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  1. #1

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    Standard Entzündung am Sesambein im Fuß

    Hallo zusammen,

    kleine Frage nach wertvollen Tipps oder Erfahrungen:

    Ich habe wohl seit 6 Monaten eine Sesambeinentzündung im Fuß und bin, da mich das erstmals nicht so wahnsinnig gestört hat, einfach weitergelaufen. Dann habe ich mir als Folge der Schonhaltung einen Mittelfußbruch zugezogen, den ich mittlerweile wieder auskuriert habe. Leider hat die Entzündung am Sesambein in der Zeit der Entlastung zu- statt abgenommen und ich kann mittlerweile nur noch mit Krücken gehen. Hurra!
    Hat jemand Erfahrung mit der Verletzung? Kortison und Eingipsen? Einlagen? Botox?
    Kann sich die Schonhaltung nach dem Bruch negativ auf das Sesambein auswirklen?

    Mein Ziel ist erstmal wieder gehen zu können - Laufen interessiert mich eigentlich erstmal gar nicht mehr.

    Wäre Euch dankbar für ein paar Kommentare!

  2. #2

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    Standard

    Hallo Feuerbach!
    Habe deinen Beitrag bei Recherchen im Netz gefunden. Darf ich fragen wie es dir zwischenzeitlich ergangen ist?! Ist dein sesambein wieder geheilt?
    Bei mir liegt genau die selbe Problematik vor! Das ganze geht jetzt seit ca. 1 1/2 Jahren. Anfangs wurde mein Fuß nur getaped...ernst genommen würde ich nicht wirklich! Nach einem Dreiviertel Jahr habe ich den Orthopäden gewechselt: ein chirurgischer Orthopäde mit dem Spezialgebiet Fuß! Da diese „Krankheit“ nicht allzu oft vorkommt, wusste er auch nicht gleich was zu machen ist. Er hat mich erstmal ins MRT geschickt! dort war die Entzündung gleich deutlich zu sehen! Er hat mir erst einmal Physiotherapie verordnet um meine Muskulatur aufzubauen. Das half wie erwartet nicht! Dann hat er mir einen „shortwalker“ (gipsersatz-Schuh) für vier Wochen verpasst um die betroffene Region zu entlasten...außerdem war ich 4 Wochen krankgeschrieben! Danach habe ich spezielle Einlagen bekommen und 5 Sitzungen Stosswellentherapie! Das ist jetzt knapp 6 Wochen her. Und da sich nach wie vor keine Besserung gezeigt hat, musste ich heute nochmal ins MRT. Das Ergebnis war niederschmetternd: die Entzündung hat sich verschlechtert!
    Ich bin mit meinem Latein wirklich am Ende! Von einer OP rät er mir ab! Ich finde im Netz auch niemanden der diese Entzündung erfolgreich auskuriert hat! Vielleicht kannst du mir ja einen Tipp geben?!
    Viele Grüße, Sandra

  3. #3

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    Unglücklich Sesamoiditis

    Liebe Sandra,

    schon anderthalb Jahre? Ohje. Bei mir geht das jetzt seit 6 Monaten und betrifft das mediale Sesambein (an der Innenseite des Fußes). Ich bin keine Läuferin, aber tanze ganz gerne. Bzw. tanzte... Jetzt ist das leider erstmal vorbei.

    Ich habe eine "normale" Orthopädin und jetzt einen Podologen (Fußfacharzt) hinter mir. Angefangen haben wir mit Einlagen (die im Alltag auch tatsächlich das Gehen etwas angenehmer machen), Tapen (großer Zeh etwas nach unten tapen), NSAIDs (Ibuprofen 800mg 2 Wochen lang), Gelkissen unter dem Großzehengrundgelenk (sinnlos und fühlt sich nicht gut an) und schließlich Kortisonspritze. Letztere sei keine gute Idee gewesen, laut Podologe, weil dabei das Gewebe noch mehr kaputt gehen kann.

    Ursache für Sesamoiditis ist wohl eine mangelnde Durchblutung (durch Überlastung) und dann Bildung von Knochenmarködem und langsamer Abbau des Knochens (Nekrose). So ist die Lage zumindest bei mir laut MRT.

    Der Podologe sagt, das sei eine langfristige Geschichte, rät mir Vitamin D zu nehmen (mache ich jetzt, da es nicht schadet) und Stoßwellentherapie zu machen. Die wird von der Kasse nicht gezahlt (vermutlich aus gutem Grund). Und dass diese bei dir nicht geholfen sondern evtl. sogar zur Verschlechterung beigetragen hat, lässt mich eher davon Abstand nehmen.

    Ich soll außerdem maximal entlasten und nicht barfuß laufen. Aber ich entlaste schon maximal seit 6 Monaten. Mache fast kein Sport mehr, keine Wanderungen, kein Tanzen. Trage brav meine Einlagen, dicke Socken und Sportschuhe, um möglichst alles weich zu betten. Durch eine Schonhaltung (laufe eher auf der äußeren Kante des Fußes) tut mir jetzt auch ab und zu die Hüfte weh. Komme mir mit 37 vor wie eine Oma. Ich habe in 4 Wochen nochmal einen Termin bei einem anderen Fußspezialisten im Krankenhaus. Will nochmal abwarten was er sagt.

    Sicher ist bei mir nur, OP geht auf gar keinen Fall. Davon hat der Podologe auch abgeraten, weil anschließend Fehlstellung des Großzehs und weitere Komplikationen drohen.

    Hast mein ganzes Mitgefühl! Schreib doch mal, wie es bei dir weiter geht.

    PS: War kürzlich zwei Wochen krank zu Hause und bin in der Zeit fast nicht aufgetreten. Hat nicht geholfen...

  4. #4

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    Standard

    Das mit den Sesambeinchen am Großzehengrundgelenk ist schon eine nervige Angelegenheit ;-) Aber auch das vergeht. Es dauert halt. Schonen wird Dich nicht weiterbringen.

    Kennst Du die "dancer's pads" aus den USA? Sowas kannst Du Dir mit speziellem Schaum auch selbst basteln. Das entlastet beim Schmerz.

  5. #5

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    Standard Sesambeinentzündung

    Hallo, ich bin 17 Jahre und habe seit über 7 Monaten eine Sesambeinentzündung, Hab auch schon viel Schonungszeit, Stoßwellentherapie und Physiotherapeut hinter mir. Wie lange hat es bei euch gedauert bis ihr wieder schmerzfrei und im vollen Umfang Sport machen konntet? Und was hilft?
    LG

  6. #6

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    Standard Entzündung Sesambein

    Hallo! Meine Tochter, 12 Jahre, läuft seit 2 Jahren. Bei einem Sprint in der Freizeit, ohne Laufschuhe, hat sie sich eine Fissur des medialen Sesambeins zugezogen. Insgesamt waren wir bei 7 verschiedenen Ärzten. Der letzte, ein Orthopäde spezialisiert auf Füße, hat die Diagnose mittels MRT gestellt.
    Dieser Unfall war vor knapp 5 Monaten. Sie ist in dieser Zeit nur das nötigste gegangen. Laufen geht gar nicht mehr. Trägt Einlagen, Schuhe mit abgerundeter Sohle um den Vorfuß zu entlasten, teils auch Gehstützen. Es ist zum verzweifeln. Immer noch Schmerzen, vor allem auch Ruheschmerz.
    Ich will ihr auch in diesem Alter keine Schmerzmittel geben. Und wenn, lindern sie so gut wie gar nicht.
    Die Aussage vom Orthopäden: Wenn es in einem halben Jahr nicht besser ist, kann man den Knochen anbohren!!
    Hat jemand Erfahrung???

  7. #7

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    Standard Sesambeinentzündung

    Hallo!
    Meine Tochter hat auch dieses Problem. Habe gerade eine Anfrage eingestelllt.
    Wie geht es dir inzwischen?
    LG Helga

  8. #8

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    Standard

    Hallo zusammen,

    ich wollte mich hier v.a.als Laufanfängerin anmelden und bin über dieses Thema gestolpert.
    Ich hatte selbst jahrelang (unerkannt) Probleme mit dem Sesambein. Ich war bei verschiedenen Orthopäden, eine erste Diagnose besagte: Arthrose im Großzehengrundgelenk/Hallux rigidus. Als Laie nahm ich diese Diagnose an und ließ mich fortan entsprechend beraten/behandeln.
    Ich kam mir immer etwas vertröstet vor, denn die Aussagen waren: "kann man nicht heilen, Fuß schonen, läuft auf eine operative Versteifung des Zehs hinaus".
    Ich versuchte mir auch durch Tapen, Gelkissen und schließlich Einlagen zu helfen, aber v.a. an heißen Tagen mit oder ohne Bewegungen hatte ich starke Schmerzen und konnte kaum laufen.
    Durch einen Umzug landete ich dann endlich bei einem sehr guten Orthopäden. Er schaute alles genau an und seine Diagnose war eben dann die Sesamoiditis aufgrund einer Beschädigung des Sesamsbeins, wahrscheinlich durch falsche/übermäßige Belastung. (Ich habe früher Flamenco getanzt und vielleicht war da meine Technik nicht so gut)
    Er verschrieb mir Physio (war bei den anderen Ärzten nie ein Thema) und das half letztlich.
    Während der Physio wurden die Schmerzen erstmal schlimmer und ich musste oft ins Handtuch beißen um nicht zu schreien. Vom Gefühl her drückte der Physio das Sesambein an seinen rechten Platz im Fußgerüst zurück, den es durch die falsche Belastung verlassen hatte und somit das Gewebe sich entzündete. Keine Ahnung was da wirklich geknetet wurde - aber so empfand ich es.
    Nach der Physio (an die Dauer erinnere ich nicht mehr genau, ich bekam nacheinander 2 Rezepte dafür, war über mehrere Monate 1-2x pro Woche) waren die Schmerzen weg. Ich kann seitdem normal abrollen, habe meine Schonhaltung zurückgebildet und kann wieder unbeschwert wandern und nun auch laufen. Lediglich wenn ich es herausfordern will und z.B. bewusst mit dünnen Sohlen auf ein spitzes Steinchen an der Stelle stehe, merkt ich an der betroffenen Fußseite diesen Schmerz, nur viel leichter als früher und natürlich probiere ich das nicht dauernd ;-) Was die Schonhaltung betrifft, merke ich leider noch in früher super angenehmen Schuhen v.a. nach längeren Wanderungen an den nun wieder normal belasteten Teilen des betroffenen Fußes Spannungen, Verkrampfungen und Muskelkater.
    Beim Laufen trat das noch nicht auf, aber das habe ich auch erst begonnen.

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