+ Antworten
Seite 11 von 29 ErsteErste ... 89101112131421 ... LetzteLetzte
Ergebnis 251 bis 275 von 702
  1. #251

    Im Forum dabei seit
    27.06.2017
    Beiträge
    1.533
    'Gefällt mir' gegeben
    1.175
    'Gefällt mir' erhalten
    1.236

    Standard

    Ich sehe das etwa wie alcano, falls ich ihn jetzt nicht falsch verstanden/interpretiert habe.
    Erlaubt ist was effizient ist. Für Effizienz gibt es aber bestimmte Normen, welche aber auch an Normkörper (Systemen) aufgestellt wurden. Damit treffen sie nicht auf jeden zu, aber in gewissem Rahmen vermutlich doch auf viele.
    Nur sollte man bei Versuchen der Umsetzung mit viel Vorsicht vorgehen.

  2. #252
    Deichfesttreter Avatar von blende8
    Im Forum dabei seit
    13.09.2011
    Beiträge
    3.559
    'Gefällt mir' gegeben
    21
    'Gefällt mir' erhalten
    33

    Standard

    Zitat Zitat von Unwucht Beitrag anzeigen
    Why Perfectionists Get More Shin Splints


    https://www.outsideonline.com/231701...e-shin-splints
    Also ich würde mich als Perfektionisten bezeichnen.
    Und ich hatte schon Shin Splints.

    Ich denke, das Naturell zum Perfektionisten ist angeboren. Aber Gott hat uns ja den Verstand gegeben, so dass man das bei seinem Handeln mitbedenken kann.

    Homo cursor, M50, Bestzeitenjäger 2011-15 (19:11, 39:22, 61:45, 1:29), seitdem Spaßläufer
    "Training ist wie ein Medikament. Wenn ich es überdosiere, habe ich irgendwann auch die Nebenwirkungen." (R. Hambrecht, Kardiologe)

  3. #253
    Avatar von alcano
    Im Forum dabei seit
    06.05.2014
    Ort
    OWL
    Beiträge
    4.536
    'Gefällt mir' gegeben
    416
    'Gefällt mir' erhalten
    1.329

    Standard

    Zitat Zitat von Sven K. Beitrag anzeigen
    Gibt es nicht auch immer diese Laufsymposien der Fachwelt, einmal im Jahr? Da wurde, wenn ich mich nicht irre, auch darauf hingewiesen, dass der Laufstil eher egal ist.
    Als Beispiel gibt es doch auch diese eine afrikanische Topläuferin, die mit schlackernden Armen und Beinen immer noch (oder deswegen?) richtig schnell ist.
    Priscah Jeptoo, ja. Zum Thema Laufstil finde ich diesen Artikel auch sehr interessant (da wird Jeptoo am Ende ebenfalls erwähnt): https://www.runnersworld.com/advance...-machine-myth/

    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Ich sehe das etwa wie alcano, falls ich ihn jetzt nicht falsch verstanden/interpretiert habe.
    Erlaubt ist was effizient ist. Für Effizienz gibt es aber bestimmte Normen, welche aber auch an Normkörper (Systemen) aufgestellt wurden. Damit treffen sie nicht auf jeden zu, aber in gewissem Rahmen vermutlich doch auf viele.
    Nur sollte man bei Versuchen der Umsetzung mit viel Vorsicht vorgehen.
    Ja, so war das gemeint.


    Nochmal zum Thema Fokus: Noel Brick hat dazu auch einiges Interessantes geschrieben (https://scholar.google.de/scholar?hl...ck+focus&btnG=). Muss ich mir bei Gelegenheit auch (nochmal) genauer anschauen. Insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Artikel von John Kiely, den ich oben verlinkt habe, stelle ich mir nämlich regelmäßig die Frage: worauf soll ich meinen Fokus richten beim täglichen Training, um den maximalen Nutzen daraus zu ziehen?
    "The idea that the harder you work, the better you're going to be is just garbage. The greatest improvement is made by the man or woman who works most intelligently." Bill Bowerman

