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Thema: No sports

  1. #76
    Avatar von FreddyT
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    Nun habe ich wenig Aktivitäten beim Berichten gezeigt und das hatte einen einfachen Grund: (noch) weniger Aktivitäten beim Laufen. Im Sommer ist mir die Sache irgendwie beinahe entglitten, bis ich nur noch einmal die Woche beim Laufen war, und das auch nur für kurze Runden von etwa 7 km. Ich habe ein wenig gezögert, ob ich das so kundtun soll und den Bericht hier einschlafen lasse, aber was soll’s. Schließlich soll das hier ja kein Fake-Blog sein.

    Es ist ja allgemein bekannt, dass man schnell an Form verliert; ich hatte aber eher gedacht, das trifft auf die ganz Sportlichen zu und kaum auf Leute wie mich, die ohnehin kein hohes Leistungsniveau haben. Pustekuchen. Selbst von einer geringen Höhe kann man noch herunter fallen und es ist erstaunlich, wenn nicht erschreckend, wie ich mit einem Male dahin schleiche. Von der Gewichtszunahme will ich gar nicht reden.

    Okay, nun soll es wieder etwas losgehen, die sommerlichen Temperaturen geben ja auch keine Ausrede mehr. Als kleine Motivation hat meine Familie mir eine Laufuhr zum Geburtstag geschenkt, die ich tatsächlich praktisch finde. Das Gefummel mit dem Smartphone entfällt, ich drücke nur noch einen Knopf, und jedenfalls die Uhr läuft prima. Herzfrequenzmesser habe ich nicht, dafür kann ich jetzt auch die Schrittfrequenz messen. Die liegt so um 165 je Minute, was für den Hobbyläufer gar nicht so schlecht ist, aber die daraus errechnete Schrittlänge scheint mir arg kurz. Auf die Haltung und die Schritte will ich jetzt mehr achten. Es scheint mir auch leichter, die Schrittlänge von 1,00 m auf 1,10 m (10%) zu verlängern als die Frequenz von 165 auf 181 (auch 10%) anzuheben.

    Jetzt bin ich wieder dreimal die Woche dabei und versuche, verlorenes Terrain zurück zu gewinnen. Die Laufuhr und die dazu passende Software ermöglichen es, alle möglichen Werte, Graphen und Tabellen zu generieren, die mir den Formverlust deutlich vor Augen führen, und meine Aufgabe ist es jetzt, die Balken der Diagramme in die richtige Richtung zu bringen. TRIMP ist für mich noch eine kryptische Abkürzung, das Trainings-Punkte-Sammeln bei Runalyze entspricht dafür eher meinem schlichten Gemüt. Je mehr Punkte desto besser, das verstehe selbst ich.

    Wegen der geringen Laufumfänge habe ich von dem Gedanken des Halbmarathons für dieses Jahr Abschied genommen, also soll es am 23. Oktober nur ein 10er werden. Ziel ist es nun an das anzuschließen, was ich vor einem halben Jahr im März noch konnte, und wenigstens da bin ich halbwegs optimistisch. 12 km im Training mit einer Pace von 5:33 min/km sind schon wieder drin, ohne dass ich am Ende zusammen breche. Aber ich könnte natürlich schon deutlich weiter sein.

    Wenn ich laufe, überlege ich manchmal, warum ich das eigentlich tue. Ich bin nun gerade in einer Phase, in der es mir wieder schwerer fällt, mich überhaupt aufzuraffen. Das Laufen ist auch nicht immer die reine Freude. Vielleicht ist das ein Teil des Problems. Im Grunde finde ich persönlich es am schönsten und fühle mich am besten, wenn ich den Lauf gerade geschafft habe. Meine Motivation ist daher weniger das Laufen selbst als der Zustand danach, für den ich - ich möchte beinahe sagen: leider, leider - vorher laufen muss. Mal sehen, ob das als Motivation dauerhaft ausreicht, heute ist das aber der Fall. Gleich geht's wieder los.
    ______________________________________

    Es ist nicht entscheidend, woher man kommt, sondern wohin man geht.

  2. #77
    Analogue native Avatar von geebee
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    Zitat Zitat von FreddyT Beitrag anzeigen
    [...] Vielleicht ist das ein Teil des Problems. Im Grunde finde ich persönlich es am schönsten und fühle mich am besten, wenn ich den Lauf gerade geschafft habe. Meine Motivation ist daher weniger das Laufen selbst als der Zustand danach, für den ich - ich möchte beinahe sagen: leider, leider - vorher laufen muss. [...]
    Kann man mehr vom Laufen erwarten ? :-)

    Nein, ganz im Ernst: Für den Spaß beim Laufen selbst musst Du einfach einen bestimmten Trainingsumfang erreichen. Einer meiner besten Läufe war mal ein 10-km-Lauf in Form von 25 sehr gemütlichen Bahnrunden mit meiner Frau im Rahmen eines 24-Stunden-Staffellaufes. Ich war in der Taper-Woche einer Marathonvorbereitung, die 10 km waren wie Schweben, viel, viel angenehmer als ein Spaziergang oder ein Einkaufsbummel, das Laufen als natürliche Fortbewegungsart. Davon war ich eine Weile wirklich weit weg (s. mein Thread zum Thema Euphorie); ich kann aber bestätigen, dass es ab einem bestimmten Trainingsumfang wieder anfängt, von alleine zu laufen.

