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  1. #1

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    Standard Marathonvorbereitung - Energiezufuhr beim Langen Lauf

    Hallo liebe Community,

    nach Jahren des stillen Mitlesens hier mein erster Beitrag. Vor allem deshalb, weil ich mir schon etliche brauchbare Tipps für meinen Lauf- und Trainingsalltag abholen konnte, komme ich mit einer Frage auf euch zu, die mich derzeit ziemlich beschäftigt.

    Kurz zu mir: Bin 41 Jahre alt, männlich, laufe seit Frühjahr 2013 regelmäßig, BMI 27 (Tendenz kontinuierlich fallend, war schon mal 33), davor ca. 10 Jahre lang sehr unsportlich gelebt.

    Bin seit Herbst 2013 insgesamt 5 Halbmarathon (PB 1:53:xx im Oktober 2015) und einen Marathon (4:39:xx im September 2015) gelaufen. 2015 gesamt ca. 1.600 gelaufene Kilometer.

    Bisheriges Fazit: Es macht mir Riesenspaß, es tut mir ausgesprochen gut und ich bin bis dato so gut wie verletzungsfrei geblieben.

    Nun bereite ich mich auf meinen 2. Marathon (10.4. in Wien vor). Im Nachhinein ist mir klar geworden, daß ich mich etwas überhastet in meinen 1. Marathon hineingestürzt habe. Hier meine ich vor allem die zu geringe läuferische Vorerfahrung. Aber ist eben so passiert und sowieso bereits Geschichte.

    Nun zum eigentlichen Thema bzw. zu meiner Frage:

    Ich habe bisher in der unmittelbaren Vorbereitung auf Wien 4 Läufe zwischen 27 und 33 km absolviert (Info: Laufe lt. RunnersWorld Trainingsplan - Zielzeit 4 Std.). Natürlich würde ich gerne die 4 Stunden knacken, mein Gefühl sagt mir zur Zeit daß das ein sehr ambitioniertes Ziel ist. Soll aber kein Problem sein, wenn nicht diesmal dann eben beim nächsten Marathon).

    Wo ich keinen Plan habe - wie soll ich mich während der langen Läufe versorgen ?

    Zur Vorbereitung meines ersten Marathons war ich hier tatsächlich immer mit entsprechenden Getränken als auch Gels (erste Einnahme erst ab km 20) bewaffnet. Dies hat bei den Trainingsläufen auch immer ganz gut funktioniert. Beim Marathon selbst bin ich dann ab ca. km 32 etwas eingebrochen (bis ca. km 37), dann ging es aber wieder halbwegs kontrolliert bis ins Ziel.

    Nun habe ich vor 2 Wochen erstmals einen Lauf absolviert (30 km), bei dem ich nur Wasser mithatte. Kurzes Fazit:
    ab ca. km 26 waren meine Akkus total leer und hab mich die letzten Kilomer nach Hause geschleppt dabei entwickelte sich die HF unkontrolliert nach oben. So k.o. war ich noch nie !

    Letzte Woche dann 33 km lt. Plan, Wasser, Getränk und 2 x Gels (km 19 und 27) genommen. Fazit: So gut ist es mir nach einem langen Lauf noch nie gegangen ! HF konnte halbwegs gehalten werden.

    Schlauer bin ich jetzt aber auch noch nicht. Was soll ich nun weiter tun ? Ich will ja kein Trainingsweltmeister werden sondern meinen Marathon vernünftig laufen. Einerseits kann ich mit dem Einsatz der "Hilfmittelchen" meine langen Läufe sehr kontrolliert durchführen, andererseits weiß ich nicht, ober der Trainingseffekt für das Rennen der richtige ist.

    Kommendes Wochenende stehen 26 km am Plan und ich weiß noch nicht, wie ich diesen Lauf nun angehen soll.

