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  1. #1
    Avatar von sunday
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    Standard Kampfsportart Orthopädie

    Orthopäden und Sporthopäden haben zum Thema Minimalschuh und Barfusslauf durchaus keine enheitliche Meinung, dafür tendieren ihre Meinungen zu klarer Kante pro oder contra, wobei die Kontras gerne mit der Wunderwirkung von Einlagen hausieren gehen

    Pro:

    Dr. Thorsten Dolla, Berlin, moderner Orthopäde und Sportarzt, Berlin: Dr. Dollas Diagnose (109) : Barfuß ist meist besser - Sport - Tagesspiegel

    Contra:

    Dr. Reinhard Deinfelder, konservativer Orthopäde von der Einlagen-Front, Schwaben: Wie gesund sind Zehenschuhe? | Apotheken Umschau

  2. #2
    Avatar von sunday
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    Pro:

    Prof. Dr. Harald Effenberger, Orthopäde: Sporteln ohne Schuhe: Gesunder Barfuß-Trend

    Kritisch:

    Prof. Gert-Peter Brüggemann: Barfußschuhe: Vor- und Nachteile im Fokus | eVivam

  3. #3
    Avatar von sunday
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    Oops, Google hat mich verlassen: Keine Kontra-Experten mehr gefunden!

    Umso schöner

    Prof. Dr. med. Thomas Wessinghage, Orthopäde: Wie gesund ist Barfußlaufen? Prof. Dr. med. Wessinghage im Interview

    Zugabe: Barfußlaufen im Sommer: Unten ohne durch Berlin | Gesundheit - Berliner Zeitung

  4. #4

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    Das schöne ist, dass man es relativ einfach ausprobieren kann. :-)

    Mich hat die Argumentation pro Barfußlaufen seinerzeit überzeugt. Sie ist schlüssig und logisch. Also hab ichs probiert, und allein die Leichtigkeit der Füße im Vergleich zum herkömmlichen Schuh war beeindruckend.

    Also hab ich es weiterverfolgt, meinen Laufstil über Jahre (!) umgestellt und es nie bereut. Ich laufe heute nicht barfuß sondern in Minimalschuhen, also wenig bis null Sprengung, niedriges Gewicht und maximalen Flex. Das ist mein Kompromiss zwischen praktisch und gesund.

    Ich muss dazu sagen, dass ich nicht gerade schwer bin und sowieso einen neutralen Fussaufsatz hatte. Aber ich habe auch einen Knorpelschaden im Knie hinter der Patella, der mich früher regelmäßig ausgebremst hat. Das ist dank Umstellung des Laufstils Geschichte. Nicht der Schaden, aber die Schmerzen.

    Und dass orthopädische Schuhmacher das eher kritisch sehen, ist mir klar. Die sehen in der Regel schon stark geschädigte Füße und haben ein Handwerk gelernt, dass nicht gerade vom Barfußlaufen lebt ;-)

    Ich kann nur sagen "just do it" !

    Beste Grüße vom FlowRunner

  5. #5
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Ich saß dieses Frühjahr Jahr beim Orth. Schumacher für neue Einlagen für meine Laufschuhe. Dabei hatte ich meine üblichen Tagesschuhe (Vivobarefoot Trail Freak Men) an und der Techniker schaute diese sehr verächtlich an und riet mir dringend von ihnen ab. Dabei gehe ich äußerst gerne mit denen durch die Gegend und fühle mich sehr wohl in ihnen. Laufen (im Sinne von Rennen ) könnte ich in denen allerdings nicht, dann macht sich sehr schnell mein Fersensporn bemerkbar. Will sagen, um zum Thema zu kommen, die Orthopäden und Techniker sind in ihrem Urteil wohl sehr einseitig und in ihrem Umfeld gefangen.

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  6. #6
    not fast & not furious Avatar von Steif
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    Zwischen Verschwörungstheorie und Marketing, zwischen Mode und Altbewährtem, zwischen Fanatismus und Altbackenem und zwischen Pro und Contra passt imnmer ein



    soll heißen: nix Genaues weiß man nicht und die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte. Dennoch würde ich ne Wette drauf abschließen, wer hier früher oder später aufschlägt!
    Steif
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    Ständig verschwinden Senioren spurlos im Internet, weil Sie "ALT" und "ENTFERNEN" gleichzeitig drücken.