    Also: Dranbleiben.

    Gee

  3. #78

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    Hallo Freddy,

    schön das du weiterschreiben und auch trainieren möchtest.
    Ich würde mich zwei Dinge fragen:
    1. Ist es vielleicht erstmal besser ohne irgendwelche zeitlichen Ambitionen zu laufen, um die Freude am Laufen wieder zu bekommen
    2. Oder man sucht sich einen Wettkampf für den trainiert man mit einem Trainingsplan der einen nicht überfordert, aber an dem man sich auch hält.
    Was noch gut wäre, eine Trainingsbegleitung, oder die Frau mit dem Fahrrad, oder als Abwechslung mal ein oder zwei Einheiten mit dem Rad. Ansporn ist auch eine Trainingsgruppe der man sich anschließen kann....

    Was ich für mich nicht missen möchte sind die Wettkämpfe, da ist man dabei, da gehört man zur Szene, da tauscht man sich aus, da lernt man andere Leute kennen, den Wettkampf umgibt das besondere, das baut auf, da sieht man seinen Leistungsstand, da muss man auch lernen mit nicht erreichten Zielen umzugehen. Wenn man dann mal ein Wettkampfziel erreicht hat, ist man total Happy und stolz und rennt mit erhobenen Hauptes und einem breiten Grinsen durch die Gegend. Auch aus nicht erreichten Zielen kann man immer etwas positives ziehen.
    Ich mag deine Art zu schreiben, bitte Lauf weiter

  4. #79
    Fußkrüppel Avatar von taeve
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    Dem is nix hinzuzufügen!

    Gruß Frank


  5. #80

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    Habe leider leider Deinen blog erst jetzt entdeckt und mir alles durchgelesen.
    Bei den ersten Posts hab' ich Gänsehaut bekommen!

    Toll beschrieben.

    Und ich hab' eine wichtige Erkenntnis rausziehen können: ganz viel beim Laufen ist Kopfsache!

    Danke für Deione Berichte.

    Lucky

  6. #81
    Alderamin
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    Zitat Zitat von FreddyT Beitrag anzeigen
    Es ist ja allgemein bekannt, dass man schnell an Form verliert; ich hatte aber eher gedacht, das trifft auf die ganz Sportlichen zu und kaum auf Leute wie mich, die ohnehin kein hohes Leistungsniveau haben. Pustekuchen. Selbst von einer geringen Höhe kann man noch herunter fallen und es ist erstaunlich, wenn nicht erschreckend, wie ich mit einem Male dahin schleiche. Von der Gewichtszunahme will ich gar nicht reden.

    [...]

    12 km im Training mit einer Pace von 5:33 min/km sind schon wieder drin, ohne dass ich am Ende zusammen breche. Aber ich könnte natürlich schon deutlich weiter sein.
    Das ist doch schon wieder flott! 5:33 hatte ich neulich mal zwischen den Laufpausen und war stolz wie Oskar, weil ich vorher nur 6:00 als Dauertempo geschafft hatte. Man kommt schnell wieder in Form, wenn man den Sport wieder betreibt. Einiges entwickelt sich zurück, aber genau so lange, wie es dauert, Gelenke und Muskeln aufzubauen, dauert es auch, die wieder zu verlieren. Und was schnell abgebaut wird, baut auch wieder schnell auf.

    Zitat Zitat von FreddyT Beitrag anzeigen
    dafür kann ich jetzt auch die Schrittfrequenz messen. Die liegt so um 165 je Minute, was für den Hobbyläufer gar nicht so schlecht ist, aber die daraus errechnete Schrittlänge scheint mir arg kurz. Auf die Haltung und die Schritte will ich jetzt mehr achten. Es scheint mir auch leichter, die Schrittlänge von 1,00 m auf 1,10 m (10%) zu verlängern als die Frequenz von 165 auf 181 (auch 10%) anzuheben.
    165 ist auch meine Schrittfrequenz bei 1,09 Schirttlänge (sagt die Uhr). Wenn ich schnellere Schritte machen will, spiele ich mir Musik mit passenden beats per minute ins Ohr, z.B. 170 oder 85 bpm, dann klappt das mit den Schritten von selbst. Muss dann aber darauf achten, nicht zu schnell zu laufen und die Schritte wirklich zu verkürzen. Wenn jemand hier seine Garmin-Auswertung einstellt, musst Du mal schauen, ich habe irgendwo bei einem Läufer mal Schritte von gut 80 cm gesehen. 1,10 m ist schon lang (es sei denn, man ist über 1,90 m groß).

    Zitat Zitat von FreddyT Beitrag anzeigen
    Wenn ich laufe, überlege ich manchmal, warum ich das eigentlich tue. Ich bin nun gerade in einer Phase, in der es mir wieder schwerer fällt, mich überhaupt aufzuraffen. Das Laufen ist auch nicht immer die reine Freude. Vielleicht ist das ein Teil des Problems. Im Grunde finde ich persönlich es am schönsten und fühle mich am besten, wenn ich den Lauf gerade geschafft habe. Meine Motivation ist daher weniger das Laufen selbst als der Zustand danach, für den ich - ich möchte beinahe sagen: leider, leider - vorher laufen muss. Mal sehen, ob das als Motivation dauerhaft ausreicht, heute ist das aber der Fall. Gleich geht's wieder los.
    Das ist normal, wobei der Spaß während des Laufens bei mir eher kommt, wenn die Strecke lang und das Tempo gering ist, und wenn ich schöne Musik auf den Ohren habe und in einer schönen Gegend unterwegs bin. Aber beim Tempo Machen oder wenn es usselig ist, dann kommt die Genugtuung bei mir auch erst hinterher, aber dann doppelt. Warum Du das tust? Für die Gesundheit, das Gewicht, und weil Du danach stolz auf Dich sein kannst. Reicht das nicht?

