+ Antworten
Seite 26 von 27 ErsteErste ... 162324252627 LetzteLetzte
Ergebnis 626 bis 650 von 666
  1. #626

    Im Forum dabei seit
    24.05.2016
    Ort
    Weserbergland
    Beiträge
    356
    'Gefällt mir' gegeben
    30
    'Gefällt mir' erhalten
    24

    Standard

    Danke für die lieben Worte, Kartoffel .

    Training nach Plan und Puls ist total ungewohnt für mich, aber ich lasse mich auf das Abenteuer ein.
    Heute sollten es 30 Minuten lockeres Laufen sein. 10 Minuten Einlaufen, 15 Minuten locker, 5 Minuten auslaufen. Eine dafür geeignete Strecke habe ich vor der Haustür nicht. Egal, dann muss sich der Plan irgendwie mit der Hausrunde arrangieren.

    Das Spiel mit Puls, Tempo und den Hügeln macht mir riesigen Spaß. Dauernd meckert die Uhr mich durch Geruckel an, langsamer oder schneller zu werden. Fängt schon mit dem Einlaufen an: Kann das Ding der alten Frau nicht mal eine Minute Zeit geben, überhaupt in die Bewegung zu kommen? Nein, es wird sofort gemeckert, weil der Puls noch schläft. Nach ein paar Schritten ist dann aber alles gut. Mein Puls soll jetzt nicht über 143 kommen. Ich starre natürlich nicht ständig auf die Uhr, sonders lasse mich durch die Vibrationen leiten. Sie bleiben aus, also treffe ich mit meinem langsamen Gehoppel wohl ins Schwarze, obwohl es leicht bergauf geht.

    Dann die nächste Phase, 15 Minuten bei Puls 144 bis 157. Jetzt kommt zuerst ein kurzer Anstieg, dann ein flaches Stück, ein längeres Stück bergab und zum Schluss nochmal kurz bergauf. Ich bekomme nur bergab einen Schubser, doch mal schneller zu machen, sonst lässt mich die Uhr in Ruhe.

    Richtig schwierig wird es jetzt, denn ich soll 5 Minuten auslaufen, dabei mit dem Puls wieder unter 143 kommen. Die Uhr randaliert an meinem Handgelenk, aber ich kriege es einfach nicht hin. So langsam kann ich nicht laufen, dass sich der Puls wieder beruhigt. Und zum Gehen bin ich zu stur, schließlich läuft es doch gerade so gut.

    Ich ignoriere die Uhr, die nach 30 Minuten ohnehin Ruhe gibt und laufe meine Runde so zu Ende, wie es mir gefällt . Ich bin doch nicht der Sklave dieses Dings, ich bestimme immer noch selber über meine Schritte .

    5,15 Kilometer, Dauer 37:54
    Pace 7:19, Puls 144

    Ich glaube, mit so einem niedrigen Durchschnittspuls bin ich die Strecke noch nie gelaufen.

  2. #627
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
    Im Forum dabei seit
    21.10.2014
    Ort
    irgendwo im Ländle
    Beiträge
    6.466
    'Gefällt mir' gegeben
    507
    'Gefällt mir' erhalten
    551

    Standard

    Hihi, Pulswomans einsamer Kampf gegen den Herztodalarm …

    Ich habe solche Alarme längst abgeschaltet. Noch schlimmer ist der Tempoalarm, wenn die Momentanpacemessung schon mal 2 min/km daneben liegen kann - dem kann man's einfach nicht recht machen. Aber auch der Pulsalarm ist so ein übergriffiges Ding, weil der Puls doch langsamer reagiert als die Uhr Geduld hat. Aber solange das Spielzeug Spaß macht …

    Ab und zu mal auf den Pulswert schauen ist aber völlig o.k., solange man selbst es bleibt, der dann frei entscheidet, ob man vielleicht doch etwas langsamer/schneller laufen sollte oder ob man mit Absicht an einer kleinen Steigung einfach mal das Tempo konstant halten wollte.

  3. #628

    Im Forum dabei seit
    24.05.2016
    Ort
    Weserbergland
    Beiträge
    356
    'Gefällt mir' gegeben
    30
    'Gefällt mir' erhalten
    24

    Standard

    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen
    Hihi, Pulswomans einsamer Kampf gegen den Herztodalarm …
    Ich bin ja noch nie nach Puls gelaufen, das ist eine ganz neue Erfahrung für mich. Meine bisherigen Bemühungen beim Laufen waren recht unstrukturiert nach Lust und Laune. Sehr weit gebracht hat mich das nicht, also ist es Zeit mal etwas Neues auszuprobieren. Geben wir dem Puls eine Chance .

    Heute stand eine für mich fast unlösbare Aufgabe auf dem Plan: 1 Stunde langsam laufen mit Puls nicht über 143.
    Wie soll das gehen? 1 Stunde am Stück ist für mich schon eine enorme Hausnummer, aber dann auch noch fast mit Ruhepuls? Ich kenne das eigentlich so, dass spätesten bei KM 3 der Puls bei 150 und steigend ist.
    Erschwerend kommt das Wetter dazu. Es sind eiskalte 3 Grad mit Regen. So richtig Regen ist es nicht, aber auch kein Nieseln. So die Art von Niederschlag, bei der der Scheibenwischer auf Stufe 1 quietscht, weil zu wenig Wasser auf der Scheibe ist, der Intervallmodus aber zu langsam ist, um die Scheibe trocken zu halten. Irgendwie Niesel-Piesel. Ekelhaft!

    Ich bin eine Frostbeule und ziehe mich mehrlagig und warm an, sogar Handschuhe nehme ich mit. Der Gatte lümmelt auf dem Sofa und wünscht mir viel Spaß. Damit ist klar, dass er sich an dem Trainingsplan nicht beteiligen möchte. Ha, der wird sich noch wundern, wenn ich ihn in Zukunft abhänge .