  7. #7
    langsam aber sicher Avatar von Gueng
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    Zitat Zitat von sunday Beitrag anzeigen
    Orthopäden und Sporthopäden haben zum Thema Minimalschuh und Barfusslauf durchaus keine enheitliche Meinung, dafür tendieren ihre Meinungen zu klarer Kante pro oder contra, wobei die Kontras gerne mit der Wunderwirkung von Einlagen hausieren gehen
    Besonders ärgerlich ist es m.E., wenn die Contras solche Verletzungen, die beim Laufen mit Schuhen entstanden sind (Minimalismus hin oder her) fälschlicherweise dem Barfußlaufen anlasten.
    Die Laufschule Marburg

    Video-Anleitung zur Selbsthilfe bei Überpronationsproblemen

    "Barfuß - das ist ehrlich!" (Zuschauer eines Straßenlaufs in Marburg, während ihn eine Barfußläuferin passiert)

    Persönliche Bestzeiten

    5.000 m (Bahn) in 21:39 (barfuß) - Bahnlauf des ASC Breidenbach, 6.9.2013
    10.000 m (Bahn) in 45:14 (barfuß) - Kreismeisterschaften in Eschenburg-Eibelshausen, 09.10.2015
    10 km (Straße) in 46:16 (barfuß) - 31. Marburger Ahrens-Stadtlauf, 29.9.2013
    HM in 1:41:53 (barfuß) - 16. Schottener Stauseelauf, 5.10.2013


  8. #8
    Avatar von sunday
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    Zitat Zitat von Steif Beitrag anzeigen
    . Dennoch würde ich ne Wette drauf abschließen, wer hier früher oder später aufschlägt!
    Hättste prompt gewonnen

    Zitat Zitat von dicke_Wade Beitrag anzeigen
    Dabei gehe ich äußerst gerne mit den Vivobarefoot durch die Gegend und fühle mich sehr wohl in ihnen. Laufen (im Sinne von Rennen ) könnte ich in denen allerdings nicht, dann macht sich sehr schnell mein Fersensporn bemerkbar.
    Vorerst übe ich in meinen Minimalschuhen FF Classic und Hot Tuna auch nur den Ballengang im Alltag, aber auch nicht alle Tage. Schnelles Laufen damit statt wie gewohnt mit gedämpften Fersenlauf-Schuhwerk, mal sehen, allein das Gehen im Ballengang ist ja schon ein Gewinn an Fußgesundheit.

    Zitat Zitat von Gueng Beitrag anzeigen
    Besonders ärgerlich ist es m.E., wenn die Contras solche Verletzungen, die beim Laufen mit Schuhen entstanden sind (Minimalismus hin oder her) fälschlicherweise dem Barfußlaufen anlasten.
    Selbst die meisten kritischen Berichte mit Fachexperten-Meinung mahnen im Fazit nur an, es nicht zu schnell angehen zu lassen mit barfuß oder in Minimalschuhen zu laufen! Und stimmen darin auch 100% mit befürwortenden Berichten überein!

    Es ist ein langwieriger Gewöhnungsprozess, vor allem für Menschen, die sowohl Gehen als auch schnelles Laufen bisher ausschließlich als Fersenlaufen betreiben und auch kein Vorfußtraining durch Sporttanz (Tanzsport, Boxen) oder einfach durch besonders viel Treppensteigen haben. IMHO reicht es völlig, Gehen barfuß oder in Minimalschuhen zu praktizieren, um dem Fuß seine natürliche Beweglichkeit für mehr als nur eine der natürlichen Gangarten soweit wieder anzugewöhnen, soweit er, die angebundene Beinmuskulatur und am Gehen beteiligten Gelenke es mitmachen.

