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  1. #51
    wie viele km hat das Jahr ??? Avatar von HappySue
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    Hallo Frank,
    vielen Dank für Deine guten Wünsche Und noch mal persönlich "Glückwunsch" zum erfolgreichen Lauf!
    Ich habe letzte Woche ja Dich und die anderes"Hamburger" ein bisschen beneidet, Euer großer Tag war endlich gekommen und ich kann mich noch eine Woche mit den Fragen "wie wird das Wetter" "was zieh´ ich an" "habe ich richtig trainiert" u.ä. beschäftigen. Und da ich gerade Urlaub habe, ist jede Menge Zeit für "Kopf"...

    Hallo Divy2,
    Das ist toll, dass Du jede Einheit im Plan geschafft hast! Dann kann ja nix mehr schief gehen.
    Für den letzten Abschnitt - also Amerika entdecken - habe ich mir meine Trainingsstrecken vorgestellt. Ein 10er geht doch immer - jetzt ist es nur die Runde um den Kirchensee - ach, die kleine 5er, dafür steh´ ich sonst nicht mal auf usw.
    Ich musste ja 2 Einheiten abbrechen und eine fiel wg. Erkältung aus. Aber dafür liefen die beiden 34er überraschend gut. Und genau daran werde ich denken. Und von 34 bis Marathon ist es nur noch meine Lieblingsrunde (8,2 km) - die geht immer...

    Morgen noch ein ruhiger 5er und dann ...

    Also, Dir ein tolles Debüt in Madrid, ich freu mich schon auf Deinen Bericht!

    LG,
    HappySue

  2. #52
    wie viele km hat das Jahr ??? Avatar von HappySue
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    Standard Trainingswochen 11 + 12…

    … es wird langsam ruhiger…

    Mo : ein lockerer DL über ca. 8km
    Ach, wie ärgerlich sind 6 bzw. 7 Sekunden? Dabei sah es doch ab km7 so aus, als wären die 50 min schon im Sack. Schade… 8,2km @ 6:07 bzw.50:06 min
    Aber sonst ein toller Lauf bei Spitzenwetter. Ein ganz bisschen "Samstag" noch in den Beinen. Aber nur beim ganz genau hinfühlen.

    Di: flotter DL (10 min EL, 60min bei höherer Intensität, 10 min AL)
    Das war ganz schön anstrengend heute. Da musste ich mich tatsächlich zusammenreißen, nicht abzukürzen und auch aufpassen, dass ich nicht langsamer werde. Beine und Puste hatten schnell die Komfortzone verlassen, die HF hinkte (zumindest lt. Uhr) etwas hinterher. War jetzt nicht der beste, aber auch nicht der schlechteste Lauf. Insgesamt 13,4 km @ 5:59

    Do : ein lockerer DL über ca. 6km
    Ein schöner Lauf, ziemlich locker mit Streckenrekord (hat schon Vorteile, wenn man mal eine "alte" Strecke läuft 5,98km @ 6,04

    Sa: ruhiger Dauerlauf über 20km diesmal ohne Endbeschleunigung
    und die Versuchung war durchaus vorhanden…
    Ja, ein bisschen mulmig war mir schon, als ich los bin. So von der Regelmäßigkeit der „verkackten“ Läufe wäre heute ja wieder einer dran gewesen. Das Einlaufen war ein bisschen zäh, aber als ich merkte, es läuft, lief es
    Die Zeit und der Puls einfach fantastisch. Und die Strecke hat jetzt auch ihren Schrecken verloren (die letzen beiden mal waren ja nicht so dolle). 20,2km @6:44. Damit bin ich sehr zufrieden.