    Für die heutige Aufgabe fahre ich zur Flachstrecke, dem Radweg an der Weser. Hügel kann ich heute nicht gebrauchen. Wegen der dicken Klamotten und der Handschuhe fällt auch die Pulsmessung am Handgelenk flach. Ich setze keinen Quadratzentimeter Haut mehr als nötig der Witterung aus. Ich habe die Uhr mit dem Pulsgurt gekoppelt. Ging ganz einfach, kriege auch ich Technikdepp auf Anhieb hin. Großes Plus für die Uhr, die Bedienung ist wirklich kinderleicht und benutzerfreundlich.

    Puls ist da, GPS wird super schnell gefunden, also kann es losgehen. Ich starte das Programm und tapse los. Diesmal habe ich den Puls in der Ansicht im Blick. Ich renne nicht wie sonst los, sondern mache bewusst langsam. Mir ist eiskalt, und ich bin heilfroh über die Handschuhe. Erst nach 3 Kilometern wird mir warm genug, um die Handschuhe auszuziehen. Die zwei Kapuzen von Shirt und Jacke bleiben auf dem Kopf. Bis auf die Oberschenkel wird der Körper warm. Die Hose ist aber wohl zu dünn. Die Beine bleiben kalt und meckern unterwegs über die Temperatur.

    Ich trödele vor mich hin, und der Puls bleibt tatsächlich da, wo er soll. Ich konzentriere mich auf meine Haltung. Ich stelle mir vor, ich wäre eine Marionette, die ganz locker und aufrecht so eben über dem Boden gehalten wird. Sobald ich „Marionette“ denke, strecke ich mich, die Schulter fallen herunter, und die Füße berühren fast lautlos den Weg.
    Ich habe riesigen Spaß. Die Zeit geht dahin, aber ich werde gar nicht so kaputt wie sonst. Ich staune über mich selbst.

    Am Ende stehen 8,38 Kilometer in 1:05:50 auf der Uhr, Pace 7:53, Puls 135

    Ich wußte gar nicht, dass ich so langsam laufen kann . Und ja, es hat sich tatsächlich nach Laufen angefühlt.

    Als ich ins Auto steige, habe ich das Gefühl, ich hätte heute noch weiter laufen können. Sonst bin ich nach 1 Stunde Laufen fertig mit der Welt, heute ganz und gar nicht.

    Mir gefällt diese Art des Laufens, ich mache mit dem Programm erstmal weiter.

  4. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von FeldWaldWiese:

    dicke_Wade (03.11.2019), RunningPotatoe (01.11.2019)

  5. #629

    Im Forum dabei seit
    24.05.2016
    Ort
    Weserbergland
    Beiträge
    356
    'Gefällt mir' gegeben
    30
    'Gefällt mir' erhalten
    24

    Standard

    11 Grad, sonnig und windig

    Heute waren wieder 30 Minuten lockeres Laufen dran, die Einheit, die ich Mittwoch schon gelaufen bin. Aber heute kam der Wind dazu, der die Aufgabe noch schwerer machte. Ich habe mich auch insgesamt müde gefühlt. Lockeres Laufen ist jedenfalls anders. Der beste Ehemann neben mir ist heute sehr schweigsam, ihm fällt es auch schwer. Und so laufen wir nebeneinander, Bild an, Ton aus .

    Beim Einlaufen und dem lockeren Teil bleibe ich ganz gut in den Pulsbereichen, nur das Auslaufen klappt gar nicht. Der Gegenwind macht es mir unmöglich, das Herz beim Laufen ruhig zu bekommen.

    5,13 Kilometer, Dauer 39:04
    Pace 7:35, Puls 150

    Zu Hause fällt es mir schwer, irgendetwas Positives über diese Runde zu sagen. Naja, mir ist nicht schwindelig geworden, das ist das Beste, was mir spontan einfällt.

    Mein Fazit nach der ersten Woche Pulstraining: ich lerne wieder, sehr langsam zu laufen. Dieser Drang, immer schneller zu werden, ist im Keim erstickt. Bei keiner Einheit ist mir schwindelig geworden, und ich habe mich körperlich gut gefühlt.
    Zusätzlich gab es bei dem Programm an den lauffreien Tagen kleine Sporteinheiten für Kraft und Beweglichkeit. Ich habe tapfer geturnt und gemerkt, das ich beweglich wie ein Graubrot und kräftig wie ein Grashalm bin .

    Die nächste Woche ist identisch mit dieser Woche. Ich freue mich drauf.

  6. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von FeldWaldWiese:

    dicke_Wade (03.11.2019), RunningPotatoe (04.11.2019)

  7. #630
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
    Im Forum dabei seit
    21.10.2014
    Ort
    irgendwo im Ländle
    Beiträge
    6.466
    'Gefällt mir' gegeben
    507
    'Gefällt mir' erhalten
    551

    Standard

    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    Zu Hause fällt es mir schwer, irgendetwas Positives über diese Runde zu sagen. Naja, mir ist nicht schwindelig geworden, das ist das Beste, was mir spontan einfällt.
    Na, mindesten zwei weitere Dinge waren doch auch positiv:
    1. Du hast es trotzdem durchgezogen
    2. Und vor allem das hier:

    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    Die nächste Woche ist identisch mit dieser Woche. Ich freue mich drauf.

  8. #631

    Im Forum dabei seit
    24.05.2016
    Ort
    Weserbergland
    Beiträge
    356
    'Gefällt mir' gegeben
    30
    'Gefällt mir' erhalten
    24

    Standard

    Diese Woche war es eine echte Herausforderung, das Laufen nach Plan mit Arztterminen, Arbeit und dem Rest des Lebens zu vereinbaren. Fing schon Montag mit der jährlichen Grippeimpfung an. Die Montagsrunde fiel aus, Frau Doktor hatte mir dringend ans Herz gelegt, mein Immunsystem mit den Wirkstoffen in Ruhe zu lassen.

