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  1. #101
    Gold wert :-) Avatar von Lilly*
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    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    Dieses Gedankenkarussell zusätzlich zu meinem schwachen Körper zeigte mir deutlich, dass ich dringend netter zu mir sein muss.
    Tja ja... crsieben spricht da schon was an... Irgendwann ist genug der Lobhudelei. ;-)

    Daher an dieser Stelle schlichtweg ein einfaches, aber großes DANKE für den oben zitierten Satz, der mich grad ziemlich runtergeholt und mich wieder in die richtige Marschrichtung gewiesen hat.

    Ach ja, noch was: Komme aus dem Flachland. Ein abgesenkter Bordstein ist da der größte Höhenunterschied. Kam mit Steigungen so null klar, seien sie auch noch so kurz oder klein ausgefallen. Nicht Hinschauen, sondern nur runter auf die eigenen Füße schauen war auch immer mein Trick. Und irgendwann geht's dann eben auch so.
    Zuletzt überarbeitet von Lilly* (20.06.2016 um 21:52 Uhr)

  2. #102

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    Ich kann mich gar nicht genug für den Zuspruch bedanken, den ich hier bekomme. Das motiviert mich so sehr .

    Heute Morgen um 8.00 Uhr hat dann mal wieder mein Mann den Motivator gemacht. Nachdem er mich gestern schon zu Kniebeugen (erbärmlich), Liegestützen (ganz erbärmlich) und Armtraining mit zwei Wasserflaschen (extrem erbärmlich) überredet hat, musste ich mal wieder vom Tiefschlaf auf Höchstleistung in zehn Sekunden.
    Na gut, ich wollte heute sowieso laufen, also bringen wir es hinter uns.

    Es hat zuerst ganz leicht genieselt bei kompletter Windstille, das fühlte sich richtig schön an. Und so sind wir auf die 5-Kilometer-Runde abgebogen. Das ist unsere Hausrunde mit einer kleinen Erweiterung, die mein Mann noch nicht kennt.

    Auf dem zweiten Kilometer ist eine Steigung, die uns beide heute so richtig fertig macht. Wir laufen zwar durch, aber ich merke, wie sich mein Puls oben angekommen nicht mehr einkriegt. Der Regen hat längst aufgehört und zurück beibt eine gruselige Schwüle (94% Luftfeuchtigkeit sagte mir Runtastic hinterher).
    Wir laufen schweigend nebeneinander her, so gut es eben geht.

    Kilometer 1 - 7:43 leichter Nieselregen, aufwachen
    Kilometer 2 - 7:45 im schwülen Wald mit 18 Höhenmeter
    Kilometer 3 - 7:25 immer noch im Wald, aber endlich bergab
    Kilometer 4 - 7:52 auf freier Strecke, fast eben, die Schwüle nimmt weiter zu

    Kilometer 5: Der letzte Kilometer beginnt mit dem "Berg", den ich vor zwei Tagen so heldenhaft bezwungen habe. Aber heute nicht. Ich kann in der Luft kaum atmen, außerdem habe ich Durst. Die Zunge klebt am Gaumen. Mein lieber Mann neben mir kämpft auch ums Überleben . Die Runde geht heute an den Berg, wir sind anständige Verlierer und huldigen dem Berggott mit langsamen, andächtigen Schritten .
    Oben angekommen kann ich meinen Mann zu einem Weiterlaufen im Super-langsam-Opa-Tempo überreden, damit wir wenigstens laufend zu Hause ankommen.
    Und so steht dann beim letzten Kilometer eine 8:35 auf der Uhr.

    Gesamt 5,07 Kilometer in 40:01 Minuten, Pace 7:53

    Was ich heute beim Laufen gelernt habe:
    Gegen Naturgewalten bin ich machtlos .

  3. #103
    Alderamin
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    Zitat Zitat von Lilly* Beitrag anzeigen
    Ach ja, noch was: Komme aus dem Flachland. Ein abgesenkter Bordstein ist da der größte Höhenunterschied.
    Na, Ihr habt doch Brücken in D'dorf, mit schönen Spiralrampen, wohingegen der Kölner das Fahrrad (oder den Rollstuhl; ich dürfte da neulich mal jemandem assistieren) die Treppe hoch schleppen muss. Die taugen als Bergersatz doch prima. Dann noch der Gegenwind über'n Rhein, da wird selbst der Friese neidisch. Und die Rheinaue und -promenade mit den Kasematten sind sowieso unbezahlbar. Nur am Wochenende etwas überlaufen.

  4. #104
    Gold wert :-) Avatar von Lilly*
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    Zitat Zitat von Alderamin Beitrag anzeigen
    Na, Ihr habt doch Brücken in D'dorf, mit schönen Spiralrampen, wohingegen der Kölner das Fahrrad (oder den Rollstuhl; ich dürfte da neulich mal jemandem assistieren) die Treppe hoch schleppen muss. Die taugen als Bergersatz doch prima. Dann noch der Gegenwind über'n Rhein, da wird selbst der Friese neidisch. Und die Rheinaue und -promenade mit den Kasematten sind sowieso unbezahlbar. Nur am Wochenende etwas überlaufen.
    Klar! Was meinste, was ich nach dem Umzug hierher gelitten hab?? Deich hoch, Brücken hoch... uäähh!!! :-(

    Hase hat mich durch den Gerresheimer Wald geschickt, was super geholfen hat und der Friese hat mir kurze Bergsprints empfohlen, die auch echt effektiv waren! Hab das richtig gemerkt und seitdem nicht mehr sooo ne Angst, wenn am Horizont weit entfernt ein Hubbel auftaucht. Hab mir ja früher schon km vorher in die Hose gemacht und gejammert. ;-p Aber nur ein paar Mal (und regelmäßig!) üben, dann fluppt das! :-)

  5. #105

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    feldwiesewald ich bewundere Deine Art und Schreibweise Magst Du für uns alle ein Buch schreiben?