    Mo : ein lockerer DL über ca. 8km
    Juchuuuuh, die 50 min auf meiner Kirchenseerunde sind gefallen :-)
    Der Puls zwar auf der 2. Hälfte relativ für „locker“ drüber, aber es fühlte sich einfach gut so an :-) Ich hätte auch nicht mehr langsamer gekonnt, als ich merkte, dass es heute aber wirklich klappt. 8,2lm @49:36 min

    Mi : ein lockerer DL über ca. 5km
    War ziemlich windig, ich hoffe, das war kein Vorbote für Sonntag. Lief aber wie geschmiert. 5km @ 6:05

    Fr : ein ruhiger DL über ca. 5km
    Eine nette kleine entspannte Runde. 5km @6:32


    Also, das war mein Training der letzten 12 Wochen.
    Hinter mir liegen seit Anfang Februar 584 km.
    438 km davon als Grundlagentraining, also lockere oder ruhige bzw. lange Dauerläufe.
    146 km als Tempotraining (Intervalle, Tempodauerläufe und ein 10er Volkslauf).
    2 Läufe musste ich abrechen (Beine streikten), einer ist ausgefallen wegen.Erkältung, 2 wurden aus dem gleichen Grund geändert

    Und von
    Zitat Zitat von HappySue Beitrag anzeigen
    Ach Scheiße, so macht das doch keinen Spaß.
    Bis
    Glücklichster Mensch der Welt - das wäre die passende Bezeichnung.
    war alles dabei

    Ich bin gespannt…
    Liebe Grüße,
    HappySue




  3. #53

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    Hey, HappySue, wie war's? Bei mir war es ein Gang durch die Hölle, Madrid ist wirklich nicht einfach zu laufen, dazu als Debüt, aber eigentlich war es wunderschön, sogar bewegend - und ich bin gesund angekommen. Sogar der Muskelkater hält sich in Grenzen. Vielen Dank noch mal für Deine aufmunternden Worte! Der Bericht ist in Arbeit. Wie war's bei Dir? Bist Du happy, Sue? ;-) Wenn nicht, dann lass Dich von uns aufmuntern!

  4. #54
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    Hey divy2,
    ja, die Sue ist wieder Happy. Sie hat am Bericht geschrieben und dabei "aufgearbeitet".
    Freut mich, von Dir zu lesen, und das es Dir gut geht! Habe an Dich und Dein Deinen "ersten" gedacht. Da werde ich dann ja bald von lesen
    Liebe Grüße,
    HappySue




  5. #55
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    Standard 11. Darß-Marathon am 24.04.2016

    So, nach dem ich einige Gefühle zu meinem Lauf durchlebt und sortiert habe kann ich nun endlich einen kleinen Bericht dazu schreiben.
    Der Lauf war wie das Training – von bis war alles dabei. Aber von vorne.

    06:00: Der Wecker klingelt. Es ist noch viel zu kalt im Wohnwagen zum Aufstehen. Ich kuschel mich noch mal richtig in die warme Decke und warte bis Schatzi mit den beiden Hunden zum Gassi draußen ist. Aber hilft ja nix, also raus aus den Federn, kurz in Waschhaus und dann ein kleines Frühstück vorbereiten.

    06:36 Die ersten Tropfen fallen. Verdächtig laut. Ein Blick aus dem Fenster: Hagel! Unter Fluchen frühstücken wir weiter.
    06:51 Es blitzt und donnert, so ein Sch… Die Klamottenfrage ist nun endgültig geklärt („Oben rum“ war noch offen – also doch das warme lange Shirt und das Basecap) und ich bin froh, dass ich eine Lauf-geeignete Regenjacke im Gepäck habe. Außentemperatur ca. 3°C. Ich mache ein paar Fotos und sende meiner Schwester eine Nachricht, dass wir „die Sache mit dem Wintercamping“ abgearbeitet haben.Ich ziehe mich dann schon mal um und gehe noch so 2-3-mal mit einem Regenschirm bewaffnet ins Waschhaus aufs Klo.

    08:00 Uhr: Es hat aufgehört zu hageln und zu schneien, lediglich ein leichter Niesel fällt noch. Wir fahren los zum Start nach Wieck. Parken ist dort super organisiert, und schon auf dem Parkplatz stehen Dixies. Prima, ich könnt nämlich schon wieder …
    Startnummer befestigen, Zeitnehmer am Schuh befestigen, noch einen kleinen Schluck Wasser. Möchte ich noch ein Stück Banane? Nee, essen kann ich jetzt nicht.
    Ich bin aufgeregt, habe ein wenig Angst und freue mich darauf, das Training der letzten Monate endlich umzusetzen. Auch ein bisschen „jetzt ist eh egal, also bringen wir´s hinter uns“ ist dabei.
    Wir gehen in den Startbereich, warm machen, auflockern, noch mal Dixie. Sogar das NDR-Fernsehen hat sich eingefunden und dreht mit ein paar Läufern.
    Die Läufer werden dann aufgefordert, sich zum Start zu begeben und etwas wiederwillig trenne ich mich von der warmen Jacke. Aber die Regenjacke kommt mit! Es ist zwar inzwischen trocken, aber der Wind ist echt kalt! Überall werden letzte gute Wünsche und Abschiedsküsschen getauscht, auch ich bekomme meine und man kann spüren, wie die Spannung steigt. Die Musik heizt nochmal ordentlich ein, und dann wird endlich runtergezählt…

