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Ergebnis 826 bis 850 von 981
  1. #826
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Na, das hört sich doch prima an. Dann hau mal rein, Mädel!

  2. #827

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    OK, heute habe ich „reingehauen“ .

    Laufen im Winter ist nichts für Feiglinge und Memmen. Das Thermometer zeigt 1°, der Wind, der ums Haus weht, ist heftig und eklig kalt. Ich ziehe alles an, was der Kleiderschrank ausspuckt, es ist auf den ersten Metern immer noch zu wenig. Waren in den letzten Wintern eisige Oberschenkel mein größtes Problem, hat es sich in diesem Winter in den Nacken verlagert. Da vertrage ich überhaupt keinen Lufthauch und muss mich mit Mütze und zwei Kapuzen darüber (vom Shirt und von der Jacke) schützen. Dann noch ein Tuch um den Hals gewickelt, die Handschuhe an, den Gatten im Home-Office geweckt und los geht es.

    Mittwochs sind wir gern die „Bergrunde“ gelaufen. Das machen wir heute auch, aber wir sind härter geworden und fahren nicht mehr zum Wald, sondern laufen ab Haustür. Das verlängert die Strecke um schlappe 3 Kilometer mit einem weiteren Anstieg am Ende.

    Von Beginn an meint es der Wind gut mit uns, er weht uns in den Rücken und schubst uns leicht bergab flott vorwärts. Das bedeutet, dass wir die Runde im Wald heute andersrum laufen müssen, um nicht ewig lang gegen eiskalten Gegenwind anzurennen.
    Nach dem ersten Kilometer (7:00 zum warm werden) geht es gleich eine kurze Steigung hoch. Der Gatte macht neben mir Unmutsgeräusche, er stellt fest, dass Laufen heute nicht sein Ding ist. Tapfer, wie er ist, versucht er, mich nicht zu stören und tappst hinterher.
    Ab jetzt wird es fies. Wir laufen am Waldrand, es geht stetig bergauf, der Untergrund wird immer matschiger. Zum Glück kommt der Wind immer noch überwiegend von der Seite und von hinten. Es sind zwar insgesamt nur ca. 50 Höhenmeter auf diesem Stück, aber es zieht sich…

    Dann kommt endlich der schöne Teil: bergab auf Asphalt. Die Beine wollen eigentlich fliegen, aber neben mir kämpft der Gatte, der heute wirklich keinen guten Tag hat. Und da ich weiß, was uns auf dem Rückweg noch erwartet, zügele ich mich, und wir traben gesittet und langsam weiter.
    Jetzt geht es auf den Rückweg, zunächst für 4 Kilometer windgeschützt durch den Wald, matschig und überwiegend ganz leicht bergab.
    Aber dann, als wir aus dem Wald herauskommen, kommt es knüppeldicke: direkter, eiskalter Gegenwind und bergauf bis zur Haustür.
    Bis hierher habe ich mich ja durchaus bemüht, schön aufrecht zu laufen, aber jetzt sacke ich in mich zusammen, um dem Wind so wenig Fläche wie möglich zu bieten. Krumm und mit gesenktem Kopf biete ich wahrscheinlich einen erbärmlichen Anblick. Nur gut, dass außer uns Verrückten keine Menschenseele draußen unterwegs ist.

    Am Ende bin ich einfach nur froh, dass ich es geschafft habe .

    11,67 KM, Dauer 1:20:41, Pace 6:55/km, 106 Höhenmeter

  3. Folgenden 3 Foris gefällt oben stehender Beitrag von FeldWaldWiese:

    heikchen007 (19.01.2022), RedDesire (19.01.2022), RunningPotatoe (20.01.2022)

  4. #828
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Schön, wieder von dir zu lesen. Noch schöner, dass du weiterhin laufend unterwegs bist Und Glückwunsch zum Vorruhestand

    Prima Läufchen heute!

    Gruss Tommi

  5. #829
    Geschüttelt, nicht gerührt Avatar von heikchen007
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    Sehr gut dass du auch weiterhin läufst und noch besser (für uns Leser), dass es wieder launige Berichte davon gibt.

  6. #830
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Nur Harten komm'n in den Garten.

  7. #831

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    Schön, dass ihr euch noch an mich erinnert .

    Laufen im Winter kann auch bedeuten, einfach mal spontan alle Pläne über den Haufen zu werfen.
    Als wir zur Laufstrecke, dem Weserradweg, gefahren sind, war ich fest entschlossen, heute die etwas längere Runde mit ca. 13,5 KM ganz langsam zu laufen. Bei uns zu Hause auf dem Berg war gutes Wetter, es hatte etwas geschneit, war windstill und sogar die Sonne zeigte sich.
    An der Weser das krasse Gegenteil: es regnete bei heftigem Wind. Nach einem halben Kilometer hatte ich schon keine Lust mehr. Die Hände waren immer noch Eisklumpen in den Handschuhen, der ganze Körper fühlte sich komplett unterkühlt an. Die Vorstellung, jetzt 1,5 Stunden so unterwegs zu sein, hatte überhaupt keinen Reiz.

    Der Gatte fing an, über die Streckenlänge zu verhandeln. Aha, er hat also auch keinen Bock. Na gut, aber wenn kürzer, dann auch schneller . Und so wurde aus dem langen, langsamen Lauf ein spontaner Tempolauf. Ich bin ja nicht so gern schneller unterwegs, und in der letzten Zeit waren schnelle Abschnitte nicht mein Ding. Aber der Körper erinnerte sich, wie es geht.

    Die nächsten Kilometer waren wir mit 6:12, 5:55, 6:05 und 6:09 richtig gut unterwegs. Fühlte sich auch gut an, bis wir uns auf den Rückweg machten. Nun kam der Wind von vorn, und mit der größeren Kraftanstrengung kam auch mein alter Kumpel, der Schwindel, wieder aus seiner Höhle gekrochen.
    Ich musste Tempo rausnehmen, wollte ich weiterhin geradeaus und aufrecht unterwegs sein. Die nächsten Kilometer wurden dann mit 6:26 und 6:32 etwas gemütlicher.

    Der Schwindel verzog sich, dafür machte es sich mein innerer Schweinehund auf meinen Schultern bequem. Wie eine Schlange legte er sich weich, warm und verlockend um meinen Nacken, um mir sein Gift abwechselnd in jedes Ohr zu säuseln: „Das ist doch viieel zu anstrengend für dich, ruh dich aus, geh doch ein Stück.“
    Ich fragte kurz beim Gatten nach, wie die aktuelle Lage ist. „Der Wille treibt mich weiter“ bekam ich zur Antwort. Er mag also eigentlich auch nicht mehr, aber nix is mit Pause.
    Ich verscheuchte die falsche Schlange aus meinen Gedanken und lief stumpf weiter. Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob ich auf der restlichen Strecke überhaupt noch irgendwas gedacht habe. Ich lief einfach nur.

    Am Ziel war ich überrascht, dass es sogar noch zu einem neuen Streckenrekord gereicht hat .

    8,37 KM, Dauer 52:41, Pace 6:18/km
    Tierbegegnung: 1 Schar Wildgänse auf der Wiese neben der Strecke 🦆.

    Den langen Lauf holen wir Sonntag nach, da soll es das Wetter besser mit Läufern meinen.

  8. Folgenden 4 Foris gefällt oben stehender Beitrag von FeldWaldWiese:

    Catch-22 (21.01.2022), d'Oma joggt (21.01.2022), heikchen007 (21.01.2022), RunningPotatoe (21.01.2022)

  9. #832
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    Hehe, alte Läuferweisheit - ist dir zu kalt, bist du zu langsam.

  10. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von RunningPotatoe:

    FeldWaldWiese (21.01.2022)

  11. #833

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    Heute waren die Bedingungen zum Laufen gut. Wetter gab es von der Sorte „stört nicht“ mit 4°, trocken und fast windstill. Also mehrlagig Klamotten angepummelt, Gatte geschnappt und ab zum „langen Lauf“, den wir von Freitag noch offen hatten.

    Der Gatte war „not amused“, als ich sagte, wo es heute lang geht. Ich hatte eine Kombination aus zwei unserer Strecken geplant: eine Runde am Wald entlang, vorbei an einem Golfplatz mit ein wenig Auf und Ab, Wald- und Feldwege, daran anschließend eine Strecke durch zwei Dörfer, überwiegend auf asphaltierten Radwegen.

    Der Gatte hat eine große Abneigung gegen Matsch auf den Wegen. Keine Ahnung, ob er sich als Kind nicht schmutzig machen durfte (ich muss mal Schwiegermutter vorsichtig fragen…), als Erwachsener macht er jedenfalls großes Drama, wenn der Weg unter einer Schlammschicht liegt.
    Ich kenne das Gemecker schon und reagiere gar nicht. Wo ist das Problem? Kriegt die Waschmaschine doch alles wieder sauber.

    Die ersten Kilometer laufen wir also nur mit Bild, aber ohne Ton. Ist mir ganz recht, ich habe mit den schlammigen Hügeln ganz schön zu tun, da mag ich nicht noch Quasseln.
    Das ändert sich schlagartig, als wir nach 8 Kilometern den Radweg erreichen. Kaum haben wir festen Untergrund unter den Füßen, läuft neben mir die gute Laune . Er erklärt mir, dass es ihm jetzt Spaß macht, und er richtig gut drauf ist.

    Es kommt noch einmal eine langgezogene Steigung bei KM 11, bei der ich etwas Mühe habe, dem fröhlichen Gatten zu folgen.

    12,45 KM, Dauer 1:25:53
    Pace 6:54, 85 Höhenmeter

    Der Lauf war insgesamt etwas schneller als geplant. Die Teile bergab und auf Asphalt liefen aber so schön, da bremse ich mich dann nicht.

    In dieser Woche bin ich 39,2 Kilometer gelaufen .

  12. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von FeldWaldWiese:

    dicke_Wade (25.01.2022), RunningPotatoe (23.01.2022)

  13. #834

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    Kurz vor dem heutigen Lauf erledige ich ein unangenehmes Telefonat, das ich schon den ganzen Vormittag vor mir her schiebe. Als es vorbei ist, verleiht mir die Erleichterung Flügel. Also ab in die Laufschuhe und nix wie raus. Der Gatte erzählt etwas von „schweren Beinen“, aber er kommt trotzdem mit.

    Direkt ab Haustür geht es los, auf den Feldweg, der auch vom örtlichen Reitverein gern genutzt wird. Wir laufen also Slalom um die Pfützen und die Hinterlassenschaften der Pferde. Es sieht so aus, als tragen die Rösser hier ihre Ausscheidungswettkämpfe aus…
    Da es auch noch leicht bergauf geht, ist der Start etwas zäh.

    Danach kommt ein längeres Stück Straße, ehe es wieder bergauf in den Wald geht. Im Wald geht es einmal eine kleine Runde, dann die eben gelaufene Steigung, die Straße und die Rue de la Kack zurück. Hört sich kürzer an, als es ist. Bis hierher sind es 6,5 Kilometer.

    Mir geht es immer noch blendend, ich möchte noch die kleine Runde ins Nachbardorf dranhängen. Das bedeutet: noch mehr Matsch, noch mehr Steigung . Am letzten Anstieg zeigt ein Blick auf die Uhr, dass es möglich wäre, heute die Strecke in weniger als einer Stunde zu schaffen, wenn ich nochmal Gas gebe. Und das kriege ich tatsächlich hin! Keine Ahnung, wo ich die Kraft zusammen gesammelt habe, aber vor der Haustür hat es gereicht.

    8,89 KM, Dauer 58:57
    Pace 6:38/km, 107 Höhenmeter

    Morgen ist dann aber mal Pause mit der Lauferei .

  14. Folgenden 3 Foris gefällt oben stehender Beitrag von FeldWaldWiese:

    dicke_Wade (25.01.2022), heikchen007 (26.01.2022), RunningPotatoe (25.01.2022)

  15. #835

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    Heute war so ein Tag, an dem der Himmel einfach nur grau war. Keine Spur von Sonne, dazu 1° kalt, zwar windstill, aber die Feuchtigkeit und Kälte kriechen unter die Haut.

    Gelaufen wird die Bergrunde ab Haustür. Ich bin zwar in eine üppige Schicht Klamotten gepackt, warm ist mir trotzdem nicht. Auf dem ersten Kilometer, sanft bergab mit 7:01, hat der Körper keine Chance, wärmer zu werden.
    Auf dem zweiten Kilometer geht es in den Wald, am Ende beginnt eine längere Strecke leicht bergauf. 6:46 ist schon ein gutes Tempo, aber die Hände bleiben trotz Handschuhen noch kalt.
    Der dritte Kilometer geht nur noch bergauf mit 20 Höhenmeter und 6:48. Endlich kommt die Wärme überall im Körper an. Ab hier etwa wird der bisher recht feste Waldweg immer schlammiger. Ich glaube, ich habe heute alle Arten von Matsch kennengelernt. Richtig eklig ist die Sorte, die sich direkt an die Sohlen saugt und ein schmatzendes Geräusch macht, wenn man den Fuß hebt. Es fühlt sich so an, als ob man den zähen Dreck einfach nicht los wird, und er sich mit jedem Schritt immer mehr an die Schuhe hängt. Ich laufe, als wären die Beine am Boden fest getackert. Das ist richtig anstrengend, aber beim Blick auf die Uhr bin ich erstaunt, dass Kollege Puls heute ganz zahm und friedlich ist. Dann will ich ihn lieber nicht wecken . KM 4 mit 6:43 ist relativ flach, auf KM 5 geht es endlich wieder ein kurzes Stück bergab, das macht mit 6:30 Spaß. Schneller traue ich mich auf dem glitschigen Untergrund nicht. Ich neige ja zur Stolperei, die meistens mit dem Körper der Länge nach im Dreck endet, da riskiere ich lieber nichts.

    Aus dem Waldweg wird auf KM 6 eine asphaltierte Straße, aber es geht auch mit 35 Höhenmetern ordentlich aufwärts. Ich habe auf dem Stück immer mächtig zu tun, aber solange ich laufend oben ankomme, ist alles gut. Der Gatte zieht davon, er muss ja „seinen“ Rhythmus laufen und kann unmöglich langsamer werden… So ein Quatsch, langsamer geht ja wohl immer . Ich bin mit meinen 7:11 auf diesem Kilometer sehr zufrieden.

    Die Kilometer 7, 8 und 9 sind überwiegend flach direkt am Waldrand, dafür aber wieder mit Schlamm, Matsch, Pfützen in allen Variationen. 6:39, 7:01 (hier war es besonders schlimm) und 6:47 gingen ganz gut.

    Mit dem 10. Kilometer begann mit 7:04 der Schlussanstieg nach Hause. Ich hatte mich die ganze Zeit richtig gut gefühlt, und so waren die 25 Höhenmeter auf dem 11. Kilometer mit 7:12 kein Thema. Warum ich dann plötzlich fieses Seitenstechen auf der rechten Seite direkt unter dem Rippenbogen bekam, kann ich nicht versehen. Es tat so weh, dass ich mich kaum noch aufrichten mochte. Da es aber nur noch ein paar Schritte bis zur Haustür waren, bin ich stur weiter gelaufen.

