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  1. #251
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Sa, 16.04.2016, Kurzer "Fast-gar-nicht-Lauf"

    Als allerletzte Amtshandlung vor dem morgigen WK: Ullis Rat befolgt und heute morgen nur ganz kurz gelaufen: 1,1k Einlaufen (@6:48/km) + 1k im 10kRT (@5:53) + 1,1k Auslaufen (@7:03/km). 3,3 km insgesamt.

    Der Tipp war super - hat nicht die geringste Anstrengung gekostet, trotzdem fühle ich mich anschließend angenehm erfrischt. (Was aber auch am Dauerregen gelegen haben könnte ... )

    Und trotzdem noch was gelernt. Den Mittelteil im RT (Ziel 5:55) bin ich ganz bewusst ohne Blick auf die Uhr angelaufen. Habe mein Gefühl kritisch hinterfragt, ein lockeres Tempo im lockeren Stil gesucht. Erst als ich nach 100m hundertprozentig sicher war, dass ich knapp 6:00/km laufe und keinesfalls schneller, ein zaghafter Blick auf die Uhr und der Schock: 5:03/km. Sofort eingebremst und fortan die Uhr nicht mehr aus den Augen gelassen - 6:00 für den Rest dieses mittleren Kilometers. Erst gegen Ende dieses Intervalls spüre ich die aufkommende Anstrengung dieses Tempos und es wird klar, dass ich mit dem unkontrollierten Anfangstempo - also rein nach Gefühl - spätestens auf KM 2 brutal eingebrochen wäre.

    Fazit: Mein Tempogefühl ist besonders anfangs komplett für die Füße. Auf den ersten 2 km darf nur die Uhr zählen und sonst gar nichts.

  2. #252
    * läuft * Avatar von Rheinostfriese
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    Viel Erfolg morgen... wann geht es los, und gibt es einen Liveticker?
    Pass auf, dass du nicht versehentlich die 60 knackst, sonst fällst du in eine Sinnkrise

  3. #253
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Zitat Zitat von Rheinostfriese Beitrag anzeigen
    Viel Erfolg morgen... wann geht es los
    Danke. Um 14:30 geht's los. Wenn das Wetter morgen so ist wie heute hier, dann bin ich zufrieden. Heute hat's den ganzen Vormittag geschifft wie Sau, aber seit Mittag ist's halbwegs trocken, 9°C. Und genau so sagt's der Wetterbericht für morgen auch vorher, und sogar mit noch weniger Wind.

    Zitat Zitat von Rheinostfriese Beitrag anzeigen
    gibt es einen Liveticker?
    Ich erwäge, mein Schmartfohn mitzunehmen und nach jedem Kilometer einen kurzen Bericht abzusondern. Genau das habe ich ja ständig trainiert - 1000m rennen wie die gesengte Sau und dann kurze Erholungspause - was ich immer zeitgemäß gedeutet habe, nämlich als Daddeln am Handy.

    Zitat Zitat von Rheinostfriese Beitrag anzeigen
    Pass auf, dass du nicht versehentlich die 60 knackst, sonst fällst du in eine Sinnkrise
    Keine Angst, kann nicht mehr passieren - bin 66 J. und damit schon seit 6 Jahren Ü60.

  4. #254
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Soooo, der Käs' isch g'fresse, wie der Schwabe sagt. Öhringen ist abgehakt.

    Die Ergebnisse sind zwar noch nicht online, aber nach meiner eigenen Zeitnahme habe ich 1:02:03 für 10,09 km gebraucht. Da der GPS-Track nicht völlig verkorkst aussieht, nehme ich mal an, es waren ziemlich genau echte 10 km. Greif rechnet das bei 100 Hm auf 59:39 über 10k flach um.

    Deshalb: Hauptziel erfüllt.

    Es war verdammt hart, aber Fortsetzung mit Details demnächst in diesem Theater.

  5. #255
    .... da läuft was ..... Avatar von nachlangerpause
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    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen

    Der Tipp war super - hat nicht die geringste Anstrengung gekostet, trotzdem fühle ich mich anschließend angenehm erfrischt. (Was aber auch am Dauerregen gelegen haben könnte ... )
    Schön dass dir diese Art der letzten Vorbereitung gut gefallen hat!

    Herzlichen Glückwunsch zum schönen Ergebnis mit Erfüllung des Hauptzieles.

    Bin gespannt, und freue mich auf deinen ausfühlichen Bericht!