    09:00 Uhr: Der Startschuss fällt. Das Feld setzt sich in Bewegung und wird von Publikum und einer kleinen Samba-Truppe auf die Reise geschickt. Überall im Ort stehen Menschen und klatschen und rufen uns gute Wünsche zu.
    Ich habe keine Ahnung, wie schnell ich bin, aber der erste km ist schnell vergangen, knapp unter 6, also aufpassen und auf keinen Fall schneller werden. Gleiches gilt für den 2.
    Meine Pace will ich unterwegs anhand der Beschilderung überprüfen, das GPS ist hier zu ungenau. Alle 5km werde ich die Zwischenzeit stoppen und mich freuen, wenn sie unter 32min liegt.

    Es geht für knapp 5km ins offene Gelände, ein asphaltierter Radweg von Wieck nach Prerow. Der Wind kommt kalt von vorne, ich bin froh die Regenjacke anzuhaben. Der Radweg macht einen leichten Bogen und es ist einfach Wahnsinn, zu sehen wie lang sich das Feld gezogen hat und wie weit vorn die ersten Läufer schon sind.
    Ich habe ein paar Läufer in der Nähe, deren Tempo zu passen scheint. Einige ziehen langsam davon, aber eine bleibt neben mir. Ich fühle mich wohl wie wir stumm und gleichmäßig nebeneinander her traben. Aber ein Blick auf die Uhr bei den nächsten Kilometern sagt mir, dass es bei diesem Tempo (knapp über 6:30) nix wird mit meiner Wunschzeit von 04:30 Stunden.
    Der erste 5er Split ist in Ordnung: 31:38 min.
    Kilometer 7-9 gehen durch Prerow, hier ist für gewöhnlich richtig was los. Heute scheint weniger Publikum unterwegs zu sein. Liegt wohl am Wetter. Aber hier ist Besserung in Sicht, die Sonne wagt sich langsam hervor.
    Links taucht ein Versorgungspunkt auf, ich nehme mir einen Becher Wasser und trinke vorsichtig im zügigen Gehen ein paar Schlucke - KALT!
    Dann geht es für 8 km durch den „Darßer Urwald“. Ein Weg – mal Betonplatten, mal Waldweg, mal Schotter– links und rechts von Moor und Bäumen gesäumt. Schade, Kamera habe ich nicht dabei. Ich stelle fest, dass es mir immer noch sehr gut geht. Die Läuferin neben mir habe ich allerdings verloren.
    Der 2. 5er Split ist dann 31:59 min, der dritte 32:14. Ich beschließe, nicht krampfhaft auf die 4:30 zu laufen, sondern so wie jetzt. Vielleicht werde ich schneller, wenn ich aus dem Wald heraus bin. Es läuft gut, ich fühle mich, als könnte ich Bäume ausreißen. Aber ich könnte mal für kleine… Nix da! Ich habe mehrfach im Training die Erfahrung gemacht, dass danach die Beine schlappmachen. Vermutlich durchs hinHOCKEN? Ich werde also tapfer durchhalten, bis ein Klo zum hinSETZEN kommt. Es ist ja nicht warm, also werde ich auch nicht so viel trinken müssen.
    Langsam schiebt sich ein älterer Läufer an mir vorbei, und ich versuche, ob ich dranbleiben kann. Es klappt ganz gut. Bei km 19 geht es wieder auf einen Radweg. Bei km 20 wird Schatzi warten, ich freue mich schon richtig darauf, ihm zu sagen, wie gut es läuft. Also Lächeln und für die Kamera, die er bereithält. Und dann schnell die Regenjacke gegen einen ordentlichen Haps Banaane (auf Mundhöhe bereitgehalten) tauschen, einen Becher Wasser mitnehmen. Mein persönlicher Bananaboy freut sich mit mir und schon geht es weiter.
    Der 4. 5er Split liegt mit 31:38 wieder gut, Die HM-Marke passiere ich mit 2:16:xx. Ich laufe mittlerweile fast allein, wenige Läufer sind in Sichtweite.

