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  1. #301
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von Running-Gag Beitrag anzeigen
    Frage: Bringt es was, nach so einem Spinttraining wie 30er oder 50er, noch 5-15km Auszulaufen? Und wenn ja, was? Bzw. kann man es dann mit einem normalen DL gleichsetzen?
    Schwer zu sagen. Sprinttraining sieht eigentlich nur etwas Sprinten und danach liegen, viel liegen, vor.
    Es gibt so was wie HIST+DL Trainingsformen und die nennen die 6x200 "Fullout", dass ist aber kein Sprinttraining und "Fullout" ist das auch nicht.
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  2. #302
    Avatar von spaceman_t
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    Die Frequenz bei Marsu ist schon ziemlich hoch, sieht wirklich sehr nach Langstrecken-lauftechnik aus, die ja eher auf Effizienz denn auf maximale Effektivität ausgelegt ist.
    Zeitversuche enden aber eh meist mit recht verkrampftem Laufen bei Sprint-Ungeübten (also so ziemlich allen LDern). habs genauso gemacht wie Simon und Rolli schon angesprochen haben: Im Sprint-Training einfach Zeitnahme weggelassen (per Stryd kann man ja hinterher in etwa das Tempo nachvollziehen) und wirklich auf Lockerheit und Schrittlänge geachtet. Dabei eher mit kürzeren Sprints anfangen, 30-50m wie schon angeführt.
    Hab aber bei mir einfach im Training selber eine Progression der Strecke eingeführt um von kurz nach lang die Bewegungsabläufe zu festigen und zu überprüfen, bis wo man loker laufen kann. Also sowas wie 2x30m, 2x50m, 2x70m usw. Bis es nicht mehr locker bis zum Ende geht

    Hat bei mir nach einigen Wochen zumindest dazu geführt, dass ich bei meinem 200er Timetrial zumindest bis 120m locker laufen und den Speed und Schrittlänge halten konnte (dann kamen Laktat und Gegenwind).

    Ich denke Abwechslung in den Trainingseinheiten ist gerade beim Sprinten üben sehr gut einbaubar und man kann viel probieren, ohne sich mit Zeiten unter Druck setzen zu müssen. Am Ende hilft eigentlich fast alles

    Hab mal in meinem Tagebuch auch nen Video verlinkt, falls dort wer lästern möchte , habe ja auf völlig bescheidenerem Level ähnliches vor wie Marsu.

    Damit lasse ich ihm dann auch mal wieder seinen Thread

  3. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von spaceman_t:

    Marsupilami82 (28.05.2020)

  4. #303
    Avatar von alcano
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    Zitat Zitat von Marsupilami82 Beitrag anzeigen
    Ich versuche, locker zu laufen, merke aber, dass es nicht klappt. Ich musste mich gegen Ende der 100er anstrengen, dass mir die Frequenz nicht wegkippt. Darauf habe ich versucht zu achten. Also es wurde in der Mitte der Strecke (innerhalb eines Sprints) irgendwann schon etwas zäh.
    Achtest du auf irgend etwa im Bezug auf die Beine? Abdruck? Fußstellung? Beinstreckung? Kniehub? Ich versuche einfach ein Bild davon zu bekommen, was für eine Bewegungsvorstellung du hast und was sich wie auf die Lauftechnik auswirken könnte.

    Und wurde ja schon geschrieben: wenn es zäh wird bist du eigentlich schon über den Punkt raus, wo du noch wirklich Schnelligkeit trainierst, da geht es dann schon Richtung Schnelligkeitsausdauer. Von daher wäre auch mein Vorschlag, im Moment maximal 50 m zu machen, tendenziell sogar noch weniger. Hauptsache durchgehend locker.

    Zitat Zitat von Marsupilami82 Beitrag anzeigen
    Frequenz liegt immer so zwischen 220 und 230. Der erste 100er hatte eine Schrittlänge von 1,80m, die danach tendenziell minimal kürzer, allerdings nie unter 1,70m.
    Ok, die Frage zielte einfach nur darauf ab zu sehen, ob da irgend etwas Außergewöhnliches erkennbar ist. Ist es nicht.

    Zitat Zitat von Marsupilami82 Beitrag anzeigen
    Etwas schwere Beine habe ich heute schon...
    Je effektiver du sprinten kannst, desto größer die Belastung. Das dürfte den Gewöhnungseffekt vermutlich größtenteils aufheben, von daher wird das wahrscheinlich immer so bleiben. Allerdings ist die Ermüdung direkt nach der Einheit eine ganz andere als z.B. bei harten Intervalleinheiten.

    Zitat Zitat von Unwucht Beitrag anzeigen
    @alcano: Empfiehlst du Sprinten nach reiner Lehre, oder MD Stil wo man auch sehr schnell sein kann (27s/200m mit etwas Übung), aber die Schultern noch etwas mitgehen dürfen und das "Clawing" noch nicht so ausgeprägt ist (z.B. https://www.youtube.com/watch?v=i5i_xNDhOaM die letzten 100m)?

    Sorry @Marsu ich frage aus Eigeninteresse, hab nie richtig Sprinten gelernt.
    Ich weiß nicht, wie diese Läufer aussehen, wenn sie einfach nur sprinten, ohne vorher 700 m oder 1400 m gelaufen zu sein. Jedoch würde ich vermuten, dass deutliche Unterschiede erkennbar sind.

    Zitat Zitat von RunSim Beitrag anzeigen
    3x30m mit je 3'-4'P + 4x60m mit 4' könnte ggf passen...?
    Ich persönlich halte 4-5x 30-40 m (max. 5 s) fliegend für den Anfang für komplett ausreichend. Aber da kann man auch einfach ausprobieren was funktioniert und was zu viel ist, das merkt man ja relativ schnell. Beim Sprinten ist meiner Meinung nach weniger aber dafür durchgehend sauber im Allgemeinen mehr.
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  5. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von alcano:

    leviathan (27.05.2020), Marsupilami82 (28.05.2020)

  6. #304
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Ok, die Frage zielte einfach nur darauf ab zu sehen, ob da irgend etwas Außergewöhnliches erkennbar ist. Ist es nicht.
    Leider doch... sehr kurze Schritte.
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  7. #305
    Avatar von alcano
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Leider doch... sehr kurze Schritte.
    Ich meinte einfach die Zahlenwerte in Relation zur Geschwindigkeit. Bei knapp unter 15 s/100 m ist halt entweder die Schrittfrequenz oder die Schrittlänge oder beides nicht übermäßig hoch, sonst wäre man automatisch schneller (Elite-Sprinter liegen im Maximum ca. bei 2.20 m bis 2.50 m Schrittlänge bei einer Schrittfrequenz von 260-300). Da erkenne ich jetzt aber grundsätzlich nichts Außergewöhnliches. Vielleicht liege ich da aber auch falsch?
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  8. #306
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Bei knapp unter 15 s/100 m ist halt entweder die Schrittfrequenz oder die Schrittlänge oder beides nicht übermäßig hoch, sonst wäre man automatisch schneller (Elite-Sprinter liegen im Maximum ca. bei 2.20 m bis 2.50 m Schrittlänge bei einer Schrittfrequenz von 260-300).
    Das hätte ich auch so gesehen.

    Da erkenne ich jetzt aber grundsätzlich nichts Außergewöhnliches. Vielleicht liege ich da aber auch falsch?
    Eine relevante Frage könnte ja die nach der Ursache für die kurzen Schritte sein. Kraft? Beweglichkeit? Bewegungsmuster?
    nix is fix

  9. #307
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Ich meinte einfach die Zahlenwerte in Relation zur Geschwindigkeit. Bei knapp unter 15 s/100 m ist halt entweder die Schrittfrequenz oder die Schrittlänge oder beides nicht übermäßig hoch, sonst wäre man automatisch schneller (Elite-Sprinter liegen im Maximum ca. bei 2.20 m bis 2.50 m Schrittlänge bei einer Schrittfrequenz von 260-300). Da erkenne ich jetzt aber grundsätzlich nichts Außergewöhnliches. Vielleicht liege ich da aber auch falsch?
    Eigentlich geht es hier gar nicht um den Vergleich zu Elite. Youtube zeigt es eindeutig und 1,70/1,80 ist wirklich kurz.
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  10. #308
    Avatar von alcano
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Eine relevante Frage könnte ja die nach der Ursache für die kurzen Schritte sein. Kraft? Beweglichkeit? Bewegungsmuster?
    Darauf ziele ich mit meinen Fragen ab, in denen ich mich erkundige, worauf er beim Laufen achtet. Ist aber halt schwierig so über das Forum und zeitverzögert. Im Prinzip müsste man das während des Trainings machen: "versuch mal xy" (z.b. "den Boden wegdrücken" oder "lauf als würdest du von einem oben am Kopf befestigten Faden nach oben gezogen" als externale "Cues" oder je nachdem auch eher internale Cues wie "versuch das Becken aufzurichten") -> beobachten -> nachfragen -> evtl. weitere Cues ausprobieren, usw.

    Und je nachdem was sich dadurch ändert oder eben nicht ändert liegt die Ursache eher in der Bewegungsvorstellung oder Kraft oder Bewegleichkeit oder einer Kombination daraus. Als erfahrener Coach erkennt man die Ursache vermutlich meist relativ schnell, da man einfach auch weiß, worauf man achten muss. Wobei auch diese nicht davor gefeit sind wiederholt Anweisungen zu geben wie z.B. "den linken Arm weniger nach innen und außen bewegen sondern mehr nach vorne und hinten", obwohl so etwas häufig nicht eine falsche Ausführung oder Ansteuerung ist sondern eher ein Symptom für etwas und die Ursache dafür liegt irgendwo anders (z.B. in der Beinbewegung auf der gegenüberliegenden Körperseite, die dadurch kompensiert wird) oder muskulär oder anatomisch bedingt ist.
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  11. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von alcano:

    Marsupilami82 (28.05.2020)

  12. #309
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Eine relevante Frage könnte ja die nach der Ursache für die kurzen Schritte sein. Kraft? Beweglichkeit? Bewegungsmuster?
    Kraft, kann ich mir nicht vorstellen. Hier erkennt man sofort verkürzte biceps femoris und wahrscheinlich auch semitendinosus. Ursache wahrscheinlich Kraftdysbalance zwischen vorderen und hinteren Oberschenkelmuskulatur. Hier sehre ich sehr große Gefahr eine Zerrung oder sogar eine Muskelfaser-Risses, wenn er versucht noch schneller zu laufen.

    Als Abhilfe kann ich (aus meiner schmerzhaften Erfahrung) Nordic Lower, Dehnen (vor allem dynamisch) Bergabläufe mit sehr langen Schritten empfehlen.
    Als Mobilisation vor dem Sprinttraioning und nach EL: auf die Rücken legen, ein Knie so weit wie möglich an die Brust mit beiden Händen andrücken (Hände werden hier am hinteren Oberschenkel angelegt, und dann die Unterschenkel nach oben ziehen. Man merkt sofort eigene Schwächen dabei.

    Auf keinen Fall weiter verkrampf weiter laufen, vor allen dann nicht, wenn men vorermüdet ist.
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    Marsupilami82 (28.05.2020)

  14. #310
    'Cause Stone Cold Said So Avatar von MikeStar
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    Im Vergleich zum Langstrecken-Lauf ist Sprinten aber auch ein hochtechnischer Bewegungsablauf. Was mir bei Marsus Video noch auffällt, ist die fehlende Dynamik.

    Zum Vergleich z.B. einfach mal dieses Video (so ab ca 0:40) anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=PH-3cHxXAK0

    Beim Sprint hat man einen eher, ich nenne es mal, schlagenden Laufstil. Das Bein geht nach oben, relativ hoher Kniehub, dann geht der Unterschenkel und Fuß nach vorne, Knöchel eher flach oder leicht angezogen fixiert und der Vorderfuß, dort wo bei den Leichtathletikschuhen die Spikes sitzen, schlägt nur leicht vor dem Körperschwerpunkt in die Bahn und zieht den Körper mit.

    Der Arme und Oberkörper müssen diese Bewegung unterstützen.

    Die erste zu klärende Frage für Marsu wäre meiner Ansicht nach, wieviel Umfang für Sprinttraining, insbesondere Technik und Kraft, aufgewendet werden kann/soll.
    Ich laufe z.B. aktuell 2 Einheiten pro Woche, ca. 2h je Einheit, davon ca. 75min Aufwärmen + Koordination, 45min Sprinttechnik + Schnelligkeit (alles inkl. Pausen). Ob das im Zusammenhang mit Marathontraining notwendig ist, würde ich eher mal verneinen.

    Für die Verbesserung der Schrittweite kann man z.B. gut mit Hütchen arbeiten.
    Z.B. 30m lang alle x Fuß in passendem Abstand ein Hütchen und den Sprint dann über die Hütchen.
    Für den Kniehub, z.B. Läufe über Minihürden.

    Wichtig... eher längere Pausen, ich merke es selbst bei mir. Sind die Pausen zu kurz, wird die Ausführung schnell unsauber.

    Übungen für Sprinter findet man auf Youtube in Massen. Z.B. nach "mathias hove johansen" suchen.

    Auf jeden Fall, wie schon erwähnt, saubere Technik ist bei Sprint wichtiger als pure Schnelligkeit. Lieber die Distanz langsamer steigern, als zu schnell.
    ________________________________________ _____
    Esst mehr Käsetoast!

  15. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von MikeStar:

    Marsupilami82 (28.05.2020)

  16. #311
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von MikeStar Beitrag anzeigen
    Im Vergleich zum Langstrecken-Lauf ist Sprinten aber auch ein hochtechnischer Bewegungsablauf. Was mir bei Marsus Video noch auffällt, ist die fehlende Dynamik.
    Die "fehlende Dynamik" resultiert einfach aus der Verkrampfung. Kraft ist vorhanden, aber die zu früh aktivierte Bremsbewegung verhindert die notwendige Dynamik.

    Den Rest kann ich zustimmen.
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  17. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Rolli:

    Marsupilami82 (28.05.2020)

  18. #312
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Kraft, kann ich mir nicht vorstellen. Hier erkennt man sofort verkürzte biceps femoris und wahrscheinlich auch semitendinosus. Ursache wahrscheinlich Kraftdysbalance zwischen vorderen und hinteren Oberschenkelmuskulatur. Hier sehre ich sehr große Gefahr eine Zerrung oder sogar eine Muskelfaser-Risses, wenn er versucht noch schneller zu laufen.
    Völlig d'accord. Das ist für so starke Radfahrer auch wirklich eine große Herausforderung. Bzgl. Kraft bin ich mir nicht so sicher. Das sollte man wirklich prüfen. Du benötigst als Läufer andere Muskeln und vor allem in einem völlig anderen Hüftwinkel als beim Radfahren. Dazu kommt die starke Rolle des Fußgelenks und des Hüftbeugers bei der Laufbewegung. Vielleicht passt das auch alles. Ich würde es dennoch prüfen.
    nix is fix

  19. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von leviathan:

    Marsupilami82 (28.05.2020)

  20. #313
    'Cause Stone Cold Said So Avatar von MikeStar
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Die "fehlende Dynamik" resultiert einfach aus der Verkrampfung. Kraft ist vorhanden, aber die zu früh aktivierte Bremsbewegung verhindert die notwendige Dynamik.

    Den Rest kann ich zustimmen.
    Ich würde es weniger (wenn auch sicherlich etwas) auf die Verkrampfung schieben, als auf fehlende Erfahrung. Für mich sieht es auf dem Video noch mehr danach aus einfach die Langstreckenlaufbewegung in schnellerem Modus abzuspielen. Der Körper muss sich auch erstmal an die neue Bewegungsform gewöhnen.
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  21. #314
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von MikeStar Beitrag anzeigen
    Ich würde es weniger (wenn auch sicherlich etwas) auf die Verkrampfung schieben, als auf fehlende Erfahrung. Für mich sieht es auf dem Video noch mehr danach aus einfach die Langstreckenlaufbewegung in schnellerem Modus abzuspielen. Der Körper muss sich auch erstmal an die neue Bewegungsform gewöhnen.
    Du kannst durchaus Recht haben, jedoch Marsu verkürzt seinen Schritt auf dieser Weise auch beim normaler LD-Technik, was beim Sprinten zusätzlich potenziert wird.
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  22. #315
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Du kannst durchaus Recht haben, jedoch Marsu verkürzt seinen Schritt auf dieser Weise auch beim normaler LD-Technik
    Das glaube ich nicht. Der Schritt ist extrem effizient und sauber. Längere Schritte würden auch mehr Aufwand bedeuten. Ich bin überzeugt, daß die Schritte beim Marathon soviel kürzer sind, daß eine mögliche Verkürzung nicht ins Kontor schlägt.

    Mikes Ansatz, daß hier einfach die gelernte Technik der LD auf den Sprint übertragen wird, ist schon richtig. Ich habe keine Ahnung wie das verändert werden kann. Aber auch hier stimme ich Mike zu, locker geht vor schnell.

    Diese Erfahrung habe ich selbst auch machen müssen. Daher habe ich mich letztendlich bewusst gegen Sprinttraining entschieden und absolviere lieber lockere Steigerungen. Und dadurch bin ich dann wirklich schneller geworden und konnte das auch länger ziehen. Beim Sprint habe ich die Bewegung wie im Video von der LD kopiert und bin dann noch ordentlich verkrampft. Gebracht hat mir das gar nix.
    nix is fix

  23. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von leviathan:

    Marsupilami82 (28.05.2020)

  24. #316
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Ich habe die Frage so verstanden, dass Marsu nicht wissen will was gut und effizient sondern was besser und was effizienter sei könnte.
    Du hast natürlich auch Recht, dass Sprinttechnik sich nicht immer auf die Zeit beim Marathon positiv umsetzen lässt. Hier haben wir eigentlich nur die Fehler/Schwächen aufzuzeigen wollen.

    Übrigens, Du hast schon ganz guten Laufstil, der sich deutlich von Marsu unterscheidet, was wahrscheinlich auf Deine Sprinter-Vergangenheit zurückzuführen ist. Also klein Widerspruch.
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  25. #317
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Ich habe die Frage so verstanden, dass Marsu nicht wissen will was gut und effizient sondern was besser und was effizienter sei könnte.
    Das habe ich auch so verstanden. Die Frage ist aber auch wie man das besser dann hinbekommt. Mike hat hier m.E. richtig beschrieben, daß der Schlüssel die Lockerheit ist. Und ich habe hinzugefügt, daß diese Lockerheit bei dem einen oder anderen in einem echten Sprint Training gar nicht zustande kommt. Das ist insbesondere ein Thema für Läufer ohne Vereinszugehörigkeit und damit Zugang zu einem Trainer, der direkt beobachtet und korrigiert.

    Frage 1 ist also, was man besser und effizienter machen könnte. Frage 2 ist, wie man das unter den zur Verfügung stehenden Bedingungen tatsächlich umgesetzt bekommt.

    Die Prämisse dabei ist, daß wir keine Laborbedingungen vorfinden.
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  26. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von leviathan:

    Marsupilami82 (28.05.2020)

  27. #318
    mountain runner, road runner Avatar von Marsupilami82
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    Vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen.

    Ich fasse mal zusammen:
    Die 100m-Sprints sind zu lange. Eher 30m/60m-Sprints. Essentiell ist, diese locker laufen zu können. Bevor das nicht geht, sind Zeiten, Schrittlängen etc. egal. Es gibt erstmal nur 1 Ziel: locker zu laufen.

    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Ich finde auch, dass man da (oder nach einigen Einheiten) mit TWL oder mit Ausrollen arbeiten sollte, weil Kleingehirn nur Bewegungsabläufe speichert, die locker und nicht erzwungen gemacht wurden. Maximale Sprints sind aber immer erzwungen.
    Was meinst du mit "TWL oder mit Ausrollen"?

    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Achtest du auf irgend etwa im Bezug auf die Beine? Abdruck? Fußstellung? Beinstreckung? Kniehub? Ich versuche einfach ein Bild davon zu bekommen, was für eine Bewegungsvorstellung du hast und was sich wie auf die Lauftechnik auswirken könnte.
    Nein, bisher gar nicht. Ich kenne es aber vom Schwimmen, dass da durch gezielte Drills versucht wird, sich immer auf einen bestimmten Aspekt der Technik zu konzentrieren und diesen dann ins Unterbewusstsein einzuschleifen, danach den nächsten etc. Ist so ein Ansatz hier evtl. ebenfalls zielführend? Im Prinzip schlägst du dies hier ja vor:

    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Im Prinzip müsste man das während des Trainings machen: "versuch mal xy" (z.b. "den Boden wegdrücken" oder "lauf als würdest du von einem oben am Kopf befestigten Faden nach oben gezogen" als externale "Cues" oder je nachdem auch eher internale Cues wie "versuch das Becken aufzurichten") -> beobachten -> nachfragen -> evtl. weitere Cues ausprobieren, usw.
    Vermutlich meint Rolli dasselbe auch damit:

    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    lockere Steigerungsläufe (bis 60-70m und nur letzte 20m schnell) mit Aufgabestellung
    Diese Dinge stellen für mich die zentralen Fragen der ganzen Sprinterei dar, da ich einfach nicht genau weiß, wie ich lockerer werden kann, bzw. zumindest der Versuch am Dienstag ist ja eher gescheitert.

    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Kraft, kann ich mir nicht vorstellen. Hier erkennt man sofort verkürzte biceps femoris und wahrscheinlich auch semitendinosus. Ursache wahrscheinlich Kraftdysbalance zwischen vorderen und hinteren Oberschenkelmuskulatur. Hier sehre ich sehr große Gefahr eine Zerrung oder sogar eine Muskelfaser-Risses, wenn er versucht noch schneller zu laufen.
    Hier bin ich mir nicht ganz sicher ob ich dich richtig verstehe. Du vermutest, dass ich genug Kraft habe, diese mir aber aufgrund einer Dysbalance evtl. zum Verhängnis werden kann, richtig? Also mit "hier erkennt man..." meinst du auf meinem Video, oder?

    Zitat Zitat von MikeStar Beitrag anzeigen
    Die erste zu klärende Frage für Marsu wäre meiner Ansicht nach, wieviel Umfang für Sprinttraining, insbesondere Technik und Kraft, aufgewendet werden kann/soll.
    Ich laufe z.B. aktuell 2 Einheiten pro Woche, ca. 2h je Einheit, davon ca. 75min Aufwärmen + Koordination, 45min Sprinttechnik + Schnelligkeit (alles inkl. Pausen). Ob das im Zusammenhang mit Marathontraining notwendig ist, würde ich eher mal verneinen.
    Genau das frage ich mich auch. Ich komme von der Langstrecke und für mich ist das ganze Sprinttraining absolutes Neuland. Ich schwanke hier immer zwischen
    "man sollte nicht zuviel Energie (und auch Verletzungsgefahr) ins Sprinten aufwenden, schließlich ist das Ziel der Marathon" einerseits und
    "neue Reize sind immer gut, hier liegt mehr Potential als im aeroben Bereich" andererseits.
    Ich bin aber grundsätzlich gerne bereit, hier was zu investieren, nur darf ich eben das eigentliche Ziel nicht aus den Augen verlieren.

    Danke auch, MikeStar, für die Übungstipps etc.

    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Völlig d'accord. Das ist für so starke Radfahrer auch wirklich eine große Herausforderung. Bzgl. Kraft bin ich mir nicht so sicher. Das sollte man wirklich prüfen. Du benötigst als Läufer andere Muskeln und vor allem in einem völlig anderen Hüftwinkel als beim Radfahren. Dazu kommt die starke Rolle des Fußgelenks und des Hüftbeugers bei der Laufbewegung. Vielleicht passt das auch alles. Ich würde es dennoch prüfen.
    Was schlägst du hier vor um das zu prüfen?

    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Frage 1 ist also, was man besser und effizienter machen könnte. Frage 2 ist, wie man das unter den zur Verfügung stehenden Bedingungen tatsächlich umgesetzt bekommt.
    So ist es, diese Fragen gilt es zu beantworten. Ich würde noch ergänzen, dass das Ziel nicht ist, ein besserer Sprinter zu werden, sondern das Ziel ist, das Sprinttraining gewinnbringend hinsichtlich einer optimalen Marathon-/HM-/10k/...-Leistung zu nutzen.

  28. Folgenden 3 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Marsupilami82:

    MikeStar (28.05.2020), spaceman_t (28.05.2020), Zemita (28.05.2020)

  29. #319
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von Marsupilami82 Beitrag anzeigen
    Es gibt erstmal nur 1 Ziel: locker zu laufen.
    Ich würde zuerst versuchen die Dysbalance zu beseitigen. Das kann Dir nicht nur bei Sprints sondern vor allem auf LD helfen. Auch wenn Du versuchst locker immer schneller zu laufen und auf die Gewöhnung an Sprinttechnik hoffst, sehe ich die Gefahr der Verletzung überproportional ansteigend. Du kannst es auch als Prophylaxe ansehen.

    Seit dem ich es in der Gruppe anwende, habe ich gar keine Ausfälle mehr (OK, davor hatte ich auch kaum Ausfälle). Auch wegen Achilles nicht.

    Hier ein Paar Informationen, wenn Du etwas mehr erfahren möchtest:

    https://www.researchgate.net/profile...timisation.pdf

    Was meinst du mit "TWL oder mit Ausrollen"?
    TWL = Tempowechsel-Läufe
    Rollen = z.B. 50m Fullout und 50m locker weiter laufen "rollen"

    Der Speicherung der Bewegung im Kleingehirn geschieht immer dann, wenn Du den Ablauf nicht bewusst (Großhirn) beeinflussen versuchst. Also beim lockern Abläufen. Das kann man wunderbar zwischen, oder nach einer kurzen Sprintstrecke machen, wo einfach mit der Technik weiter, ohne Druck, gelaufen wird.
    "Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt." AE.
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  30. #320
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Ich würde zuerst versuchen die Dysbalance zu beseitigen. Das kann Dir nicht nur bei Sprints sondern vor allem auf LD helfen. Auch wenn Du versuchst locker immer schneller zu laufen und auf die Gewöhnung an Sprinttechnik hoffst, sehe ich die Gefahr der Verletzung überproportional ansteigend. Du kannst es auch als Prophylaxe ansehen.
    Da ich mich noch nie wirklich theoretisch mit Lauftechnik auseinandergesetzt habe, ich aber trotzdem sicherstellen will, dass ich dir folgen kann, kommen jetzt ein paar blöde Fragen:

    1.
    Woran siehst du auf dem Video, dass die Oberschenkelrückseite bei mir zu schwach ist?
    Dass die Vorderseite stärker sein muss ist denke ich aufgrund meiner Vorgeschichte kein Wunder. Ich habe die Rückseite nie gesondert trainiert. Dass hier aber eine Dysbalance entstehen muss, leuchtet mir ein. Nur woran machst du das auf dem Video fest?

    2.
    Warum meinst du, wird diese Dysbalance evtl. jetzt zum Problem, wenn sie es doch bisher auch nie war? Ich vermute, die Antwort ist, dass ich für Sprints etc. einen stärkeren Abdruck brauche, welcher die Rückseite des Oberschenkels deutlich mehr stresst als dieser das gewohnt ist.. ?!?


    Ich habe gerade mal die Nordic Lower Curls ausprobiert. Vermutlich habe ich morgen Muskelkater.

  31. #321

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    Wenigstens kannst du sie. Wenn ich sie mache, bekomme ich direkt, oder neudeutsch instant, einen Krampf...
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  32. #322
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    Zitat Zitat von Marsupilami82 Beitrag anzeigen
    Da ich mich noch nie wirklich theoretisch mit Lauftechnik auseinandergesetzt habe, ich aber trotzdem sicherstellen will, dass ich dir folgen kann, kommen jetzt ein paar blöde Fragen:

    1.
    Woran siehst du auf dem Video, dass die Oberschenkelrückseite bei mir zu schwach ist?
    Dass die Vorderseite stärker sein muss ist denke ich aufgrund meiner Vorgeschichte kein Wunder. Ich habe die Rückseite nie gesondert trainiert. Dass hier aber eine Dysbalance entstehen muss, leuchtet mir ein. Nur woran machst du das auf dem Video fest?

    2.
    Warum meinst du, wird diese Dysbalance evtl. jetzt zum Problem, wenn sie es doch bisher auch nie war? Ich vermute, die Antwort ist, dass ich für Sprints etc. einen stärkeren Abdruck brauche, welcher die Rückseite des Oberschenkels deutlich mehr stresst als dieser das gewohnt ist.. ?!?


    Ich habe gerade mal die Nordic Lower Curls ausprobiert. Vermutlich habe ich morgen Muskelkater.
    Es ist deutlich erkennbar, dass Du nicht in der Lage bist während der Flugphase Dein Knie zu strecken. In dieser Phase werden die Oberschenkelrückseite am oberen Ansatz (am Becken) extrem gedehnt und um die Muskeln nicht zu überdehnen wird der Kniewinkel so klein wie möglich gehalten. Und nun, auch wenn Du gut gedehnt bist, schaltet sich die größte Kraft ein, die Dein Körper beim Laufen entwickelt: die exzentrische Bremsbewegung der hinteren Obeschenkelmuskulatur. Wenn Du jetzt versuchst noch schneller zu laufen, bist Du gezwungen über die funktionellen Winkelstellung der Muskeln zu gehen und die Bremskräfte werden sehr schnell ins extreme gepusht. Und hier passiert AUA!!

    Die unbewusste Schonstellung kann man bei Dir schon bei 3:20/km deutlich erkennen. Eben durch zu kurze Schritte mit leicht angewinkelten Knien in der spätere Flugphase durch zu frühe Muskelaktivierung. Das wirkt sich vielleicht nicht negativ bei dem Tempo aus, aber stärkere und längere bizeps femoris ermöglichen Dir längeren, ökonomischen Schritt. Es ist sehr vielen nicht bewusst, dass die Flugphase beim Laufen bis 30% der Energiekosten verursachen kann.

    Ich glaube, etwas zu viel der Biomechanik... oder?
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  33. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Rolli:

    Marsupilami82 (29.05.2020)

  34. #323

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    Nein finde ich gut Rolli. D.h. hintere Oberschenkelmuskilatur dehnen!?
    Nun habe ich das schon mehrmals probiert, und immer danach war ich dann verletzt. Ich habe mich mehrmals versucht zu dehnen, und nach spätestens 2 3 Wochen hat es irgendwo bei mir gezwickt. Habe ich das Dehnen weggelassen, toi toi toi, habe ich absolut keine Probleme mehr. Deshalb habe ich für mich entschlossen, das Dehnen zu lassen...
    Jetzt bin ich als Sportlehrer nicht ganz unbekannt in diesem Gebiet, aber kann man beim Dehnen auch so viel falsch machen? Kann man sich falsch dehnen, bzw. wie sollte man sich richtig dehnen? und wann?
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  35. #324
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    Zitat Zitat von Running-Gag Beitrag anzeigen
    Nein finde ich gut Rolli. D.h. hintere Oberschenkelmuskilatur dehnen!?
    Nun habe ich das schon mehrmals probiert, und immer danach war ich dann verletzt. Ich habe mich mehrmals versucht zu dehnen, und nach spätestens 2 3 Wochen hat es irgendwo bei mir gezwickt. Habe ich das Dehnen weggelassen, toi toi toi, habe ich absolut keine Probleme mehr. Deshalb habe ich für mich entschlossen, das Dehnen zu lassen...
    Jetzt bin ich als Sportlehrer nicht ganz unbekannt in diesem Gebiet, aber kann man beim Dehnen auch so viel falsch machen? Kann man sich falsch dehnen, bzw. wie sollte man sich richtig dehnen? und wann?
    Nein, nicht dehnen. Exzentrisches Krafttraining!!! Man kann die Muskeln nicht dehnen, sondern nur Bänder und Sehnen.
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  36. #325

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    Welche Übung für die hintere Oberschenkelmuskulatur, außer Nordic Lower Curls, würdet ihr empfehlen? Ich habe das Gefühl, dass meine Hinterseite im Verhältnis zu meinen vorderen Oberschenkeln deutlich zu schwach sind. Die paar Wochen Radfahren jetzt haben das bestimmt nicht besser gemacht. Ich kennne eigentlich nur Rückstütz mit Bein anheben. Mir ist wichtig, dass die Übungen nicht zu kompliziert sind, weil bei mir sonst schnell die Motivation schwindet, diese regelmäßig durchzuführen.
    600m (TimeTrial): 1:27,8 (August 2019)
    1500m: 4:20,53 (August 2019)
    3000m: 9:45 (Juni 2019)
    5KM: 16:43 (August 2019)
    10000m (TimeTrial): 34:50 (März 2020)

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