    Gute Erholung wünscht dir

    Ulli


    5K 24:53 / 10K 52:31 / 15K 1:22:11/ HM 1:57:27/ M 4:10:33 / 50K walk 8:26:20

  6. #256
    * läuft * Avatar von Rheinostfriese
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    Glückwunsch!

  7. #257

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    Ebenfalls von mir Glückwunsch.
    Das du das mit den Höhenmetern in der Zeit bewältigst hast, alle Achtung.
    Da hat sich dein Training gelohnt.

    Viel Erfolg weiterhin.

  8. #258
    Dart Vader Avatar von Dartan
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    Auch an dich Glückwunsch!

    Das mit den Zeiten "flachrechnen" kann man aber meiner Meinung nach nicht ganz gelten lassen. Aber ist doch perfekt: Du weißt jetzt sicher, dass du die 60min prinzipiell drauf hast und kannst somit beim nächsten Lauf ganz tiefen-entspannt die sub60 offiziell machen.

  9. #259

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    Glückwunsch auch von mir!

  10. #260
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Erstmal vielen Dank an euch alle für die vielen Glückwünsche !

    Zitat Zitat von Dartan Beitrag anzeigen
    Das mit den Zeiten "flachrechnen" kann man aber meiner Meinung nach nicht ganz gelten lassen.
    Ja, du hast vollkommen Recht, das kommt mir auch immer merkwürdiger vor. Wenn der Greifrechner auch nur halbwegs richtig liegt, dann m.E. nur für wesentlich längere Steigungsabschnitte. Meine Plan-Paces für verschiedene Steigungs- und Gefälle-Abschnitte waren aufgrund der Erfahrungen mit dem Testlauf schon deutlich aggressiver als Greif und die habe ich heute z.T. noch unterboten. Verloren habe ich hingegen - glaubt es oder auch nicht - vor allem im ganz profan Flachen.

    Aber wenn demnach die äquivalente Flachzeit eher bei 1:01 als unter 1:00 liegt, dann freut es mich umso, dass mir die Hügel bei weitem nicht (mehr ?) so viel ausmachen wie noch vor Monaten. Das Hügeltraining hat sich m.E. damit ausgezahlt. Nur muss ich die Ernte dessen auf einem wirklich flachen Kurs halt erst noch einfahren. Ich habe auch schon ein paar Ideen, wie's bis Lampertheim weitergehen soll, aber eins nach dem anderen - erst will mal der Bericht von heute geschrieben sein.

  11. #261
    crsieben
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    Auch von mir gibt's zuallererst mal einen ganz herzlichen Glückwunsch zur wirklich guten Zeit.

    Zitat Zitat von RunningPotatoe
    Verloren habe ich hingegen - glaubt es oder auch nicht - vor allem im ganz profan Flachen.
    Die selbe Erfahrung hab ich beim noch mal etwas hügeligeren Lenneper Osterlauf gemacht: Mit harten Anstiegen in den Beinen kam ich im flachen nicht mehr auf das Tempo, das ich sonst dort schaffe. Ich denke, das ist weitgehend normal und auch zu erwarten, macht aber Vorhersagen mit dem Rechner von Greif schwierig bis unmöglich.

  12. #262
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    So, 17.04.2016, 10k Wettkampf "Öhringer Stadtlauf"

    Vorgeplänkel

    Nachdem ich gegen 12:00 die Startnummer und das T-Shirt für Frühbucher abgeholt habe, bringe ich meine Frau zur Tochter, die gleich nebenan wohnt. Sie wollen später an die Strecke kommen. Gegen 13:00 lasse ich mich zum Start fahren. Die Tochter - ganz turniererprobte Reiter-Mama - hatte mir ihren Familienbus schon morgens strategisch günstig direkt neben der Sporthalle geparkt, so hatte ich mein privates "Motorhome" direkt an der Strecke, zum Sachen deponieren und wechseln. Usain Bolt ist 'ne arme Sau dagegen, der muss für sowas immer ins Hotel. --- Danke, Claudia !

