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  1. #51
    Avatar von Leissprecher
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    Hallo FeldWaldWiese

    Auch von mir ein herzliches Willkommrn bei den Schreiberlingen.
    Du machst das vollkomnen richtig für deine Verhältnisse. Es ist dein Hobby und soll dir Spass machen. Also schieb das Tempogequatsche bzw. -geschreibsel anderer einfach beiseite und mach D E I N Ding.
    Alles alles Gute und bleib dran.
    Die Idee mit dem 7 Km-Lauf im Urlaub find ich klasse, mach es und freu dich dabei und freu dich noch mehr, wenn du es geschafft hast.

    Gruss Stefan

  2. #52
    Ich lerne laufen... Avatar von Caia
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    Hey, sehr schöner Tagebuchtitel, das Verschieben hat auch geklappt! Weiter so!
    Mein Lauftagebuch: Im dritten Anlauf zum Halbmarathon

    5 km Trainingsbestzeit 30:43 (08.07.2016)
    10 km Trainingsbestzeit 1:06:06 (13.09.2017)

    Wettkampf 17.4.16: 5 km in 32:36
    24.6.16: 10 km in 1:10:46

    84,6 kg (09/2015) ... 74,8 kg(aktuell)

  3. #53

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    Der erste Beitrag im neuen Tagebuch-Zuhause . Die Kartons sind ausgepackt und der neue Name hängt an der Tür. Willkommen!

    @Caia
    Schön, dass die der neue Titel gefällt. Ich denke, es passt gut zu meinen Bemühungen, mich bei Lauferei weiter zu entwickeln und dabei meine Gefühlswelt im Auge zu behalten.

    Sonntags ist ja eigentlich mein Ich-mache-gar-nichts-Tag. Keine Hausarbeit, keine Gartenarbeit, kein Stress. Dieser eine Tag bewussten Nichtstuns wurde mir bei der Depressionstherapie verordnet. Habe ich meine faulen Sonntage sonst genossen, war es heute anders. Mir war schlichtweg langweilig. Mein Mann hatte einen Termin außer Haus, die Katzen haben gepennt, also packte ich eine Schicht Sonnencreme auf die Haut, zog die Laufschuhe an und ging vor die Tür.

    Spontan beschloss ich, mir die Strecke mal anzusehen, die ich im Urlaub laufen möchte. Ich bin aber nicht gelaufen, sondern zügig gegangen. Ich habe zu Hause runstastic gestartet und das Handy in die Tasche gepackt. Pulsmesser und Kopfhörer blieben zu Hause, nur die Trinkflasche kam mit. War eine gute Entscheidung, denn ohne Wasser wäre das nicht gegangen.

    Ich habe die Strecke hin und zurück (13,42 km) in 2:15 Stunden bewältigt, Durchschnittsgeschwindigkeit 6km/h (Pace 10:03), 178 Höhenmeter.
    Ich weiss jetzt, was auf mich zukommt, wenn ich die Hälte davon laufen will...

    Es war sehr schön, mal ohne Ablenkung einfach nur die Gedanken ziehen zu lassen. Die Beine liefen automatisch, der Kopf war frei, zwischendurch habe ich immer mal wieder versucht, den Oberkörper schön aufzurichten, den Hals zu strecken und den Kopf aufzurichten. Sobald ich mich nicht korrigiere, bekomme ich einen nach vorn rausgestreckten Schildkrötenkopf. Die Trinkflasche in der Hand wurde nach einer Stunde zu einem ernstzunehmenden Gewicht, obwohl sie fast leer war. Meine Arme bekamen also auch noch etwas Muskeltraining.

    Auf dem Rückweg, an einer fiesen Steigung, machte sich dann ein Gedanke breit, der mich ewig begleitete: ein Pferd, ein Pferd, ein Königreich für ein Pferd. Wie gern hätte ich mich jetzt in den Sattel eines netten Pferdchens geschwungen und mich sanft nach Hause schaukeln lassen. Ich dachte zehn Jahre zurück, als ich mir meinen Mädchentraum erfüllte und Reiten lernte. Mein Schulpferd war ein immer gutgelaunter Haflinger, der unendliche Geduld mit mir hatte. Als er zu alt für den Schulbetrieb wurde und seine letzten Jahre auf der Weide genießen durfte, verlor ich den Spass an der Reiterei. Mit keinem anderen Pferd fühlte es sich jemals wieder so gut an. Kleiner Hafi, wo immer du jetzt bist, liebe Grüße und danke für die schöne Zeit.

    Auf dem letzten Kilometer protestierten meine Oberschenkel vorne. Das haben sie beim Laufen noch nie gemacht. Als ich Schuhe und Socken ausgezogen hatte, waren die Beine wieder still, aber beide Fussballen waren zickig. Menno, ich bin doch nur gegangen, was soll das denn jetzt?

    Mal sehen, wie es mir morgen geht, wenn wieder regulärer Lauftag ist.

  4. #54
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Hallo FeldWaldWiese,

    nochmal offiziell herzlich willkommen in deinem neuen Zuhause. Der neue Titel gefällt mir auch um Welten besser als der alte.

    Nur eines fehlt - wo ist denn in dieser gottverdammten Forensoftware bloß der Brot-und-Salz Button versteckt?

    Aber die wichtgste Zutat ist da - deine positive Art, mit dem Laufen umzugehen. Ich garantiere dir, dass du noch viel Freude daran haben wirst und dass dein Tagebuchtitel ein Selbstläufer wird !

  5. #55
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Auch von mir ein herzliches Willkommen hie im Tagebuchbereich

    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    ...aber dafür fühle mich doch noch zu plauzös.
    Herrlich!

    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    In zwei Wochen habe ich Urlaub, und da habe ich einen Plan: mein Mann wird mich morgens ca. 7 Kilometer weit weg absetzen und ich werde nach Hause laufen, wo er dann mit dem Frühstück auf mich wartet. Die Strecke wird überwiegend flach, bzw. ganz leicht abschüssig sein. So weit bin ich noch nie gelaufen. Ich freue mich sehr auf dieses Experiment .
    Das ist eine prima Idee und ich wünsche dir schon mal jetzt viel Erfolg. Und ich weiß jetzt schon, das wird wunderbar klappen.

    Meinen Vorschreibern will ich mich noch flink anschließen. Deine Art mit der Lauferei umzugehen gefällt mir. Bin ich doch auch vordergründig Genussläufer. Zwar durchaus mit Wettkampfambitionen und hin und wieder will ich auch mal ne neue Bestzeit. Aber größtenteils steht bei mir der Spaß im Vordergrund. Sei es im Training oder auch bei den Wettkämpfen. Will sagen, mach weiter so und hab Freude daran

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  6. #56
    Gold wert :-) Avatar von Lilly*
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    Ein Pferd, ein Königreich für ein Pferd!!! DEN Gedanken unterwegs kenn ich! *grins*

    Und sitzt man dann auf einem, ist man neidisch, dass man grad nicht selbst durch den herrlichen Matsch traben darf. *hmpf* Gell, Tommi? ;-)

    Dir weiterhin viel Spaß mit deinem Tagebuch, beim Laufen! Genieße es!

  7. #57
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von Lilly* Beitrag anzeigen
    Und sitzt man dann auf einem, ist man neidisch, dass man grad nicht selbst durch den herrlichen Matsch traben darf. *hmpf* Gell, Tommi? ;-)
    Jaaaaa Und tut der Hintern weh und weher, wünscht man sich bald ein Sofa auf dem Rappen

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  8. #58

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    Ich war sehr gespannt, wie mein Körper meinen Fussmarsch von gestern verdaut hat. Beine und Füße ohne Befund, nur leichter Protest aus den seitlichen Gesäßbereichen. Aha, da hat sich also auch etwas bewegt gestern. So langsam lerne ich alle meine Muskeln mal persönlich kennen.
    Da dieser Bereich aber nach dem Laufen nie in Erscheinung getreten ist, stufte ich die Muskeln als sehr spezielle Gehermuskeln ein, die ich heute zum Laufen garantiert nicht brauche.

    Die Hitze bleibt und ich bin ein Gewohnheitstier und laufe, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Nicht erst aufs Sofa, nein, gleich rein in die Klamotten. Das Termometer zeigt 26 Grad, alle Katzen liegen im Schatten, der beste Ehemann von allen zeigt mir schwitzend einen Vogel, aber ich will es und ich brauch es!

    Um mich abzukühlen halte ich vorher noch meine Haare unter den Wasserhahn. Mal sehen, ob das auf der Strecke einen Kühleffekt hat. Kann ich gleich vorwegnehmen: Effekt ist null. Auf der ersten Metern fand ich die Tropfen im Nacken noch nett, aber dann war es doch einfach nur warm.

    Die Strecke durch den Wald war toll. Ein wunderschöner, großer Hase saß mitten auf dem Weg und hoppelte gemächlich ein paar Meter ins Unterholz, setzte sich hin und starrte mir nach. Spanner .

    Auf der freien Strecke stand die Luft, kein Windhauch, einfach nur Hitze. Ich lief und lief und lief. Ja, es war anstrengend, aber nichts tat weh, die Atmung war ein für mich ungewöhnlicher 2/4-Rhythmus, der aber genau gepasst hat. Ich atme nicht bewusst, beobachte aber zwischendurch immer mal wieder, in welchem Rhythmus ich gerade so unterwegs bin.
    Alle Systeme waren auf "Go".
    An der letzten Steigung in praller Sonne ohne Wind bin ich dann aber sicherheitshalber ein paar Schritte gegangen.

    Richtig umgehauen hat mich dann aber zu Hause das Ergebnis von runtastic und meiner Pulsuhr. Ich laufe exakt diese Strecke immer am Montag und kann daher gut vergleichen. Am 20.05. bei 18 Grad bin ich die Strecke ohne Pause gelaufen - in exakt der Zeit von heute!
    5,07 km in 38:46 min., Pace 7:39
    Und der Durchnittspuls von 159, max. 170 ist besser als vor zwei Wochen (162, max. 171)

    Wenn ich bei höheren Temperaturen und trotz Gehpause (ca. 30 Sekunden) genauso schnell bin und mein Puls niedriger ist, dann muss ich fitter geworden sein .

    Ich bin ein Held, ein Riese, eine Laufmaschine .

    Morgen ist aber mal Pause, das habe ich mir verdient.

  9. #59
    Avatar von Phenix
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    Weiter so

  10. #60
    Avatar von Leissprecher
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    Hallo FeldWaldWiese

    Dein vorletzter Satz hat mir ein Schmunzeln auf die Lippen gelegt.

    K L A S S E !!! W E I T E R M A C H E N !!!

    Gruss Stefan

  11. #61
    * läuft * Avatar von Rheinostfriese
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    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    Ich bin ein Held, ein Riese, eine Laufmaschine .
    Klare Sache - so ist es!

    Mit dem Spruch hat dein Tagebuch einen neuen Abonnenten gewonnen

  12. #62
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Das sind die Läufe, ab die man sich später erinnert. Kleine Meilensteine

    Gruss Tommi

  13. #63

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    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    Wenn ich bei höheren Temperaturen und trotz Gehpause (ca. 30 Sekunden) genauso schnell bin und mein Puls niedriger ist, dann muss ich fitter geworden sein .
    Ich denke das ist ein schönes Beispiel für: "Alles richtig gemacht"
    Mein Trainingstagebuch:


  14. #64

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    Es gibt diese Tage, da ist mein Schutz vor der Welt keine Rüstung, sondern nur ein löcheriger Lappen. Heute war so ein Tag. Alles war zu laut, zu lustig, zu anstrengend, zu fordernd. Ich musste mich mühsam beherrschen, meine Überforderung nicht laut rauszuschreien und aggressiv zu werden. Tief ein- und ausatmen, lächeln und den inneren Rückzug antreten. So sollten doch auch die schlimmsten Arbeitstage irgendwie zu überstehen sein.
    Zum Glück kennen meine Kollegen meine Probleme mit der Depression und sind sehr geduldig mit mir, wenn ich mich mal wieder gaga verhalte. Mich tröstete der Gedanke, dass heute Lauftag ist.

    Nie brauche ich das Laufen mehr als an solchen Tagen.

    Endlich Feierabend, da gab es kein Halten mehr. Klamotten an und vor die Tür. Schock! Wo ist denn die Hitze geblieben? 17 Grad und Wind, das gab sofort Gänsehaut und Fröstelei. Also auf dem ersten Kilometer wieder gegen den Wind. Mhm, fühlt sich gut an, da geht doch noch was.