  6. #106

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    Zitat Zitat von skillstraining Beitrag anzeigen
    feldwiesewald ich bewundere Deine Art und Schreibweise Magst Du für uns alle ein Buch schreiben?
    Wer will das denn lesen?

    Eigentlich beschreibe ich doch nur die Leiden eines alten Anfängers.

  7. #107
    Ja wo laufen sie denn? Avatar von gecko
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    Zu Hause komme ich oft zu früh, hier bin ich wohl eindeutig mal zu spät.
    Ich habe mich gerade durch den kompletten Faden geliked und spätestens ab hier...

    Auszug aus "Laufen mit Mann" :als ich mit den netten Worten "Los! Aufstehen! Laufen!" geweckt wurde. Morgens? Laufen? Ich? Das geht eigentlich gar nicht. Vor meiner zweiten Tasse Kaffee bin ich kein Mensch, bis auf gelegentliches Knurren gebe ich keine Laute von mir, in meinem Körper arbeiten nur die allernotwendigsten Systeme sehr lustlos an einer Art Grundversorgung.
    ...hattest Du mich!
    Nicht etwa weil es das weiseste oder berührendste war was Du bisher geschrieben hast (Da gibt es durchaus andere Passagen), sondern einfach weil es verdammt noch mal stimmt und bei mir genau so ist!

    Aber nichts desto trotz:
    Ich mag Deine Schreibe ebenfalls
    Ich mag Deine Einstellung
    Ich mag hier jetzt auch mitlesen

    Ein spätes Willkommen also auch noch von mir!
    Tonic ohne Alkohol ist Ginlos...
    Mein Blog: GinFit.de
    Gabelstapler Glukose // Wie man NICHT auf Sub3 trainiert // Geckoanalysis Die bekanntesten FORENBANANEN // Guter Laufstil vs. schlechter Laufstil
    Ewige Bestenliste Saison 2016/2017 : 5km: 19:24 ---- 10km: 40:20 --- HM: 1:29:02 --- M: 3:25:52
    Ziele 2019: Zunehmend abnehmen...

  8. #108
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    Oben angekommen kann ich meinen Mann zu einem Weiterlaufen im Super-langsam-Opa-Tempo überreden, damit wir wenigstens laufend zu Hause ankommen.
    Genau, was sollen die Nachbarn denken.

  9. #109

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    Die Hitze bleibt. Kein nächtliches Gewitter, kein kurzer Regenschauer, kein Nieseln, einfach nur Sonne satt. Ich habe es auch langsam satt, denn das bedeutet weiterhin Laufen am Morgen. Ich habe Urlaub und bin Langschläfer, und was mache ich neuerdings? Stehe um 7.00 Uhr auf und steige in die Laufklamotten, als ob es nie etwas Anderes gegeben hätte. Ich muss verrückt sein, komplette Gehirnwäsche, total plemplem .

    Mein Mann ist wieder mit von der Partie. Da uns die Hausrunde vorgestern so zugesetzt hat, drehen wir ihr heute den Rücken und laufen um einen Kiesteich in der Nähe. Einfach mal ganz flach und auf asphaltiertem Weg, dafür aber kein Schatten.
    Als wir ankommen, sind es schon 25 Grad. Ich fummele noch mit Runtastic rum, da höre ich meinen Mann schon fluchen.
    Er trägt heute sein neues, knalloranges Shirt, passend zu meinem neongelben Hemdchen. Wenn man schon nicht anständig laufen kann, muss man wenigstens gut aussehen .
    Aber warum schimpft er so und wedelt dauernd mit den Armen? Beim Näherkommen sehe ich es: Massen von winzigen, schwarzen Käfern haben sich auf ihm niedergelassen, animiert von seiner Leuchtfarbe, ihn zu bestäuben und nach Nektar abzusuchen .

    Ich erlöse ihn, drücke auf Start und wir verlassen die Käferhochburg. Die wenigen Käfer, die weiter hartnäckig auf ihm sitzen, ertrinken später im Schweiß.

    Es ist viel zu warm, viel zu windstill, viel zu wenig Schatten. Aber es fühlt sich nicht viel zu früh an, ich gewöhne mich so langsam an das morgendliche Laufen mit nüchternem Magen.
    Die Runde ist nicht lang, das wäre bei diesem Wetter gar nicht drin. Wir reden heute recht viel beim Laufen, meckern über die Hitze, freuen uns über eine kleine Wolke, die einen gefühlten Hauch von Abkühlung bringt und stellen fest, dass wir noch nie so einen Aktivurlaub gemacht haben.