    Ich habe genügend Zeit, mich in aller Ruhe umzuschauen. Im Bereich des Stadions wies die vorab veröffentlichte Strecke diverse Besonderheiten auf, auf deren praktische Lösung ich gespannt war. Dann Umziehen zum Einlaufen. 2 km ganz gemütlich. Dabei eine weitere Schlüsselstelle besichtigt. Besuch des (heute nicht ganz so) stillen Örtchens in der Sporthalle. War aber nix - meine Verdauung hatte am Morgen wirklich ganze Arbeit geleistet und mein Startgewicht auf nur noch 70,6 kg geschrumpft. Langsam wird es Zeit, deshalb zurück zum Bus, Einlaufklamotten aus und langsam Richtung Start begeben. Dort wartet man noch auf die letzten Ankömmlinge des 5k Laufs für Freizeitläufer und Walker, der 45 min. vor dem geplanten Hauptlaufstart auf die Strecke gegangen war. Diese Zeitplanung war mir im Vorfeld schon seltsam aufgestoßen, was sich jetzt bestätigt: 15 min. Verspätung werden angesagt. Sehr unangenehm, aufgewärmt im kühlen Windhauch 15 min. vertrödeln zu müssen. Ich gehe noch kurz in die Halle zum Warmhalten. Leider hört man dort die Stadionansagen nicht. Es gibt zwar eigene organisatorische Ansagen z.B. an Falschparker, aber vom Programmablauf weiß man hier nichts. So muss ich doch immer wieder mal raus in die Kälte und irgendwann treibt mich eine gewisse innere Unruhe viel zu früh zum Start. Dort tummeln sich viele Hauptlaufteilnehmer auf einem freien Abschnitt der Tartanbahn, also trabe ich auch noch mal eine weitere Warmhalterunde.

    Während ich überlege, wo ich mich aufstellen soll (Absicht war urspünglich: ganz hinten, als Letzter), entdecke ich ein Schild "Zieltempo 6:00/km". Da bin ich doch goldrichtig. Dass ich nun 20% des Feldes vor und 80% hinter mir habe, wundert mich zwar, stört mich aber auch nicht weiter. So würde ich vielleicht ungehindert durch die ersten Engpässe gleich nach dem Start kommen. Der Sprecher bittet uns um Geduld, erst müsse der Letzte des vorherigen Laufs ankommen. Zum Trost versorgt er uns mit minütlichen Wasserstandsmeldungen über die Position des Besenwa ... äh ... Besenfahrrads. Und siehe da, endlich tauchte der Letzte auf, dicht gefolgt vom Besenfahrrad, dessen Besatzung sich die allergrößte Mühe gab, den tapferen Läufer vor ihnen nicht zu überholen. Unter dem tosenden Beifall von etwa 300 wartenden Läufern und vielleicht ebenso vielen Zuschauern legte der Gute sein Finish hin. Davon wird er sicher noch lange träumen, wie das Strahlen auf seinem geröteten Gesicht verrät. Aber dann geht's auch sofort los.

  13. #263
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    Der Lauf

    Erstaunlich schnell und ungehindert erreiche ich die Startlinie, drücke meine Uhr und laufe gefühlt sehr langsam los. Links und rechts ziehen Heerscharen von Läufern vorbei - wusste doch gleich, dass mit der 20/80%-Aufteilung was nicht stimmen kann. Innerlich unbeteiligt lasse ich sie ziehen, ich will ja meine knapp 6:00/km einhalten. Das tue ich doch, oder ? Äh, nein - auf den ersten ungehindert gelaufenen 100 m sind es 4:22/km. Aber noch bevor die 3/4 Stadionrunde beendet ist, ist dieses Problem behoben und ich laufe die ersten 1,5 km bis zum ersten Anstieg in 5:51/km zu Ende. Und nun bin ich auch da, wo ich eigentlich hingehöre - nämlich unter den letzten 10% oder so.

    Irgendwie fühlt sich die Beinmuskulatur heute vor allem hinten nicht besonders gut an - so als hätte ich letzte Nacht noch jede Menge Intervalle gekloppt. Lag das am langsamen Eintraben mit ein paar ganz vorsichtigen Steigerungen ? Oder war irgendwas während der Taperwoche ? Ich kann nichts finden und schiebe es auf das blöde Auskühlen vor dem Start. Es ist auch definitiv keine Zerrung eines einzelnen Muskels sondern ein generelles Unwohlsein an vielen Stellen vor allem der hinteren Beinmuskulatur. Egal, es behindert nicht wirklich, fühlt sich nur doof an. Wenn ich sonst keine Sorgen bekomme, wird das der absolute Traumlauf ...