    11,67 KM, Dauer 1:20:24
    Pace 6:53/km, 112 Höhenmeter

    Sobald ich wieder stand und kräftig durchgeatmet hatte, war das Seitenstechen so schnell, wie es gekommen war, auch wieder verschwunden.
    Was blieb war dieses unglaublich gute Gefühl von tiefer Zufriedenheit, das ich so oft durch das Laufen erlebe. Genau das ist es, was es für mich so wichtig und unverzichtbar macht. Klar freue ich mich, wenn ich mal wieder etwas schneller oder weiter gelaufen bin. Aber das sind nur kurze Momente der Freude. Das eigentlich Wichtige ist für mich dieses Zuhause sein im eigenen Körper, Ruhe zu spüren und genau zu wissen: alles ist gut, so wie es jetzt gerade ist.

    Was verpassen nur diese armen Menschen, die nicht laufen…

  16. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von FeldWaldWiese:

    dicke_Wade (27.01.2022), heikchen007 (27.01.2022)

  17. #836
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Toll, was bei dir mittlerweile schon alles "normal" ist. Und immer wieder unterhaltsam, mit euch "mitzulaufen".

    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    Was verpassen nur diese armen Menschen, die nicht laufen…
    +1

    Und dann erst die, die laufen und schwitzen, aber das immer nur im stickigen, omikronverseuchten Studio.

  18. #837
    Geschüttelt, nicht gerührt Avatar von heikchen007
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    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    Warum ich dann plötzlich fieses Seitenstechen auf der rechten Seite direkt unter dem Rippenbogen bekam, kann ich nicht versehen. Es tat so weh, dass ich mich kaum noch aufrichten mochte.
    Bei Seitenstechen hilft richtiges und bewusstes tiefes AUSatmen... So habe ich bisher jedes Seitenstechen beim Laufen wegbekommen, ohne anhalten zu müssen.

    LG Heike
    5 km - 23:40 (08.08.2021 - The Great 10k)
    10 km - 47:57 (08.08.2021 - The Great 10k)
    HM - 1:40:37 (10.10.2021 - S 25 Berlin)
    25 km - 02:02:00 (15.05.2022 - S 25 Berlin)

  19. #838

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    @RunningPotatoe: Es war ein ordentliches Stück Arbeit, zu dieser neuen „Normalität“ zu kommen. Der Knoten ist irgendwie im letzten Dezember geplatzt, als ich dem besten Ehemann von allen traurig erzählt habe, dass ich mein Laufziel von 1.500 Kilometern für 2021 wohl nicht erreichen werde. Er hat mir Mut gemacht, es doch noch zu versuchen, und so sind die Strecken immer etwas länger geworden. Mein Ziel habe ich mit 1.503 KM dann doch noch erreicht.

    @heikchen007: Danke für den Tipp. Ich habe ihn heute gebraucht, aber es nicht geschafft, das lästige Seitenstechen damit weg zu bekommen.

    Die ganze Nacht hat es ums Haus gestürmt, und auch am Vormittag weht es noch immer sehr heftig. Das kann ja unten auf dem ungeschützten Radweg an der Weser heiter werden . Eigentlich war die große Runde mit 14 KM geplant. Es sollte ein „blauer“ Lauf werden. Kurz zur Erklärung: Dabei versuchen wir, so lange wie möglich im blauen Pulsbereich von Polar zu laufen. Die Bereiche habe ich für mich nach den Ergebnissen der jahrelangen Pulsmesserei und meines Belastungsempfindens selber festgelegt. Beim Gatten passen die von Polar gelieferten Zahlen wie die Faust aufs Auge.

    Beim Start angekommen werfen wir diesen Plan sofort über Bord. Der Hinweg mit Rückenweg mag ja noch möglich sein, aber den Rückweg bei konstantem, heftigen Gegenwind werden wir uns nicht über die lange Strecke antun. Ob es die kurze Runde mit ca. 8 KM oder die mittlere Runde mit ca. 10 KM wird, werden wir später entscheiden.

    So laufen wir erstmal langsam los. Von Beginn an tut sich der Körper schwer, und es dauert ewig lange, bis sich ein rundes Laufgefühl einstellt. Immerhin macht der Puls, was er soll und bleibt brav im blauen Bereich (der bei mir bis 144 geht).
    Nach 4 Kilometern müssen wir uns entscheiden, ob es die kurze oder die mittlere Runde werden soll. Ich bin zwar skeptisch, aber der Gatte möchte gerne die längere Strecke probieren.

    Bis wir bei KM 5,5 den Rückweg antreten, geht es mir weiterhin gut. Das ändert sich schlagartig, als ich den kalten Wind von vorne ins Gesicht bekomme. Ich habe das Gefühl, ich hüpfe nur noch auf und ab, eine Vorwärtsbewegung findet nicht mehr statt. Das kostet mich so viel Kraft, dass sich das gemeine Seitenstechen wieder meldet. Ich habe den Tipp von Heike im Kopf und atme tief aus, in allen Variationen: langsam, schnell, stoßweise - nichts hilf. Es tut einfach nur weh.

    Der gesamte Rückweg ist für mich einfach nur schlimm. Der Wind, das blöde Seitenstechen, kalt ist es auch noch. Bei KM 8 mag ich nicht mehr. Ich muss ein paar Schritte gehen, um fit für den Rest der Strecke zu werden. Ich bitte den Gatten, einfach weiter zu laufen und versuche, ein Tempo für mich zu finden, mit dem ich durchlaufen kann.

