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  1. #1

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    Standard Vom Glück, ein Läufer zu werden

    Hallo Forum,

    dies ist mein erster Beitrag, daher stelle ich mich erstmal vor.

    Ich bin w, 54 Jahre, 171 cm groß, 67 Kilo und habe im Juni letzten Jahren mit dem Laufen begonnen.

    In den letzten 15 Jahren bin ich immer wieder mal für ein paar Monate gelaufen, kam aber nie über ein erstes Anfängerstadium hinaus. Diesmal ist es anders, denn ich laufe in erster Linie als Therapie gegen meine Depression, an der ich im letzten Jahr erkrankte. Sobald ich wieder etwas Energie und Zuversicht hatte, riet mir mein Arzt dringend, einen Ausdauersport zu betreiben, vorzugsweise Laufen.

    Also besorgte ich mir ordentliche Schuhe und einen Anfängerplan 30 Minuten laufen in 12 Wochen. Es funktioniert super. Ich genieße es, direkt von der Haustür loszulaufen, durch Feld, Wald und Wiese. Ich wohne sehr ländlich und habe tolle Laufstrecken direkt vor der Tür.
    Egal, mit welcher Laune und miesen Empfindungen ich starte, nach meiner Runde komme ich mit einem dicken Grinsen im Gesicht nach Hause und plappere meinem Mann die Ohren voll, wie schön es war, erzähle von den Hasen und Rehen, die ich gesehe habe und von der alten Dame mit den Walkingstöcken, die auch tapfer ihre Runden zieht.
    Die Depression ist mittlerweile abgeklungen, aber ich möchte dieses Gefühl, den ganzen emotionalen Mist im Wald zurückzulassen, nicht mehr missen. Also gehört dreimal die Woche laufen jetzt wie selbtverständlich zu meinem Leben. Auch im Winter, auch bei Regen, nur bei Sturm, da verschiebe ich mal um einen Tag. Extremer Gegenwind macht mich körperlich so fertig, das schaffe ich einfach nicht.

    Mein Bewegungsapparat steckt das Laufen erstaunlich gut weg. Trotz Hallux rigidus an beiden Großzehen und leichter Arthrose in den Knien sowie Senkfüßen habe ich bisher keinerlei Probleme. Ich glaube, ich habe wirklich Schuhe, die wie für mich gemacht sind und laufe wohl langsam, aber offensichtlich gelenkschonend. Mein Mann, der mich ab und zu begleitet, meint zwar, dass ich sehr große Schritte mache, aber wenn ich versuche, seinen Trippelrhythmus zu kopieren, fühle ich mich wie ein Flummi.

    Etwas verunsichert hat mich das Lesen hier im Forum. Ich starte auf dem ersten Kilometer mit eine Pace von 8:00 min/km und werde nicht viel schneller als 7:30, wenn ich einfach nur fröhlich vor mich hin laufe. Jetzt muss ich lesen, dass das kein richtiges Laufen ist, sondern schnelleres Spazierengehen. Tut einem Anfänger wie mir richtig weh, so etwas zu lesen, denn für mich war es, bevor ich das gelesen hatte, mein glücklichmachendes Tempo, was sich mein Körper für mich ausgesucht hat.

    Ich laufe Montag, Mittwoch und Freitag meine Lieblingsrunde, die 4,8 Kilometer lang ist und die ich an guten Tagen in ca. 33 Minuten schaffe. Es gibt zwei sehr sanfte Anstiege, einen moderaten Anstieg und einen giftigen "Berg" (25 Höhenmeter auf 250 Meter), der Untergrund ist Straße, Feld- und Waldweg.

    Allerdings habe ich auch Probleme, bei denen ich Hilfe und Anregungen brauche:

    1.
    Immer wieder, von Anfang an, habe ich mit unerklärlichem Schwindel beim Laufen zu kämpfen. Von einem Schritt zum anderen wird mir ohne Vorwarnung extrem schwindelig. Ich kann keinen geraden Schritt mehr gehen und muss mich an den nächsten Baum oder meinen Mann klammern, damit ich nicht umfalle. Nach 1-2 Minuten ist der Spuk vorbei und ich kann ganz normal weiterlaufen.
    Mein Arzt hat mich daraufhin untersucht, Bluttest, Ruhe- und Belastungs-EKG und findet, ich bin eine sehr gesunde Frau mit zwar leicht erhöhten Cholesterinwerten, aber einem gesunden Herzen, Blutdruck von 120/80, Ruhepuls von 51.
    Ich habe mir dann einen Pulsmesser besorgt, weil ich neugierig war, ob der Schwindel bei bestimmten Pulswerten auftritt. Beim Belastungs-EKG bin ich ja nicht gelaufen, vielleicht passiert da mit meinem Körper etwas anderes.
    Auf dem ersten Kilometer, wenn es ganz sanft bergauf geht, habe ich bereits festgestellt, dass ich ein recht schlagkräftiges Herzchen habe - Puls 155. Ich weiteren Verlauf pendelt es sich bei 160 ein, beim "Berg" geht es bis zu 175.
    Ich fühle mich die ganze Zeit gut, atme 3/3 bzw. 2/3 an der Steigung.
    Der Schwindel trat bei den unterschiedlichsten Pulswerten auf, ich konnte keinen Zusammenhang mit hohen Werten erkennen.
    Da mich die Pulsanzeige nervt und mich vom Laufen ablenkt, habe ich den Pulsmesser jetzt auf die normale Uhrzeit gestellt und lese zu Hause Durschnitts- und Höchstpuls ab, weil es mich interessiert, ob ich irgendwann mal Fortschritte mache.
    Stattdessen habe ich einen Zusammenhang mit meiner Laufstrecke erkannt. Der Schwindel tritt überwiegend nach Bergabpassagen auf, wenn ich mich eigentlich wieder von der Anstrengung erholt habe. Sobald ich bergab gelaufen bin, geht es dann auch mit mir begab.
    Was ist da los? Nach einer leichten Bergabstrecke sollte ich mich doch eigentlich gut fühlen und wieder Gas geben können?
    Gibt es Läufer, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und wie kann ich diesen fiesen Schwindel vermeiden? Ich befürchte, dass ich es irgendwann nicht mehr zum nächsten Baum schaffe und unkontrolliert auf den Weg knalle.

    2.
    Ich kann nicht länger laufen.
    Nachdem ich im letzten Jahr meinen Anfängerplan geschafft hatte, habe ich es unglaublich genossen, in der Läuferwelt angekommen zu sein und 30 Minuten am Stück laufen zu können. Anfang des Jahres, seitdem ich meine Läufe mit runtastic aufzeichne, kam auch der Wunsch, diese Zeit langsam auf eine Stunde zu verlängern. Es gibt hier schöne Strecken, die ich dazu gut mit meiner Lieblingsrunde kombinieren kann. Aber damit komme ich nicht weiter. Immer, wenn ich ein Stück weiter laufen möchte, bin ich danach völlig fertig und liege japsend auf dem Sofa.
    Ich gebe nicht auf und laufe jetzt Freitags 200 m mehr, also genau 5 Kilometer, die ich in 38.30 Minuten schaffe.
    Ich kann allerdings nicht jede Woche 200 m draufpacken, das erschöpft mich zu sehr. Reicht es aus, nur alle zwei Wochen so ein Stückchen zu verlängern, oder ist das Selbstbetrug?