    Nun der erste Anstieg. Nach 200m die Unterführung der Haller Straße. Diesen Standplatz hatte ich meinem Fanclub empfohlen, weil ich da auf jeder Runde 2x vorbeikommen werde. Und da stehen sie und feueren mich an. Alle haben mich von weitem entdeckt und johlen. Nur die einzige Kamerafrau im Team ist total verpeilt und entdeckt mich erst, als ich fast vorbei bin. Ich freue mich schon auf eindrucksvolle Bilder aus der Loserperspektive, auf denen ich demonstriere, wie ich dem Feld souverän die Hacken zeige. (Dumm nur, dass das Feld sich um diese Regieanweisung einen Teufel schert und sich zu diesem Zeitpunkt bereits zu 95% vor mir befindet.) Egal, weiter. Ich bin schneller oben als gedacht. Für diesen ersten Anstieg sieht mein Plan, inspiriert durch meinen Testlauf zuvor, 7:12/km vor. Aber nun stehen auf einmal freche 6:15 auf der Uhr.

    Die nachfolgende Flachetappe entlang der Bahnstrecke hatte ich mit 6:00/km veranschlagt. Nun brauche ich 6:06, was aber nur zum Teil daran lag, dass ich vorher so schnell war, sondern eher daran, dass diese Etappe so flach doch nicht ist, sondern erstmal noch ein ganzes Stück lang ganz sanft ansteigt. Dann kurz runter auf das Niveau der Bahnunterführung und Beginn des steilsten Stücks, rauf zum "Gipfel" dieses Kurses. Hier wollte ich laut Plan mit 7:50 rauftrödeln, aber meine Uhr produziert einen Zahlendreher und zeigt 7:05 an. Zu Hause stellt sich raus, dass ich oben um 55 s unter Plan liege. Es gelingt mir, zügig über die Kuppe zu laufen. Jetzt geht es erst sanft bergab, nach 200m dann deutlich steiler. Mein Plan sagt 5:30/km an für die 1,3 km lange Bergabpassage, ich mache es in 5:40. OK, schneller wäre deutlich unrunder gewesen.

    Dann, kurz nach der wieder erreichten Unterführung der Haller Straße eine fiese Spitzkehre steil hoch zur Straße. Hier johlt wieder die Family. Dann mit sanftem Gefälle zurück Richtung Stadion. Man hat eine Fahrbahn der Straße extra nur für mich gesperrt, denn sonst sehe ich kaum jemanden. Als Eliteläufer ist man ja soooo einsam, aber das will die Öffentlichkeit ja nicht sehen. Ich erreiche das (Zwischen-) Ziel im Stadion nach netto 30:41 min. Mist, 10s langsamer als mein Plan 30:30. Erst zu Hause realisiere ich, dass mein Plan diese Zwischenzeit bereits 60 m vorher vorsah. Bedingt durch eine erneute Streckenänderung (die 3. !) im Stadionbereich laufe ich jetzt 60m bzw. 20s weiter und habe daher meinen Plan an dieser Stelle noch um 10s knapp unterboten. Aber ich realisiere auch erst zu Hause, dass die Zwischenzeitnahme ca. 100m nach der Streckenhälfte stattfindet. Bedingt durch eine neuerliche (die 3. !) Streckenänderung direkt im Stadion geht's fast auf gerader Linie wieder raus, also ist die 1. Runde länger als die zweite.

    Nun geht's erstmal wieder flach auf die zweite Runde. Aber da trifft mich fast der Schlag. Auf den nun folgenden, fast brettebenen 1,3 km laufe ich meinem Zieltempo 6:00/km um glatte 24s hinterher. Ich versuche zu beschleunigen, aber es geht nichts. Das kann ja heiter werden, ist es doch erst der flache Beginn der zweiten Runde. Für den ersten Anstieg benötige ich nun 7:16 statt geplanter 7:12/km. Geht ja noch. Das Flachstück entlang der Bahn bremst mich diesmal aber heftig auf 6:36 statt 6:00/km. Ogottogottogott. Den sausteilen letzten Anstieg schaffe ich dann aber doch in exakt den geplanten 7:50/km.

    Auf diesem Anstieg (ich habe ihn inzwischen den "Heartbreak Hill" getauft, obwohl ich den echten in Boston noch nie gesehen habe) schliesse ich wieder zu zwei jungen Damen auf, die ich schon ein, zwei Mal überholt und wieder ziehen lassen hatte. Gerade als ich auf der Kuppe ansetze, beide mit Grandezza zu überholen, dreht sich die eine (erkennbar die bessere, die ihrer Freundin wortreich über den Parcours hilft) um, läuft 100m rückwärts (!) vor uns beiden her und unterhält sich mit der Freundin. Wenn jetzt jemand meine Maulöffnung vermessen hätte, dann wäre mir heute wenigstens eine Bestleistung garantiert gewesen.