    Die 30 Minuten lockeres Laufen, die eigentlich für Mittwoch vorgesehen sind, lief ich am Dienstag nach der Arbeit. So langsam muss ich mir auch wegen der frühen Dunkelheit einen Kopf machen. Meine hügeligen Waldwege sind mir selbst mit Stirnlampe im Dunkeln zu riskant.
    Der Lauf war eine feine, unspektakuläre Sache. Einfach locker auf meiner Waldrunde rumgehoppelt.
    5,13 KM, Dauer 36:55
    Pace 7:11, Puls 145

    Mittwoch hatte ich morgens den Termin fürs Herz-CT. Den Rest des Tages hatte ich mir frei genommen. Zeit, das für Montag geplante Intervall nachzuholen. Ich wollte einen 2-KM Rundkurs ab Haustüre laufen. Das ist keine landschaftlich schöne Strecke, aber die Steigungen halten sich in Grenzen, und ich laufe überwiegend auf Asphalt. Die ersten beiden Runden gingen ganz gut. Ich sollte 4 Minuten-Intervalle mit 3 Minuten Pause machen, insgesamt 4 mal. Die ersten beiden Intervalle gingen prima, in der Pause nach Nr. 2 musste ich kurz gehen.
    Als ich zum Intervall 4 starten wollte, zog mein Körper die Notbremse und schickte mir Durchfall. Das hab ich schon ewig nicht mehr erlebt. Zum Glück war ich nicht weit von zu Hause entfernt und konnte mich ganz schnell auf die Toilette retten. Das letzte Intervall habe ich dann sausen lassen.
    4,65 KM, Dauer 31:24
    Pace 6:45, Puls 147

    Den für Sonntag geplanten langen Lauf mache ich immer am Freitag. Normalerweise arbeite ich da bis zum Mittag und laufe gleich danach.
    Diesmal musste ich leider bis 15.30 Uhr arbeiten und startete erst um 16.00 Uhr. Es wurde dämmerig, und die letzten Minuten war es fast komplett dunkel. Trotzdem war es mein schönster Lauf diese Woche. Ich habe es so genossen, ganz langsam vor mich hin zu tapsen, dabei die Gedanken zu sortieren und die Woche zu verarbeiten.
    8,36 KM, Dauer 1:04:17
    Pace 7:41, Puls 138

    Zum Abschluss der Woche war dann heute nochmal 30 Minuten lockeres Laufen dran. Gut gelaunt brach ich mit dem Gatten auf die Waldrunde auf. Nach dem ersten kleinen Anstieg machte mir mein Körper einen Strich durch die Rechnung. Ich merkte, dass es sich viel anstrengender anfühlte, als es eigentlich war. Nach drei Kilometern kam ein ganz leichter Schwindel. Ich musste ein paar Schritte gehen, aber so richtig beruhigte es sich nicht. Ich lief die Runde zu Ende, aber Spaß ist anders.
    5,13 KM, Dauer 38:25
    Pace 7:28, Puls 148

    Eine sehr durchwachsene Laufwoche war das. Heute kam noch die Kälte dazu, es war gerade mal 1 Grad. Trotz Thermohose waren die Oberschenkel die ganze Zeit eiskalt.

    Die nächste Woche ist von den geplanten Einheiten identisch. Mal sehen, ob ich es besser umsetzen kann. Wenigstens ist sonst nicht viel los, ich müsste alles wie vorgesehen laufen können.

  9. #632

    Im Forum dabei seit
    24.05.2016
    Ort
    Weserbergland
    Beiträge
    356
    'Gefällt mir' gegeben
    30
    'Gefällt mir' erhalten
    24

    Standard

    Plan heute: 12 Minuten Einlaufen, anschließend 4x Intervalle mit 4 Minuten schnell und 3 Minuten langsam, 5 Minuten Auslaufen

    Heute war also wieder die Einheit dran, die letzte Woche fast in die Hose gegangen wäre. Es war trotzdem der Wurm drin, aber nur in der Pulsuhr. Ich hatte mit den Handschuhen, den kalten Händen und ohne Brille Probleme mit dem Ding. Statt des Laufens war die Uhr der Meinung, ich mache Krafttraining . Das habe ich aber erst gemerkt, als nach 1 KM kein Signal kam. Huch, wo ist denn das GPS?

    Gatte und ich haben die ganze Einheit zusammen absolviert. Ich kann jetzt natürlich nicht sagen, wie lang die Strecke war (geschätzt 6,5 KM) und wie schnell wir waren. Aber egal, ich bin stolz auf mich, dass ich so gut durchgehalten habe.

    Nachricht vom Kardiologen: alles in Ordnung mit meinem Herzchen .

  10. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von FeldWaldWiese:

    Catch-22 (13.11.2019), RunningPotatoe (11.11.2019)

  11. #633

    Im Forum dabei seit
    24.05.2016
    Ort
    Weserbergland
    Beiträge
    356
    'Gefällt mir' gegeben
    30
    'Gefällt mir' erhalten
    24

    Standard

    Plan heute: 30 Minuten lockeres Laufen (10 Min. ein, 15 Min. locker, 5 Min aus)

    Eine lösbare Aufgabe. Der beste Ehemann von allen ist auch wieder mit dabei. Das finde ich heute sehr tapfer von ihm, denn es regnet, als wir vor die Türe treten. Und er läuft doch so ungern bei Regen, und dann will ich auch noch auf die Hausrunde, und da ist es doch auf den Feldwegen immer so matschig... Begeisterung sieht anders aus, aber das große Gejammer bleibt aus.
    Ich habe mit Regen und Matsch kein Problem. Zum Glück heute auch mit der Technik nicht. GPS bleibt die ganze Zeit bei uns.