    "It is remarkable how much long-term advantage people like us have gotten by trying to be consistently not stupid, instead of trying to be very intelligent." Charlie Munger

    "Don’t go there until you need to go there." Steve Magness

  4. #254
    Avatar von Steffen42
    Im Forum dabei seit
    04.02.2012
    Ort
    Niederrhein
    Beiträge
    11.483
    'Gefällt mir' gegeben
    3.237
    'Gefällt mir' erhalten
    2.760

    Standard

    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Findet jemand die 5km Zeiten hintenraus komisch außer mir? Im Mittel >21min, also >4:10min/km. Ich hab zwar noch nie einen 10/40/5 Duathlon gemacht, klingt aber eher nach gehobenem Hobbysport.
    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Rad:
    Total time (min) 40-km cycling 49.1 ± 4.2

    Ich hab das Paper nicht gelesen, komme ich nicht dran.
    Verstehe ich die Zahl so richtig, dass der beste Radfahrer einen Split von 44.9 Minuten hatte? Und der beste Läufer nur 38min auf 10 geschafft hat?
    Passt für mich nicht zusammen. 45min auf 40km Rad ist schon extrem gut, das wäre ein 53er Schnitt, das fahren nur Radprofis und die laufen danach keinen Meter mehr.
    Kann aber auch sein, dass ich Deine Zahlen falsch lese.

  5. #255

    Im Forum dabei seit
    27.06.2017
    Beiträge
    1.533
    'Gefällt mir' gegeben
    1.175
    'Gefällt mir' erhalten
    1.236

    Standard

    Alles indoor. Bin ich kein Fachmann für. Aber wenn ich auf Strava immer den ganzen Zwift Mist sehe, dann sind das exorbitant hohe Geschwindigkeiten.
    Als ich noch Rolle gefahren bin waren die Dinger nicht so Hightech und die Messungen vermutlich Mist. Sagen dir die Wattwerte mehr die alcano aus der Publikation angegeben hat?

  6. #256
    Avatar von alcano
    Im Forum dabei seit
    06.05.2014
    Ort
    OWL
    Beiträge
    4.536
    'Gefällt mir' gegeben
    416
    'Gefällt mir' erhalten
    1.329

    Standard

    Zitat Zitat von Steffen42 Beitrag anzeigen
    Ich hab das Paper nicht gelesen, komme ich nicht dran.
    Verstehe ich die Zahl so richtig, dass der beste Radfahrer einen Split von 44.9 Minuten hatte? Und der beste Läufer nur 38min auf 10 geschafft hat?
    Passt für mich nicht zusammen. 45min auf 40km Rad ist schon extrem gut, das wäre ein 53er Schnitt, das fahren nur Radprofis und die laufen danach keinen Meter mehr.
    Kann aber auch sein, dass ich Deine Zahlen falsch lese.
    Wahrscheinlich noch schneller, das sind Mittelwerte und Standardabweichungen. Wobei das 1. auf dem Radergometer war und 2. mit fixen Wattvorgaben (die mir ziemlich tief erscheinen, das könnte ich vermutlich auch fast treten), die sich aus vorher durchgeführten Leistungstests ergaben. Genauso wie das festgelegte Tempo für die 10 km auf dem Laufband. Und keine Ahnung, wie die Wattzahlen auf dem Ergometer in Distanz umgerechnet wurden, kommt mir aber jetzt wo du es erwähnst auch ziemlich seltsam vor, dass die bei im Schnitt knapp über 200 W nur 49 Minuten für 40 km gebraucht haben sollen.
    "The idea that the harder you work, the better you're going to be is just garbage. The greatest improvement is made by the man or woman who works most intelligently." Bill Bowerman

    "It is remarkable how much long-term advantage people like us have gotten by trying to be consistently not stupid, instead of trying to be very intelligent." Charlie Munger

    "Don’t go there until you need to go there." Steve Magness

  7. #257
    Avatar von Steffen42
    Im Forum dabei seit
    04.02.2012
    Ort
    Niederrhein
    Beiträge
    11.483
    'Gefällt mir' gegeben
    3.237
    'Gefällt mir' erhalten
    2.760

    Standard

    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Aber wenn ich auf Strava immer den ganzen Zwift Mist sehe, dann sind das exorbitant hohe Geschwindigkeiten.
    Die Geschwindigkeiten bei Zwift sind in Ordnung, ich hatte dazu mal einen Artikel verlinkt. Finde ich auf die Schnelle nicht, muss gleich los, meinen Kollegen beim Sommernachtslauf zuwinken

    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    kommt mir aber jetzt wo du es erwähnst auch ziemlich seltsam vor, dass die bei im Schnitt knapp über 200 W nur 49 Minuten für 40 km gebraucht haben sollen.
    Ok, 200w sind je nach Körpergewicht nix.

    Geb ich die bei Kreuzotter ein, bekomme ich einen 35er Schnitt.
    (TT, Rest an Werten der Einfachheit so gelassen, auch 0 Wind).

    Rechne ich andersrum, müssten die für 45min auf 40km 590w dauerhaft treten. Ich denke mal, das macht nur Tony Martin und ein paar seiner Kollegen.

  8. #258
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
    Im Forum dabei seit
    10.03.2006
    Ort
    Rietberg nicht mehr
    Beiträge
    16.329
    Blog Entries
    15
    'Gefällt mir' gegeben
    564
    'Gefällt mir' erhalten
    1.157

    Standard

    http://www.mdpi.com/2075-4663/6/1/10/htm

    Ist MD ungesund? Oder doch nicht !!!
    So was wollte ich schon immer lesen!
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  9. #259

    Im Forum dabei seit
    27.06.2017
    Beiträge
    1.533
    'Gefällt mir' gegeben
    1.175
    'Gefällt mir' erhalten
    1.236

    Standard

    Schöne Hypothese, aber diplomatisch gesagt "multifaktoriell".
    Sport ist gesund, mehr Sport ist besser. Kein Übergewicht hat Vorteile. Der Körper schüttet einen Hauf Sachen aus, wenn man Sport treibt und von einigen mehr wenn es intensiver wird. Unterbindung aerober Glykolyse durch 3x/Woche 10x1min?

    Dazu bist du POL/MD-Extremist, Rolli. Ich bezweifle, dass deren Verständnis zu "high intensity" auch nur annähernd mit deinem überlappt.

    Die Zitationsweise ist in weiten Teilen eine nicht untypische Sackgassenmethode auf Breitbandreviews.

    Wenn ich dir im Gegenzug sage, dass lange Nüchternläufe mit resultierender Nährstofflimitation und folgender mTOR-Inhibition sowie Cholesterol-Restriktion (beides nachgewiesen antitumorigen) das Rezept sind, was dann? Läßt du dann MD?

    Ich will es jetzt nicht zu madig reden. Nettes Thema und das Resultat ist entscheidend: Mach Sport, lieber etwas mehr, und auch gern mal etwas heftiger.
    Ansonsten müßte man jetzt mal einen Hauf KO-Mäuse mit Tumoren aufs Laufband schicken und schauen wo der Grund liegt. Warburg ist alt, wird immer mal wieder rausgekramt, aber hat sich bisher nie richtig durchsetzen können. So richtig sehe ich das hier gerade auch nicht.

  10. #260
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
    Im Forum dabei seit
    10.03.2006
    Ort
    Rietberg nicht mehr
    Beiträge
    16.329
    Blog Entries
    15
    'Gefällt mir' gegeben
    564
    'Gefällt mir' erhalten
    1.157

    Standard

    Ich wollte hier eigentlich keine woodoo (alternativ) Medizin unterstützen oder die Diskussion darüber anfangen. Aber die Warburg-Hypothese wurde nie widerlegt (auch nicht richtig Bewiesen) klingt trotzdem plausibel und wird schon mal durch andere Forscher gestützt (Wikipedia-Wissen).

    Mir reicht schon eine vorsichtige Feststellung, dass HIIT nicht gesundheitsschädlich ist, was hier und da noch behauptet wird.

    Die Idee, dass anaerober Intensität den Saft den Tumoren abdrehen kann, ist schon mal sehr gewagt, das stimmt, weil die Dauer der anaeroben Glykolyse sich in Grenzen hält. Aber immerhin... nett zu spekulieren. Die positive Aspekte der sehr hochen Belastung im Bereich MD habe ich eigentlich mehr in ROS/Laktat gesehen, was entsprechende Schutzmaßnahmen des Körpers aktiviert. Und die Belastung ist auch um einiges höher als bei leichter aerober Trainingsform.

    Wenn ich dir im Gegenzug sage, dass lange Nüchternläufe mit resultierender Nährstofflimitation und folgender mTOR-Inhibition sowie Cholesterol-Restriktion (beides nachgewiesen antitumorigen) das Rezept sind, was dann? Läßt du dann MD?
    Bestimmt nicht... das würde aber die POL-Methode voll (aber so was von "voll") unterstützen !!!
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  11. #261

    Im Forum dabei seit
    27.06.2017
    Beiträge
    1.533
    'Gefällt mir' gegeben
    1.175
    'Gefällt mir' erhalten
    1.236

    Standard

    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen

    Mirreicht schon eine vorsichtige Feststellung, dass HIIT nichtgesundheitsschädlich ist, was hier und da noch behauptet wird.

    Das steh da nirgendwo. Der Begriff "Gesundheit" ist schon ziemlich weitgreifend. Reduziertes Risiko bestimmte Krebserkrankungen zu entwickeln ist zwar eine gute Sache, aber nicht gleichbedeutend mit Gesundheit.


    Die anfänglich angeführte Studie sagt das auch nicht (also high intensity besser low intensity). Die bezieht sich auf die Dosis, also mehr Sport bringt mehr als weniger Sport.

    Bei der Aussage "Although there is still fear abouthigh-intensity exercise, it was shown that this type of exercise gains benefitsdifferent from low- and moderate-intensity exercise, though the mechanismsremain unclear [30]." endet man bei einem Review über den Warburg-Effekt ohne jegliche Erwähnung sportlicher Aktivität. Im Minimalfall würde ich das eine verwirrende Zitationsweise nennen, denn die Zitation bezieht sich nur auf den letzten Teilsatz, während der erste Teilvollständig unreferenziert bleibt.

    Was Intensitäten und Dosis angeht war ich jetzt mal neugierig.
    Nicht aktiv ist jeder mit <150min/ Woche moderater Aktivität, wobei moderat als >3 MET (metabolic equivalentof task) und „vigorous“ als >6MET definiert ist. MET ~3,5 ml O2/kg/min.

    Bei der Studie des Krebsrisikos lag die mittlere Aktivitätbei 8 MET Stunden, also 480 Minuten. Ansonsten sind leider die genauen Daten nicht angeführt (nur Interquartilabstand, der bringt aber für die spätere Auswertung nicht viel; dazu wurden alle Daten einer Studie auf 0-100% normalisiert um Vergleichbarkeit zu erhalten, also evtl teilweise Äpfel mit Birnen verglichen). Aber der besagte Benefit trat auf, wenn die obersten 10% mit den untersten 10% verglichen wurden. Die Werte dafür waren aber leider nicht angegeben.

    In einer anderen Studie war eine deutliche Reduktion desKrebsrisikos bei ~2-3 -facher Erfüllung der WHO Empfehlung angegeben, welche einfach den 150min@>3MET oder 75min@>6MET entspricht.

    Mal angenommen du hast einen VO2max von 60 (60ml O2/kg/min) und läufst gemütlich bei 60%, also 36ml/kg/min), dann sind das ~10MET pro Minute, also 45min Laufen und du bist auf WHO Level. Dreimal die Woche und du bist schon top dabei. Wobei ich nicht 100% sicher bin ob die 150min oder die Gesamt-MET wichtiger sind. Die WHO Empfehlung zu 75min@>6MET oder 150min@>3METdeutet eher auf die MET-Summe hin.

    Fazit für mich: Mit MD, POL, HIIT oder anderen Kindern des leistungsorientierten Sports hat das alles sehr wenig zu tun. Auch bei angeführtem Beispiel der Leistungssportler kann dies einfach auf jahrelanges Ausüben kontinuierlicher Aktivität zurückzuführen sein. Über Faktoren wie ein oft bestimmtes diätisches Leben reden wir mal erst garnicht.

    Was andere Aspekte derGesundheit anging hab es ja den Artikel (in welchem das Optimum bei 60-95minLaufen pro Woche lag): https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28365296


    Edit1: Mal nebenbei glaube ich, dass das alles so eh nicht für aktive-hochaktive Sportler funktioniert, da es vermutlich von basalen Annahmen bestimmter VO2max-Werte ausgeht.
    Ganz schön hier:
    http://vmrz0100.vm.ruhr-uni-bochum.d...index_ger.html

    Edit2: Irgendwie hats ein paar Leerzeichen erledigt, sorry.

    Zuletzt überarbeitet von Dirk_H (13.06.2018 um 20:45 Uhr)

  12. #262
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
    Im Forum dabei seit
    10.03.2006
    Ort
    Rietberg nicht mehr
    Beiträge
    16.329
    Blog Entries
    15
    'Gefällt mir' gegeben
    564
    'Gefällt mir' erhalten
    1.157

    Standard

    Ruiz-Casado et al. [29] highlighted that elite athletes exposed to strenuous exercise for several years had a 40% lower risk of overall cancer mortality than the general population supporting a dose-response effect.
    Das ist doch mehr interessant.

    und das...
    Importantly, there was no evidence of harm at 10 or more times the recommended minimum (HR, 0.69 (95% CI, 0.59–0.78)) [9].
    Leider habe ich noch nicht alles durch gelesen (bei mir dauert das immer sehr lange), aber die Idee mit Laktat und Azidose als Krebshemmer gefällt mir (aus bekannten Gründen) sehr gut.
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  13. #263

    Im Forum dabei seit
    27.06.2017
    Beiträge
    1.533
    'Gefällt mir' gegeben
    1.175
    'Gefällt mir' erhalten
    1.236

    Standard

    Wenn man sich überlegt welche Gifte als Therapeutika in der Onkologie eingesetzt werden, und leider doch oft nicht wirken, dann soll es jetzt Kuzzeitexposition von leichter Azidose und etwas Laktat richten? Da driften wir jetzt doch in die alternative Voodoo-Medizin ab, sorry.

    Und auf die genannten Eliteathleten sowie genannte Minima bin ich doch eigentlich eingegangen.

    Punkt war ja auch nicht einen Benefit für das Auftreten und Überleben onkologischer Erkrankungen in Frage zu stellen, sondern deine extrapolierte Aussage, dass HIIT nun gesund sei. Mit den Eliteathleten haben wir hier vielleicht eine non-inferiority und könnten schlussfolgern, dass HIIT nicht krebserregend ist.

  14. #264
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
    Im Forum dabei seit
    10.03.2006
    Ort
    Rietberg nicht mehr
    Beiträge
    16.329
    Blog Entries
    15
    'Gefällt mir' gegeben
    564
    'Gefällt mir' erhalten
    1.157

    Standard

    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    sondern deine extrapolierte Aussage, dass HIIT nun gesund sei. Mit den Eliteathleten haben wir hier vielleicht eine non-inferiority und könnten schlussfolgern, dass HIIT nicht krebserregend ist.

    Ja. Ich sehe einige Sachen viel simpler als Du, als Wissenschaftler.

    Wenn (auch wenn die Beweislage eher dünn ist) ein Stoff (Laktat, Azidose) nicht ungesund ist und sogar in der Therapie unterstützend wirkt... ist der Stoff gesundheitsfördernd... also gesund. Sehe ich das zu einfach? (nur so als 0815-Studienleser)
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  15. #265

  16. #266

    Im Forum dabei seit
    27.06.2017
    Beiträge
    1.533
    'Gefällt mir' gegeben
    1.175
    'Gefällt mir' erhalten
    1.236

    Standard

    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen


    ein Stoff (Laktat, Azidose) nicht ungesund ist und sogar in der Therapie unterstützend wirkt... ist der Stoff gesundheitsfördernd... also gesund. Sehe ich das zu einfach? (nur so als 0815-Studienleser)
    Zumindest aus meiner Sicht eine sehr ungewöhnliche Definition von "gesund". Gesundheit bezieht sich aus meiner Sicht auf den Gesamtzustand. Keine Krebserkrankung zu erleiden ist da doch ein eher kleiner Teilaspekt, weil man ja stattdessen an einer Herz-/Kreislauferkrankung oder sonstigem leiden kann.
    Zum Thema Sport und Gesundheit fand ich den anderen Artikel daher deutlich besser, denn dieser hat eine Vielzahl möglicher Gesundheitsaspekte betrachtet.
    Und da kam halt nunmal folgendes raus:
    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	Lee et al - Running as a key lifestyle medicine for longevity.PNG 
Hits:	257 
Größe:	53,9 KB 
ID:	67134
    Auch hier sieht man übrigens bereits die Daten zu möglicher Krebserkrankung und die Aussage, dass mehr nicht schadet. Aber in Betrachtung aller Gründe (all-cause, was ich als "Gesundheit" definieren würde) ist sehr viel mehr Sport schlechter als weniger Sport. Besagtes und durch die Autoren eingezeichnetes "inverted J shape".

    @Unfit Gen: Studie ist nirgends angegeben, alles nur Bildzeitungsartikel. Kennt jemand die zugehörige Studie?

  17. #267
    Avatar von alcano
    Im Forum dabei seit
    06.05.2014
    Ort
    OWL
    Beiträge
    4.536
    'Gefällt mir' gegeben
    416
    'Gefällt mir' erhalten
    1.329

    Standard

    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Aber in Betrachtung aller Gründe (all-cause, was ich als "Gesundheit" definieren würde) ist sehr viel mehr Sport schlechter als weniger Sport. Besagtes und durch die Autoren eingezeichnetes "inverted J shape"
    Wobei das auch alles andere als klar ist: https://www.runnersworld.co.uk/healt...nd-your-heart#
    "The idea that the harder you work, the better you're going to be is just garbage. The greatest improvement is made by the man or woman who works most intelligently." Bill Bowerman

    "It is remarkable how much long-term advantage people like us have gotten by trying to be consistently not stupid, instead of trying to be very intelligent." Charlie Munger

    "Don’t go there until you need to go there." Steve Magness

  18. #268
    Deichfesttreter Avatar von blende8
    Im Forum dabei seit
    13.09.2011
    Beiträge
    3.559
    'Gefällt mir' gegeben
    21
    'Gefällt mir' erhalten
    33

    Standard

    Den Zusammenhang zwischen Zuckerstoffwechsel und Krebs halte ich für recht überzeugend.
    Hätte ich Krebs, würde ich sofort mit ketogener Diät anfangen.

    Homo cursor, M50, Bestzeitenjäger 2011-15 (19:11, 39:22, 61:45, 1:29), seitdem Spaßläufer
    "Training ist wie ein Medikament. Wenn ich es überdosiere, habe ich irgendwann auch die Nebenwirkungen." (R. Hambrecht, Kardiologe)

  19. #269

    Im Forum dabei seit
    27.06.2017
    Beiträge
    1.533
    'Gefällt mir' gegeben
    1.175
    'Gefällt mir' erhalten
    1.236

    Standard

    Das ganze ist nie einfach und ich sehe selten irgendwas ohne Restzweifel.
    Das Problem liegt meist in der multivariaten Auswertung bzw. Zufallsbefunden.
    Beispiele:
    -Störche bringen Kinder ist statistisch nachweisbar (zufällig sind Zugverhalten und höchste Geburtenrate passend)
    -Die Schuhgröße korrelliert mit dem Gehalt (Männer verdienen in unserer Gesellschaft immernoch mehr als Frauen)
    -Kaffee ist ungesund (wurde revidiert da initiale Studien den Status Reucher vs nicht-Raucher nicht betrachtet haben)
    -Wein ist gesundheitsförderlich, Bier nicht (Sozialstatus nicht korrigiert und nach Korrektur revidiert)

    Und das wird auch beim Sport sehr schwer, da Körpergewicht und andere Lebensaspekte (z.B. Ernährung), welche partiell oder drastisch auf den Sport angepaßt werden einen Einfluß haben können. Und im Gegensatz ist die Frage (auch des Runner's World Artikel) ob man hier überhaupt adjustieren sollte.

    Ändert aber alles nichts an meiner Meinung, dass aus den genannten Studien in keiner Weise ableitbar sei, dass HIIT gesund sei. Das Gegenteil aber (in Bezug auf die Krebserkrankungen) auch erstmal nicht.

    @blede8: Die Erde ist eine Scheibe ist für mich auch logisch. Sonst würde ich gerade von meinem Schreibtisch wegrollen. Sorry, aber das ist Stammtischlogik. Mit der falschen Ernährung schadest du dem Körper mehr als dem Tumor. Und selbst medikamentöse Eingriffe in diesem Bereich haben nicht die erwünschten Erfolge gebracht.
    Eine präventive Wirkung ist auch etwas ganz anderes und da sieht es anders aus. Da geht es aber um die Verhinderung der Transformation und nicht das Abtöten transformierter Zellen.
    Zuletzt überarbeitet von Dirk_H (14.06.2018 um 10:21 Uhr)

  20. #270
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
    Im Forum dabei seit
    10.03.2006
    Ort
    Rietberg nicht mehr
    Beiträge
    16.329
    Blog Entries
    15
    'Gefällt mir' gegeben
    564
    'Gefällt mir' erhalten
    1.157

    Standard

    Zitat Zitat von blende8 Beitrag anzeigen
    Den Zusammenhang zwischen Zuckerstoffwechsel und Krebs halte ich für recht überzeugend.
    Hätte ich Krebs, würde ich sofort mit ketogener Diät anfangen.
    Hm...
    Wenn ich mir so überlege...

    Kohlenhydratreiche Essensform ermöglich mir hoch intensive Training mit Ausschüttung von sehr viel Laktat und Zustand der Azidose. Das wiederum hemmt die Krabsentwicklung und könnte sogar die Krebszellen abtöten...

    Also, was soll man machen?
    Auf jedem Fall nicht in der "I/0 Kriterien" denken.
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  21. #271
    Deichfesttreter Avatar von blende8
    Im Forum dabei seit
    13.09.2011
    Beiträge
    3.559
    'Gefällt mir' gegeben
    21
    'Gefällt mir' erhalten
    33

    Standard

    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Mit der falschen Ernährung schadest du dem Körper mehr als dem Tumor.
    Die Frage ist nur, was ist "falsche Ernährung"?
    Ketogene Ernährung ist nicht per se falsch oder schlecht. Einen Versuch wäre es wert.

    Homo cursor, M50, Bestzeitenjäger 2011-15 (19:11, 39:22, 61:45, 1:29), seitdem Spaßläufer
    "Training ist wie ein Medikament. Wenn ich es überdosiere, habe ich irgendwann auch die Nebenwirkungen." (R. Hambrecht, Kardiologe)

  22. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von blende8:

    Kathrine143 (22.06.2018)

  23. #272
    Avatar von Sven K.
    Im Forum dabei seit
    01.03.2012
    Ort
    OHZ
    Beiträge
    3.828
    'Gefällt mir' gegeben
    104
    'Gefällt mir' erhalten
    54

    Standard

    Zitat Zitat von blende8 Beitrag anzeigen
    Die Frage ist nur, was ist "falsche Ernährung"?
    Ketogene Ernährung ist nicht per se falsch oder schlecht. Einen Versuch wäre es wert.
    Der Onkologe meiner Frau sagte uns, dass die Krebszellen sich andere Wege suchen, um sich mit Nährstoffen zu versorgen. Die können sich teilweise umstellen. Da nützt es nichts, den Zuckerzufluss zu unterbrechen. Zudem gibt es wohl verschiedene Krebszellen. Die einen "leben" von KH, wieder andere von Fett usw. Ist alles nicht so leicht.

    https://www.krebsgesellschaft.de/deu...en%20Diaet.pdf

    Keine der an Menschen durchgeführten Studien konnte eine verbesserte Wirksamkeit der Therapie, eine Verminderung von Nebenwirkungen, eine Rückbildung von Tumoren oder eine Verlängerung des Überlebens durch eine ketogene Diät belegen.
    http://news.tumorzentrum-muenchen.de...-das-moeglich/

  24. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Sven K.:

    blende8 (14.06.2018), Dirk_H (14.06.2018)

  25. #273

    Im Forum dabei seit
    27.06.2017
    Beiträge
    1.533
    'Gefällt mir' gegeben
    1.175
    'Gefällt mir' erhalten
    1.236

    Standard

    Zitat Zitat von Sven K. Beitrag anzeigen
    Der Onkologe meiner Frau sagte uns, dass die Krebszellen sich andere Wege suchen, um sich mit Nährstoffen zu versorgen. Die können sich teilweise umstellen. Da nützt es nichts, den Zuckerzufluss zu unterbrechen.
    Das trifft sehr genau was ich meinte mit "präventiv ist etwas ganz anderes". Eine Zelle daran zu hidern zu einer Tumorzelle zu werden und eine Tumorzelle abzutöten sind leider zwei sehr unterschiedliche Sachen.
    Und genau das meinte ich auch, als ich auf Rollis Beitrag kommentiert habe, dass Zellen die eine Chemotherapie überstehen wohl in der Mehrheit der Fälle über eine leichte Azidose nur müde lachen werden.

    Für "falsch" halte ich jede Ernährung die den Körper schwächt. Und zumindest temporär wird eine Umstellung auf extreme Ernährungen dazu führen. Immerhin müssen ja nicht nur die Tumorzellen auf einmal mit etwas anderem auskommen. Nicht umsonst wird ein Teil der positiven Wirkung des Sports ja auf die körperliche Fitness zurückgeführt.

  26. #274
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
    Im Forum dabei seit
    10.03.2006
    Ort
    Rietberg nicht mehr
    Beiträge
    16.329
    Blog Entries
    15
    'Gefällt mir' gegeben
    564
    'Gefällt mir' erhalten
    1.157

    Standard

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16978255

    Also, ich bleibe auf der Bahn, auch wenn ich krank bin.
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  27. #275
    Avatar von Antracis
    Im Forum dabei seit
    26.06.2011
    Ort
    Bärlin
    Beiträge
    3.141
    'Gefällt mir' gegeben
    1.931
    'Gefällt mir' erhalten
    3.358

    Standard

    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen

    Für "falsch" halte ich jede Ernährung die den Körper schwächt.
    Sehe ich auch so. Vor allem in der Umstellungsphase einer ketogenen Ernährung, die ja ein Notprogramm des Körpers ist, wird man damit höchstwahrscheinlich das Immunsystem schwächen und das ist bei einer manifesten Krebserkrankung keine wirklich gute Idee.

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Interessante Artikel zum Marathon
    Von Rumlaeufer im Forum Laufsport allgemein
    Antworten: 21
    Letzter Beitrag: 28.10.2014, 18:02
  2. Interessante Umfrage: Sportschuhe und Nachhaltigkeit
    Von dayrunner87 im Forum Meinungsumfragen
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 20.09.2013, 15:40
  3. Studien - Herr gib uns Studien
    Von UweZ im Forum Foren-Archiv
    Antworten: 21
    Letzter Beitrag: 04.12.2006, 16:47
  4. Laufen und Musik - Studien, Artikel, Personen
    Von marionf im Forum Foren-Archiv
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 25.07.2005, 12:35
  5. Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 01.12.2003, 12:22

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •