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  1. #51
    Avatar von McAwesome
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    Mich würde im Wettkampf einfach das Kopfhörer-/Kabel-/Abspielgerät-Gefiddel nerven. Sich auf irgendetwas neben der Lauferei konzentrieren zu müssen, und das ist ja zwangsläufig beim Musikhören der Fall, find ich total nervig, wenn ich flott laufe.

  2. #52
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von 0815boy Beitrag anzeigen
    Also wenn dir während eines Wettkampfes langweilig wird, bist du definitiv nicht am Limit.
    Je nach Streckenlänge verschiebt sich das Limit immer weiter nach hinten. Kein Mensch rennt den HM von Beginn an am Limit. Ne, doch ein paar, die "wandern" dann aber am Ende

    Zitat Zitat von Titania_1987 Beitrag anzeigen
    Ich versteh übrigens immer noch nicht, was an Musik hören während des Laufens so schlimm sein soll... Freue mich aber über Aufklärung.
    Daran ist überhaupt nichts schlimm, das kann jeder halten wie er will. Im Training Laut Regeln der Landesverbände, sowie auch des internationalen Leichtathletikverbandes ist es bei Wettkämpfen untersagt und wenn ein Wettkampf das Label des Landesverbandes trägt, dann muss darauf nicht explizit hingewiesen werden. Es gibt auch Wettkämpfe, bei denen es ausdrücklich erlaubt ist, mir ist da gerade die Deutsche 24-h-Meisterschaft 2015 in Reichenbach in Erinnerung.

    Was ich ganz gerne bei längeren Wettkämpfen mache ist, Blickkontakt mit Zuschauern zu suchen. Das ist nur ganz kurz aber das hebt die Motivation und lenkt wunderbar ab

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  3. #53

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    Der Wachau-Marathon wird von Radio Niederösterreich gesponsert. Die Veranstaltungen in Wien von Radio Wien. Vllt. hat das etwas mit der Liberalität zu tun.

    Also der Wachau-Marathon (und das gilt wohl für die meisten Großläufe in Ö) wird komplett von einer eigenen GmbH organisiert und ein Sportverband ist daran nicht beteiligt. Es gibt auch Sportverbände, die Laufveranstaltungen organisieren, aber eher kleinere, dafür aber öfters welche. Da kam mir so ein Verbot aber auch noch nicht vor (lief erst gestern bei einem solchen mit).

    Wenn ich mir aber den Zustand des österr. Laufverbandes anschaue wie generell des österreichischen Sports, erklärt sich, wieso die nicht vertreten sind (nicht mal als Mini-Logo), keine Repräsentanten auf Veranstaltungen haben und wir deshalb mit Ghettoblaster laufen können, wenn uns danach ist.

    ---

    Blickkontakt zu den Zuschauern ist eine schöne und gute Sache. Den winken, zu lächlen, da freuen die sich auch. Außerdem wird es sicherlich x-Touristenschiffe geben, die uns zu winken werden.
    PBs:
    1km: 4:27.3 min (T, 08.17)
    5km: 24:25 min (07.17)
    10 km: 49:46 min (07.17)
    15km: 1:20:xx h (09.17)
    HM 01:53:xx h (09.17)

    T = Im Training aufgestellte PB

  4. #54

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    Zitat Zitat von Titania_1987 Beitrag anzeigen
    Ich habe immer das Problem, dass mir bei längeren Läufen ab 10 km im Kopf langweilig wird.

    Bei meinem ersten und bislang letzten Halbmarathon scheiterte es am Kopf. Irgendwie saß dann plötzlich der Schweinehund in Teufelskostüm auf meinen Schultern und sagte mir "Boah, so lang noch!" / "Es geht nicht weiter" / "Du bist so schlecht und langsam" etc. Ich muss dazu sagen, dass die Strecke auch optisch keine wirkliche Abwechslung bot: 17-18 km nur Asphaltwege durch Gras, nicht mal eine Kuh stand herum. Der nächste wird da abwechslungsreicher: schöne Landschaft, verschiedene Dörfer... Bei der Laufuhr werde ich auch die Distanzanzeige ausschalten. Kalorienanzahl ist definitiv motivierender.
    Das soll jetzt auch nicht überheblich wirken, aber wenn du bei einem HM-Wettkampf Langeweile hast, läufst du zu langsam. Wenn du wirklich noch Energie dafür hast, komplizierte Sachverhalte zu überdenken, dann läufst du nicht an deinem Limit.
    Und die Distanzanzeige würde ich auf keinen Fall ausschalten.
    Ich unterteile die Strecke gerne vorher schon in Teilabschnitte (geht auch gut im Training) und ganz wichtig: automatische Runden aktivieren. Z.b. 1km oder 500m. So kannst du dich von km zu km pushen. Nimm dir einfach vor, den nächsten Kilometer nicht langsamer zu werden, dann den nächsten, dann bis zur Getränkestation etc.

    Außerdem gibt es ja auch Gegner in so einem Wettkampf. Das kann auch sehr interessant sein.

    Musik im Training ist ok, aber vor allem bei schnellen Trainings ist es für mich damit schwierig in einen Rhythmus zu kommen.

    PB: HM: 1:27:40(04/2017; mit Dixie)
    M: 2:58:58 (4/2017)
    5k: 19:45 (02/2015) Training
    10k: 40:36 (06/2015)
    Aktuell: 10k: 54:50

  5. #55

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    Danke Dude! Das mit den Runden werde ich heute Abend mal ausprobieren sowie einige andere Tipps noch.

    Bei der Distanzanzeige ist es so eine Sache. Hab beim 1. HM die Erfahrung gemacht, dass ich da pausenlos drauf schaute, was die bösen Stimmen in mir nur lauter machte. Jeder KM wird ausgeschildert sein und Pace-Anzeige habe ich an. Da mir die Zeit (noch) egal ist, habe ich da keine großen Ambitionen und möchte nur 21km durchlaufen.

    Aber ich werde trotzdem jetzt auch beim Training mal versuchen, Zielzeiten einzubauen, bzw. nach dem HM.
    PBs:
    1km: 4:27.3 min (T, 08.17)
    5km: 24:25 min (07.17)
    10 km: 49:46 min (07.17)
    15km: 1:20:xx h (09.17)
    HM 01:53:xx h (09.17)

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  6. #56

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    Je nach Streckenlänge und Intensität läuft bei mir immer ein sehr ähnliches „Programm“ ab. Die Gedankenmuster ähneln sich bei jedem Lauf und faszinieren mich, bewusst reflektiert, immer wieder aufs Neue.

    Wenn ich nicht gerade nach dem Aufstehen loslaufe, hat der bisherige Tag meine Stimmung und die zugehörigen Gedanken geprägt. Seien es Probleme in der Arbeit, geführte Gespräche oder die momentane Gemütslage. Diese Stimmungslage setzt sich meist unvermindert fort – wie ein Rad, welches einmal angestoßen, unaufhörlich weiterdreht. Und in aller Regel schafft es sonst nur der Schlaf, dies zu unterbrechen.
    Interessanterweise beobachte ich immer wieder, wie dieser Strom der Gedanken fröhlich weiterplätschert, wenn ich bereits die ersten Kilometer zurücklege. Anfangs gelingt es mir oft sogar, Lösungen für Probleme zu suchen oder Situationen nachträglich zu bewerten. Doch je weiter / schneller ich laufe, desto mehr wird diesen Gedanken der Raum genommen. Meine Gedanken werden im Laufe der Zeit erst lückenhaft, dann stückhaft; am Ende völlig unzusammenhängend.

    Während ich am Anfang minutenlang am Stück über den Tag hinweg schwelge, dann immer wieder zur Strecke und der Umgebung schweife, engt sich dieser Blick irgendwann zunehmend ein.

    Ich finde diese Entwicklung während eines Laufes ungemein faszinierend. Damit sollte man sich – soweit es geht währenddessen oder eben im Nachhinein – mal auseinandersetzen. Mir fällt dieser Zustand bei jedem fordernden Lauf auf – besonders bei den langen Läufen, die ich gerne auch mal nach der Arbeit laufe. Irgendwann schwindet der Stress, der Tag fällt ab, die kreisenden Gedanken lösen sich aus der Spirale und die Anstrengung dominiert zunehmend. Irgendwann interessiert mich nicht mehr, wie dieses Problem zu lösen ist oder was jemand an diesem Tag gemeint haben könnte, sondern im Vordergrund steht der Lauf, die Anstrengung.

    „Wie weit bin ich?“, „Wie weit muss ich noch?“, „Ich war an dieser Stelle schon mal viel kaputter. Das schaffe ich noch.“, „Jetzt geht es gleich bergab. Das wird Erleichterung bringen.“

    Die Gedanken werden auch immer kürzer, unzusammenhängender. Und irgendwann überträgt sich dieser Zustand – bei den ganz extremen Läufen – auch auf die Wahrnehmung. Ich nehme dann nur noch Facetten wahr.

    Sehe Baum. Sehe anderen Läufer. Sehe ein T-Shirt von einem Lauf. Versuche zu erkennen, welcher Lauf das war. Springe zur Anstrengung. Den Schmerzen. Der Strecke. Dann denke an den Tag. Das Wetter. Versuche mir das Gefühl vorzustellen, anzukommen. Sage mir, wie viele Minuten es noch sind. Und wieder bin ich zurück bei der Anstrengung. Spüre meinen Körper. Lausche meiner Atmung. Habe das Gefühl, mein Körper rebelliere dagegen.
    Bei den extremsten Läufen verschwimmt auch das nur noch in einen Brei, in dem selbst diese Gedanken und Wahrnehmungen ineinanderfließen. Dann versuche ich nur noch einen Fuß vor den anderen zu setzen und mich immer wieder neu zu motivieren, nicht stehenzubleiben (das betrifft aber meist nur 2-3 Testläufe im Jahr, bei denen ich es übertrieben habe oder aber Wettkämpfe).

    Was will ich damit sagen?
    Ein fordernder Lauf hat viele Facetten und Phasen. Diese zu beobachten und sich darauf einzulassen, kann ungemein faszinierend sein. Man lernt in gewisser Weise auch etwas über die kognitiven Funktionen seines Kopfes – oder eben deren Einschränkungen. Und jeder Lauf beginnt diese Geschichte von Neuem.

    Was ich inzwischen gelernt habe, ist meinen Gedanken währenddessen freien Lauf zu lassen. Ich muss nichts forcieren, sondern es kommt von alleine – je nach Phase, verändern sich diese eben. Und sie bringen mich im Nachhinein immer in den richtigen Zustand. Der Befreiung. Der Entlastung. Der Zufriedenheit.
    Die Realität ist Spiegelbild der Seele; wird nun das Innere verzerrt, so verschieben sich auch die Wesenszüge der Wirklichkeit.

  7. #57

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    Im Wettkampf befasse ich mich zumeist mit irgendwelchen Zeithochrechnungen (die dann eh nicht aufgehen), analysiere meine Umgebung (kommen Steigungen, Schatten, usw), überlege mir, ob ich einen Mitläufer überhole oder mitlaufe(n kann). In der Schlussphase bin ich eher sowieso mit mir beschäftigt, wenn es hart wird. Vielleicht solltest du einfach etwas mehr angasen, um dieses Problem zu bekämpfen und nicht nur auf Ankommen laufen, eventuell gemütlich anlaufen und ab km 10 Gas geben.
    Beim Training kann man wirklich super über Gott und die Welt nachdenken. Oder wie man die Weltherrschaft an sich reißt. Man kann andere Leute und die Natur beobachten. Grundsätzlich kann man Läufe aus meiner Sicht recht gut für Gedankengänge nützen, für die man sonst nicht Zeit hat.

  8. #58

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    Ich danke noch einmal allen für die zahlreichen Tipps. Habe heutige einige ausprobiert und die Kilometer zogen nur dahin!

    Vor allem die Strecke in Runden einzuteilen ist großartig! Dachte bislang, dass das auch nichts ändert, aber ja, plötzlich waren 10 km um.
    PBs:
    1km: 4:27.3 min (T, 08.17)
    5km: 24:25 min (07.17)
    10 km: 49:46 min (07.17)
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  9. #59

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    Zitat Zitat von haxedesboesen Beitrag anzeigen
    Im Wettkampf befasse ich mich zumeist mit irgendwelchen Zeithochrechnungen [...]
    Ich finde es interessant, das so viele Leute unterwegs rechnen (können). Im Wettkampf habe ich meine Ziel- und Ankunftszeit im Kopf. Diese musste uch bisher höchstens mal um ein paar Minuten nach unten korrigieren. Aber die Pace, Strecke und Zeit zu berechnen, ist mir ab einer gewissen Anstrengung nicht mehr möglich. Genau wie oben beschrieben, fehlen mir da irgendwann die kognitiven Fähigkeiten!
    Die Realität ist Spiegelbild der Seele; wird nun das Innere verzerrt, so verschieben sich auch die Wesenszüge der Wirklichkeit.

  10. #60
    der Weg ist das Ziel Avatar von heiko1211
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    Eine Zeitlang fand ich Musik (im Training) sehr hilfreich. Problem war jedoch, dass die Kopfhörer bei zunehmender Distanz rutschten und das Ganze mich nervte. Hinzu kam, dass ich Probleme hatte, mich auf mein Tempo zu konzentrieren. Bin dabei zu sehr der Musik nachgelaufen. Also das Ganze weggelassen.
    Wenn ich meine langen Distanzen jetzt an der Elbe entlang laufe, achte ich mehr auf die Natur, schaue mich um, nehme die Umweltreize auf, winke netten Radlern zu und versuche einfach den Kopf leer zu halten und mich auf nichts zu konzentrieren, das muss ich im Job genug.
    Bei Wettkämpfen schaut es ein wenig anders aus. Schritte zählen, Publikum beobachten und wenn es eng wird, Eigenmotivation a la, die Hälfte ist schon rum, den Rest schaffst du auch noch, bis zum nächsten Versorgungspunkt ist es nicht mehr weit, insgesamt positiv denken. Auf keinen Fall Selbstzweifel aufkommen lassen.
    Ein Motivationsproblem machen mit derzeit nur die Temperaturen, im Grunde liebe ich den Sommer, aber so langsam nervt er mich.

    LG Heiko
    LG Heiko

    Etappen
    2014 3km 2014 5km 2015 10km 2016 30km und HM 2017 Marathon 2018 Laufen




    „Die erste halbe Stunde laufe ich für meinen Körper, die zweite halbe Stunde für die Seele.“ (George Sheehan)

  11. #61

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    Zitat Zitat von Siddhartha Beitrag anzeigen
    Ich finde es interessant, das so viele Leute unterwegs rechnen (können). Im Wettkampf habe ich meine Ziel- und Ankunftszeit im Kopf. Diese musste uch bisher höchstens mal um ein paar Minuten nach unten korrigieren. Aber die Pace, Strecke und Zeit zu berechnen, ist mir ab einer gewissen Anstrengung nicht mehr möglich. Genau wie oben beschrieben, fehlen mir da irgendwann die kognitiven Fähigkeiten!
    Ich schrieb eh, dass ich in der harten Endphase dann mit anderen Dingen beschäftigt bin. Aber vorher lass ich mein Gehirn halt arbeiten... Also ich habe meist zumindest gewisse Durchgangszeiten im Kopf. Aber es sind nunmal alle Menschen verschieden, und da ich erst 3 Wettkämpfe (wobei ich bei einem bewusst rausgenommen habe, weil ich Schwüle nicht so vertrage), kann ich auch nicht ausschließen (bzw. es ist sogar sehr wahrscheinlich), dass ich noch nicht genug ans Limit herangehe, um wirklich total fokussiert zu sein.

  12. #62
    Fußkrüppel Avatar von taeve
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    Zitat Zitat von Siddhartha Beitrag anzeigen
    Ich finde es interessant, das so viele Leute unterwegs rechnen (können). !
    Ich muss da gar nich viel rechnen. Ne pace von mehr als 6 min/km – schlecht, ne pace von weniger als 6 min/km – guuut. :

    Gruß Frank


  13. #63
    Avatar von Friiitz
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    Verrückt mit was man sich alles beschäftigen kann beim Laufen ;)
    Ich bin noch in der Phase, in der ich mich aufs Atmen konzentrieren muss

  14. #64
    Avatar von FreddyT
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    Zwischen Denken und Bewegen gibt es einen Zusammenhang. Viele Menschen wandern z.B. oder gehen spazieren, wenn sie Probleme lösen wollen. In Griechenland gab es eine philosophische Schule, deren Anhänger beim Philosophieren durch Wandelgänge schritten. Das gilt aber nur für mäßige Bewegung. Läuft man sehr schnell und konzentriert, hindert dies das Nachdenken. Man kann den Effekt auch umgekehrt beobachten. Wenn zwei Menschen sich angeregt beim Wandern unterhalten, werden sie unbewusst langsamer, je schwieriger das Thema wird, und wenn es ganz anspruchsvoll wird, bleiben sie stehen und gestikulieren allenfalls noch etwas: sie brauchen ihre ganze Energie und Aufmerksamkeit für das Gespräch.

    Das moderne Multi-Tasking ist übrigens eine Legende. Kein Mensch kann zwei Dinge gleich intensiv bearbeiten oder bedenken. Nur relativ anspruchslose und weitgehend automatisierte Abläufe lassen sich parallel durchführen. Daher kann man sich beim Autofahren auch unterhalten, telefonieren oder ein Hörbuch verfolgen.

    Beim Laufen ist es genauso. Wenn man locker und entspannt läuft, hat der Kopf genügend Kapazitäten, über alles Mögliche nachzudenken. Je schneller man wird, desto weniger gut kann man nachdenken und läuft man am Limit, kann man gar nicht mehr „vernünftig“ denken. Man bekommt einen Tunnelblick, die Wahrnehmung schrumpft auf einige wenige Gegenstände der Umgebung und im Grunde bearbeitet man nur noch das Programm: geradeaus, nicht stolpern, nicht anecken.

    Die Langeweile im Kopf beim Laufen tritt daher in erster Linie bei den relativ langen und langsamen Läufen auf, die ja bewusst nicht am körperlichen Limit gelaufen werden. Hier ist alles erlaubt und möglich, was irgendwie zerstreut und die Zeit verkürzt. Weil wir alle verschieden sind, gibt es keinen allgemein gültigen Rat, jeder tickt da etwas anders. Ich versuche zur Zeit eher, mich auf das Laufen selbst zu konzentrieren, also insbesondere: Haltung des Oberkörpers, Beinstreckung und Armeinsatz, und freue mich, wenn ich das Gefühl habe, ich könnte mit dem gleichen Energieeinsatz etwas schneller laufen. Ganz besonders freue ich mich, wenn sich das Gefühl dann auch noch auf der Uhr bestätigt, selbst wenn es nur sehr kleine Verbesserungen sind.
    ______________________________________

    Es ist nicht entscheidend, woher man kommt, sondern wohin man geht.

  15. #65
    Avatar von McAwesome
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    Zitat Zitat von heiko1211 Beitrag anzeigen
    Bei Wettkämpfen schaut es ein wenig anders aus. Schritte zählen...
    Echt? Ich finde nichts gruseliger als Schritte zu zählen. Im Wettkampf geht das schon gar nicht. Da konzentrier ich mich eher darauf, nicht langsamer zu werden oder mich an Läufer ranzuhängen, sie zu überholen, einen sauberen Laufstil zu behalten etc. Oder halt nicht einzugehen, je nach dem, wie es halt läuft.

  16. #66

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    Ich komme beim Laufen oder Wandern auf gar keine Ideen. Da gehe ich eher duschen oder baden bzw. lese etwas, das mit meiner Arbeit zu tun hat.

    Fand gestern eigentlich die Mischung aus Musik, Story-Telling und Rundeneinteilung sehr hilfreich. Bei manchem Songs bekam ich super gute Laune, was sich auch in der Zeit niederschlug. Vielleicht lag es daran, dass ich nicht permanent beschallt wurde. Lass die Musik vllt. demnächst ganz weg über Teile der Strecke. Vergesse eh immer wieder, es anzustellen. Kann also nicht so wichtig sein.

    Zitat Zitat von Friiitz Beitrag anzeigen
    Verrückt mit was man sich alles beschäftigen kann beim Laufen ;)
    Ich bin noch in der Phase, in der ich mich aufs Atmen konzentrieren muss
    Ich würde dir empfehlen, daheim Atemübungen zu machen, um dich daran zu gewöhnen, den Atmen bewusst zu steuern und zu lenken. Ich habe das machen müssen beim Gesangsunterricht und es hilft mir bis heute beim Sport ungemein.
    PBs:
    1km: 4:27.3 min (T, 08.17)
    5km: 24:25 min (07.17)
    10 km: 49:46 min (07.17)
    15km: 1:20:xx h (09.17)
    HM 01:53:xx h (09.17)

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  17. #67
    Avatar von Fire
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    Beim Wettkampf bin ich noch nie auf die Idee gekommen mich zu langweilen. Da läuft doch immer etwas um sich herum.
    Falls der Kopf wirklich mal leer läuft, rechne ich meist an meiner Pace, Zielzeit usw. rum.
    Bei Wettkampftempo ist das manchmal gar nicht so einfach wenn man nicht exakt 4 oder 5 oder 6 Minuten pro Kilometer läuft.

    Im Training laufe ich ganz gerne mit Hörbuch. Da kann ich mir dann die ganzen Bücher reinziehen für die mir zuhause die Zeit nicht ausreicht.
    Allerdings finde ich dass einen das ganz schön fordert sich auf das Buch zu konzentrieren. Das mache ich nur wenn ich alleine im Wald unterwegs bin. Im Strassenverkehr würde mich das zu sehr ablenken. Bluetooth Kopfhörer mit Fernbedienung sind da ganz nützlich

    Was auch ganz gut tut ist ab und eben auch mal versuchen gar nichts zu denken. Mir fällt das auch unglaublich schwer aber wenn man es schafft einfach mal sein Hirn abzuschalten kann das äusserst entspannend sein.

  18. #68
    Avatar von DrProf
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    Nachdenken???
    Heute hat mich so eine bildschöne Blonde überholt, das war so eine geschätzte 40 Minuten Läuferin beim 10ner, also nicht so ne "ausgekotze"

    Ja, da habe ich schon ne Menge überlegt und die sah auch so gut aus, 10 Kilometer lief die vor mir her.........



    Die Vollpfosten laufen ja leider alle mit Knöpfen im Ohr, nicht mal was nettes sagen kann man.

  19. #69
    >> Megacmrunner << Avatar von Fred128
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    Zitat Zitat von DrProf Beitrag anzeigen
    ... Ja, da habe ich schon ne Menge überlegt und die sah auch so gut aus, 10 Kilometer lief die vor mir her.............
    Haha. Ohne Blut im Kopf kann Mann doch gar nicht denken ... zumindest nicht klar.
    2019: G1 Grüngürtellauf, Reconquista Rheinsteig I-V, Rheinsteig Erlebnislauf, Wibolt DNF/100k, Kölnpfad DNF/135k, Paris 27 Brückenrunde & Paris-Versailles
    2020: M deutsche Weinstraße

  20. #70
    >> Megacmrunner << Avatar von Fred128
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    Wenn ich Laufe, dann will ich an gar nichts großartig denken, hatte noch nie Musik dabei oder mich sonstwie ablenken müssen ... ich finde es klasse einfach unterwegs zu sein und genieße das. :-)
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    2020: M deutsche Weinstraße

  21. #71
    Avatar von Pastis
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    Ich habe es mehrfach mit langen Läufen versucht und festgestellt, dass ich mich einfach nicht beschäftigen kann und mich dermaßen langweile.
    Deswegen mache ich es einfach nicht mehr - Problem gelöst

    Beim WK ist es dennoch was völlig anderes. Überhaupt ist mir nie langweilig, wenn ich schnell genug laufe - dann habe ich genug damit zu tun an meinem Atem nich zu ersticken.

  22. #72
    Avatar von McAwesome
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    Zitat Zitat von DrProf Beitrag anzeigen
    Nachdenken???
    Heute hat mich so eine bildschöne Blonde überholt, das war so eine geschätzte 40 Minuten Läuferin beim 10ner, also nicht so ne "ausgekotze"

    Ja, da habe ich schon ne Menge überlegt und die sah auch so gut aus, 10 Kilometer lief die vor mir her.........
    Oder eher du hinter ihr? *grusel*

  23. #73
    >> Megacmrunner << Avatar von Fred128
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    Zitat Zitat von Pastis Beitrag anzeigen
    Ich habe es mehrfach mit langen Läufen versucht und festgestellt, dass ich mich einfach nicht beschäftigen kann und mich dermaßen langweile. Deswegen mache ich es einfach nicht mehr - Problem gelöst
    Das mit dem "langweilig empfinden" liegt wohl daran, dass manche Menschen mehr S(slow)-Fasern und andere mehr F(fast)-Fasern im Gehirn haben, habe ich mal gelesen ...

    Zitat Zitat von Pastis Beitrag anzeigen
    Beim WK ist es dennoch was völlig anderes. ... wenn ich schnell genug laufe - dann habe ich genug damit zu tun an meinem Atem nich zu ersticken.
    Ja, in diesem Punkt ist der Mensch leider schlecht konstruiert. Da er nur eine Luftröhre hat, kommt sich die frische und die verbrauchte Luft leider immer ins Gehege ... ;-)
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  24. #74
    Avatar von Pastis
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    Zitat Zitat von Fred128 Beitrag anzeigen
    Das mit dem "langweilig empfinden" liegt wohl daran, dass manche Menschen mehr S(slow)-Fasern und andere mehr F(fast)-Fasern im Gehirn haben, habe ich mal gelesen ...
    Nicht nur mein Gehirn besteht in großen Teilen aus F(astfood)-Fasern..

  25. #75
    der Weg ist das Ziel Avatar von heiko1211
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    Zitat Zitat von McAwesome Beitrag anzeigen
    Sich auf irgendetwas neben der Lauferei konzentrieren zu müssen, und das ist ja zwangsläufig beim Musikhören der Fall, find ich total nervig, wenn ich flott laufe.
    Nervig nicht unbedingt, aber punktuell gefährlich. Wenn ich auf dem Damm laufe, höre ich mit Kopfhörern die Radfahrer nicht und da der Damm a) relativ schmal und b) von Elberadwandern stark befahren ist, stellt die mangelnde Wahrnehmung der Umwelt eine Gefährdung dar.
    LG Heiko

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    2014 3km 2014 5km 2015 10km 2016 30km und HM 2017 Marathon 2018 Laufen




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