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  1. #126
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Ein sehr guter Artikel, um einige physoliogische Prozesse zu analysieren und Kraft/Ausdauertraining zu vergleichen:
    http://othes.univie.ac.at/32498/1/20...07_0647129.pdf ...Lese den Artikel, den ich verlinkt habe. Da versucht Kollege Bellante einige Zusammenhänge zu erklären.
    Das wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Arbeit finde ich hochinteressant
    Ich mache zur Zeit neben dem Laufen viel (Bein)- Krafttraining und nach den ersten Wochen mit permanentem Muskelkater sieht es so aus, als gäbe es tatsächlich synergistische Effekte.
    Besser jedenfalls als Laufen/ Radfahren.

  2. #127

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    Ich werd mir das mal anschauen. Ganz interessant. Aber ein kurzer Verweis von einem Molekularbiologen: Vorsicht mit Molekularbiologie.

    Ansonsten hier was ganz nettes zum Thema Tapering:
    http://ciclismoysalud.com/wp-content...1/montreal.pdf

    Hat mich doch halbwegs erstaunt wie gering die Reduktion ausfallen soll um (angeblich) optimale Effekte zu erzielen. Könnte natürlich etwas grob sein als reine Meta-Analyse.

  3. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Dirk_H:

    Unwucht (12.02.2018)

  4. #128
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Ich werd mir das mal anschauen. Ganz interessant. Aber ein kurzer Verweis von einem Molekularbiologen: Vorsicht mit Molekularbiologie.
    Bitte kurze Erklärung...
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  5. #129
    Avatar von alcano
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    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Ich werd mir das mal anschauen. Ganz interessant. Aber ein kurzer Verweis von einem Molekularbiologen: Vorsicht mit Molekularbiologie.
    Jetzt sag aber nicht, dass noch ganz vieles ungeklärt und alles andere als sicher ist.

    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Ansonsten hier was ganz nettes zum Thema Tapering:
    http://ciclismoysalud.com/wp-content...1/montreal.pdf

    Hat mich doch halbwegs erstaunt wie gering die Reduktion ausfallen soll um (angeblich) optimale Effekte zu erzielen. Könnte natürlich etwas grob sein als reine Meta-Analyse.
    Du findest eine Reduktion um 41-60% gering? Ist aber tatsächlich etwas grob, da hier ja weder Trainingsalter noch Leistungsfähigkeit noch Zieldistanz berücksichtigt sind. Und andere Faktoren wie Muskelfaserzusammensetzung (ST/FT) spielen da wohl auch noch rein. Im Endeffekt bleibt sowieso nichts anderes übrig, als dass man das für sich selber ausprobiert. Und da bieten solche generalisierten Empfehlungen meist zumindest einen guten Startpunkt.
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  6. #130
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Jetzt sag aber nicht, dass noch ganz vieles ungeklärt und alles andere als sicher ist.
    Ich bin mal gespannt...
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  7. #131

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    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen

    Du findest eine Reduktion um 41-60% gering?
    Tabelle 2: 21-40% Reduktion bei Beibehalt der Intensität und der Trainingsfrequenz. Finde ich recht heftig.

    Und wenn Mitochondrien in die Apoptose (= programmierter Zelltod) gehen, dann wird es seltsam. Vielleicht Autophagie.
    Und schaue ich mir die erste größer zitierte Studie an, dann sehe ich hübsche WesternBlots...und wer braucht schon Ladekontrollen.
    Und jetzt muß hier auch keiner reagieren als hätte ich gesagt, dass das alles nicht stimmen würde. Aber so schwarz weiß wird es nicht, nur weil man AMPK oder mTOR schreibt. mTOR-Inhibition z.B. war einer der größten Flops in der Krebstherapie.

  8. #132
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Tabelle 2: 21-40% Reduktion bei Beibehalt der Intensität und der Trainingsfrequenz. Finde ich recht heftig.

    Und wenn Mitochondrien in die Apoptose (= programmierter Zelltod) gehen, dann wird es seltsam. Vielleicht Autophagie.
    Und schaue ich mir die erste größer zitierte Studie an, dann sehe ich hübsche WesternBlots...und wer braucht schon Ladekontrollen.
    Und jetzt muß hier auch keiner reagieren als hätte ich gesagt, dass das alles nicht stimmen würde. Aber so schwarz weiß wird es nicht, nur weil man AMPK oder mTOR schreibt. mTOR-Inhibition z.B. war einer der größten Flops in der Krebstherapie.