    Angesichts dieser hinterfotzigen, unfairen psychologischen Kriegführung dauert es 200m, bis ich mein geplantes Bergabtempo 5:30 erstmals erreiche. Just da fallen mir wieder die netten Anwohnerinnen auf, welche die Läufer auf eigene Faust mit Wasser versorgen. Beim ersten Mal (es waren gerade 3 km vorbei) hatte ich sie noch verschmäht. Aber nun denke ich erst und sage es dann auch laut: "So viel Zeit muss sein", greife einen Becher, und bedanke mich artig. Ich schaffe mit Mühe einen Schluck (ist ziemlich kalt) und benutze den zweiten Schluck nur noch zum Mundausspülen. Es muss wohl Zaubertrank gewesen sein, von dem bereits ein Schluck genügt, denn den Rest des steileren Abstiegs schaffe ich plötzlich in den geplanten 5:30. Vielen Dank Ihr lieben unbekannten Damen !

    Dann wieder die Spitzkehre zur Haller Straße hoch. Fiiiiies, aber irgendwie geht es doch. Der letzte knappe Kilometer. Der Plan 5:50/km wird nochmal exakt getroffen, obwohl sich alles nur noch grottig anfühlt. Jetzt nur noch die 60m auf der Tartanbahn. Ich schaffe tatsächlich noch einen Zielsprint bis auf 5:16/km. 10m vor dem Ziel höre ich über Lautsprecher etwas wie "... und da kommt der Christoph und er läuft ein in 1:02:10". Ich rechne das auf 1:02:13 hoch, was auch genau die nachher veröffentlichte Bruttozeit ist. Ich drücke die Uhr (wie 1:02:03) und schon ist alles vorbei.

    Übrigens wurde ich 198. von 212 Männern (also nicht mal wie befürchtet, unter den letzten 5%). In der AK M60+ war's der 16. Platz von 19 (von denen einer hinter mir aber eigentlich M70 ist, was hier nicht separat gewertet wurde). Aufgrund der Vorjahresergebnisse hatte ich Schlechteres erwartet, aber da war das Feld auch einfach besser unterwegs. Egal, ich sage immer, man soll sich nur an seinen eigenen Maßstäben messen und danach war's ein voller Erfolg. Hauptziel "äquivalent zu sub 60 flach" erfüllt (ja, ich sehe jetzt Dartans Augenbraue hochgehen), deutliche neue PB gegenüber der PTB aufgestellt und ganz nebenbei übrigens auch eine neue PB über 5 km in 30:04. (Dies ist allerdings meine eigene Interpretation der verwirrenden Ergebnisse aus brutto und zu langer erster Runde).

  14. #264
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    Fazit

    Der Öhringer Stadtlauf ist eine recht provinzielle, aber trotzdem (oder gerade deswegen) auch liebenswerte Veranstaltung. Große Stimmung kam beim heutigen Wetter zwar nicht auf, trotzdem konnte ich das Fernbleiben der Sonne heute super gut verschmerzen. Rührend fand ich die Begeisterung der Anwohner, mit der auch wir Letzten noch ermutigt wurden. Und das bringt tatsächlich jedes Mal eine Sekunde, auch wenn das am steilen Anstieg nicht lange anhält. Negativ anzumerken ist die endlose Geschichte mit den Streckenänderungen. Wobei man zur Ehrenrettung der Veranstalter sagen muss, dass in einer Woche die Landesgartenschau 2016 in Öhringen eröffnet wird und die Strecke in der Stadionumgebung das Ausstellungsgelände direkt tangiert. Womöglich wurde daher so manches von diesem Chaos auch einfach nur von der Stadt verordnet. Unschön ist auch, dass die Zwischenzeit nicht wirklich bei Streckenmitte genommen wurde, sondern etwas danach. Dies erkennt man daran, dass nach dem Start eine 3/4 Stadionrunde gelaufen wird, nach der Zwischenzeitnahme aber nur gut 1/4. Wer also belastbare Bestzeiten aufstellen möchte, könnte hier fehl am Platze sein. Aber auch bei exakterer Rundenbemessung ist ein Kurs mit 2 x 50 Hm nicht unbedingt das Pflaster, welches man sich für solch ein Vorhaben wünscht. Unbefriedigend auch die "Kleideraufgabe" - man schmeißt seinen Krempel einfach in eine Ecke der Halle oder hängt eine unterwegs nicht benötigte Jacke über die Sprossenwand. Wer da Wertsachen zurücklassen muss, dürfte besonders beflügelt laufen ...

    Da mir aber klar war, dass ich hier die sub 60 außer mit ganz viel Glück ohnehin nicht würde schaffen können, sind mir diese Kleinigkeiten am Ende herzlich einerlei - mir hat es riesig Spaß gemacht. (Na gut, es gab da so ca. 62 Minuten, während derer sich in den Spaß auch noch ein, zwei andere Empfindungen mischten ... ) Für meinen ersten "Berg"lauf lief es gar nicht so schlecht. Beim nächsten Mal würde ich bergauf und bergab vielleicht etwas verhaltener laufen, um vor allem im Flachen und natürlich auf der zweiten Runde nicht gar so viel zu verlieren. Aber das ist erstmal Schnee von übermorgen.

    Ein paar neue Erkenntnisse habe ich über meinen Puls erhalten. Seit ich die V800 habe (ca. 9 Monate) trage ich sie bei buchstäblich jedem Lauf. Dabei habe ich einmal ganz kurz 172 bpm gemessen (weiß nicht mehr so ganz genau und bin jetzt zu faul, alle Logs nochmal durchzuflöhen). Aber davon abgesehen nie über 168 und Werte über 162 (=90% meiner angenommenen HFmax) auch nur über wenige KM geschafft, nämlich wenn ich mich mal extrem schindete. Heute dagegen lag - nach den anfänglichen 1,5 km - der Puls zu 91% der Zeit über 90%, im Mittel bei 164 bpm (=91,1%). Bis auf zwei Ausnahmen kam auch heute der Puls nicht über die üblichen 168 bpm hinaus, war aber für den coupierten Kurs erstaunlich konstant. Die erste Ausnahme (170 bpm) war bereits in der ersten Runde der kurze steile Anstieg nach der fiesen Spitzkehre am Ende des langen Abstiegs. Zu kurz, um relevant zu sein. Aber die zweite Ausnahme hatte es in sich. Es war der letzte große Steilanstieg auf der zweiten Runde. Hier fiel der Puls nie unter 166, lag im Mittel bei 174 und erreichte zweimal noch nie gemessene 178, also 99% meiner bisher angenommenen HFmax. Der Verlauf der HF-Kurve über diesem Anstieg ist absolut stetig und plausibel - wie vollkommen irre Messwerte aufgrund von Kontaktproblemen aussehen, weiß ich, da ich mich nie um saubere Kontaktierung kümmere und deshalb auf dem ersten KM immer die wildesten Sachen sehe - schert mich aber nicht (wen interessiert schon mein Puls kurz nach dem Schuhebinden ?). Ich halte diese 178 bpm daher für absolut plausibel und glaubhaft.

    Place your bet now: Wo mag dann mein HFmax realistisch liegen ? An 180 bpm glaube ich jedenfalls nicht mehr. Waren die 178 wirklich 99% oder eher, sagen wir, 96% ? Am Ende dieses Anstiegs war ich ziemlich fertig, konnte aber bald wieder beschleunigen. Und 200m hinter dem Gipfel war der Puls auch schon wieder 10 Schläge gefallen. Kotzgrenze müsste sich anders anfühlen. Kristallkugeln auspacken bitte jetzt !

  15. #265
    crsieben
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    Dreimal danke für diesen wunderbaren, dreiteiligen Bericht.

    Da öffentlich-rechtliche wie private Fernsehsender diese Veranstaltung ja aus unerfindlichen Gründen mit Missachtung strafen, brauchte es diesen Bericht, um sich wirklich ein Bild zu machen. Höchst amüsant geschrieben, lang, aber ohne Längen.

    Verzögerungen beim Start wegen Menschen, die für 5 km geschätze 55 Minuten brauchen zählen auch zu meinen Lieblingssituationen. Meine Stärke: Die Hände können klatschen, der Mund johlen, und sie verraten nicht, was ich denke.

  16. #266
    Schlaucht so rum... Avatar von maccall
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    Absolut geil, sehr spannender und mitreißender Bericht.
    Freue mich schon auf die nächsten Folgen.

    Und natürlich gratuliere ich zu dem tollen Lauf!

  17. #267
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Zitat Zitat von maccall Beitrag anzeigen
    Freue mich schon auf die nächsten Folgen.
    Ach so, habe ich vergessen zu erwähnen, dass ich nicht mehr unterwegs, sondern bereits angekommen bin, weil ich nach Mitternacht dann doch Mitleid mit der armen Besenfahrradmannschaft bekommen hatte ?

    Zitat Zitat von maccall Beitrag anzeigen
    Und natürlich gratuliere ich zu dem tollen Lauf!
    Danke !

  18. #268
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Zitat Zitat von crsieben Beitrag anzeigen
    Verzögerungen beim Start wegen Menschen, die für 5 km geschätze 55 Minuten brauchen zählen auch zu meinen Lieblingssituationen. Meine Stärke: Die Hände können klatschen, der Mund johlen, und sie verraten nicht, was ich denke.
    Wohlgemerkt - und ich glaube nicht, dass du es anders meintest - mein Beifall für den Letzten war ehrlich und ungetrübt, die finsteren Gedanken galten allein dem Veranstalter, der so etwas wissen und einkalkulieren müsste. Wie ich gerade der Ergebnisliste entnehme, war der Letzte übrigens nicht der junge Mann, den ich als letzten gesehen und oben erwähnt hatte, sondern einer vom Jahrgang 1935, der noch eine Minute später eintraf. Also meinen tiefen Respekt vor dieser Leistung eines über 80jährigen ! Das möchte ich in 15 Jahren auch mal schaffen. (Huch, sind's nur noch 15 ?)

  19. #269
    Dart Vader Avatar von Dartan
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    Auch noch mal Glückwünsche zur fast sub60 und vielen Dank für den Lebhaften Bericht. Falls es mit der Karriere als Profiläufer nichts werden sollte, solltest du mal über eine Zweitkarriere als Autor nachdenken.

    Dein Bericht zeigt eigentlich ganz schön, warum ich von einer so extrem detaillierten Rennplanung inklusive an Steigung angepasster Pace wenig halte. Beim Rennen kommt sowieso immer alles anders und die wahre Streckenbeschaffenheit ist nur aus Karten und Höhenprofilen verdammt schwer abzuschätzen.

    Zum Puls:
    Hm, 98% halte ich für unplausibel, aber extrem viel höher glaube ich auch nicht, da sonst der Puls bei deinen Trainingsläufen eher niedrig wäre. Eventuell ~185?

  20. #270
    crsieben
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    Mir ging es in der Tat nicht darum, etwas über die Leistung des Letzten auszusagen. Es sind eben die Veranstalter, denen da manchmal das Gespür fehlt - oder aber, das soll nicht verschwiegen werden, die durch uns nicht immer bekannte Sachzwänge nicht anders planen können.

    Diesbezüglicher Höhepunkt war mal ein Lauf, bei dem ich für die 15 km gemeldet war, der Start der 10 km aber nur 1:00 (!) vorher erfolgte. Da wurde dann der Start um über eine halbe Stunde gewartet, bis die Letzten mit 1:3X:XX von der Strecke waren - was ja nun durchaus keine aus dem Rahmen fallenden, nicht erwartbaren Leistungen bei einem Volkslauf sind.

    Schade ist's für die Sportler, denn ich dürfte nicht der einzige sein, der dann eine Mischung aus Respekt einerseits und Ungeduld andererseits empfindet.

  21. #271
    Alderamin
    Gast

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    @Rennkartoffel

    Auch von mir Glückwunsch zum Lauf und Hochachtung vor Deiner Vorbereitung. Schade, dass das Profil der Strecke nicht flach war, die echten Sub-60 hättest Du Dir verdient gehabt. Vielleicht gibt's später im Jahr ja noch einen flachen Lauf in Deiner Gegend, falls Du noch Lust auf einen WK hast. Nur so für die PB in der Signatur.

    Bei meinem 10km-Lauf lief übrigens auch jemand rückwärts, und zwar die ganze Strecke, und der war deutlich schneller als ich. Wie ich gelesen habe, gibt es ganze Wettbewerbe im Rückwärtslaufen, und es soll im Training gut sein, um mal andere Muskeln zu belasten. Dabei käme ich mir allerdings zu dämlich vor...

  22. #272
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    Zitat Zitat von Alderamin Beitrag anzeigen
    Auch von mir Glückwunsch zum Lauf und Hochachtung vor Deiner Vorbereitung.
    Danke !

    Zitat Zitat von Alderamin Beitrag anzeigen
    Schade, dass das Profil der Strecke nicht flach war, die echten Sub-60 hättest Du Dir verdient gehabt. Vielleicht gibt's später im Jahr ja noch einen flachen Lauf in Deiner Gegend, falls Du noch Lust auf einen WK hast. Nur so für die PB in der Signatur.
    Kein Grund zum Bedauern - der ultimative 10k Flachlauf (Spargellauf in Lampertheim am 4.6.) ist bereits gebucht. Da das mein erster WK nach 12 Jahren und erst der zweite überhaupt gewesen wäre, wollte ich mal etwas WK-Luft schnuppern und meine zwischenzeitliche Hügelarbeit (die allerdings durch die Kreislaufprobleme etwas gedämpft wurde) mit einem hügeligen Profil würdig abschließen. Deshalb die Meldung in Öhringen.

    Die Jagd auf echte Sub 60 flach ist daher seit heute eröffnet. Heute abend mache ich einen Erholungslauf (4 km @8:00/km oder so) und gehe noch etwas Schwimmen (besser gesagt: Baden).


    Zitat Zitat von Alderamin Beitrag anzeigen
    Bei meinem 10km-Lauf lief übrigens auch jemand rückwärts, und zwar die ganze Strecke, und der war deutlich schneller als ich.
    Das Mädel hatte das ganz offensichtlich auch geübt, denn sie war ganz entspannt, schaute sich nicht einmal nach vorne um und plauderte lächelnd mit ihrer Freundin.

    Mann, das will ich auch können ! Wenn einer zum Überholen ansetzt, drehe ich mich um, lächle und feure ihn an: "Auf, du schaffst das, ganz super machst du das." Wer da nicht vor Schreck im Straßengraben verschwindet, den möchte ich erstmal sehen.

  23. #273
    crsieben
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    Schwimmen (besser gesagt: Baden)
    Sehr sympathisch, das beschreibt meine Versuche, den Ausgleichssport "Schwimmen" zu betreiben, auch sehr zutreffend.

    Mittlerweile geh ich direkt in die Sauna und erspar mit die Schwimmerei. Ich bin mir nicht sicher, ob ich da was verpasse.

  24. #274
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    Zitat Zitat von Dartan Beitrag anzeigen
    Auch noch mal Glückwünsche zur fast sub60 und vielen Dank für den Lebhaften Bericht. Falls es mit der Karriere als Profiläufer nichts werden sollte, solltest du mal über eine Zweitkarriere als Autor nachdenken.
    Danke und schau'mer mal ...

    Zitat Zitat von Dartan Beitrag anzeigen
    Dein Bericht zeigt eigentlich ganz schön, warum ich von einer so extrem detaillierten Rennplanung inklusive an Steigung angepasster Pace wenig halte. Beim Rennen kommt sowieso immer alles anders und die wahre Streckenbeschaffenheit ist nur aus Karten und Höhenprofilen verdammt schwer abzuschätzen.
    Ja, war mir eigentlich auch schon ein bisschen klar. Aber so bin ich halt mal und werde das auch nicht mehr ablegen. Ob's ohne diesen Overkill besser gelaufen wäre, steht aber auch in den Sternen ...

    Zitat Zitat von Dartan Beitrag anzeigen
    Zum Puls:
    Hm, 98% halte ich für unplausibel, aber extrem viel höher glaube ich auch nicht, da sonst der Puls bei deinen Trainingsläufen eher niedrig wäre. Eventuell ~185?
    Meine spontane Eingebung war zu sagen, die 178 waren 96%, was dann genau auf deine Schätzung von HFmax = 185 bpm hinausläuft. Nach der allseits verpönten Formel wären es 223 - 66 = 157, d.h. ich wäre um 28 Schläge drüber. Hart an der Grenze zum medizinischen Phänomen. Da wird's dann langsam unplausibel zu sagen, es müssten halt 190 oder 200 sein.

    Erstaunlich ist, dass diese Rennphase am Berg zwar sehr anstrengend war, aber nicht wirklich an der Kotzgenze. Ich bilde mir ein, solche Anstrengungsempfindungen im Training dutzendmal erlebt zu haben, und trotzdem war's da immer 10 Schläge niedriger. Aber das ist dann wohl der Unterschied zwischen Adrenalin und Nicht-Adrenalin.

    Vielleicht hat die V800 aber auch einfach nur eine Schummel-Software an Bord ? Sowas soll's ja geben.

  25. #275
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    Ach so, einen Ausgleichssport der besonderen Art hat Frau Rennkartoffel mir verordnet: Rasen vertikutieren. Also, dann mach ich mal hinne ...

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