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  1. #751

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    Das mit der Abwechslung von Distanz und Tempo liest sich super, das würde auch gut ins nächste Jahr passen.
    Mein Arbeitgeber überlegt, die Mitarbeiter auch nach Corona viel öfter ins Homeoffice zu lassen als vorher. Wir arbeiten zum größten Teil alle durchgehend seit März von zu Hause. Die Firma ist nicht zusammen gebrochen, wir arbeiten produktiver als zu Bürozeiten.
    Da hätte ich also weiterhin die Möglichkeit, so wie jetzt ganz flexibel tagsüber laufen zu können.

    Beim schnellen Lauf bin ich aktuell ca. 7KM mit 5:50 - 6:10 unterwegs, je nach Tagesform und Wetter.
    Das normale Dauerlauftempo, über das ich nicht weiter nachdenken muss und sich fast automatisch einstellt, liegt etwa bei 6:30-6:45.
    Bei den längeren Läufen liege ich bei 6:50-7:00.

    In den letzten Monaten bin ich ohne Plan und nur nach der groben Struktur: einmal schnell, einmal lang, zweimal mittendrin gelaufen, ohne KM- oder Zeitvorgaben. Wenn ich mich gut gefühlt habe, war ich schnell oder auch mal länger unterwegs. Bergauf habe ich auch Fortschritte gemacht, da gebe ich nicht mehr so schnell auf.

    Wenn ich so darüber nachdenke, lief es in diesem Jahr eigentlich ganz gut .

  2. #752
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    Na, das klingt doch super.

    Bei den Tempophasen habe ich bewusst 6 Wochen genannt, weil du den Steffny erwähntest und dessen Trainingspläne für spezifische Distanzen ja fast immer 6 Wochen dauern. Zum Einstieg könntest du z.B. mal den Plan 10k in 54 min versuchen. Da ist der Tempolauf über 6 km mit 5:55 weniger anspruchsvoll als die von dir genannten 7k in 5:50 (vorausgesetzt, der war nicht auf der allerletzten Rille, sondern ca. 85% HFmax). Oder wenn dir das zu ambitioniert ist (das Problem habe ich natürlich verstanden), einfach irgendwo zwischen den Plänen für 59 und 54 min interpolieren. Da sind auch kürzere und längere Intervalle drin, somit ist auch für Abwechslung gesorgt.

    Für die Phasen, in denen du die Distanz ausbaust, könntest du i.w. deine bisherige Trainingsstruktur beibehalten, die dir ja offensichtlich irgendwie liegen muss - die finde ich als Basistraining nämlich super. Da würde ich nur bei der einen Tempoeinheit pro Woche dann darauf achten, dass das zuvor erarbeitete Tempo nicht ganz wieder versandet, also wöchentlich auch mal abwechseln zwischen Tempoläufen wie bisher und kürzeren/schnelleren Intervallen. Die Dauer dieser Distanzphasen kannst du je nach Lust und Laune völlig frei wählen, z.B. an verfügbare Wettkämpfe (real oder virtuell) anpassen oder auch nicht. Die genannten 12 Wochen waren ja nur eine Hausnummer.

  3. #753
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    Nachtrag: Ich sehe gerade, dass Steffnys 54min-Plan nicht ganz kompatibel ist mit deinem bisherigen Laufpensum, da er bereits mit 44 km in der ersten Woche beginnt und der LaLa mit 15 km. Also ein paar Wochen deines bisherigen Plans davorschalten, den Langen jede Woche um 1 km verlängern und auch einen der beiden Mittleren.

    Was auch gewöhnungsbedürftig sein könnte, ist der ruhige DL unmittelbar vor dem Langen - könntest du auch schon mal ausprobieren. Den 10k-Plan dann erst, wenn du dich an die Umfänge und das Wochenschema gewöhnt hast.

  4. #754

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    10 KM in 54 Minuten, da wird mir schon schwindelig, wenn ich das nur lese. Das ist so fernab aller meiner Möglichkeiten, das werde ich nie schaffen .

    Heute regnet es in Norddeutschland, im Weserbergland besonders heftig und ausdauernd. Aber es ist Freitag, da ist immer Lauftag, Wetter ist keine Ausrede. Der Gatte hat längst Gefallen an Regenläufen gefunden. Das hätte ich nie gedacht, er ging früher nie vor die Tür, wenn auch nur eine dunkle Wolke am Himmel stand.
    Wichtig ist mir dabei nur, dass es mir nicht ins Gesicht regnet. Das finde ich fies, da werde ich knurrig und habe keine Lust mehr. Aber mit einer Kappe unter der Kapuze der Regenjacke (kalte Tropfen in den Nacken, auch schlimm eklig) bleibt alles trocken.