    Ich höre auf das Tapp-Tapp-Tapp der Füße, mein einziger Gedanke ist: AUSatmen!!! Und so komme ich langsam, aber stetig, dem Ziel immer näher. Ab und zu gucke ich auf die Uhr und bin erstaunt, dass sich mein Empfinden von höchster Anstrengung nicht im Puls bemerkbar macht. Die blaue Phase ist natürlich längst Geschichte, aber mich strahlt eine 150 in leuchtendem Grün an. Hä? Ich schleppe mich kraftlos durch die Gegend, und mein Puls ist tiefenentspannt? Das bleibt übrigens auch bis zum Ende des Laufes so. Ich habe doch noch Hoffnung, dass ich fitter werde .

    10,35 KM, Dauer 1:13:06
    Pace 7:04/km, Puls ∅143 bpm

  20. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von FeldWaldWiese:

    heikchen007 (28.01.2022)

  21. #839
    Geschüttelt, nicht gerührt Avatar von heikchen007
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    Schade, dass mein Ausatmen-Tipp bei dir nicht so gut funktioniert, wie bei mir...

    Aber hast dich doch trotzdem tapfer durchgekämpft. Weiter so.
    5 km - 23:40 (08.08.2021 - The Great 10k)
    10 km - 47:57 (08.08.2021 - The Great 10k)
    HM - 1:40:37 (10.10.2021 - S 25 Berlin)
    25 km - 02:02:00 (15.05.2022 - S 25 Berlin)

  22. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von heikchen007:

    FeldWaldWiese (28.01.2022)

  23. #840

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    Sturmtief Nadja tobt sich aus, das macht die Wahl der heutigen Laufstrecke ganz schön schwierig. Bei längeren Strecken mit viel Gegenwind winke ich ab, bei matschigen Waldwegen ist der Gatte raus. Wir einigen uns auf einen 5 KM-Rundkurs im Nachbarort, überwiegend auf Asphalt. Wenn wir die Strecke andersrum als üblich laufen, sollten sich die Abschnitte mit Gegenwind auch in Grenzen halten.

    Am Anfang überrascht mich mein Körper mit lauffreudigen Beinchen. Damit hatte ich gar nicht gerechnet, aber ich nehme das Geschenk dankbar an. Mit gemütlichen 7:11 auf KM 1 geht es zwischen den Häusern los. Vom Wind ist hier kaum etwas zu merken, am Ende gibt es einen kurzen Anstieg mit 15 Höhenmetern, den uns Nadja sanft hinauf schubst .

    KM 2 ist außerhalb des Ortes im freien Feld, leicht bergab mit Nadja im Rücken. Ich erkläre das kurze Stück zum schönsten Kilometer der Woche. Mit 6:06 macht es einfach nur Spaß.
    Auf KM 3 zeigt uns Nadja ihre fiese Seite. Der Wind kommt zuerst von der Seite, dann frontal. Da hier immer noch kein Schutz durch Häuser oder Bäume ist, wird es mit 6:28 anstrengend.
    Bei KM 4 gibt es zwar einen Abschnitt mit ein paar Bäumen, aber dafür wird der Weg holpriger. Der Sturm hat allerhand Äste und Zweige auf den Boden geweht. Da muss ich sehr aufpassen, mich nicht im Gestrüpp zu verheddern. Also Obacht mit 6:35.

    Das Ziel ist nah, wir erreichen wieder den Ort, die Häuser bieten Deckung. Die Beine packen noch einmal den Turbo aus und beschleunigen auf 5:58.

    5,00 KM, Dauer 32:17
    Pace 6:27/km, ∅Puls 144 bpm

    Der Abschluss der Laufwoche war zwar anders geplant (ich wollte endlich mal 40 Wochenkilometer erreichen), aber der heutige Lauf war auch schön.
    Wochenkilometer: 35,91

    Die nächste Woche steht wohl weiterhin ganz im Zeichen des Sturm. Da plane ich lieber nichts und nehme es, wie es kommt.

  24. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von FeldWaldWiese:

    dicke_Wade (08.02.2022), RunningPotatoe (30.01.2022)

  25. #841

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    Heute bin ich beim Loslaufen alles andere als ausgeruht. Den ganzen Vormittag habe ich mich im Haushalt ausgetobt, Staubsauger und Wischmop geschwungen und den gesamten Körper ordentlich bewegt. Ehrlich gesagt, mir wäre eine Runde auf dem Sofa lieber als eine Runde im Wald.
    Mit dem Gatten kann ich mich nicht auf eine gemeinsame Strecke einigen, also laufen wir heute mal getrennte Wege.

    Als ich starte, nieselt es noch ein wenig bei 2°. In der Nacht hatte es geschneit, aber vom Schnee ist nicht mehr viel übrig geblieben. Schade, ich laufe gerne im Schnee. So wird es nur der übliche Matsch.

    Ich merke schnell, dass die große Putzaktion vom Morgen Kraft gekostet hat, die mir auf der Strecke fehlen wird. Gut, dass ich allein laufe und mein Tempo anpassen kann. Ich laufe mit äußerst gemütlichen 7:21 los. Erstmal Beine sortieren, in Gang kommen und auf dem glitschigen Feldweg nicht ausrutschen.