    Die ersten 10 Minuten Einlaufen kriege ich inzwischen richtig gut hin. Ich habe ja die Langsamkeit neu für mich entdeckt , nur neben mir kommt die Frage, wann wir denn heute mit dem Laufen anfangen. 7:48 sind ihm zu langsam. Mir nicht .
    Nach 10 Minuten haben wir den matschigen Feldweg hinter uns und sind im Wald. Jetzt soll locker gelaufen werden. Und das klappt auch super. Ich werde etwas schneller und schaffe sogar die kleine Steigung mit Schwung hinauf. Dann ein Stück bergab und zum Schluss fast eben. 6:52 im Schnitt für diesen Abschnitt.

    Dann soll das Auslaufen kommen, aber zuerst müssen wir noch bis zum „Berg“ und hinauf. Das Auslaufen machen wir dann.

    Insgesamt 5,13 KM, Dauer 37:05 Minuten
    Pace 7:13, Puls 147

    Zu Hause fühle ich mich topfit und gut gelaunt.

  12. #634

    Im Forum dabei seit
    24.05.2016
    Ort
    Weserbergland
    Beiträge
    356
    'Gefällt mir' gegeben
    30
    'Gefällt mir' erhalten
    24

    Standard

    Plan heute: 60 Minuten langer Lauf, Puls max. 142

    Darauf habe ich mich die ganze Woche gefreut, endlich wieder langsam durch die Gegend schlappen. Und da ich mittags Wochenende habe, laufe ich heute auch komplett bei Tageslicht. Gutgelaunt mache ich mich auf den Weg zum Radweg.

    Ich habe zwar fast alles an, was mein Kleiderschrank hergibt, trotzdem klappere ich vor Kälte. Es sind 5 Grad, aber mit so einem fiesen Wind, dass ich am liebsten gar nicht loslaufen möchte. Mache ich dann zwar ganz tapfer doch, aber ich bin unglücklich. Der Wind kommt aus allen Richtungen, bremst und kühlt mich aus. Das lässt das Tempo runter und den Puls rauf gehen. Die heutige Pulsvorgabe kann ich nicht einhalten, ab KM 3 liege ich immer mit 3-5 Schlägen drüber.

    Immerhin wird mir ab KM 4 warm genug, um die Handschuhe auszuziehen. Als ich später wieder im Auto sitze, bin ich einfach nur froh, dass es vorbei ist und ich es durchgezogen habe.

    8,35 Kilometer, Dauer 1:05:32
    Pace 7:50, Puls 141

    Wahrlich keine Heldentat. Es hat sich auch mehr nach Arbeit als nach Vergnügen angefühlt.

  13. #635
    Gold wert :-) Avatar von Lilly*
    Im Forum dabei seit
    18.09.2014
    Beiträge
    7.361
    'Gefällt mir' gegeben
    128
    'Gefällt mir' erhalten
    464

    Standard

    Wenigstens fühlt sich die heiße Dusche danach und die gemütliche Couch im Anschluss mehr als doppelt so gut an wie sonst! Und du könntest dich zumindest etwas heroisch fühlen, schließlich hast du der Kälte, dem Wind, dem hohen Puls, der Unlust und allen anderen Schweinehunden getrotzt. Bin gespannt, wie es mir ergeht, wenn ich heute abend zuhause bin - da stehen noch 9km auf der to-do-Liste.

  14. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Lilly*:

    FeldWaldWiese (15.11.2019)

  15. #636
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
    Im Forum dabei seit
    14.11.2010
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    17.241
    'Gefällt mir' gegeben
    360
    'Gefällt mir' erhalten
    1.418

    Standard

    Und das war doch eine Heldentat! Bei schönem Wetter kann doch jeder

    Gruss Tommi

  16. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von dicke_Wade:

    FeldWaldWiese (15.11.2019)

  17. #637

    Im Forum dabei seit
    24.05.2016
    Ort
    Weserbergland
    Beiträge
    356
    'Gefällt mir' gegeben
    30
    'Gefällt mir' erhalten
    24

    Standard

    Zitat Zitat von Lilly* Beitrag anzeigen
    Wenigstens fühlt sich die heiße Dusche danach und die gemütliche Couch im Anschluss mehr als doppelt so gut an wie sonst
    Zitat Zitat von dicke_Wade Beitrag anzeigen
    Und das war doch eine Heldentat! Bei schönem Wetter kann doch jeder
    Unter der Dusche hat es ewig gedauert, die kalten Beine wieder auf Normaltemperatur zu bringen. Vom Sofa kriegt mich heute niemand mehr runter. Den Rest des Tages bin ich Queen of Sofaecke .

    Dem Gatten, der sich mit diversen Ausreden vor dem Lauf gedrückt hat, habe ich natürlich berichtet, wie heldenhaft ich der Natur getrotzt habe und wie genial ich meinen Körper unter Kontrolle hatte .

    Ganz ehrlich, mit dem Abstand von ein paar Stunden, eingekuschelt in eine Decke mit heißem Kaffee finde ich, es war ein großartiger Lauf .

  18. #638

    Im Forum dabei seit
    24.05.2016
    Ort
    Weserbergland
    Beiträge
    356
    'Gefällt mir' gegeben
    30
    'Gefällt mir' erhalten
    24

    Standard

    Plan: 30 Minuten lockeres Laufen

    Diese Aufgabe kommt zweimal in der Woche. Sonntags besteht die Schwierigkeit für mich darin, morgens zu laufen. Ich merke sehr deutliche Unterschiede, ob ich morgens oder später am Tag laufe. Ich komme einfach nicht aus dem Quark, alles ist anstrengend, angefangen mit Anziehen und vor die Tür treten.

    Als ich loslaufe, merke ich noch die Stunde von Freitag in den Beinen. Ich starte aber so langsam, dass das Gemecker bald vorbei ist und die Beine Ruhe geben. Es ist so neblig, dass ich gerade noch meinen Mann neben mir erkennen kann, aber viel mehr auch nicht. Es ist absolut windstill und komplett ruhig, bis auf das Tapp-tapp-tapp unserer Schuhe. Im Wald kreuzt ein Reh ganz ruhig unseren Weg.