    Da ich weder zum erlauchten Kreis der Sportmediziner gehöre noch die nötige Erfahrung sammeln durfte ersuche ich euch um eure Mithilfe. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir brauchbare Ratschläge mit auf dem Weg geben könntet.

  2. #2

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    Hallo Leute,

    der nächste lange Lauf rückt näher. Kann mir jemand vielleicht seine Erfahrungen oder Tipps zum Thema mit auf den Weg geben ? Würde michüber Feedback freuen !

    LG Jo

  3. #3

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    Nun, am besten wäre es, du würdest während der langen Runde nur Wasser und etwas Salz zu dir nehmen. Dann würdest du deine Fettverbrennung trainieren, was du brauchst bei deinem Marathonwettkampf, wenn die Glycogenspeicher ab km 30 leer sind. Da du das (noch) nicht schaffst, ist Gel eine gute Alternative. Sobald du deine lange Runde 3 Mal erfolgreich gelaufen bist, würde ich es probieren ab 2 Stunden vor Beginn bis zum Ende der langen Runde keine Kohlenhydrate zu dir zu nehmen. Beim ersten Mal wirst du leiden, beim zweiten Mal wird es leichter gehen. Beim Wettkampf sollte man ab km 20 natürlich Kohlenhydrate (Gels) zu sich nehmen. Wenn du zu Die einzigartige Serviceseite für Läuferinnen und Läufer gehrst, zum Newsletterarchiv und dort die entsprechenden Stichwörter eingibst, findest du interessante Artikel zu diesem Thema (Ernährung, lange Runde, Kohlenhydrate...).
    Viel Erfolg
    Hauptmieter

  4. #4
    Dart Vader Avatar von Dartan
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    Moin,

    Ich glaube, da gibt es durchaus kontroverse Ansichten zu.

    Ich persönlich versuche meine LaLa's ohne Energiezufuhr zu laufen und bin auch Fan davon, kürzere Läufe auf nüchternen Magen zu laufen. Dadurch habe ich (denke ich zumindest) einen ziemlich guten trainierten Fettstoffwechsel. Natürlich ist es eher unangenehm, wenn man beim Trainingslauf den "Mann mit dem Hammer" trifft, aber genau diese Erlebnisse stellen wohl den größten Trainingsreiz für den Fettstoffwechsel dar. Beim Marathon selbst nehme ich dann aber trotzdem 1-2 Gels zu mir, einfach als extra "Kick".

    (Um die Verträglichkeit von Gels zu testen, sollte man die aber trotzdem vorher mal im Training probieren. Aber das Problem solltest du als "Gel-Erfahrener" ja nicht haben)

    Andere Leute hingegen können Nüchternläufe wohl gar nicht ab, und benutzten auch bei LaLas stets Gels etc. . Letztendlich muss wohl jeder für sich selbst herausfinden, was die richtige Vorgehensweise für einen ist.

    Grüße,
    Matthias

  5. #5
    Avatar von coldfire30
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    Hallo,

    es gab hier zu dem Thema Energiezufuhr beim langen Lauf schon seitenlange Diskussionen. Es gibt Verfechter aller möglicher Varianten von "ich laufen den langen Lauf grundsätzlich nüchtern" bis zu "ich verpflege mich im langen Lauf genauso wie ich es auch im Wettkampf tun würde" und jeder war mit seiner Methode schon erfolgreich.

    Prinzipiell soll im langen Lauf ja die Situation der zur Neige gehenden Energiereserven und der Umgang damit trainiert werden. Denn in einem voll gelaufenen Marathon wird so viel Energie verbraucht, so viel kannst Du von außen gar nicht einwerfen bzw. der Körper kann sie in der gegeben Zeit und bei der körperlichen Anstrengung gar nicht verwerten.

