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  1. #1

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    Standard Kopf beschäftigen bei langen Läufen

    Hallo!

    Vor meinem zweiten Halbmarathon habe ich Angst vor einer Sache: Wie beschäftige ich meinen Kopf bei langen Strecken?

    Leider bin ich geistig schnell unausgelastet (bin in der Forschung, wir sind so...) und so geistig stimulierend ist Laufen ja gerade nicht.

    Ich habe immer das Problem, dass mir bei längeren Läufen ab 10 km im Kopf langweilig wird.

    Bei meinem ersten und bislang letzten Halbmarathon scheiterte es am Kopf. Irgendwie saß dann plötzlich der Schweinehund in Teufelskostüm auf meinen Schultern und sagte mir "Boah, so lang noch!" / "Es geht nicht weiter" / "Du bist so schlecht und langsam" etc. Ich muss dazu sagen, dass die Strecke auch optisch keine wirkliche Abwechslung bot: 17-18 km nur Asphaltwege durch Gras, nicht mal eine Kuh stand herum. Der nächste wird da abwechslungsreicher: schöne Landschaft, verschiedene Dörfer... Bei der Laufuhr werde ich auch die Distanzanzeige ausschalten. Kalorienanzahl ist definitiv motivierender.

    Ich habe schon überlegt, Schachpartien auswendig zu lernen und im Kopf durchzugehen, aber irgendwie sehe ich da auch keinen größeren Sinn drin. Über meine Arbeit kann ich nicht groß nachdenken während des Laufens.



    An was denkt ihr so?

    Was macht ihr, wenn das Teufelchen euch mitteilt, wie ätzend lang es noch ist?

    Singt ihr bei der Musik mit?

    Redet ihr mit anderen Läufern und wenn ja, wie eröffnet man so ein Gespräch? (Bin kein Small-Talker)

    Im Zweifelsfall ein kurzes Hörbuch auf den MP3-Player laden?

    Meditieren beim Laufen?

    Ich danke euch in jedem Fall!!!
    PBs:
    1km: 4:27.3 min (T, 08.17)
    5km: 24:25 min (07.17)
    10 km: 49:46 min (07.17)
    15km: 1:20:xx h (09.17)
    HM 01:53:xx h (09.17)

    T = Im Training aufgestellte PB

  2. #2

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    Standard

    - Musik hören
    - Über Dinge nachdenken, planen oder "Revue passieren lassen" für die man sonst keine Zeit hat
    - Gehirn abschalten und einfach den Lauf genießen

  3. #3
    Schlaucht so rum... Avatar von maccall
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    Standard

    Im Geiste schon den Laufbericht eintippen und auswendig lernen.
    Das vereinfacht die Sache beim Schreiben ungemein.
    Laufen unter Palmen

    "You gotta keep on keepin´on." (Joe Dirt)


  4. #4
    Avatar von Durchbeißerin
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    Aufs Laufen selbst konzentrieren.... gute Haltung - locker laufen - auf einen Läufer, eine Läuferin vor mir konzentrieren - versuchen aufzuholen oder dranzubleiben - Count-Down - ab der Hälfte ist es nur noch ein kurzer Homerun - ich vergleiche im Kopf mit meiner Hausstrecke - jetzt bin ich an der Brücke, jetzt über die Straße, am Sportplatz vorbei - das ist lächerlich wenig - das lauf ich doch jeden zweiten Tag. Wenn das nicht mehr hilft - atmen, ackern, weiter. Auf Anstiegen nur auf den Asphalt vor meinen Füßen schauen - nie die ganze Entfernung beachten. Und immer positiv - nie - jetzt sind es noch 5 Kilometer, sondern jetzt sind es bereits 16 Kilometer - es ist nicht mehr weit. Die Geräusche helfen mir auch - einmal stand ein bellender Hund im Ziel und ich hörte den schon aus weiter Ferne - und ich wusste - gleich hast du es geschafft. Sich vorstellen, wie schnell sich alles wieder easy anfühlt nach 5 Minuten im Ziel.