    Kilometer 1: 7:52 - wach werden
    Kilometer 2: 6:59 - huch, was ist denn da los? Wir können ja "schnell"
    Kilometer 3: 7:18
    Kilometer 4: 7:20

    Es sind nicht ganz 4 Kilometer, runtastic zeigt 3,91 Kilometer in 28:50 Minuten, Pace 7:22

    Kurz vor dem Ziel bringt mich ein toter Hase am Straßenrand völlig aus der Fassung. Mein Mann hat ihn gar nicht bemerkt, er läuft mitten auf dem Weg, ich laufe links neben ihm am Rand. Und da liegt dieses schöne Tier äußerlich unversehrt, aber der leere Blick trifft mich mitten ins Herz.

    Zurück am Auto sind wir mächtig fertig. Aber wir bekommen keine Zeit, in Ruhe etwas Wasser zu trinken, denn jetzt gibt es den nächsten Angriff der Killerinsekten: Bremsen, die Schlimmsten der Schlimmen! In Zukunft wird also wieder in der Autan-Wolke gelaufen.

    Nach der kurzen Fahrt nach Hause fühle ich mich schon wieder bestens, nur mein Mann jammert über ein Ziehen in der rechten, äußeren Wade. Ich rede ja schon länger auf ihn ein, dass er endlich mal in den Sportladen gehen und sich passende Schuhe besorgen soll. Er meint ja, für "die paar Runden", die er mit mir läuft, reichen seine alten Treter noch. Da kann frau reden, wie sie will, es muss wohl erst wehtun, bis sich was tut . Nach der Dusche lässt er sich dann aber sehr dankbar die Wade von mir mit dem guten DM-Eisgel eincremen . Am Sonntag werde ich ohne ihn laufen, er möchte die "Verletzung" auskurieren und macht Pause.

    Was ich heute beim Laufen gelernt habe:
    - ich kann morgens
    - ich kann etwas schneller
    - ich wünsche mir Regen und Temperaturen unter 20 Grad

  10. #110
    crsieben
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    Jetzt bietest du zu tiefgründigen, berührenden Gedanken und augenzwinkerndem Ansatz auch noch Slapstick: Der Läufer in grellem Shirt und Insektenpanade ist ein großartiges Bild. So viel Schadenfreude muss erlaubt sein.


    Lebtest du hier, dann würdest du bald erhört werden: Keine 20 Grad mehr ab morgen, dazu jede Menge Wolken und Regen. Allerdings gab's hier bislang auch eh eher weniger Sommersonne, so dass dieser eigentlich niemand überdrüssig werden kann.

    Und auch wenn es schwer zu glauben ist, wenn einem von oben der Schweiß via Oberlippe in den Mund läuft: An Hitze gewöhnt man sich. Man lernt sie vielleicht nicht zu lieben, aber man lernt, mit ihr zu leben.

    Ich wünsche dir trotzdem die gewünschte Abkühlung.

  11. #111

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    Zitat Zitat von crsieben Beitrag anzeigen
    Und auch wenn es schwer zu glauben ist, wenn einem von oben der Schweiß via Oberlippe in den Mund läuft: An Hitze gewöhnt man sich. Man lernt sie vielleicht nicht zu lieben, aber man lernt, mit ihr zu leben.

    Ich wünsche dir trotzdem die gewünschte Abkühlung.
    Dann besteht ja noch Hoffnung, dass ich diesen Sommer läuferisch überleben werde .

    Dabei scheint es gar nicht die Hitze an sich zu sein, die mir so zu schaffen macht, sondern diese ständige, drückende Schwüle, die wir hier im Weserbergland so oft haben.
    Die schweren Unwetter der letzten Zeit haben alle einen großen Bogen um uns gemacht. Es heizt sich seit Tagen immer mehr auf. Aber es soll wohl ab morgen Besserung in Sicht sein, endlich mal Regen und es wird kühler.

    Ich wünsche mir für Sonntag leichten Wind, Wolken und Temperaturen unter 20 Grad. Ich würde doch so gerne mal wieder probieren, etwas länger zu laufen. Für die Hitze und Schwüle in dieser Woche bin ich aber mit meiner Lauferei sehr zufrieden .

  12. #112
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Wieder ein köstlicher Bericht, wieder alles richtig gemacht. Wenn ich schon erwogen hatte, mein schmuddelgraues Shirt nach 15 Jahren endlich mal zu entsorgen, dann bin ich jetzt eines besseren belehrt - ein bunteres Shirt wäre wohl Harakiri, solange ich die Bremsenfluchtgeschwindigkeit von 6:00/km nicht dauerhaft erreiche.

  13. #113

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    Bei dem bunten Hemd kommt es darauf an, dass der Mitläufer eine noch bunteres Hemd trägt, auf das die Insekten fliegen .

    Mein neongelbes Shirt fanden die Viecher total unspannend, aber das Orange meines Gatten ...

  14. #114

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    Heute laufe ich wieder alleine, und das ist auch gut so. Es haben sich eine Menge dunkle Gedanken angesammelt, die ich dringend sortieren und bewerten muss, und das geht nur allein beim Laufen. Neben den mir wohlbekannten Selbstzweifeln kommt die Sorge um meine Katze dazu (an dem amputierten Zeh war ein bösartiger Tumor) und ich muss unbedingt mal in Ruhe darüber nachdenken, wohin ich mit der Lauferei eigentlich will.