    Heute sind 10 KM flache Strecke geplant, durchgehend auf Asphalt. Es soll schön langsam werden, ich möchte mein Herzchen mal etwas schonen. Die neue Uhr zeigt mir die Pulsbereiche farbig an. Prima, da ich ohne Brille laufe, reicht es mir, die Farben zu erkennen.
    Es dauert immer, bis sich der Körper sortiert hat und ich einen gleichmäßigen Rhythmus finde. Ab KM 2 geht das gut.
    Unterwegs erzähle ich dem Gatten von den Planideen der Kartoffel. Er meint, so lange er nicht wieder mit 7:45 oder langsamer durch die Gegend eiern muss, ist er im nächsten Jahr dabei. Egal was im Plan steht, er läuft das mit. Ach, er ist wirklich ein Schatz .

    Die Zeit vergeht wie im Flug, wenn man Spaß hat. Der Lauf heute war große Klasse. Wir haben den Radweg komplett für uns allein, der Regen trommelt auf die Kappe, die Füße patschen durch die Pfützen, ich könnte ewig so weiterlaufen.

    Als wir wieder am Start ankommen, sind wir beide immer noch fit und tiefenentspannt. Na gut, wir haben keine trockene Stelle mehr am Körper, das fühlt sich nicht sooo gut an. Ich habe aber das Gefühl, ich hätte noch ewig so weiterlaufen können.

    10,35 KM in 1:10:33
    Pace 6:49
    Puls 138 bpm
    (für die Kartoffel: meine max.HF vermute ich bei ca. 185, wie ich darauf gekommen bin, habe ich vor ein paar Seiten mal erklärt. Du fandest meine Erklärung plausibel )

  5. #755
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    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    10 KM in 54 Minuten, da wird mir schon schwindelig, wenn ich das nur lese. Das ist so fernab aller meiner Möglichkeiten, das werde ich nie schaffen .
    Geht nicht gibt's nicht und nie schon gar nicht.

    Anderer Ansatz: Du bist heute 10 km flach in 6:49/km gelaufen, mit knapp 75% HFmax. Mit genau dieser HF lässt Steffny im 59min-Plan seine ruhigen Dauerläufe laufen. Passt. Deine schnellen Läufe läufst du bis 5:50 über 7km; das passt sogar zu den Tempoläufen seines 54er Plans. Die Wahrheit liegt dann wohl irgendwo dazwischen. Wie weit dieses derzeitige Potenzial ausgeschöpft werden kann, entscheidet dein Kopf wohl eher als dein Körper.

    Statt den 54er zu verlangsamen, kannst du genauso gut den 59er Plan hernehmen und etwas aufpimpen (passt übrigens auch von den Wochen-KM besser). Mach z.B. einen 58er Plan draus, indem du die angegebenen Paces mit 58/59 multiplizierst. das macht dann:
    • Tempolauf: 6:25 => 6:18 (locker machbar für dich)
    • ruhiger DL 75%: 6:55 => 6:48 (heute ganz locker geschafft und Spaß gehabt, sogar über 10 km)
    • 1000m-Intervalle (=10k-Renntemo): 5:54 => 5:48 (locker machbar)

    Ich bin sicher, dass du auch sofort mit der Zielzeit 57 min. beginnen könntest. Aber mach das so, wie es sich für dich richtig anfühlt - etwas fordernder als bisher, aber nicht überfordernd.

    Dazu gehört natürlich am Ende der 6 Wochen ein "Wettkampf" - am besten real oder ersatzweise virtuell oder einfach ein voll gelaufener Testlauf. Das allein ist schon ein enorm starker Trainingsreiz.

    So, jetzt höre ich aber auf - verspüre gerade so ein Kribbeln in den Beinen, weil ich mir selbst mehr und mehr Lust mache, das mal auszuprobieren. Dabei will ich diesen Winter doch nur Grundlagen machen...

    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    Puls 138 bpm
    (für die Kartoffel: meine max.HF vermute ich bei ca. 185, wie ich darauf gekommen bin, habe ich vor ein paar Seiten mal erklärt. Du fandest meine Erklärung plausibel )
    Im Alter muss man gar nicht mehr alles selbst erinnern - man muss nur die richtigen Leute kennen, die sich erinnern, was man alles mal gesagt hat.

  6. #756

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    Vielen, lieben Dank .

    Das liest sich alles so logisch und machbar, ich krame jetzt sofort das Buch mit den Plänen her.