    3.
    Ich kann nicht schneller laufen.
    Wie schon geschrieben, starte ich im Ultraschneckentempo von 8:00 und "steigere" mich im Lauf der Strecke auf eine Pace um 7:30. Ich wollte natürlich mal wissen, wie sich schnelleres Laufen anfühlt und habe in einem flachen Streckenabschnitt auf unfassbare 6:50 beschleunigt, wie mir runtastic hinterher erzählt hat (ich gucke erst zu Hause auf die Anzeige, beim Laufen mache ich alles nach Gefühl ohne Technikterror).
    Es war ganz schwer für mich, den Körper überhaupt zu schnellerer Bewegung zu bringen, es fühlte sich falsch an, als ob ich keine Kontrolle mehr über meine Bewegung habe. Von dem tomatenroten Kopf und der hektischen Atmung ganz zu schweigen.
    Aber ich bin hartnäckig und versuche jetzt bei meinem Mittwochslauf, immer mal wieder für winzige Abschnitte, mich in den Schnelllaufmodus zu bewegen. Fühlt sich aber wie eine Kriegserklärung meines Gehirns an meinen Körper an.
    Muss ich vielleicht einsehen, dass ich einfach ein Langsamläufer bin und damit glücklich werden? Da ich bis auf leichten Muskelkater am Anfang keinerlei Laufzipperlein an Beinen, Füßen, Hüfte oder sonstwo spüre, kann meine Art, mich zu bewegen, so schlecht ja nicht sein.
    Oder besteht doch noch Hoffnung für mich, auch in diesem Punkt eine Verbessung zu erzielen?

    Obwohl ich mit meiner Lauferei glücklich bin und ich mich auf jeden Lauf freue, habe ich einen Traum: einen Lauf von der Haustür durch den Wald zu einem Turm und wieder zurück, insgesamt 16 Kilometer, den ich irendwann mal am Stück laufen möchte und dafür nicht einen halben Tag unterwegs sein möchte.

    Jetzt ist es recht viel Text für drei kleine Fragen geworden, aber wie ich schon erwähnt habe, ich neige zum Plappern.
    Ich freue mich sehr auf eure Antworten.

  2. #2

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    Standard

    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    Etwas verunsichert hat mich das Lesen hier im Forum. Ich starte auf dem ersten Kilometer mit eine Pace von 8:00 min/km und werde nicht viel schneller als 7:30, wenn ich einfach nur fröhlich vor mich hin laufe. Jetzt muss ich lesen, dass das kein richtiges Laufen ist, sondern schnelleres Spazierengehen. Tut einem Anfänger wie mir richtig weh, so etwas zu lesen, denn für mich war es, bevor ich das gelesen hatte, mein glücklichmachendes Tempo, was sich mein Körper für mich ausgesucht hat.
    Hallo FeldWaldWiese,

    darauf darfst du nichts geben. Leider gibt es immer Leute, die sich dadurch profilieren müsen, in dem sie die Leistungen Anderer abwerten. Dein Tempo ist für dich richtig und das alleine zählt!!

    Wegen des Schwindels: Gehst du auf leeren Magen laufen? Eventuell ist dein Bluzucker zu niedrig, so dass dir schwindelig wird?

    Wegen des länger-laufens musst du einfach dran bleiben (aber natürlich am besten vorher versuchen die Sache mit dem Schwindel zu klären).
    Wenn du nach längeren Strecken wirklich immer derart fertig bist, kannst du das Tempo eventuell reduzieren. Es sind ja vor allem das Tempo und die Streckenlänge die uns fordern. Wenn du die Strecke verlängerst, solltest du dies immer in einem Wohlfühltempo tun. Die Geschwindigkeitssteigerung kommt immer erst danach.
    In der Regel ist das auch eine Trainingsfrage. Dein Körper wird sich mit der Zeit auf die zunehmende Belastung einstellen. Bei dem Einen dauert es eben länger, beim Anderen geht es schneller
    Und ja, es reicht völlig, wenn du alle zwei Wohen deine Strecke erhöhst. Lass dich nicht zu sehr von Vorschriften und Zahlen leiten. Lauf nach Gefühl. Manchmal hat man einen Tag, an dem einfach super läuft. Warum dann nicht außerplanmäßig mal die Strecke verlängern? Mach dir da keinen Druck.

    Mit der Zeit wirst du auch schneller werden. Ich finde übrigens, du machst das schon sehr richtig. Einfach mal immer das Tempo ein bisschen erhöhen und dann auch wieder langsamer laufen.
    Eine Steigerung ist da mit Sicherheit zu erwarten. Aber auch hier gilt: Mach dir keinen Druck.


    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    Obwohl ich mit meiner Lauferei glücklich bin und ich mich auf jeden Lauf freue, habe ich einen Traum: einen Lauf von der Haustür durch den Wald zu einem Turm und wieder zurück, insgesamt 16 Kilometer, den ich irendwann mal am Stück laufen möchte und dafür nicht einen halben Tag unterwegs sein möchte.
    Schöner Traum. Bleib dran und du wirst ihn dir bestimmt eines Tages erfüllen können.
    Ich finde es übrigens super, dass du deine Depression überwunden hast und dir das Laufen dabei so gut geholfen hat

  3. #3
    Avatar von Phenix
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    Standard

    Hi,

    freud mich das dir das Laufen so gut tut!

    Zu deinen drei Punkten:

    1:
    Auf jeden Fall die richtige Wahl zum Arzt zu gehen auch wenn er nichts finden konnte ist es eine gute Bestätigung wenn gesundheitlich dem Laufen nicht's im Wege steht. Ich kenne persönlich einen ähnlichen Effekt, wenn auch nicht so krass wie bei Dir:
    Ich wohne in einer sehr hügeligen Gegend, unser Haus liegt relativ dicht an einer Hügelkuppe, praktisch jeder Lauf beginnt bei mir daher damit einmal den restlichen Hügel hinaufzulaufen und auf der anderen Seite steil bergab in das nächste Taal zu laufen (wo es dann gleich wieder hoch geht - was habe ich am Anfang darüber geflucht), auf dem Rückweg endet der Lauf mit der Erklimmung dieses Hügels. Ich erlebe hier oft das mir der recht steile Anstieg sehr leicht fällt - bis ich die Kuppel erreiche. Eigentlich geht es auf der anderen Seite direkt bergab, sollte leicht zu laufen sein, dennoch fühle ich mich oft schlagartig so schlapp das ich ein paar Meter gehen muss eh es weiter gehen kann.Vielleicht erschöpft dich dein Hügel doch stärker als du denkst? Wenn du die Stellen schon als Problem identifiziert hast versuch einfach da mal bewusst Tempo rauszunehmen und ganz locker zu laufen und beobachte ob es dir danach besser geht.

    2:
    Es ist dein Leben und dein Lauf, erhöh die Entfernungen in der Geschwindigkeit wie sie für die OK sind. Gefährlich ist es eigentlich eher andersherum - zu schnell zuviel wollen. Im schlimmsten Fall verlangsamt du so deinen Fortschritt, aber das finde ich weitaus unkrtitischer als die Lust am Laufen zu verlieren in dem du dich regelmäßig überanstrengst oder du dich verletzt.

    3:
    Die Geschwindigkeit stellt sich mit der Zeit ein, dein Ziel is es ja auch nicht neue Rekorde aufzustellen. Ich habe in den letzten Monaten eigentlich nur an der Distanz gearbeitet, nachdem ich dann einige Zeit meine neue längere Strecke gelaufen bin habe ich mir dann irgendwann gesagt "Hm eigentlich geht's mir gerade gut, warum nicht einfachmal nen bisschen mehr Gas geben?". Wenn du dich gut fühlst kannst du also ruhig versuchen ein wenig die Geschwindigkeit zu erhöhen.

    Ob manche nun deine Geschwindigkeit laufen nennen oder nicht kann dir egal sein, dir tut es offensichtlich gut - Ziel erreicht.
    Und den Turm bekommst du auch noch, einfach weitermachen, mag sein das es noch ein wenig dauert bis du die Strecke am Stück schaffst, aber sich Schritt für Schritt den Ziel zu nähern kann auch sehr motivieren.

    Gruß,

    Phenix

  4. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Phenix:

    Kathrine143 (10.06.2019)

  5. #4
    crsieben
    Gast

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    Zitat Zitat von FeldWaldWiese
    Jetzt muss ich lesen, dass das kein richtiges Laufen ist, sondern schnelleres Spazierengehen. Tut einem Anfänger wie mir richtig weh, so etwas zu lesen, denn für mich war es, bevor ich das gelesen hatte, mein glücklichmachendes Tempo, was sich mein Körper für mich ausgesucht hat.
    Als einer derjenigen, die durchaus mal was Kritisches über langsames Tempo beim Laufen schreiben, wende ich mich mal direkt an dich.

    Wo genau hat den jemand über deine aktuelle Pace von 7:30 etwas wie "Spazierengehen" geschrieben? 7:30 ist sicherlich eher langsam, Spazierengehen ist aber was ganz anderes. Vor allem aber: Was ist dein Ziel? Wenn du dich bei dieser Pace wohlfühlst und du keine Probleme irgendwelcher Art hast, sondern das Laufen genießt, dann ist das eben deine Pace. Es stimmt, dass bei sehr langsamem Laufen manchmal die Frage nach dem Laufstil und der Laufökonomie aufkommt, die Gleichsetzung von 7:30 mit Spazierengehen ist aber eine Übertreibung (ob nun von einem der Läufer hier oder von dir, sei dahingestellt). Bei dir scheint ja die Laufökonomie eher bei höherem Tempo zu leiden, also machst du wahrscheinlich alles richtig.

    Zitat Zitat von Odomos
    Darauf darfst du nichts geben. Leider gibt es immer Leute, die sich dadurch profilieren müsen, in dem sie die Leistungen Anderer abwerten.
    Ehrlich gesagt hab ich von dieser Sorte hier noch keinen getroffen. Was es aber häufiger gibt, sind edle Ritter auf hohen moralischen Rössern, die anderen unlautere Motive unterschieben ohne wirklich zu verstehen oder verstehen zu wollen, warum manchmal (vielleicht und wahrscheinlich nicht hier!) ein Hinweis auf etwas mehr Tempo durchaus angebracht und hilfreich sein kann.

  6. #5
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    Hallo und willkommen,

    schön dass Du das Laufen für dich entdeckt hast und du damit deine Depression überwinden konntest. Lass dich durch meine Antworten nicht in die nächste stürzen, ich sehe manche Dinge anders als odomos.

    Im Prinzip hast Du alles richtig gemacht und die typischen Anfängerfehler ausgelassen. Das betrifft zu schnelle Steigerung der Umfänge und insbesondere Verunsicherung durch Pulsmesser. Das mit dem Schwindel ist online nicht zu beantworten, evtl. sackt dein Blutdruck nach Wegfall der Anstrengung zu stark ab. Das wird möglicherweise mit zunehmender Fitness besser. Das ist auch das Stichwort, "besseres" Training:

    Du läufst sehr oft dieselbe Strecke in demselben Tempo und dein Körper gewöhnt sich daran. Forderst Du mehr Leistung ab, streikt derselbe. Du hast zwar versucht, die Umfänge zu steigern, bist aber gescheitert. Erinnere dich an deinen Anfängeplan, Steigerung der Umfänge mit Gehpausen. Versuche nicht krampfhaft die durchgelaufene Strecke zu steigern, sondern erstmal die Gesamtdauer. Leg' dazu wieder Gehpausen ein und dehne das Training auf eine Stunde und mehr aus. Das sollte diese Leistungsschwelle knacken.

    Tempo: Immer wieder kontrovers diskutiert, ich bin da eher bei der Tempofraktion. Dein Eindruck ist, dass sich schnelles Laufen "falsch" anfühlt, Hirn und Körper nicht zusammenarbeiten. Das ist meiner Überzeugung nach nicht die Ursache, sondern die Folge deines langsamen Wohlfühltempos. Wenn du schneller laufen möchtest, wirst Du das nur durch schnelleres und abwechslungsreiches Laufen erreichen können. Die Idee, durch zwischenzeitliche Temposteigerungen Fortschritte zu erreichen ist schon richtig, du musst auch hier eine durch Gewöhnung entstandene Grenze durchbrechen. Hart, aber machbar.

    Meine Empfehlung an dich ist, mit Lauf-ABC und Fahrtspielen deine Koordination und Bewegungsabläufe zu verbessern. Gleichzeitig die Umfänge über die Trainingsdauer steigern. Die übliche Empfehlung für ein effektives Training ist einmal lang und langsam, einmal kurz und schnell und einmal mittel pro Woche. Wenn Du es verträgst auch noch eine vierte Einheit, aber stattdessen eher Gymnastik und Stabilisierungsübungen.

    Es ist keine Schande langsam zu laufen, wenn du damit zufrieden bist. Ich lese deinen Beitrag aber so, dass Du "mehr" möchtest und das geht nur über abwechslungsreiches und gezieltes Training. Du musst für dich entscheiden, ob dir das die Sache wert ist und ob du dafür etwas Quälerei in Kauf nimmst.

    Viel Erfolg.
    Zuletzt überarbeitet von Leiderkeinkenianer (25.05.2016 um 09:43 Uhr)
    Denke nicht über die Lösung nach, sondern über das Problem. Die Lösung ergibt sich dann von selbst.

  7. #6
    Alderamin
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    @FeldWaldWiese

    Mach' Dir um das Tempo erst mal keinen Kopf. Bei der Laufanalyse ließen sie mich letztens auf dem Laufband mit 5,5 km/h = 11 min/km laufen, ich wusste gar nicht, dass man bei diesem Tempo überhaupt laufen (d.h. kurzfristig beide Beine in der Luft haben) kann, aber sie meinten, bei dem "Tempo" könne man den Laufstil (auftreten, abdrücken etc.) schon bewerten. Ich habe sie dann schließlich noch zu 8,5 km/h (7 min/km) überreden können, das war mir dann doch zu langsam.

    Zu 1. Vorher eine Banane essen und vor allem was trinken, dann eine halbe Stunde warten. Die ersten zehn Minuten langsam einlaufen, dann erst Gas geben.