    Viel zu tun, also an die Arbeit. Ich schlafe etwas länger und starte kurz vor 10.00 Uhr. Ich habe mir die 7-Kilometer-Waldstrecke vorgenommen, die ich neulich mit meinem Mann gelaufen bin. Ich möchte versuchen, sie so weit wie möglich ohne Pause zu laufen. Da es endlich kühler ist und nicht mehr schwül, könnte das eigentlich gut klappen.

    Die Musik im Ohr nehme ich wie aus weiter Ferne als Hintergrundgeräusch wahr. Ich merke recht schnell, dass ich ein großes Motivationsproblem habe. Auf dem zweiten Kilometer habe ich schon keine Lust mehr. Der Körper macht, was er soll, er läuft, aber der Kopf ist zickig. Die Gedanken, einfach aufzuhören, werden riesengroß. Ich komme gar nicht dazu, mich mit den anderen Sorgen zu beschäftigen, es dreht sich alles nur ums Laufen.

    Weiter, komm, los, streng dich mal an, gib dir Mühe. Ich koppele ein Mantra an meine Atmung. "Ein-fach" (einatmen) "wei-ter-lau-fen" (ausatmen). Dieses 2-4 stellt sich immer automatisch ein, wenn es anstrengend ist. Und ja, es war unglaublich fies. Schon vor dem Wendepunkt bin ich mit meinen Aufmunterungsversuchen am Ende.

    Und trotzdem laufe ich noch. Bei all der Zeterei in mir läuft der Körper wie mit Autopilot einfach weiter.
    Ab und zu habe ich Ablenkung, denn zum ersten Mal seit einem Jahr Rennerei treffe ich andere Läufer. Zwei Männer mittleren Alters und einen Mann, ca. 70 Jahre alt, kommen mir entgegen. Bei diesen kurzen Begegnungen reisse ich mich zusammen, um ein fröhliches "Morgen" ohne Schnappatmung rauszukriegen.
    Radfahrer und Spaziergänger mit Hund treffe ich oft, ab und zu auch Reiter, aber Läufer sind hier auf dem Land wohl Exoten.

    Um es kurz zu machen, ich schaffe es tatsächlich, die ganzen 7 Kilometer ohne Pause zu laufen .

    K1 - 7:26
    K2 - 7:25
    K3 - 7:07
    K4 - 7:42 Steigungen sind gemein
    K5 - 7:29
    K6 - 7:24
    K7 - 7:55 ich kann nicht mehr

    Es sind insgesamt 7,20 Kilometer in 53:53 Minuten, Pace 7:29
    Ich kann kaum glauben, was ich heute gemacht habe.

    Mit dem Nachdenken über das Laufen bin ich ein kleines Stück voran gekommen. Ich habe mir zwei Ziele gesetzt. Ich möchte es zuerst stabil schaffen, eine Stunde am Stück zu laufen. Davon bin ich nicht mehr sooo weit entfernt, aber es soll keine Eintagsfliege sein und dann beim nächsten Mal wieder doch nur mit drei Gehpausen zu bewältigen.
    Wenn ich das kann, möchte ich 10 Kilometer laufen können. Darüber hinaus mache ich mir jetzt keinen Kopf. Bis dahin ist ohnehin noch ein weiter Weg.

    Jetzt werde ich mich erstmal um mein tapferes Kätzchen kümmern, die inzwischen wieder fast humpelfrei laufen kann.

  15. #115
    Ich lerne laufen... Avatar von Caia
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    Liebe FWW, das hast Du toll gemacht. Tommi schrub mal, wenn der Lauf nicht Dein Freund war, war er Dein Lehrer und das war wohl bei Dir heute der Fall. Durchgehalten und durchgebissen, das gehört auch dazu!

    Alles Gute für Deine Fellnase, ich hab auch drei davon, sie lassen Deine Mieze herzlichst grüßen!
    Mein Lauftagebuch: Im dritten Anlauf zum Halbmarathon

    5 km Trainingsbestzeit 30:43 (08.07.2016)
    10 km Trainingsbestzeit 1:06:06 (13.09.2017)

    Wettkampf 17.4.16: 5 km in 32:36
    24.6.16: 10 km in 1:10:46

    84,6 kg (09/2015) ... 74,8 kg(aktuell)

  16. #116
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Hallo FWW,

    der Titel deines Blogs legt den Schluss nahe, du wärst erst auf dem Weg, irgendwann mal ein Läufer zu werden. Falsch - du bist längst ein Läufer. Setzt dir aufeinander aufbauende Ziele, im Moment z.T. noch ambitioniert, aber du weißt ganz sicher, dass du es schaffen wirst. Es läuft mal nicht so gut ? Du läufst trotzdem, weil du weißt, dass es auch wieder besser kommen wird.

    Kurz: du läufst um zu laufen. Was, bitte schön, soll ein Läufer anderes sein ?

    Weiter so - es macht weiterhin riesig Spaß, deinen Werdegang hier zu verfolgen.

  17. #117
    Avatar von Leissprecher
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    Hallo

    @ Christoph, deinen Beitrag unterschreib ich GROSS UND BREIT !!!