    In meinen Augen ist schon besser den langen Lauf ohne zusätzliche Hilfsmittel zu trainieren. Vielleicht im ersten Schritt mal auf ein Gel reduzieren und dann im besten Fall ganz darauf verzichten. Sooo fürchterlich viel steckt in so einem Gel gar nicht drin, viel ist da auch Psychologie

    Grüsse

  6. #6
    Avatar von Selbstläufer
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    Für mich ist entscheidender, in welchem Zustand ich ankomme. Wenn ich mich von 35km 15 gequält habe, gibt mir das sicher nicht das Selbstvertrauen, das ich für einen Marathon haben möchte. Da kann man sich lieber mal ein Gel oder einen Doppelkeks gönnen, auch wenn der Tainigseffekt dadurch vielleicht nicht optimal ist.
    Beim Wettkampf nimmst du die sowieso, ich würde das jetzt nicht so eng sehen.


  7. #7
    Dart Vader Avatar von Dartan
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    Zitat Zitat von Selbstläufer Beitrag anzeigen
    Für mich ist entscheidender, in welchem Zustand ich ankomme. Wenn ich mich von 35km 15 gequält habe, gibt mir das sicher nicht das Selbstvertrauen, das ich für einen Marathon haben möchte. Da kann man sich lieber mal ein Gel oder einen Doppelkeks gönnen, auch wenn der Tainigseffekt dadurch vielleicht nicht optimal ist.
    Naja, man kann ja auch eine Motivation aus den Fortschritten ziehen. Wenn man am Anfang nach 20km fertig ist, beim nächsten mal dann erst nach 22km und am Ende vielleicht erst bei 30km, sollte das doch auch einen gewissen Motivationsschub geben.

    Zitat Zitat von Selbstläufer Beitrag anzeigen
    Beim Wettkampf nimmst du die sowieso, ich würde das jetzt nicht so eng sehen.
    Aber beim WK läufst du halt auch länger und signifikant schneller => deutlich höherer Energiebedarf

    Aber wie schon gesagt, am Ende soll das jeder so handhaben, wie er sich selbst dabei wohl fühlt. Ich will hier bestimmt niemanden davon abhalten, LaLas mit Verpflegung zu laufen.

  8. #8
    Avatar von Selbstläufer
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    Der Energiebedarf ist in etwa gleich. So dolle viel tut sich da nicht.
    Ist letztlich aber auch egal. Im Grunde sehe ich das auch so, dass jeder das so machen soll, wie er am besten klar kommt. Und das ist hier wohl mit ein paar Extrakalorien der Fall. Die richten sicher keinen Schaden an.
    Ich laufe mittlerweile jedes WE mindestens 40 und komme dabei mit nem halben Liter Wasser und sonst nix aus. Empfehlen würde ich das trotzdem auch nicht unbedingt jedem


  9. #9

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    Da laut deinem Text dieses WE eh "nur" ein 26er ansteht, und du beim letzten Lauf bis km26 gut ohne Verpflegung klar kamst, verstehe ich jetzt die Diskussion nicht.

  10. #10

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    Hallo zusammen,

    danke erstmal für eure Zeit. Da sind ja doch einige Infos für mich dabei, die mir weiterhelfen werden.

    Zitat Zitat von Hauptmieter Beitrag anzeigen
    Nun, am besten wäre es, du würdest während der langen Runde nur Wasser und etwas Salz zu dir nehmen. Dann würdest du deine Fettverbrennung trainieren, was du brauchst bei deinem Marathonwettkampf, wenn die Glycogenspeicher ab km 30 leer sind. Da du das (noch) nicht schaffst, ist Gel eine gute Alternative. Sobald du deine lange Runde 3 Mal erfolgreich gelaufen bist, würde ich es probieren ab 2 Stunden vor Beginn bis zum Ende der langen Runde keine Kohlenhydrate zu dir zu nehmen. Beim ersten Mal wirst du leiden, beim zweiten Mal wird es leichter gehen.
    So ähnlich hab ich dann doch geahnt bzw. befürchtet. Das erste Mal Leiden hab ich ja erfolgreich miterlebt, beim zweiten Versuchz bin ich dann eben vorher eingeknickt und hab wieder auf miene Energeizufuhr während des Laufes zurückgegriffen.