    Ich lief das erste flache, leicht abfallende Stück schneller. Ja, die Bewegung kennt mein Körper jetzt schon. Ich lasse die Beine machen und konzentriere mich auf meine Arme (seitlich am Körper vorbei, nicht die Hände vor dem Bauch) und meinen Kopf (mach dich lang, Scheitel zum Himmel strecken, keinen nach vorn rausgestreckten Schildkrötenkopf). Schultern tief, Schulterblätter nach hinten unten und immer schön tief in den Bauch atmen.
    Ich war so beschäftigt, ich hörte noch nichtmal dem Radio zu, das dudelte nur so im Hintergrund.

    An der Steigung wurde ich wieder langsam, um mich zu erholen. Wie verrückt ist das denn? Sollten Steigungen nicht anstrengend sein? Nein, heute nicht. Mit meinen Tippelschrittchen ging es hinauf. Ob es wirklich erholsam war, kann ich nicht sagen, denn ich gucke nicht auf den Pulsmesser.

    Ich machte den Rest der Strecke so weiter: flach und leicht abschüssig schnell, bergauf langsam, die letzten 500 Meter nochmal gefühlt in "wahnsinniger Geschwindigkeit".

    Meine Rüstung habe ich unterwegs auch wiedergefunden und gleich angezogen .
    Runstastic sagt, ich war heute so schnell wie noch nie:
    4,57 km, 33:12 min., Pace 7:16

    Den ganzen Abend bin ich das breite Grinsen nicht mehr losgeworden und habe meinen Mann ausgiebig von jedem Meter der Strecke erzählt und wie sich das angefühlt hat und wie gut es mir und wie stolz ich auf mich bin. Er ist so ein Schatz, dass er diesen Redeschwall lächelnd über sich ergehen lässt.

    Er hat mich gefragt, ob es nicht endlich an der Zeit sei, mir die Pro-Version von runstastic runterzuladen. Habe ich dann sofort gemacht, war mein Geschenk an mich selbst für den tollen Lauf.

    Später habe ich dann festgestellt, dass ich heute nach einem Jahr Lauferei meine erste Sportverletzung bekommen habe. Ich habe eine kleine Blase ganz vorne an dem Zeh neben den großen Zeh, an beiden Füßen . Ich glaube, ich werde es überleben .

  15. #65
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Und wieder alles richtig gemacht.

    Es macht riesig Spaß, dein Tagebuch zu lesen.

  16. #66
    Gold wert :-) Avatar von Lilly*
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    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen
    Und wieder alles richtig gemacht.

    Es macht riesig Spaß, dein Tagebuch zu lesen.
    Kann ich nur unterschreiben.
    Grad dein neuester Beitrag. Es ist die reinste Freude, sowas zu lesen.

  17. #67
    crsieben
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    Zitat Zitat von FeldWaldWiese
    Es gibt diese Tage, da ist mein Schutz vor der Welt keine Rüstung, sondern nur ein löcheriger Lappen. Heute war so ein Tag. Alles war zu laut, zu lustig...
    Meine Güte, was ist das für eine tolle, geistreiche, empfindsame Formulierung. Ich les hier eh schon regelmäßig mit, bin begeistert von deinem Schreibstil und deiner Einstellung zum Laufen, aber das hier, das hat mich wirklich, wirklich an der genau richtigen Stelle getroffen. Das ist so gut, dass ich's mir merken werde.

  18. #68
    Avatar von Leissprecher
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    Hallo


    Zitat Zitat von crsieben Beitrag anzeigen
    Meine Güte, was ist das für eine tolle, geistreiche, empfindsame Formulierung. Ich les hier eh schon regelmäßig mit, bin begeistert von deinem Schreibstil und deiner Einstellung zum Laufen, aber das hier, das hat mich wirklich, wirklich an der genau richtigen Stelle getroffen. Das ist so gut, dass ich's mir merken werde.
    +1

    Feldwaldwiese, wenn du irgendwann mal so gut läufst, wie du schreibst, dann ...
    Ich werde dein Laufen und Schreiben mit G R O S S E M Interresse verfolgen.

    Gruss Stefan
    Und wieder springe ich über Pfützen oder mitten hinein!!! :-)
    Nur diejenigen, die es riskieren, zu weit zu gehen, können herausfinden, wie weit sie wirklich gehen können. -T.S. ELLIOT
    http://forum.runnersworld.de/forum/l...rmarathon.html
    http://forum.runnersworld.de/forum/l...07-2017-a.html

  19. #69
    Gold wert :-) Avatar von Lilly*
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    Allein der Titel des Blogs ist ja schon wundervoll gewählt! *daumenhoch*

    Eine neue Perle unter den Laufblogs. ;-)

  20. #70
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Mir bleibt, mich dem Feedback meiner Vorschreiber anzuschließen. Auch in mir hast du einen begeisterten Leser gefunden!

