause meiner Achillessehne in der Tat mal geholfen - meinem Allgemeinbefinden aber ganz sicher nicht. Aber solche Pausen sind jetzt auch nicht das, wonach du gefragt hast, oder ?

  16. #216
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    100% Zustimmung.

    Völlige Pausen bringen nur bei der akuten Achillessehnenentzuendung etwas (bez. sind absolut notwendig), aber darum ging es in der Studie nicht.

    Chronische Beschwerden sind ja (leider!) keine Entzuendung (sondern degenerative Veränderungen ua.), daher schaden Schmerztabletten auch mehr, als sie nuetzen.
    .. bis der Arsch im Sarge liegt!

  17. #217

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    Meine Erfahrung ist auch, dass - nach der akuten Verletzungsphase, da muss man die Füße stillhalten - dosierte Bewegung hilft. Das kann allerdings auch Spazierengehen bedeuten...

    Ich hatte vor 1,5 Jahren meine erste AS-Verletzung. Da habe ich: oft gekühlt, hochdosiert Ibufrofen genommen, dann lang pausiert, die Treppenübung gemacht. Es wurde ewig (über Monate!) nicht besser, war so schlimm, dass nicht mal sportlich Radfahren ging.

    Beim Rückfall letztes Jahr habe ich fast alles anders gemacht - und war die Seuche blitzschnell los: Ich habe keine Medikamente genommen, nur die ersten 2 Tage etwas gekühlt, in der Zeit danach stattdessen nach jeder Belastung Wechselduschen auf die Sehne gemacht und vor und während der Belastung den Fuß IMMER warmgehalten. Nach Belastungen Kytta Plasma draufgeschmiert als Umschlag. Geholfen hat mir außerdem ein Kinesio Tape.

    3 Wochen später bin ich sehr vorsichtig kurz gelaufen, 4 Wochen nach dieser 2. AS-Verletzung war der Fuß so stabil, dass ich einen (bereits gebuchten) Alpencross mit dem Mtb tatsächlich fahren konnte. Schmerzfrei! Und ohne dass am Fuß was kaputtging. (Allerdings hatte ich durchgehend eine wärmende Stulpe am Fuß - im August!)

    Die Treppenübung habe ich bei diesem 2. Achillesfall nicht gemacht. Mein Sportarzt (selbst Läufer/Triathlet) rät davon ab, sie sei zu schwer zu dosieren. Aber ich weiß natürlich, dass der Körper zuerst 'schlechteres' Kollagen produziert für die Heilung, das idealerweise möglichst bald durch das stabilere Kollagen ersetzt wird. Hab mich noch nicht entschieden, ob ich es trotz gegenteiliger Erfahrung nochmal mit der Treppenübung versuche.

    Edit: Auch bei meinem Rückfall jetzt scheint es - dreimal auf Holz geklopft - ganz gut zu gehen. Habe 1 Woche komplett Sportpause gemacht, am Anfang auch NICHT gedehnt, habe keine Medikamente genommen, nur ganz am Anfang gekühlt, mir ein Tape geleistet - und die Alltagsbeschwerden sind schon fast völlig weg. Der nächste Schritt ist Dehnen, nächste Woche gibt's dann erste Spaziergänge.

  18. #218
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    Die AS ist ein unangenehmes Teil.

    Oft kommen die Beschwerdem mit Latenz, so das man nicht mal den Auslöser der Beschwerden mit Sicherheit kennt,

    Auch die Heilung verläuft erstens so langsam, dass man nicht mal weiss, welche Behandlung die Effektivste war. Und dann kommt 3. noch dazu, dass bei jedem der Verlauf völlig anders sein kann.

    Worauf man sich aber verlassen kann:
    Eine einmal geschädigte AS bleibt ein Leben lang eine Soll-Bruch-Stelle.

    Dann lieber einen Armbruch, Gips und fertig.
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  19. #219
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    Zitat Zitat von L4UF Beitrag anzeigen
    Danke Tommi, dein Posting erfreut mich, weil ich somit wenigstens hie und da laufen darf. Frage: bist du auch laufen gegangen, wenn du an dem Tag noch Anlaufschmerz oder Schmerz im Alltag hattest? Oder hast du immer gewartet, bis alles weg war?
    Also wenn hier Anlaufschmerz genannt wird, dann meine ich persönlich den nach dem Aufstehen. Wenn man was hat (plantarfasziitis, Achilles, Rücken etc.), dann tuts am Morgen am meisten weh. Dies ist für mich immer der beste Indikator gewesen, ob es besser oder schlechter wird. Ich denke mal, da sind die Vorraussetzungen am gleichesten. Hatte ich diesen Anlaufschmerz, der dann mit der zunehmenden Heilung immer schneller verschwand, dann bin ich laufen gegangen. Aber langsam und kurz. Ich hab mich auch an das gehalten, was ich auch anderen rate: verbanne sämtliche Wettkämpfe aus dem Kopf, plane erst wieder, wenn der Dreck ausgeheilt ist. Das hat den Vorteil, man macht sich keine Gedanken mehr, dass doch ein so kurzer Lauf fürs Training nichts bringt. Ich hatte da natürlich den Vorteil, dass ich öfters in die Muggibude bin und mich dort eben anderweitig auspowern konnte. Bis mir die Schulter und der Ellenbogen schmerzte Aber das stört ja später beim Laufen nicht

    Hatte ich dagegen Anlaufschmerz beim Laufen direkt, dann war ich sehr vorsichtig. Meist ging der auch nicht weg sondern verstärkte sich und ja dann hab ich schon mal einen Lauf abgebrochen.

    Zitat Zitat von Laufschlaffi_II Beitrag anzeigen
    Worauf man sich aber verlassen kann:
    Eine einmal geschädigte AS bleibt ein Leben lang eine Soll-Bruch-Stelle.

    Dann lieber einen Armbruch, Gips und fertig.
    Ja leider ist das so Immer mal wieder meldet sich das Teil sehr sanft zu Wort und ich konnte das auf die Belastung der vergangen Läufe zurück führen. Bis auf einen Cut! Seit ich die Bläckroll benutze, und gerade bei den Waden rolle ich sehr ausgiebig, gerade den Schollenmuskel, hatte ich keinen auch noch so kleinen Rückfall mehr

    Gruss Tommi


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  20. #220
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    Zitat Zitat von L4UF Beitrag anzeigen
    Gestern wieder kurz und gemächlich gelaufen, weil ich keine Schmerzen mehr im Alltag hatte und weil eine Totalpause kontraproduktiv ist, danach Coolpack , heute Anlaufschmerz :(
    Muss ich über einen längeren Zeitraum mal ganz aufs Laufen verzichten und damit keine Pause entsteht, nur mehr radeln?

    Verzweiflung macht sich breit.
    Hi

    kräftige deine Wadenmuskulatur!
    Ganz wichtig, aus eigener Erfahrung, aktiver Fussaufsatz
    d.h. dein Fuss 'drückt' in den Boden hinein vom Ballen her und zwar in der Landungs und Stützphase.
    Probier es aus und du wirst merken wie es die Sehne entlastet obwohl sie unter 'kontrollierter' Spannug steht.
    Deshalb brauchst du eine starke Wadenmuskulatur.
    Stell dich mit einem Bein auf den Boden und hebe die Hacken 20 bis 30 mal hoch.
    Wenn du dehnst aufpassen das du nicht überdehnst da kann der Schuss nach hinten losgehen.
    Barfusslaufen (laufen nicht gehen ) immer wieder mal die letzten 500 bis 1000 m barfuss laufen!
    Dann wird das wieder.
    Gute Besserung.

  21. #221

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    Hi !

    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen
    Hallo Michael,

    leider zitierst mich so ausführlich (=mehrere Aussagen), dass mir nicht klar ist, auf was genau sich dein lapidares "So ?" beziehen soll. Das verlinkte Video war mir bekannt; es zeigt die Ausführung der Variante mit gestrecktem Knie - nach meinem Verständnis völlig korrekt. Rauf mit gesundem Bein, mit dem kranken nur abwärts. Aber was ist jetzt die Pointe deines Beitrags ?
    Sorry für die unklare Fragestellung, mein Fehler

    Mr ging es um den Aspekt "Rauf mit dem gesunden, mit dem kranken dann abwärts".
    Genau dieser Aspekt geht nämlich in der schriftlichen Übungsbeschreibung meines Arztes etwas unter bzw gewährt Interpretationsmöglichkeiten.

    Aber jetzt ist mir das soweit klar, danke !

    In meinem Fall ist es ja noch etwas komplizierter, hab ich doch eine beidseitige Tendinose. Da fehlts für die beschriebene Übungsausführung am "gesunden" Bein


    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen
    Wie auch immer, willkommen in diesem beschissenen Club und viel Erfolg beim Bekämpfen/Eindämmen dieser Seuche !
    Danke. Ich hoffe doch, dem Club nicht allzulange anzugehören und da gemeinsam mit euch da bald wieder austreten zu können ..

    LG
    Michael

  22. #222
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Hi Michael,

    danke für die Klarstellung, das erleichtert die Beantwortung enorm.

    Die Aussage, dass konzentrische Belastung der kranken Sehne die Sache verschlechtert, habe ich schon öfter gelesen. Unter anderem auch in diesem Faden hier (Mann, ist der schon wieder lang !). @Rolli vertritt übrigens die These, dass man ruhig mit beiden Beinen aufwärts gehen kann, weil die halbe Last für die betroffene Sehne akzeptabel sein sollte.

    Die im oben verlinkten Video gezeigte Ausführungsform "AUF: nur gesund, AB: nur krank" ist also sicher die extreme Form der reinen Lehre. Und ja, bei beidseitiger Tendinose dann kontraproduktiv für das andere Bein. Aber die grübelnde Rennkartoffel wäre nicht sie selbst, wenn sie sich dafür nicht auch eine Lösung ausgedacht hätte.

    Ich lege unter den Fuß des anhebenden Beins einen Holzklotz, der in seiner Grundfläche etwa der des Fußes entspricht und in der Höhe etwa derjenigen, um die der Körper angehoben werden muss, um mit dem kranken Bein auf Zehenspitzen stehen zu können, ohne belastet zu werden. (Konkret: das Teil ist 30 oder 40 mm hoch, weiß jetzt gar nicht so genau. Ein entsprechend dickes Buch tut's sicher auch.) Nun kann ich das Anheben mit durchgehend flach augesetztem Fuß bewerkstelligen, was nicht die Wade (und damit die Achillessehn) beansprucht, sondern allein die Oberschenkelmuskulatur. Das sollte also auch funktionieren, wenn beide Beine malad sind.

    Warum ich das trotzdem so mache, obwohl bei mir nur ein Bein betroffen ist ? Nun, ich habe es mir zum Prinzip gemacht, beide Beine grundsätzlich exakt gleich zu trainieren, damit nicht eines stärker wird und womöglich eine Unwucht in meine Laufbewegung bringt. Deshalb gehe ich auch mit dem gesunden Bein mal abwärts und muss dann das Anheben mit dem kranken Fuß erledigen. Da hilft der Klotz dann enorm.

  23. #223

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    Zitat Zitat von siebenstein77 Beitrag anzeigen
    Hi

    Stell dich mit einem Bein auf den Boden und hebe die Hacken 20 bis 30 mal hoch.
    Wenn du dehnst aufpassen das du nicht überdehnst da kann der Schuss nach hinten losgehen.
    Barfusslaufen (laufen nicht gehen ) immer wieder mal die letzten 500 bis 1000 m barfuss laufen!
    Dann wird das wieder.
    Gute Besserung.
    ist sind genau diese Kräftigungsübungen, die man eben NICHT durchführen soll, da dann auf die erkrankte Sehne erhöhte Zugkräfte wirken.

    Waden kräftigen ist sicher gut, aber bitte nicht wenn bereits Probleme bestehen.....

  24. #224
    Montag ist Schontag! Avatar von Laufschlaffi
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    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen
    . @Rolli vertritt übrigens die These, dass man ruhig mit beiden Beinen aufwärts gehen kann, weil die halbe Last für die betroffene Sehne akzeptabel sein sollte.
    Hier auf der HP von Runnersworld gabs mal einen Artikel ueber eine Studie, die Aussage war, dass man die AS mit 80% der Maximalkraft belasten sollte (natuerlich nur in der Muckibude möglich) dann könnten sogar Sehnen wachsen/dicker werden, was man frueher ausgeschlossen hatte.

    Das deckt sich mit den Erfahrungen, die @Dicke Wade gemacht hatte.
    .. bis der Arsch im Sarge liegt!

  25. #225
    Avatar von siebenstein77
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    Zitat Zitat von fiveten Beitrag anzeigen
    ist sind genau diese Kräftigungsübungen, die man eben NICHT durchführen soll, da dann auf die erkrankte Sehne erhöhte Zugkräfte wirken.

    Waden kräftigen ist sicher gut, aber bitte nicht wenn bereits Probleme bestehen.....
    Hallo,
    L4uf schreibt er hätte im Alltag KEINE Beschwerden, ich denke das es in diesem Stadium möglich sein muss die Muskulatur auf diese Art zu kräftigen.
    Die Impulse die beim Laufen, insbesondere bei schwacher Muskulatur/Fussgewölbe wirken, können das vielfache des Körpergewichts betragen, pro Lauf einige 1000 mal. Die Kräfte die hier wirken sind wesentlicher intensiver als wenn du die Hacken um einige cm kontrolliert nach oben führst.
    Ob nun konzentrische oder excentrische Übungen besser sind sollte jeder nach Krankheitsbild für sich selbst herausfinden.
    Für mich waren die excentrischen Treppenübungen nicht hilfreich, da mein Gleitgewebe die starke Dehnung beim Absinken übel genommen hat.
    VG.

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