  7. #82
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Zitat Zitat von Alderamin Beitrag anzeigen
    ich habe irgendwo bei einem Läufer mal Schritte von gut 80 cm gesehen.
    Das kann nur die Rennkartoffel gewesen sein, beim Versuch, GA1 einzuhalten, um nicht auf der Stelle tot umzufallen.

    0,8 * 165 * 60 = 7,92 km/h = 7:35 min/km. Bei solch wirklich langsamem Tempo gebe ich übrigens mittlerweile meine Schrittfrequenz komplett frei und lande dann meist um 155 Schritten/min. Fühlt sich dann auch OK an.

    Aber auch bei anderen Geschwindigkeiten bin ich davon abgekommen, die Schrittfrequenz als primären Parameter vorgeben zu wollen, das hatte ja bei mir - nach meiner Einschätzung - erst zu den langwierigen Oberschenkelproblemen geführt. Besser klar komme ich mittlerweile damit, das Tempo und zugleich die Schrittlänge/Frequenz über eine variable Vorneigung der Körperachse (bei hochgezogenem Brustbein) zu steuern und dabei auf einen - je nach Tempo - mehr oder weniger kräftigen Fußabdruck zu setzen. Damit ergibt sich alles andere dann fast von selbst. Sind aber nur meine persönlichen Erfahrungen.

  8. #83
    Alderamin
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    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen
    Das kann nur die Rennkartoffel gewesen sein, beim Versuch, GA1 einzuhalten, um nicht auf der Stelle tot umzufallen.
    Nee, war, glaube ich, ein Ultraläufer, der hier neulich seinen Lauf berichtet hatte (nicht Udo).

    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen
    0,8 * 165 * 60 = 7,92 km/h = 7:35 min/km. Bei solch wirklich langsamem Tempo gebe ich übrigens mittlerweile meine Schrittfrequenz komplett frei und lande dann meist um 155 Schritten/min. Fühlt sich dann auch OK an.
    Klar, aber Freddy läuft 5:33, da ist eine höhere Frequenz obligatorisch. Wenn ich einen langsamen Lauf mache, ist mir auch egal, wenn die Schrittfrequenz unter 165 fällt.

  9. #84
    Avatar von FreddyT
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    Vielen Dank für die Kommentare und die hilfreichen Gedanken. Es ist ausgesprochen nett, wenn Ihr das weiter verfolgen wollt.

    Die Schrittfrequenz habe ich nur erwähnt, weil ich sie jetzt so schön messen kann. Ich sehe es aber auch so wie die Rennkartoffel: es ist nicht das primäre Ziel, eine hohe Frequenz haben, sondern das Ziel ist mehr Tempo. Die Frequenz gibt mir allenfalls einen Hinweis.

    Kleines Rechenbeispiel:
    Wenn ich 10 km in 50 min laufen will, muss ich bei einer Frequenz von 180 Schritten eine Schrittlänge von 1,11 m haben. Sind die Schritte kürzer, muss die Frequenz entsprechend höher sein. Da ich noch nicht einmal 180 über die lange Strecke schaffe (ca. 174 sind vielleicht möglich), liegt der Gedanke nahe, die Schrittlänge zu vergrößern.

    Wie man das macht, ist einer ganz andere Frage. Wenn ich jetzt loslaufe und mir sage: „Mache längere Schritte!“ hilft dies möglicherweise nicht alleine. Denn um längere Schritte zu machen, muss ich mehrere Änderungen in Haltung und Bewegungsablauf vornehmen. Deshalb ist es einfacher zu sagen: „Laufe schneller!“ Der Körper setzt dies dann automatisch in Änderungen um wie z.B. mehr Abdruck, andere Neigung des Oberkörpers, mehr Beinstreckung, mehr Armeinsatz usw. Wenn ich dann wirklich schneller geworden bin, werde ich nachträglich messen können: auch die Schritte sind länger geworden. Anders geht es ja gar nicht.

    Das Tempo-Training setzt eigentlich auf den Gedanken: Renn‘ schneller und laß‘ deinen Körper einfach machen, der bekommt das schon irgendwie hin. Wenn man schon einen relativ guten Laufstil und ein gutes Körpergefühl hat, ist dies wohl richtig. Gehört man aber zu denen, die ungeschickt laufen oder deutliche Defizite haben, ist dies ineffektiv. Besser ist es dann, erst die Mängel gezielt zu verbessern statt sich mit Schnell-Lauf-Training zu quälen, das nur einen bescheidenen Erfolg hat, weil man wegen gravierender Lauffehler gar nicht ausreichend lange schnell laufen kann.

