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  1. #1
    It`s a heartache... Avatar von -Auftrags-Griller-
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    Frage Tapering kontraproduktiv?

    Zitat Zitat von Fire Beitrag anzeigen
    Bei mir hatte ich irgendwie das Gefühl dass das mit dem Tapering jedes Mal in die Hose gegangen ist. Meine PB auf jeder Distanz habe ich aus dem Training raus gelaufen.

    Irgendwie bin ich in der Taperingwoche jedes Mal aus dem Trainingsrhytmus rausgekommen und habe mich am Wettkampf dann so untrainiert gefühlt. Das hatte dann jeweils zur Folge dass mein Puls unnatürlich hoch war und meine Energie schneller verbraucht war als in jedem Trainingslauf mit dem selben Tempo.
    Ich bediene mich hier eines Zitates aus einem Tapering Thread aus 2010 und es trifft so auch 1:1 auf mich zu. Momentan bin ich mit selbstgestricktem Trainingsplan in Vorbereitung auf einen Marathon am 9. April, wobei jetzt allmählich die hochintensiven Trainingswochen mit bis zu 100 WK beginnen. Ich bin vom Gefühl her schon richtig gut in Fahrt, nur macht sich bei mir so was wie Bammel breit, wenn ich an die Taperingwochen denke, weil ich eigentlich noch nie so richtig "abgeliefert" habe. Besonders schwach bin ich immer nach trainingsfreien Tagen, die ja gerade vor Wettkämpfen häufig vorkommen. Wem ergeht es ähnlich, wer hat das Problem wie in den Griff bekommen?

  2. #2

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    Mir geht es zwar nicht so und ich habe zu wenig Wettkampferfahrung, aber mir fielen da spontan zwei Mittel ein:
    -am Vortag 30 Minuten ruhig laufen (ist sowieso in vielen Trainingsplänen
    -am Tag sehr lange Einlaufen (ich habs wie gesagt im WK noch nicht probiert, aber mir gehts im Training ähnlich, TDLs mit <2 Km Einlaufen fallen mir wesentlich schwerer als aus >5) ist aber beim Marathon wahrscheinlich wenig probat

  3. #3
    Avatar von Tvaellen
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    soll man das wirklich ernst nehmen?
    Oder willst du nur trollen?

  4. #4

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    Ich kenne auch die Problematik, nach einem Ruhetag nicht auf 100% zu sein. Ich trainiere nach Greif, und der hat fix einen 2 km Lauf am Vortag drin (bzw. am Morgen des Wettkampftages, wenn dieser Abends ist). Er betont, dass diese Mini-Einheit sehr wichtig ist. Andererseits denke ich, dass es vor allem für noch nicht so wettkampferfahrene Läufer (obwohl ich die tendenziell schwächeren Leistungen auch aus der Zeit kenne, als ich noch nicht an WKs dachte), ein Kopfproblem, dass man sich vor dem Wettkampf unnötig schwach redet, wenn man plötzlich statt 100 km nur 40-50 läuft, weil man Angst hat, sich die schöne Form kaputt zu machen.

  5. #5
    It`s a heartache... Avatar von -Auftrags-Griller-
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    Zitat Zitat von Tvaellen Beitrag anzeigen
    soll man das wirklich ernst nehmen?
    Oder willst du nur trollen?

  6. #6
    Avatar von Truman
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    Tapering ist eigentlich gut erforscht und die positiven Wirkungen zeigen sich bei fast jeden Läufer gleich. Ich würde behaupten, dass es eher eine Frage der Vorbereitung, mental und physisch ist, als des reinen Taperings.
    Vielleicht erzählst du erstmal wie du tapers, linear, progressiv oder Stufenweise. Wie werden Intensität, Umfang und Häufigkeit reduziert?

  7. #7
    It`s a heartache... Avatar von -Auftrags-Griller-
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    Ich fahre nach Gefühl herunter und reduziere hier merklich die Länge der Läufe. Was übrig bleibt sind ruhige, lockere Läufe und TDL zwischen 5 und 8 km im Wettkampftempo bei 3-4 Einheiten.

  8. #8

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    Zitat Zitat von -Auftrags-Griller- Beitrag anzeigen
    Ich fahre nach Gefühl herunter und reduziere hier merklich die Länge der Läufe. Was übrig bleibt sind ruhige, lockere Läufe und TDL zwischen 5 und 8 km im Wettkampftempo bei 3-4 Einheiten.
    Jetzt habe ich längere Zeit hier im Forum mitgelesen und melde mich auch mal zu Wort. Warum fährst Du Dein Trainingspensum nach Gefühl und nicht nach Plan runter? Das würde ich mich jetzt als Außenstehender fragen. Korrigiert mich bitte, wenn ich mich irre, aber gibt man in der ersten Taperingwoche nicht noch richtig Gas - bei reduzierten Umfängen? Irgendetwas machst Du wohl falsch!

  9. #9

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    "Erste Taperingwoche"? Wieviel kommen denn da noch? Bei den meisten Marathontrainingsplänen stehen zwar am letzten WE vor dem WK keine Monstereinheiten mehr auf dem Plan, aber selbst der manchmal als softy titulierte Herbert Steffny lässt da noch mal mindestens 20 km laufen, Greif sogar nochmal seine vollen 35 km.

  10. #10
    Avatar von Truman
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    Recht einfache Formel und für 95% der Läufer sehr gut:
    Trainingseinheiten genauso belassen von Intensität etc. nur Umfang 10 Tage vor dem Wettkampf um 50% reduzieren. Z.b statt 4x 3000m dann nur noch 2x 3000m. Die letzten beiden Tage dann lockere Läufe mit ein paar Strides zwischen 15-30min.
    Damit kann man auf fast allen distanzen nicht viel falsch machen.

  11. #11
    Klein, sehr fett & gemein Avatar von kobold
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    Zitat Zitat von -Auftrags-Griller- Beitrag anzeigen
    Ich bin vom Gefühl her schon richtig gut in Fahrt, nur macht sich bei mir so was wie Bammel breit, wenn ich an die Taperingwochen denke, weil ich eigentlich noch nie so richtig "abgeliefert" habe. Besonders schwach bin ich immer nach trainingsfreien Tagen, die ja gerade vor Wettkämpfen häufig vorkommen. Wem ergeht es ähnlich, wer hat das Problem wie in den Griff bekommen?
    Schlägt sich dein Gefühl denn auch schon in Zahlen nieder? Wenn du schriebst, du hast noch nie so richtig "abgeliefert" - was meinst du damit? Dass du regelmäßig Wettkämpfe vergeigt im Sinne von Zielzeiten verpasst hast, die du mit dem Training hättest erreichen wollen?

  12. #12
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von Truman Beitrag anzeigen
    Recht einfache Formel und für 95% der Läufer sehr gut:
    Trainingseinheiten genauso belassen von Intensität etc. nur Umfang 10 Tage vor dem Wettkampf um 50% reduzieren. Z.b statt 4x 3000m dann nur noch 2x 3000m. Die letzten beiden Tage dann lockere Läufe mit ein paar Strides zwischen 15-30min.
    Damit kann man auf fast allen distanzen nicht viel falsch machen.
    +1

    Viel schlimmer finde ich die lange Warterei auf den Wettkampf.
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  13. #13
    Gardasee - wo das Training am schönsten ist Avatar von NordicNeuling
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    Zitat Zitat von -Auftrags-Griller- Beitrag anzeigen
    wobei jetzt allmählich die hochintensiven Trainingswochen mit bis zu 100 WK beginnen.
    Sind 100 Wettkämpfe in 1 Woche nicht vielleicht etwas zu viel?
    Gruß vom NordicNeuling

  14. #14
    Avatar von bobb77
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    bin auch oft nach dem Sport-Pausentag (nach zuvor meist 3 Intensiv-Tagen) platt und muss mich zum Trainieren echt aufraffen. Oft Heisshunger-Attacken.

    Habe umgestellt, was Wettkampf betrifft: 2 Tage vor Wettkampf ist der komplett Pausen-Tag. Am Tag vorher durchaus gut Anschwitzen, paar Tempominuten, Lauf ABC, insgesamt ca. 30 Minuten, fahre gut damit.
    PB:
    5.000 Meter-------- 10/2014 --- 18:05 (Stadtlauf Landsberg)
    10.000 Meter ------ 09/2014 --- 36:23 (Einstein-Marathon Ulm)
    Halbmarathon ----- 10/2014 --- 01:21:53 (3 Länder Sparkasse Marathon Lindau-Bregenz)
    Marathon ---------- 10/2012 --- 03:03:03 (München Marathon)
    Triathlon Olymp.D. 06/2015 --- 02:16 (Lauingen)
    Triathlon Mittel.D. 07/2015 --- 04:43 (Ulm, Half-Ironman)

    www.robert-eichenseher.de

  15. #15
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Viel schlimmer finde ich die lange Warterei auf den Wettkampf.
    Die Warterei macht mich umso heißer auf den Wettkampf

    @TE: Das Problem scheint wohl hauptsächlich mentaler Natur zu sein. Gepaart mit nachlassender Spannung und dem schlechten Gewissen, zu kurze Einheiten absolviert zu haben im Vergleich zu den Wochen davor. All das gibt sich mit zunehmender Wettkampferfahrung.

    Gruss Tommi

  16. #16
    It`s a heartache... Avatar von -Auftrags-Griller-
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    Zitat Zitat von kobold Beitrag anzeigen
    Schlägt sich dein Gefühl denn auch schon in Zahlen nieder? Wenn du schriebst, du hast noch nie so richtig "abgeliefert" - was meinst du damit? Dass du regelmäßig Wettkämpfe vergeigt im Sinne von Zielzeiten verpasst hast, die du mit dem Training hättest erreichen wollen?
    Nichts Grobes aber: die "Runners-Highs" waren bisher immer so 3 Wochen vor den Wettkämpfen, inmitten intensivem Trainings. Bei TDL konnte ich die vorgegebenen Paces locker halten, was mir dann in Wettkämpfen extrem schwer fällt.

  17. #17
    not fast & not furious Avatar von Steif
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    Zitat Zitat von -Auftrags-Griller- Beitrag anzeigen
    Nichts Grobes aber: die "Runners-Highs" waren bisher immer so 3 Wochen vor den Wettkämpfen, inmitten intensivem Trainings. Bei TDL konnte ich die vorgegebenen Paces locker halten, was mir dann in Wettkämpfen extrem schwer fällt.
    Das deutet für meinen Geschmack eher darauf hin, dass die Länge des Trainingsplanes vielleicht etwas zu lang bemessen ist, bzw. die Zyklisierung Deines Trainings allgemein nicht richtig eingestellt ist. Wir sind halt keine Maschinen, die unter den gleichen technischen Voraussetzungen annähernd die selbe Leistung bringen können. Auch das Tapering ist keine feste Größe ... vielleicht ist es bei Dir tatsächlich besser, es deutlich zu verkürzen?
    Steif
    ---------------------------------------
    Ständig verschwinden Senioren spurlos im Internet, weil Sie "ALT" und "ENTFERNEN" gleichzeitig drücken.

  18. #18
    It`s a heartache... Avatar von -Auftrags-Griller-
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    Meine Trainingspläne dauern nie länger als 3 Monate, also alles so zwischen 12 und 14 Wochen. Ich bin echt versucht, das Pensum bis zum Wettkampf so gut wie gar nicht zu verkürzen.

  19. #19
    Klein, sehr fett & gemein Avatar von kobold
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    Zitat Zitat von -Auftrags-Griller- Beitrag anzeigen
    Ich bin echt versucht, das Pensum bis zum Wettkampf so gut wie gar nicht zu verkürzen.
    Diese Schlussfolgerung kann ich jetzt nicht richtig nachvollziehen. Du hast von Truman und Rolli (denen ich zuschreibe, sich sehr gut auszukennen), eine konkrete Empfehlung bekommen: In den letzten 10 Tagen Umfang um 50% kürzen, Intensität beibehalten etc. Entspricht das Tapering, das du bei den letzten Wettkämpfen realisiert hast, schon dieser Empfehlung, war aber für dich kontraproduktiv? Oder hast du andere Gründe, diese Empfehlung nicht in Betracht zu ziehen?

    Btw.: Du verwendest den Begriff "Runners High" recht unüblich. Vermutlich meinst du deine Hochform. Runners High ist aber was anderes und sehr Seltenes, nämlich sowas wie "Flow-Erleben" beim Laufen, d.h. ein sehr intensives Gefühl von "Komplett-Aufgehen im Laufen", das scheinbar wie von selbst und anstrengungslos gelingt.

  20. #20
    Avatar von ruca
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    Ich finde hier toll, was unser Udo hier schreibt:

    [Lange Läufe ohne vollständige Erholung danach] Deshalb schleppst du in der Folgewoche eine gewisse Restermüdung mit dir herum. Und am kommenden Sonntag wartet schon der nächste Lange auf dich …
    Falls der Trainingsplan was taugt und du ihn richtig umsetzt, dann steckst du nur einmal in den 12 Wochen Marathonvorbereitung in einem vollkommen erholten Körper! Das ist am Tag des Marathons vor dem Start.
    (http://marathon.pitsch-aktiv.de/ -> Marathon -> Trainingspläne)

    Wenn das so nicht zutrifft würde ich sagen, dass der Trainingsplan nicht wirklich passt.

    PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
    Ultra:
    67,158km in 7:14:17h (12/18), 110km in 24h (6/19)



  21. #21
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von Truman Beitrag anzeigen
    Recht einfache Formel und für 95% der Läufer sehr gut:
    Trainingseinheiten genauso belassen von Intensität etc. nur Umfang 10 Tage vor dem Wettkampf um 50% reduzieren. Z.b statt 4x 3000m dann nur noch 2x 3000m. Die letzten beiden Tage dann lockere Läufe mit ein paar Strides zwischen 15-30min.
    Damit kann man auf fast allen distanzen nicht viel falsch machen.
    95% finde ich sehr optimistisch. Die Quote ist deutlich niedriger. ich selbst habe auch arge Probleme beim Runterfahren des Trainings. Da schläft das ganze System ein. Es gibt hier durchaus interessante andere Blickwinkel, die Läufe stärker differenzieren. Schau mal unter folgendem Link:

    Why tapering can be a dangerous thing! – Science of Running

    Da erkenne ich mich auch in einigen Bereichen wieder.

  22. #22
    It`s a heartache... Avatar von -Auftrags-Griller-
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    Zitat Zitat von kobold Beitrag anzeigen
    In den letzten 10 Tagen Umfang um 50% kürzen, Intensität beibehalten etc. Entspricht das Tapering, das du bei den letzten Wettkämpfen realisiert hast, schon dieser Empfehlung, war aber für dich kontraproduktiv?
    Exakt.
    Zitat Zitat von kobold Beitrag anzeigen
    Btw.: Du verwendest den Begriff "Runners High" recht unüblich. Vermutlich meinst du deine Hochform. Runners High ist aber was anderes und sehr Seltenes, nämlich sowas wie "Flow-Erleben" beim Laufen, d.h. ein sehr intensives Gefühl von "Komplett-Aufgehen im Laufen", das scheinbar wie von selbst und anstrengungslos gelingt.
    Ich muss wohl etwas konkreter werden:

    Aufgrund einer HM Leistung von 1:21:30 habe ich mich letztes Jahr auf meinen ersten Marathon vorbereitet und habe hier als Richtwert 2x die HM-Zeit +10 min angenommen und bin so auf eine ungefähre Zielzeit von 2:53:00 gekommen, also eine Pace von 4:06/km. Dieses Tempo konnte ich auch von Beginn an bei jedem einzelnen TDL im M-Renntempo und einer HFmax von 85/86% locker halten, mehr noch, meistens war ich um 2-3 sec. schneller. Exakt 3,5 Wochen vorm Marathon stand ein TDL von 14km auf meinem Plan. Ich lief locker lässig wie auf Federn in diesem Pulsbereich, ohne grossartig auf die Pace zu achten. Am Ende dieses TDL stand eine sehr konstant gelaufene 3:56er Pace, also gut 10 sec. schneller als nötig, zu Buche. So etwas bezeichne ich dann schon mal als "Runners High". Nicht genug dessen, startete ich ohne Ambitionen 2 Tage später bei einem 5k Wettkampf mit ein paar Höhenmetern und lief dort mit Sub 17 eine PB. Ich schoss dann noch eine 100 Kilometer Woche nach und hatte danach 2 Wochen zum Tapern. Beim Wettkampf selbst fiel es mir von Anfang an nicht so leicht, die 4:06er Pace zu halten. Die Hälfte ging mit einer 1:26:30 weg, ab KM 30 wurde es richtig zäh und so konnte ich mich knapp unter 2:58 ins Ziel schleppen.

    PS.: 2 Versuche, im HM Sub 1:20 zu laufen, scheiterten nach dem selben Muster.

  23. #23

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    Also, beim Marathon könnte man inklusive des Aufschlags für den 1. Marathon fast von Punktlandung sprechen. Und bei den HMs: rein als Vermutung (und bevor ich jetzt als Neunmalkluger daher komm: ich krieg´s auch nicht hin) könnte es sein, dass du die Topform zu früh hast? Dies fällt einem natürlich erst auf, wenn man in die Nähe der absolut bestmöglichen Leistung kommt, denn wenn man vorher die PB um 4-5 Minuten nach unten drückt, denkt man nicht dran, dass einem vielleicht eine Minute abgeht, aber wenn die Sprünge nur noch kleine Schritte werden, zählt eben jedes Detail, auf das ein Trainingsplan im Nicht-Profi-Bereich keine Rücksicht nehmen kann: der eine spricht schneller auf den Formaufbau an, baut im Tapering zu leicht ab, usw. Ich würde da evtl dazu raten, bei Testwettkämpfen in der Taperphase etwas zu experimentieren, oder auch mal den Trainingsplan eine Woche früher auslaufen lassen Nicht im Sinne von mehr Tapering, sondern gezielt einen WK "opfern" und den Plan eine Woche zu kurz wählen. So kannst du vielleicht feststellen, in welche Richtung dufür dich gehen musst..

  24. #24
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    Ok, jetzt versteh ich dich etwas besser, auch was die Bezeichnung "Runners High" angeht. Ich verwende sie halt ungern und finde sie überhöht, wenn man einfach nur einen Lauf meint, der so richtig "fluppte". Geschmackssache!

    Was deine Tapering-Erfahrung angeht, eine Nachfrage: Du schilderst jetzt eine einmalige Erfahrung bei deinem Premieren-Marathon. Dient der nur als Beispiel, d.h. es war auch schon bei denem/deinen HM(s) so? Oder klappte das Tapern da ohne nachteilige Folgen?

    Was mir noch auffällt: Die Hochrechnungen von Unterdistanzzeiten auf M sind ja eher idealtypisch, sie gelten nicht für jeden und auch nicht für den ersten M, bei dem gemeinhin ein gewisser Anfänger-Malus einkalkuliert wird. Der ist zwar bei jemandem auf deinem Level deutlich geringer als bei einem 4:30-Läufer, aber eine Abweichung von zwei, drei Minuten dürfte allein daraus resultieren - insofern finde ich fünf Minuten Abweichung nicht schön, aber auch nicht "unnormal". Hier hat z.B. "DerC" (der leider nicht mehr hier aktiv ist, aber sich wirklich gut auskennt) seine Erfahrungen beschrieben - der war fast exakt auf deinem Level und mit 2:58:xx dann auch nicht schneller als du. Mit anderen Worten: Vielleicht siehst du dich auch zu kritisch?!

  25. #25

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    Und du bist noch nicht auf die Idee gekommen, dass dein "selbst gestrickter Trainingsplan" das Problem sein kann!?
    LAUFEN
    5km - 18:31 (09.07.2018)
    5000m - 17:03,4 (07.06.2019)
    10km - 36:02 (01.09.2019)
    21,1km - 1:19:26 (10.03.2019)



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