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  1. #76
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Also? Es lohnt eine Verletzungspause einzulegen, ohne Angst alles verlieren zu können.
    Das würde gemäß Studie für die Entwicklung und den Verlust von Muskelmasse zutreffen. Eine Ableitung auf die Ausdauerleistung bedarf einer Messung dieser Komponente. Eine Ableitung wäre wie ein Münzwurf. Könnte sein oder nicht...

    Und noch was: Blocktraining kann Vorteile bringen.
    Für Muskelmassewachstum könnte das in der Tat interessant sein. Bezogen auf die Ausdauerleistung würde ich das analog oben mit dem Label "vielleicht" bzw. "könnte man auch mal testen" versehen. Ebenso würde ich das für die intramuskuläre Koordination betrachten. Diese ist letztendlich für einen Sportler, der von einer guten Leistungs-/Gewichtsrelation lebt, relevanter als das Muskelwachstum.

    Unterm Strich würde ich sagen, daß es ein interessantes Ergebnis ist, daß uns nicht weiterhilft. Ausnahme ist die Vorbereitung auf die Strandfigur im Sommer. Gut zu wissen, daß uns hier ein Blocktraining weiterhelfen könnte

  2. #77
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Da ich Kraft und Ausdauer immer als physiologische (und neurologische) Anpassung verstehe, sind Ergebnisse der Studie für mich in beiden Feldern anwendbar.

    Noch interessanter für mich ist die deutlich höhere Anpassung nach der Trainingspause. Also? Ist eine Regenerationswoche einfach zu kurz? Wer will denn schon so was testen? Ich halte nicht mal 3 Tage aus.
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  3. #78
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Da ich Kraft und Ausdauer immer als physiologische (und neurologische) Anpassung verstehe, sind Ergebnisse der Studie für mich in beiden Feldern anwendbar.
    Ja klar. Lernen ist auch eine neurologische Anpassung. Wahrscheinlich würde ich meine Kinder aber so nicht lernen lassen.
    Um wieder auf´s Training zurückzukommen. Wie granular soll es dann sein? 8 bis 10 Wiederholungen sind für die meisten Bodybuilder optimal. Kann man das dann auch auf das Ausdauertraining übertragen? Ist ja schließlich beides neurologisch. Mal davon abgesehen geht es beim Training auch um Stoffwechselvorgänge, etc. Man könnte so eine These aufstellen und testen. Aber aus den Ergebnissen dieser Studie zu verallgemeinern finde ich mutig.

    Noch interessanter für mich ist die deutlich höhere Anpassung nach der Trainingspause. Also? Ist eine Regenerationswoche einfach zu kurz? Wer will denn schon so was testen? Ich halte nicht mal 3 Tage aus
    Das waren Anfänger! Interessant wäre der Versuch mit einem Sportler, der nicht 7 Wochen, sondern schon 7 Jahre trainiert. Sollte in einer solchen Studie ähnliche Ergebnisse zu Tage befördert werden, halleluja.

  4. #79
    Avatar von 19Markus66
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    Hier wird erklärt, wie das "Muskelgedächtnis" funktioniert.

    Was aber nicht heißt, daß eine 7 wöchige Trainingspause den Trainingsfortschritt steigert:

    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    ..Noch interessanter für mich ist die deutlich höhere Anpassung nach der Trainingspause. Also? Ist eine Regenerationswoche einfach zu kurz? Wer will denn schon so was testen? Ich halte nicht mal 3 Tage aus.
    Man hätte dazu die Athleten in der Studie mit Solchen vergleichen müssen, welche keine Trainingspause gemacht, sondern durchtrainiert hätten. Interessant wäre auch zu wissen, wie lang die optimale Regeneratiosphase nach einem Training müsste, um die beste Superkompensation (Trainingseffekt) zu erreichen.

    Erfahrungsgemäß bleiben Trainingsfortschritte durch Krafttraining lange erhalten, während es im Ausdauersport nach einer Pause schnell zum Leistungsabfall kommt. Aber klar: Wer gut trainiert hat, ist auch nach einer längeren Pause schneller wieder fit.

  5. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von 19Markus66:

    leviathan (04.02.2018)

  6. #80

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    Interessante Studie, danke!
    Aber das ganze über die getestete Muskelhypertrophie bei vorher untrainierten Menschen zu extrapolieren finde ich doch sehr gewagt. Neurologische Anpassung findet in der Regel auf Basis von Quervernetzung statt. Das ist ein ganz anderer Prozess als Muskelhypertrophie. Dass soll nicht heißen, dass es neurologisch kein "Gedächtnis" gibt. Eher das Gegenteil. Aber vermutlich auf einer ganz anderen Ebene, als Hypomethylierung von DNA und resultierende Änderung der Genexpression.

    Hier eine Studie zum Thema Ausdauerwirkung und Erinnerung:
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5033478/
    Etwas seltsames Design mit dem Training eines Beins und mit 9 Monaten Unterbrechung, aber ok.
    --> Fazit: No memory.

    Die gleiche Gruppe hat hier (http://www.tandfonline.com/doi/pdf/1...eedAccess=true) die DNA Methylierung vor und direkt nach einer Trainingsperiode (gleiches Trainingssetup) vermessen und stellt damit die These (im Gegensatz zur zweiten Studie aus 2016) auf, dass es ein epigenetisches Gedächtnis gibt.
    Da hier einmal vor und direkt nach einem Trainingsblock gemessen wurde, und im anderen Fall mit neun Monaten Abstand (Genexpression), könnte man unter Umständen von einem Kurzzeitgedächntis sprechen.
    Wäre natürlich schön gewesen die Methylierungsanalysen auch in der 2016er Studie zu sehen. Aber wenn man weiß, was das kostet.

    Disclaimer: Bin die Publikationen nur überflogen.

  7. #81
    Avatar von alcano
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    Spannende Diskussion. Danke dafür.

    Gut möglich, dass das (insbesondere) bei Ausdauertraining auch noch über andere Mechanismen abläuft: https://www.runnersworld.com/sweat-s...-and-endurance.

    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Blocktraining kann Vorteile bringen.
    Da warst du nicht der Einzige mit dem Gedanken, siehe z.B. https://www.researchgate.net/publica...ecular_biology (habe ich aber noch nicht gelesen).
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  8. #82
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Ja klar. Lernen ist auch eine neurologische Anpassung. Wahrscheinlich würde ich meine Kinder aber so nicht lernen lassen.
    Machst Du doch. Ferien vergessen?
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  9. #83
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Aber das ganze über die getestete Muskelhypertrophie bei vorher untrainierten Menschen zu extrapolieren finde ich doch sehr gewagt. Neurologische Anpassung findet in der Regel auf Basis von Quervernetzung statt..
    Interessant ist nicht die Hypertpphie an sich, sonder die Gedechnisfunktion der Zelle. Das hat für mich weniger mit Leistungsstand sondern mit der Fähigkeit an sich zu tun.

    Übrigens: neurologische Fähigkeit ist nur einer der Aspekte, was die Leistung am Ende beeinflusst, und...
    Die Verbesserung der Muskelausdauer wird durch den Anstieg den oxidativen Fasertypen des Skelettmuskels, Aktivitäten metabolischer Enzyme, Verbesserung der Muskelpufferkapazität und Kapillarisierung beeinflusst.
    Quell irgendwie gelöscht...

    Dazu kommt noch Anzahl und Qualität der Mitochondrien.
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  10. #84
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Spannende Diskussion. Danke dafür.

    Gut möglich, dass das (insbesondere) bei Ausdauertraining auch noch über andere Mechanismen abläuft: https://www.runnersworld.com/sweat-s...-and-endurance.


    Da warst du nicht der Einzige mit dem Gedanken, siehe z.B. https://www.researchgate.net/publica...ecular_biology (habe ich aber noch nicht gelesen).
    Eigentlich sollte man das etwas breiter betrachten. Wir alle machen doch mehr oder weniger Blocktraining: Kraftblock, Ausdauerblock, Schnelligkeitsblock oder Wettkampfblock. So nutzen wir unbewusst die Gedächtnisfähigkeit des Körpers. Wir nennen das nur anders: Vorbereitungsphasen, oder Zyklen.
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  11. #85
    Avatar von Unwucht
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Unterm Strich würde ich sagen, daß es ein interessantes Ergebnis ist, daß uns nicht weiterhilft. Ausnahme ist die Vorbereitung auf die Strandfigur im Sommer. Gut zu wissen, daß uns hier ein Blocktraining weiterhelfen könnte
    Das würde ich so nicht unterschreiben. Wir wissen ja, dass die durch Training gewonnenen extra Muskelzellkerne lange halten, und dass Muskelfasern den Typ ändern können. Das "muscle memory" Forschungsergebnis ist ein weiterer Baustein im Verständnis, warum es leicht(er) ist, wieder in Form zu kommen, manchmal auch nach langer Zeit, und warum Trainingserfahrung oft zwischen verschiedenen Sportarten transferierbar ist.

    Even if subsequently subjected to grave atrophy, the higher number of myonuclei is retained
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26792335

    Für ältere ... ähm ... wollte sagen erfahrene Athleten wird übrigens mehr und mehr Krafttaining empfohlen. Das werd ich dann wohl auch mal in Betracht ziehen müssen ... Vielleicht mal mit einem Kraft-Block im Grundlagentraining starten oder so.

    http://www.joefrielsblog.com/2012/08...ng-faster.html
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  12. #86
    Avatar von Sven K.
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    Eine neuere Metastudie zum Eierkonsum und die Verbindung zu Cholesterin.

    Fazit: Iss Eier, egal wie viele.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/...ncbi_mmode=std

  13. #87
    Avatar von 19Markus66
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    Super Studie und vor allem: Schön kurz!

  14. #88
    Avatar von Tvaellen
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    Zitat Zitat von Noizy75 Beitrag anzeigen
    Super Faden!
    +1 werde zwar selbst wenig beitragen können, aber interessiert lesen.
    Habe mir sogar einen eigenen Lesezeichenordner für die Links aus diesem Faden angelegt. Ich denke er wird sich füllen.

  15. #89
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von Unwucht Beitrag anzeigen
    Für ältere ... ähm ... wollte sagen erfahrene Athleten wird übrigens mehr und mehr Krafttaining empfohlen. Das werd ich dann wohl auch mal in Betracht ziehen müssen ... Vielleicht mal mit einem Kraft-Block im Grundlagentraining starten oder so.
    Ja. Aber... wie, was, wann?
    Diese Frage habe ich über ein Jahr lang versucht zu beantworten. Und immer noch keine Antwort gefunden.

    Wir wissen wie schwer die Kombination Kraft und Ausdauer zu verbinden ist. Ich musste leider schmerzhaft realisieren, dass es nicht einfach ist. Seit einigen Wochen wird mir immer klarer... Übertraining. Das erste mal, nach über 15 Jahren mit seeeeehr viel Training (Intensität und Frequenz).

    Diese Fallstudie hat mich zuerst stark beeinflusst:
    https://www.researchgate.net/publica...nzelfallstudie
    und
    http://www.zeitschrift-sportmedizin....gstreckenlauf/
    Nach 10 Wochen kann ich nur sagen... zu lang und zu viel. Ich laufe um 25s/km langsamer als noch vor 4 Monaten. 25 Sekunden!!!! (genug gejammert)

    Hier sind einige Probleme mit parallleren Trainingsformen beschrieben:
    https://www.trainingsworld.com/train...aining-1278506

    Leider die Studien beziehen sich meistens auf die Hypertrophie und nicht auf Leistungssteigerung im Ausdauerbereich (Kurz- Mittel- oder Langzeitausdauer) Dadurch wird alle physiologisch etwas komplizierter, weil einige Belastungsformen sich entweder blockieren oder sogar negativ beeinflussen.
    Als Beispiel:
    https://www.team-andro.com/training-...ichzeitig.html
    Nun... wir wollen mTOR ansprechen, jedoch keine Hypertrophie. Wir wollen AMPk als Signalgeber für PGC-1, Aktivator der mitochondrialen Biogenese. Und wir brauchen Mitochondrien!
    Obwohl PGC-1 auch nur unterschiedliche Proteinsynthese aktiviert, ja nach Belastungs- und Zielgene.

    Kompliziert...
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  16. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Rolli:

    Unwucht (06.02.2018)

  17. #90
    Avatar von Sven K.
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    Zitat Zitat von 19Markus66 Beitrag anzeigen
    Super Studie und vor allem: Schön kurz!
    Naja. Ist halt nur das Abstrakt. Für den vollen Text muss man Kohle hinblättern oder halt Schattenbibliotheken nutzen.

  18. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Sven K.:

    19Markus66 (06.02.2018)

  19. #91
    Avatar von Unwucht
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Ja. Aber... wie, was, wann?
    Diese Frage habe ich über ein Jahr lang versucht zu beantworten. Und immer noch keine Antwort gefunden.
    Hab deine Links überflogen, ist mir ehrlich gesagt ein wenig zu hoch. Bei Biochemie steige ich aus. Aber diesen Artikel fand ich kürzlich interessant, er bezieht sich u.a. auch auf die Hickson Studie die in deinen Links öfter mal erwähnt wird.

    https://www.outsideonline.com/227084...simultaneously

    Es wird die Hypothese aufgestellt, dass AMPK (Ausdauer) mTOR (Kraft) hemmen könnte. Um das zu verhindern sollte man gut genährt ins Krafttraining gehen, und mehrmals täglich proteinhaltige Nahrung zu sich nehmen (4-6x pro Tag 0,25g pro kg Körpergewicht, bei "serious training" sogar bis 0,4g/kg).

    Über ein wenig Muskelzuwachs würde ich mir an deiner Stelle keine Sorgen machen. Sieh dir doch die Mittelstreckler heute an, sind richtige Kraftpakete dabei.

    PS: die tiefen Kniebeugen in deinen Studien machen mir etwas Angst. Meine Knie sind leider nicht mehr wie neu.

    PPS: echt sch... wegen des Übertrainings. Hoffe du bist bald zurück!!
    Zuletzt überarbeitet von Unwucht (06.02.2018 um 22:35 Uhr)
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  20. #92
    Avatar von alcano
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    Zitat Zitat von Unwucht Beitrag anzeigen
    Es wird die Hypothese aufgestellt, dass AMPK (Ausdauer) mTOR (Kraft) hemmen könnte. Um das zu verhindern sollte man gut genährt ins Krafttraining gehen, und mehrmals täglich proteinhaltige Nahrung zu sich nehmen (4-6x pro Tag 0,25g pro kg Körpergewicht, bei "serious training" sogar bis 0,4g/kg).
    Protein ist auch wichtig, wenn man "nur" viel läuft, siehe z.B. https://www.runnersworld.com/sweat-s...d-more-protein, die durchs Laufen beschädigten Musken wollen repariert werden.

    Im Prinzip idealerweise ca. alle 4h 20-30g, je nach Körpergewicht (und wenn ich das nicht komplett falsch in Erinnerung habe auch je nach Alter: ältere Athleten brauchen wohl tendenziell etwas mehr Protein - dazu habe ich aber aktuell gerade keine Quelle).

    Zitat Zitat von Unwucht Beitrag anzeigen
    PS: die tiefen Kniebeugen in deinen Studien machen mir etwas Angst. Meine Knie sind leider nicht mehr wie neu.
    Beim Krafttraining gilt nunmal das Gleiche wie beim Ausdauertraining: man muss das Training an den aktuellen Stand anpassen.

    Zitat Zitat von Unwucht Beitrag anzeigen
    PPS: echt sch... wegen des Übertrainings. Hoffe du bist bald zurück!!
    +1
    Zuletzt überarbeitet von alcano (06.02.2018 um 23:45 Uhr)
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  21. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von alcano:

    leviathan (07.02.2018), Unwucht (07.02.2018)

  22. #93
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von Unwucht Beitrag anzeigen
    Hab deine Links überflogen, ist mir ehrlich gesagt ein wenig zu hoch. Bei Biochemie steige ich aus. Aber diesen Artikel fand ich kürzlich interessant, er bezieht sich u.a. auch auf die Hickson Studie die in deinen Links öfter mal erwähnt wird.

    https://www.outsideonline.com/227084...simultaneously

    Es wird die Hypothese aufgestellt, dass AMPK (Ausdauer) mTOR (Kraft) hemmen könnte. Um das zu verhindern sollte man gut genährt ins Krafttraining gehen, und mehrmals täglich proteinhaltige Nahrung zu sich nehmen (4-6x pro Tag 0,25g pro kg Körpergewicht, bei "serious training" sogar bis 0,4g/kg).
    Ja. Mehrere Studien sprechen das an, dass man Krafttraining nach Ausdauertraining ausüben soll, um mTOR mir AMPk nicht zu hemmen. Hier sehe ich aber ein Konflikt.
    Ausdauerläufer (also alles ab 800m, wo aerober Ausdauer entscheidend ist, somit auch die MDler) sind mehr von Ausdauer abhängig als von der Kraft. Und Ausdauer bedeutet Mitochondrien. Die pflegen der Mitochondrien erfolgt über die ROS-, Ca+ und (vor allem!!!) AMPk-Signalweg. AMPk wird erst dann aktiviert, wenn die Zelle in ein Zustand der Energiemangel kommt. Das passiert bei langen Ausdauereinheiten aber auch bei entleerten Muskelglykogen. mTOR dagegen kann nur bei vollen Speichern aktiviert werden.

    Also hier entsteht ein Konflikt der Interessen. Und da suchen die Trainer nach Lösungen.

    Selbst empfehle ich meinen Sportlern 2x Woche Krafttraining an lockeren Trainingstagen mit Belastung Kraftmax-Belastung bis max 80% RM, wenig Wiederholungen und ohne Muskelversagen.

    Leider habe ich mich selbst dran nicht gehalten und wollte mehr austesten. Mehr Kraft bedeutet leider nicht schneller. Das ist kein Zaubergral. Besser gar keine Kraft als nur etwas zu viel Kraft.
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  23. #94
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Beim Krafttraining gilt nunmal das Gleiche wie beim Ausdauertraining: man muss das Training an den aktuellen Stand anpassen.
    Ja, aber. Bei Krafttraining ist das anders als bei Laufen. Man läuft die Intervalle nicht bei 80% sondern 95%. Somit kommt einem 80% beim Krafttraining nicht so schwer vor und man kann sehr schnell übertreiben. Trivial aber real.
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  24. #95
    Avatar von Unwucht
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Ja. Mehrere Studien sprechen das an, dass man Krafttraining nach Ausdauertraining ausüben soll, um mTOR mir AMPk nicht zu hemmen. Hier sehe ich aber ein Konflikt.
    Ausdauerläufer (also alles ab 800m, wo aerober Ausdauer entscheidend ist, somit auch die MDler) sind mehr von Ausdauer abhängig als von der Kraft. Und Ausdauer bedeutet Mitochondrien. Die pflegen der Mitochondrien erfolgt über die ROS-, Ca+ und (vor allem!!!) AMPk-Signalweg. AMPk wird erst dann aktiviert, wenn die Zelle in ein Zustand der Energiemangel kommt. Das passiert bei langen Ausdauereinheiten aber auch bei entleerten Muskelglykogen. mTOR dagegen kann nur bei vollen Speichern aktiviert werden.

    Also hier entsteht ein Konflikt der Interessen. Und da suchen die Trainer nach Lösungen.
    Wie wärs mit (nur mal so hingerotzt):
    - Abends Lauftraining, aber nichts was die Speicher zu sehr entleert.
    - Dann richtig futtern, und direkt vor dem Schlafen nochmal irgendwas mit Protein, z.B. Milch mit Honig
    - Morgens futtern, Krafttraining, und über den Tag immer schön Protein nachladen
    - Auch am nächsten Tag wieder gut futtern und erst abends wieder laufen

    Dann könnte das Krafttraining richtig gut nachwirken und du siehst bald aus wie Mutola oder Kratochvilova

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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  25. #96
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Ja!!
    Aber nur als Blocktraining und nur in der Grundlage. In der Spezifischer Phase und in der Wettkampfperiode musst Du laufen, richtig laufen. Und bei MD musst Du knallen.

    Ob Kratochvilova für uns ein Vorbild sein sollte... glaube ich nicht.

    Nehme mal den besten Weißen über 800... Coe. Ein Spargeltarzan.
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  26. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Rolli:

    Unwucht (07.02.2018)

  27. #97
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Mehr Kraft bedeutet leider nicht schneller. Das ist kein Zaubergral. Besser gar keine Kraft als nur etwas zu viel Kraft.
    Das ist auch meine Erfahrung auf der Ausdauerseite. Bei der Sprintfähigkeit sieht die Sache anders aus. Ein paar Woche mit brutalen Einheiten tiefer Kniebeuge und Kreuzheben machen Dich zum Sprinter. Wenn Du 200kg Tiefkniebeugen machst, bist Du automatisch schnell. Für die Ausdauerleistung war das vollends kontraproduktiv. Um es mal zusammenzufassen. Stark gleich schnell auf sehr kurzen Distanzen und stark gleich langsam über längere Distanzen. Aus dieser Erfahrung heraus bin ich auch überzeugt, daß sehr schnell auf kurzen Distanzen nicht bedeutet, daß man das auf längere Distanzen übertragen kann.

    Weil hier Coe angesprochen wurde. Der hat auch eine Menge Krafttraining betrieben. Das basierte aber so ziemlich ausschließlich aus Zirkeltraining mit vielen Wiederholungen. Kraftmax hat der nicht gemacht.

    Und die "Mädels", auf die Unwucht oben eingegangen ist, hatten Ihre Muskulatur nicht nur vom Training. Die eine hat ein paar Hormone zuviel von den Eltern mitbekommen und die andere hat wohl ein bisschen viel davon genascht.

  28. #98
    Avatar von Unwucht
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    Levi: ja ich glaube auch dass viele der besten LD Läufer v.a. auch in Äthiopien und Kenia mit minimalem Krafttraining auskommen. Nur von Farah hab ich da was anderes gehört, aber irgendwie muss Salazar seinen Formsprung im reifen Sportleralter von Mitläufer auf Siegläufer ja erklären. Bei Mittelstrecke wird allerdings heutzutage vielfach kräftig ans Eisen gegriffen, wenn man sich z.B. das Training von Nick Symmonds ansieht.

    Das mit Mutola war natürlich nicht ganz ernst gemeint. Aber sie ist/war halt muskulöser als die stärksten 800m Männer. Serena Williams sieht ja auch brutaler aus als viele Männer, man könnte fast Bizepsneid kriegen

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    Und schönen Skiurlaub! Perfektes Timing, ab südlicher Stadtgrenze von München ist im Moment alles weiß.
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  29. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Unwucht:

    leviathan (07.02.2018)

  30. #99
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    Zitat Zitat von Unwucht Beitrag anzeigen
    Bei Mittelstrecke wird allerdings heutzutage vielfach kräftig ans Eisen gegriffen, wenn man sich z.B. das Training von Nick Symmonds ansieht.
    Das stimmt schon. Nur ist ein Coe vor 37 Jahren auch eine 1:41 gelaufen. Und schau Dir in Deutschland die Laufgruppe von Dieter Herrmann an. Schuhmann wird Olympiasieger über 800m, Eberhardt 3:33 über 1500 und Krafttraining kannten die so gut wie gar nicht.

    Zu Mo Farah: er ist bereits vor seinem Wechsel zu Salazar in der absoluten Weltspitze gelaufen. Und sicher hat er noch ein paar kleine Schritte nach vorn gemacht. Ich würde nichtmal bezweifeln, daß ein Teil davon auf Krafttraining zurückzuführen ist. Da gab es aber noch viele andere Veränderungen. Zählen die nicht oder weniger?

    Ich finde, daß Kraftraining seinen Platz hat. Nicht mehr und nicht weniger. Diesen Hype kann ich nicht ganz nachvollziehen.

  31. #100
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Ich finde, daß Kraftraining seinen Platz hat. Nicht mehr und nicht weniger. Diesen Hype kann ich nicht ganz nachvollziehen.
    Da muss ich dir voll und ganz zustimmen. Was ich hier berichte sind nur Beobachtungen zu Trends im Training.

    Mit Mutola hab ich natürlich überspitzt, aber wer möchte nicht so eine Physis haben, und gleichzeitig auch noch schnell laufen können .

    Selbst war ich nur mal vor Jahren eine Zeitlang in der Muckibude. Aber die Kinder viel rumzutragen baut auch Muskeln auf, kein Scherz. Nachdem das jetzt langsam wieder weniger wird, muss ich wohl bald etwas Erhaltungsreize setzen.
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