    Ich habe gehofft, dass Du uns etwas aufklären kannst. Wir können nur lesen was das steht und selbst nichts überprüfen. Halbsätze helfen da nicht weiter.
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  9. #133
    Avatar von alcano
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    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Tabelle 2: 21-40% Reduktion bei Beibehalt der Intensität und der Trainingsfrequenz. Finde ich recht heftig.
    Ah, kommt davon, wenn man solche Texte nur überfliegt. Die 41-60% sind dann wohl im Schnitt für alle drei Sportarten am besten. Was natürlich sehr aussagekräftig ist. Da müsste man sich tatsächlich die einzelnen Studien genauer anschauen, um irgendwelche Rückschlüsse ziehen zu können. Und wenn ich mir die Zahlen in Tabelle 2 so anschaue, vermute ich, dass man da auch nur relativ wenig finden wird, das weiterhelfen würde. Ist wahrscheinlich einfach von zu vielen Faktoren abhängig: ich bezweifle zum Beispiel stark, dass man da irgendwelche Studien finden wird, die gezielt den Einfluss auf die Marathon-/Halbmarathonleistung untersucht haben oder dass man zu interindividuell unterschiedlichen Reaktionen auf die Interventionen (und mögliche Gründe dafür) viel finden würde.

    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Und wenn Mitochondrien in die Apoptose (= programmierter Zelltod) gehen, dann wird es seltsam. Vielleicht Autophagie.
    Und schaue ich mir die erste größer zitierte Studie an, dann sehe ich hübsche WesternBlots...und wer braucht schon Ladekontrollen.
    Und jetzt muß hier auch keiner reagieren als hätte ich gesagt, dass das alles nicht stimmen würde. Aber so schwarz weiß wird es nicht, nur weil man AMPK oder mTOR schreibt. mTOR-Inhibition z.B. war einer der größten Flops in der Krebstherapie.
    Es ist doch eigentlich nie nur schwarz oder weiß.

    Du beziehst dich auf die Magisterarbeit? Das Schwierige ist halt: das entspricht ja im Prinzip einer Masterarbeit und der Verfasser hat Sportwissenschaft studiert. Ich kenne den Aufbau dieses Studiengangs in Wien nicht, vermute aber, dass er deutlich weniger (Molekular-) Biologie beinhaltet als ein Studium der Molekularbiologie. Andererseits: verfassen Molekularbiologen Arbeiten zu solchen Themen (ernst gemeinte Frage)? Und wie "genau" wäre eine solche Arbeit in sportwissenschaftlicher Hinsicht?

    Finde ich mit am schwierigsten heutzutage, aus der Fülle der Informationen diejenigen herauszufiltern, die 1. relevant und 2. möglichst korrekt (so weit das möglich ist) sind, insbesondere, da man meist einfach nicht beurteilen kann, was nun wirklich plausibel ist und was nicht, wenn man nicht sehr tief in einem Thema drin ist. Dazu (mehr oder weniger) hat Steve Magness vor einigen Tagen auch etwas geschrieben: http://www.scienceofrunning.com/2018...-learning.html
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  10. #134
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Ich glaube es nicht, dass wir hier überhaupt in der Lage sind irgendwas in Frage zu stellen und haben erst angefangen mit “read everything”. Ob man dabei einen Magister der Sportwissenschaft als Guru ansieht.... glaube ich nicht. Eher als Lieferant des kompakten Lern-Stoffes, was man in der Praxis testen oder nur als kleine Infoquelle nutzen kann.

    So was (Magisterarbeit oder Metastudie) ist mir lieber als Youtuber, was Magness gemeint hat.
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  11. #135

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    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Ah, kommt davon, wenn man solche Texte nur überfliegt. Die 41-60% sind dann wohl im Schnitt für alle drei Sportarten am besten. Was natürlich sehr aussagekräftig ist. Da müsste man sich tatsächlich die einzelnen Studien genauer anschauen, um irgendwelche Rückschlüsse ziehen zu können. Und wenn ich mir die Zahlen in Tabelle 2 so anschaue, vermute ich, dass man da auch nur relativ wenig finden wird, das weiterhelfen würde. Ist wahrscheinlich einfach von zu vielen Faktoren abhängig: ich bezweifle zum Beispiel stark, dass man da irgendwelche Studien finden wird, die gezielt den Einfluss auf die Marathon-/Halbmarathonleistung untersucht haben oder dass man zu interindividuell unterschiedlichen Reaktionen auf die Interventionen (und mögliche Gründe dafür) viel finden würde.
    Vermutlich. Ich hab halt in einer nicht zu intensiven Suche versucht was zu dem Thema zu finden. Ich fand die Literatur eher dünn und angeführte Metaanalyse garnicht so schlecht. Wie auch bei anderen Dingen vorher angeführt, die Abweichungen sind aber schon recht heftig. Trotzdem findet man ja mittlerweile vermehrt Zweifler am "klassischen" Tapering mit zu starker Reduktion und das würde an dieser Stelle unterstützt. Konnte ich jetzt nicht ausprobieren, da ich eine Woche vor dem WK krank geworden bin und daher aussetzen mußte.


    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Es ist doch eigentlich nie nur schwarz oder weiß.
    Sehe ich auch so. Mein Eindruck beim Überfliegen der letzten 1 1/2 Seiten, welcher vielleicht total falsch war, war aber eine starke Gewichtung dieser Studien, weil sie nun molekulare Marker und Prozesse anführen. Wie gesagt, vielleicht kam das abei mir falsch an. Und auch wenn ich mich wiederhole: Ich habe nur mit einem zwinkern zu etwas Vorsciht geraten.

    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Du beziehst dich auf die Magisterarbeit? Das Schwierige ist halt: das entspricht ja im Prinzip einer Masterarbeit und der Verfasser hat Sportwissenschaft studiert. Ich kenne den Aufbau dieses Studiengangs in Wien nicht, vermute aber, dass er deutlich weniger (Molekular-) Biologie beinhaltet als ein Studium der Molekularbiologie.
    Die Magisterarbeit ist sicher interessant. Habe gestern mal einen Teil gelesen. Aber es handelt sich um eine Literaturarbeit und damit treffen im Grunde ähnliche, potentielle Kritikpunkte zu, welche auch auf die Metaanalyse des Taperings zutreffen.
    Mag ein total dummer Zufall sein, aber die erste Studie die ich dann im Detail aufgemacht habe (Terada et al. 2005) ist eigentlich so nicht publizierbar. Hier wurden keine Ladekontrollen verwendet. Konnte ich mit einem Blick auf den Material&Methoden Teil kaum glauben, scheint aber wirklich so zu sein.

    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Andererseits: verfassen Molekularbiologen Arbeiten zu solchen Themen (ernst gemeinte Frage)? Und wie "genau" wäre eine solche Arbeit in sportwissenschaftlicher Hinsicht?
    Es gibt schon Biochemiker die in die Sportmedizin gehen. Grundsätzlich also machbar. Und wie präzise solch eine Studie dann sein würde hängt wohl von der individuellen Fragestellung ab. Aber gerade Signaltransduktion und resultierende Änderungen in der Transkription sind schon ein heftiges Thema. Ich fand die Arbeiten zum Thema epigenetische Auswirkungen da schon besser gemacht. Auch wenn die Resultate vielleicht nicht immer voll stimmig sind/waren. Und zur Sicherheit nochmal: Ich will die grunsätzlichen Wirkungen und Resultate zum Thema mTOR und AMPK nicht in Frage stellen. Ich hab aber auch keine Lust mir alle Studien im Detail anzuschauen um herauszufinden was ich davon als vertrauenswürdig einstufen kann. Fachperson für Signaltransduktion bin ich auch nicht.
    Simpel gesagt: Mir sind klassische Studien die z.B. 20 Läufer nehmen, in zwei Gruppen aufteilen, alle am Anfang und Ende 10km rennen lassen, und dazwischen etwas variieren lieber. Mag vielleicht auch naiv sein.



    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Finde ich mit am schwierigsten heutzutage, aus der Fülle der Informationen diejenigen herauszufiltern, die 1. relevant und 2. möglichst korrekt (so weit das möglich ist) sind, insbesondere, da man meist einfach nicht beurteilen kann, was nun wirklich plausibel ist und was nicht, wenn man nicht sehr tief in einem Thema drin ist. Dazu (mehr oder weniger) hat Steve Magness vor einigen Tagen auch etwas geschrieben: http://www.scienceofrunning.com/2018...-learning.html
    Stimme ich voll zu bei 1./2..

  12. #136
    Avatar von alcano
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Ich glaube es nicht, dass wir hier überhaupt in der Lage sind irgendwas in Frage zu stellen und haben erst angefangen mit “read everything”. Ob man dabei einen Magister der Sportwissenschaft als Guru ansieht.... glaube ich nicht. Eher als Lieferant des kompakten Lern-Stoffes, was man in der Praxis testen oder nur als kleine Infoquelle nutzen kann.

    So was (Magisterarbeit oder Metastudie) ist mir lieber als Youtuber, was Magness gemeint hat.
    Mir ging es dabei gar nicht so sehr um den "Guru". Den Begriff finde ich nicht unbedingt optimal gewählt. Ich habe das für mich auch so verstanden, dass es Magness dabei durchaus auch um anerkannte Experten geht, nicht nur um irgendwelche Youtuber.

    Das Phänomen des "superficial understanding" hat man ja im Prinzip auch in jedem Lehrbuch. Je nach Breite des darin behandelten Stoffs müssen die Autorinnen oder Autoren entscheiden, wie tief sie in die einzelnen Thematiken eintauchen wollen. Meist/oft läuft das dann darauf hinaus, dass je nach Unterthema einzelne Aspekte veraltet/überholt/falsch sind. Oder sie sind so stark vereinfacht, dass man der Komplexität des Ganzen einfach nicht annähernd gerecht werden kann. Aber hier muss man den Autoren dann trotzdem vertrauen, dass das dann so trotzdem stimmt und der aktuelle Wissensstand größtenteils korrekt zusammengefasst wurde, auch wenn man in jedem Buch gewisse Fehler und Ungenauigkeiten finden wird, wenn man mit einer Materie genug vertraut ist.


    Zur (Molekular-)Biologie:
    Ich mag ja Artikel, in denen die Autoren ganz klar schreiben, dass trotz großer Fortschritte in letzter Zeit eigentlich das meiste noch sehr unklar ist: https://www.sciencedirect.com/scienc...92867414013178
    Zitat: "Although major breakthroughs in the knowledge of how exercise activates numerous cellular, molecular, and biochemical pathways have been witnessed, direct evidence linking such effects to specific health outcomes and understanding how these effects exert their benefits in different populations remains elusive and a challenge for future research."
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  13. #137
    Avatar von alcano
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    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Vermutlich. Ich hab halt in einer nicht zu intensiven Suche versucht was zu dem Thema zu finden. Ich fand die Literatur eher dünn und angeführte Metaanalyse garnicht so schlecht. Wie auch bei anderen Dingen vorher angeführt, die Abweichungen sind aber schon recht heftig. Trotzdem findet man ja mittlerweile vermehrt Zweifler am "klassischen" Tapering mit zu starker Reduktion und das würde an dieser Stelle unterstützt.
    Ich finde die Metaanalyse auch absolut in Ordnung, wenn auch eher grob gehalten. Mujika hat ja auch ein Buch zu dem Thema geschrieben, der wird also schon halbwegs Ahnung haben. Mir ist ehrlich gesagt auch wenig zu dem Thema bekannt, habe aber ebenfalls nie intensiv gesucht.

    Magness hat übrigens auch hierzu einen meiner Meinung nach lesenswerten Beitrag geschrieben: http://www.scienceofrunning.com/2014...ous-thing.html

    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Konnte ich jetzt nicht ausprobieren, da ich eine Woche vor dem WK krank geworden bin und daher aussetzen mußte.
    Habe ich gelesen, ja. Freut mich, dass du wieder fit bist und trotzdem so ein gutes Resultat dabei rauskam.
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  14. #138
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Zur (Molekular-)Biologie:
    Ich mag ja Artikel, in denen die Autoren ganz klar schreiben, dass trotz großer Fortschritte in letzter Zeit eigentlich das meiste noch sehr unklar ist: https://www.sciencedirect.com/scienc...92867414013178
    Zitat: "Although major breakthroughs in the knowledge of how exercise activates numerous cellular, molecular, and biochemical pathways have been witnessed, direct evidence linking such effects to specific health outcomes and understanding how these effects exert their benefits in different populations remains elusive and a challenge for future research."
    Eigentlich hab ich noch keine Studie gelesen, die nach 2005 geschrieben wurde, was so eine eindeutige Feststellung "wenn so, dann so und fertig" schreibt. Alle benutzen genau die von Dir gewollte Begriffe: "es scheint", "möglicherweise", "nicht sicher"...
    und vor allem "mehrere Wege, die noch nicht geklärt sind."
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  15. #139
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Man kann sich auch mal für 5 Tage auf die faule Haut legen (Schock!!)

    https://journals.lww.com/nsca-jscr/A...hod_of.19.aspx
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  16. #140
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Man kann sich auch mal für 5 Tage auf die faule Haut legen (Schock!!)
    Die Studie bezieht sich aber auf "Maximum Strength". Ich kann daraus nichts oder nur sehr wenig für einen Langstreckenläufer ableiten. Da könnte ich genauso Analogien zum Schach oder Halma ansetzen.

    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Magness hat übrigens auch hierzu einen meiner Meinung nach lesenswerten Beitrag geschrieben: http://www.scienceofrunning.com/2014...ous-thing.html
    Den Artikel hatte ich schon einmal gelesen. Allerdings fand ich diesmal andere Dinge interessant. Die physiologische Komponente ist ja nur der eine Teil. Aber gerade im zweiten aufgeworfenen Punkt finde ich mich wieder:

    Above all though, distance runners are creatures of habit. We freak out when we drop mileage, drop runs, start training once a day. Running is often our stress relief time too, so when we take that away (and with a tough race coming up…) we start stressing out more.
    Wenn man Routinen mag und diese einem Sicherheit geben, ist es schwer damit umzugehen, wenn diese Hilfestellung auf einmal fehlt.

  17. #141
    Avatar von Unwucht
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Den Artikel hatte ich schon einmal gelesen. Allerdings fand ich diesmal andere Dinge interessant
    Mir gehts genauso. Tapering ist möglicherweise ein Thema, das für Profis und Amateure nur schwer zu vergleichen ist. Es ist einfach nicht dasselbe, ob ein Profi von (wasweisich) 10-12 Einheiten pro Woche auf sagen wir 6-7 runter geht, oder ein Hobbyist von 6-7 auf 3.

    In meinem Bekanntenkreis gibt es einige, die jahrein jahraus relativ konstant trainieren, und dann für den Marathon vielleicht etwas zuspitzen, und passt. Hier im Forum dagegen soll es Gerüchten zufolge durchaus vorkommen, dass sich Kandidat/innen ziemlich ins Eck trainieren, und dann versuchen mit einem langen Taper die Superkompensation zu erwischen, und den Jackpot zu knacken.

    Da sehe ich durchaus auch die gängigen Trainingspläne in der Verantwortung. Vielleicht wäre es erstrebenswert, am Beginn eines Trainingsplans schon relativ gut in Form zu sein, und dann eine eher flache Formkurve anzustreben. Dann ist auch die Gefahr nicht so groß, hinter dem Peak gleich runterzupurzeln. Wir sehen ja saisonal hier, dass der Einstieg in die Pläne sofort Leistungszuwächse verursacht, und ich verstehe durchaus dass es dann schwer ist, die Pferde im Zaum zu halten. Statt den Leuten zu sagen sie sollen langsamer laufen, könnte man ja versuchen zu empfehlen, vor dem Plan schon dosiert beim Tempotraining hinzulangen, und dadurch den ersten Formkick abzumildern.

    Das sage ich jetzt nicht nur als Fanboy von Hudson, der ja empfiehlt sich ganzjährig nicht allzu weit von der Rennschärfe zu entfernen .
    Let fitness naturally occur. Don't force it or chase times. - @stevemagness

  18. #142
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Die Studie bezieht sich aber auf "Maximum Strength". Ich kann daraus nichts oder nur sehr wenig für einen Langstreckenläufer ableiten. Da könnte ich genauso Analogien zum Schach oder Halma ansetzen.
    Weil man einige Sachen etwas breiter sehen soll.
    Da Maximalkraft die Schnelligkeit und somit einen Element des Laufen ist, sollte man das nicht ausser Acht lassen.

    perhaps because of decreases in neuromuscular fatigue.
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  19. #143
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von Unwucht Beitrag anzeigen
    Das sage ich jetzt nicht nur als Fanboy von Hudson, der ja empfiehlt sich ganzjährig nicht allzu weit von der Rennschärfe zu entfernen .
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  20. #144
    Avatar von Sven K.
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    Eine Veränderung der Fußaufsatztechnik durch lokale Muskelermüdung kann zur Erhöhung der Verletzungsrate im Laufsport führen. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass sich die plantare Druckverteilung unter dem Fuß in Abhängigkeit von der Fußaufsatztechnik und der lokalen Muskelermüdung unterscheidet. Zur Verletzungsprävention sollte die Fußaufsatztechnik variiert werden, um besonders den Fußbereich unter der Ferse bzw. dem Vorfuß zu entlasten.

    http://www.zeitschrift-sportmedizin....uring-running/

  21. #145
    Alles im Blick. Avatar von bones
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    Precooling - die heisse Jahreszeit kann kommen ;-)

    https://www.bisp.de/SharedDocs/Downl...cationFile&v=1
    "Seien Sie sich bewußt, dass das, was Sie über Ihr persönliches Wohlbefinden zu wissen glauben, vielfach das Resultat gezielter Manipulation durch Industrien ist, deren primärer Fokus ihr Gewinnstreben und nicht notwendigerweise Ihre Gesundheit und Sicherheit ist. " Prof. Dr. Tim Noakes

  22. #146
    Avatar von alcano
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    Kohlenhydrate: wann und wie viele?

    Fuel for the Work Required: A Theoretical Framework for Carbohydrate Periodization and the Glycogen Threshold Hypothesis

    Fazit für mich persönlich: interessant, aber da ist mir der organisatorische Aufwand (und das Risiko die Regeneration negativ zu beeinflussen) zu groß für den möglichen Ertrag. Einiges davon ergibt sich ja auch einfach automatisch, ohne dass man es bewusst darauf anlegt. Muss aber auch zugeben, dass ich das Gefühl bei Nüchternläufen nicht sonderlich mag.
    "The idea that the harder you work, the better you're going to be is just garbage. The greatest improvement is made by the man or woman who works most intelligently." Bill Bowerman

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  23. #147
    Avatar von Sven K.
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    Mal ein Beispiel dafür, das man sich eine Studie IMMER komplett anschauen(und verstehen) sollte und nicht nur das Abstrakt?

    https://www.strunz.com/de/news/eiwei...ere-stark.html

  24. #148
    Avatar von alcano
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    Zitat Zitat von Sven K. Beitrag anzeigen
    Mal ein Beispiel dafür, das man sich eine Studie IMMER komplett anschauen(und verstehen) sollte und nicht nur das Abstrakt?

    https://www.strunz.com/de/news/eiwei...ere-stark.html
    Unabhängig davon ob er Recht hat mit dem was er schreibt: der Autor (Strunz?) stützt letztendlich mit diesem negativen Beitrag seine eigene These, dass der Mensch "grundsätzlich hämisch veranlagt ist" und "immer das Negative sucht." Finde ich schade, da man Kritik durchaus auch sachlicher (und positiver) formulieren könnte. Hier scheint es aber mehr darum zu gehen, etwas ins Lächerliche zu ziehen.
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  25. #149
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Ich selbst kann die Aussage der Studie nicht beurteilen, aber wenn es stimmt was er schreib ist etwas Sarkasmus mehr als angebracht.
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  26. #150
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Unabhängig davon ob er Recht hat mit dem was er schreibt: der Autor (Strunz?) stützt letztendlich mit diesem negativen Beitrag seine eigene These, dass der Mensch "grundsätzlich hämisch veranlagt ist" und "immer das Negative sucht."
    Man hätte das auch ganz anders interpretieren können. Immerhin sucht er selbst ja auch das Negative in der besagten Studie. Vielleicht wollten die Forscher ja genau das am Ende genannte Ergebnis finden. Und dann unterliegst Du einfach zu oft dem confirmation bias. Du siehst dann einfach die Dinge, die Dir in den Kram passen und blendest die anderen aus. Mit anderen Worten: man glaubt nicht, was man sieht, sondern sieht, was man glaubt.

    Finde ich schade, da man Kritik durchaus auch sachlicher (und positiver) formulieren könnte.
    Er ist ja kein Wissenschaftler. Ich würde ihn eher als populärwissenschaftlichen Autor und Publizist beschreiben. Da sind eine gesunde Prise Zynismus und Ironie durchaus erlaubt. Ob man den Inhalt dann teilt, ist eine andere Frage. Bedenklich finde ich eher, daß solche Darstellungen von vielen ungefiltert aufgenommen werden. Da bin ich mit allerdings nicht sicher, ob hier die Verantwortung nicht auch beim Leser zu suchen ist. Wenn dem nicht so wäre, müsste man eigentlich sofort alle sozialen Medien abschalten

  27. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von leviathan:

    Sven K. (18.02.2018)

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