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  1. #1
    Auf zu neuen Zielen Avatar von brunny
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    Standard Mit Ü40 zu alt für läuferische Ziele?

    Hallo liebe Läufer,

    eine richtige Frage habe ich nicht, aber vielleicht entwickelt sich aus meinem Erlebnis ein kleiner Erfahrungsaustausch und ein paar tröstende Worte würden mir eventuell auch guttun, bin gerade etwas gefrustet.

    Um es etwas verkürzt wiederzugeben: Musste heute Früh wg. einem grippalen Infekt zum Arzt gehen. Der Arzt schaute sich meine Daten im Computer an und fragte, warum ich alle 2 Jahre zur sportmedizinischen Untersuchung gehe (er geht dort nämlich auch immer hin). Er ist auch ein leidenschaftlicher Sportler. Ich erzählte ihm, dass ich begeisterte Läuferin bin und wir hatten ein ganz nettes Gespräch.

    Dann meinte er aber: "Wissen Sie, in Ihrem Alter (ich bin jetzt 41 ), ist es ratsam, jeden Leistungsgedanken im Sport beiseite zu legen und nur noch rein Gesundheitssport zu betreiben. Ich weiß, mental ist das anfangs schwer, aber ambitionierte Ziele schaden ab einem bestimmten Alter nur, da sie den Körper nicht fitter, sondern verletzungsanfälliger und krank machen. Ihre höchste Priorität sollte jetzt sein, sich im Alter fit zu halten"

    Mir ist schon klar, dass ich jetzt mit 41 vielleicht nicht mehr unbedingt schneller werde und ich bemerke natürlich auch, dass die Regeneration evtl. etwas länger dauert als mit 30 beispielsweise. Aber nur noch Gesundheitssport?

    Hierfür fühle ich mich dann doch noch zu jung. Ich liebe meine langen Läufe am Sonntag und ich liebe es auch, Marathon zu laufen (was jetzt nicht unbedingt zum Gesundheitssport gehört ). Bestimmte Zielzeiten habe ich auch bei meinem Wettkämpfen im Hinterkopf (Mit Gesundheitssport meinte er ca. 3x die Woche bis zu einer Stunde laufen und leichtes Krafttraining.)

    Naja, eine wirkliche Frage habe ich hierzu jetzt nicht, aber mich würden einfach mal verschiedene Meinungen aus Insiderkreisen interessieren.

    Ich persönlich laufe 4x die Woche, sonntags gerne zwischen 20-25km und 1-2 Marathons im Jahr (früher bin ich immer 3 Marathons im Jahr gelaufen, dies habe ich jetzt auf maximal 2 Marathons beschränkt, eigentlich nur aus Vernunftsgründen, und um nicht irgendwann mal eine Überlastung zu provozieren ). Zusätzlich gehe ich 2x pro Woche ins Fitnessstudio (das mache ich nur als Gesundheitssport ).

    Der Arzt macht eigentlich auch viel Sport (3x pro Woche laufen, Klettern, Fahrradfahren, Kieser) und ist geschätzt ca. 60-65.

    Mich würden einfach mal Eure Meinungen zu dieser Aussage interessieren. Für nur 3x die Woche 1 Stunde laufen, komme ich mir noch zu jung vor.

    Liebe Grüße
    Marion

  2. #2
    cristiano
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    Standard

    Das fällt unter die Kategorie "typischer Ärztesatz". Ich halte das für ganz großen Unsinn. Und jede Ergebnisliste jedes Volkslaufs zeigt, dass ich Recht habe.

    Bei uns im Lauftreff tummeln sich übrigens neben diversen reichlich schnellen Ü60ern auch z.B. eine mehrfache deutsche Masters-Meisterin auf verschiedenen Mittelstrecken. Die macht alles andere als "3 x die Woche ein Stündchen Gesundheitssport"... Ich glaub, wenn der Arzt der das so gesagt hätte, hui hui hui... Die Ü60er trainieren alle so um die 6-8 Stunden in der Woche und sind so gesund wie man sein kann. Nicht immer alle, aber im Schnitt doch alle die allermeiste Zeit.

    Ob und wie lange sich jemand steigert, liegt übrigens vor allem daran, wann und auf welchem Niveau jemand angefangen hat. Wer natürlich mit 15 angefangen hat und immer ambitioniert trainiert hat, der wird sich nicht mehr wirklich steigern, zumindest nicht unterhalb der Ultra-Distanzen. Wer aber z.B. wie ich mit 35 angefangen hat, der hat auch jenseits der 40 noch etliches an Steigerungspotenzial.

    Für entsprechende Trainingstipps empfehle ich "Mastering the Marathon", das ich mir passenderweise selbst nächste Woche zum 40. schenke.

  3. #3
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Standard

    Bei mir um die Ecke wohnt ein Orthopäde (Ü60), der pro Woche ca. 3 Marathons läuft (wenn auch meist im "Genusstempo" jenseits der 6h). Der scheint davon auch nix zu halten.

    Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
    PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
    Ultra: 67,158km in 7:14:17h (12/18), 110km in 24h (6/19)


  4. #4
    Avatar von real_lucky
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    Hi,

    es ist natürlich schwer sowas im Läuferforum zu diskutieren. Denn eigentlich willst Du ja eine Bestätigung Deiner bisherigen Praxis ( Und hast Du ja auch bereits schon bekommen).

    Ich laufe auch gerne (56j). Dennoch glaube ich ... der Arzt hat recht. Was er Deinem Laufpensum entgegen stellt ist .... die Vielfalt.
    Er sagte ja nicht ... "laufen abstellen - mach Krank". Er will Dich nur von der sehr starken einseitigen Belastung wegbringen. Und das ist eigentlich ganz vernünftig.

    Einfach den sportlichen Ehrgeiz weg von der monologen Form - hin zur Vielfalt und den Bedürfnissen des ganzen Körpers.

    Gruß
    Gerdi

  5. #5
    Auf zu neuen Zielen Avatar von brunny
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    @cristiano: Danke für den Tipp, werde nach dem Buch auch mal Ausschau halten, vielleicht bringt es ja das Christkind!

    @real_lucky: Ja, hier hast Du sicher Recht, dass es natürlich gut tut, seine bisherige Praxis bestätigt zu bekommen. Auch das mit dem vielfältigen Training ist einleuchtend und versuche ich auch immer, so zu praktizieren mit Fitness Studio, Stretching, Yoga, etc.

    LG Marion

  6. #6
    Ja wo laufen sie denn? Avatar von gecko
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    Ich krich die Kriese...

    Also wir sind ja hier in einem Forum und nicht beim Arzt, insofern, darf ich auch meine Meinung sagen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Denn wer meine Meinung als Anweisung oder Empfehlung betrachtet hat ja selber Schuld !

    Ich habe mit 45 angefangen zu laufen und habe einen Mordsspaß daran mich stetig noch (ein bisschen) zu verbessern und noch ein paar neue Bestzeiten rauszuschlagen.
    Das ist für mich persönlich DER Motivationspunkt überhaupt und da das auch seit drei Jahren funktioniert, gebe ich mir mal großzügig selber Recht.
    Ein großer Teil meiner Freude am Laufen beruht auf der simplen Tatsache, dass ich immer noch ein Schippchen drauflegen kann und so manchem Jungspund um die Ohren laufe mittlerweile... Midlifecrisis? Mir doch egal, wenn Leute das so sehen wollen, ich für meinen Teil bin fit wie nie zuvor in meinem Leben und fühle mich sauwohl damit!

    Ich bin jetzt (fast) 48 und habe eigentlich vor, mit dem Genusslaufen erst anzufangen, wenn keine Verbesserungen mehr drin sind.
    Ob ich bis dahin 50 bin, oder 55 oder sogar schon 66, werde ich ja sehen, aber bis dahin lasse ich mir das nicht kaputt reden.

    Natürlich muss man etwas mehr aufpassen als ein junger Mensch, natürlich sollte die Nachhaltigkeit seines Tuns keine Nebenrolle, sondern die Hauptrolle spielen, aber das finde ich eher selbstverständlich.
    Die Sorgfaltspflicht seinem eigenen Körper gegenüber muss einen aber nicht daran hindern hart zu trainieren, solange das funktioniert.
    Rein profilaktisch damit aufzuhören fände ich jedenfalls völlig überzogen.

    Zitat Zitat von cristiano Beitrag anzeigen
    Ob und wie lange sich jemand steigert, liegt übrigens vor allem daran, wann und auf welchem Niveau jemand angefangen hat. Wer natürlich mit 15 angefangen hat und immer ambitioniert trainiert hat, der wird sich nicht mehr wirklich steigern, zumindest nicht unterhalb der Ultra-Distanzen. Wer aber z.B. wie ich mit 35 angefangen hat, der hat auch jenseits der 40 noch etliches an Steigerungspotenzial.

    Das ist natürlich ein wichtiger Aspekt!
    Ich habe tatsächlich erst mit 45 angefangen, da klappts mit den Steigerungen noch.
    Seiner ehemaligen Glanzeit nur noch hinterher zu rennen, ist natürlich etwas ganz Anderes, vor allem, weil der Körper eines Leistungssportlers dann mit 40 schon eine Ecke mehr verschlissen sein kann.
    Aber auch hier gillt: Das ist individuell vom Zustand eines Jeden Einzelnen abhängig.
    Bist Du bisher schmerz- und beschwerdefrei? Dann hau rein !
    Tonic ohne Alkohol ist Ginlos...
    Mein Blog: GinFit.de
    Gabelstapler Glukose // Wie man NICHT auf Sub3 trainiert // Geckoanalysis Die bekanntesten FORENBANANEN // Guter Laufstil vs. schlechter Laufstil
    Ewige Bestenliste Saison 2016/2017 : 5km: 19:24 ---- 10km: 40:20 --- HM: 1:29:02 --- M: 3:25:52
    Ziele 2019: Zunehmend abnehmen...

  7. #7
    Klein, sehr fett & gemein Avatar von kobold
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    Ach brunny, du bist doch nun lange genug im Forum dabei, um erfolgreiche Gegenbeispiele zu kennen. Da muss man eigentlich gar nichts weiter dazu schreiben ...

  8. #8
    der Weg ist das Ziel Avatar von heiko1211
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    Die Frage müsste konkretisiert werden, denn läuferische Ziele können breit gefächert sein.


    Ich bin mit 53 erst richtig ins Laufen eingestiegen, meine Ziele werden sicher anders als deine ausschauen. Aber ich treibe mit Sicherheit keinen „Gesundheitssport“ a la 1h bis 2h reichen im hohen Alter ü50. Aktuell liege ich bei durchschnittlich fünf Trainingseinheiten pro Woche, Studio und Laufen addiert. Der Zeitrahmen für meine sportliche Aktivitäten geht Richtung 10 Stunden. Ich war aber auch nach meinem 14. Lebensjahr bei keinem Sportarzt. Meine Hausärztin (ambitionierte Kletterin aus Leidenschaft) sieht aber auch keinen Grund, warum ich alle zwei Jahre zum Sportmediziner sollte, sofern es mir körperlich gut geht.


    Meines Erachtens kann man sich im jeden Alter und in jeder körperlichen Verfassung Ziele setzen, die man anstrebt. Sie sollten aber auf die jeweilige körperliche Konstitution abgestimmt und realistisch sein. Aus diesem Grund definiere ich meine Ziele auch regelmäßig neu.

    LG Heiko
    LG Heiko

    Etappen
    2014 3km 2014 5km 2015 10km 2016 30km und HM 2017 Marathon 2018 Laufen




    „Die erste halbe Stunde laufe ich für meinen Körper, die zweite halbe Stunde für die Seele.“ (George Sheehan)

  9. #9
    >> Megacmrunner << Avatar von Fred128
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    Ich hatte deinen Namen erst falsch gelesen und gedacht: Huch. Was schreibt denn der Burny da!?

    im Bild

    Ach ja, bin jetzt fast 55 und betreibe seit meinem Laufeinstieg vor 10 Jahren reinen Gesundheitssport und mir bekommt das ganz prima.
    2019: G1 Grüngürtellauf, Reconquista Rheinsteig I-V, Rheinsteig Erlebnislauf, Wibolt DNF/100k, Kölnpfad DNF/135k, Paris 27 Brückenrunde & Paris-Versailles
    2020: G1 Grüngürtellauf, M deutsche Weinstraße

  10. #10

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    Zitat Zitat von gecko Beitrag anzeigen
    Ich habe tatsächlich erst mit 45 angefangen, da klappts mit den Steigerungen noch.
    Seiner ehemaligen Glanzeit nur noch hinterher zu rennen, ist natürlich etwas ganz Anderes, vor allem, weil der Körper eines Leistungssportlers dann mit 40 schon eine Ecke mehr verschlissen sein kann.
    Aber auch hier gillt: Das ist individuell vom Zustand eines Jeden Einzelnen abhängig.
    Bist Du bisher schmerz- und beschwerdefrei? Dann hau rein !
    Ich bin 47 und fange gerade erst an "vernünftig" zu trainieren und es macht einen riesen Spass, weil ich mich dauernd in kleinen Schritten verbessere. Nächste Jahr will ich die Weihnachtsfeiern im Frühjahr auslassen und richtig Gas geben. Ich bin ein unbeschriebenes Blatt, war nie verletzt und so. Nur 3x in der Woche Gesundheitslauf, nein, das wäre mir jetzt zu wenig.

    Also Marion, mach doch einfach weiter wie bisher, wenn Du verletzungsfrei bleibst und Dich gut fühlst, warum nicht.

  11. #11
    Es ist nichts scheißer als Platz vier. Avatar von hardlooper
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    Standard Mit Ü40 zu alt für läuferische Ziele?


  12. #12
    Avatar von real_lucky
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    Hi,

    Zitat Zitat von hfmax190 Beitrag anzeigen
    ...wenn Du verletzungsfrei bleibst und Dich gut fühlst, warum nicht.
    ich frage mich oft, warum immer erst Was passieren muß, bevor Etwas passiert. ...
    - Da werden Ampeln erst auf dem Schulweg gestellt, wenn ein Kind überfahren wurde
    - Die zu kleinen Laufschuhe erst gewechselt wenn die Zehen grün und blau sind
    - Das Laufpensum erst runtergesetzt wenn eine schwere Verletzung eintritt...

    Ich spreche mich selbst nicht davon frei .... aber warum kann man sich die Meinung (Arzt ) nicht einmal zu eigen machen und drüber nachdenken? Der behandelnde Arzt sieht oft genug Sachen, die unser eins erst einmal ignoriert. Nur wenn wir ordentlich "auf die Fresse" kriegen begreifen wir .... scheinbar an sonsten ziemlich beratungsresistent. Und wenn's gar nicht mehr geht, laufen wir heulend zum Arzt und der soll's dann richten

    Ist das nicht irgendwie etwas balla, balla?

    Gruß
    Gerdi

  13. #13
    Avatar von Selbstläufer
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    Ich bin dieses Jahr 49 geworden und habe über alle Distanzen (10, 15, HM, M, 50k) PB gelaufen und zum ersten Mal einen 12h Lauf gefinished.
    Ok, da war und ist auch genügend Luft nach "oben"
    Vielleicht ist das ungesund und "unvernünftig" aber ich habe mich im meinem Leben nie besser gefühlt und war sicher auch mit 20 bei weitem nicht so fit wie heute.
    Für mich ist übrigens jeder Lauf ein "Genusslauf".


  14. #14
    Es ist nichts scheißer als Platz vier. Avatar von hardlooper
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    Zitat Zitat von real_lucky Beitrag anzeigen
    Der behandelnde Arzt sieht oft genug Sachen, die unser eins erst einmal ignoriert. Nur wenn wir ordentlich "auf die Fresse" kriegen begreifen wir .... scheinbar an sonsten ziemlich beratungsresistent. Und wenn's gar nicht mehr geht, laufen wir heulend zum Arzt und der soll's dann richten
    Ist das nicht irgendwie etwas balla, balla?
    Nö, normal.

    Knippi

  15. #15
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Zitat Zitat von real_lucky Beitrag anzeigen
    ich frage mich oft, warum immer erst Was passieren muß, bevor Etwas passiert. ...
    - Da werden Ampeln erst auf dem Schulweg gestellt, wenn ein Kind überfahren wurde
    Oft genug wird das Kind aber erst überfahren, wenn die Ampel aufgestellt wurde. Denn vorher hat es ja geschaut, danach rannte es einfach bei grün rüber...
    Heutzutage stellt sich die Frage aber gar nicht mehr, da wird das Kind ja im "Mama-Taxi" bis in den Klassenraum gefahren.

    Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
    PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
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  16. #16
    sub-4 Avatar von D-Bus
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    Zitat Zitat von brunny Beitrag anzeigen
    Dann meinte er aber: "Wissen Sie, in Ihrem Alter (ich bin jetzt 41 ), ist es ratsam, jeden Leistungsgedanken im Sport beiseite zu legen und nur noch rein Gesundheitssport zu betreiben. Ich weiß, mental ist das anfangs schwer, aber ambitionierte Ziele schaden ab einem bestimmten Alter nur, da sie den Körper nicht fitter, sondern verletzungsanfälliger und krank machen. Ihre höchste Priorität sollte jetzt sein, sich im Alter fit zu halten"

    Aber nur noch Gesundheitssport?
    Wo der Arzt recht hat, hat er recht. 41 ist schon sehr alt. Auf der anderen Seite habe ich schon immer "nur" Gesundsheitssport betrieben (falls man etwas Joggen Sport nennen darf).
    "If you want to become a better runner, you have to run more often. It is that easy." - Tom Fleming

  17. #17
    Lemmy66
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    Zitat Zitat von real_lucky Beitrag anzeigen
    ich frage mich oft, warum immer erst Was passieren muß, bevor Etwas passiert. ...
    - Da werden Ampeln erst auf dem Schulweg gestellt, wenn ein Kind überfahren wurde
    - Die zu kleinen Laufschuhe erst gewechselt wenn die Zehen grün und blau sind
    - Das Laufpensum erst runtergesetzt wenn eine schwere Verletzung eintritt...

    Ich spreche mich selbst nicht davon frei .... aber warum kann man sich die Meinung (Arzt ) nicht einmal zu eigen machen und drüber nachdenken? Der behandelnde Arzt sieht oft genug Sachen, die unser eins erst einmal ignoriert. Nur wenn wir ordentlich "auf die Fresse" kriegen begreifen wir .... scheinbar an sonsten ziemlich beratungsresistent. Und wenn's gar nicht mehr geht, laufen wir heulend zum Arzt und der soll's dann richten
    Meines Erachtens ist es wichtig, augewogen, das heißt, den ganzen Körper zu trainieren, dann kannst Du es richtig krachen lassen. Dann ist auch mit 51 Jahren noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht.

  18. #18
    Deichfesttreter Avatar von blende8
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    Zitat Zitat von brunny Beitrag anzeigen
    ist es ratsam, jeden Leistungsgedanken im Sport beiseite zu legen und nur noch rein Gesundheitssport zu betreiben. Ich weiß, mental ist das anfangs schwer, aber ambitionierte Ziele schaden ab einem bestimmten Alter nur, da sie den Körper nicht fitter, sondern verletzungsanfälliger und krank machen. Ihre höchste Priorität sollte jetzt sein, sich im Alter fit zu halten"
    Das ist eine sehr weit verbreitete Sichtweise, aber leider falsch.
    Genau das Gegenteil ist richtig.
    Es gibt dazu ein gutes Buch von Joe Friel, "Fit im Alter" oder so ähnlich*.
    Da hat er sich sämtliche Studien usw. angeguckt und alles wissenschaftlich belegt.

    Quintessenz, damit ihr das Buch nicht kaufen müsst:

    Im Alter lässt die Hormonproduktion nach:
    - Testosteron, bei Frauen Östrogene ...
    - EPO (rote Blutkörperchen)

    Die Folge:
    - Muskelabbau
    - vermehrte Fetteinlagerung

    Abhilfe:
    - hochintensives Training (Intervalle und Krafttraining)
    - viel Schlaf
    - gesundes Essen

    Also auf der sportlichen Seite hat sich gezeigt, das NUR(!) Training mit hoher Intensität die Alterserscheinungen nennenswert aufhalten kann.

    Die Gefahr ist hierbei natürlich, dass man sich übernimmt.
    Jeder weiß es, hat es gelesen, will es aber nicht wahr haben, im Alter dauert die Regeneration länger.
    Man muss also vorsichtig sein mit der Intensität. Aber gerade langjährige Läufer können das doch gut "nach Gefühl" machen.
    Also ein knackiger Tempolauf oder einmal Intervalle pro Woche sollten schon sein, wenn man sich was Gutes tun will.

    Dein Arzt hat, um ihn in Schutz zu nehmen, vermutlich die Anfänger im Blick, die es mit 50 noch mal wissen wollen und voll in die Verletzungen laufen. Es könnte auch sein, dass er sich das selber als Ausrede zurechtgelegt hat, weil er keinen Bock mehr auf Intensität hat. Ist ja auch ok, man muss es ja nicht machen, aber falsche Behauptungen verbreiten ist auch nicht gut.


    * "Schnell + Fit ab 50" (Fast after 50)

    Homo cursor, M50, Bestzeitenjäger 2011-15 (19:11, 39:22, 61:45, 1:29), seitdem Spaßläufer
    "Training ist wie ein Medikament. Wenn ich es überdosiere, habe ich irgendwann auch die Nebenwirkungen." (R. Hambrecht, Kardiologe)

  19. #19
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von D-Bus Beitrag anzeigen
    Wo der Arzt recht hat, hat er recht. 41 ist schon sehr alt. Auf der anderen Seite habe ich schon immer "nur" Gesundsheitssport betrieben (falls man etwas Joggen Sport nennen darf).
    +1
    Wenn ich 12x Woche trainiere, will ich einfach nur gesund bleiben. Und ja!!! 41 ist schon sehr alt... eigentlich schon unbrauchbar.
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  20. #20
    Avatar von FreddyT
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    Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit und Gebrechen – sagt die Definition der WHO.

    Der Arzt der TE definiert Gesundheit zu eng. Denn für das ganzheitliche Wohlergehen kommt es nicht nur auf die Abwesenheit von Verletzungen an, sondern z.B. auch auf andere Dinge: Spaß beim Laufen. Die Freude, ein Ziel erreicht zu haben oder gar Sieger geworden zu sein. Die Anerkennung anderer, es geschafft zu haben.

    Wohlergehen wird subjektiv von jedem anders empfunden. Wenn der Arzt der TE dreimal die Woche läuft, um körperlich gesund zu bleiben – prima. Wenn andere laufen, weil es ihnen Spaß macht, immer etwas besser zu werden, ist das aber auch o.k. Und eine Altersgrenze gibt es dafür nicht.
    ______________________________________

    Es ist nicht entscheidend, woher man kommt, sondern wohin man geht.

  21. #21
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von blende8 Beitrag anzeigen
    Die Gefahr ist hierbei natürlich, dass man sich übernimmt.
    Ich habe mich immer schon gefragt, was "übernimmt" definiert werden sollte.
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  22. #22
    Es ist nichts scheißer als Platz vier. Avatar von hardlooper
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Ich habe mich immer schon gefragt, was "übernimmt" definiert werden sollte.

    Kaiser's Tengelmann in Berlin: So teilen sich Rewe und Edeka die Hauptstadt auf - Wirtschaft - Tagesspiegel

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  23. #23
    Auf zu neuen Zielen Avatar von brunny
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    Oh so viele Antworten, super!

    Ich bin auch der Meinung, wenn man seinen Körper aufmerksam beobachtet und nicht ständig gegen ihn ankämpft, kann man auch jenseits der 35 noch ordentlich trainieren. Ich selbst hatte in meiner bisherigen Laufbahn 1 Überlastungsverletzung, ganz am Anfang einfach aus völligem Nichtwissen (zu schnell zu viel gewollt ), also denke ich für mich, werde ich wohl nicht allzu viel falsch machen, wenn ich sehr selten krank oder verletzt bin.

    Außerdem finde ich, ist die mentale Komponente eben auch nicht zu verachten. Ich finde es eben toll, mich zu bewegen (auch manchmal zu fordern) und auch Ziele zu erreichen und das hält mich sowohl körperlich als auch geistig jung!

    Liebe Grüße
    Marion

  24. #24
    Avatar von Sven K.
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    Also als alternder Fettsack kann ich nur sagen, so lange man seinem Kadaver genügend Zeit zur Anpassung gewährt, ist Sport in allen erdenklichen Facetten und bis ins hohe Alter möglich. Steigerungen sind da immer drin. Man muss ja nicht gleich Rekorde brechen. Ich lasse mir das nicht von einem Arzt, welcher womöglich nichts genaues über mein Trainingsalltag weiß, kaputt reden.
    Die Weißkittel haben oft auch nicht "mehr" Durchblick als Unsereins.

  25. #25

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    Mit Ü40 zu alt für läuferische Ziele?

    Komische Frage in diesem Forum.

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