    Kleine editorische Anmerkung: Sorgen um mich müsst Ihr Euch natürlich nicht machen, auch wenn hier manches etwas negativ von mir dargestellt wird. Freddy ist keine Kunstfigur, wie sie vielleicht von anderen gepflegt wird. Aber ich beschreibe hier auch nur einen Ausschnitt oder spitze zu, und das verschiebt dann etwas die Perspektive, vielleicht manchmal zu stark. Beispielsweise laufe ich nach wie vor meist am Wochenende größere Abschnitte mit meiner Frau, die mich fröhlich unterhält, und wir beide freuen uns über das Wetter, das Licht auf den Waldwegen oder die sich im Jahresverlauf ändernde Natur. Oder dass wir nicht nass geworden sind. Wenn ich hier den Eindruck hervorrufe, ich starte mit einer säuerlichen Miene, quäle mich dann einsam durch den Wald und bin erst erleichtert, wenn die ganze Schinderei vorbei ist, so ist das ein schiefes Bild. Richtig ist aber, dass mir das Laufen keinesfalls immer leicht fällt, manche Abschnitte mich ankotzen und ich auch zu denen gehöre, die sich erst so richtig freuen können, wenn sie es wieder einmal geschafft haben. Aber das ist so ähnlich wie bei Urlaubsreisen. Sind sie zu Ende, freue ich mich auf zu Hause und sage mir, dass es so richtig schön doch nur daheim ist. Was mich nicht hindert, gleich mit der Planung für den nächsten Urlaub zu beginnen…
    ______________________________________

    Es ist nicht entscheidend, woher man kommt, sondern wohin man geht.

  10. #85
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Zitat Zitat von FreddyT Beitrag anzeigen
    Wenn ich jetzt loslaufe und mir sage: „Mache längere Schritte!“ hilft dies möglicherweise nicht alleine. Denn um längere Schritte zu machen, muss ich mehrere Änderungen in Haltung und Bewegungsablauf vornehmen.
    Mein Versuch früher in diesem Jahr zielte zwar in die entgegengesetzte Richtung, nämlich "Erhöhe die Schrittfrequenz", führte aber ebenfalls (bei gleichzeitiger Schonhaltung für die angeschlagene Achillessehne) zu massiven Problemen in den Oberschenkeln, am Sitzbeinansatz. Fazit: Als isolierte Maßnahme für mich kontraproduktiv.

    Zitat Zitat von FreddyT Beitrag anzeigen
    Deshalb ist es einfacher zu sagen: „Laufe schneller!“ Der Körper setzt dies dann automatisch in Änderungen um wie z.B. mehr Abdruck, andere Neigung des Oberkörpers, mehr Beinstreckung, mehr Armeinsatz usw. Wenn ich dann wirklich schneller geworden bin, werde ich nachträglich messen können: auch die Schritte sind länger geworden. Anders geht es ja gar nicht.

    Das Tempo-Training setzt eigentlich auf den Gedanken: Renn‘ schneller und laß‘ deinen Körper einfach machen, der bekommt das schon irgendwie hin. Wenn man schon einen relativ guten Laufstil und ein gutes Körpergefühl hat, ist dies wohl richtig. Gehört man aber zu denen, die ungeschickt laufen oder deutliche Defizite haben, ist dies ineffektiv. Besser ist es dann, erst die Mängel gezielt zu verbessern statt sich mit Schnell-Lauf-Training zu quälen, das nur einen bescheidenen Erfolg hat, weil man wegen gravierender Lauffehler gar nicht ausreichend lange schnell laufen kann.
    Früher (bin seit Jahrzehnten eingefleischter Fersenläufer) führte bloßes Schnellerlaufen bei mir zwar automatisch zu größerer Schrittlänge, aber dummerweise mit dem Effekt, dass ich das gestreckte Bein noch weiter vorne mit der Ferse in den Asphalt rammte, was mir diverse üble Probleme einbrachte. Eine optimale Vorneigung der Körperachse mit Hüftstreckung hinten raus mit Landung kurz vorm Schwerpunkt, stellte sich dabei aber nicht ansatzweise ein. Als jahrzehntelang sitzend Tätiger ließ mein verkürzter Hüftbeuger das vermutlich einfach nicht zu.

    Im Moment bin ich dabei, an allen maßgeblichen Parametern anzusetzen. Dabei entdecke ich Abhängigkeiten, die mir den Schluss nahelegen, nicht einzelne Maßnahmen isoliert zu ergreifen, sondern praktisch alles gleichzeitig. Wenn mir das gelegentlich mal - selten genug - halbwegs vollständig gelingt, ist das augenblicklich ein großartiges Gefühl fast wie Fliegenkönnen, welches mit meinen früheren stampfenden, aber deutlich schnelleren Läufen nichts, aber auch gar nichts gemein hat. Das zeigt mir sehr eindringlich, wieviel Potenzial in einer guten Lauftechnik steckt, auch wenn der Weg dahin zumindest für mich noch sehr weit ist. Sagt ein 67jähriger Opa, der anscheinend jahrzehntelang alles falsch gemacht hat, was man falsch machen kann. Und trotzdem noch heiß auf Verbesserungen ist.

    Schneller zu laufen zwingt sicher tendenziell zu ökonomischerer Technik. Aber einige Unarten gehen zumindest bei mir allein durch schnelles Laufen nicht weg. Da muss ich dann gezielt nachhelfen.