    Zitat Zitat von Dartan Beitrag anzeigen
    Natürlich ist es eher unangenehm, wenn man beim Trainingslauf den "Mann mit dem Hammer" trifft, aber genau diese Erlebnisse stellen wohl den größten Trainingsreiz für den Fettstoffwechsel dar. Beim Marathon selbst nehme ich dann aber trotzdem 1-2 Gels zu mir, einfach als extra "Kick".
    Und genau dieses "unangenehm" willl ich auch für mich richtig interpretieren können. Ist es der notwendige Trainingsreiz oder mach ich damit etwas kaputt, wenn ich meine Akkus total leerlaufe.

    Zitat Zitat von coldfire30 Beitrag anzeigen
    Prinzipiell soll im langen Lauf ja die Situation der zur Neige gehenden Energiereserven und der Umgang damit trainiert werden. Denn in einem voll gelaufenen Marathon wird so viel Energie verbraucht, so viel kannst Du von außen gar nicht einwerfen bzw. der Körper kann sie in der gegeben Zeit und bei der körperlichen Anstrengung gar nicht verwerten.

    In meinen Augen ist schon besser den langen Lauf ohne zusätzliche Hilfsmittel zu trainieren. Vielleicht im ersten Schritt mal auf ein Gel reduzieren und dann im besten Fall ganz darauf verzichten. Sooo fürchterlich viel steckt in so einem Gel gar nicht drin, viel ist da auch Psychologie
    So will bzw. werde ich es tatsächlich dann wohl auch handhaben. Ich habe absolut das Gefühl, daß mir die Energiezufuhr hilft. Aber wohl eben nur für diesen einen Trainingslauf. Im Endeffekt will ich ja beim Marathon bestehen und kein Trainigsweltmeister sein.

    Zitat Zitat von Selbstläufer Beitrag anzeigen
    Für mich ist entscheidender, in welchem Zustand ich ankomme. Wenn ich mich von 35km 15 gequält habe, gibt mir das sicher nicht das Selbstvertrauen, das ich für einen Marathon haben möchte.
    Ich denke ich weiß was du meinst. Genau darum bin ich ja ins Grübeln gekommen, in welcher Situation ich mich wie verhalten soll. Im Training halt etwas mehr quälen und die entsprechenden Reize setzen, dafür wenns drauf ankommt eben noch Reserven haben bzw. von außen mithelfen.

    Zitat Zitat von Dartan Beitrag anzeigen
    Naja, man kann ja auch eine Motivation aus den Fortschritten ziehen. Wenn man am Anfang nach 20km fertig ist, beim nächsten mal dann erst nach 22km und am Ende vielleicht erst bei 30km, sollte das doch auch einen gewissen Motivationsschub geben.
    Diese Fortschritte im Traing bemerke ich eben doch. Zur Zeit funktioneren die ersten 20-22 km beim LaLa recht problemlos, erst dann wird es immer zäher.


    Zitat Zitat von frichdal Beitrag anzeigen
    Da laut deinem Text dieses WE eh "nur" ein 26er ansteht, und du beim letzten Lauf bis km26 gut ohne Verpflegung klar kamst, verstehe ich jetzt die Diskussion nicht.
    Soll heißen: Ich will mich im Training bestmöglich auf die möglichen Szenarien beim Marathon vorbereiten. Den kommenden LaLa werde ich sicher ohne zusätzlicher Energiezufuhr absolvieren. 2 Wochen später kommt dann eben noch ein letzter 32er vor dem Marathon. Und dann werde ich eben versuchen, hier auch diverse Gels und zusätzliche Getränke zu verzichten.

    Danke nochmals für eure Antworten, ihr habt mir wirklich weitergeholfen.