    Zu 2. und 3.: Du musst den Trainingsreiz ständig erhöhen, um besser zu werden; es muss ein wenig anstrengend sein, sonst verbessert man sich nicht. Strecke variieren, mal kurz und schnell, mal lang und langsam, und dabei die Länge der Strecke immer ein wenig steigern. Ist vielleicht noch etwas früh, aber man kann auch Intervalle laufen, mehrmals 400 m oder 1 km mit ziemlich hohem Tempo und dann eine oder zwei Minuten gehen. Auf die Weise gewöhnt sich der Körper allmählich an höhere Belastungen. Ist genau wie am Anfang, wo man zwischen Gehen und Laufen wechselt, nur mit schnellerem Laufen. Der Puls muss rauf bis zur Sauerstoffschuld.

    Am einfachsten ist es, die Strecke zu steigern. Bei mir persönlich kippte eine Art Schalter um, nachdem ich einmal auf 5 km richtig Tempo gemacht hatte. Beim Lauf danach hatte ich am Ende nicht mehr das Gefühl, nicht mehr weiter zu können, und von da an konnte ich die Strecke problemlos in km-Schritten erhöhen.

    Such' Dir einen Trainingsplan "von 30 Minuten auf 1 h", dann klappt das mit der Ausdauer. Und mit der Zeit (und Intervalltraining) kommt dann auch mehr Tempo.

    Viel Glück, Du schaffst das!

  8. #7
    Avatar von FreddyT
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    Willkommen im Forum.

    Der Schwindel kann auf einem plötzlichem Blutdruckabfall beruhen, der gerade dann kommt, wenn die Belastung etwas nachlässt. Im Extremfall könnte dann der Druck so weit abfallen, dass man das Bewusstsein verliert. Ich würde das prüfen lassen.

    Deine Geschwindigkeit braucht Dir keine Sorgen zu machen. Wenn Du eine - hügelige - Strecke von 4,8 km in etwa 33:30 Minuten schaffst, wäre das ein Tempo von etwa 7:00 min/km und völlig in Ordnung. Deine anderen Zahlen passen aber nicht ganz dazu. Du berichtest, dass Du für weitere 200m (Strecke dann 5 km) 38 Minuten benötigst und völlig geschafft bist. Selbst als Fussgänger würde man für weitere 200 m kaum mehr als 2 Minuten brauchen und wäre gar nicht erledigt. Misst Du auch richtig?
    ______________________________________

    Es ist nicht entscheidend, woher man kommt, sondern wohin man geht.

  9. #8

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    Zitat Zitat von crsieben Beitrag anzeigen
    Ehrlich gesagt hab ich von dieser Sorte hier noch keinen getroffen. Was es aber häufiger gibt, sind edle Ritter auf hohen moralischen Rössern, die anderen unlautere Motive unterschieben ohne wirklich zu verstehen oder verstehen zu wollen, warum manchmal (vielleicht und wahrscheinlich nicht hier!) ein Hinweis auf etwas mehr Tempo durchaus angebracht und hilfreich sein kann.
    Lies es dir am besten noch mal durch. Gegen einen Hinweis auf mehr Tempo wurde überhaupt nichts gesagt.. Du brauchst dich daher auch nicht angegriffen fühlen.
    Aber leider gibt es eben auch die Fraktion, die einem Anfänger jede Motivation nimmt, indem sie nichts zum Thema beiträgt und lediglich "feststellen" muss, dass die Bewegung die derjenige tut, ja noch gar kein richtiges Laufen sei (obwohl danach in den meisten Fällen nicht mal gefragt wurde). Und natürlich möchte man sich häufig damit selbst hervorheben, da man ja selbst schneller und somit richtiger Läufer sei und das daher auch bewerten dürfe. Sowohl in diversen Foren erlebt als auch in der Realität.
    Und der aktuelle Thread zeigt doch auch, dass dies demotivierend wirken kann.

    Mit "Hinweisen auf mehr Tempo" hat das nix zu tun und wurde von mir selbstverständlich auch nicht kritisiert. Aber danke für den Ritterschlag.
    . .

  10. #9
    crsieben
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    @Odomos

    Hör doch auf, hier eine Scheindebatte zu führen über einen Typus Läufer/Forumsschreiber, den ich hier noch so gut wie nie angetroffen habe.

    Noch mal, mit viel Geduld: Ja, es gibt manchmal Hinweise, dass bestimmte Paces noch kein Laufen sind. Diese Hinweise sind dann aber eben nicht dem Ego des Schreibers geschuldet, der sich für den schnelleren und damit besseren Läufer hält, sie sind einfach der Tatsache geschuldet, dass bestimmte Paces kein Laufen, kein flüssiges, förderliches Laufen sein können - und deshalb sind es wertvolle Hinweise.

    Dies gilt aus meiner Sicht nicht für die Pace, die die Themenerstellerin angibt (wobei die Frage der nicht zusammenpassenden Angaben erstmal geklärt sein muss).

    Übrigens hat die Themenerstellerin selbst die "Probleme", dass sie 1. nicht länger und 2. nicht schneller laufen kann, hier thematisiert. Dazu dann zu schreiben "musst du auch gar nicht", ist zwar lieb und watteweich und flauschig, hilfreich ist es nicht.

  11. #10

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    Zitat Zitat von crsieben Beitrag anzeigen
    @Odomos

    Hör doch auf, hier eine Scheindebatte zu führen über einen Typus Läufer/Forumsschreiber, den ich hier noch so gut wie nie angetroffen habe.
    Ich verstehe deine Aufregung nicht. Wenn dir der Schuh nicht passt, zieh ihn dir doch nicht an. Aber höre bitte auf, mir hier mit "Ritter auf moralischen Rössern" und "Scheindebatten" irgendwelche Dinge zu unterstellen.
    Es ist nun mal meine Erfahrung, dass es so etwas gibt. So what?

    Zitat Zitat von crsieben Beitrag anzeigen
    Noch mal, mit viel Geduld: Ja, es gibt manchmal Hinweise, dass bestimmte Paces noch kein Laufen sind. Diese Hinweise sind dann aber eben nicht dem Ego des Schreibers geschuldet, der sich für den schnelleren und damit besseren Läufer hält, sie sind einfach der Tatsache geschuldet, dass bestimmte Paces kein Laufen, kein flüssiges, förderliches Laufen sein können - und deshalb sind es wertvolle Hinweise.
    Wogegen auch nichts einzuwenden ist. Ich habe aber eben auch schon anderes gelesen, in dem der entscheidende Hinweis nicht erfolgte.
    Un nun? Du hast deine Erfahrungen, ich habe meine. Was ich aber nicht verstehe: Weshalb so an die Decke gehst.

    Zitat Zitat von crsieben Beitrag anzeigen
    Übrigens hat die Themenerstellerin selbst die "Probleme", dass sie 1. nicht länger und 2. nicht schneller laufen kann, hier thematisiert. Dazu dann zu schreiben "musst du auch gar nicht", ist zwar lieb und watteweich und flauschig, hilfreich ist es nicht.
    Du bist ziemlich auf Krawall gebürstet, was?
    Wo genau schreibe ich denn "musst du auch gar nicht"?
    Ich habe der Threadstarterin geraten, zunächst die Strecke zu erhöhen und erst an zweiter Stelle das Tempo. Das ist imho bei ihren Vorraussetzungen der sinnvollste Weg. Von schnellen Leistungssteigerungen würde ich schon aufgrund des regelmäßigen Schwindels abraten und eher in kleinen Schritten vorgehen. Du siehst das anders?

