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Thema: Knallhart

  1. #1
    Alles im Blick. Avatar von bones
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    Beitrag Knallhart

    Nach 160 KM das Zeitlimit im Ziel um 6 Sekunden überschritten - was macht der Veranstalter?

    Ultra-Marathonlauf im US-Staat Tennessee: Um Haaresbreite - taz.de
    "Seien Sie sich bewußt, dass das, was Sie über Ihr persönliches Wohlbefinden zu wissen glauben, vielfach das Resultat gezielter Manipulation durch Industrien ist, deren primärer Fokus ihr Gewinnstreben und nicht notwendigerweise Ihre Gesundheit und Sicherheit ist. " Prof. Dr. Tim Noakes

  2. #2
    Running Doter Avatar von Kerkermeister
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    Was sollte Laz https://www.youtube.com/watch?v=X0CaKd2G7e4 schon machen, Cut off nach dem 4. Loop (160km) sind nun mal 60h ->DNF und dazu noch aus der falschen Richtung, somit seit 1985 nur 15 Finisher


    Ab 4:40 ... he is 6 soconds over https://www.youtube.com/watch?v=slSjPtG3lEA

  3. #3
    Avatar von Truman
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    Es ging ja nicht in erster Linie um die 6 Sekunden, sondern, dass Gary Robbins nicht die Strecke eingehalten hat. Die 6 Sekunden sind egal, aber im letzten Loop sich kurz vor Ende zu verlaufen ist tragisch genug, 6 Sekunden hin oder her.

  4. #4
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Ja und? Zeitlimit ist Zeitlimit Klar ist das tragisch aber entweder gelten die Regeln oder nicht.

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  5. #5
    Avatar von Durchbeißerin
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    Was wäre, wenn ihm das Finish geschenkt worden wäre - es wäre ihm nichts wert - und es wäre überhaupt nichts mehr wert.

  6. #6
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Beim Comrades (87 bzw. 89 km lang, je nach Laufrichtung) ist das Zeitlimit genau 12 Stunden. Brutto (Nettozeit wird allerdings gemessen) und auf die Sekunde. Da wird das Ziel geschlossen, Ordner springen vor die Linie und hindern alle, die dann kommen, am übertreten der Zielmatten. Auch wenn es nur ein paar Meter sind. Das ist im Stadion ein unglaubliches Spektakel. Ich bin mir sicher, jenigen, die da tieftraurig im Zielkanal stehen bleiben müssen, wäre ein Finish ein paar Sekunden nach der Zeit genau so viel Wert, wie ein paar Sekunden vorher. Und der Letzte, der vor dem Zielschluss durchkommt, wird am nächsten Tag auch noch in der Presse mit Foto geert.

    Gruss Tommi

  7. #7
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Ich finde es sogar recht befremdlich, wenn in der Ausschreibung eines Laufs ganz deutlich steht: Zielschluss XX:YY, gerne noch ergänzt um den Hinweis, dass dann die Zeitmessung automatisch deaktiviert wird. Und dann schaut man hinterher in die Ergebnisliste und sieht dann doch einige, die eine offizielle Zeit deutlich jenseits des Zielschlusses haben.

    Diejenigen, die auf den Lauf verzichtet haben, weil sie befürchteten, den Zielschluss nicht einhalten zu können, müssen sich doch auch veräppelt vorkommen.

    PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
    Ultra:
    67,158km in 7:14:17h (12/18), 110km in 24h (6/19)



  8. #8
    Alles im Blick. Avatar von bones
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    Selbst in Nordkorea war das Tor etwas länger geöffnet als 4 Stunden.....
    "Seien Sie sich bewußt, dass das, was Sie über Ihr persönliches Wohlbefinden zu wissen glauben, vielfach das Resultat gezielter Manipulation durch Industrien ist, deren primärer Fokus ihr Gewinnstreben und nicht notwendigerweise Ihre Gesundheit und Sicherheit ist. " Prof. Dr. Tim Noakes

  9. #9

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    Wenn in allen anderen Bereichen eines solchen Laufes auch so akkurat gearbeitet wird, würde ich nichts sagen, allerdings würde ich als Veranstalter immer eine Toleranz walten lassen. Ich bin auch schon mal in Kandel beim Bienwald Marathon nach den offiziellen Zeitlimit von 5 h um wenige Minuten später reingekommen oder letztes Jahr bei der Hitze war ich in Duisburg ein paar Minuten nach dem Zielschluss 5. 30 reingekommen und bin immer gewertet worden, in Bad Pyrmont war ich auch mal in 5 : 47 h im Ziel. Meistens haben die großen Marathonveranstalter eine Toleranz von mindestens 15 Minuten und Ultraveranstalter sind aus meiner Erfahrung nach sogar noch kulanter.
    Comrades oder Sparta sind " Sonderveranstaltungen " die eine andere Marktstrategie verfolgen, erstens reise ich nicht für einen popeligen Lauf ans andere Ende der Welt und zweitens sind mir solche Veranstaltungen unsympathisch die damit " prahlen " oder es " ausschlachten", dass nicht wenige nicht ankommen, um als besonders " hartes Rennen " einen " elitären Status " zu vermarkten.
    Man kann einfach für einen bestimmten Lauf trainiert sein, bekommt unterwegs Dünnpfiff und ist dann 10 Minuten halt mal später dran,
    solche Veranstalter, die das Zeitlmit wortwörtlich auslegen dürfen auf meine Teilnahme verzichten

  10. #10
    Avatar von Mike1783
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    Zitat Zitat von Bio Beitrag anzeigen
    [...]
    Comrades oder Sparta sind " Sonderveranstaltungen " die eine andere Marktstrategie verfolgen, erstens reise ich nicht für einen popeligen Lauf ans andere Ende der Welt und zweitens sind mir solche Veranstaltungen unsympathisch die damit " prahlen " oder es " ausschlachten", dass nicht wenige nicht ankommen, um als besonders " hartes Rennen " einen " elitären Status " zu vermarkten.[...]
    Dazu…aus dem Bericht von Udo Pitsch, zu seinem Spartathlonerlebnis 2016:
    Zitat: "Um dramatische Szenen am Ziel, der Statue des Leonidas in Sparta, deren Sockel der Läufer berühren muss, zu vermeiden, werden alle Läufer gewertet, die den vorletzten Kontrollpunkt 74 rechtzeitig verlassen. Selbst dann, wenn sie die 36 Stunden im Ziel überschreiten. Das erklärt, wieso man gewertete Läufer mit Laufzeiten über 36 Stunden in den Listen findet." Zitat Ende
    Die Kunst ist es, einmal mehr aufzustehen als man umgeworfen wird.
    Winston Churchill

  11. #11
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von Bio Beitrag anzeigen
    Wenn in allen anderen Bereichen eines solchen Laufes auch so akkurat gearbeitet wird, würde ich nichts sagen, allerdings würde ich als Veranstalter immer eine Toleranz walten lassen. Ich bin auch schon mal in Kandel beim Bienwald Marathon nach den offiziellen Zeitlimit von 5 h um wenige Minuten später reingekommen oder letztes Jahr bei der Hitze war ich in Duisburg ein paar Minuten nach dem Zielschluss 5. 30 reingekommen und bin immer gewertet worden, in Bad Pyrmont war ich auch mal in 5 : 47 h im Ziel. Meistens haben die großen Marathonveranstalter eine Toleranz von mindestens 15 Minuten und Ultraveranstalter sind aus meiner Erfahrung nach sogar noch kulanter.
    Wo endet die Kulanz und wo beginnt es, dass die freiwilligen Helfer über Gebühr belastet werden. Der eine Läufer mit 15 Minuten später wird noch gewertet, obwohl er laut Ausschreibung kein Recht darauf hat und der mit 16 Minuten drüber wird nicht mehr gewertet? Wer soll das entscheiden? Und mit welcher Begründung? Im Jahr darauf wird die Zielzeit aufgrund Beschwerden verlängert und es wird wieder welche geben, die die Zeit überschreiten usw. usf.

    Zitat Zitat von Bio Beitrag anzeigen
    Comrades oder Sparta sind " Sonderveranstaltungen " die eine andere Marktstrategie verfolgen, erstens reise ich nicht für einen popeligen Lauf ans andere Ende der Welt
    Du bist mir ja ein lustiger Gesell

    Zitat Zitat von Bio Beitrag anzeigen
    ...die damit " prahlen " oder es " ausschlachten", dass nicht wenige nicht ankommen, um als besonders " hartes Rennen " einen " elitären Status " zu vermarkten.
    Nun ja sie sind hart (obwohl, der Comrades wohl nicht, den hab selbst ich zwei mal geschafft ) und wer es nicht schafft, der kann halt nicht mitlaufen Dann sind wohl die, die es schaffen, die Elite

    Zitat Zitat von Bio Beitrag anzeigen
    Man kann einfach für einen bestimmten Lauf trainiert sein, bekommt unterwegs Dünnpfiff und ist dann 10 Minuten halt mal später dran, solche Veranstalter, die das Zeitlmit wortwörtlich auslegen dürfen auf meine Teilnahme verzichten
    Dann hat man einfach Pech gehabt, das Leben ist hart und wenn man es aus gesundheitlichen Gründen nicht schafft, dann muss man damit leben. Wie lange soll denn bitteschön auf den letzten gewartet werden? Sollte das dann eventuell auch gleich in der Ausschreibung stehen? Zielschluss 6 Stunden, wir werten aber noch alle, die 15 Minuten später kommen Dann kommt jemand daher und sagt "Warum schreibt ihr nicht gleich Ziehlschluss 6:15?" Und dann kommt der nächste der fragt, und was ist, wenn ich dann 15 Minuten später komme

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  12. #12
    Waldläufer Avatar von Katajuta
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    Über diesen Ultra habe ich mich bei einem Bericht in einer Laufzeitschrift schon gewundert, da im Bericht stand, dass den Lauf angeblich noch keiner gefinisht hatte. Wieauchimmer anscheinend gibt es doch einige die das offizielle Ziel erreicht haben.

    Ich empfehle Stunden Läufe mit Restmetervermessung.
    Da sind alle gleich lange unterwegs, und alle werden gewertet.

    Alternativ kann ich noch den Sommeralm Marathon empfehlen vom Kraxi, hier steht in der Ausschreibung:
    "Als Schlussläufer fungiert ein erfahrener Marathonläufer (125 Marathon), bei den bisherigen
    Auflagen gab es noch keinen einzigen Ausfall, alle Teilnehmer werden wenn gewünscht bis ins
    Ziel begleitet!"

    Gruß Peter

  13. #13
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Zitat Zitat von dicke_Wade Beitrag anzeigen
    Sollte das dann eventuell auch gleich in der Ausschreibung stehen? Zielschluss 6 Stunden, wir werten aber noch alle, die 15 Minuten später kommen Dann kommt jemand daher und sagt "Warum schreibt ihr nicht gleich Ziehlschluss 6:15?" Und dann kommt der nächste der fragt, und was ist, wenn ich dann 15 Minuten später komme

    Gruss Tommi

    Hier finde ich Hamburg lustig, die haben in der Ausschreibung des Marathons seit Jahren einen netten Fehler:

    Das Ziel [...] ist bis 15:30 Uhr geöffnet. Entsprechend ist die Strecke in 6 Stunden und 30 Minuten
    zu bewältigen. Teilnehmer/innen, die später ins Ziel kommen, werden nicht mehr gewertet.


    Nur ist der Start für die letzten nicht um 9 sondern erst gegen 9:20 Uhr, man wäre also mit 6:30h erst um 15:50 im Ziel.

    Und wenn ich in die Ergebnisse schaue, wurde das Ziel dann auch um 15:50 geschlossen. Es gibt tatsächlich Läufer, die ganz vorne gestartet sind und Nettozeiten knapp unter 6:50 gelaufen sind. Brutto über 6:50 gibt es hingegen nicht.

    PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
    Ultra:
    67,158km in 7:14:17h (12/18), 110km in 24h (6/19)



  14. #14

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    Zitat Zitat von dicke_Wade Beitrag anzeigen
    Nun ja sie sind hart (obwohl, der Comrades wohl nicht, den hab selbst ich zwei mal geschafft ) und wer es nicht schafft, der kann halt nicht mitlaufen Dann sind wohl die, die es schaffen, die Elite
    Ich gönne Ihnen Ihre Comrades Teilnahmen von Herzen, aber Sie verstehen ja noch nicht einmal , wie man Sie bei solchen vermeintlichen " Eliteveranstaltungen " " abzockt ".
    Ein 2.: 15 h oder meinetwegen auch ein 2: 30 Marathonläufer ist Elite, ganz egal, ob das Zeitlimit des Veranstalters bei 4 h oder bei 8 h liegt.
    Ein 7 30 h 100 km Läufer ist Elite, ganz egal ob das Limit bei 13 oder bei 24h liegt


    man generiere eine sogenannte" Eliteveranstaltung " damit die Leute Ihren Kumpels und in Ihrem Umfeld erzählen können, dass man dabei war oder manche machen es einfach nur für Ihr Ego und deshalb, damit man " mitreden " kann,
    ein " echter " Ultra Kadett muß doch den Comrades oder den Sparta in seinem Lebenslauf haben, sozusagen,

  15. #15
    Laufen bis zum Horizont, anschlagen und zurück
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    Zitat Zitat von Bio Beitrag anzeigen
    man generiere eine sogenannte" Eliteveranstaltung " damit die Leute Ihren Kumpels und in Ihrem Umfeld erzählen können, dass man dabei war oder manche machen es einfach nur für Ihr Ego und deshalb, damit man " mitreden " kann,
    ein " echter " Ultra Kadett muß doch den Comrades oder den Sparta in seinem Lebenslauf haben, sozusagen,
    Ich halte Laufveranstaltungen, die es erlauben noch nach offiziellem Zielschluß einen Lauf zu finishen, nicht für tolerant, sondern für geschäftstüchtig. Jeder Teilnehmer bietet bares Geld, hebt die Teilnehmerzahlen auf Rekordhöhen, was wohl aus Marketinggründen für den Veranstalter toll sein soll. Damit kann dann jeder, der noch einigermassen kriechen kann, an solcher Veranstaltung teilnehmen.
    Danach kann man dann "seinen Kumpels und in seinem Umfeld" tolle Geschichten über seine Heldentat erzählen. Nach deiner Definition ist das dann eine "sogenannte Eliteveranstaltung"!?

    Wenn ich in meinem Umfeld über den Sparta-Lauf erzähle, ernte ich nur verständnislose Blicke oder die halten das für eine Veranstaltung für Irre. Da ist nichts mit "Eliteveranstaltung".
    Wenn ich erzähle, das ich den Zieleinlauf nur um Sekunden überschritten haben, bekomme ich nur ein "Wein' nicht, Du hast es vorher gewusst!" zurück. Und wenn ich dann noch erzähle, das ich die Sekunden aufgrund eines menschlichen Bedürfnisses angesammelt habe, heisst das nur "Shit happens!".
    "Beinahe geschafft" ist schlicht und einfach: Ziel nicht erreicht. Jammern ändert nichts daran. Punkt.

    Um keine falschen Eindruck aufkommen zu lassen: Ich spreche den Veranstaltungen, die auch nach offizellem Zielschluss noch Wertungen erlauben, nicht die Existenzberechtigung ab. Dann ist die Zielzeit-Grenze eben eine Empfehlung. Jedem das seine. Ich halte nur deine Argumentation für daneben.

    Tom

  16. #16
    Gold wert :-) Avatar von Lilly*
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    Zitat Zitat von ElVa Beitrag anzeigen
    Ich halte nur deine Argumentation für daneben.
    Nicht nur daneben, sondern völlig verlogen und duftet stark nach Doppelmoral.

    Da nennt jemand als Beispiele glatt 3 Marathons, in denen er in +5h ins Ziel gewackelt ist, sogar ein Zeitlimit von 5:30 verpasst hat und einmal knapp 6h gebraucht hat. Sagt, er wurde trotzdem gewertet und würde nirgends teilnehmen, wo der Veranstalter nicht so kulant ist.
    Das fehlt mir die ehrliche Einsicht "Zielvorgabe verpasst, nicht geschafft, basta", sondern er will trotzdem noch die Wertung als "Marathoni".
    Dann aber Ultras als elitäre Veranstaltung abwatschen und das hier obendrauf setzen:
    Zitat Zitat von Bio Beitrag anzeigen
    man generiere eine sogenannte" Eliteveranstaltung " damit die Leute Ihren Kumpels und in Ihrem Umfeld erzählen können, dass man dabei war oder manche machen es einfach nur für Ihr Ego und deshalb, damit man " mitreden " kann,
    Gilt das obige nicht für den Marathon genauso? Warum will man mit deutlich +5 außerhalb des Zeitlimits noch gewertet werden? Damit man vielleicht seinem Umfeld erzählen kann, man ist Marathoni (wie elitär!), für sein Ego oder um mitzureden? Wäre Bio für sich selber und wegen der schönen Landschaft oder was weiß ich mitgelaufen, wäre ihm/ihr die Wertung schnuppe gewesen oder man hätte fairerweise eingesehen, dass man die Vorgaben für diese Veranstaltung einfach klar und weit verfehlt hat. Aber nein, schön auf andere Laufveranstaltungen drauf kloppen. Der Marathon ist schon ne Nummer zu groß für Bio, aber er wird gewertet, also Läufe abwatschen, die noch ne Nummer größer sind. Einfach verlogen, mehr lese ich da nicht raus.

    Jeder hat das Recht, für seine Veranstaltung Regeln, Teilnahmebedingungen und Zeitlimits aufzustellen. Wer damit nicht einverstanden ist, muss nicht teilnehmen. Wer teilnimmt und diese nicht einhält oder nicht erreicht, war vorher informiert und das fällt für mich dann unter "is halt so/kein Rumgeheule bitte". Rumgeheule in dem Sinne von purer Enttäuschung eines Sportlers, der vielleicht hart trainiert hat und sein Ziel um wenige Sekunden verpasst. Das ist ok, das kann jeder nachvollziehen, dass das hart ist. Aber nicht Rumgeheule beim Veranstalter, dass man doch unbedingt noch die Medaille oder Wertung will. Wozu auch? Man weiß, man hat sein Ziel verfehlt, die Wertung bringt auch keinen Pokal mehr, also unnötig. Klar ist man noch angekommen, aber das weiß man für sich selbst auch so, wozu soll man dann noch offiziell in der Liste stehen müssen?

    Ich habe mal eine Finisher-Medaille bekommen, obwohl ich es nicht ganz geschafft habe. Habe diese dem Veranstalter zurückgegeben, weil ich es gegenüber den anderen Finishern nicht für fair hielt. Ich hatte sie nicht verdient, ich wollte sie so nicht. Dabei hatten mir nicht irgendwelche nichtsahnende Helfer im Zielbereich das Ding umgehängt, sondern der Veranstalter höchstpersönlich hat sie mir überreicht. Und ich habe ihm gesagt, unter den gegebenen Umständen und in Hinblick auf den Respekt gegenüber den anderen Teilnehmer soll er sie bitte zurücknehmen. Er dürfe sie ja aufbewahren und mir irgendwann überreichen, wenn ich sie wirklich verdient habe.

  17. #17

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    Ich muß hier offenbar Dinge erklären, die ziemliche " Binsenweisheiten " sind. Ich bin heute übrigens gerade den Mainz Marathon gelaufen, hat viel Spass gemacht, aber auch über 5h geworden. Ich laufe halt eben schon fast 40 Jahre und bin über 400 Marathons gelaufen Ultras habe ich auch einige , je länger ein Lauf ist, um so mehr kann unterwegs passieren. Kaum jemand möchte " leichtfertig " aufgeben, jeder möchte finishen und ankommen. Ich arbeite auch beruflich körperlich und lasse selten pünktlich den Hammer fallen, es wird gekämpft und gemacht, Aufgeben kommt nur in Frage, wenn gar nichts mehr geht, pünktlicher Feierabend machen Bankangestellte oder Beamten. Gehen Sie mal Freitags Nachmittags um 10 Minuten nach Beendigung der Öffnungszeiten zu einer Bank, Sie werden in 99% vor verschlossenen Türen stehen.
    Banken und Staat brauchen nicht zu kämpfen, die bestimmen sowieso unser Leben die einen haben das Geld, die anderen machen die Gesetze für die Sklaven, zu so einem Laufveranstalter, der pünktlich den Hammer fallen läßt, möchte ich definitiv nicht gehen,
    aber in Deutschland gibt es auch keine großen Marathonveranstalter , wie ich schon sagte, ohne eine Mindesttoleranz von 15 Minuten, denn ich kenne fast alle und natürlich ist das in der Orga " eingepreist ". Wenn das Zeitlimit z.B 6 h beträgt, wird man den Helfer nicht sagen, dass ihr nach 6 h als Streckenposten Feierabend haben werdet, denn es ist ja auch jedes Jahr dasselbe und man wird Ihnen sagen, dass sie nach 6, 5 h Feierabend haben werden Und warum schreiben die Veranstalter dann nicht gleich Zeitlimit 6, 5 h in die Ausschreibung?
    Auch ganz einfach, dann müßten sie auf die 6,5 h wieder 15 oder 30 Minuten Toleranz draufrechnen und dann würde die Veranstaltung noch länger dauern.
    Alles ganz einfach zu erklären.
    Ihr dürft ja gerne für Sparta 500 € oder was das Ding kostet hinlegen. Dafür fände ich ein 5 Sterne Essen unterwegs mit erlesenen Weinen angebracht. Alles gut.

  18. #18

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    Es hat natürlich jeder seine Prioritäten, aber wenn, wie man der Spartathlon-Seite entnehmen kann, in der Einschreibegebühr diverse Transporte sowie 6 Tage Vollpension dabei sind, finde ich 500 € nicht so überteuert. 5 Sterne werden diese Hotels zwar wahrscheinlich nicht haben, aber ich finde, es ist schon ein Unterschied, ob die 500 € reine Startgebühr wären oder ein paar so Kleinigkeiten noch dabei sind. Wenn man es genau betrachtet, sind eher noch viele hiesige Stadtmarathons überteuert.

  19. #19
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Um es mal schlicht zu sagen: @Bio, ich verstehe dich nicht. Ob das an dir oder mir liegt, das ist mir egal. Was mir nicht egal ist, ist die vergeudete Zeit, die ich bedaueren würde, wenn ich weiter mit dir diskutieren würde.

    Gruss Tommi

  20. #20
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    Zitat Zitat von Bio Beitrag anzeigen
    Ihr dürft ja gerne für Sparta 500 € oder was das Ding kostet hinlegen. Dafür fände ich ein 5 Sterne Essen unterwegs mit erlesenen Weinen angebracht.
    Für 520€ (Fehlt nur noch der Transfer nach Griechenland und zurück.) 6 Tage Vollpension mit Bustouren und 75 Verpflegungsstationen rund um die Uhr, sowie Ärzten, Physiotherapeuten und Krankenhäuser mit Sonderdienst. Ich finde das ist ein Schnapper, da sind manche Pauschalurlaube (Florenz in 3 Tagen mit Allem!) schon schnell mal teuerer. Und die großen, kommerziellen Stadtevents, wo man locker 50€ los wird, finde ich da auch nicht besonders preiswert.
    Es kommt sowieso nicht für dich in Frage, dazu müsstest du schon schneller laufen können, um überhaupt die Bewerbungsunterlagen einreichen zu dürfen.
    Dein dämlicher WhatAboutismus-Ausflug über Banken und Staatsdienst zeigt das du keine Argumente hast. Fehlt nur noch der Klassiker "Keiner denkt an die Kinder!".
    Mit deiner Binsenweisheit ist es also nicht so weit her, wie du selber denkst.

    Tom

  21. #21
    01.10.2025 Avatar von d'Oma joggt
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    In Münster fährt der Besenwagen in der letztmögichen Wertezeit. Direkt hinter dem Besenbus fahren die Müllwagen, sobald diese in der Ferne zu sehen sind wird alles abgebaut, mit Durchfahrt der Müllwagen ist die Strecke frei, wer dann noch auf der Strecke läuft muss auf den Bürgersteig
    12.05.2007 / 12.05.2012 / 09.04.2013 / 27.05.2017
    ...an Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit
    An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit
    In dieser Nacht der Nächte, die uns soviel verspricht
    Erleben wir das Beste, kein Ende ist in Sicht
    (Toten Hosen)
    ________________________________________ __

    BIG 25 Berlin 2015 HM 2:14:xx

  22. #22
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    Zitat Zitat von d'Oma joggt Beitrag anzeigen
    In Münster fährt der Besenwagen in der letztmögichen Wertezeit. Direkt hinter dem Besenbus fahren die Müllwagen, sobald diese in der Ferne zu sehen sind wird alles abgebaut, mit Durchfahrt der Müllwagen ist die Strecke frei, wer dann noch auf der Strecke läuft muss auf den Bürgersteig
    Genauso ist es beim Berlin Marathon. Es muss nicht jeder in den Besenbus (wer reinigt in dem eigentlich die Polster? ) Jedes Jahr kommen nach der Müllwagenkollone noch einige sehr langsame LäuferInnen auf dem Bürgersteig angewackelt. Wir stehen da immer bei Kilometer 24,5.

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  23. #23
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Zitat Zitat von Bio Beitrag anzeigen
    aber in Deutschland gibt es auch keine großen Marathonveranstalter , wie ich schon sagte, ohne eine Mindesttoleranz von 15 Minuten
    Aha.

    Und warum gibt es dann in HH keinen einzigen Läufer mit Brutto über 6:50h in der Wertung?
    Die einzige Toleranz die es gibt, ist, dass man nicht bei Netto >6:30 von der Strecke geholt wird.

    Ich finde es gleichzeitig aber ein Unding, dass sich deshalb manche langsame Läufer mit "Traum-Zeilzeiten" in die vorderen Blöcke sortieren, um auch mit einer Netto 6:45 in die Wertung zu kommen.

    PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
    Ultra:
    67,158km in 7:14:17h (12/18), 110km in 24h (6/19)



  24. #24

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    Zitat Zitat von Bio Beitrag anzeigen
    pünktlicher Feierabend machen Bankangestellte oder Beamten. Gehen Sie mal Freitags Nachmittags um 10 Minuten nach Beendigung der Öffnungszeiten zu einer Bank, Sie werden in 99% vor verschlossenen Türen stehen.
    Ja logisch. Ist doch prinzipiell nichts anderes als die Zielschlusszeit beim Lauf. Wenn die um 17:10 Uhr noch jemanden rein lassen, kommt um 17:15 Uhr der nächste und will auch noch fix bedient werden. Wo soll man da die Grenze ziehen?!
    Und ganz davon ab: nur weil Du um 17:00 Uhr nicht mehr in die Bank kommst und bedient wirst, heißt das nicht, dass da keiner mehr arbeitet. Ich hasse auf Klischees beruhende Scheißhausparolen.

    Verstehe die Diskussion nicht. Wofür stellt man Grenzen/Rahmen auf? Um sie nicht einzuhalten?!


    10 km:
    0:39:53 (Hamburg Alsterlauf 2014 / Stadtlauf Buchholz 2017)
    HM: 1:29:51 (Straßenlaufcup Rosengarten 2016)
    M: 2:56:38 (Hamburg Marathon 2017)

  25. #25

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    Münster hatte früher ein Zeitlimit von 5 h und jetzt seit ein paar Jahren schon 5, 5 h, die Teilnehmerzahlen sind wie weit verbreitet rückläufig.
    Der nächste Schritt wird ein Limit von 6 h oder alternativ weitere " Unterläufe " ins Programm zu nehmen oder als Marathon unterzugehen.
    Ich hätte schon häufig Sparta probieren können, meine Marathonbestzeit liegt bei 3: 09 allerdings 23 Jahre her, meine 100 km Bestzeit liegt bei 9,32 h und in 24h habe ich 201 km, jetzt speziell die letzten 5 Jahre habe ich halt leistungsmäßig stark abgebaut
    Mir gefallen keine Veranstaltungen mit zig Kontrollstellen und Leuten, die auf Ihre Schweizer Atomstoppuhr schauen und mir erklären, dass Sie seit 30 Sekunden Feierabend haben
    Auch die letzten Läufer haben was geleistet, wegen 10 Minuten später " ein Fass " aufzumachen, solche Veranstalter kamen für mich nie in Frage und ist auch kaufmännisch unvernünftig. Es steigert die Finisherzahlen und jeder der es nicht schafft verliert womöglich seine Motivation für die Teilnahme an der Veranstaltung im Jahr darauf.

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