    Letzte Frage: Mit der Erschöpfung am Ende des LaLas geht eine Steigerung der HF einher. Soll ich dieser Erhöhung der HF keine größere Bedeutung zukommen lassen, weil dies nur der Erschöpfung geschuldet ist ?

  11. #11

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    Hi

    Also ich laufe meine Langen (bis zu 35km) auch immer ohne Gels oder anderer Verpflegung. Das einzige was ich dabei habe ist Wasser. Nachdem der Lange ja eher langsam gelaufen wird und mit niedrigeren Puls hatte ich damit nie Probleme. Ich laufe ihn meist in der Früh ohne Frühstück. Hatte den Mann mit den Hammer bisher erst einmal und das beim Berlin Marathon 2015 und da habe ich meine langen Läufe davor immer etwas schneller gemacht als sonst also denke ich, dass das für mich einfach nicht funktioniert hat. Also ich bin definitiv auch ein Fan von langen langsamen Läufen ohne Verpflegung.

    mfg Harald
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  12. #12
    berodual_junkie
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    Zitat Zitat von freshharry Beitrag anzeigen
    Also ich laufe meine Langen (bis zu 35km) auch immer ohne Gels oder anderer Verpflegung. Das einzige was ich dabei habe ist Wasser. Nachdem der Lange ja eher langsam gelaufen wird und mit niedrigeren Puls hatte ich damit nie Probleme. Ich laufe ihn meist in der Früh ohne Frühstück...

    ....Also ich bin definitiv auch ein Fan von langen langsamen Läufen ohne Verpflegung.
    Ich halte das auch so.

  13. #13
    Fußkrüppel Avatar von taeve
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    Ebenso.
    Gruß Frank


  14. #14
    Dart Vader Avatar von Dartan
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    Zitat Zitat von insave Beitrag anzeigen
    Letzte Frage: Mit der Erschöpfung am Ende des LaLas geht eine Steigerung der HF einher. Soll ich dieser Erhöhung der HF keine größere Bedeutung zukommen lassen, weil dies nur der Erschöpfung geschuldet ist ?
    Solange dein Herz nicht kurz vor'm Kammerflimmern steht, ist das relativ normal und harmlos. Ich würde das nicht überbewerten. Wäre es nicht zumindest etwas anstrengend, wäre es ja auch kein Training...

    Achtung - gefährliches Halbwissen - Leute mit fundierten sportmedizinischen Wissen dürfen mich gerne korrigieren:

    Der Hauptgrund für den leicht erhöhten Puls ist wohl einfach, dass die Energiegewinnung aus Fett im Bezug auf den Sauerstoffverbrauch ineffektiver ist als die Energiegewinnung aus Kohlenhydraten. Sobald der Körper vermehrt auf Fett zurückgreift, benötigt er also mehr Sauerstoff um die selbe Energiemenge zu gewinnen ==> höherer Puls.

    So gesehen kann man den erhöhten Puls also sogar als gutes Zeichen bewerten, dass der Körper wirklich vermehrt Fett verstoffwechselt.

  15. #15
    Dart Vader Avatar von Dartan
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    Noch eine Anmerkung:

    Ob es sinnvoll ist, sich wirklich komplett KO zu laufen und mit vermutlich komplett leeren Glykogenspeicher sich dann noch 10km durch die Gegend zu quälen, weiß ich auch nicht.

    Aber sich vorsorglich - bevor man irgendetwas merkt - mit Gels zu versorgen ist halt das andere Extrem.

    Eventuell wäre ein sinnvoller Kompromiss, 1-2 Gels einzupacken und die dann aber auch wirklich erst zu sich nehmen, nachdem man für ein paar Minuten eine stark erhöhte Erschöpfung spürt? Nachdem man das ein paar mal gemacht hat, sollte man eigentlich auch bald den Zustand erreichen, in dem man ~30km komplett ohne Energiezufuhr laufen kann.