    Und dann kommt Ahrenshoop. Hier hat es mich bei den letzten beiden Malen entschärft. Also mein persönliches Waterloo. Und ich kann es kaum fassen, diesen Ort locker zu durchqueren und auch den kleinen fiesen Anstieg zur Steilküste hoch problemlos laufend zu bewältigen. Ich denke wieder mal ans Klo, ich könnte schwören, letztes Jahr war hier noch eins. Egal, durchhalten, zur Not (aber nur zur allergrößten!) eben doch ins Gestrüpp...
    Der nächste Abschnitt ist ein schmaler Weg direkt an der Steilküste lang. Die Aussicht ist einfach gigantisch. Der Horizont schwarz, das Meer zwischen dunkelblau und türkis und aufgewühlt. Der Wind ist wieder da – von vorne natürlich. Ich lasse mich nicht ärgern. Ich denke mit einem Lächeln daran, dass ich mir hier letztes Jahr richtig Zeit genommen habe zum Aussicht genießen, weil ich ja eigentlich schon aufgegeben hatte und spazieren ging. Aber heute? Immer noch alles gut! 32:05 zeigte meine Uhr beim nächsten 5er Split.
    Bald liegt auch der km mit dem ollen Sandweg hinter mir und jetzt geht es durch Althagen. Bei km 28 nehme ich mir ein Stückchen Banane und bin gespannt auf den nächsten Abschnitt. Ca. 6 km Schotterradweg: links Feuchtwiesen, rechts Schilf und Bodden und am Horizont das Festland. Dieser Weg fühlt sich unendlich an, zum Glück heute ohne Gegenwind. Es ist auch schon ein bisschen wärmer geworden. Es läuft immer noch gut, ich werde zwar etwas langsamer, merke auch inzwischen die Belastung, fühle mich aber wohl. Gut gelaunt laufe ich an Schild „km 30“ vorbei und vergesse prompt, die Runde zu stoppen. Naja, muss ich eben bei 31 stoppen und umrechnen. Ich überlege, ab wann ich es wohl wagen kann, vorsichtig ein klitzkleinesbisschen zu beschleunigen. Bei km 35 noch einmal auftanken und dann schauen, was geht? Vielleicht klappt die 4:30 doch noch? Ich schätze, dass ich dazu ca.1,5 min aufhohlen muss.
    Am Ende dieses Stückes liegt der Campingplatz, hier müsste ich dann endlich mal auf´s Töpfchen, zumal ich ja noch was trinken will. Ich werde von Schatzi erwartet und teile ihm freudestrahlend mit: „4:30 wird eng – egal – es läuft gut!“
    Das Waschhaus liegt dicht am Weg, also kein Umweg. Beim Hinsetzten melden sich alle beteiligten Muskeln. AUA! Okay, raus und weiterlaufen. Bloß keine Zeit verlieren.
    Ich komme nur wenige Meter weit.
    Meine Beine schmerzen, krampfen. Ich nutze den Versorgungspunkt um ein Stück zu gehen und einen Becher Cola zu trinken. Vielleicht hilft es ja. Ich quäle mich von einem km-Schild zum nächsten, nutze jetzt die Verpflegungstellen und esse die kleine Tüte Gummibärchen, die ich von Schatzi bekommen habe. „Wenn´s nicht mehr läuft, setzte ich mich an den Straßenrand, heul ne Runde und esse sie“ Hinsetzen und Heulen nur in Gedanken, aber ich versuche, so lange zu gehen, bis die Beine sich wieder einigermaßen gut anfühlen. Ein Becher Wasser, kurz anhalten, vielleicht hilft ja Dehnen? Naja,..
    Mit zusammengebissenen Zähnen überhole ich den Besenwagen der Nordic Walker und hoffe, nicht schwach zu werden und einzusteigen. Oder eingesammelt zu werden. Das Ziel scheint mir unendlich weit weg, der einzige Trost ist, ich bin nicht die einzige, die Gehpausen einlegen muss.
    Ich fühle mich schrecklich und will nur noch nach Hause. Mein Ziel werde ich nicht annähernd erreichen, das nagt an meiner Motivation. Der Traum ist futsch. Warum? Es lief doch so gut? Bis zur verhängnisvollen Pinkelpause (km 33,7) hatte ich einen Schnitt von 6:28 und war einfach nur glücklich.
    Ein klein wenig besser wird es gegen Ende und ich versuche zu lächeln als ich die Ziellinie überquere. Geschafft… 4:47:43.
    Ich konzentriere mich auf die ersten 34 km und wie toll sie waren und kann mich so über den Lauf freuen. Bis dahin bin ich ja ohne Probleme durchgelaufen, hatte Spaß und mein persönliches Waterloo Ahrenshoop war endlich Geschichte.

    Für ein Alkoholfreies Bier vom Sponsor bin ich zu spät – alle. „Es waren wohl zu viel Läufer“ Jaja… Aber im Zelt bei den fleißigen Physio´s ist ein Plätzchen frei für mich. Als sie meine Waden als „schön locker“ bezeichnet, erzähle ich ihr, was passiert war. Sie meint, das sei nicht ungewöhnlich. Der Körper / die Beine werden plötzlich aus der Ausdauerarbeit herausgerissen und sollen etwas ganz anderes leisten. Da kann es schon mal zum Streik kommen…


    Montag war dann Katerstimmung. Nicht nur in den Beinen – das war erträglich - die gute Stimmung war verflogen ich hätte nur noch heulen können. Ein bisschen habe ich das auch. Ich hatte meine Ziele - unter 4:30 oder durchlaufen nicht erreicht. Die Chance war vertan. Es gab keinen krönenden Abschluss für das Training, keine strahlende Siegerin. War das denn zu viel verlangt? So hoch war das Ziel nun auch wieder nicht gesteckt. Ich wurde auch bockig und überlegte, mir meine „Belohnung“ dann eben im Herbst zu holen. Dieser Gedanke tröstete mich ein wenig.
    Dann kamen unerwartet Glückwünsche von Kollegen, da hat wohl jemand gestalkt? Ich erzählte von meinem „Pech mit der Pullerpause“ und der Kollege sagte: „Mensch, aber Du lachst ja“. Stimmt, er hatte recht. Ich lachte und merkte, wie es mir wieder besser ging.

    Abschließend gehe ich mit einem guten Gefühl aus diesem Marathon. Der Plan hat mich gut voran gebracht, ich würde sagen, er hat funktioniert. Der Lauf war toll, das letzte Viertel betrachte ich als “Pech gehabt“.
    Jetzt wird erst mal in Ruhe regeneriert und dann?
    Mich reizt es wirklich, Anfang Oktober in Bremen die hier versagte Belohnung zu kassieren…

    Sorry, ist doch etwas länger geworden – ich konnte irgendwie nicht mehr aufhören zu schreiben…

    Danke für´s Lesen

    P.S.Ich versuche noch mal, ein paar Bilder reinzustellen
    Liebe Grüße,
    HappySue




  6. #56
    Alderamin
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    Danke für den Bericht. Immerhin hast Du einen Marathon beendet, davon kann ich nur träumen! Gratulation dazu!

    Die Zeit interessiert jemand anderen doch gar nicht, das ist nur was zwischen Dir und Deinem Ego. Dem zeigst Du es dann das nächste Mal.

  7. #57
    Fußkrüppel Avatar von taeve
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    Genau! Denk an die positiven Sachen, z. B., dass Du kein Waterloo bei Ahrenshoo(p) erlebt hast.
    Du hast den Marathon gefinisht! Darauf kommt es an. Übrigens, toller Bericht, und da ich die Gegend vom Wandern kenne, konnte ich Deinen Lauf gut nacherleben.

    Gruß Frank


  8. #58

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    Ich verstehe den Frust sehr gut. Da hilft auch kein Schulterklopfen wie "das Training war nicht umsonst, Du bist weiter als vorher." Aber trotzdem ist das wahr, das ist kein Spruch. Womöglich war in dem Fall der Wetterumschwung ausschlaggebend, am selben Wochenende war doch auch der Lauf in Zürich, da haben Anwohner Läufer von der Strecke zu sich nach Hause geholt und in die Badewanne gelegt. Da ist kein Optimum möglich. Das hatte nichts mit mangelnder Vorbereitung zu tun. Die war gut, da kannst Du dran weiterarbeiten!

  9. #59
    wie viele km hat das Jahr ??? Avatar von HappySue
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    Danke Euch für Eure Antworten

    @ Aldermin:
    Die Zeit war tatsächlich auch nicht so wichtig, aber ich wäre schon gerne durchgelaufen. Das hat ja fast geklappt - wenn ich auf dem Campingplatz nicht der Versuchung des WC´s erlegen wäre - typisch Frau Pullertrude eben

    @Taeve:
    "Ahrenshoo" auch nicht schlecht Ja, genau hier sich frisch und munter wie der junge Frühling (oder so ähnlich) zu fühlen war echt mal schön...
    Wenn Du die Gegend schon vom Wandern kennst, dann hast Du ja jetzt eine Idee für Deinen nächsten Frühjahrsmarathon

    @divy2:
    Naja, dem Wetter würde ich jetzt keine Schuld geben, das war zwar etwas "winterlicher" als die letzten Trainingsläufe, aber kein Wetter, das ich nicht kenne. Ich hatte glücklicherweise die passenden Klamotten an. Nicht zu warm und nicht zu kalt.
    Aber Zürich muss echt übel gewesen sein, nachdem was man so lesen konnte... Bin ich froh, das wir das Unwetterchen nur vorher hatten, echt Glück gehabt...
    Der Frust war ja auch schnell vorbei. Wie gesagt, ich gehe insgesamt mit einem guten Gefühl. Vor allem weil ich weiß, dass das Training nicht "für´n Po" war ...
    (und jetzt werde ich mal schauen, wie es bei Dir war...)
    Liebe Grüße,
    HappySue




  10. #60

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    Es ist auch ein wenig ärgerlich, dass Ihr halt nicht einfach mal an den nächsten Baum in der zweiten Reihe könnt. Wer weiß, wie das sonst gelaufen wäre. Außerdem kannst Du Dir im Herbst ja wirklich das holen, was Dir hier verweigert worden ist. Willst Du es nicht wagen? Hast dann halt das Training im Sommer. Wie immer Du Dich entscheidest: Viel Erfolg dabei!

  11. #61
    Alderamin
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    Zitat Zitat von HappySue Beitrag anzeigen
    Die Zeit war tatsächlich auch nicht so wichtig, aber ich wäre schon gerne durchgelaufen. Das hat ja fast geklappt - wenn ich auf dem Campingplatz nicht der Versuchung des WC´s erlegen wäre - typisch Frau Pullertrude eben
    Tja, was willste machen? Was raus muss, muss eben raus, und ihr Mädels seit da biomechanisch benachteiligt (am Frauenklo ist deswegen ja auch immer die längste Schlange). Einfach laufen lassen ist auch keine gute Option, und mit Windeln laufen, sieht doof aus.

    Ich hab' da auch keinen Tipp, weniger Trinken ist ja auch nicht so gut, wenn man so eine große Strecke läuft. Höchstens: vielleicht früher gehen, wenn die Beine noch können. Z.B. auf der Hälfte der Strecke. So dass Du den Rest durchlaufen kannst.