  9. #9
    langsam aber sicher Avatar von Gueng
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    Zitat Zitat von sunday Beitrag anzeigen
    Selbst die meisten kritischen Berichte mit Fachexperten-Meinung mahnen im Fazit nur an, es nicht zu schnell angehen zu lassen mit barfuß oder in Minimalschuhen zu laufen! Und stimmen darin auch 100% mit befürwortenden Berichten überein!
    Aber wenn Brüggemann mit Schäden an Füßen und Sprunggelenken sowie Knochenödemen droht, dann leht er sich damit sehr weit aus dem Fenster. Er sollte mal die Karten auf den Tisch legen und klar sagen, aus welchen Studien oder Praxiserfahrungen mit wie vielen ernsthaften Barfußläufern er diese Schlüsse zieht.
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  10. #10
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von sunday Beitrag anzeigen
    Vorerst übe ich in meinen Minimalschuhen FF Classic und Hot Tuna auch nur den Ballengang im Alltag, aber auch nicht alle Tage. Schnelles Laufen damit statt wie gewohnt mit gedämpften Fersenlauf-Schuhwerk, mal sehen, allein das Gehen im Ballengang ist ja schon ein Gewinn an Fußgesundheit.
    Ich bin jetzt paar mal in meiner Wohnung auf und ab gegangen. Barfuß. So zu gehen fühlt sich für mich, gelinde gesagt, bescheuert an. Und sieht wohl auch so aus. Ich hab ja auch überhaupt kein Problem, "normal" zu gehen wie Ottonormal-Latscher, also mit der Ferse zu erst. Selbst wenn ich mal barfuß renne, renne ich über die Ferse, weil sich alles andere für mich total unnatürlich anfühlt.

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  11. #11
    Avatar von sunday
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    Zitat Zitat von dicke_Wade Beitrag anzeigen
    Barfuß. So zu gehen fühlt sich für mich, gelinde gesagt, bescheuert an. Und sieht wohl auch so aus.
    Das http://forum.runnersworld.de/forum/b...309-gehen.html mit Aufsetzen der Fußballen zum Abfedern des Aufsetzens der Ferse, der sogenannte Ballengang, ist gut eingeübt eine sehr elegante Gangart, ob barfuß oder mit flachen flexiblen Schuhen. Es ist allerdings eine Gangart ausschließlich fürs Gehen. Schnell Laufen auf diese Weise wär schon sehr speziell. Dafür ist Vorfußlaufen, d.h. nur noch die Ballen und Zehen aufsetzend oder irgendwie auch noch ein bißchen Mittelfuß, ja eine Art zu Rennen, nicht zu Gehen. Nur der Fersenlauf ist universell für langsam und schnell ausgelegt, für walking und running. Daher mit Sicherheit AUCH eine natürliche Art zu gehen. Doch die natürliche Art zu Gehen hängt in der Wildnis davon ab, welche Wildnis es ist und was für einen Boden sie hat. Ein tastendes Vorwärtsgehen mit dem Ballen zuerst aufsetzend ist also für vorwiegend barfuß laufende Menschen eine gute Gesundheitsvorsorge. Und: Die Natur hat den Menschen für beide Gangarten gut ausgestattet. Das schnelle Rennen im Ausdauermodus kann auch Fersenlauf vertragen, im Hochgeschwindigkeitsmodus ist allerdings der Vorfußlauf die erfolgreichere Variante.

  12. #12
    Alles im Blick. Avatar von bones
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    Mannomann.....ist das alles kompliziert mit diesem Gehen und Laufen. Erschreckenderweise bin ich immer einfach so losgelaufen und gegangen - ohne mir großartige Gedanken zu machen. Jetzt bin ich völlig verunsichert.

  13. #13
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von sunday Beitrag anzeigen
    Das http://forum.runnersworld.de/forum/b...309-gehen.html mit Aufsetzen der Fußballen zum Abfedern des Aufsetzens der Ferse, der sogenannte Ballengang, ist gut eingeübt eine sehr elegante Gangart,
    Wenn ich gehe, dann hat das, egal ob auf der Ferse oder dem Ballen nichts aber auch gar nichts mit Eleganz zu tun Da muss ich mir keine Mühe geben

    Und nichts für ungut, was interessiert es mich, wie man barfuß in der Wildniss latscht und welche Gangart in der Wildniss ungefährlicher ist? Ich latsche zu 99 % auf ebenen Bürgersteigen und egal in welchen Schuhen, ich muss IMMER schauen, wohin ich trete. Zuviele Hundehaufen oder Glassscherben säumen meinen Weg

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  14. #14
    ehemals "undläuftundläuft" Avatar von Schlaks
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    Zitat Zitat von sunday Beitrag anzeigen
    Das http://forum.runnersworld.de/forum/b...309-gehen.html mit Aufsetzen der Fußballen zum Abfedern des Aufsetzens der Ferse, der sogenannte Ballengang, ist gut eingeübt eine sehr elegante Gangart, ob barfuß oder mit flachen flexiblen Schuhen.
    Das Projekt Ballengang ;-)

    Ich wundere mich, warum einige Menschen immer alles übertreiben müssen. Was beim Laufen sinnvoll sein kann, muss gleich auf das Gehen übertragen werden. Wird zwar beides mit den Füßen gemacht, ist aber etwas gänzlich anderes.