    @ FWW, sehr gut, weiter so, es kommen auch wieder bessere Tage. Ich spreche aus Erfahrung (am vergangenen Donnerstag erst geemacht).

    Gruss Stefan
    Und wieder springe ich über Pfützen oder mitten hinein!!! :-)
    Nur diejenigen, die es riskieren, zu weit zu gehen, können herausfinden, wie weit sie wirklich gehen können. -T.S. ELLIOT
    http://forum.runnersworld.de/forum/l...rmarathon.html
    http://forum.runnersworld.de/forum/l...07-2017-a.html

  18. #118

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    Mein heldenhafter 7-K-Lauf vom Sonntag hatte mich mächtig geschlaucht. Den Rest des Sonntags hing ich komplett platt auf dem Sofa. Das Herzchen wollte sich nicht so recht wieder einkriegen und wummerte schneller als sonst, was bis in den Abend so blieb. Dabei fühlte ich mich aber todmüde und gähnte ununterbrochen.

    Gestern war das Herz wieder fit und es gab eine Extraeinheit "Gartenarbeit". Wie anstrengend das für die Beine war, habe ich dann heute morgen gemerkt. Der Urlaub nähert sich dem Ende, und es ist das letzte Mal, dass mein Mann zusammen mit mir morgens laufen kann.

    Wir liefen die Hausrunde, aber es war nicht sooo gut. Die Beine wollten einfach nicht und der Anstieg auf Kilometer 4 ging gar nicht. Egal, war trotzdem schön.

    Der Vollständigkeit halber:
    4,61 Kilometer in 35:45 Minuten, Pace 7:45 (incl. ausgiebiger Gehpause)

    Inspiriert durch Caia und meine vielen Gedanken über das Laufen werden meine Ziele konkreter. Am 4. September findet der Osterwaldlauf statt. Ich schleiche gedanklich um den 6-Kilometer-Lauf herum. Die 12 Kilometer traue ich mir nicht zu, aber einmal die Runde durch den Wald mit 53 Höhenmeter sollte ich wohl schaffen.

    Ich habe nachgesehen, wie lange ich am Sonntag für 6 K gebraucht habe, es waren 44:35 Minuten. Damit wäre ich im letzten Jahr nicht Letzte geworden .
    Es sind noch gut zwei Monate bis dahin, aber wie soll ich mich vorbereiten? Meinen Anfängerplan vor einem Jahr habe ich akribisch abgearbeitet, es fällt mir also nicht schwer, mich an Pläne zu halten. Andererseits wechseln sich zur Zeit gefühlte gute Läufe mit miesen Tagen, so wie heute, ab und machen mich ratlos, welche Art von Training es denn sein soll. Schnell und lang sind ja meine großen Baustellen.

    Wenn ich wieder arbeite, laufe ich dreimal in der Woche, Montag, Mittwoch und Freitag. Ich würde versuchen, freitags etwas längere Strecken zu laufen, wobei ich mit den 7 K schon mächtig an meine Grenzen stoße. Die zwei Tage Pause am Wochenende brauche ich dann schon. Dass ich im Moment die Pausen zu kurz kommen lasse, merke ich deutlich.
    Schneller laufen könnte ich in dem verlassenen Waldstadion üben, das hier in der Nähe liegt. Mal sehen, ob runtastic da irgendeine Funktion hat, die mir helfen kann.

    Liebe Experten-Mitleser, ich brauche Hilfe! Angemeldet habe ich mich noch nicht, so ganz traue ich meinem Mut noch nicht. Ich kann auch nicht vorhersagen, ob der Druck, den die Sache auf mich ausübt, mir wirklich gut tut.
    Um mir ein Bild zu machen, werde ich meinen nächsten Lauf am Donnerstag auf der Wettkampfstrecke machen. Es ist nicht so weit weg und ich weiß dann, was auf mich zukommt.

    Wie würde ein vernünftiges Training in den nächsten Wochen aussehen, damit ich gut vorbereitet an den Start gehen kann?

    Ausgangslage: Ich kann
    - 7 Kilometer laufen (bisher erst einmal ohne Pause)
    - ca. 1 Kilometer mit 7:00 laufen
    - im Durchschnitt (Juni bisher) mit 7:37 laufen

    Geht da was?

  19. #119
    Avatar von Phenix
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    Ja da geht was !

    Im Grunde hast du es doch schon geschafft, die 7km hast du schon drin, das sind ja schon 116% von den 6km die der Lauf geht. Das du längere Zeit am Stück durchlaufen kannst hast du auch schon gezeigt, ich denke da spricht nichts gegen den 6km Wettkampf.

    Drei Mal Training pro Woche ist genug, die Woche vor dem Wettkampf würde ich besonders langsam und ruhig angehen, kürze Distanzen, kein hartes Traning mehr. Bis dahin: Solange du regelmäßig dreimal die Woche läufst sollte das eigenltich schon völlig reichen, man ließt ja auch so das du ständig Erfolge erzielst, dein Traning funktioniert also! Wenn du etwas mehr System rein bringen möchtest vielleicht so etwas in der Art:

    - 1 X Langsamer Dauerlauf, 30 Minuten + 3 Steigerungen?
    - 1 X Zügiger Dauerlauf, vielleicht 2 X 15 Minuten in dem Dreh, dazwischen 3 Minuten traben?
    - 1 X Langsamer Dauerlauf, 45-60 Minuten

    Zwischen jedem Lauf sollte mindestens ein Tag Erholung liegen. (Was bei Montag/Mittwoch/Freitag auch der Fall ist)

    Das aber mit Vorsicht genießen, da können dir erfahrene Läufer wahrscheinlich bessere "Pläne" geben und wie gesagt solange du regelmäßig läufst sehe ich da kein Problem.

    Bei meinem ersten Halbmarathon war ich mir auch zunächst sehr unsicher ob ich es packe, der Lauf selber war ziemlich anstrengend, aber das Gefühl es geschafft zu haben hat das alles entschädigt. (Obwohl ich letzter in meiner Altersklasse war, mit deutlichem Abstand)

    Gruß,

    Phenix
    Zuletzt überarbeitet von Phenix (28.06.2016 um 13:50 Uhr)

  20. #120
    Ich lerne laufen... Avatar von Caia
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    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    Geht da was?
    Nunja, wenn Du mich fragst... Mach es! Beim ersten Mal läufst Du immer Bestzeit, und wenn Du in der Liste der Läufer auch an letzter Stelle stehst, die, die alle hinter Dir stehen sind die, die von der Couch nicht runterkommen!!!

    Ich traue es Dir zu, mach weiter wie bisher und dann wird das was!!!
    Mein Lauftagebuch: Im dritten Anlauf zum Halbmarathon

    5 km Trainingsbestzeit 30:43 (08.07.2016)
    10 km Trainingsbestzeit 1:06:06 (13.09.2017)

    Wettkampf 17.4.16: 5 km in 32:36
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    84,6 kg (09/2015) ... 74,8 kg(aktuell)

  21. #121
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    Ich möchte dir auch zuraten, wenn du damit umgehen kannst, im hinteren Fünftel zu landen.

    Aus den Höhenangaben des Veranstalters werde ich nicht ganz schlau (mal 53 Hm, mal 124 Hm). Daher würde ich die Rennstrecke einfach mal probelaufen. Einmal möglichst bald und dann vielleicht alle zwei Wochen nochmal (oder alternativ auf ähnlich hohem Hügel in der Nähe). Wenn du dann weißt, auf was du dich einlässt, kannst du dich anmelden, ohne dir Druck zu machen.

    Hügelläufe sind gut für die Beinkraft.

  22. #122
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Na klar machste den Wettkampf! Im Großen und Ganzen musste nicht extra trainieren. Die Distanz packst du schon. Hin und wieder eine Tempospritze einbauen wird dich auf Dauer auch schneller machen. Das wird gut werden.

    Und zu deinem etwas missglückten Lauf: du hast alles richtig gemacht! Trotz negativer Gedanken und Unlust unterwegs hast dich zwar damit beschäftigt, bist aber weiter gelaufen. Die Gedanken sind manchmal eben so, nicht jeder Lauf setzt Glücksgefühle frei. Geht mir hin und wieder auch so und bei vielen Ultras kam auch die mentale Krise. Weiterlaufen muss man da und das hast du getan!

    Gruss Tommi

  23. #123

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    Zitat Zitat von Phenix Beitrag anzeigen
    - 1 X Langsamer Dauerlauf, 30 Minuten + 3 Steigerungen?
    - 1 X Zügiger Dauerlauf, vielleicht 2 X 15 Minuten in dem Dreh, dazwischen 3 Minuten traben?
    - 1 X Langsamer Dauerlauf, 45-60 Minuten
    So in der Art habe ich es mir auch vorgestellt, allerdings habe ich noch das Problem, dass ich mit dem Tempo nicht richtig variieren kann.
    Wenn ich von "langsam" und "locker" und "zügig" und wie diese schwammigen Bezeichnungen alle heißen lese, habe ich ein großes Fragezeichen im Gesicht. Ich kenne eigentlich überwiegend das Tempo "langsam und anstrengend". Ich möchte auch so gerne mal "locker" laufen, aber so fühlt es sich nie an.
    Ich habe auch keine Ahnung, mit welcher Geschwindigkeit ich unterwegs bin. Zur Erklärung:
    Ich habe einen Brustgurt um und einen ganz einfachen Pulsanzeiger am Handgelenk (Polar FT1). Das Ding kann den aktuellen Puls, die gelaufene Zeit und die Uhrzeit anzeigen, mehr nicht. Ich habe aber unterwegs immer nur die aktuelle Uhrzeit eingestellt, weil mich der Blick auf meinen Puls wahnsinnig macht. Das habe ich einmal gemacht und nie wieder. Ständig dieser erschrockene Blick auf den Puls nimmt mir die Lust am Laufen.
    Zu Hause gucke ich mir an, wie hoch mein Durchschnittspuls und der max. gemessene Wert auf der Strecke war. Das reicht mir völlig zum Thema Puls.

    Dann habe ich runstastic mitlaufen, trage das Handy aber in einer Tasche auf dem Rücken. Ich habe es mal mit einer Hülle am Arm versucht, aber es war wie bei der Pulsuhr, es nervt einfach nur, ständig auf die Anzeige zu sehen.
    Allerdings lasse ich mir den gelaufenen Kilometer mit der Pace ansagen.