  12. #11
    Avatar von Sorrel
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    Hallo FeldWaldWiese,

    schoen von dir zu lesen. Ich habe auch Depressionen und das Laufen tut mir einfach nur gut. Ich bin auch total gerne draussen, und das spiegelt sich auch in meinem Forennamen wieder.

    Zum Tempo: mach dir einfach nichts aus dem was manche hier schreiben. Ich habe mit 8:45 angefangen, und ueberraschenderweise konnte ich damit sogar richtig laufen, also mit Schwebephase. Und auch nach fast 700km haben sich die versprochenen Gelenkprobleme noch nicht eingestellt bei mir Na gut, ich habe aber auch noch eine etwas problematische Lunge die sich beharrlich weigert Leistungssport zu treiben aber das ist eine andere kleine Baustelle. Egal, spass und mich gluecklich fuehlen kommt bei mir an erster Stelle. Und wenn das 'zu langsam' laufend ist dann ist das so.

  13. #12
    crsieben
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    Zitat Zitat von Odomos
    Du siehst das anders?
    Ja, ich sehe das anders.

    Häufiger auftretender Schwindel kann medizinische Ursachen haben, da wäre ein Arztbesuch nicht die schlechteste aller Ideen. Schwindel hat eine Ursache, die kann man herausfinden. Einfach nur wegen des Schwindels die Leistung nicht steigern halte ich für den falschen Weg.

    Grundsätzlich glaube ich, dass das Ziel "schneller und weiter laufen" mit etwas zügigerem Laufen und Gehpausen besser zu erreichen ist als mit "immer einen Meter weiter langsam laufen".

    Ich bin nicht "auf Krawall gebürstet". Ich kann dich und deine Art zu schreiben nur einfach nicht ausstehen. Warum nicht? Weil es einfach keinen Sinn hat, in eine Diskussion über Kommentare hier in diesem Forum zu real existierenden Anfängern darüber zu schreiben, welche Erfahrungen man vielleicht schon mal irgendwo anders gemacht hat. Anders ausgedrückt: Belegen statt behaupten fände ich selbst dann erforderlich, wenn der Vorwurf nur ein recht abstrakter ist und er auch nur an eine abstakte Gruppe Menschen geht.

    Nachtrag: Anhand des Beitrags von 'Sorrel' kannst du übrigens leicht erkennen, was geschieht, wenn man einfach mal was behauptet. Mittlerweile wird darüber diskutiert, was "sie" schreiben über langsames Laufen. Dabei haben "sie" das nie geschrieben.

  14. #13
    Avatar von Durchbeißerin
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    Nicht auftrainiert - aber ein Ruhepuls von 51 - das ist evtl. ein genauerer Blick wert? Ich bin absolut Laie...

  15. #14
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    @crsieben und @odomos

    hört auf, den Thread zu kapern.
    Denke nicht über die Lösung nach, sondern über das Problem. Die Lösung ergibt sich dann von selbst.

  16. #15
    Avatar von Catch-22
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    Hallo FeldWaldWiese,

    willkommen im Forum
    Ich pick mir mal nur diesen Abschnitt von Leiderkeinkenianer raus:
    Zitat Zitat von Leiderkeinkenianer Beitrag anzeigen
    Meine Empfehlung an dich ist, mit Lauf-ABC und Fahrtspielen deine Koordination und Bewegungsabläufe zu verbessern. Gleichzeitig die Umfänge über die Trainingsdauer steigern. Die übliche Empfehlung für ein effektives Training ist einmal lang und langsam, einmal kurz und schnell und einmal mittel pro Woche. Wenn Du es verträgst auch noch eine vierte Einheit, aber stattdessen eher Gymnastik und Stabilisierungsübungen.
    Ich selbst gehöre auch zu der langsamen Fraktion, wobei es inzwischen auch deutlich schneller geht. Angefangen hatte ich letztes Jahr mit Laufen und Gehen im Wechsel. Als ich längere Abschnitte laufen konnte war das meist im 7er/8er Tempo Bereich, das blieb auch recht lang so. Es wird oft geschrieben, dass bei langsamen Tempo der Laufstil leidet, dem konnte ich so bei mir nicht zu stimmen, aber ich war auch der Ansicht, dass ich so langsam bin weil der Laufstil nicht so dufte ist. Es war nicht der Bewegungsablauf das Problem sondern mehr die Stabilität im Oberkörper und auch Hüfte. Ein weiteres Problem war die fehlende Ausdauer, da ich erst mit dem Rauchen aufgehört hatte.
    Ich habe dann beschlossen, mich erst mal auf diese zwei Schwachpunkte zu konzentrieren und später am Tempo zu arbeiten, bzw. natürlich auch gehofft, dass es dann auch automatisch etwas schneller wird. Ich habe also meine Laufstrecke immer etwas erweitert, oft auch mit Gehpausen darin. Zusätzlich habe ich an allen Lauftage auch Übungen für die Rumpf- und Beckenmuskulatur gemacht. Ich schreibe hier Becken/Hüft explizit mit rein, weil es oft vergessen wird bzw. auch davon ausgegangen wird, dass es der Hüfte an Flexibilität fehlt, sie wird dann gedehnt statt gestärkt. Wir Frauen haben jedoch eine viel beweglicherer Hüfte als Männer und genau das kann beim Laufen zu einem Problem werden, wenn nicht ausreichen Muskulatur vorhanden ist um die Hüfte zu stabilisieren. (ist vor allem ein Problem, wenn man einer sitzenden Tätigkeit nachgeht).
    Ich habe also den Rest des letzten Jahres bis in dieses Jahr hinein akzeptiert, dass ich erst einmal langsam unterwegs bin, bin dafür viel gelaufen und habe mich um meine Muskeln gekümmert. Diesen Frühjahr hab ich dann auch angefangen mich um das Tempo zu kümmern, ich wurde schon automatisch etwas schneller, bzw. jedes mal wenn ich merkte, dass mein übliches Tempo mir leichter fällt, hab ich dann halt angezogen und bin bissl schneller gelaufen, erst abschnittweise, dann auf den kürzeren Strecken und später auch auf den längeren. Inzwischen mach ich jedoch auch richtige Tempoarbeit, also auch Intervalltraining und so Aktuell laufe ich die 10km im Training auch schon mal mit einer 6:30er Pace und hoffe demnächst sie dann auch in einem Wettkampf unter 60min zu laufen Etwas langsamer reicht die Ausdauer auch für 20km.

    Wie du siehst, wird es, wenn man den Dingen die nötige Zeit lässt. Was bei dir die Schwächen sind musst du natürlich selber raus finden. Hier sind es meist Frauen, die das selbe Problem mit dem Tempo haben, ich persönlich würde allen empfehlen sich eingehend Zeit für Hüft- und Rumpfmuskulatur zu nehmen und betrachte es inzwischen als fast so wichtig wie das Laufen gehen selber. Wenn man wie in deinem Fall auch noch etwas älter ist, wird dieser Punkt noch wichtiger da man ab 50 versuchen sollte dem Abbau der Muskulatur entgegen zu wirken.