  12. #62
    Avatar von Slot
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    Toller Marathon Bericht, fast mein eigener Schreibstil

  13. #63
    Avatar von Sab215
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    Nachdem ich hier immer fleißig lese, aber eine faule Schreiberin bin, möchte ich dir auch für deinen Bericht danken.
    Es hört sich echt nach einem schönen Lauf an, werde ich mir mal merken, ist ja nicht so weit weg von mir. Ich hoffe, du schreibst hier weiter und fährst oder besser läufst in Bremen dann den gewünschten Erfolg ein. Und nächstes Jahr greifen wir dann die 4:15 gemeinsam an und Taeve empfängt uns, natürlich schon geduscht, mit Kuchen im Ziel.
    Sabine

  14. #64
    wie viele km hat das Jahr ??? Avatar von HappySue
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    Hallo Sabine,
    schön Dich hier zu lesen :-)

    Zitat Zitat von Sab215 Beitrag anzeigen
    Und nächstes Jahr greifen wir dann die 4:15 gemeinsam an und Taeve empfängt uns, natürlich schon geduscht, mit Kuchen im Ziel.
    Hmmm, eigentlich wollte ich ja nächstes Jahr keinen Frühjahrsmarathon, aber das hört sich guuuut an

    Ich habe grade etwas erschrocken festgestellt, wie lange ich schon nicht mehr hier im Forum war . Ich habe ganz viele andere Sachen gemacht (Garten, Hunde, Familienfeiern, neues Notebook,...) und versucht, mich vom "Nicht-Laufen" abzulenken...
    In der Woche nach dem Marathon bekam ich Probleme mit dem Knie rechts, das hat mir eine "kleine" Laufpause eingebracht. Röntgen war ohne Befund, Gelenk ist i.O. Vermutlich die Muskel- und / oder Sehnenansätze im Bereich Wade / Knie gereizt. Wenn es nicht besser oder wieder schlimmer wird, soll ein MRT gemacht werden.
    Mal schauen, nach 2x 10 Tagen Pause ich habe letzte Woche wieder vorsichtig angefangen und inzwischen 3 kleinere lockere Läufe gemacht. Die Schmerzen sind zum Glück nicht wieder aufgetaucht, aber ein bisschen komisch fühlt es sich im Alltag (nicht beim Laufen) an. Ich habe irgendwo noch eine Bandage für´s Knie, die werde ich mal entstauben...

    Ganz schön komisch, so gar nicht zu Laufen. Ich war ja zwischendurch tatsächlich ein wenig unausgeglichen... Aber dafür hat unser Garten einen ordentlichen Frühjahrsputz erhalten .

    Ich hoffe, ich kann bald wieder etwas mehr Laufen, schließlich ist in wenigen Wochen der 5-Seen-Lauf. Angemeldet habe ich mich noch nicht, das werde ich erst machen, wenn ich mir sicher bin, dass dass Knie hält. Bremen ist noch aktuell, aber möglicherweise nur der halbe.

    Also, drückt mal die Daumen :-)
    Liebe Grüße,
    HappySue




  15. #65
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Da drücke ich ganz feste!

  16. #66
    Fußkrüppel Avatar von taeve
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    Da drück ich doch glatt mit und hoffe auf ein Zusammentreffen in Schwerin!

    Gruß Frank


  17. #67
    wie viele km hat das Jahr ??? Avatar von HappySue
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    Danke Ihr zwei

    ich habe letzte Woche wieder 3 Läufe gemacht, 8 - 9 - 10 km, mit Bandage, das ging ganz gut.
    Ab und zu ist da noch ein leichtes Ziehen im Muskel, aber keine Schmerzen. Auslöser war ja Treppe runter gehen. 3-4 Stufen und dann ging gar nichts mehr und ich konnte mich nur unter größten Schmerzen im Knie fortbewegen. Aber da merke ich zum Glück nix.

    Gelitten habe ich trotzdem, wann ist das eigentlich so warm geworden ? Ich hoffe, ich gewöhne mich bald dran. Den ersten Lauf hätte ich fast abgebrochen, mir war soooo warm, ich hatte überhaupt keine Lust mehr. Habe dann an den 5-Seen-Lauf letztes Jahr gedacht und die Zähne zusammen gebissen.
    Jetzt habe ich erst mal Spätschicht, da kann ich morgens laufen.

    Apropos 5-Seen-Lauf: Ich habe mich angemeldet - ich bin einfach mal optimistisch was das Knie angeht - und für den Eulenspiegel-Lauf Ende August auch.
    Frank, ich freu´ mich drauf, Dich persönlich zu treffen
    Liebe Grüße,
    HappySue




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    Von Globi im Forum Foren-Archiv
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