    Beim Gehen gibt es keine Flugphase, die auf den Bewegungsaparat einwirkenden Kräfte sind gering, es spricht also nichts dagegen, zugunsten eines längeren Schritts auch die Ferse in den Bewegungsablauf mit einzubeziehen. Man muss sie ja nicht in den Boden rammen, als wollte man sie im Beton versenken. Es ist durchaus möglich, auch mit "bösem" Fersenkontakt lautlos zu laufen.

    Der Ballengang sieht meiner Meinung nach ziemlich behämmert aus. Je nach Ausführung hat man ein daherschreitendes Modell vor sich oder einen durch den Salat stelzenden Storch. Letzteres häufiger ;-)

    Aber das ist nur meine Meinung. Geht und lauft doch, wie ihr wollt.

    Viele Grüße,
    Stephan

  15. #15
    Ja wo laufen sie denn? Avatar von gecko
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    Da muss ich jetzt mal eine Lanze brechen
    Stenogram: Laufen seit 02.14; Umstellung auf Vorfußlauf ebenfalls seit 02.14; Nach und nach Umstieg auf flachere Schuhe ebenfalls seit 02.14...
    Mittlerweile ist mein Laufstil kein richtiger Vorfußlauf mehr, sondern eher ein Mittelfußlauf mit "sensorischem" Aufsetzen der Zehen als Erstes. Zum "Gehstil" komme ich am Ende.

    Ich habe während dieser Zeit immer wieder mal Phasen eingeschoben, in denen ich auch "in Zivil" nur mit Barfußschuhen (Oder Zu Hause auch Barfuß) rumgelaufen bin und kann Steifs Einlassung bestätigen. Sobald ich das über einen längeren Zeitraum gemacht habe, fingen die Sprunggelenke an etwas anzuschwellen. Nie wirklich schlimm, aber immer so, dass ich zwischendurch doch wieder auf normale Schuhe zurück gewechselt habe.

    Weil das mit dem Laufen aber weitestgehend völlig problemlos funktionierte mit meinen 0mm Sprengung Laufschuhen, bis hin zu HM Distanzen und sogar zwei HM Wettkämpfen und weil ich von dem Prinzip, des natürlichen Laufens und Gehens nach wie vor überzeugt bin, bzw. von der Möglichkeit seinen über Jahrzehnte degenerierten Gehapparat wieder ein Stück weit zu gesunden, habe ich das in Maßen immer weiter ausgebaut.

    Ich habe jetzt seit 5 Wochen keinen Schuh mehr mit normaler Sohle an den Füßen gehabt.
    Laufen tue ich nach wie vor mit den Saucony Virrata 2, zu Hause nutze ich Sole-Runner "Pure" als Hausschuhe und die Vivo Barefoot "Tracker" nutze ich für Alles Andere, also als Freizeitschuhe und für die Arbeit. (Wobei ich da die Sole Runners gerne mitnehme und dann tagsüber im Büro trage)
    Wie gesagt, ich habe solche Schuhe auch vorher immer schon viel getragen, aber noch nie zu 100% durchgehend.

    Das funktioniert mit einem Mal ganz hervorragend und das obwohl ich immer noch stark über proniere und Senkfüße habe.
    Der "Trick" ist tatsächlich dran zu bleiben und sich wirklich Zeit zu lassen.

    Die absolute HÖLLE war für mich immer langsames Schlendern wie z.B. Schaufensterbummel im Einkaufszentrum, langsame "Standspaziergänge" mit den Kindern. Und als Steigerung davon Langes Stehen (Auf Messen o.ä.) Bei nichts Anderem habe ich zuverlässiger und schlimmer Rücken- und Hüftschmerzen bekommen.
    Das ist definitiv viel besser geworden mittlerweile.

    Man darf eines nicht vergessen: Man gewöhnt sich nur sehr langsam einen anderen Gehstil an, aber so nach und nach ist mein Fußaufsatz viel umsichtiger geworden, viel weniger aufdotzend. Ich komme mir schon vor wie ein Indianer...
    Beim Gehen setze ich durchaus mit der Ferse auf aber eben mit einer Bedachtheit, die vorher nicht da war.
    Den "Vorfußgang" oder auch "Ballengang" der auch von Einigen praktiziert wird, empfinde ich irgendwie als unnatürlich. Das ist für mich der Veganer unter den Gehstilen, einfach zu extrem für meinen Geschmack.