  5. #5
    Avatar von Isse
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    Zitat Zitat von Titania_1987 Beitrag anzeigen

    ... Leider bin ich geistig schnell unausgelastet (bin in der Forschung, wir sind so...)

    ... dass mir bei längeren Läufen ab 10 km im Kopf langweilig wird.

    Wie beschäftige ich meinen Kopf bei langen Strecken?
    ...


    Nun, ich empfehle dir dann Berlin Mitte als Laufgebiet. Ich wohne hier in einer touristischen Hochburg und laufe Slalom um die vielen Touris, die unvermittelt voll staunend überall auf meiner längeren 10+ km Strecke herumstehen und mich behindern. Hier strategisch unbeschadet durchzukommen, ist für mich geistige Höchstleistung und leider ist dann auch kein Platz mehr für andere Gedanken.
    Highlights bisher:
    2012: 100MC Brocken Berlin -
    22.12.2012 - Bergmarathon - insgesamt 1.570 hm und 42,195 km
    2013/2014/2015/2016/2017/2018/2019: Majors in Boston, New York, Chicago, Tokio und Berlin
    15.+16. Juni 2018 - 24 h Burginsellauf = 121,74 km






  6. #6
    Auf der Suche nach sub-2 Avatar von Morchl
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    Probier ein Hörbuch. Für mich war das nichts (Trainingslauf), ich hatte immer Gedanken a la Durchbeisserin im Kopf.
    Morchl
    http://www.endomondo.com/stats/4520808
    Ein rollender Stein setzt kein Moos an.
    Member des Garmin Elite Teams.



    09/14 Wachau HM : 2:09:47
    04/15 VCM HM : 2:07:06
    09/15 Wachau HM : 2:08:12
    04/18 VCM HM : ???

    Kilo killen 2018: Ziel: 85 kg, aktuell 92,4 kg

  7. #7
    Lemmy66
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    Standard Ein Song aus Lemmys Playlist könnte helfen

    Guckstdu:

    https://www.youtube.com/watch?v=bzJBuDiGpLI

    Darüber hinaus empfiehlt Lemmy, das Gras neben den Asphaltwegen nicht zu rauchen, sondern sich auf das Laufen zu konzentrieren.







  8. #8
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Standard

    Ich genieße unterwegs die Strecke, die jedesmal anders ist. Spaziergänger mit und ohne Hunde, andere Läufer, die Natur, es loht sich, das alles einfach auf sich wirken zu lassen... ansonsten noch ein wenig um den Lauf selbst kümmern (wie ist die Pace, wie weit bin ich schon, "abfragen", ob irgendwas Probleme macht, wie weit noch, wird verlängert/verkürzt usw...).

    Ansonsten genieße ich es auch mal, einfach abzuschalten und nicht erreichbar zu sein.

    Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
    PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
    Ultra: 67,158km in 7:14:17h (12/18), 110km in 24h (6/19)

  9. #9
    Analogue native Avatar von geebee
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    Zitat Zitat von Titania_1987 Beitrag anzeigen
    [...] Schachpartien [...]
    Zitat Zitat von Titania_1987 Beitrag anzeigen
    [...] Singt ihr bei der Musik mit? [...]
    Zitat Zitat von Titania_1987 Beitrag anzeigen
    [...] Redet ihr mit anderen Läufern [...]
    Zitat Zitat von Titania_1987 Beitrag anzeigen
    [...] Meditieren beim Laufen? [...]
    Würde mich jemand bei einem Laufbewerb auf der Strecke anquatschen, würde ich sie oder ihn ignorieren, versuchen, sie oder ihn abzuschütteln oder wäre frustriert, dass jemand noch die Puste zum Labern hat.

    Wenn Dir beim Laufbewerb fad ist: Lauf' schneller, dann bist Du damit ausgelastet, Deine Systeme in Gang zu halten.

    Gee

  10. #10
    Klein, sehr fett & gemein Avatar von kobold
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    Zitat Zitat von Titania_1987 Beitrag anzeigen
    Leider bin ich geistig schnell unausgelastet (bin in der Forschung, wir sind so...)

    Zitat Zitat von Titania_1987 Beitrag anzeigen
    und so geistig stimulierend ist Laufen ja gerade nicht.

    Ich habe immer das Problem, dass mir bei längeren Läufen ab 10 km im Kopf langweilig wird.
    Wenn du geistig unausgelastet bist, denk dir was aus und stimulier dich so selbst - Forscherinnen sind doch normalerweise kreativ. Mir fällt unterwegs jedenfalls immer genug zum Denken ein, auch, aber bei Weitem nicht nur auf die Arbeit bezogen. Schlimmstenfalls zähle ich die Leitpfosten am Straßenrand, beobachte Wolken oder murmele das Mantra "Linker Fuß - rechter Fuß". Kann sehr meditativ und geistig sehr befreiend sein.

    Wie andere schon schrieben, kannst du im Training ein Hörbuch mitnehmen o.ä. Im Wettkampf bitte nicht, da sind MP3-Player in der Regel verboten (und dass sich viele Leute drüber hinweg setzen, berechtigt dich nicht, es ihnen gleich zu tun).

    Wenn du im Wettkampf noch singen kannst, bist du vielleicht nicht geistig, aber körperlich unausgelastet. Es dürfte es dir dann leicht fallen, mit anderen Läufer/innen ins Gespräch zu kommen. Ich fürchte allerdings, das wird kein Small Talk, sondern du kriegst ein paar richtig böse Anpfiffe, weil du anderen mit deinem Gejaule auf den Senkel gehst.

    Gegen Ängste, Probleme bei der sozialen Kontaktaufnahme und negative selbstbezogene Denkweisen kannst du eine kognitive Verhaltenstherapie probieren.

    Und wenn dir immer langweilig wird bei längeren Läufen: Vielleicht ist Laufen - zumindest auf langen Distanzen - einfach nicht dein Sport!?

  11. #11

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    An alle danke für die Tipps!

    @ Durchbeißerin: Deine sind wirklich gut!

    @geebee: Grundsätzlich ist das auch mein Gedanke. Wie gesagt, kein Small-Talker und auch sonst bin ich beim Laufen eigentlich froh, dass ich eher Ruhe habe.

    @ Isse: Auslachen ist schon ziemlich mies und beleidigend. -- Ich lebe in Wien und teils in Budapest und meine beiden Hausstrecken führen mitten durch Touristenzentren... Aber wenn man pro Tag gut 20 km läuft wie du, lässt sich diverse Überheblichkeit wohl nicht vermeiden...
    PBs:
    1km: 4:27.3 min (T, 08.17)
    5km: 24:25 min (07.17)
    10 km: 49:46 min (07.17)
    15km: 1:20:xx h (09.17)
    HM 01:53:xx h (09.17)

    T = Im Training aufgestellte PB

  12. #12
    Klein, sehr fett & gemein Avatar von kobold
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    @Titania: Wenn man in der Forschung arbeitet wie du, ...
    Zitat Zitat von Titania_1987 Beitrag anzeigen
    lässt sich diverse Überheblichkeit wohl nicht vermeiden...
    Dein Spruch ("Leider bin ich geistig schnell unausgelastet (bin in der Forschung, wir sind so...)") kam bei mir - und vermutlich auch bei Frau Isse - als sehr überheblich an. Darum konnte auch ich mir einen Lachanfall nicht verkneifen, und das, obwohl ich keine 20 km pro Tag laufe.

  13. #13
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    Zitat Zitat von Titania_1987 Beitrag anzeigen
    Leider bin ich geistig schnell unausgelastet (bin in der Forschung, wir sind so...) und so geistig stimulierend ist Laufen ja gerade nicht.

    Ich habe immer das Problem, dass mir bei längeren Läufen ab 10 km im Kopf langweilig wird.
    Wie wär's damit: Einfach mal die Kreiszahl Pi ganz bis zum Ende aufsagen.

    Mir geht leider immer schon bei 3,14159265358979 die Puste aus ...

  14. #14

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    Zitat Zitat von kobold Beitrag anzeigen
    @Titania: Wenn man in der Forschung arbeitet wie du, ...

    Dein Spruch ("Leider bin ich geistig schnell unausgelastet (bin in der Forschung, wir sind so...)") kam bei mir - und vermutlich auch bei Frau Isse - als sehr überheblich an. Darum konnte auch ich mir einen Lachanfall nicht verkneifen, und das, obwohl ich keine 20 km pro Tag laufe.
    Sorry! ich meinte das auf gar keinen Fall überheblich!!!

    Ich kann noch eine Erklärung beifügen, die allerdings recht unhilfreich ist in den meisten Fällen: Ich bin Asperger-Autistin mit zusätzlichem High-Functional-Syndrom. - Das ist in keinem Fall irgendwie überheblich zu verstehen gegenüber anderen! Es ist auch nicht lustig für mich. Ich habe ein irrsinnig gutes Gedächtnis (nichts zu vergessen ist nicht lustig) und bin bei theoretischen Fragestellungen und Analyseproblemen wirklich gut, aber dafür in sozialen Situationen ein Elefant im Porzelanladen. Peinlich kann man es auch nennen.

    Der Kommentar mit der Forschung war eher, um den Satz etwas abzuschwächen und mich selbst etwas ironisch darzustellen.

    Ich meine die Frage wirklich ernst und in keinem Fall überheblich euch gegenüber! Bitte es nicht so verstehen!
    PBs:
    1km: 4:27.3 min (T, 08.17)
    5km: 24:25 min (07.17)
    10 km: 49:46 min (07.17)
    15km: 1:20:xx h (09.17)
    HM 01:53:xx h (09.17)

    T = Im Training aufgestellte PB

  15. #15
    Analogue native Avatar von geebee
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    Zitat Zitat von Titania_1987 Beitrag anzeigen
    [...]Ich meine die Frage wirklich ernst [...]
    Muss zu meiner Schande gestehen, dass ich auch leichte Zweifel bezüglich der Ernsthaftigkeit der Frage hatte.

    Jetzt aber aus dem eigenen Fundus noch ein paar ernstgemeinte Vorschläge:

    > Wie Gerhard (maccall) schon erwähnt hat, das Erlebte verbalisieren oder Posts für das Forum vorformulieren

    > Nur auf Atmung und Schrittfolge konzentrieren und sich freuen, wie die Kilometerschilder vorbeischnurren

    > Worst-Case-Hochrechnungen durchführen. Beispiel: Meinen letzten Kilometer lief ich in 5:12 Min.. Wenn ich jetzt die nächsten Kilometer nur noch in 5:30 Min. schaffe, was wird das für eine Endzeit ?

    > Im Training: Pflanzen oder Tiere sammeln (im Kopf natürlich)

    > Im Training: Abwechslungsreiche Strecken aussuchen und von Abschnitt zu Abschnitt denken (funktioniert besonders gut bei welligen Strecken, wo man von Kuppe zu Kuppe denken kann)

    > Im Wettkampf: "Die Interaktivität des Wettkampfes annehmen", auf Deutsch: Sich darauf konzentrieren, andere zu überholen oder das Überholtwerden zu verhindern

    Persönlich finde ich es immer ein bisschen schade, wenn man beim Laufen Musik oder Hörbücher hört und das Drumherum auszublenden versucht.

    Gee

  16. #16
    Alderamin
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    @Titania

    Ich kann mir zwar auch nicht vorstellen, bei Renntempo mit 90% HFmax noch zu reden und mir wäre beim WK auch definitiv nicht langweilig (zumal MP3-Player und Handys da offiziell verboten sind), aber beim langen Lauf im Training höre ich gerne den Wissenschaftspodcast von Holger Klein und Florian Freistätter, da werden kuriose Geschichten und Veröffentlichungen vorgestellt, meist sehr amüsant. Da geht die Zeit schnell herum und man vergisst das Laufen selbst. Mit anderthalb Stunden plus passt die Länge auch ganz gut. Und mittlerweile gibt es davon so viele, dass Du viele Monate, wenn nicht Jahre, zu tun haben wirst. Müsste eigentlich was für Dich sein. Probier's mal aus.

  17. #17

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    Standard

    Persönlich, wie oben erwähnt:
    -Von Abschnitt zu Abschnitt
    -Rechnen; wieviele Kilometer noch, Distanz in Meilen, welcher Schnitt um unter 4:00,5:00 im Schnitt zu kommen, wieviele Schritte in einer Minute, wieviele Schritte noch bis nach Hause
    -Schritte zählen; 50x rechts gleich 100 Schritte und dann immer 10 100er zu einem Tausender zusammenfassen und so weiter

    Von anderen gelesen:
    -Rätsel mit auf den Weg nehmen (Vier Männer, drei weiße Hüte, ein schwarzer Hut; woher weiß Mann X welchen Hut er aufhat?

  18. #18
    Avatar von Absolute Arrhythmie
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    Je nach Lust und Laune höre ich Musik, führe (innere) Selbstgespräche, sage mir (nicht laut natürlich) Dinge auf, die ich fürs Studium auswendig können muss, stelle mir vor wie sich das anfühlen wird beim Halbmarathon durchs Ziel zu laufen, überlege was ich in den nächsten Tagen essen möchte, oder lasse auch einfach mal die Gedanken schweifen und denke an gar nichts.

  19. #19
    Weck' den Kenianer in dir! Avatar von Yin
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    Zitat Zitat von kobold Beitrag anzeigen

    Dein Spruch ("Leider bin ich geistig schnell unausgelastet (bin in der Forschung, wir sind so...)") kam bei mir - und vermutlich auch bei Frau Isse - als sehr überheblich an.
    Wer im Glashaus sitzt...
    "Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren." (Karl Lagerfeld)

  20. #20
    Avatar von Durchbeißerin
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    Was bei mir eigentlich unschlagbar ist im Training - möglichst abwechslungsreicher Untergrund - also z. B. erst Asphalt, dann Wiese, dann ein enger Pfad mit so vielen Wurzeln, dass ganz genau hingucken einfach unumgänglich wird...

    das waren im Urlaub meine schönsten Läufe - auf so kniffligen Wegen, dass ich teilweise gehen oder hüpfen musste, um auf irgendwelchen improvisierten Brücken über kleine Bäche nicht zu straucheln.

    Und ich liebe es im Training, wenn ich die Anstiege hoch richtig Gummi gebe - und dann wieder runterbrettern - und dann gemütlich weiter. Da kann ich mich eher selten beherrschen alleine...

    Tiere beobachten ist auch was, das ich wie geebee sehr gerne und unwillkürlich immer mache. Sobald ich irgendein Tier sehe, zieht das meinen Blick magisch an - vor allem Hunde beobachte ich gerne. Die Interaktionen von Halter und Hund sind sehr interessant für mich. (Die körpersprachlichen/sprachlichen Kommunikationsfallen etc.) Auch Krähen haben es mir angetan.
    Manchmal läuft bei mir auch ein doofer Film im Kopf ab auf einsamen Strecken in der Umgebung von Einfamilienhäusern - dann stell ich mir vor wie schnell ich wegrennen könnte - oder wie ich mit wenig Kraftaufwand maximalen Flurschaden anrichten könnte (Vorsprung durch Technik).
    Aber am wichtigsten ist mir immer mein Körper - genug getrunken - passt das Tempo - zwickt irgendwas - ist der Nacken schön gerade etc. etc.

  21. #21
    Alles im Blick. Avatar von bones
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    Zitat Zitat von Titania_1987 Beitrag anzeigen

    An was denkt ihr so?
    Beim normalen feierabendlichen Gelaufe an vieles, nur nicht ans Laufen. Davon möchte ich mich auch von Musik oder anderem Gedöns im Ohr nicht ablenken lassen. Ausserdem bin ich beim Laufen immer in angenehmer Gesellschaft - meiner eigenen.

    Beim Wettkampf denke ich daran, das Tempo zu halten, den neben oder hinter mir nicht vorbeizulassen und den vor mir möglichst zu überholen. Und warum ich diesen Sch... mal wieder mitmache und dass ich das nie wieder tun werde.
    "Seien Sie sich bewußt, dass das, was Sie über Ihr persönliches Wohlbefinden zu wissen glauben, vielfach das Resultat gezielter Manipulation durch Industrien ist, deren primärer Fokus ihr Gewinnstreben und nicht notwendigerweise Ihre Gesundheit und Sicherheit ist. " Prof. Dr. Tim Noakes

  22. #22
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Zitat Zitat von Titania_1987 Beitrag anzeigen
    Ich kann noch eine Erklärung beifügen, die allerdings recht unhilfreich ist in den meisten Fällen: Ich bin Asperger-Autistin mit zusätzlichem High-Functional-Syndrom. - Das ist in keinem Fall irgendwie überheblich zu verstehen gegenüber anderen! Es ist auch nicht lustig für mich. Ich habe ein irrsinnig gutes Gedächtnis (nichts zu vergessen ist nicht lustig) und bin bei theoretischen Fragestellungen und Analyseproblemen wirklich gut, aber dafür in sozialen Situationen ein Elefant im Porzelanladen. Peinlich kann man es auch nennen.
    Dann verstehe ich Dein Problem noch viel weniger. Wir haben auch jemanden mit schwerem Asperger in der Familie, ganz kurz gefasst ist er -neben vielen anderen Problemen- überhaupt nicht "multitaskingfähig", auf einzelne Sachen kann er sich -sofern sie in interessieren- hingegen sehr gut konzentrieren und versteifen.

    Während des Laufens irgendwie noch anderweitig beschäftigt zu sein, würde ihn schlichtweg überfordern und irgendwann würde er "durchknallen". Bei ihm wäre meine Lösung: Dann halt nur kurze Läufe solange wie es ihn ausreichend beschäftigt. Maximal als Zusatzablenkung die Schritte zählen oder ähnliches aber keinesfalls irgendwas wie Hörbuch, Musik oder andere zusätzliche Ablenkungen, das würde ihn komplett überfordern.

    Mag natürlich sein, dass es bei Dir komplett anders ist

    Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
    PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
    Ultra: 67,158km in 7:14:17h (12/18), 110km in 24h (6/19)

  23. #23
    Deichfesttreter Avatar von blende8
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    Also ich kann beim Laufen sehr gut über alles mögliche nachdenken.
    Es wird ja gesagt, dass beim Laufen auch das Gehirn besser durchblutet wird und darum besser funktioniert.
    Das kann ich grundsätzlich bestätigen.
    Ich habe oft gute Einfälle beim Laufen.
    Wenn ich so im Lauftrott bin, kommt das von ganz alleine: Welche Probleme/Fragen habe ich gerade? Was, wie, wo ...
    Neben dem Gesundheits-/Fitnessaspekt ist das ein wesentlicher Grund für mich zu laufen.

    Homo cursor, M50, Bestzeitenjäger 2011-15 (19:11, 39:22, 61:45, 1:29), seitdem Spaßläufer
    "Training ist wie ein Medikament. Wenn ich es überdosiere, habe ich irgendwann auch die Nebenwirkungen." (R. Hambrecht, Kardiologe)

  24. #24
    Avatar von Isse
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    Zitat Zitat von Titania_1987 Beitrag anzeigen
    @ Isse: Auslachen ist schon ziemlich mies und beleidigend. -- Ich lebe in Wien und teils in Budapest und meine beiden Hausstrecken führen mitten durch Touristenzentren... Aber wenn man pro Tag gut 20 km läuft wie du, lässt sich diverse Überheblichkeit wohl nicht vermeiden...
    Nun Titania,

    ich hatte bisher 3 Beiträge geschrieben, worauf du jedes Mal negativ reagiert hast. Das machte zuvor noch niemand hier mit mir. Ist auch nicht weiter schlimm, für mich jedenfalls nicht. Auf mich hast du dich irgendwie eingeschossen.

    Ich habe mich nicht lustig gemacht und auch nirgends hier mein Training angebracht. Bin jedoch die Frohnatur und reagiere eigentlich oft auf lustige Beiträge. Ich nahm zuvor auch an, dass dieser Thread hier wieder aus der Feder von DaniN stammt.

    Würdest du mich persönlich kennen und wissen, was ich so in anderen Bereichen leiste, würdest du vermutlich auch ein anderes Bild von mir haben. Ach, egal.

    Zitat Zitat von Titania_1987 Beitrag anzeigen

    Ich bin Asperger-Autistin mit zusätzlichem High-Functional-Syndrom. -
    Nun ist es gar nicht mehr so lustig ...

    Ich antworte demnach auch ernsthaft:

    In normalen Trainingsläufen beschäftige ich mich gern mit Situationen, die umfassend durchdacht werden müssen, wo ich Lösungsansätze suchen und finden muss. Der Sauerstoff im Hirn macht frei. Ich kann mich hierbei gut konzentrieren. Musik höre ich schon eine Weile nicht mehr und möchte mich auch nicht unterhalten.

    Bei Intervallen und Tempodauerläufen kann ich mich nicht konzentrieren und bin eigentlich nur froh, wenn alles schnell geschafft ist und ich in die Erholung gehen kann. Mir wäre dann alles zu viel.

    Bei Wettkämpfen teile ich mir geistig die Strecke immer in 5 km ein und bin froh über jeden Abschnitt, den ich geschafft habe. Ebenso wie bei IV und TDL geht es mir nur darum, schnellstmöglich anzukommen. Meine Energie reicht nicht mehr für andere Dinge, für Überlegungen schon gleich gar nicht mehr.

    PS: Ab morgen laufe ich keine 20 km mehr täglich. Versprochen!
    Highlights bisher:
    2012: 100MC Brocken Berlin -
    22.12.2012 - Bergmarathon - insgesamt 1.570 hm und 42,195 km
    2013/2014/2015/2016/2017/2018/2019: Majors in Boston, New York, Chicago, Tokio und Berlin
    15.+16. Juni 2018 - 24 h Burginsellauf = 121,74 km






  25. #25

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    Zitat Zitat von geebee Beitrag anzeigen
    Muss zu meiner Schande gestehen, dass ich auch leichte Zweifel bezüglich der Ernsthaftigkeit der Frage hatte.
    Ne, ne! Ich hatte auch vorab Angst, dass man mich nicht ernst nehmen könnte und man mir rät, dann halt keine langen strecken zu laufen. Irgendwie scheint der Hinweis, dass ich Asperger bin, hier allerdings weitaus hilfreicher zu sein, meine Situation zu verstehen, als ich normalerweise erlebe. Danke euch!

    Zitat Zitat von ruca Beitrag anzeigen
    Dann verstehe ich Dein Problem noch viel weniger. Wir haben auch jemanden mit schwerem Asperger in der Familie, ganz kurz gefasst ist er -neben vielen anderen Problemen- überhaupt nicht "multitaskingfähig", auf einzelne Sachen kann er sich -sofern sie in interessieren- hingegen sehr gut konzentrieren und versteifen.

    […]

    Mag natürlich sein, dass es bei Dir komplett anders ist
    Ja, wahrscheinlich weil er "nur" Asperger ist (nicht wertend gemeint!), während bei mir noch das irrsinnige Glück hinzukommt, High Functioning zu sein. Deshalb kann ich meine Frage auch keinen Aspergern stellen. Die würden mich noch weniger verstehen und mich für noch unsensibler halten, weil sie einfach permanent überbelastet sind, was bei mir zum Glück gemäßigt ist.

    Zitat Zitat von Isse Beitrag anzeigen
    Nun Titania,

    ich hatte bisher 3 Beiträge geschrieben, worauf du jedes Mal negativ reagiert hast. Das machte zuvor noch niemand hier mit mir. Ist auch nicht weiter schlimm, für mich jedenfalls nicht. Auf mich hast du dich irgendwie eingeschossen.

    Ich habe mich nicht lustig gemacht und auch nirgends hier mein Training angebracht. Bin jedoch die Frohnatur und reagiere eigentlich oft auf lustige Beiträge. Ich nahm zuvor auch an, dass dieser Thread hier wieder aus der Feder von DaniN stammt.

    Würdest du mich persönlich kennen und wissen, was ich so in anderen Bereichen leiste, würdest du vermutlich auch ein anderes Bild von mir haben. Ach, egal.



    Nun ist es gar nicht mehr so lustig ...

    Ich antworte demnach auch ernsthaft:

    In normalen Trainingsläufen beschäftige ich mich gern mit Situationen, die umfassend durchdacht werden müssen, wo ich Lösungsansätze suchen und finden muss. Der Sauerstoff im Hirn macht frei. Ich kann mich hierbei gut konzentrieren. Musik höre ich schon eine Weile nicht mehr und möchte mich auch nicht unterhalten.

    Bei Intervallen und Tempodauerläufen kann ich mich nicht konzentrieren und bin eigentlich nur froh, wenn alles schnell geschafft ist und ich in die Erholung gehen kann. Mir wäre dann alles zu viel.

    Bei Wettkämpfen teile ich mir geistig die Strecke immer in 5 km ein und bin froh über jeden Abschnitt, den ich geschafft habe. Ebenso wie bei IV und TDL geht es mir nur darum, schnellstmöglich anzukommen. Meine Energie reicht nicht mehr für andere Dinge, für Überlegungen schon gleich gar nicht mehr.

    PS: Ab morgen laufe ich keine 20 km mehr täglich. Versprochen!
    Ich habe mich nicht auf dich eingeschossen und es tut mir leid, dass du den Eindruck hast! Ich fand denen einen Kommentar zu dem Läufer total unsensibel, aber ich mag ihn auch nicht richtig verstanden haben. Aber danke, dass du mir das sagst, ich werde schauen, dass ich ab sofort Kritik nicht mehr "meckernd" rüberbringe.

    Dass ich deine Trainingsleistung mit hineingezogen habe, war wirklich überflüssig von mir und ich möchte mich dafür auch aufrichtig entschuldigen. Zumal ich wirklich wahnsinnigen Respekt davor habe!!! Ich habe dein Trainingstagebuch mir angeschaut und gerade bei der Konstanz und dem Durchhaltevermögen, mit dem du läufst, habe ich mir gedacht, dass gerade solche Läufer die besten Tricks haben, mit Schweinehund und Co. umzugehen.

    Umso dankbarer bin ich dir jetzt für deine Antwort!!! Das ist schon einmal aufbauend und erleichternd. Vielen, vielen Dank!

    P.S.: Asperger-Sein ist häufiger lustig als unlustig. Lachen können muss man immer!
    PBs:
    1km: 4:27.3 min (T, 08.17)
    5km: 24:25 min (07.17)
    10 km: 49:46 min (07.17)
    15km: 1:20:xx h (09.17)
    HM 01:53:xx h (09.17)

    T = Im Training aufgestellte PB

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