    Deine Schwindelanfälle lesen sich mir wie ein zu schnell fallender Blutdruck nach bzw. während den Abstiegen. Wie läufst du den Hügel hoch und wie runter. Wenn hoch dir zu anstregend ist, du da an deine Grenzen gehst und die Abstiege zu Erholung nutzt bzw. da vielleicht auch mal stehen bleibst oder gehst, dann kann es passieren das der Blutdruck stark und zu schnell fällt.
    Zuletzt überarbeitet von Catch-22 (25.05.2016 um 11:37 Uhr)

  17. #16

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    Zitat Zitat von crsieben Beitrag anzeigen
    Einfach nur wegen des Schwindels die Leistung nicht steigern halte ich für den falschen Weg.
    Und wurde nie von mir behauptet. Warum tust du die ganze Zeit, als würde ich so etwas sagen???

    Zitat Zitat von crsieben Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich glaube ich, dass das Ziel "schneller und weiter laufen" mit etwas zügigerem Laufen und Gehpausen besser zu erreichen ist als mit "immer einen Meter weiter langsam laufen".
    Ok. Bestimmt ist das eine gute Idee.

    Zitat Zitat von crsieben Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht "auf Krawall gebürstet". Ich kann dich und deine Art zu schreiben nur einfach nicht ausstehen.
    Ist in Ordnung. Aber kein Grund, mir Dinge in den Mund zu legen die nie von mir getätigt wurden. Das "FeldWaldWiese" sich laut mir nicht steigern soll ist schlicht eine Lüge deinerseits. Und derlei "Diskussion" kann ich wiederum nicht ausstehen.
    Und warum du dich überhaupt angegriffen fühlst bleibt mir auch ein Rätsel.

    Zitat Zitat von crsieben Beitrag anzeigen
    Warum nicht? Weil es einfach keinen Sinn hat, in eine Diskussion über Kommentare hier in diesem Forum zu real existierenden Anfängern darüber zu schreiben, welche Erfahrungen man vielleicht schon mal irgendwo anders gemacht hat.
    Anders ausgedrückt: Belegen statt behaupten fände ich selbst dann erforderlich, wenn der Vorwurf nur ein recht abstrakter ist und er auch nur an eine abstakte Gruppe Menschen geht.
    Junge, Junge... wegen des einen Satzes brichst du so ein Theater vom Zaun. Nein, ich habe selbstverständlich keinen Beleg zur Hand, weil ich mir nicht alles mit Datum und Uhrzeit aufschreibe, was ich irgendwann mal wahrnehme.
    Ich habe keinen Beleg, du hast gewonnen
    Und nun mal Ende dieser lächerlichen Diskussion.

  18. #17
    Avatar von Slot
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    @ Odomos

    du hast ihr im ersten post im Prinzip nur geraten alle 2 Wochen 200 m im Wohlfühltempo dranzuhängen, da sie das ja bereits getan hat und ihre Runde statt 4,8 km auf 5,0 km erweitert hat und total fertig war danach, räts du ihr im Prinzip das sie die letzten 200 m einfach nur laufen soll.

    Ich denke ungefähr das meint crsieben mit "lieb und watteweich und flauschig"


    mfg Slot


  19. #18
    Avatar von Vögelchen
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    Ich möchte zur Frage, welche Pace denn nun Laufen sei, noch bedenken zu geben, dass da vielleicht ein Unterschied besteht zwischen einer Person mit einer Körpergröße von 1,53m und einer von 2 m, wenn letztere um ca. 40 cm längere Beine hat.

  20. #19
    mitten in der Pubertät Avatar von mika82
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    Zitat Zitat von Vögelchen Beitrag anzeigen
    Ich möchte zur Frage, welche Pace denn nun Laufen sei, noch bedenken zu geben, dass da vielleicht ein Unterschied besteht zwischen einer Person mit einer Körpergröße von 1,53m und einer von 2 m, wenn letztere um ca. 40 cm längere Beine hat.
    Stimmt! Deshalb sind alle Weltklasseläufer so groß wie Basketballer. Absolut logisch....
    *********Der Nachschmerz muss ignoriert werden!*********

  21. #20

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    Vielen lieben Dank an alle, ich bin überwältigt, wie viele Antworten ich bekomme habe.

    Es tut auch gut zu lesen, dass ich nicht die einzige Schnecke bin und habe nach den Erfahrungsberichten und tollen Anregungen Hoffnung, dass es auch bei mir voran gehen wird.

    Dass der Schwindel auf einen Blutdruckabfall zurückzuführen ist, macht absolut Sinn. Mir wird auch oft schwindelig, wenn ich nach langem Sitzen aufstehe, lange stehen muss oder morgens nach dem Aufstehen. Anfang des Jahres, als ich einen Magen-Darm-Infekt hatte, bin ich sogar morgens beim Zähneputzen ohnmächtig geworden. Ich wachte mit der Zahnbürste in der Hand auf den Fliesen wieder auf.
    Sobald ich mich wieder berappelt hatte, fuhr ich direkt in die Arztpraxis, wo sofort ein EKG gemacht wurde. Mein Arzt fand keine Unregelmäßigkeiten, auch der Blutdruck war total normal. Er empfahl mir, weiterhin regelmäßig zu laufen und meinen Kreislauf damit zu trainieren.

    Wenn der Schwindel beim Laufen in Phasen geringerer Belastung auftritt, bedeutet das ja für mich, dass Gehpausen geradezu Gift sind und den Blutdruckabfall provozieren. Also würden Pläne, die Streckenlänge durch erneutes Laufen/Gehen zu verlängern, nicht gut funktionieren.

    Dann wurde ich gebeten, meine Zahlen nochmal zu liefern, da hier wohl Unklarheiten bestehen. Stimmt, ich habe nochmal genau nachgesehen. Ich komme gerade von meiner Runde, und schreibe mal ab, was runtastic mir geliefert hat:

    Distanz 4,57 Kilometer (Tippfehler von mir, so sind aus aufgerundeten 4,6 km die 4,8 km entstanden, sorry)
    Dauer 34,44 min. (habe meine Spitzenzeit heute nicht erreicht)
    Durchschnittspace 7:36 min/km

    Ich bin heute ganz bewusst nur nach Gefühl gelaufen. Hatte einen blöden Tag im Büro, der meine Stimmung arg getrübt hat und hatte nur das Ziel, mich beim Laufen wohl zu fühlen und Stress abzubauen. Ziel erreicht .

    Hier noch die Pace auf den einzelnen Kilometern

    1. 7.58 km/min, 15 Meter bergauf
    2. 7:39 km/min, 21 Meter bergauf, 2 Meter bergab
    3. 7:06 km/min, 26 Meter bergab
    4. 7:44 km/min, 17 Meter bergauf, 13 Meter bergab
    4,6 Kilometer: 7:03 km/min, 8 Meter bergab

    Ich bin also doch nicht so langsam, wie ich dachte. Auf dem dritten Kilometer bergab habe ich heute bewusst schneller gemacht, weil ich die Antworten hier vorher gelesen hatte und mich nicht so weit erholen wollte, damit der Blutdruck wieder fällt. Es hat geklappt! Als ich nach dem Gefälle ein kurzes Unwohlsein gespürt habe, bin ich nicht wie sonst vor Schreck zum nächsten Baum gelaufen, um mich festzuhalten, sondern einfach weiter gelaufen. Der Schwindel blieb weg, einfach so. Toll!