    Ich bin nicht immer Guengs Meinung, oder anders ausgedrückt: Ich vertrete meine Meinung dazu nicht so vehement, aber gerne bestätige ich hier mal meine ganz persönliche Erfolgsgeschichte mit dem Thema.

    Ich bin -ohne ärztliche Hilfe oder Hilfsmaßnahmen- innerhalb von knapp zwei Jahren von einem Rücken- und Knieschmerzen geplagtem, nichtlaufendem Mittvierziger, zu einem weitestgehend beschwerdefreien Läufer mit 40 WKM geworden.
    Laufleistung 2014: 1400km
    Lauleistung 2015 bisher: 1600km
    Zuletzt überarbeitet von gecko (03.11.2015 um 12:12 Uhr)
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    Gabelstapler Glukose // Wie man NICHT auf Sub3 trainiert // Geckoanalysis Die bekanntesten FORENBANANEN // Guter Laufstil vs. schlechter Laufstil
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  16. #16
    Ja wo laufen sie denn? Avatar von gecko
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    ich sage ja gar nicht, dass Ballengang Mist ist - ich halte es nur nicht für das Allheilmittel. Das Fettpolster unter der Ferse, das Gueng angesprochen hat, reicht m.E. nicht als "Dämpfung". Es ist schon eine Frage der Technik, wenn man ohne zusätzliche Polster unter der Ferse unterwegs sein möchte. Wer mit durchgedrücktem Knie die Ferse in den Boden haut, darf sich nicht wundern, wenn es ohne Polsterung schmerzt.

    Wenn man die richtige Technik aber drauf hat, ist das Ergebnis meiner Meinung nach praxistauglicher als der Ballengang. Du darfst aber gerne weiter im Ballengang durch die Landschaft staksen .
    Das trifft meiner Meinung nach ziemlich den Kern.
    Mal im Ernst, im Vergleich zu anderen "Diskussionen" über dieses Thema ist das hier schon beinahe beängstigend friedfertig und konstruktiv

    EDIT: PS: Sundays Beitrag hier über mir, gefällt mir auch gut. Der war eben- als ich das hier schrieb- noch nicht da
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  17. #17
    Ja wo laufen sie denn? Avatar von gecko
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    Wenn ich meinem 4-jährigen zuschaue, der macht das automatisch so.
    Das ist jetzt ein spannendes Thema!
    Meine Jungs sind 4 und 8 und ich bin jetzt dort angekommen, dass ich aus Überzeugung auf das Schuhwerk meiner Kinder achten werde, sprich ich werde -entschuldigt das vielfach ausgepresste Wort- "Natural Running" im Auge behalten, was das Schuhwerk anbelangt.
    Das ist ein schmaler Grat, denn das Letzte was ich möchte, ist aus eigener Scheuklappensicht, eine Modeerscheinung auf meine Kinder zu projizieren.
    Aber wir reden, schreiben und lesen ständig davon wie degeneriert unsere Füße durch jahrelanges falsches Schuhwerk im Erwachsenenalter sind und ob und wie man das korrigieren kann. Ist es da nicht eine gute Idee die Füße meiner Kinder sich im Rahmen der Möglichkeiten natürlich entwickeln zu lassen?
    Wieviel "Natürlich" IST aber nun natürlich? Und wo fängt die Objektivität an zu leiden?

    Zwei Sachen sind für mich bis hierhin recht interessante Indizien:

    1) Seit ich vermehrt darauf achte und mich mit dem Thema beschäftige, bin ich erschüttert bei wie vielen Schuhen meiner Kinder schwere, komplett steife Sohlen verbastelt sind. Teilweise mit extremer Sprengung. Und wir haben viel teure Schuhe in der Preisklasse zwischen 59€ und 89€. Da sind viele Markennamen vertreten: Ricosta, Kappa, Superfit usw.