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  21. #71

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    Ihr seid so lieb!

    Wenn ich früher gewusst hätte, dass meine Art zu schreiben unterhaltend ist, hätte ich mir bestimmt einen anderen Job gesucht und nicht den bekloppten Kram gelernt, mit dem ich jetzt bis zur Rente das Geld fürs Katzenfutter verdienen muss .

    Seit heute Mittag 12.30 Uhr ist aber erstmal Pause vom Job: Urlaub für drei Wochen.
    Wie kann man besser starten als mit einem schönen Lauf?

    Ich laufe jetzt nicht mehr alleine: Vanessa begleitet mich, diese entnervend fröhliche Stimme der runstatic-Trulla. Sie darf mir aber nur den Kilometer und die Pace sagen, ich möchte nicht vollgequatscht werden.

    Nicht nur Vanessa war neu, ich bin heute auch eine ganz andere Strecke gelaufen. Dazu muss ich ein wenig ausholen. Es gibt da diesen Turm, zu dem es hin und zurück ab Haustür grob geschätzte 16 Kilometer sind. Das ist mein Ziel, irgendwann mal.
    Da ich nicht eines Tages aufwache und die Strecke plötzlich laufen kann, werde ich sie mir Stück für Stück erobern. Von der Haustür bis zum Wald sind es etwa 2 Kilometer Straße, die keinen großen Spass machen, also schenke ich mir das vorerst. Ich fahre zum Wald und starte dort. Mein Plan war, dass Vanessa mir die Kilometer sagt und ich heute nach 3 Kilometern umkehre, also 6 Kilometer laufe, immerhin ca. 500 Meter als die weiteste, in den letzter Zeit gelaufene Strecke. Die ersten 3 Kilometer gehen ganz sanft bergauf, das geht gut, denn da habe ich noch Kraft, der Rückweg geht dann sanft berab, auch prima bei nachlassenden Kräften.
    Ein guter Plan!

    Das Wetter spielte mit, 20 Grad, Sonnenschein, ganz leichter Wind. Ich laufe einfach mal los, aber schon nach wenigen Metern ist mein Radioempfang fast weg. Ständig nur "krch, krch, krch" im Ohr ist nicht schön. Ich fasse ans Kopfhörerkabel, das hilft manchmal. Schade, heute nicht. Neuen Sender einstellen? Nein, zu umständlich. Das Handy ist zu gut verstaut, das krame ich jetzt nicht raus. Also tapfer die Krch-Geräusche ignorieren. Ich merke mir für den nächsten Lauf: anderen Sender vorher einstellen!
    Vanessa meldet sich nach einem Kilometer und meldet eine Pace von 7:25. Huch, so schnell bin ich?

    Der zweite Kilometer läuft ähnlich, Pace 7:28. In diesem Bereich pendelt sich der ganze Lauf ein. Nach drei Kilometern wollte ich ja eigentlich umkehren, aber ein paar Meter hängte ich noch dran, bevor es zurück ging.

    Es fühlte sich ganz anders als meine bisherigen Läufe, die ich ja auf einer "Berg-und-Tal-Bahn" gelaufen bin. Mir fehlten die Bergabstücke zur Erholung. Also machte ich zwei Gehpausen von wenigen Schritten zwischen Kilometer 4 und 5.

    Es wurden insgesamt 6,80 Kilometer in 50:58 min, Pace 7:29. Der schnellste Kilometer war Kilometer 3 mit 7:04. Wow!
    Ich finde, ich habe das richtig gut gemacht .

    Eine nette Begegnung hatte ich noch, als ich wieder am Auto ankam. Eine Frau mit Hund kam mir entgegen und hatte mich wohl schon eine Weile beobachtet. Sie hatte auch Laufklamotten an und wir kamen ins Gespräch. Sie wollte gleich mit ihrem Hund zum Laufen starten und sagte zu mir, ich hätte beim Laufen toll ausgesehen, besonders meine Beine.
    Sowas sagen Frauen normalerweise nicht zu wildfremden Frauen . Ich muss also davon ausgehen, dass ich nach 50 Minuten Lauferei optisch auch mit 54 Jahren noch ein Hingucker bin und schön laufe. Na, wenn das nicht Motivation für künftige Höchstleistungen ist, was dann?

  22. #72
    Avatar von Phenix
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    Hi,

    So Vanessa geht fremd und ich dachte die läuft nur bei mir mit ;)

    Warst du bislang ohne Musik/Unterhaltung unterwegs?
    Mir persönlich hilft Musik immer beim abschalten, ich höre nur recht leise und auch nur mit einfachen Sportkofhörern ich bekomme also noch genug mit was um mich rum passiert. Ich komme so leichter in den, naja nennen wir es mal hochtrabend, Mediatitiven Zustand in dem ich (für meine Verhältnisse) sehr lange und gleichmäßig laufen kann.

    Wünsche dir viel Spaß im Urlaub und super wie es bei dir läuft

    Gruß
    Phenix

  23. #73

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    Zitat Zitat von Phenix Beitrag anzeigen
    Warst du bislang ohne Musik/Unterhaltung unterwegs?
    Ich höre immer Radio (NDR2) beim Laufen. Auf meiner alten Strecke hatte immer guten Empfang, aber auf der heutigen Strecke war viel "krch" dazwischen.

    Die Abwechslung von Musik, Nachrichten, Wetter, Moderatoren usw. finde ich fürs Laufen super.

    Mein Musikgeschmack eignet sich sonst nicht so gut. Ich liebe Meat Loaf und Mozart, aber die Musik ist zum Laufen einfach zu hektisch. Versuch mal, zur "kleinen Nachtmusik" zu laufen oder zu "Bat out of hell". Das wühlt mich schon vom reinen Zuhören so auf, da bleibt keine Energie für die Beine .

  24. #74
    Avatar von Leissprecher
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    Hallo

    Oweh, das ist ja mal ein Paar. Meat Loaf und Mozart. Ob die Beiden im richtigen Leben Freunde geworden wären, wenn es zeitlich möglich gewesen wäre? Ich glaube eher nicht. Welch ausgefallener Musikgeschmack, viel gegensätzlicher , geht es, glaube ich nicht.
    Ich schreibe es nochmals:
    ICH BIN FAN DEINES TAGEBUCHES.

    Gruss Stefan

  25. #75

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    Über das Thema "Laufen mit Hund" habe ich hier schon viel gelesen. Leider habe ich keinen Hund, aber ich habe einen Mann, den besten Ehemann von allen , daher gibt es heute den Bericht "Laufen mit Mann".

    Mein Mann ist fünf Jahre jünger als ich, hat einen BMI von 22 und ist die meiste Zeit ein Bewegungsmuffel. Aber ab und zu möchte er mitlaufen. Gestern abend kündigte er das an "Morgen laufe ich mit!". Aha. Will er mir also mal wieder zeigen, dass er ohne Training fitter ist als ich mit meiner regelmäßigen Rennerei.

    Ich hatte den Tag gestern wieder mal stundenlang mit einer extrem fordernden Sporteinheit verbracht: Gartenarbeit. Runter in die Hocke, wieder rauf, bücken, strecken, hacken, graben, zum Kompost laufen, Erde schleppen, Buchshecke mit der Handschere schneiden, Rasenkanten stechen, kurzum volles Programm für alle Muskelgruppen und das etwa viereinhalb Stunden mit kurzen Trinkpausen.
    Bei meiner Lauferei kenne ich Muskelkater kaum. Für mich ist das immer ein Zeichen, dass ich falsch trainiert habe. Mein Körper fand den Gartentag gestern auch falsch und präsentierte mir ein fieses Gefühl in den Oberschenkelrückseiten: den gemeinen Muskelkater in mittelschwerer Ausprägung.

    Das merkte ich aber erst, als ich mit den netten Worten "Los! Aufstehen! Laufen!" geweckt wurde. Morgens? Laufen? Ich? Das geht eigentlich gar nicht. Vor meiner zweiten Tasse Kaffee bin ich kein Mensch, bis auf gelegentliches Knurren gebe ich keine Laute von mir, in meinem Körper arbeiten nur die allernotwendigsten Systeme sehr lustlos an einer Art Grundversorgung.
    In diesem Zustand, mit ziependen Beinen, in aller Herrgottsfrühe (es ist 8.30 Uhr an einem Sonntag ) schaffe ich es irgendwie in die Klamotten. Viel geredet habe ich bisher nicht, das wird auch so bleiben. Es soll die Hausrunde werden, 4,6 Kilometer mit zwei deutlichen Steigungen und dem ersten Kilometer mit 16 Metern sanft bergauf.

    Ui, der Gatte gibt Gas! Ich hatte ihm gesagt, er soll einfach so machen, wie er denkt, ich werde schon irgendwie nebenher stolpern.
    Mal sehen, wie lange er das durchhält . Meine Oberschenkel meckern und ich habe ganz schön mit mir zu tun. Am liebsten würde ich umkehren und mich wieder ins Bett legen. Warum renne ich eigentlich seit Wochen dreimal die Woche durch die Gegend, wenn dieser Kerl neben mir aus dem Stand einfach mal so loslegen kann?
    Na warte, an der ersten Steigung, da kriege ich dich!

    Nein, das ist nicht der Fall. Auf mein geknurrtes "Alles klar?" kommt ein "Ja, alles bestens" zurück.
    Das kann ja heiter werden. Ich tappse tapfer die Steigung rauf. Meine Beine sind nur noch optisch Teil meines Körpers, ich habe es aufgegeben, ihr Protestgeheul zur Kenntnis zu nehmen.

    Endlich geht es wieder bergab. An dieser Stelle bin ich in der letzten Zeit immer wieder schnellere Abschnitte gelaufen. Mal sehen, wie er das findet. Ich werde etwas schneller, und endlich, endlich, endlich hängt er einen Schritt hinter mir .
    Das bleibt auch so. Ich komme inzwischen immer besser zurecht, aber neben mir wird es lauter. Er räuspert sich ständig, er schnieft, er guckt starr geradeaus.
    Ich kenne seinen Stolz, er würde nie zugeben, dass er eine Pause braucht. Immer den harten Hund geben, entgegen aller Vernunft, immer so tun, als ob er für Olympia trainiert (und dann tagelang wimmernd vor Muskelkater keine Treppe steigen können) - das ist mein Mann. Oder besser das große Kind in meinem Mann, das ich mitgeheiratet habe.

    Er tut mir leid und ich habe ihn lieb, also behaupte ich, dass ich wegen seines mörderischen Tempos unbedingt ein paar Schritte gehen muss . Statt Dankbarkeit kommt ein großkotziges "Ich hätte aber noch gekonnt".

    Na warte, es kommt ja noch die letzte Steigung. Nach zwanzig Schritten laufe ich wieder los. Pech gehabt, alter Sportsfreund, Strafe muss sein. Nach der nächsten Kurve kommt "der Berg". 20 Höhenmeter auf etwa 250 Meter Strecke. Ich springe hinauf wie das junge Reh, das wir vorhin gesehen habe. Er hält sehr tapfer mit, ich werde ein klein wenig stolz auf ihn. Oben angekommen kann man unser Haus schon sehen, es geht ca. 750 Meter sanft bergab.
    Wir laufen bis zur Haustür. Er verschwindet wortlos auf die Terrasse und fällt auf die Liege. Ich prüfe die Instrumente .
    Wir haben für 4,57 Kilometer incl. Gehpause 34:40 min. gebraucht, Pace 7:35. Ich bin damit mehr als zufrieden, denn es war total schwül, ich hatte fiese Beine und war noch nicht richtig wach.

    Nach der Dusche konnte mein Mann dann auch wieder in ganzen Sätzen reden .

    Ich werde meine Beine nachher noch etwas mit der Blackroll bearbeiten, dann werden die sich wieder einkriegen. Wie es ihm später und morgen gehen wird, werden wir sehen . Er hat schon angekündigt, dass er seine "besten Leistungen" immer nur nach "ausreichend Pause" bringen kann. Bedeutet wohl, dass ich die nächsten Läufe wieder allein unterwegs bin .

    Morgen ist übrigens mein Termin zum Belastungs-EKG. Ich bin sehr gespannt, was dabei herauskommt. Der Schwindel ist jedenfalls nie wieder aufgetreten. Und wenn ich morgens mit Blutdruck im Keller ohne Schwindel laufen kann, wird schon alles in Ordnung sein.

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