    Ich wurde auch gefragt, wie ich die Steigungen laufe. Das habe ich vorhin beobachtet, weil es mir gar nicht bewusst war. Ich laufe in gleicher Frequenz, mache aber Minitippelschritte. Richtig oder falsch? Hat sich mein Körper jedenfalls von allein so ausgesucht, ich habe da nie drüber nachgedacht.

    Dann habe ich noch den Hinweis gelesen, auch etwas für die Körpermitte zu tun. Ich mache sonntags immer Übungen mit der Blackroll und Yoga, um zusätzlich an meiner Haltung zu arbeiten, auch als Ausgleich für die Sitzerei im Büro. Ich bin ganz gut beweglich, komme im Stehen mit den Handflächen auf den Boden und kann auch aus dem Stand in die tiefe Hocke, ohne die Fersen vom Boden zu heben. Bauch- und Rückenmuskulatur muss ich mir aber wohl nochmal vornehmen.

    Ich hoffe, ich habe nichts vergessen. Wenn doch, bitte fragen.

  22. #21

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    hallo feldwaldwiese,
    ich mag deine art zu schreiben und ich bewundere deine art am laufen dran zu bleiben und dabei aber ganz sehr auf dich selber zu achten.

    was den sschwindel angeht habe ich gedacht dass du vielleicht auch vergisst bergab zu atmen..aber das mit dem blutdruck klingt auch plausibel. gut wenn sich das durch weiterlaufen gibt. ich denke ja immer dass wir menschen früher jäger und sammler waren und unser körper zum laufen gemacht ist, so dass er das regulieren kann

    dass dich aber schon 200m mehr so sehr erschöpfen find ich ein wenig seltsam. vielleicht spielt dir da dein kopf einen streich weil es über dem gewohnten herausgeht. auf jeden fall ist es aber eine gute methode sich zu steigern.
    ich selber bliebe lange bei 8km stehen und nach meinem ersten 10km lauf war ich total fertig und dachte werweißwas geschaftt zu haben was es ja auch war, aber eben vor allem war es dass ungewohnte weiterlaufen und die unbewusste angst was dann mit mir passieren würde. es ist gar nichts passiert
    ich plane mir ansonsten bewusst nach meinen lauftagen nur noch SOFA-zeit ein falls ich doch ersschöpfter sein sollte als gedacht und warum denn auch nicht? man darf nach einem training ruhig mal kaputt sein,frühzeitig einschlafen und muskelkater haben
    16.9.2017: 7km

  23. #22
    crsieben
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    Zitat Zitat von FeldWaldWiese
    Ich laufe in gleicher Frequenz, mache aber Minitippelschritte. Richtig oder falsch? Hat sich mein Körper jedenfalls von allein so ausgesucht, ich habe da nie drüber nachgedacht.
    Kleine Schritte am Berg sind genau richtig, und zuallererst das zu tun, was der Körper von allein tun will, ist noch viel richtiger.

    Auch ich glaube, dass die Schwierigkeiten mit den Metern über das Bekannte hinaus im Kopf entstehen. Ich hab das jedes Mal, wenn ich den langen Lauf über das Bekannte hinaus verlängere - habe aber gelernt, mir da zu vertrauen. Das hat aber, wie alles andere auch, Zeit gebraucht, die auch du dir geben solltest.

    4,6 km in einer Pace von 7:03 ist tatsächlich keineswegs besonders langsam, sondern eine ganz normale Anfängerinnenleistung. Ich kenne Anfängerinnen, die mit dieser Leistung schon längst beim nächsten Volkslauf angemeldet wären, kann aber auch nachvollziehen, wenn du das für dich nicht (oder noch nicht) möchtest.

    In einem Wort: Weiterlaufen!

  24. #23
    Back on track...
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    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen

    Wenn der Schwindel beim Laufen in Phasen geringerer Belastung auftritt, bedeutet das ja für mich, dass Gehpausen geradezu Gift sind und den Blutdruckabfall provozieren. Also würden Pläne, die Streckenlänge durch erneutes Laufen/Gehen zu verlängern, nicht gut funktionieren.
    Na ja, doch. Schliesslich fällst Du nicht nach jedem Lauf in Ohnmacht, oder? Du musst den Übergang zu den Gehpausen so gestalten, wie du deine Läufe normalerweise beendest. Ich vermute, langsamer werden und dann stramm gehen.

    Ich gehe wie dein Doc davon aus, dass das mit weiterem Training besser wird. Dein vegetatives Nervensystem lernt, gelassener mit Lastwechseln umzugehen und nicht gleich alles auf Alarm oder Null zu stellen.
    Denke nicht über die Lösung nach, sondern über das Problem. Die Lösung ergibt sich dann von selbst.

  25. #24
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    Schade, dass dieser Faden zum Rechthaberwettstreit ausartet.

    @FeldWaldWiese,

    du bist ein Glückskind. Fängst dir 'ne Depression ein (na, das war eher Pech) und kriegst sie mit Laufen problemlos in den Griff. Fühlst dich wohl, bei dem was du tust, hast keine Probleme - außer dem einen: dass es das Internet und dieses Forum gibt.

    Ich bin selbst eigentlich von der Fraktion "Mindestgeschwindigkeit 7:00 bis 7:30 kann helfen, schlechten Laufstil und daraus ggfs. folgende orthopädische Probleme zu vermeiden." Da du damit aber derzeit keine Probleme hast, lasse ich das jetzt gerne mal stecken.

    Über eines solltest du dir aber im Klaren sein. Wenn du dreimal die Woche 5 km mit sagen wir 7:30/km läufst, dann erreichst du vor allem eines: nämlich die Fähigkeit, 3x die Woche 5km in 7:30/km zu laufen und (fast) keinen Meter mehr bzw. (fast) keine Sekunde schneller. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn dir das genug ist, belasse es dabei und bleibe glücklich. Und vor allem: vermeide weitere Blicke in dieses Forum.


    Wenn dir das aber nicht genug ist, musst du wenigstens gelegentlich mal an deinen derzeitigen Grenzen rütteln.

    Wenn du schneller laufen willst als 7:30, gibt's nur einen Weg: ab und zu mal (z.B. 1x die Woche) schneller zu laufen. In dieser Trainingseinheit dann aber eine kürzere Strecke laufen, also kurz+schnell. Wenn dich ein leicht höheres Tempo als dein übliches schon völlig fertig macht, dann fehlt dir vermutlich die notwendige Koordination. Diese kann man am einfachsten dadurch verbessern, dass man ein höheres Tempo auf nur ganz kurzen Strecken läuft - nennt sich Steigerungen. Einfach mal über 50 bis 80 m aus deinem normalen Trab heraus sanft (nicht ruckartig) beschleunigen bis hin zu einem deutlich höheren Tempo, sagen wir 6:30 oder 6:00/km. Das Intervall ist so kurz, dass du gar nicht aus der Puste kommen kannst, weil die Puste (besser gesagt: die aerobe Energiebereitstellung) auf solchen Ministrecken kaum bis gar nicht zum Tragen kommt. Zwischen diese Steigerungen langsam traben oder notfalls auch gehen, bis du wirklich wieder gut ausgeruht bist für die nächste Schandtat, sprich Steigerung auf 50 bis 80m. Solche Steigerung fördern die Lauftechnik ohne gleichzeitig Herz/Kreislauf abzuschießen. Ja, man kann auch Lauf-ABC machen (als Fortgeschrittener sollte man das auch), aber für den bloßen Zweck von langsam auf etwas schneller zu kommen, reichen Steigerungen. Übrigens nicht erstaunt sein, wenn sich nach der ersten Einheit Muskelkater einstellt !