    Der 2. KM ist auf Asphalt, da trete ich etwas sicherer. Leider hat sich der Nieselregen so auf meine Brille gelegt, dass ich die Welt wie im Nebel sehe. Ich packe die Brille in die Jackentasche und kann die ganz kleinen Zahlen auf der Uhr nicht mehr lesen. KM 2 in 6:26.

    Beim 3. KM geht es bergauf in den Wald, ich komme immer besser zurecht. 6:36 trotz eines langen Abschnittes bergauf sind für mich ganz schön gut. Und weiter geht es mit 6:26 auf KM 4, dem matschigsten Stück heute. Danach geht es die gesamte Strecke wieder zurück.

    KM 5 ist einfach nur der eben gelaufenen Anstieg jetzt andersrum. Ich genieße das Stück bergab mit 5:52 .
    Auf KM 6 zeigt mir mein Körper die rote Karte. Das war wohl doch etwas zu schnell, denn der gemeine Schwindel macht sich schlagartig breit. Das kenne ich schon, da hilft nur die Notbremse und ein paar Schritte gehen. Die paar Schritte reichen, um mich wieder zu stabilisieren. KM 6 in 6:49, am Ende ging es auch noch bergauf.

    Eigentlich wollte ich noch die Schleife ins Nachbardorf dranhängen, aber das lasse ich heute lieber bleiben. Bis zur Haustür sind es noch 750 Meter, die ich mit 6:00 noch ganz schön schnell laufen kann.

    6,75 KM, Dauer 43:52
    Pace 6:30/km, ∅Puls 149 bpm, 83 Höhenmeter

    Im Januar bin ich 155,75 Kilometer gelaufen. Das Jahr fängt wirklich gut an .

  26. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von FeldWaldWiese:

    dicke_Wade (12.02.2022)

  27. #842

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    Philine heißt das aktuelle Tief, das mit heftigem Wind und Regen ums Haus stürmt. Ich weiß, dass ich nicht die Kraft habe, dagegen frontal anzurennen. Also beginne ich die heutige Runde nicht ab Haustür, sondern wir fahren warm und gemütlich mit dem Auto zum Wald. Und um nicht auf dem Rückweg am Waldrand die geballte Ladung Philine ins Gesicht zu bekommen, wird die Strecke in umgekehrter Richtung als sonst gelaufen.

    Das beschert mir gleich zu Beginn eine kurze Steigung, die mir für heute schon zuviel ist. Och nö, und so soll es jetzt weitergehen? Zunächst geht es am Waldrand weiter mit Philine im Rücken die ersten drei Kilometer mit unterschiedlichen Ausprägungen bergauf. Bei ca. 2,5 KM wird aus dem Schotterweg ein steiler Wiesenweg, und ab hier mag mein Körper nicht mehr. Ich habe das Gefühl, die Beine nicht mehr hoch zu bekommen und schimpfe mich den Weg hinauf. Dazu setzt auch noch das lästige Seitenstechen ein. Woher kommt das nur, das hatte ich doch nie so oft?

    Nach dem Wiesenweg hat mein Gatte Mitleid mit mir und schlägt eine Abkürzung vor, die ich dankbar annehme. Es geht rein in den Wald, in dem vom Wind nicht mehr viel zu spüren ist. Außerdem geht es endlich bergab, was das Seitenstechen sofort erträglich macht.

    Auf dem 4. Kilometer liegt ein großer, umgestürzter Baum quer über dem Weg. Es ist gar nicht so einfach, über den Waldriesen und sein Geäst zu klettern. Das verschafft mir eine kurze Pause.
    Wir traben langsam zum Auto zurück. Jetzt kommt auch noch ein Regenschauer mit etwas Hagel. Ich hab keine Lust mehr, ich will nur noch nach Hause. Der Gatte neben mir überlegt laut, ob wir uns ein Laufband anschaffen sollen. Nein, so verzweifelt bin ich noch nicht .

    5,25 KM, Dauer 36:56 (incl. Baumkletterei)
    Pace 7:02/km, ∅Puls 144
    62 Höhenmeter

    Ein Blick auf die Wettervorhersage macht wenig Hoffnung auf Besserung, es soll wohl bis Montag noch weiter stürmen.
    Im nächsten Leben suche ich mir einen Sport, den ich drinnen ausüben kann…

  28. #843

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    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    lästige Seitenstechen
    Wenn es sich nicht wegatmen lässt, vielleicht noch ein Versuch wert: beim Laufen mit der flachen Hand auf die betroffene Stelle drücken. Hat bei mir schon öfters gewirkt. Bilde mir ein, dass es an der dabei entstehenden Wärme liegt.

  29. #844

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    Zitat Zitat von Mutinho Beitrag anzeigen
    Wenn es sich nicht wegatmen lässt, vielleicht noch ein Versuch wert: beim Laufen mit der flachen Hand auf die betroffene Stelle drücken. Hat bei mir schon öfters gewirkt. Bilde mir ein, dass es an der dabei entstehenden Wärme liegt.
    Ich habe heute zu dem Thema etwas recherchiert, weil es mir einfach keine Ruhe lässt.
    Die Experten sind sich noch nicht mal einig, was eigentlich die Ursache ist. Die Theorien gehen von „verklemmten Fürzen“ über verkrampftes Zwerchfell bis zu angeschwollener Milz .

    Die Ratschläge, wie man es wieder los wird: Gehpause, tiefes Ausatmen, Arme über den Kopf, auf die Stelle drücken, Atemrhythmus ändern. Irgendetwas davon wird dann wohl schon helfen…

    Mein nächster Versuch wird dann die von dir empfohlene Drucktherapie sein.
    Ich hoffe, ich muss es nicht gleich beim nächsten Lauf ausprobieren.

  30. #845

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    Zitat Zitat von FeldWaldWiese Beitrag anzeigen
    Die Experten sind sich noch nicht mal einig, was eigentlich die Ursache ist. Die Theorien gehen von „verklemmten Fürzen“ über verkrampftes Zwerchfell bis zu angeschwollener Milz .
    Danke für das nützliche Wissen. Aus Läufersicht ist damit ja unverklemmtes Rumgefurze als Prophylaxe legitimiert.

    Drücke die Daumen, dass Du auf die ein oder andere Art die Seitenstechen los wirst.

  31. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Mutinho:

    FeldWaldWiese (03.02.2022), heikchen007 (03.02.2022)

  32. #846
    Geschüttelt, nicht gerührt Avatar von heikchen007
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    Zitat Zitat von Mutinho Beitrag anzeigen
    Aus Läufersicht ist damit ja unverklemmtes Rumgefurze als Prophylaxe legitimiert.
    Muss ich mir merken...
    5 km - 23:40 (08.08.2021 - The Great 10k)
    10 km - 47:57 (08.08.2021 - The Great 10k)
    HM - 1:40:37 (10.10.2021 - S 25 Berlin)
    25 km - 02:02:00 (15.05.2022 - S 25 Berlin)

  33. #847

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    Der Wetterbericht zeigt fieses Wetter ab Mittag, wenn wir eigentlich laufen wollen. Ich laufe zwar ungern morgens, aber bei nahendem Wind mit Regen überzeugt der Gatte mich sofort, husch, husch in die Laufklamotten zu springen. Es ist erst kurz nach 10.00 Uhr, und mein Magen ist noch mit dem Kürbiskernbrötchen beschäftigt, das er vor einer halben Stunde bekommen hat.

    Wir laufen die Strecke auf dem flachen Radweg, die wir am letzten Freitag gelaufen sind. Ich komme sehr gut rein, ab dem ersten Schritt sitzt der Rhythmus. Schnell soll es heute ja nicht werden, sondern einfach nur entspannt.

    Die ersten drei Kilometer sind wir sehr gemütlich unterwegs, quatschen über dies und das und freuen uns, dass der Wettergott es nicht so übel wie sonst mit uns meint. Ab dem 4. Kilometer frischt der Wind etwas auf. Ich habe die leise Hoffnung, dass er heute mal aus der anderen Richtung weht und uns auf dem Rückweg Rückenwind beschert.

    Meine Beinen machen zwar immer noch, was sie sollen, aber ein Blick auf die Uhr bestätigt mein Empfinden: Himmel, ist das heute alles anstrengend! Wahrscheinlich braucht die Magenladung doch zu viel Blut, das in den Muskeln fehlt. Anders kann ich mir meine Schwäche nicht erklären.

    Ab Kilometer 7 kommt der Wind dann wie gewohnt von vorn . Sofort ziept es ganz leicht unterm rechten Rippenbogen. Och nö, nicht jetzt wieder diese verklemmte Milz oder was auch immer mich da ärgert. Ich teste heute die Methode „Handauflegen“. Als die gewünschte Wirkung ausbleibt, reiße ich die Arme hoch. Zusätzlich versuche ich, schneller zu atmen. Irgendwas davon hilft so weit, dass das Seitenstechen nicht schlimmer wird und ein einigermaßen normales Laufen möglich bleibt.

    Am Ende wird es richtig stürmisch, und ich bin einfach nur froh, dass ich nicht mehr weiter muss.

    10,35 KM, Dauer 1:12:02
    Pace 6:58, ∅Puls 150

    Nicht gerade eine Glanzleistung, aber immerhin hab ich mich bewegt .

  34. #848

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    Ich wache mit Migräne auf. Na toll, dann wird das ein schmerzhafter Tag auf dem Sofa. Ich nehme zwei Aspirin, eine kuschelige Decke und eine meiner Katzen und verschwinde in die Waagerechte. Der beste Ehemann von allen weiß, dass ich bei Kopfschmerzen einfach nur in Ruhe gelassen werden möchte.

    Am frühen Nachmittag taucht er trotzdem mit der verrückten Idee auf, jetzt sofort den Sonntagslauf vorzuziehen. Da wäre ein neuer Sturm mir ganz, ganz viel Regen auf dem Weg zu uns, das wollen wir uns doch morgen auf gar keinen Fall antun. Nein, niemand möchte nass werden, wen kümmert da mein hämmernder Schädel…

    Ich horche kurz in mich hinein. Mhm, scheint schon ein klein wenig besser zu sein, vielleicht würde etwas Bewegung ja wirklich nicht so verkehrt sein. Und so packe ich mich in die Klamotten, auf geht es zur Laufstrecke.

    Wir laufen auf dem Radweg im Nachbarort. Es weht schon ganz ordentlich, als wir starten. Aber die ersten Kilometer werden wir den Wind im Rücken haben, darauf freue ich mich. Los geht es zum warm werden mit 7:03, dann verlassen wir den Ort. Der Rückenwind schiebt uns die nächsten Kilometer mit 6:17, 5:59 und 6:08 munter vor sich her. Ich finde es einfach nur herrlich, ohne große Kraftanstrengung vor mich hin zu tappsen. Meine Kopfschmerzen sind hier schon Geschichte, es geht mir wunderbar.

    Mit KM 5 beginnt der Rückweg. Der Gatte neben mir wird immer stiller, er hat Probleme. Ihm wird etwas schwindelig, außerdem kommt der Wind jetzt von vorn. Wir werden langsamer, und er erholt sich schnell wieder. KM 5 in 6:46, danach finden wir ein gutes Tempo, um mit dem Wind und der leichten Steigung klar zu kommen. 6:31, 6:36, 6:27 sind ganz gut. Ich werde langsam müde und muss auf dem Weg sehr aufpassen. Wenn ich die Füße nicht mehr ordentlich hoch nehme, bleibe ich an winzigen Kanten hängen, stolpere und liege auf der Nase. Der Radweg besteht hier aus Betonplatten mit unebenen Fugen. Höchste Gefahr für schusselige Schlurfer…

    Geht gut, aber zu Lasten einer hübschen, aufrechten Laufhaltung, da ich gezwungen bin, auf den Weg zu schauen. Habe ich eigentlich mal erwähnt, dass ich mit meiner Gleitsichtbrille laufe? Fluch des Alters, aber geht nicht anders.
    Ich laufe zwar wie Quasimodo, aber immerhin heute komplett ohne Seitenstechen oder sonstwelche Beschwerden .

    8,45 KM, Dauer 54:35
    Pace 6:28/km, ∅Puls 147

  35. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von FeldWaldWiese:

    RunningPotatoe (05.02.2022)

  36. #849

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    Es stürmt immer noch ums Haus. Hört das denn nie auf? Wenigstens regnet es nicht, auch die Sonne lässt sich ab und zu mal sehen.
    Ich muss heute allein laufen, der Gatte hat andere Pläne. Draußen sind es 4°, ich packe mich entsprechend dick ein. Außerdem teste ich meinen neuen Lauf-BH. Upps, das Gerät zwingt mich sofort nach dem Anziehen in eine absolut aufrechte Position. Kommt mir vor, als wäre ein Stock auf meinem Rücken verschnallt.
    Los geht es ab Haustür.

    Gleich zu Beginn bekomme ich eine Kostprobe, was mich heute stellenweise an Wind erwartet. Dazu geht es auch noch leicht bergauf. Aber es gibt auch Erfreuliches: der Wind hat die Feldwege trocken gepustet, es sind nur die größten Pfützen übrig geblieben. Kein zäher Matsch mehr, ich bin wirklich mit wenig zufrieden. Dafür regt sich Kollege Puls mächtig auf und wird sich beim gesamten Lauf nicht wieder einkriegen. Keine Ahnung, was in ihn gefahren ist.

    KM 1 mit 7:10, dann komme ich langsam in geschützteres Gebiet. Der Wind erwischt mich hier nicht. KM 2 mit 6:32, bei KM 3 geht es ca. 30 Höhenmeter hinauf. Stört mich nicht, ich stapfe tapfer mit 6:24 hoch.
    Jetzt kommt ein holpriges Stück mit vielen Stolperfallen, da passe ich mit 6:35 gut auf meine Füße auf.

    KM 5 geht bergab, ich liebe es mit 6:06. Bei KM 6 erwischt mit der Wind seitlich, außerdem geht es schon wieder bergauf. Bremst mich auf 6:31.

    Ich nähere mich der Haustür. Soll ich heute die Runde ins nächste Dorf dranhängen? Der letzte Abschnitt wäre dann im freien Feld bergauf voll gegen den Wind, außerdem hat sich der Puls im orangenen Bereich festgesetzt und macht keine Anstalten, wieder runter zu kommen.
    Ach, die Sonne scheint so schön, die Beinchen fliegen, ich wage es.

    Zunächst bekomme ich etwas Rückenwind, den ich auf KM 7 mit 5:56 dankbar annehme. Dann wird es wirklich fies, am Ende von KM 8 zeigt mir der Wind, was er heute kann und verlangsamt mich auf 6:26.

    Jetzt ist es nicht mehr weit bis nach Hause, nur noch ein Anstieg, aber dieses Stück ist dann doch zu heftig. Der Wind kommt in Böen, die ich nur mit Mühe gehend schaffe. Zwischen den Böen laufe ich immer mal ein Stück.

    Zu Hause angekommen bin ich zwar fix und fertig, aber auch richtig stolz auf mich. Nur Polar meint, ich hätte einen unterfordernden Spaziergang gemacht und stuft meinen Running Index herunter. Die spinnen, die Finnen…

    8,87 Kilometer, Dauer 58:28
    Pace 6:35, ∅Puls 159
    97 Höhenmeter

    Heute gab es übrigens keinerlei Seitenstechen. Kann also nicht an der Anstrengung liegen, denn die war heute schon enorm.

  37. #850

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    Unsere Läufe waren heute aber seeeehr ähnlich, da hätten wir ja glatt zusammen laufen können …
    Ich hätte sogar noch zusätzlich Eisregen mit anbieten können.

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