    Ich genieße die Natur und lasse meinen Körper machen. Tempo und Puls sind mir egal, ich laufe einfach, wie ich mich fühle und mische mich nicht bewußt in das Geschehen der Beine ein. Und die Beine machen ihr Ding wirklich prima.

    5,13 Kilometer, Dauer 37:45
    Pace 7:19, Puls 149

    Es war eine ganz tolle Laufwoche. Durch die fehlende Aufzeichnung von Montag weiß ich leider nicht, wieviele Kilometer es waren. Ich bin sehr zufrieden mit mir.
    Nächste Woche (Woche 4) des Plans ist „Entlastung“. Das Intervall und der lange Lauf werden gekürzt. Passt prima, denn ich habe Urlaub und werde viel mit anderen Dingen beschäftigt sein.

    Die ersten drei Wochen Laufen nach Puls haben mir sehr gut gefallen. Ich bin wesentlich langsamer unterwegs, und das bekommt mir viel besser als das planlose Rumgerenne, was mich einfach nur müde gemacht hat.

  19. #639

    Im Forum dabei seit
    24.05.2016
    Ort
    Weserbergland
    Beiträge
    356
    'Gefällt mir' gegeben
    30
    'Gefällt mir' erhalten
    24

    Standard

    Plan: 11 Minuten einlaufen, 2x 4 Minuten schnell + 3 Minuten langsam, 5 Minuten auslaufen = 30 Minuten

    Ein Blick auf das Regenradar zeigt mir, dass mittags die beste Zeit zum Laufen ist. Ich werde auf dem Rundkurs zum Nachbardorf laufen. Nicht schön, aber wenigstens ohne allzu große Hügel und damit für die Intervalle halbwegs geeignet.

    Los geht es mit dem Aufwärmen. Die Straße ist minimal abschüssig bis zum nächsten Dorf, dann ein kurzes Stück Feldweg zurück. Am Ende des Aufwärmens soll der Puls schon bei 156 sein. Das kriege ich sehr gut hin, Pace dabei 6:52.

    Als der erste schnelle Abschnitt anfängt, habe ich gerade den Feldweg hinter mir gelassen. Blöderweise geht es jetzt minimal bergauf. Sieht man kaum, aber meine Beine merken alles . Es kostet mich mächtig Überwindung, jetzt auch noch schneller zu werden. Die ganzen 4 Minuten renne ich gefühlt gegen eine Wand. Pace 6:13 ist nicht viel, für mich an dieser Stelle aber riesig .

    Die nächsten drei Minuten soll mein pumpendes Herzchen wieder normal werden. Mit dem Start dieses Abschnittes bin ich wieder am Ausgangspunkt angekommen, also ab hier leicht bergab. Da braucht es nur ein paar Meter, bis sich die Pumpe wieder beruhigt hat. Mein Laufen fühlt sich langsam an, es sind aber immerhin 6:39.

    Und wieder 4 schnelle Minuten, die diesmal den flachsten Teil der Strecke treffen. Ich laufe einfach mal los und versuche, so konstant wie möglich zu bleiben. Fällt mir in der letzten Minute ganz schön schwer, aber ich halte durch. Mit Pace 5:42 war ich unfassbar schnell .

    Na gut, um jetzt wieder runter zu kommen, muss ich ein paar Schritte gehen. Außerdem bin ich wieder am Feldweg, danach kommt zum Abschluss noch die leichte Steigung. Da die Quälerei für heute beendet ist, lasse ich es ganz ruhig austrudeln.

    4,53 Kilometer, Dauer 31:19
    Pace gesamt 6:53, Puls 145

    Das hat Spaß gemacht, einfach mal etwas Gas zu geben. Allerdings hätte ich viel mehr als die beiden schnellen Abschnitte heute nicht geschafft.

  20. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von FeldWaldWiese:

    dicke_Wade (18.11.2019), RunningPotatoe (18.11.2019)

  21. #640
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
    Im Forum dabei seit
    21.10.2014
    Ort
    irgendwo im Ländle
    Beiträge
    6.466
    'Gefällt mir' gegeben
    507
    'Gefällt mir' erhalten
    551

    Standard

    Hallo FeldWaldWiese,

    es bereitet mir ein diebisches Vergnügen, hier mitzulesen und zu erfahren, dass du inzwischen ein regelrechter Tempo-Junkie geworden bist. Rennen, dass die Lunge pfeift und dann auch noch Spaß daran haben - ja, wo gibt's denn sowas? Da könnte ja jeder kommen...


    Als Kontrastprogramm zu diesen Schilderungen empfiehlt sich die Lektüre deines Eröffnungsbeitrags zu diesem Faden - sehr erhellend!

    Wenn das so weitergehst, schaffst du es bestimmt auch noch, deinen bisher ja einigermaßen "abgeklärten" Göttergatten mit deinem Spaß an der Freude anzustecken. Wetten, dass?

    Mach einfach so weiter, immer wieder etwas Abwechslung reinbringen und dem Schweinehündchen zeigen, wo der Frosch die Haare hat!

  22. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von RunningPotatoe:

    FeldWaldWiese (18.11.2019)

  23. #641

    Im Forum dabei seit
    24.05.2016
    Ort
    Weserbergland
    Beiträge
    356
    'Gefällt mir' gegeben
    30
    'Gefällt mir' erhalten
    24

    Standard

    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen
    Als Kontrastprogramm zu diesen Schilderungen empfiehlt sich die Lektüre deines Eröffnungsbeitrags zu diesem Faden - sehr erhellend!
    Ja, ich habe seit meinem ersten Beitrag hier eine ganz schöne Laufstrecke hinter mich gebracht .