    Für ein Rennen steht jederzeit der Gatte parat. Er liebt das schnelle Laufen so und ist nur schwer zu langsamen Läufen zu motivieren .

    Bis zum Jahresende mache ich noch mit meinem Gehoppel nach Gefühl weiter. Wenn das Wetter mitspielt, geht es dann im Januar nach Plan los. Ich freu mich drauf .

  7. #757
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    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    Das liest sich alles so logisch und machbar, ich krame jetzt sofort das Buch mit den Plänen her.
    Was ich anderen aufschwatze, liest sich immer ganz logisch und machbar. Nur bei mir selbst klappt's dann eher selten. Aber wenigstens finde ich immer eine Ausrede - hätte Fußballer werden sollen.


    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    Für ein Rennen steht jederzeit der Gatte parat. Er liebt das schnelle Laufen so und ist nur schwer zu langsamen Läufen zu motivieren .
    Na, dann soll er sich mal warm anziehen und fleißig trainieren, damit die Überraschung am Tag X nicht allzu groß wird.

    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    Bis zum Jahresende mache ich noch mit meinem Gehoppel nach Gefühl weiter. Wenn das Wetter mitspielt, geht es dann im Januar nach Plan los. Ich freu mich drauf .
    Mach das so. Ich wünsche dir/euch auch weiterhin viel Spaß beim Laufen.

    Und ich werde beruhigt bleiben - lese ich hier nix, ist weiterhin alles gut.

  8. #758

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    Unser Sonntagslauf ab Haustür ist ein perfekter Mix aus allen Läufen der Wochen: Asphalt, Schotterwege, Waldwege, gerade Stücke, bergauf, bergab. Herrlich abwechslungsreich, aber heute leider wieder mit meinem Feind Nr. 1, dem Gegenwind. Sobald ich gegen Wind anrennen muss, kriege ich Puls und schlechte Laune. Der Gatte neben mir tobt unbeeindruckt in seinem Tempo weiter, ich schimpfe, fluche, schniefe und pruste. Nein, Wind ist nicht meins.

    Nach dem ersten Kilometer Körper sortieren merke ich aber, dass ich mich gar nicht schlecht anstelle mit der Lauferei . Die Bergabstücke machen richtig Spaß, da kommt sogar der Gatte kaum mit .

    6,74 KM, Dauer 42:28
    Pace 6:18, Puls 153 bpm

    Gar nicht schlecht bei dem ordentlichen Wind und ca. 80 Höhenmetern.

  9. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von FeldWaldWiese:

    dicke_Wade (30.10.2020), RunningPotatoe (25.10.2020)

  10. #759
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    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    Sobald ich gegen Wind anrennen muss, kriege ich Puls und schlechte Laune. Der Gatte neben mir tobt unbeeindruckt in seinem Tempo weiter, ich schimpfe, fluche, schniefe und pruste.
    Kostet Letzteres am Ende womöglich mehr Kraft als der Gegenwind selbst?

  11. #760
    Avatar von Catch-22
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    Richtig flott, die Dame! Aktuell könnten wir zusammen laufen

    Gegenwind ist echt mies. Ich laufe dann immer nach Belastungsgefühl, egal wie die Pace dann ausschaut. So kann man sich dann auch bei Wind richtig gut gehen lassen

    Für euren Silvesterlauf drücke ich die Daumen, dass er auch stattfindet. Der für den Silvesterlauf hier zuständige Verein hat schon beschlossen, gar nicht erst mit den Planungen anzufangen.

  12. #761

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    Zitat Zitat von Catch-22 Beitrag anzeigen
    Richtig flott, die Dame! Aktuell könnten wir zusammen laufen
    Gerne . Wann bist du in der Nähe? Ich kenne hier viele, schöne Strecken .

    Montags ist traditionell unser Renntag. In der Mittagspause geht es los zum Wald. Eigentlich ist es keine besonders spannende Strecke, einfach nur ein Waldweg, den wir hin und zurück laufen. Auf dem Hinweg geht es die ganze Zeit leicht bergauf, auf dem Rückweg leicht bergab. Allerdings bin ich auf dem Rückweg meist schon so geschafft, dass ich die Erleichterung kaum spüre.

    Wir starten den ersten Kilometer immer langsam nach Gefühl. Es gibt Tage, da wollen die Beine gar nicht, und es gibt Tage wie heute, wo keinerlei Gemecker aus den unteren Körperregionen kommt. Gut, dann kann es ja gleich losgehen.
    Der Gatte neben mir bekommt die Anweisung, sich an mein Tempo zu halten, Ich wechsele immer wieder ganz nach Gefühl zwischen schnellen und kurzen, langsameren Abschnitten. Das ist mir gar nicht bewusst, es fällt nur auf, wenn ich mit meinem Mann laufe. Er ist wie ein Laufautomat, bei dem das eingestellte Tempo konstant abgespult wird. Wenn ich versuche, mit ihm mitzuhalten, überfordert mich das. Mit meiner Tempowechselei komme ich viel besser zurecht.
    Bei normalen Läufen sage ich halt, wenn es mir zu schnell wird. Wenn ich meine gesamte Luft für mich selber brauche, will ich nicht unterwegs noch ein Schwätzchen halten müssen .

    Im Wald ist es windstill, mit 10° aber schon zu kalt für mich. Trotz Kapuze und Jacke friere ich. Wenn ich den Gatten mit den nackten Waden neben mir sehe, kriege ich Gänsehaut. Meine Hände sind eiskalt, die verstecke ich im Ärmel. Sie werden erst auf dem Rückweg warm. Hätte ich doch die Handschuhe mitgenommen. Ich glaube, es gibt keinen zweiten Frostköttel wie mich.

    Das Laufen klappt die ganze Strecke über richtig gut. Es ist irre anstrengend, aber es macht Spaß.

    7,24 KM, Dauer 43:01
    Pace 5:56, Puls 154 bpm
    84 Höhenmeter

    So langsam komme ich aus dem Tief des Spätsommers wieder raus. Das war immerhin meine drittbeste Zeit auf dieser Strecke in diesem Jahr .

  13. #762

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    Mittwochs geht es auf die Bergrunde. Heute sogar bei blauem Himmel und Sonnenschein. Zwar nur 14°, aber damit muss ich zufrieden sein. Langärmliges Shirt mit Windjacke drüber soll reichen.

    Probleme habe ich immer wieder mit stark tränenden Augen. Sobald ich auch nur einen Hauch Wind in die Augen bekomme, laufen sie über und dicke Tränen kullern mir über die Wangen. Zusammen mit der ständig laufenden Nase nervt das unterwegs ganz schön. Keine Luft kriegen, weil Nase zu und zusätzlich nichts sehen, weil alles unter Wasser steht ist ätzend. Ich will den Sommer zurück, bei 25° und mehr sind Nase und Augen trocken.
    Ich schniefe und pruste ständig die Nase frei, zusätzlich reibe ich die Augen trocken. Und dann soll ich mich nebenbei auch noch auf die Lauferei konzentrieren .
    Ich habe es schon mit einer Windbrille probiert, aber das nützt nichts. Da muss ich zusätzlich die Brille hochschieben, um die Augen trocken zu reiben. Das verlängert nur die Phasen des Blindflugs. Aktuell laufe ich mit Kappe. Der Schirm hält wenigstens etwas Wind vom Gesicht weg. Augentropfen vor dem Laufen habe ich auch schon probiert. Hilft alles nichts. Ich bin da für jeden Tipp dankbar.

    Nase zu, Augen unter Wasser, dann kann es ja losgehen . Die ersten 3,5 KM Strecke sind identisch mit dem Hinweg vom Montag, also stetig leicht bergauf in den Wald hinein. In den letzten zwei Tagen muss mit den Bäumen etwas passiert sein, denn unter den Füßen raschelt das Laub. Huch, das war Montag noch nicht da! Ich mag das Geraschel, aber der Gatte neben mir ermahnt mich, jetzt noch vorsichtiger zu sein, weil ich die Steine jetzt nicht mehr sehen kann. Habe ich schonmal erzählt, dass ich gegen jeden, wirklich jeden Stein auf dem Weg trete und dabei stolpere. Ich weiß gar nicht, wie oft ich mich dabei schon auf die Klappe gelegt habe. Jawoll, mein lieber Mann, ich passe auf!

    An der Stelle, wo wir am Montag gewendet haben, biegen wir heute auf einen asphaltierten Weg ab, der mit ca. 8% Steigung den nächsten Kilometer eine ordentliche Aufgabe für mich ist. Mittlerweile kann ich das Stück gut durchlaufen, aber ich freue mich oben immer so sehr, dass ich es wieder geschafft habe. Es ist für mich nicht selbstverständlich, dass es mir jedes Mal gelingt.

    Nach ein paar Schritten auf einem ganzjährig matschigem Waldweg kommt der Moment, für den sich die Plackerei gelohnt hat: Wir stehen am Waldrand und gucken kilometerweit ins Tal, die Sonne scheint uns ins Gesicht, kein Mensch weit und breit zu sehen. Ich denke dann immer, ich muss wohl am schönsten Platz der Welt wohnen. Wer schonmal im Weserbergland war, wird mir sicher zustimmen .

    Am Waldrand entlang geht es jetzt leicht bergab. Leider kann ich das heute nicht genießen, denn der Wind ist mit von der Partie und weht volle Pulle von vorn. Mein Gatte ist ein dünnes Hemd und taugt nicht als Windschutz. Meine Windjacke bläht sich auf, ich sehe aus wie ein pinkfarbener Ballon auf zwei schwarzen Stelzen .

    Auf dem Rückweg gibt es noch zwei Mini-Anstiege, dann ist die Bergrunde für diese Woche erledigt.

    8,78 KM, Dauer 58:21
    Pace 6:39, Puls 146
    ca. 100 Höhenmeter

  14. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von FeldWaldWiese:

    dicke_Wade (30.10.2020), RunningPotatoe (28.10.2020)

  15. #763
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    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    Nach ein paar Schritten auf einem ganzjährig matschigem Waldweg kommt der Moment, für den sich die Plackerei gelohnt hat: Wir stehen am Waldrand und gucken kilometerweit ins Tal, die Sonne scheint uns ins Gesicht, kein Mensch weit und breit zu sehen. Ich denke dann immer, ich muss wohl am schönsten Platz der Welt wohnen. Wer schonmal im Weserbergland war, wird mir sicher zustimmen .
    Jaaa, das sind diiiie Momente...

    Aber da halte ich mal locker dagegen - wenn ich auf meiner "Hohen Straße entlang tuckere, links das Kochertal, rechts das Jagsttal und weit vorne Bad Wimpfen, stolz über dem Neckartal, dann kommen mir auch solche Gedanken. Und wenn ich hier die Bilder von Tommy, GeorgSchönegger und anderen sehe, dann weiß ich, dass es da noch viele Konkurrenten in diesem Contest gibt. Schöner ist es halt nur im Schwitzestudio.
    Aber nur, wenn da ein Südseeposter an der Wand hängt.


    P.S.: Ich war schon mehrfach im Weserbergland. Mein Vater ist da vor über 50 Jahren mit meinem Bruder und mir gewandert.

  16. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von RunningPotatoe:

    FeldWaldWiese (28.10.2020)

  17. #764
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Ich muss mal endlich meinen Senf dazu geben. Ich finde es toll, dass du trotz Schreibpause wunderbar weiter gelaufen bist. Und nun auch deine Schreibpause beendet hast. Schön, wieder von deinen Läufen zu lesen!

    Gruss Tommi


    Mein Tagebuch: https://forum.runnersworld.de/forum/...er-dicken-Wade

    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

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    FeldWaldWiese (30.10.2020)

  19. #765

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    Danke, Tommi .
    Ein Leben ohne Laufen ist möglich, aber sinnlos .

    Der Lauf am Freitag läutet das Wochenende ein. Es ist meine Variante des langen Laufes: schön gemütlich durch die Gegend laufen, dabei mit dem Gatten ein Schwätzchen halten und nach einer Stunde tiefenentspannt und glücklich sein .

    So war der Plan, aber die Elemente sind heute gegen mich. 11° und Regen, damit kann ich umgehen, aber dazu noch heftigster Wind ist wirklich eklig. Die übliche Freitagsstrecke, der flache Radweg an der Weser, fällt damit aus. Ich habe nicht die Nerven, mich die Hälfte der Strecke mit dem Gestürme von vorne auseinander zu setzen.
    Also geht es zum dritten Mal diese Woche in den Wald. Wir haben im Sommer eine schöne Strecke von 10 KM Länge entdeckt, die gut vor Wind schützt, aber wo es mächtig auf und ab geht. Ohne Gehpausen ging das nie. Der Gatte schlägt vor, die Strecke heute mal andersrum zu laufen. Ich sehe mit Grausen die steilen Abschnitte vor mir. Na, dann los!

    Die ersten zwei Kilometer in den Wald hinein laufe ich also zum dritten Mal in dieser Woche. Schön langsam und gemütlich, so mag es der Körper. Dann biegen wir ab, es geht jetzt ca. 3 Kilometer gemischt bergab, flach und etwas bergauf. Wie gern würde ich hier einfach runter sausen, aber das feuchte Laub und die Wade des Gatten halten mich im Zaum. Es ist stellenweise ganz schön rutschig, und bergab mit Tempo verträgt Gattes Wade nicht gut. Warum auch immer, da hat er oft mit irgendwelchen Wehwehchen zu tun. Einfach zu zart, der Gute .

    Nach 5 KM ist also der schöne Teil vorbei, jetzt geht es an die Arbeit. Die nächsten beiden KM geht es bergauf, aber mal so richtig. Zuerst ca. 25 Höhenmeter auf dem nächsten KM Waldweg, der immer matschiger und rutschiger wird. Er ist hier von den schweren Maschinen von tiefen Spurrillen durchzogen. Als ich an zwei Spaziergängern vorbeilaufe, komme ich mächtig ins Straucheln. Nur der schnelle Griff des Gatten bewahrt mich vor einem Abflug in den Matsch .
    Aber es kommt noch schlimmer...
    Jetzt kommt zwar ein Stück auf Asphalt, dafür aber mit unfassbaren 55 Höhenmetern. Ich gucke hoch, sehe die Steigung und beschließe, es wenigstens zu versuchen. Ich senke den Kopf, gucke nur noch gegen den Schirm der Kappe und auf meine Füße und hoppse los. Schritt, Schritt, Schritt...
    Ich denke an nichts, ich fühle nur die Beine, die erstaunlich gut unterwegs sind, ich höre auf mein Herz, das sich nicht so aufregt, wie ich es erwartet habe und laufe und laufe und laufe...
    Irgendwann sagt mein Mann, dass wir oben sind . Erst jetzt hebe ich wieder den Kopf und freue mich wie ein Schnitzel .
    Die restliche Strecke nehme ich kaum wahr. Ich bin so glücklich und stolz auf mich, ich plappere dem besten Ehemann von allen die Ohren zu .

    10,20 KM, Dauer 1:11:25
    Pace 7:00, Puls 141 bpm
    151 Höhenmeter

    Das war der letzte Lauf im Oktober. Gesamt Oktober = 133,50 KM

  20. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von FeldWaldWiese:

    RunningPotatoe (30.10.2020)

  21. #766

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    Die Sonne scheint, Wind ist kaum vorhanden, es sind 13°. Es ist ein idealer Sonntag zum Laufen .

    Nach den vielen Runden im Wald diese Woche ist uns heute nach etwas mehr Abwechslung. Wir fahren in einen kleinen Ort in der Nähe und laufen eine kleine Runde auf asphaltierter Wegen mit einem kurzen Abschnitt auf Feldwegen. Bis auf einen Minianstieg ist die Strecke überwiegend flach. Was für eien Wohltat nach den anstrengenden Bergläufen.

    Ich habe befürchtet, dass mir die Beine die vielen Höhenmeter in dieser Woche übel nehmen, aber das Gegenteil ist der Fall. Von Beginn an benimmt sich das Fahrgestell extrem unauffällig und folgsam . Der Gatte neben mir bestätigt meinen Eindruck, auch bei ihm ist alles schick und schön.

    Wir genießen jeden Meter . Es ist so toll, einfach nur in der Sonne zu laufen, die Herbstfarben leuchten zu sehen und das Glück zu spüren, dass sich in jeder Zelle des Körpers breit macht .

    5,00 KM, Dauer 31:24
    Pace 6:17, Puls 146
    28 Höhenmeter

    Nach der Runde stellen wir fest, dass die Kraft eigentlich auch noch für eine zweite Runde reichen würde. Wir lassen es aber für heute gut sein, und ich freue mich auf einen entspannten Nachmittag mit Strickzeug und Hörbuch auf dem Sofa.

    Es war eine richtig gute Laufwoche.

    Mo: 7,24 KM in 5:56
    Mi: 8,78 KM in 6:39
    Fr: 10,20 KM in 7:00
    So: 5,00 KM in 6:17

  22. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von FeldWaldWiese:

    dicke_Wade (01.11.2020), RunningPotatoe (01.11.2020)

  23. #767

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    Heute muss ich allein laufen. Der beste Ehemann von Allen hat am Vormittag seine Grippeimpfung bekommen und lässt seinen Körper den Rest des Tages sicherheitshalber in Ruhe. Allein laufen ist mittlerweile sehr ungewohnt für mich. Seit Corona laufen wir immer zusammen in der Mittagspause.

    Ich bin gespannt, wie ich mich ohne Antreiber an der Seite auf der „Rennstrecke“ schlage. Es ist ungewöhnlich warm, fast 20°, dazu sehr heftiger Wind aus allen Richtungen. Also ab in den einzigen Wald in der Gegend, der noch genug Bäume hat, die Schutz bieten. Wälder gibt es hier zwar genug, aber durch die Abholzungen der letzten Jahre verdienen sie die Bezeichnung „Wald“ eigentlich kaum noch.
    Ich hole die kurze Hose und das kurzärmlige Shirt aus der Kommode. Unglaublich, dass ich die Klamotten in diesem Jahr nochmal brauche.

    Mein Schutzwald wird mir allmählich langweilig. Seit Wochen verstecke ich mich hier vor dem nicht nachlassenden Wind.
    Heute wird gerannt, da ist mir die Landschaft aber egal.

    Vom Start weg komme ich gut voran. Ich staune, dass die Beine schon wieder fit sind, und trotz leichtem Anstieg geht es mit 6:17 ungewohnt schnell los.
    Der zweite KM, immer noch ganz leicht bergauf, mit 5:51 verblüfft mich. Huch, das geht aber wirklich prima heute . Auf dem dritten KM, immer noch minimal aufwärts, lege ich mit 5:42 noch zu.
    Der 4. KM geht zur Hälfte bergab, dann kommt die Wende und die zweite Hälfte bergauf. Bergab laufen kann ich gut, aber bergauf verliere ich viel mehr Zeit, als ich bergab gut mache. Und so sind es nur 6:18.
    Auf dem 5. KM macht sich langsam die Ermüdung in den Beinen bemerkbar. Jetzt vermisse ich meinen Mann, der immer wie ein Roboter neben mir das Tempo hält. Kein Gatte da, also komme ich nicht mehr richtig in die Gänge. KM 5 in zähen 6:12.
    Ich versuche, mich selbst zu motivieren. Zuerst versuche ich es mit tieferen Atemzügen. Frische Luft schadet nie, also rein damit in die Lungen. Dann kontrolliere ich den Körper: komm schon, aufrichten, schön laufen, mehr Schritte machen, Schultern entspannen. Klappt, bis auf die linke Hand. Da kann ich machen, was ich will, wenn es anstrengend wird, bildet sich eine feste Faust und der Daumen zeigt steil nach oben. Mein Mann hat unterwegs schon Tränen gelacht deswegen, aber ich kann es nicht abstellen. Ist der linke Daumen oben, ist es anstrengend . Zu 5:52 kann ich mich auf dem 6. KM aufraffen. Dann hilft nichts mehr. Ich gebe mir Mühe, aber ohne Erfolg, es reicht nur noch zu 6:24. Na gut, hier kriege ich auch ein paar heftige Windböen von vorne ab, die mich bremsen.

    7,24 KM, Dauer 43:54
    Pace 6:04, Puls 158 bpm
    58 Höhenmeter

    Der letzte Kilometer war mir heute zuviel. Da redete das Teufelchen auf meiner Schulter von Aufhören, Stehenbleiben, Gehen. War ganz schön schwer, nicht auf ihn zu hören .

  24. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von FeldWaldWiese:

    dicke_Wade (02.11.2020), RunningPotatoe (02.11.2020)

  25. #768
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    Ömm … grad zeig ich dir den linken Daumen, ist aber gar nicht anstrengend?

    Nebenbei, schönes Läufchen!

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    FeldWaldWiese (02.11.2020)

  27. #769
    Avatar von heikchen007
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    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    Klappt, bis auf die linke Hand. Da kann ich machen, was ich will, wenn es anstrengend wird, bildet sich eine feste Faust und der Daumen zeigt steil nach oben. Mein Mann hat unterwegs schon Tränen gelacht deswegen, aber ich kann es nicht abstellen. Ist der linke Daumen oben, ist es anstrengend .
    Hahaha... schön, dass ich nicht die Einzige mit dem "Daumen hoch" bei Anstrengung bin. Und auch bei mir ist es nur bei der linken Hand so. Sieht auf Zieleinlauffotos (siehe auch mein Avatar) teilweise wie gewollt aus, obwohl es total unwillkürlich ist.


    Ansonsten weiter so beim Schreiben und Laufen, lese hier gerne mit.
    5 km - 24:12 (08.09.2019 - Tierparklauf)
    10 km - 49:39 (06.10.2019 - Charity Walk & Run)
    HM - 1:55:10 (10.11.2019 - Teltowkanal Halbmarathon)

  28. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von heikchen007:

    FeldWaldWiese (02.11.2020)

  29. #770
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von heikchen007 Beitrag anzeigen
    Hahaha... schön, dass ich nicht die Einzige mit dem "Daumen hoch" bei Anstrengung bin. Und auch bei mir ist es nur bei der linken Hand so. Sieht auf Zieleinlauffotos (siehe auch mein Avatar) teilweise wie gewollt aus, obwohl es total unwillkürlich ist.