    Mehr Geräte habe ich nicht. Bisher bin ich alles eigentlich in dem einzigen Tempo gelaufen, das ich kann, im Durchschnitt halt um 7:30.

    Der langsame Lauf mit 3 Steigerungen, das macht mich etwas ratlos. Was Steigerungen sind, habe ich gelesen, aber wann soll ich die machen? Am Ende der Strecke bin ich meist auch am Ende, da kann ich mir nicht vorstellen, dafür noch Kraft zu finden. Geht das auch mittendrin? Meine Hausrunde hat zwei leicht abschüssige Stücke, da könnte es gut passen.

    "Zügiger Dauerlauf" ist auch so ein Begriff, den ich nicht interpretieren kann. Ich laufe ja schon so zügig ich kann, was wäre das denn für eine Pace bei meinen eingeschränkten Möglichkeiten? Und die sollte ich ja auch noch 2x15 Minuten durchhalten können.

    Langsamer Lauf, 45 - 60 Minuten, das kann ich umsetzen.

    Zitat Zitat von Caia Beitrag anzeigen
    Ich traue es Dir zu, mach weiter wie bisher und dann wird das was!!!
    Danke!

    Mein Mann traut es mir auch zu. Er hat es heute ganz stolz meiner Schwiegermutter erzählt, dass ich bei einem Wettbewerb mitlaufen möchte. Macht gar keinen Druck...

    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen
    Ich möchte dir auch zuraten, wenn du damit umgehen kannst, im hinteren Fünftel zu landen.

    Aus den Höhenangaben des Veranstalters werde ich nicht ganz schlau (mal 53 Hm, mal 124 Hm). Daher würde ich die Rennstrecke einfach mal probelaufen. Einmal möglichst bald und dann vielleicht alle zwei Wochen nochmal (oder alternativ auf ähnlich hohem Hügel in der Nähe). Wenn du dann weißt, auf was du dich einlässt, kannst du dich anmelden, ohne dir Druck zu machen.

    Hügelläufe sind gut für die Beinkraft.
    Ich kann gut damit umgehen, beim Sport ganz weit hinten zu sein. Ich bin schwer durch den Schulsport traumatisiert, immer die Letzte, die in die Mannschaft gewählt wurde, hingt beim Geräteturnen wie ein nasser Sack am Reck, konnte keinen Schritt auf dem Schwebebalken, beim 50m-Lauf eine Flasche, beim Werfen eine Null und beim absoluten Horror, Gymnastik mit dem Ball (Mädchenschule, sowas gab es damals noch), warfen alle Mädchen den Ball hoch und fingen ihn wieder auf. Alle bis auf eine - die kleine FeldWaldWiese suchte bis zum Ende der Übung ihren Ball in den Ecken der Halle.
    Kein Wunder, dass ich mich die nächsten 20 Jahre freiwillig keinen Meter mehr bewegt habe.
    Sollte ich Letzte werden, wäre es keine neue Erfahrung für mich .

    Die Höhenangaben sind wohl so gemeint, dass 53 m für eine Runde gelten. Die Runde ist 6 Kilometer lang und wird beim 12 K-Lauf zweimal durchlaufen, das sind dann die 124 m.
    Meine normal Hausrunde hat 54m, kurze Steigungen bin ich gewohnt, kann sie aber nicht immer gut laufen.

    Ich werde mir die Strecke diese Woche ansehen und zur Probe laufen. Danach entscheide ich mich, ob ich mich wirklich anmelde.

  24. #124
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    Wenn ich von "langsam" und "locker" und "zügig" und wie diese schwammigen Bezeichnungen alle heißen lese, habe ich ein großes Fragezeichen im Gesicht. Ich kenne eigentlich überwiegend das Tempo "langsam und anstrengend". Ich möchte auch so gerne mal "locker" laufen, aber so fühlt es sich nie an.
    Wenn du bisher nur in deinem Tempo laufen kannst, dann vergiss mal die Begriffe. Später in ein paar Monaten kann man darauf zurück kommen.

    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    Der langsame Lauf mit 3 Steigerungen, das macht mich etwas ratlos. Was Steigerungen sind, habe ich gelesen, aber wann soll ich die machen? Am Ende der Strecke bin ich meist auch am Ende, da kann ich mir nicht vorstellen, dafür noch Kraft zu finden. Geht das auch mittendrin? Meine Hausrunde hat zwei leicht abschüssige Stücke, da könnte es gut passen.
    Ja das geht auch mittendrin. Da läufst du zwar Gefahr, dass du Energie verpulverst, die dir möglicherweise am Ende fehlt. Das wäre aber nicht schlimm, dann ist das eben so und keine Niederlage. Aber auch wenn du am Ende deines Laufes das Gefühl haben solltest, zu nichts mehr Kraft zu haben, geschweige denn für eine oder mehrere Steigerungen, so kann ich dir versichern, du hast sie. Diese Kraftlosigkeit gaukelt dir dein Hirn vor, das will fertig machen, sieht das Ziel und will nur noch das Nötigste heraus hauen, was du zum Erreichen brauchst. Du kannst es überlisten indem du dir sagst: Scheiß drauf, ich mach das jetzt! Unzählige Male war ich bereits im Wettkampf knülle, hatte das Gefühl, hier geht nichts mehr, schleppte mich dem Ziel entgegen. Und am Ende konnte ich doch noch zulegen, schaffte noch einen Spurt. Und vielen anderen Läufern ging es genau so. Genauso im Training, ich laufe manche meiner LaLas "gern" mit Endbeschleunigung. Und bei den meisten dieser Läufe hatte ich vorher nicht das Gefühl, dass da noch viel mehr drin ist. Dennoch konnte ich immer noch gut was an Tempo zulegen. Klar tat das dann auch manchmal auch weh aber Kraft war immer noch da. Und genauso wirst auch du es können. Wobei die Steigerungen am Ende zwei Ziele haben. 1. Die Muskulatur, die sich über die Dauer des Laufes an ein langsames Tempo gewöhnt hat, noch einmal aufzuwecken, noch einmal flotter zu arbeiten und dabei auch noch die schnellen Muskelfasern zu benutzen, die beim langsamen Trott vernachlässigt wurden. 2. Dem Körper zu zeigen, dass da noch was geht, er doch noch Reserven von dem das Hirn behauptet hat,sie seien nicht mehr da. Daraus lernt der Körper.

    Steigerungen während des Laufes haben auch ihre Berechtigung. Da bekommst du die Gelegenheit, einmal flotteres Tempo zu laufen und im Gegesatz zu den Steigerungen am Ende, sind die Beine noch nicht so müde. Wichtigster Grund: Schnelles Laufe lernt man nur durch schnelles Laufen. Der ganze Bewegungsablauf ändert sich dabei, wird effektiver und flüssiger. Und je öfter man das macht, desto besser wird das. Und vor allem: Damit fällt dir später auch langsameres Tempo leichter bis dahin, dass sich insgesamt dein Lauftempo spürbar verbessert. Wenn du im Anschluss an solch eine Steigerung eine Gehpause brauchst, dann ist das überhaupt kein Problem. Wenn du das Ganze planlos machst, anfangs durchaus auch auf leicht abschüssiger Strecke, dann kommt das einem Fartspiel schon sehr nahe. Und macht Laune. Nur du und dein Gefühl bestimmt das Tempo und die Strecke, die du flott läufst.

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  25. #125
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    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    Wenn ich von "langsam" und "locker" und "zügig" und wie diese schwammigen Bezeichnungen alle heißen lese, habe ich ein großes Fragezeichen im Gesicht. Ich kenne eigentlich überwiegend das Tempo "langsam und anstrengend". Ich möchte auch so gerne mal "locker" laufen, aber so fühlt es sich nie an.
    Ich habe auch keine Ahnung, mit welcher Geschwindigkeit ich unterwegs bin.
    Ich weiß was du meinst, ich muss da auch immer wieder Spicken was damit gerade gemeint ist, mal ohne auf den zugeordneten Puls einzugehen, von langsam nach schnell:

    Langsam < Ruhig < Locker < Zügig < Schnell

    Das ich alle 5 Gänge gezielt reproduzieren kann glaube ich auch nicht

    Die "Gänge" werden auch nicht an einer Pace festgemacht sondern an deinem persönlichen Belastungsempfinden (oder halt Puls). Eine Pace von 7:15 ist für einen "Schnell" und für jemand anders "Langsam", das ist völlig normal und auch nicht schlimm.

    Was ich mit dem Trainingsplan eher ausdrücken wollte ist an unterschiedlichen Tagen unterschiedle Ziele zu verfolgen.

    - Eher niedrige Grundbelastung mit anschließenden Leistungsspitzen (oder Zwischendurch, wie du möchtest)
    - Höhere Grundbelastung mit Erholungspause
    - Langzeit Belastung

    Aber wie oben schon geschrieben, das wichtigste ist IMO erstmal 3 mal die Woche zu laufen. Wenn du das so weiter machst wie bisher wirst du auf jeden Fall den Lauf packen, diese Variationen können dabei helfen deinen Fortschritt zu beschleunigen und bringen etwas mehr Abwechslung.

    Ich bin selber ein großer Freund vom Fahrtspiel, ich lege mich vorher nur über die Distanz fest die ich laufen möchte und beginne, in meinem Fall, die ersten 3km mit einlaufen (i.d.R. irgendwo zwischen Ruhig und Locker nach der oberen Skala), danach entscheide ich mich was ich aus dem Lauf mache. Wenn's mir gut geht gehe ich ins Fahrtenspiel über und setze mir unterwegs immer wieder neue kleine Ziele: Nächsten KM in unter 5:30 oder auch mal, ok die nächsten 2km langsamer und etwas ausruhen dafür dann "All-In" am Berg. Das macht Spaß selbst wenn man die selbst gesetzten Ziele nicht immer packt.
    Wenn ich merke das ich mich nicht so gut fühle, raste ich auf einer Wohlfühlgeschwindigkeit ein und laufe einfach vor mich hin und warte darauf das mich die Lust überkommt dann doch noch irgendwas in den Lauf einzubauen (manchmal ja, manchmal nein).
    Ausgenommen davon sind bei mir die Läufe die ich mir von vorn herein als Langstreckenläufe vornehme, hier versuche ich eher Konstant zu bleiben und schonend mit den Kräften umzugehen und möglichst schnell und lange in das Meditative Laufen zu kommen.

    Gruß

    Phenix

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