    Für die Ausweitung der Distanz gilt dasselbe Prinzip: Willst du weiter laufen, must du weiter laufen. So einfach ist das - leider und zum Glück. Das macht man üblicherweise auch 1x die Woche, dann aber so langsam, dass einen das Tempo nicht schlaucht. Wenn du bei 8:00/km noch rund und problemlos laufen kannst, dann erkläre einen Lauf in der Woche zum langen Lauf, laufe ihn mit 8:00/km und vor allem etwas länger als 5 km - also lang und langsam, hier gerne liebevoll als "LaLa" bezeichnet. Wenn du ihn nicht jede Woche um 200m steigern kannst, steigere ihn um 100m. In 50 Wochen kannst du so auch deinen ersten 10er feiern. Wenn du auch +100m pro Woche nicht schaffst (gilt eigentlich auch schon für +200m), dann hast du m.E. eher eine Barriere im Kopf, die dich hindert, mehr zuzulassen. Ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, dass du 5 km routiniert schaffst, 200m weiter aber tot umfällst. Da müsste man dann noch mal extra drüber reden.

    Eines aber muss auch klar sein: seine Grenzen (egal ob Pace oder Distanz) zu verschieben, kostet leider Anstrengung. Wenn du das kategorisch nicht willst, dann vergiss das Weiter und das Schneller. Das wird dann einfach nichts und dann solltest du dich mit erfolglosem Wünschen auch nicht weiter demotivieren. Es wäre allerdings mal einen Versuch wert, das über ein paar Wochen hinweg mal zu probieren. Es gibt einige Leute hier, die sich nie vorstellen konnten, dass Anstrengung über 8:00/km hinaus erstrebenswert sein könnte und die trotzdem Blut geleckt haben und Anstrengung - in vernünftigen Maßen und Bahnen und vor allem mit ausreichender Erholung - plötzlich total geil finden.

    P.S.: Die Schwindelgeschichte habe ich jetzt komplett ausgeblendet - die muss natürlich untersucht werden, aber da bist du ja dran.

  26. #25

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    Zitat Zitat von skillstraining Beitrag anzeigen
    dass dich aber schon 200m mehr so sehr erschöpfen find ich ein wenig seltsam. vielleicht spielt dir da dein kopf einen streich weil es über dem gewohnten herausgeht. auf jeden fall ist es aber eine gute methode sich zu steigern.
    Jetzt muss ich das unbedingt mit den 200 m richtig stellen, denn so war das von mir nicht gemeint. Mein Mann hat wohl recht, ich muss nicht soviel sabbeln und die Leute schwindelig quatschen, sondern zum Punkt kommen.

    Ich habe einmal versucht, an meine normale Strecke eine kleine Schleife ins nächste Dorf dranzuhängen. Laut runtastic waren das insgesamt 6,61 km, für die ich 53:16 min. gebraucht habe. Nach dem Lauf war ich komplett am Ende und konnte nur mit zwei längeren Gehpausen überhaupt wieder nach Hause kommen. Ich bin Freitag gelaufen und hatte zwar keinen Muskelkater, brauchte aber das gesamte Wochenende, um wieder zu Kräften zu kommen.
    Ich bin ja bereit, mich durchaus anzustrengen, aber so elend möchte ich mich nicht mehr fühlen.

    Da der direkte Weg, gleich ein Pfund draufzupacken, wohl für mich eine Sackgasse ist, versuche ich es mit Distanzverlängerungen in homöopathischen Dosen . Und mit der Runde von 5 km, die ich jetzt freitags laufe, ist alles in Ordnung. Letzten Freitag habe ich dafür 38:48 min. gebraucht und habe mich danach gefühlt wie ein Held.

    Ich denke, so werde ich erstmal weitermachen.

    Zitat Zitat von crsieben Beitrag anzeigen
    4,6 km in einer Pace von 7:03 ist tatsächlich keineswegs besonders langsam, sondern eine ganz normale Anfängerinnenleistung. Ich kenne Anfängerinnen, die mit dieser Leistung schon längst beim nächsten Volkslauf angemeldet wären, kann aber auch nachvollziehen, wenn du das für dich nicht (oder noch nicht) möchtest.
    Die 7:03 gelten nur für die letzten 600 Meter, die Durchnittspace steht im Absatz darüber, es waren 7:36.
    Wenn ich meine Haustür sehe und an den neugierigen Nachbarn vorbeilaufe, wachsen mir auf den letzten Metern immer Flügel .

    An Wettkämpfen werde ich sicher nicht teilnehmen. Das würde soviel Zwang und Druck in mein wunderbares Laufen bringen, damit könnte ich bei meiner mentalen Lage zuviel kaputt machen.
    Ich kann mich wie ein kleines Kind an Weihnachten über meine winzigen Fortschritte freuen, da brauche ich keinen Wettkampf.

    Zitat Zitat von Leiderkeinkenianer Beitrag anzeigen
    Na ja, doch. Schliesslich fällst Du nicht nach jedem Lauf in Ohnmacht, oder? Du musst den Übergang zu den Gehpausen so gestalten, wie du deine Läufe normalerweise beendest. Ich vermute, langsamer werden und dann stramm gehen.

    Ich gehe wie dein Doc davon aus, dass das mit weiterem Training besser wird. Dein vegetatives Nervensystem lernt, gelassener mit Lastwechseln umzugehen und nicht gleich alles auf Alarm oder Null zu stellen.
    Äh, nein, wie gerade geschrieben, auf den letzten Metern des Weges das Schaulaufen für die Galerie: nochmal ordentlich die Haltung sortieren, Brust raus, lächeln (Laufen macht Spaß, macht einen tollen Körper, kann ich mühelos, seht alle her!), in die Nachbargärten winken und in lockerer Eleganz leichtfüßig und zügig bis zur Gartenpforte alles geben.
    Danach verschwindet diese Supersportlerin hinter der hohen Hecke und fremden Blicken, stoppt und muss sich leicht schwindelig erstmal einen Moment vor die Tür setzen. Nach ein paar Sekunden ist alles wieder gut, ich betrete das Haus und rede sofort drauflos, erzähle meinem Mann von dem tollen Lauf, den ich gerade hatte.

    Mein Kreislauf ist übrigens nach ein paar Minuten wieder im Normalbetrieb. Da scheint schon ein Trainingseffekt zu wirken.
    Dann werde ich mich mal mit meinem vegetativen Nervensystem auseinandersetzen. Wäre doch gelacht, wenn ich das nicht zur Kooperation bewegen könnte.

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