    Das war ein ständiges Auf und Ab, und so manches Mal bin ich an meinem unwilligen Körper fast verzweifelt. Sport ist einfach nicht meine Welt. Im Lauf der Zeit habe ich schon viel ausprobiert, aber es hat nie zu mir gepasst. Bis auf das Laufen, das ist genau mein Ding.

    Dabei ist es für mich in erster Linie kein Sport, sondern Qualitätszeit. Es ist die Zeit, wo ich mich ganz lebendig im Hier und Jetzt spüre, wo meine Gedanken mich leiten, mein Geist zur Ruhe kommt und meine Dämonen keinen Zutritt haben. Mein Körper und ich, eine Einheit wie sonst nie im Leben.

    Warum tue ich es mir an, bei Wind, Regen, Kälte, Hitze, Schwüle durch die Gegend zu rennen? Weil nichts sonst diese Wirkung hat wie eine Laufrunde. Klitschnass geschwitzt, aber tief zufrieden, so komme ich zu Hause wieder an. Das funktioniert immer.

    Meine Versuche, doch mal etwas schneller zu werden und länger zu laufen sind dabei nur ein Nebenprodukt. Wäre ja auf Dauer auch zu langweilig, immer dieselbe Runde zu laufen.

    Ich bin immer noch langsam, aber ich bin ein glücklicher Läufer .

  24. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von FeldWaldWiese:

    RunningPotatoe (19.11.2019)

  25. #642
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
    Im Forum dabei seit
    21.10.2014
    Ort
    irgendwo im Ländle
    Beiträge
    6.466
    'Gefällt mir' gegeben
    507
    'Gefällt mir' erhalten
    551

    Standard

    Du hast mehr vom wahren Wesen des Laufens erfasst, als mancher von uns übrigen Zahlen- und Equipment-Feteschisten hier …

  26. #643

    Im Forum dabei seit
    24.05.2016
    Ort
    Weserbergland
    Beiträge
    356
    'Gefällt mir' gegeben
    30
    'Gefällt mir' erhalten
    24

    Standard

    Plan: 30 Minuten lockeres Laufen

    Es ist mit 2 Grad recht kalt, zum Glück ist es windstill. Trotzdem probiere ich die Kälteschutzcreme, die ich mir gestern aus der Drogerie meines Vertrauens mitgebracht habe. Riecht wie eine normale Sonnencreme, zieht sofort ein und hinterlässt keinen Fettfilm auf der Haut. Wenn sie jetzt auch noch vor Sonne und Kälte schützt, bin ich begeistert.

    Kosmetik hin oder her, es ist trotzdem kalt. Und trüb am Himmel, kein Sonnenstrahl in Sicht. Ich laufe los, auf meine hügelige Waldrunde. Nach dem Einlaufen (sehr gemütliche 8:01) erreiche ich den Wald und werde etwas schneller. Ich soll jetzt laut Plan 15 Minuten locker laufen, Puls max. 156. Diese Anforderung mit der Strecke in Einklang zu bringen, ist nicht so einfach. Es geht ständig auf und ab, und ein konstantes Tempo kann ich da nicht laufen. Dazu bin ich bergauf zu schnell kraftlos, außerdem bremse ich mich bergab so ungern. Ich mag bergab so sehr .

    Die Viertelstunde bin ich mit durchschnittlich 6:36 unterwegs. Der Puls bleibt, wo er soll. Ein richtig schöner Abschnitt.

    Das abschließende Auslaufen bei ruhigem Puls kriege ich wieder nicht hin. Auf meiner Strecke geht es jetzt nur noch bergauf, da müsste ich stehenbleiben, um wieder ruhiger zu werden. Ich werde einfach nur langsamer, das muss reichen. 7:38 bergauf ist prima für mich.

    Nach der halben Stunde ist noch etwas Strecke übrig, die ich ganz ruhig nach Hause laufe. Obwohl ich etwas schneller war und die Strecke hügelig, habe ich es heute wirklich als lockeres, unaufgeregtes Laufen empfunden. Sollte ich tatsächlich Fortschritte machen? Wäre ja großartig.

    5,13 Kilometer, Dauer 36:37 Minuten
    Pace 7:10, Puls 146

    Die Kälteschutzcreme hat übrigens wirklich unterwegs das Gesicht gut geschützt. Das eisige Gefühl auf der Haut blieb diesmal aus. Mal sehen, was die Creme bei Gegenwind kann .

  27. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von FeldWaldWiese:

    RunningPotatoe (20.11.2019)

  28. #644

    Im Forum dabei seit
    24.05.2016
    Ort
    Weserbergland
    Beiträge
    356
    'Gefällt mir' gegeben
    30
    'Gefällt mir' erhalten
    24

    Standard

    Plan: 55 Minuten langer Lauf, Puls max. 142

    Als ich mittags starte, habe ich schon einen anstrengenden Vormittag mit Terminen und Hausputz hinter mir. So ganz ausgeruht fühle ich mich deshalb nicht. Ich hoffe, dass ich durchs Laufen und Gedankensortieren wieder etwas runterkommen kann.
    Es ist mit 4 Grad kalt, aber angenehm ohne Wind. Ich bin auf meiner Flachstrecke und laufe los. Es ist aber nicht einfach, Beine, Puls und Gedanken in Einklang zu bringen. Sobald sich meine Gedanken bei einem Thema fest fressen, werde ich schneller und Kollege Puls mischt zu sehr mit.
    Ich komme mir vor wie ein Dompteur, der versucht, die Raubtiere auf ihre Plätze zu dirigieren .

    Dabei reagiere ich auch noch wie ein gut ausgebildetes Dressurpferd auf die leichten Stupser am Handgelenk, die mich mahnen, mich heute zurückzuhalten .