  11. #86

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    Diese motivationslöcher kennen, denke ich, alle, die nicht mit Sport ihr Geld verdienen....
    Am Schlimmsten ist es für mich immer, wenn ich eine zeitlang (durchaus geplant) die Zügel schleifen lasse - Urlaub, Feiern, Krankheit etc. das sind bei mir so Fixpunkte, wo ich früher schonmal ein gutes Programm komplett aufgegeben habe und jahrelang nix mehr gemacht habe.
    Ich versuche, mit Erfahrung dagegen anzugehe, indem ich mir vor Augen halte, was passiert, wenn ich keinen Sport mehr mache.

    Momentan schwimme ich auf der Motivationswelle ganz oben, weiß aber, daß der nächste Absturz nicht lange auf sich warten läßt.

    Und ja - am schönsten ist immer noch das Gefühl "hinterher". Der Stolz, seinen Schweinehund niedergerungen zu haben, ist unbezahlbar.

    Allerdings bin ich auch der Typ, der ehrlich zu geben muß: wenn man sowohl mit Sport als auch mit auf-der-Couch-liegend-und-Chips-essend schlank, gesund, fit und gutgelaunt sein könnte, wüßte ich, was ich vorziehen würde ... ... das zweitere nämlich.

    Lucky

  12. #87
    Alderamin
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    Zitat Zitat von Lucky Beitrag anzeigen
    Allerdings bin ich auch der Typ, der ehrlich zu geben muß: wenn man sowohl mit Sport als auch mit auf-der-Couch-liegend-und-Chips-essend schlank, gesund, fit und gutgelaunt sein könnte, wüßte ich, was ich vorziehen würde ... ... das zweitere nämlich.
    Im Prinzip geht das. Wenn Du beides machst (und es mit den Chips nicht übertreibst).

    Gestern beim Schwimmen meinte mein Schwimmkumpel (das ist jemand, mit dem ich öfters beim Duschen quatsche, sonst kenne ich den gar nicht näher), dass er immer bewundere, wie sehr ich abgenommen habe, während er das nicht hinbekomme. Er schwimmt aber auch nur eine Stunde und kommt ein bis zweimal die Woche zum Schwimmen, und trinkt halt öfters mal ein Bier. Ich trinke nur ein- oder höchstens zweimal die Woche ein Fläschchen (ansonsten meistens zuckerfreies oder mal Saftschorle), mache aber wenigstens 3 Sporteinheiten die Woche (je nachdem 1-2 Mal knapp 2h Schwimmen, manchmal 3h Radfahren, 1-2 Mal Laufen), wobei ich in Summe rund 3000-4000 kcal verbrauche, das sind anderthalb Tagesumsätze. Dann kann man natürlich auch ab und zu mal was futtern. Aber ich bin jetzt haarscharf oberhalb des Normalgewichts hängen geblieben, stört mich nicht wirklich, halte ich sogar für gesund, aber wer das Maximale rausholen will, der muss dann auf der Input-Seite auch stärker einschränken. Aber da frage ich mich, wozu? Macht nicht gesünder, nur unzufriedener. Will ich das? Nö.

  13. #88
    Avatar von FreddyT
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    Gestern war am Sonntag wieder Wettkampftag, Dresden-Marathon, ich bin natürlich nur mit 10 km dabei. Die Veranstalter waren etwas enttäuscht, weil es insgesamt weniger Teilnehmer als letztes Jahr gab, dafür brach der Sieger im Marathon, der erst 24-jährige Minywoki aus Kenia, den Streckenrekord mit 2:10:21 – es war wohl erst sein zweiter oder dritter Marathon überhaupt. Es heißt, er sei nachts um 2 Uhr mit dem Auto von Koblenz aus nach Dresden aufgebrochen, weil der die Übernachtungskosten sparen wollte. Immerhin jetzt eine Siegprämie und den Bonus für den Streckenrekord, zusammen wohl 5.000 EUR.

    Nach meinen wenigen Läufen im Juli und August hatte ich im September noch etwas Fahrt für die Vorbereitung aufgenommen, letzte Woche noch einmal 15 km am Wochenende und immerhin drei Läufe um die 6 km unter der Woche, davon zwei mit ein wenig Tempotraining. Bei der kurzen Vorbereitungszeit von gut fünf Wochen konnte ich die letzte Woche ja schlecht tapern. Einige Kilometer gelangen durchaus noch in 4:50 bis 4:55 min/km, aber eben nicht zusammenhängend. Was wird also daraus beim Wettkampf?

    Sonntagmorgen, es ist recht kühl, so um die 5 oder 6 Grad. Luftfeuchtigkeit bei 98 Prozent, im Elbtal bildet sich leichter Nebel, aber immerhin kein Wind. Die Temperatur finde ich in Ordnung; allerdings brauche ich dann eine Jacke mit langen Ärmeln, und zwei Kilometer, bis ich halbwegs warm bin, und erst nach vier Kilometern frieren die Hände nicht mehr. Die erste Hälfte des Rennens ist es mir daher etwas (zu) kalt, die zweite dann etwas (zu) warm.

    Um die 2.000 Läufer starten im 10-km-Rennen, aber es gibt reichlich Platz. Die Startgasse ist breit, es folgt eine lockere Aufstellung in den Blöcken A, B und C nach der erwarteten Zielzeit, und es ist kein Problem, sich passend aufzustellen. Die ersten Kilometer ist der Kurs dann auch relativ breit und es gibt kein Gedrängel. Den Rhythmus kann ich eigentlich nicht ganz frei wählen, weil die umgebenden Läufer den Takt mehr oder weniger laut vorgeben. Läuft sich gut, um mich herum wenig Bewegung im Lauffeld, ich bin wohl an der richtigen Stelle gestartet. Die ersten Kilometer gehen dann auch noch halbwegs passend mit 4:58, 5:05, 5:00 und 5:10 weg, das Umfeld trägt mich, einige Samba-Gruppen geben zusätzliche Unterstützung.

    Nach Kilometer vier wird es dann für mich schwer. Die Waldschlösschenbrücke ist noch nicht erreicht, wegen des Nebels erscheint sie mir auch noch weiter weg als sonst. Dann passiert im Grunde das, was mir in den Rennen vorher auch geschah – ich baue ab. Es ist weniger ein Problem mit der Atmung, die nach wie vor noch gleichmäßig und ganz erträglich ist, ich schnappe auch nicht etwa hektisch nach Luft. Ich werde einfach schon müde und erlahme. Die Pace fällt dann und ich verliere den Anschluss an meine Gruppe. Kilometer 6, 7 und 8 scheinen sich ewig zu ziehen, der achte Kilometer ist dann mit 5:31 min/km auch der langsamste. Ab Kilometer 9 kann ich mich noch ein wenig berappeln, das Ziel ist quasi schon in Sicht, der letzte Kilometer liegt dann bei 5:21 min/km. Ziemlich geschafft komme ich an, die Gesamtzeit ist 52:21 min.

    Ab Kilometer 5 war ich nicht nur bemüht, das Tempo überhaupt einigermaßen zu halten, sondern musste den Gedanken des Aufhörens bekämpfen. Das Laufmantra war beinahe schon „ich-höre-nicht-auf“. Das Aufgeben wollte ich weder mir antun noch etwaigen gutmeinenden Lesern hier, den nicht gutmeinenden (die es hier gar nicht gibt) würde ich es schon gar nicht gönnen.

    Nun suche ich zuerst nach dem Positiven. Das ist immerhin eine persönliche Bestzeit, fast 45 Sekunden schneller als im März. Innerhalb des Laufes auch die schnellsten 5 Kilometer, die ich jemals gelaufen bin, und nach dem laschen „Training“ im Juli und Augst eigentlich gar nicht so übel. Hätte schlimmer kommen können.

    Trotzdem ist die Verbesserung in den letzten sechs Monaten gering und hätte auf meinem Leistungsniveau deutlich höher ausfallen können. Die drei Ursachen sind schnell aufgezählt. Zu wenig im Juli und August gelaufen, häufig nur einmal in der Woche, das reicht nicht. Kein konsequentes Tempo-Training. Und schließlich muss ich eine Gewichtszunahme gestehen, die alleine schon deutlich mehr als eine Minute auf die Strecke kosten dürfte.

    Die leichte Verbesserung erkläre ich mir damit, dass im Wesentlichen die Laufeffizienz etwas gestiegen ist, und zwar alleine dadurch, dass ich überhaupt wöchentlich laufe, weniger durch ein gezieltes Training.

    Wenn ich meine Platzierung im Gesamtfeld noch kurz anschauen darf. Bei den Männern liege ich auf Platz 547 von 1.148 Finishern. Da bin ich doch tatsächlich schon in der schnelleren Hälfte gelandet, wenn auch dort ziemlich weit hinten. In der Altersklasse 55 sieht es noch etwas besser aus, Platz 25 von 70 Männern, da habe ich fast das vordere Drittel erreicht. Sport ist meine Sache ja erklärtermaßen nicht, und mit dem Ergebnis, in der vorderen Hälfte zu landen, bin ich nach 15 Monaten Lauferei völlig zufrieden, mehr hätte ich zu Beginn nie gewollt.

    Die 5-er Pace spukt mir natürlich trotzdem noch im Kopf herum. Sicherlich wäre es eine Hilfe, wenn ich das Tempo gezielt steigern würde, aber das hauptsächliche Problem sehe ich eher beim Durchhalten. Mal ein paar Kilometer mit 4:45 min/km zu rennen wäre für mich schön, aber ich muss das über eine weitaus längere Distanz bringen, und da ermüde ich einfach viel zu schnell. Nun steht die dunkle Jahreszeit bevor und ich habe vor, in den nächsten Monaten eher die Strecken zu verlängern, so dass ich im Februar vielleicht auch schon über die Halbmarathon-Distanz komme. Dann schaue ich mal, ob ich Ende März 2017 den nächsten 10-er starte. Nach dem Rennen ist schließlich vor dem Rennen.
    ______________________________________

    Es ist nicht entscheidend, woher man kommt, sondern wohin man geht.

  14. #89
    Alderamin
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    Trotzdem Gratulation zur persönlichen Bestzeit. Die 2 1/2 Minuten fallen auch noch mit ein bisschen Tempotraining.

    Hast Du vorher genug getrunken und KH aufgeladen? Vielleicht waren einfach die Reserven erschöpft.

  15. #90
    Avatar von Durchbeißerin
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    Den Hänger hab ich jedes Mal - vielleicht ist diese besondere Form der Verzweiflung ab km 6 am Ende normal... denn wenn du besser trainiert bist, läufst du ja auch schneller an - und dann ist es dieselbe Sch...

    Herzlichen Glückwunsch - jetzt weißt du nicht nur, was du kannst - sondern auch, was du könntest.

  16. #91
    Avatar von FreddyT
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    Auch wenn aktuell nichts geschehen ist: überall gibt es Jahresrückblicke, also ebenfalls hier. Meine Laufanfänge liegen knapp 18 Monate zurück und positiv ist: ich bin immer noch dabei. Im Jahr 2016 habe ich auch mehr als 1.000 km geschafft, das ist besser als nichts.

    Das gesundheitliche Ziel war eigentlich, regelmäßig 2,5 Stunden in der Woche zu laufen. Das ist kein Sport, sondern entspricht der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation für den mitteleuropäischen Büromenschen. Das durchschnittliche Trabtempo bei mir liegt so um 6:00 min/km, das strengt nicht wirklich an. Da hätten mindestens 1.300 km zusammen kommen müssen, die habe ich nicht ganz erreicht, insbesondere im Sommer war ich zu nachlässig. Der Anfangsschwung hat irgendwie nachgelassen. Laufen ist kein Ereignis mehr sondern Gewohnheit. Das hat Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist: ich muss mich nicht groß aufraffen und überwinden, das Laufen ist keine Hürde mehr. Der Nachteil ist: es reißt mich auch nicht jedes Mal vom Hocker.

    Ich habe noch nicht einmal mein erstes Paar Laufschuhe verschlissen, selbst deren Profil ist noch in Ordnung. Ich habe jedoch den Eindruck, sie dämpfen nicht mehr so schön und sind innen wie ausgelatscht. Plastikschuhe können sich nicht weiten, aber vielleicht sind die Füße kleiner geworden? Möglicherweise laufe ich auch anders als zu Beginn. Ich schaue mich einmal nach neuen Schuhen um.

    Wenn ich so lese, dass andere tausende Kilometer im Jahr laufen, komme ich mir ziemlich unsportlich vor. Die Laufumfänge zu steigern, hat sich für mich als schwierig herausgestellt. Eine vierte Laufeinheit in der Woche habe ich nicht etablieren können, irgendwie passte das nie so recht. Schon dreimal gelingt mir nicht immer. Ich muss natürlich sagen, das Laufen ist nicht mein hauptsächlicher Lebens- und Freizeitinhalt und mein erster Gedanke morgens nach dem Aufwachen ist keineswegs, wann ich wieder laufen kann. Ich passe meinen Tagesablauf nicht dem Laufen an, sondern das Laufen muss sich weitgehend einpassen, was es eben nicht immer tut.

    Auch mit längeren Läufen habe ich zu kämpfen. Nach spätestens einer Stunde Laufen habe ich keine rechte Lust mehr, über 90 Minuten bekomme ich praktisch nicht hin. Da müsste ich schon sehr schnell laufen, um einen Halbmarathon in dieser Zeit zu schaffen. Es ist überhaupt nicht so, dass ich müde wäre oder Beschwerden hätte, die mich am Weiterlaufen hindern. Klar werden die Beine schwerer, aber das ist nicht der Grund. Es ist eine reine Kopffrage. Ich kann dem längeren Laufen zu wenig abgewinnen, auf die Ausschüttung von Glückshormonen warte ich immer noch vergeblich. Und wenn man dafür wirklich zwei, drei Stunden laufen muss, dann ist das eben nicht mein Ding. Eine Stunde zu laufen ist prima und macht Spaß. Aber dann ist es auch genug mit der frischen Luft und der Natur, länger bringt mir keinen Mehrwert an Freude. Das macht es schwer, über 25 Wochenkilometer hinaus zu kommen.

    Bleibt also immer noch das Ziel, die 10 Kilometer auch in 50 Minuten zu packen, für den nächsten Anlauf im März bin ich gemeldet. Da ich nun auch älter werde, wird es nicht unbedingt leichter, und ich hoffe, dass ich mich die nächsten 10 bis 12 Wochen noch einmal zusammen reiße und disziplinierter meinem Trainingsplan folge. Wenn ich nicht krank werde oder das Wetter ganz verrückt spielt, müsste eine Temposteigerung möglich sein. An meinem Gewicht kann ich auch noch ein wenig arbeiten, rechnerisch würden ein paar Kilo reichen, um ausreichend schneller zu werden. Ja, da sind sie dann, die üblichen Vorsätze für das neue Jahr. Läuft im Grunde immer auf das Gleiche hinaus: mehr Disziplin – beim Laufen und beim Essen. Aber ohne solche Vorsätze wäre das Leben auch etwas langweiliger.
    ______________________________________

    Es ist nicht entscheidend, woher man kommt, sondern wohin man geht.

  17. #92
    Herbstzeitlose Avatar von Krisrennt
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    Moin Freddy.

    Habe dein Lauftagebuch entdeckt und bin gleich hängen geblieben. Ich finds klasse, dass du nicht aufgegeben hast und Glückwunsch zur PB nochmal ! Es spricht ja nix dagegen, wenn du erstmal den nächsten 10er anpeilen willst. Die einzige Frage, die ich mir stelle ist die, wie schnell du die langen Läufe läufst? Als ich trainiert war (lang lang ists her!) - waren die Langläufe eigentlich meine liebsten Läufe. Bin die in einem richtig gemütlichen Tempo gelaufen und habe einfach die Natur genossen. Vielleicht rennst du die Strecke zu schnell?

    Ich wünsche dir fürs kommende Jahr, dass du die Freude am Laufen entdeckst (ja, auch bei den langen!) und dass du einfach weitermachst. Bin gespannt, wann du die Sub50 knackst

    Grüße Kris

  18. #93
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    @FreddyT

    Mach' Dir doch keinen Kopf um die Laufumfänge, niemand zwingt Dich, mehr als 25 Wochenkilometer zu laufen. Für die Gesundheit reicht das allemale, und wer in Deinem Alter 10 km in ca. 50 Minuten schafft, ist alles andere als unsportlich! Hauptsache, Du hast Spaß daran, und läufst überhaupt regelmäßig.

    Mir hilft eine gewisse Regelmäßigkeit der Aktivitäten, von der ich nur mal um einen Tag abweiche. Routine macht es leichter, alle Termine einzuhalten. Ist wie bei morgendlichen Zähneputzen. Die langen Läufe machen mehr Spaß, wenn man öfters die Strecke variiert und auch mal in eine landschaftlich schönere Gegend fährt, um dort zu laufen. Außerdem lenke ich mich durch Podcast-Hören ab, die ich mir aus dem Internet ziehe. Die sind meist um 1,5 h Stunden lang. Passt ganz gut für 15 km. Aber wie gesagt, Du musst ja nicht so lange laufen, wenn Du nicht gerade auf der Jagd nach persönlichen Bestzeiten bist.

  19. #94
    Analogue native Avatar von geebee
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    Zitat Zitat von FreddyT Beitrag anzeigen
    [...] überall gibt es Jahresrückblicke, also ebenfalls hier.
    Hallo Freddy,

    vieles, was Du schreibst, kommt mir nur allzu bekannt vor; Ähnliches habe ich vor einer Weile selbst schon mal geschrieben.

    Auf der Habenseite hast Du auf jeden Fall:
    > Regelmäßiges Laufen
    > Keine gesundheitlichen Probleme
    > Aussicht auf eine in der M55 vernünftige 10-km-Zeit

    Lies mal Deinen Eingangspost, das ist ein Riesenschritt nach vorne.

    Aus der eigenen Erfahrung sind 25 Wochenkilometer zu wenig, dass beim Laufen, speziell bei den längeren Kanten, Leichtigkeit aufkommt, bei mir war das dieses Jahr erst im Bereich 35 - 40 km/Woche der Fall. Vielleicht würde es helfen, die drei Läufe in der Woche in die Richtung 10 km / 10 km / 15 km zu gestalten, dann fängt auch der 15-km-Lauf irgendwann wieder an, Spaß zu machen.

    Wenn die Anzahl der Läufe und der Umfang begrenzt ist, kann es helfen, mal was Verrücktes zu machen: Ein nächtliches Bahntraining, einen bergigen Wochenendlauf, bei dem auch mal gegangen werden darf, die Teilnahme an einem Wettkampf < 10 km oder mit unrunder Kilometerzahl.

    Glückshormone beim Laufen gibt es im Allgemeinen nur in Spiegel- oder Brigitte-Artikeln oder an den ganz seltenen geschenkten Tagen, vielleicht reicht ja auch der Gedanke nach dem Laufen "Heute war kein verlorener Tag".

    Am Wichtigsten: Dranbleiben.

    Gee

  20. #95

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    Hallo Freddy,

    danke für diesen Blog.
    Mein Ziel ist es die ganze Lauferei 5 Jahre durchzuhalten, vielleicht mal ein Jahr mehr oder weniger zu laufen spielt keine Rolle Hauptsache man macht etwas. Ich wünsch dir das du durchhältst.

  21. #96
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von FreddyT Beitrag anzeigen
    Wenn ich so lese, dass andere tausende Kilometer im Jahr laufen, komme ich mir ziemlich unsportlich vor. Die Laufumfänge zu steigern, hat sich für mich als schwierig herausgestellt.
    Niemand zwingt dich, die Laufumfänge zu steigern. Nur weil andere mehr laufen? Es wird immer welche Geben, die besser sind und schneller und mehr Wochenkilometer abspulen. Höre auf, dich an irgendwem oder irgendwas zu messen, selbst die Empfehlung der WHO ist Mumpitz. Also nicht im Prinzip aber in deinem Fall Also: Laufe um des Laufens willen

    Zitat Zitat von FreddyT Beitrag anzeigen
    Der Nachteil ist: es reißt mich auch nicht jedes Mal vom Hocker.
    Na und? Das tut es bei niemandem.

    Zitat Zitat von FreddyT Beitrag anzeigen
    Auch mit längeren Läufen habe ich zu kämpfen. Nach spätestens einer Stunde Laufen habe ich keine rechte Lust mehr, über 90 Minuten bekomme ich praktisch nicht hin.
    Na und? Siehe oben, niemand außer du selbst zwingt dich dazu. Laufe, das was dir Freude bereitet und nicht mehr, weil "man das doch machen muss". Ne, selbst einen HM muss man nicht gelaufen sein im Leben

    Zitat Zitat von FreddyT Beitrag anzeigen
    auf die Ausschüttung von Glückshormonen warte ich immer noch vergeblich.
    Darauf warten die meisten

    Und nun, geh das neue Jahr an, ich wünsche dir viel Erfolg dabei und erwarte nicht zu viel von der Lauferei. Es ist eine (sehr schöne) Sportart, nicht weniger aber auch nicht mehr.

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

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