  16. #16
    Avatar von zimbo68
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    Hallo zusammmen,
    ich habe in den letzten Wochen, in Vorbereitung auf den Bienwald-Marathon, 6 LaLa's (3 x 28 km / 3 x 33km, Schnitt ca. 5.30min/km) hinter mich gebracht. Die ersten beiden 33er ohne Getränke (und Gels), mehr aus naiver Faulheit (Getränk lag angewärmt im Auto, war aber zu faul die Schleife zu laufen), vor allem beim zweiten merkte ich in der letzten halben Stunde einen rapiden Anstieg der Herzfrequenz bei gleichzeitig beinaher proportionalem Abstieg der Laufgeschwindigkeit.
    Das war schon sehr interessant und sicherlich nicht gesund.
    Beim dritten 33er habe ich mir dann bei km24 ein Gel und eine kleine Fl. Wasser aus dem Auto geholt, ich kann jetzt nicht unbedingt behaupten dass ich mich nach dem Verzehr unbedingt kräftiger gefühlt hatte. War schon ziemlich erschöpft, kann aber auch daran gelegen haben dass ich, so richtig anfängermäßig mir die drei 33er innerhalb elf Tagen gegeben, also dass Gebot der Entlastung nicht so richtig eingehalten habe.
    Also, lange Rede, kurzer Sinn, ich gehöre auf jeden Fall auch eher zur Gattung der Nüchtern-ohne-Wasser-und-ohne-Essen-Läufer!
    Grüße und keep on running,
    zimbo

  17. #17

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    Zitat Zitat von Dartan Beitrag anzeigen
    Eventuell wäre ein sinnvoller Kompromiss, 1-2 Gels einzupacken und die dann aber auch wirklich erst zu sich nehmen, nachdem man für ein paar Minuten eine stark erhöhte Erschöpfung spürt? Nachdem man das ein paar mal gemacht hat, sollte man eigentlich auch bald den Zustand erreichen, in dem man ~30km komplett ohne Energiezufuhr laufen kann.
    Das wird mein Plan B werden. Wie gesagt, die 30 km hab ich ja geschafft, die letzten 4-5 km war ich eben ziemlich ausgepowert. Daran will/werde ich arbeiten.

    Zitat Zitat von zimbo68 Beitrag anzeigen
    Hallo zusammmen,
    ich habe in den letzten Wochen, in Vorbereitung auf den Bienwald-Marathon, 6 LaLa's (3 x 28 km / 3 x 33km, Schnitt ca. 5.30min/km) hinter mich gebracht. Die ersten beiden 33er ohne Getränke (und Gels), mehr aus naiver Faulheit (Getränk lag angewärmt im Auto, war aber zu faul die Schleife zu laufen), vor allem beim zweiten merkte ich in der letzten halben Stunde einen rapiden Anstieg der Herzfrequenz bei gleichzeitig beinaher proportionalem Abstieg der Laufgeschwindigkeit.
    Deckt sich mit meiner Erfahrung. Wobei: Eigentlich war es eben "nur sehr anstrendend", begleitet vom Anstieg der HF, weit weg von spürbaren Herzproblemen.

    Zu einfach solls halt auch nicht sein, ist ja nicht Fußball ... ;-)

    Danke für eure Tipps !
    Zuletzt überarbeitet von insave (04.03.2016 um 11:53 Uhr)

  18. #18
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    Zitat Zitat von Dartan Beitrag anzeigen
    Eventuell wäre ein sinnvoller Kompromiss, 1-2 Gels einzupacken und die dann aber auch wirklich erst zu sich nehmen, nachdem man für ein paar Minuten eine stark erhöhte Erschöpfung spürt? Nachdem man das ein paar mal gemacht hat, sollte man eigentlich auch bald den Zustand erreichen, in dem man ~30km komplett ohne Energiezufuhr laufen kann.
    Ich seh das von der anderen Seite: wenn man sein Training vernünftig* aufbaut, kann man immer seine Lalas "komplett ohne Energiezufuhr laufen". Wenn nicht, hat man zu stark/schnell erhöht, ohne dazu körperlich bereit gewesen zu sein.

    *: z. B. durch Einhaltung diverser Faustregeln wie Wochenkm und Länge des Lalas nicht um mehr als 10% auf einmal zu erhöhen, und den Lala bei 20 - 35% der Wochenkm zu halten.
    "If you want to become a better runner, you have to run more often. It is that easy." - Tom Fleming

  19. #19

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    vor allem beim zweiten merkte ich in der letzten halben Stunde einen rapiden Anstieg der Herzfrequenz bei gleichzeitig beinaher proportionalem Abstieg der Laufgeschwindigkeit.
    Das war schon sehr interessant und sicherlich nicht gesund.
    Also komplett ohne trinken (Wasser) halte ich es auch nicht aus denn man verliert durch die Atmung und durchs schwitzen sehr viel Flüssigkeit und auch das dehydrieren lässt was ich so weis die Leistungsfähigkeit stark zurückgehen. Man muss sich ja nur überlegen das man teilweise trotz trinken beim langen Lauf nachher aufgrund des Flüssigkeitsverlust bis zu 1,5 kg leichter ist!

    mfg Harald
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  20. #20
    Dart Vader Avatar von Dartan
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    Zitat Zitat von freshharry Beitrag anzeigen
    Also komplett ohne trinken (Wasser) halte ich es auch nicht aus denn man verliert durch die Atmung und durchs schwitzen sehr viel Flüssigkeit und auch das dehydrieren lässt was ich so weis die Leistungsfähigkeit stark zurückgehen. Man muss sich ja nur überlegen das man teilweise trotz trinken beim langen Lauf nachher aufgrund des Flüssigkeitsverlust bis zu 1,5 kg leichter ist!

    mfg Harald
    Also hier geht es ja, soweit ich das verstanden habe, primär um lange Läufe mit oder ohne Energiezufuhr, z.B. in Form von Gelen.

    Das man bei langen Läufen - und eigentlich bei jedem Lauf - ausreichend trinken sollte, steht natürlich außer Frage. Ich glaube auch nicht, dass es irgendeinen Trainingsvorteil bringt, dehydriert zu laufen. (Oder kann man den Körper auch das bessere Haushalten mit Wasser beibringen? Keine Ahnung...?)

    Obwohl ich gestehen muss, dass ich meine LaLas aus logistischen Gründen oft auch ohne Trinken laufe. Zumindest bei moderaten Temperaturen klappt das bei mir auch ganz gut. Aber empfehlen würde ich das so niemanden.

  21. #21
    sub-4 Avatar von D-Bus
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    Zitat Zitat von freshharry Beitrag anzeigen
    Also komplett ohne trinken (Wasser) halte ich es auch nicht aus denn man verliert durch die Atmung und durchs schwitzen sehr viel Flüssigkeit und auch das dehydrieren lässt was ich so weis die Leistungsfähigkeit stark zurückgehen. Man muss sich ja nur überlegen das man teilweise trotz trinken beim langen Lauf nachher aufgrund des Flüssigkeitsverlust bis zu 1,5 kg leichter ist!
    Ein Mythos. 1,5 kg sind bei einem 75 kg Mann ja nur 2%. Studien (d.h. Messungen) haben gezeigt, dass man nach 2 - 3% Gewichtsverlust durch Dehydratation am schnellsten läuft; erst darüber hinaus wird man langsamer, was auch vom Trainingszustand abhängt. Beispiele hier :
    "Among this elite group of marathoners, drinking behavior seems to come down to individual taste: the amount they drink depends on how thirsty they are and how much their stomachs can handle. They're definitely not making any attempt to replace all the fluid they lose, or to stay within 2%."

    Das liegt zum einen an der Gewichtsabnahme durchs Schwitzen, die natürlich hilfreich ist, und zum anderen an der Wassererzeugung durchs Verbrennen der Kohlenhydrate (Greif: "Wenn wir im Rennen unser Glykogen verbrennen, wird mit jedem Gramm dieses Speicherstoffs auch 2,5 g Wasser frei. Auch das sogenannte Oxidationswasser bei der Verbrennung der Kohlenhydrate zu CO2 und H2O müssen wir mit bewerten." - Rechenfehler hier korrigiert). D.h., wenn du 1,5 kg Gewicht verloren hast, hast du deutlich weniger als 1,5 kg Wasser verloren.
    "If you want to become a better runner, you have to run more often. It is that easy." - Tom Fleming

  22. #22

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    Hallo zusammen,

    kleines Feedback meinerseits.

    Bin nun gestern meinen Langen gelaufen. Hab ihn kurzfrsitig etwas verlängert, so sind dann anstatt der geplanten 26 km dann 30,5 km geworden. Mit an Bord: Wasser, "Salzwasser" und 2 Gels (zur Reserve). So weit, so gut. Das Frühstück im Vorfeld war auch nicht sehr üppig.

    Hab den LaLa dann ohne echte Probleme durchziehen können und hab weder das "Salzwasser" noch die Gels benötigt. Erste 22 km unspektakulär, danach leichter Anstieg der HF. Ging so gut, daß ich dann bei km 27 auf geplantes MRT umgestiegen bin (für 2km). Auch das hat recht vernünftig funktioniert. Danach lockeres Auslaufen.

    Fazit: Im Nachhinein hätte ich letzte Woche auch ohne Energiezufuhr laufen sollen. Da war dann wohl etwas Angst bzw. Unsicherheit mit im Spiel. Werde in Zukunft auf gezielte Energiezufuhr während des langen Laufs verzichten.

    LG
    Jo

  23. #23
    berodual_junkie
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    So, bin grad zurück von einem 35 km LaLa. Ohne Frühstück, außer einem 0,25l Glas Wasser davor, habe ich mich mit meinem Trinkgurt auf die 3-stündige Runde gemacht und hab nicht mal 1 Minifläschchen geleert. Merkwürdigerweise verspüre ich, wenn ich davor ein Glas Wasser trinke, während dem Laufen immer reichlich Harndrang, sodass ich mich dreimal entleeren musste. Bin am überlegen, ob ich nicht am Wettkampftag gänzlich auf Frühstück und Flüssigkeit davor verzichte.

  24. #24

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    Zitat Zitat von berodual_junkie Beitrag anzeigen
    So, bin grad zurück von einem 35 km LaLa. Ohne Frühstück, außer einem 0,25l Glas Wasser davor, habe ich mich mit meinem Trinkgurt auf die 3-stündige Runde gemacht und hab nicht mal 1 Minifläschchen geleert. Merkwürdigerweise verspüre ich, wenn ich davor ein Glas Wasser trinke, während dem Laufen immer reichlich Harndrang, sodass ich mich dreimal entleeren musste. Bin am überlegen, ob ich nicht am Wettkampftag gänzlich auf Frühstück und Flüssigkeit davor verzichte.
    das würde ich auf gar keinen Fall machen. Vor dem Wettkampf macht Carbloading Sinn. Ich würde 3 Stunden davor Frühstücken. Beim Trinken besteht die Kunst darin, genug aber nicht zu viel zu trinken, so dass man während des Wettkampfes nicht pinkeln muss wegen des Zeitverlustes....
    Grüße
    Hauptmieter

  25. #25
    berodual_junkie
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    Haferflocken sind zuhause, werde mir ein bisschen Porridge runterwürgen. Beim Trinken werde ich sehr vorsichtig sein, zu "nervös" ist mein Bläschen

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