    Ab und zu liege ich mal drüber, aber eigentlich kann ich die heutige Vorgabe ganz gut umsetzen. Als ich wieder am Auto ankomme, bin ich überhaupt nicht aus der Puste. Wann habe ich mich das letzte Mal nach einem Lauf so entspannt gefühlt? Das ist eine neue, sehr schöne Erfahrung.

    7,23 Kilometer, Dauer 57:46 Minuten
    Pace 7:53, Puls 139

    Die Königin der Langsamkeit war wieder unterwegs . Und es hat Spaß gemacht! Und ich bin tiefenentspannt, der anstrengende Vormittag ist vollständig verarbeitet. Ziel erreicht .

  29. #645
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
    Im Forum dabei seit
    21.10.2014
    Ort
    irgendwo im Ländle
    Beiträge
    6.466
    'Gefällt mir' gegeben
    507
    'Gefällt mir' erhalten
    551

    Standard

    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    Die Königin der Langsamkeit war wieder unterwegs
    Nennen wir es doch einfach … Würde. Königinnen rennen schließlich nicht, Königinnen schreiten würdevoll.

  30. #646

    Im Forum dabei seit
    24.05.2016
    Ort
    Weserbergland
    Beiträge
    356
    'Gefällt mir' gegeben
    30
    'Gefällt mir' erhalten
    24

    Standard

    Plan: 30 Minuten lockeres Laufen

    Es kostet mich heute Überwindung, die Laufklamotten anzuziehen und vor die Türe zu treten. Ich nehme die Unlust wahr, aber nicht ernst. Plan ist Plan, das diskutiere ich nicht mit mir. Es wird gelaufen, basta!

    Einlaufen bis zum Wald, dann 15 Minuten etwas schneller, den Rest mit Berg gemütlich nach Hause, die ganz normale Waldrunde.

    Das Aufwärmen mit 8:03 ist sehr angenehm, dann werde ich etwas schneller. 6:53 im Durchschnitt für die nächste Viertelstunde, dabei geht es auf der Strecke auf und ab. Abschließend nur noch langsam nach Hause hoppeln, wobei der „Berg“ mir heute nicht leicht fällt.

    5,13 Kilometer, Dauer 37:16 Minuten
    Pace 7:17, Puls 148

    Es hat sich heute nicht so locker angefühlt, wie es sein sollte. Mag an meiner akuten Unlust gelegen haben, dem trüben Wetter, den von Freitag noch etwas müden Beinen oder der globalgalaktischen Gesamtsituation, was weiß ich?

    Nächste Woche zieht das Programm wieder an. Der lange Lauf und einer der lockeren Läufe werden ausgeweitet. Bin mal gespannt, wie es wird.

  31. #647

    Im Forum dabei seit
    24.05.2016
    Ort
    Weserbergland
    Beiträge
    356
    'Gefällt mir' gegeben
    30
    'Gefällt mir' erhalten
    24

    Standard

    Plan: 12 Minuten Aufwärmen, 4x 4 Minuten schnell, 3 Minuten langsam, 5 Minuten Auslaufen = 45 Minuten

    Schnell laufen ist nicht gerade das, was ich gut kann, und so habe ich den ganzen Arbeitstag die heutige Aufgabe im Kopf. Mit etwas mulmigem Gefühl mache ich mich nach Feierabend mit Stirnlampe und Reflektorweste auf den Rundkurs, den ich heute dreimal laufen will. Hier auf dem Land gibt es keine Bürgersteige, also muss ich kurze Abschnitte auf der Straße laufen. Da will ich auf jeden Fall gut gesehen werden.
    Das hat auch bestens geklappt, alle Autos haben meinem Mann und mir ausreichend Platz auf der Straße gelassen.

    Die 12 Minuten Aufwärmen ziehen sich ganz schön. Es ist kalt und neblig, die Feuchtigkeit kriecht überall hin. Mir ist kalt, ich mag das alles nicht.
    Als der erste, schnelle Abschnitt anfängt, geht es leicht bergauf. Mein Mann mag die schnellere Gangart, aber ich hechele nur angestrengt neben ihm her.
    6:15, mehr geht nicht. Immerhin kann ich die nächsten 3 langsamen Minuten langsam weiterlaufen. Das soll so nicht bleiben.

    3 Minuten sind viel zu schnell vorbei, ich muss schon wieder rennen. Diesmal im Flachstück, das kriege ich mit 5:55 besser hin. In der anschließende Pause muss ich aber erstmal ein paar Schritte gehen, um wieder zu Atem und Sprache zu finden. Meine Güte, und das war erst die Hälfte, denke ich und habe das Gefühl, schon jetzt geht nichts mehr.

    Der dritte schnelle Abschnitt geht wieder leicht bergauf. Ich habe keine Ahnung, wie ich es schaffe, den unwilligen Körper nochmal in Bewegung zu bringen. 6:31, mehr geht nicht. Wieder muss ich ein paar Schritte gehen, um die Kraft für den letzten Abschnitt zu sammeln. Es geht ganz leicht bergab und flach, und ich kriege 6:02 irgendwie hin.

    Den Rest nach Hause trippele ich ganz langsam vor mich hin. Dass nochmal ein Hügelchen kommt, nehme ich kaum noch wahr. Ich will einfach nur nach Hause.

    Insgesamt 6,77 Kilometer, Dauer 47:13 Minuten
    Pace 6:58, Puls 150

    Bin ich froh, dass dieses Gerenne nur einmal in der Woche im Plan steht.

  32. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von FeldWaldWiese:

    Catch-22 (26.11.2019), RunningPotatoe (25.11.2019)

  33. #648
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
    Im Forum dabei seit
    14.11.2010
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    17.241
    'Gefällt mir' gegeben
    360
    'Gefällt mir' erhalten
    1.418

    Standard

    Trotz Unwillen des Körpers hast du das prima hinbekommen Klasse!