    Ansonsten weiter so beim Schreiben und Laufen, lese hier gerne mit.
    Da hab ich doch eben extra das Avatar soweit vergrößert, dass ich das erkennen konnte.

    Ich bemühe mich ja immer (hab mir das wohl früher beim Laufen angewöhnt, da verkrampfte Hände einen verkrampften Laufstil zur Folge haben sollen. Sagte man so oder las ich... ) die Hände offen zu halten. Aber ich drücke mit beiden Daumen gegen den Zeigefinger. Und wird es anstrengender, drücke ich dabei heftiger

    @F-W-W: tolles Läufchen haste da auch alleine hinbekommen

    Gruss Tommi


    Mein Tagebuch: https://forum.runnersworld.de/forum/...er-dicken-Wade

    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  30. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von dicke_Wade:

    FeldWaldWiese (02.11.2020)

  31. #771
    Avatar von heikchen007
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    @ Tommi

    So hat anscheinend jeder seine kleine "Laufmarotte"...
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  32. #772

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    Immer her mit euren Marotten . Gibt mir das gute Gefühl, nicht allein vom Laufvirus befallen zu sein .

  33. #773

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    Der Himmel ist blau und die Sonne strahlt. Sieht toll aus, fühlt sich aber bei 7° elend kalt an. Ich denke wehmütig an den warmen Montag. Nützt aber nichts, heute ist Mittwoch, und am Mittwoch wird die Bergrunde gelaufen.

    Der Gatte guckt mich ratlos an, als ich mit dicker Jacke und Handschuhen auftauche. Ich weiß, was Kälte mit mir macht, das ist so schon in Ordnung. Immerhin bleiben die Thermohose und das Unterhemd im Schrank . Etwas Reserve brauche ich noch für den Winter . Die Kapuze vom langärmligen Shirt ziehe ich über die Kappe. So eingemummelt fühle ich mich gut und warm.

    Es geht wieder in den Wald. Auf dieser Strecke kenne ich jeden Stein. Zeit ist heute egal, es soll nur nicht allzu trödelig werden. Die Beine fühlen sich ganz gut an, nur von den Rückseiten der Oberschenkel kommt am Anfang etwas Gemecker. Die nehmen mir wohl das Gerenne von Montag noch übel.

    Der lange Waldweg (ca. 3,5 KM) läuft sich unaufgeregt dahin. Etwas Plaudern mit dem Gatten, etwas Gucken auf die schön gefärbten Bäume, etwas Gedanken-fliegen-lassen. Wunderschön .

    Dann kommt die fiese Steigung, aber so fies ist sie heute gar nicht. An manchen Tagen ist es pure Quälerei, heute tappse ich ganz lässig hoch. Ich bemühe mich, ganz kleine Schritte zu machen und nicht ganz so sehr in mich zusammen zu sacken. Sobald es anstrengend wird, verliere ich den aufrechten Gang und werde zu einem Laufknubbel . Ich muss mir dann gut zureden, dass ich mich strecke und der Kopf nach oben nehme.
    Klappt heute, ich pfeife oben nicht aus dem letzten Loch.

    Während mein Gatte die Ärmel seines dünnen Jäckchens nach oben schiebt, bin ich immer noch unverändert in voller Montur unterwegs.
    Als wir aus dem Wald heraus kommen, bin ich dafür sehr dankbar. Wo kommt plötzlich der eiskalte Gegenwind her? Ich ziehe jetzt auch noch die Kapuze der Jacke über den Kopf. Der Gatte guckt neidisch .

    Der Eiswind begleitet uns den Rest der Strecke. So schön der Lauf bisher auch war, ab jetzt ist es Arbeit, die erledigt werden muss.

    8,78 KM, Dauer 58:28
    Pace 6:40, Puls 148 bpm
    90 Höhenmeter

    Was stimmt eigentlich mit dieser Messung der Höhenmeter nicht? Die Streckenlänge stimmt immer prima, aber für diese Strecke bekomme ich jedes Mal andere Höhenmeter angezeigt. Verstehe ich nicht...

  34. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von FeldWaldWiese:

    RunningPotatoe (04.11.2020)

  35. #774
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Bevor ich lange suchen muss - welche Uhr hast du? Hat die eine barometrische Höhenmessung? Reine GPS-Höhenmessung kannst du vergessen.

  36. #775

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    Polar Vantage M

    Ich übertrage die Daten zusätzlich von Polar in runalyze und lasse da die Höhenmeter korrigieren.

    So hatte ich letzte Woche auf dieser Strecke 100 Höhenmeter, heute dann 90.

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