    2) Ich habe meinem Großen zu seinem Lauftag in der Schule einfach mal Schuhe mit einer wirklich flexiblen, weichen und dünnen Sohle gekauft. Ohne übertriebenes Fußbett und verhältnismäßig leicht. Er hat das Maximalziel erreicht: Eine Stunde durchgehend laufen. Ganz im Gegensatz zum letzten Jahr.
    Das ist immer ein jährlicher ein Sponsorenlauf, bei dem Freunde, Verwandte und Bekannte pro gelaufener Minute des gesponserten Kindes Geld spenden konnten zur Finanzierung eines geilen, aber teuren Schulprojektes. Im Letzten Jahr hat er nach 10 Minuten abgebrochen, weil ihm die Füße wehtaten (Er ist zwar schlank, fast schon dünn, aber nicht so die Sportskanone. Es fehlt noch etwas Körperspannung )

    Wer hat hier noch Kinder und wie haltet ihr das? Ich will mich da auch nicht versteigen, ich bin ja nach wie vor nur interessierter Laie
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  18. #18

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    @gecko:

    Ich glaube mit flexiblen Schuhen und wenig Sprengung kann man bei Kindern absolut nichts falsch machen. Ich achte bei meinen absolut darauf, dass die Sohle flexibel ist. Auch von einem ausgeprägtem Fussbett halte ich nicht viel. Ist doch logisch, dass Unterstützung die Muskeln verkümmern lässt. Das ist keine Mode.

    Hier gab es in den letzten Jahren einen echten Paradigmenwechsel. Auch unter Fachleuten wird hier meiner Auffassung nach allenfalls die globale Anwendung auf die bereits völlig anders konditionierte Allgemeinheit bestritten. Für nicht vorbelastete, also Kinder, gilt diese Einschränkung sicher nicht.

    Dass es vermehrt Gegentrends (wie z.B. Hoka) gibt, liegt meiner Meinung nach daran, dass es für manche (bzw. viele) einfach zu spät kommt und der Aufwand einer Umstellung des Laufstils zu groß bzw. nicht mehr möglich ist.

    Bewusst überspitzt: "Wenn ich mein Leiden mit einer Tabette lindern kann, dann ändere ich doch nicht meinen Lebenswandel" ;-)

    Gruß FR

  19. #19
    Ja wo laufen sie denn? Avatar von gecko
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    Sehr interesanter Artikel!

    Diese Passage hier finde ich sehr bezeichnend:

    Die Tendenz geht aber eindeutig in Richtung bequem und Komfort. Das bedeutet als
    Errungenschaft der „Turnschuhgeneration“ weicher Absatz, gerundete Formen.
    Diese Entwicklung fördert das Komfortempfinden und ermöglicht eine dynamischere und
    sportlichere Gangausführung. Der Schuh erlaubt es uns problemlos anders zu gehen,
    als es unsere Anatomie und Physiologie entspricht. (Wie wir es im Laufe der Evolution bis
    heute adaptiert haben.)


    Das entspricht der Meinung, die ich mir gebildet habe, dass heutige "Dämpfungsmonster" das Problem haben, dass sie einen schlechten Laufstil ermöglichen, der barfuß oder mit weniger gedämpften Schuhen gar nicht funktionieren würde.
    Das heißt, wer eh' gut und gesund läuft, wird das auch mit solchen Schuhen tun, wer aber unsauber und ineffektiv läuft, wird sich über Kurz oder lang in Beschwerden reinlaufen und dann in eine Spirale geraten aus immer noch dicker gedämpften und gestützten Schuhen, um die zunehmenden Schmerzen kurzfristig zu lindern... nur um sie im Endeffekt immer schlimmer zu machen.
    Daran sind unter Anderem auch die Ladenverkäufer Schuld, die nach einer "Laufbandanalyse" pauschal ins Standardregal greifen und eben Asics Kayano und Konsorten empfehlen....
    Tonic ohne Alkohol ist Ginlos...
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  20. #20
    sub-4 Avatar von D-Bus
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    Zitat Zitat von gecko63 Beitrag anzeigen
    Das entspricht der Meinung, die ich mir gebildet habe, dass heutige "Dämpfungsmonster" das Problem haben, dass sie einen schlechten Laufstil ermöglichen, der barfuß oder mit weniger gedämpften Schuhen gar nicht funktionieren würde.
    Das heißt, wer eh' gut und gesund läuft, wird das auch mit solchen Schuhen tun, wer aber unsauber und ineffektiv läuft, wird sich über Kurz oder lang in Beschwerden reinlaufen und dann in eine Spirale geraten aus immer noch dicker gedämpften und gestützten Schuhen, um die zunehmenden Schmerzen kurzfristig zu lindern... nur um sie im Endeffekt immer schlimmer zu machen.
    Daran sind unter Anderem auch die Ladenverkäufer Schuld, die nach einer "Laufbandanalyse" pauschal ins Standardregal greifen und eben Asics Kayano und Konsorten empfehlen....
    +1, insbesondere zu den Ladenverkäufern. Der Kayana war jahrelang ja der meistverkaufte Laufschuh. Ob das immer noch so ist, würde mich mal interessieren.

    Zur Kindheit: wir haben damals viel barfuß gemacht, u.a. so Fußball gespielt, wenn wir mit normalen Schuhen in der Schule waren. Dann wurden die nämlich einfach ausgezogen...
    Auch die Fußballschuhe, in denen dann z. T. auch recht viel gerannt wurde, hatten eher wenig Sprengung, wenn überhaupt, sowie natürlich keine Pronationsstütze und praktisch keine Dämpfung.
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  21. #21
    Alles im Blick. Avatar von bones
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    er
    Zitat Zitat von D-Bus Beitrag anzeigen
    Der Kayana war jahrelang ja der meistverkaufte Laufschuh. Ob das immer noch so ist, würde mich mal interessieren.
    Nein, war er nie. Die GT 2000er Serie war das Erfogsmodell von Asics.

    http://www.laufschuhkauf.de/news/Lau...est_FS2012.pdf

  22. #22
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von Steif Beitrag anzeigen
    Mich wundert, dass in der Argumentation noch gar nicht angeführt wurde, dass Kinder auch meistens auf dem Vorfuss unterwegs sind - sowohl gehend, als auch laufend
    Ich vor allem gehend, wenn ich nachts an den Kühlschrank wollte

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  23. #23
    Bewegungsfreude pur! Avatar von barefooter
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    Zitat Zitat von gecko63 Beitrag anzeigen
    ... Ist es da nicht eine gute Idee die Füße meiner Kinder sich im Rahmen der Möglichkeiten natürlich entwickeln zu lassen?
    Das ist nur folgerichtig, selbstverständlich, aber trotzdem in höchstem Maße lobenswert.

    ...Ich habe meinem Großen zu seinem Lauftag in der Schule einfach mal Schuhe mit einer wirklich flexiblen, weichen und dünnen Sohle gekauft. Ohne übertriebenes Fußbett und verhältnismäßig leicht. Er hat das Maximalziel erreicht: Eine Stunde durchgehend laufen. Ganz im Gegensatz zum letzten Jahr....hat er nach 10 Minuten abgebrochen...
    Das entspricht der andauernden Diskussion um die Bedeutung von Schuhen hier im Forum. Am einfachsten und bei einem Schulsportplatz durchaus im Rahmen der Möglichkeiten wäre ein gemeinschaftlicher Lauf ganz ohne Schuhe barfuß, es muss ja nicht gleich eine ganze Stunde sein - erzieherisch wertvoll, um dem allgemeinen Konsum- und Markenwahn insbesondere entgegenzuwirken.

    ...Das ist immer ein jährlicher ein Sponsorenlauf, bei dem Freunde, Verwandte und Bekannte pro gelaufener Minute des gesponserten Kindes Geld spenden konnten zur Finanzierung eines geilen, aber teuren Schulprojektes.
    Das Projekt könnte noch so geil sein, ich wollte meine Kinder - heute die Enkel - nicht für Geld laufen lassen.
    Grüße von der Baltischen See! Laufen/Wandern barfuß erleben - Zu Fuß - am besten barfuß - hält die Seele Schritt.
    Je länger die Strecke, desto unbedeutender die Zeit, da allein die Streckenbewältigung zur eigenen Leistung wird.


  24. #24
    Ja wo laufen sie denn? Avatar von gecko
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    Das Projekt könnte noch so geil sein, ich wollte meine Kinder - heute die Enkel - nicht für Geld laufen lassen.
    Kurz zur Erläuterung.
    Es geht um das Projekt "Draußen Schule"
    Draußenschule

    Jede zweite Klasse der Schule wir ein ganzes Jahr lang einmal in der Woche draußen unterrichtet. Bei unserer Schule ist ein Schulwald zugehörig, dort werden die Kinder bei Wind und Wetter durchs Jahr geführt. Das ist ein privater Lehrer, der ihnen die Jahreszeiten anhand des Waldes erklärt. Da wird gespielt, gelernt, probiert, gestaunt, das ist wirklich fast einmalig in Deutschland und ein ganz großes Plus dieser Schule.
    Die Stadt zahlt so etwas nicht und trotz der markigen Sprüche diverser Umweltminister(innen) wird auch von der Seite kaum Geld dafür locker gemacht. Die 12.000€ pro Jahr werden seit 2010 durch Sponsoren und Spenden zusammengebracht. Die Schule macht da wirklich viel, aber meist fehlt nach hinten raus noch eine Restsumme und dafür ist dieser Sponsorenlauf.

    Du muss Dir das so vorstellen, dass die ganze Schule auf unserem örtlichen Sportplatz einen Lauftag veranstaltet und ALLE Kinder laufen.
    Keiner MUSS so lange wie er kann und es geht weder um Zeiten, noch um gelaufene Runden. Das Tempo ist völlig egal. Den Kindern wird nur erklärt worum es geht und wer möchte darf bis zu einer Stunde laufen. Einige Lehrerinnen laufen mit und auch die Papas oder Mamas dürfen ihre Sprösslinge mal eine Runde begleiten, hab ich auch gemacht.
    Die "Sponsoren" sind in diesem Falle also einfach nur die Eltern der jeweiligen Kinder und Oma und Opa und vielleicht noch ein paar andere nahe stehenden Personen. Die können dann sagen, ok, pro Minute zahle ich 20Cent, oder 50Cent oder was auch immer.

    Schlussendlich hat es auch dieses Mal wieder gereicht, das Projekt fürs kommende Jahr zu finanzieren

    und Karl war Stolz wie Bolle (Pschhhht, ich auch )
    Der mit dem gelben Shirt...

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    Ziele 2019: Zunehmend abnehmen...

  25. #25

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    Wer hat hier noch Kinder und wie haltet ihr das? Ich will mich da auch nicht versteigen, ich bin ja nach wie vor nur interessierter Laie
    Mein Sohn ist 7. Wir lassen ihn möglichst viel barfuß laufen und kaufen Schuhe mit möglichst weichen Sohlen. Dazu eine kurze Geschichte:

    Wir (mein Sohn, ein gleichaltriger Freund und ich) sind in die Stadt gefahren. Zu einem Park mit Spielplätzen und kleinem Restaurant auf der anderen Seite einer 6-spurigen Straße, direkt nach der Schule. Auf dem Weg dorthin hat mein Sohn schon die Schuhe ausgezogen. Der andere Junge machte gleich mit sagte aus Spaß, er läuft heute alles barfuß. Ich sagte nur "OK". Darüber war er erstmal erstaunt und meinte leider dürfen sie das ja nicht. Er konnte es gar nicht glauben, dass ich es erlaube.

    Die einzige Regel war: Keiner jammert, wenn er in irgendwas reintritt, egal ob Glasscherbe oder Hundehaufen.

    Das sauberste war übrigens die 6-spurige Straße. Die sah aus wie geleckt. Im Restaurant ist das ganze auch nicht aufgefallen. Am Rückweg hats sogar noch geregnet. Es gab nur noch ein Problem:
    Der Junge kam barfuß nach Hause und hat erstmal einen kleinen Anschiss von seiner Mutter bekommen, weil er die 10m vom Auto nach Hause barfuß gelaufen ist. Er sagte dazu, dass er die ganze Zeit barfuß lief, was die Mutter natürlich nicht direkt geglaubt hat. Als sie das ganze "Ausmaß" verstanden hat, wusste sie nicht, was sie sagen soll. (Ich war quasi der unbezahlte Babysitter, weil sie keine Zeit hatte. Da kann sie ja schlecht schimpfen.) Ich hab ihr nur gesagt, mein Sohn darf das, deiner etwa nicht? Es kam nur ein grummeliges "doch" zurück.

    Vorschriften bzgl. dem Laufstil mache ich meinem Sohn so gut wie keine. Nur manchmal sag ich ihm, er soll etwas leiser laufen, wenn er zu sehr auf der Ferse rumhackt. Mein Lauf-ABC hat er sich auch schon abgeschaut. Knie heben, anfersen, seitwärts, rückwärts laufen und Hopserlauf macht er beim Joggen zwischendrin ohne Aufforderung. Meistens wenn keiner hinschaut, als wäre es ihm peinlich.

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