    Gruss Tommi

  34. #649

    Im Forum dabei seit
    24.05.2016
    Ort
    Weserbergland
    Beiträge
    356
    'Gefällt mir' gegeben
    30
    'Gefällt mir' erhalten
    24

    Standard

    Plan: 30 Minuten locker laufen

    Die Rennerei von Montag hat mich nachhaltig platt gemacht. Von Montag auf Dienstag habe ich geschlafen wie ein Bär, kaum dass der Kopf das Kissen berührte. Gestern war ich den ganzen Tag immer noch müde, das wurde erst am Nachmittag etwas besser. Nach Sonnenuntergang wurde ich schon wieder müde und habe die letzte Nacht wieder im stundenlangen Tiefschlaf verbracht, der mit der Sekunde des Hinlegens begann. Ich war ja mal so richtig geschafft.

    Heute morgen bin ich dann fast erholt aufgewacht. Bis auf die bleierne Müdigkeit hat mein Körper die ganze Zeit nicht gezickt, Muskeln, Gelenke und Co. meldeten sich nicht.

    Ich starte heute auf meine übliche Waldrunde, die ich komplett im Hellen laufen kann. Es ist zwar nicht mehr so kalt, aber meine Feinde Nr. 1 (Gegenwind) und Nr. 2 (Steigungen) sind vollzählig versammelt. Mit Nr. 2 beginnt die Runde, Nr. 1 treffe ich nach der ersten Kurve. Das ist auch der Moment, wo ich meine Handschuhe vermisse, die frisch gewaschen in der Schublade liegen.

    Ich bin der festen Überzeugung, dass ich nach 10 Minuten Einlaufen schneller werden soll, also mache ich das. Ein Sturm der Entrüstung tobt an meinem Handgelenk, die Uhr kriegt sich nicht mehr ein. Was ist da los? Ich habe meine Brille nicht dabei, also brauche ich gar nicht nachsehen. Ich versuche es mit langsameren Laufen, der Puls geht wieder runter, die Uhr schweigt still. Aha, ich soll wohl heute doch langsam unterwegs sein. Na gut, dann mache ich das, so gut es auf dem hügeligen Kurs geht.

    Ich hatte vergessen, dass das Programm nach 4 Wochen angepasst wird. Daher hatte sich diese langsame Einheit reingemogelt.

    Ganz erstaunt bin ich, dass ich gar nicht so trödeln muss, um mit dem Puls unten zu bleiben. Klar, bei den Anstiegen liege ich drüber, aber bergab und flach muss ich mich gar nicht so sehr bremsen. Die halbe Stunde ist am Fuß des Hausbergs zu Ende, und ohne den Aufpasser am Handgelenk gebe ich bergauf nochmal etwas Gas. Ich hüpfe den Hügel hinauf, dann noch fix das Flachstück bis zur Tür.

    5,13 Kilometer, Dauer 36:41 Minuten
    Pace 7:08, Puls 142

    So schnell war ich auf dieser Strecke schon lange nicht mehr, dabei habe ich mich doch extra zurück gehalten. So langsam glaube ich wirklich, dass ich besser werde .

  35. #650

    Im Forum dabei seit
    24.05.2016
    Ort
    Weserbergland
    Beiträge
    356
    'Gefällt mir' gegeben
    30
    'Gefällt mir' erhalten
    24

    Standard

    Plan: langer Lauf, 60 Minuten

    Gestern hatte ich Migräne, und heute wache ich mit kleinen Nachwehen der Kopfschmerzen auf. Nicht deutlich spürbar wie gestern, aber der Schmerz lauert noch im Hintergrund auf den Moment, mich wieder umzuhauen.
    Draußen ist es mit 3 Grad für mich schon wieder zu kalt, dazu bläst ein ordentlicher Wind. Nicht gerade ideale Voraussetzungen für einen gemütlichen Lauf. Außerdem hat sich der Gatte als Begleitung angemeldet. Langsam laufen fällt ihm irre schwer, ich bin gespannt, wie oft ich ihn zurückpfeifen muss.

    Wir starten auf der Flachstrecke am Weserradweg. Die ersten Schritte beobachte ich, was die Bewegung mit meinem Kopf macht. Die Migräne rührt sich nicht. Gut so. Mit leichter Migräne bin ich schon öfter gelaufen. Schön ist es nicht, wenn es bei jedem Schritt im Kopf hämmert. Heute bleibt das Gehämmer aus.

    Den Wind bekommen wir auf der ersten Hälfte der Strecke überwiegend seitlich ab. Das geht noch, kühlt aber doch aus.
    Auf dem Rückweg gibt es dann Wind frontal. Es fällt mir schwer, im vorgegebenen Pulsbereich zu bleiben. Ich versuche, meinen Gatten als Windschild zu benutzen, aber der dünne Mann ist dafür völlig ungeeignet . Ich liege immer genau 1 Schlag über dem vorgegebenen Puls. Ich beschließe, dass mit mir alles in Ordnung ist, daher muss die Vorgabe falsch sein . Zu Hause korrigiere ich die Pulsbereiche um genau diesen einen Schlag und schwupps, war der Lauf perfekt .

    8,40 Kilometer, Dauer 1:05:34
    Pace 7:47, Puls 139

    Es war zwar windig und kalt, aber die ganze Zeit hatten wir strahlenden Sonnenschein. Ein wirklich schöner Lauf.

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Kleiner dicker Mann will (wieder) ein Läufer werden ...
    Von todmirror im Forum Tagebücher / Blogs rund ums Laufen
    Antworten: 55
    Letzter Beitrag: 11.11.2015, 11:10
  2. Wenn Läufer zu Wanderern werden...
    Von Martinwalkt im Forum Sportliches Wandern
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 06.03.2012, 10:45
  3. Ein Stück vom Glück
    Von devotee im Forum Foren-Archiv
    Antworten: 46
    Letzter Beitrag: 15.02.2008, 12:51
  4. Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 16.11.2007, 16:36
  5. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 29.10.2007, 17:35

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •