Top Themen: Laufhelden | Individuelle Trainingspläne | Laufschuh-Datenbank | Uhren-Datenbank | Lauftrainer-App | Laufen anfangen | Laufen

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  1. #51
    Avatar von Andy67
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    Hallo zusammen,

    leider hatte ich in Moritzburg so ziemlich den mental schlechtesten Tag erwischt den man sich vorstellen kann.
    Beim Marathon herrschte "Die große Leere"

    Einen ausführlichen Bericht habe ich auf meinem Blog geschrieben.

    ulmerandy.WordPress.com

    Viele Grüße

    Andy

  2. #52
    Avatar von eisbaer0270
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    Hallo Andi,

    habe deinen Bericht gelesen. Also wirklich, Hut ab. Ich habe wirklich höchsten Respekt vor allen die so einen Wettkampf überhaupt schaffen, geschweige den, wenn man dann noch einen solchen Tag erwischt, wo's überhaupt nicht laufen will. Hier die mentale Stärke zu beweisen und trotzdem durchzuhalten und zu finishen hat in meinen Augen allerhöchsten Respekt verdient.
    Leben ist Freude, Freude ist leben.

  3. #53
    Avatar von Rennschnecke 156
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    Ich habe den Bericht auch gelesen und gratuliere ebenfalls zum "Finisher".
    Solche Tage hat man halt machmal, ist dann schon bitter, wenn es gerade auf den geplanten Saisonhöhepunkt fällt.
    Bin auch schon bestens trainiert und voller Tatendrang in Kandel an der Startlinie gestanden und habe dann schon nach dem ersten Dorf gemerkt, das wird heut nix.
    Wie gehts jetzt weiter mit deiner Triathlonkarriere? Hast du mit etwas Abstand ein Fazit dieses Tages ziehen können? Weitermachen schon, nochmal angreifen oder einfach just-for-fun mitmachen? Oder ist dir dafür der ganze Aufwand zu groß?

    Sei froh, daß du nicht Jogi Löw bist und die ganze Nation spekuliert
    Gruß RS

  4. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Rennschnecke 156:

    eisbaer0270 (03.07.2018)

  5. #54
    Avatar von Kampfschwein406
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    Zitat Zitat von Rennschnecke 156 Beitrag anzeigen
    Kampfschwein: Verspäteter Glückwunsch.
    Das heiße Wetter im April hat bei Vielen die Planungen und Zeitvorstellungen über den Haufen geworden. Wie war dein Zehner? Hoffentlich nicht arg beeinträchtigt durch die Pollen. Im Moment wird überall vor den Eichenprozessionsspinnern gewarnt
    Besser spät als nie... Gilt für die Antwort, nicht für meine Ankunftszeit ;)
    Ja, Anfang Juni bin ich unter 48 min für 10,5 km geblieben. Das war angesichts von fast 30 Grad und Schwüle (direkt nach dem Lauf kam dann auch eín heftiges Gewitter herunter) ok.
    Angesichts der jetzigen Temperaturen war das natürlich noch Frühling. Daher mache ich derzeit auch nicht viel.

    Und wie läufts bei Dir?

  6. #55
    Avatar von Andy67
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    Zitat Zitat von Rennschnecke 156 Beitrag anzeigen
    Ich habe den Bericht auch gelesen und gratuliere ebenfalls zum "Finisher".
    Solche Tage hat man halt machmal, ist dann schon bitter, wenn es gerade auf den geplanten Saisonhöhepunkt fällt.
    Bin auch schon bestens trainiert und voller Tatendrang in Kandel an der Startlinie gestanden und habe dann schon nach dem ersten Dorf gemerkt, das wird heut nix.
    Wie gehts jetzt weiter mit deiner Triathlonkarriere? Hast du mit etwas Abstand ein Fazit dieses Tages ziehen können? Weitermachen schon, nochmal angreifen oder einfach just-for-fun mitmachen? Oder ist dir dafür der ganze Aufwand zu groß?

    Sei froh, daß du nicht Jogi Löw bist und die ganze Nation spekuliert
    Gruß RS
    Eigentlich wollte ich evtl. beim Knappenmann oder in Almere noch einen Versuch wagen, aber war die letzten Tage auch noch krank so dass es einfach keinen Sinn machen würde.
    Jetzt steht wohl ein neuer Versuch in Limmer an - der Gruppenzwang eben *sfg*
    Aber nur wenn ich bis dahin mehr als 20 Km flott und ohne Probleme laufen kann - daran wird im Winter gearbeitet.

    Viele Grüße

    Andy

  7. #56
    Avatar von Rennschnecke 156
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    Kurzes Lebenszeichen aus dem Sommerloch:
    hab im Juni/Juli einige Wettkämpfe mitgemacht, jetzt ist während der großen Ferien gerade Sommerpause.
    Wahrscheinlich hätte ich angesichts der Temperaturen wahrscheinlich sowieso keinen Wettkampf bestritten, da reicht mir das normale Erhaltungstraining.
    Für meinen Herbstmarathon muß ich jetzt so langsam in die Hufe kommen und mit 30-ern anfangen, soll jetzt am Sonntag losgehen. Petrus hatte ein Einsehen und schickt einen etwas kühleren Sonntag.
    Im September kommt dann vorher noch ein 10 km Wertungslauf, der letzte, dann wird abgerechnet. Bei uns gibts allerdings nicht viel zu rechnen, wir sind letzte, und das werden wir auch bleiben.

    Die letzten Wochen habe ich wieder mit Bahn-und Techniktraining angefangen, beschert mir jedesmal einen tierischen Muskelkater, macht mir aber auch richtig Spaß. Ich komme völlig platt nach Hause, hole meine alten Lauftagebücher raus und gucke, was habe ich 2008 für 200 Meter gebraucht und wann bin ich meine Bestzeit für das Sportabzeichen gelaufen.
    Das will ich zumindest im Sommerhalbjahr weitermachen, im Winter gehe ich dann wieder zu meinem normalen Mittwochsturnen.

    Gruß RS

  8. #57
    Avatar von Andy67
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    Wo läufst Du den im Herbst ?

    Fragende Grüße

    Andy

  9. #58

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    Hallo Mohikaner

    auch bei mir läuft derzeit nicht viel - nur im Juli eine olympische Distanz absolviert - heuer stand Hausbau bei meinen zwei Töchtern am Trainingsprogramm - werde im September wieder mit einen geordneten Trainingsprogramm starten.

    Habe nächste Jahr wieder einen Halbmarathon und eine Mitteldistanz im Triathlon geplant - und vielleicht 2020 wieder einen IRONMAN.

    LG Robert aus der sommerlichen Steiermark

  10. #59
    Avatar von Rennschnecke 156
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    Zitat Zitat von Andy67 Beitrag anzeigen
    Wo läufst Du den im Herbst
    Bin am Bodensee angemeldet, 7.10.. , aber im Moment mache ich grad noch an einer anderen Konstellation um den Urlaub rum rum, dann würde ich am Bodensee nur HaMa laufen.
    Aber vermutlich wird es doch der 3-Länder-Marathon werden.
    Gruß RS

  11. #60
    Avatar von Andy67
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    Ich war zuerst eine Woche im Urlaub am Lago Maggiore und hab dort so vor mich hin gesportelt

    Urlaub und Sport am Lago Maggiore

    Und in der zweiten Urlaubswoche dachte ich mir - normal kann jeder; also mach mal etwas anderes:

    Am Anfang der besten Geschichten

    Viel Spaß beim Lesen und viele Grüße

    Andy

  12. #61
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    Andy, hab ich das richtig gesehen: du hast gestern mal wieder einen langen Lauf gemacht?
    Von meinen Bekannten war gestern auch wieder eine größere Gruppe vor Ort.
    Gruß RS

  13. #62
    Avatar von Andy67
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    Ja, ich wollte einfach nach der etwas durchwachsenen Saison mal wieder ein (wenn auch sehr bescheidenes) Erfolgserlebnis haben und einen Marathon durchlaufen. Das hat trotz richtig harter Bedingungen ("Fabienne" war im Anflug) bis Km 39 sehr gut geklappt. Dann kamen ein paar Krämpfe, aber das kleine Ziel sub5 war da bereits sicher.

    Ich schreibe noch einen Bericht auf meinem Blog - so nach dem Motto "Wer nicht schnell laufen kann, kämpft eben wie ein Löwe"

    Viele Grüße

    Andy

  14. #63
    Avatar von eisbaer0270
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    Hallo Andy,

    ich kann deinen Kampgeist wieder einmal nur bewundern. Nach einer sehr bescheidenen Saison habe ich mich dieses Jahr nicht mal an die 5km-Distanz getraut und bin somit auch nicht in Ulm gelaufen, obwohl das die letzten Jahre immer für mich der Höhepunkt meiner Laufsaison war.

    Aber dein Beispiel motiviert mich wieder meinen Fokus aufs nächste Jahr zu legen und mich langsam wieder an die größeren Distanzen ranzuarbeiten. In diesem Sinne bin ich diese Woche wieder zum ersten Mal seit langem eine Distanz über 5km gelaufen.

    Leider bin ich dieses Jahr am Dreiländer Marathon verhindert. Sonst hätte ich es toll gefunden den einen oder anderen von uns mal persönlich dort zu treffen. Zumal das ja quasi fast vor meiner Haustüre stattfindet.

    Schöne Grüße vom Bodensee.
    Leben ist Freude, Freude ist leben.

  15. #64
    Avatar von Andy67
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    @eisbär

    Ja, so doofe Saison gibt es immer wieder mal. Aber schön dass ich dich motivieren kann den Fokus auf neue Jahr zu legen. gibt es schon konkrete Pläne ?

    Viele Grüße

    Andy

  16. #65
    Avatar von eisbaer0270
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    Zitat Zitat von Andy67 Beitrag anzeigen
    Gibt es schon konkrete Pläne ?

    Viele Grüße

    Andy
    Hallo Andy,

    nein konkrete Pläne habe ich noch nicht. Aber mit den Bodensee³ habe ich drei schöne Halbmarathons direkt vor meiner Nase (Fischbach, Hagnau und Kressbron). Der Dreiländer-Lauf in Bregenz liegt auch fast vor der Haustüre (liegt nur meist ungünstig um den Geburtstag meiner Frau) und dann ist da ja auch noch der Einsteinmarathon in Ulm mit seinen verschiedenen Distanzen.
    Ich denke bis im Januar sehe ich, wie es sich entwickelt und welche Basis ich bis dahin habe. Dann gehts so langsam ans Pläneschmieden.

    Schöne Grüße vom Bodensee
    Leben ist Freude, Freude ist leben.

  17. #66
    Avatar von Rennschnecke 156
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    Hier nun der Bericht über meinen Ausflug nach Hamburg vor inzwischen bald schon 20 Jahre.

    @ alle,
    zu meinen schönsten Lauferlebnissen zählt eine Joggingrunde mit Johannes B. Kerner.
    Damals haben Kollegen und Freunde gefragt, wie war's denn so, wie war der Kerner, deshalb habe ich wie in der Schule einen kleinen Erlebnisaufsatz geschrieben:

    Reisetagebuch einer Rommelsbacher Rennschnecke

    Bevor ich mit dem Reisetagebuch beginnen kann, muss ich die Vorgeschichte erzählen:

    Angefangen hat alles mit einem Preisausschreiben in einer „HörZu“ vom November 2000. Es stand unter dem Motto: „Traumgeschenke – Geschenke, die man sich nicht mit Geld kaufen kann“.
    Eines dieser Traumgeschenke war: Joggen mit Johannes B. Kerner auf seiner täglichen Laufstrecke um die Außenalster in Hamburg.
    Gelesen-überlegt- (Seine Bestzeit von ca.34 Minuten für die knapp 8 km kann ich zwar nicht erreichen, aber ich bin auch 10 Jahre älter) und geschrieben.

    Die geforderte Begründung, warum gerade ICH diesen Preis gewinnen sollte, konnte ich leicht mitliefern: ich habe noch einen Traum, den man sich nicht mit Geld kaufen kann: ich möchte noch vor meinem 50. Lebensjahr einen Marathon bestreiten.
    Außerdem habe ich am Heiligabend Geburtstag, da wäre dann der Preisausschreibengewinn ein zusätzliches Geburtstagsgeschenk für mich. Weiterhin habe ich geschrieben, dass ich 44 Jahre alt bin, nur 1,56 m groß und vor ca.10 Jahren nach der Geburt meines zweiten Kindes angefangen habe zu joggen. Ursprünglich nur, um ein paar Kilos abzunehmen, aber inzwischen macht es richtig Spaß. Mit 2 Nachbarinnen habe ich begonnen, bei Stadtläufen mitzumachen. Zu unserem ersten Stadtlauf haben wir uns T-Shirts mit dem Aufdruck „Rommelsbacher Rennschnecken“ (Rommelsbach ist ein Ortsteil von Reutlingen) und einem Schneckenbild von einem Kindergartenpuzzle anfertigen lassen. Wenn wir 10 km unter 1 Stunde schaffen, freuen wir uns, wenn es nicht gut läuft, machen wir eben eine Gehpause und dann wird es etwas mehr als 1 Stunde, aber was soll´s - für uns zählt der olympische Gedanke: dabeisein ist alles.

    Und es hat geklappt: Drei Tage vor Weihnachten erhielt ich einen Anruf „Spreche ich mit Frau Rennschnecke? Ich wollte Ihnen nur kurz mitteilen, sie joggen mit Johannes B. Kerner um die Außenalster“. Mein Anrufer war Herr Klassen, der stellvertretende Chefredakteur der „HörZu“. Im ersten Moment dachte ich an einen Scherz meiner Kolleginnen, denen ich durchaus zugetraut hätte, einen männlichen Anrufer für diesen Schabernack zu gewinnen, aber als nach einigen Tagen die schriftliche Bestätigung mit dem Briefkopf der „HörZu“ eintrudelte, konnte ich wirklich anfangen, mich zu freuen.

    Im April gingen dann die konkreten Planungen los. Gleichzeitig erfuhr ich, dass als zusätzliches Highlight die Teilnahme bei der Aufzeichnung der „Johannes B. Kerner-Show“ am Donnerstag Abend geplant war. Der Jogging-Termin sollte Donnerstag Mittag sein. Weil dieser zeitliche Ablauf mit der Anreise am Donnerstag nicht zu schaffen war, habe ich mich entschlossen, schon am Mittwoch anzureisen, damit diese Tage nicht in absoluten Stress ausarten. Nach mehreren Telefonaten und e-mails zwecks Terminabsprachen, Hotel- und Zugreservierung u.ä. trafen ein paar Tage vor Reiseantritt alle Unterlagen ein: 2 Fahrkarten 1.Klasse für den ICE (mein Mann durfte auch mit) und die Reservierung im Hotel „Marriott“ in Hamburg.

    Am 9. Mai ging es also los. Die Kinder waren gut versorgt, und wir fuhren mit dem Bus, mit dem ich normalerweise zur Arbeit fahre, zum Bahnhof. Weil morgens immer dieselben Leute im Bus sind, sind wir schon aufgefallen, als wir mit Reisetasche und Rucksack eingestiegen sind. Wir haben dann schon morgens um 7.30 Uhr Reklame für die „HörZu“ gemacht, als ich die Story vom Traumgewinn erzählt habe.
    Um 9.25 Uhr fuhr dann pünktlich der „ICE 670 Karl Jaspers“ in Stuttgart ab. Es war meine erste Reise 1.Klasse und ich war schon erstaunt, als der Schaffner gefragt hat: darf ich Ihnen etwas aus dem Speisewagen bringen? Was ich bisher auch nicht wusste, war, dass man Fahrkarten auch direkt im Zug kaufen kann. Ich konnte bei einem verzwickten Fahrkartenkauf zuhören. Dem Schaffner wurde so heiß, dass er trotz Klimaanlage seine Mütze abnehmen musste: gewünscht wurde eine Fahrkarte von Stuttgart nach Bad Oeynhausen 1. Klasse, vorhanden war eine Bahncard 2. Klasse. Als sich der Beamte dann versehentlich noch beim Umsteigebahnhof vertippt hat, war das Chaos perfekt, das Gerät hat gepiept ohne Ende. Aber schließlich war auch das geklärt. Ich hoffe, der junge Mann ist gut in Bad Oeynhausen angekommen, so gut und pünktlich wie wir in Hamburg.

    Das „Marriott“ in der ABC-Straße haben wir gleich gefunden, das Einchecken ging problemlos vor sich und als wir unser Zimmer betraten, war auf dem eingeschalteten Fernsehbildschirm schon eine Nachricht für uns zu lesen: Guten Tag, Frau Rennschnecke, wir begrüßen Sie in unserem Hotel und wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt.......usw.

    Nach der langen Bahnfahrt hatten wir dringend Bewegung nötig und machten deshalb einen Bummel in der Umgebung des Hotels. Im „Ohnsorg-Theater“ besorgten wir uns gleich Karten für die Abendvorstellung, dann ging es mit Hilfe einer freundlichen Hamburgerin Richtung Rathausplatz, wo wir bei einer kurzen Rast das Hamburg-Informationsmaterial des Hotels durchgesehen haben. Wir konnten nachlesen, dass das Hamburger Rathaus mehr Räume als der Buckingham-Palast hat und Hamburg mehr Brücken als Venedig. Frisch gestärkt ging es durch die Mönckebergstraße, wo vor einem Lokal wegen Dreharbeiten des Fernsehens der Bürgersteig abgesperrt war. Ich habe Richy Müller und Florian Martens erkannt, mein Mann meinte, er habe noch Dieter Wedel gesehen. Beide Schauspieler sind dagesessen und haben sich gelangweilt. Wenn ich schneller geschaltet und mich auch getraut hätte, hätte ich Florian Martens um ein Autogramm gebeten, wir sind nämlich Namensvettern: ich bin eine geborene Martens. Aber hätte, hätte, hätte, die Chance ist vorbei, ich habe kein Autogramm von Herrn Martens.

    Abends war dann Vorstellung im „Ohnsorg-Theater“, das Stück hieß „De Gollen Anker“ (Der goldene Anker). Durch meinen Vater, der aus der Lüneburger Heide stammte, ist mir das Plattdeutsche nicht fremd. Ich verstehe ziemlich viel, aber da musste ich mich doch anstrengen. Viele Wörter konnte ich nur durch den Zusammenhang erkennen. Ins Gästebuch habe ich geschrieben: Obwohl ich nicht alles verstanden habe, habe ich mich großartig amüsiert, ich warte jetzt auf die hochdeutsche Synchronisation im Fernsehen.

    Am nächsten Morgen konnten wir schon im Bett Zeitung lesen. Im „Marriott“ wird einem schon vor dem Aufstehen die Zeitung unter der Zimmertüre durchgeschoben. Das ist sicher der 5. Stern dieses Luxushotels.

    Bei strahlendem Wetter machten wir noch einen Bummel durch die Hamburger Einkaufsstraßen und über den Jungfernstieg, wo wir von einer jungen Dame angesprochen wurden: ob wir eine halbe Stunde Zeit hätten für eine Marketingumfrage und ob ich „Knorr-Produkte“ verwende? Beide Fragen konnte ich bejahen, und so habe ich an diesem Morgen für eine halbe Stunde Auskunft über meine Kochgewohnheiten noch 5.—DM verdient.

    Danach ging es ins Hotel zurück, denn um 12.15 Uhr wurden wir von einer Redakteurin der „HörZu“, zum Treffen mit Herrn Kerner abgeholt.

    Am vereinbarten Treffpunkt wartete schon der Fotograf auf uns. Als um 13.00 Uhr Herr Kerner - schon zu Fuß - einlief und wir uns bekanntgemacht hatten, wurden erst mal Fotos geschossen. Ich hatte extra mein T-Shirt mit der Aufschrift „Rommelsbacher Rennschnecken“ angezogen, aber dem Fotograf gefiel das nicht so gut, also musste das T-Shirt gedreht werden und die Schrift kam auf den Rücken. Er hat uns dann auch gesagt, wo er die restlichen Fotos machen wollte und wo wir langsam und mit lächelndem Gesicht entlangjoggen sollten.

    Dann ging’s los: Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir uns nicht total verausgaben, denn wir sind schließlich nicht bei der WM (die Bestzeit von Herrn Kerner, diese 34 Minuten, liegt wohl auch schon einige Jahre zurück). Herr Kerner ist ein guter Fremdenführer, er hat uns viele markante Punkte an der Strecke gezeigt, wir kamen z. B. an der Hamburger Moschee, an vielen Botschaften und am Gästehaus des Senats vorbei, außerdem sagte er uns bei manchen Häusern, wer darin wohnt: in diesem Haus gehört Götz George die Penthauswohnung, das ist die Villa von Michael Stich......usw. Wir kamen am bevorzugten Lokal von Dieter Bohlen vorbei und an einer Eisdiele, die in eingeweihten Kreisen „El Salmonelli“ genannt wird. Wir haben uns über die Fernsehsendung am Abend, unsere Berufe, Familien, Politikerinnen wie Hildegard Hamm-Brücher und Frau Adam-Schwätzer unterhalten. Ich habe ihn gefragt, was er außer Joggen noch für Sport treibt, habe ihm über das Sportabzeichen, das ich jedes Jahr ablege, erzählt, und wir haben Gott und die Welt gestreift. Zwischendurch mussten wir immer noch ein paar Extrarunden einlegen, wenn der Fotograf im Gebüsch lauerte und dann mit seinen Aufnahmen nicht zufrieden war. Meistens waren zu viele fremde Leute auf dem Bild, und wir mussten immer dieselbe Strecke vor- und zurück laufen, bis er endgültig sein OK gab. Am Schluss hat er versprochen, mir die Negative zu schicken, damit ich auch was für mein Privatalbum habe und nicht nur das eine Foto, das dann in der „HörZu“ veröffentlicht wird. Insgesamt haben wir für die 7,4 km lange bzw. kurze Strecke über 52 Minuten gebraucht.

    Nach diesem Kalorienverbrauch mussten wir uns erst mal stärken, und nach einem kurzen Mittagessen haben wir uns auf den Weg in den Hamburger Hafen und in die Speicherstadt gemacht, wo schon alles für den Hamburger Hafengeburtstag vorbereitet wurde.
    Es lagen mehrere große Segelschiffe vor Anker, eine Schiffskirche lag am Überseekai und bis zu den Landungsbrücken lag eine Yacht an der anderen, zwischendurch ein paar große Passagierschiffe, man bekam wirklich Lust auf eine Kreuzfahrt.

    Um 18.45 Uhr wurden wir dann zur Fernsehsendung abgeholt.
    Leider hat sich der Beginn der Aufzeichnung verzögert, und wir mussten dann eine ganze Zeit einen Einpeitscher des Fernsehens über uns ergehen lassen, der uns erklärt hat, wann und wie wir klatschen müssen, was wir für ein Gesicht machen sollen, dass wir nicht in der Nase bohren dürfen, dass wir alle noch mal zur Toilette müssen, weil nachher die Studiotür hermetisch verschlossen wird...usw. Weil vor dem Öffnen der Studiotüren Getränke, u.a. auch Alkohol ausgeschenkt wurde und manche Leute nicht wissen, wie viel Promille sie vertragen, stieg mit zunehmender Wartezeit der Geräuschpegel im Studio.

    Aber endlich ging´s dann doch los: Alle Gäste -Kai Pflaume, Frau Ministerin Wieczorek-Zeul, Peter Kremer- waren da und haben sich der Reihe nach mit Herrn Kerner und untereinander über Kinder und Erziehung unterhalten. Als krönender Abschluss kam Eddie Rodriguez alias Stefan Raab, dem heute noch eine Portion Erziehung nicht schaden würde.

    Nach der Aufzeichnung wurden wir in den VIP-Bereich eingeladen, wo wir mit Peter Kremer auf der Couch saßen und uns über Hausaufgaben unterhielten und ich noch einige Autogramme für meine Kinder und die Nachbarskinder ergattern konnte.

    Am nächsten Morgen ging es dann schon wieder Richtung Heimat, leider. Obwohl ich früher schon mal in Hamburg war, wusste ich nicht mehr, wie schön Hamburg ist. Beim Bummel durch die Innenstadt ist mir ab und zu die blaue Linie vom diesjährigen Marathon aufgefallen, und zum Spaß bin ich auch mal ein paar Meter darüber gelaufen. Ob ich es wirklich schaffe, einen Marathon, bevor ich 50 Jahre alt werde? Leider ist Hamburg so weit weg von Reutlingen: Karlsruhe oder München sind für mich verkehrstechnisch einfach günstiger.
    Vielleicht nehme ich mir nächstes Jahr im April einfach Urlaub. Meine Kinder haben mir gesagt, sie bleiben dann auch 2 Tage alleine. Ich habe einen Kollegen in der Firma, der schon beim Hanse-Marathon mitgelaufen ist, vielleicht kann ich mir da ein paar Insider-Tipps holen.

    Dann kann ich den nächsten Bericht schreiben:
    „Vom Preisausschreibengewinner zum Marathonteilnehmer-eine Rennschnecke unterwegs“

    Mein erster Marathon in Hamburg am 21.04.2002 war dann das zweite Highlight in meiner Läuferkarriere.

    Gruß RS

  18. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Rennschnecke 156:

    Krisrennt (10.10.2018), Lilly* (12.10.2018)

  19. #67
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    Und hier noch mein Auftritt als "Marathon-Model" beim Dreiländer-Marathon 2010

    Als "Marathon-Model" beim 3-Länder-Marathon

    Nach dem erfolgreichen Marathon beim Swiss-Alpine in Davos waren für 2010 keine weiteren Aktivitäten geplant, aber als ich dann Anfang September von einem Hüft-Schleimbeutelgeplagten Läufer für die Hälfte der Startgebühren die Nummer übernehmen konnte, freute sich mein Schwabenherz und ich griff zu. Am 9. September war alles klar und ich konnte mich selbst online ummelden, ein toller Service, ganz unproblematisch. Natürlich war die Trainingszeit bis zum Starttermin äußerst gering für eine anständige Vorbereitung, ich hab noch schnell 4 längere Läufe gemacht und das war's dann auch, mehr Training gab's nicht.

    Am 21. September kam dann mit dem Newsletter ein Aufruf „Marathon-Model gesucht“
    Ich, gar nicht bange und immer Blödsinn im Sinn – wer denkt denn auch, daß er bei sowas angenommen wird – innerhalb von 3 Minuten eine e-mail in den PC gehackt, auf „senden“ gedrückt und nicht mehr drangedacht:
    Hallo Bodensee-Marathon-Team,
    hiermit bewerbe ich mich um den Posten als "Marathon-Model".
    Leider habe ich keine Model-Figur und meine Altersklasse ist bei Hugh Hefner auch nicht mehr vertreten, ich werde mit Sicherheit auch nichts gewinnen, aber vielleicht kann ich das "Heer der Namenlosen", die nur mit ihrem eigenen Schweinehund -und vielleicht auch der Stoppuhr - kämpfen, repräsentieren.


    Gleich am Abend kam dann eine mail mit der Bitte um Lauffotos, ich hab 2 schöne Fotos und 1 „realistisches“ vom Juli 2010 mit rotem Kopf und zerzausten Haaren hingeschickt mit dem Zusatz „so sehe ich halt aus, wenn ich mich im Hochsommer quäle“.

    Schon am 23. September kam dann der Schreck in der Mittagsstunde, denn die zuständige Redakteurin schrieb mir:

    Sehr geehrte Frau Rennschnecke,
    es freut uns sehr, dass sie Interesse an unserer DVD Produktion haben.
    Wir möchten mit unserem Film genau das wiedergeben, was sie bei ihrer Bewerbung geschrieben haben.
    Der Marathon ist für jedermann egal ob Alt oder Jung, Profisportler oder Hobbysportler.


    Es gab dann einige Vorgespräche, wie lange läufst du schon, wieviel Marathon-Läufe bisher, Bestzeit, Lauf-Traumorte für die Zukunft, welche Zeit für den aktuellen Lauf anvisiert.....usw. Bei der Bestzeit mußte ich natürlich meine 4:00:05 aus 2007 angeben und daß ich seither immer wieder diese Marke verfehlt hatte, ein paarmal gab's Krämpfe unterwegs, in Regensburg und Berlin war's zu heiß, manchmal war das Streckenprofil zu wellig, letztes Jahr in Frankfurt traten ab km 38 plötzlich Darmbeschwerden auf, die mich zu einem langsameren Tempo nötigten, kurzum, die 4-Stunden-Marke habe ich bisher nicht erreicht und werde ich wohl in meinem Läuferleben auch nicht mehr knacken, inzwischen muß ich froh sein, daß ich meine bisherigen Zeiten einigermaßen halten kann – nächstes Jahr laufe ich in der AW55, da haue ich sicher keine Bestzeiten mehr raus.

    Da ich aber den 4-Stunden-Pacer vom 3-Länder-Marathon kenne, wollte ich mich seiner Gruppe anschließen und so lange wie eben möglich bei ihm bleiben. “rob” ist ein erfahrerer Pacer, Triathlet, schon zum 3. Mal am Bodensee dabei und hat seine Schäfchen bisher immer in einer Punktlandung ins Ziel gebracht.

    Kurz vor dem Renntag gingen noch einige mails hin-und her, geplant war, daß mich am Sonntag eine Kamera ab morgens um 10 Uhr bei der Kleiderbeutelabgabe begleitet, bei den Startvorbereitungen (vielleicht beim Dixi-Anstehen), beim Start, unterwegs wird ab und zu ein Motorrad neben mir herfahren wie damals Rubenbauer in Berlin, bei den Verpflegungsstellen kurze Gespräche unterwegs, dann der Zieleinlauf, nach dem Ziel die Medaille usw... und später dann noch ein Besuch bei mir zuhause mit dem Rückblick auf das Laufwochenende.

    Inzwischen war natürlich der Lauf in den Hintergrund gerückt, ich machte mir weniger Gedanken um das Renngeschehen oder gar um irgendwelche Bestzeiten als darum, ob ich nicht ab km 30, wenn das Hirn ausschaltet, irgendwelchen Sch......schwatze, aber das könnte ja gottseidank hinterher rausgeschnitten werden. Oder vielleicht muß ich auch synchronisiert werden, und wenn's ganz schlimm mit dem Schwäbisch werden sollte , könnte man ja immer noch Untertitel einblenden wie bei „Bauer sucht Frau“. Zu allem Unglück hatte sich auch noch ein kleiner Stress-Herpes an der Oberlippe angekündigt – einmal im Leben Model und dann sowas

    Am Samstag begann mein Marathonwochenende mit der Anreise und dem Besuch auf der Messe, um die Mittagszeit alles noch ohne Wartezeiten und ich konnte beim offiziellen Laufhemdkauf sogar anprobieren. Leider war meine gewünschte Größe schon ausverkauft, hab jetzt halt ein Männerhemd genommen. Bei der obligatorischen Fettmessung, die ich auf jeder Marathon-Messe machen lasse, hat mir der junge Mann mit Lockenschopf empfohlen, doch mit dem Ausdauertraining zu beginnen. (Nur zur Info: ich bin gestern meinen 18. Marathon gelaufen).

    Auch am Sonntagmorgen begann alles ganz entspannt. Das Kamerateam und wir haben uns an meinem LKW getroffen, uns bekannt gemacht, ich bekam einige Instruktionen wie z.B. “sprich in ganzen Sätzen, nicht nur Ja oder Nein”, ich habe ihnen mein gelbes Käppi mit dem ForumTeam-Logo gezeigt, das ich aufsetzen wollte und sie waren froh drum, da war der Wiedererkennungswert unterwegs viel größer als bei den weißen Mützen, die die meisten Läufer aufgesetzt hatten. Danach wurde die Kleiderbeutelabgabe aufgenommen und dann trennten sich unsere Wege auch schon wieder, ich wollte mich am Dixi anstellen.

    Inzwischen hatte ich bereits alle Überklamotten abgeworfen, es war schon ziemlich warm und als ich mich dann in meinen Startblock begab, haben sich die meisten Läufer schon die Unterhemden ausgezogen und den Angehörigen über die Absperrgitter zugeworfen. Ich hab mich dann zu “rob” gesellt, der mit seinem Flügel weithin sichtbar war und der mir in der Wartezeit seine Haltekonstruktion gezeigt hat. Seit sich in früheren Jahren die Ballons schon vor dem Start verabschiedet hatten und geplatzt waren, wird seit letztem Jahr am Bodensee nicht mehr mit Ballons gepaced, sondern mit großen, weithin sichtbaren Pacemaker-Fahnen, damit sehen sie aus wie einflüglige Schmetterlinge, sicher für die Pacer nicht ganz einfach, mit den Dingern zu laufen.

    Nach einigen Grußworten, u.a. auch vom Bürgermeister der Stadt Sparta, ging es dann endlich los, an die Startmusik hab ich jetzt keine Erinnerung mehr, und nach kurzem Stopp-and-Go waren wir schon auf der Strecke. Start war um 11.11 Uhr, die Sonne schien und die Cafes an der Promenade waren gut besetzt.

    Auf den ersten Kilometern durch die Stadt, über die Seebrücke und dann Richtung Bregenz war die Strecke genau so voll wie in den letzten Jahren, ich war durch meine Getränkeflasche aber unabhängig von den Verpflegungsstellen, hab mir jedoch dort, wo ich gut rankam, immer einen Becher Wasser gegriffen und Gesicht und Arme gekühlt. Ich hab von Anfang an Schatten gesucht und bin, wo immer es ging, unter den Bäumen gelaufen, aber es gab auch wieder viel zu warm angezogene Teilnehmer. Manche sind ja auch nur den Viertelmarathon gelaufen, aber in unserer Gruppe war Nina, die ihren ersten Marathon lief, sie ist mir aufgefallen, weil sie mit einer langen Trainingshose angezogen war, keine Laufhose, eine richtige Hose mit Schlag für's Fitness-Studio. (Ich hab abends in der Ergebnisliste geschaut, sie ist gottseidank angekommen.)

    Wie immer in einer großen Läuferschar mußte ich aufpassen, daß ich nicht die Ellenbogen der vorauslaufenden Männer - es sind immer nur Männer, Frauen schlenkern nicht so weit ausholend - ins Gesicht bekam, bei einer Person über 1,80 sind die weit nach hinten ragenden Ellenbogen eine Gefahr für meine Zähne. Kleine Leute leben gefährlich.

    “rob” ist genau nach seiner Zeittabelle gelaufen, hat für langsamere Läufer seine Gruppe angekündigt und uns auch vor jedem Hindernis durch lautes Zurufen gewarnt – Achtung, Auto rechts - vorbildlich.

    Inzwischen war mein Mann mit dem Zug von Lindau nach Bregenz gefahren, kostenlos an diesem Tag auch für die Angehörigen durch den Verkehrsverbund der 3 Länder. Er hat mich auf der Promenade in Bregenz fotografiert, natürlich wieder erwischt im angeregten Gespräch mit Erich, einem Halbmarathoni. Erich läuft mit erhobenem Zeigefinger, keine Ahnung, worüber wir uns da unterhalten haben, auf jeden Fall hat er ein gutes Rennen gemacht, er ist in 1:59,55 ins Ziel gekommen, eine Punktlandung!!!!!

    Vor der Seebühne tobte der Bär, hinter den Absperrgittern Zuschauer in mehreren Reihen, da fiel es schwer, sich auf den engeren Korridor in der Seebühne zu konzentrieren. Leider sind mir dadurch die 2 Füße auf der Bühne entgangen. Ich habe sie nicht gesehen, entweder waren sie noch da und ich hab sie übersehen oder sie sind schon abgebaut und vielleicht verkauft an einen Marathonveranstalter, wäre ein klasse Hingucker in jedem Zieleinlauf, diese blauen Füße. Marathonläufer haben gottseidank nur blaue Zehennägel.
    Jeder Marathonläufer, der schon mal in Frankfurt gelaufen ist, wird den riesigen Hammermann vor den Messehallen nie vergessen, genauso wäre es mit den blauen Füßen aus dem Aida-Bühnenbild.

    Im Park in Bregenz traf ich dann zum ersten Mal bewußt auf den Kameramann, der versucht hat, ein kurzes Stück neben mir herzulaufen und fragte, wie geht's , wie läufts, ich war guter Dinge und sagte nur, noch sehr gut, es sind ja erst 10 km, komm in 20 km noch mal vorbei und frag mich dann dasselbe.
    Das hatten einige Läufe um mich rum mitbekommen und ich wurde gefragt, was denn das Fernsehen so an Honorar zahle, sie waren ganz enttäuscht, als ich antwortete: nix, ich schwitze für umsonst.

    So ging es immer weiter, rechts der See, manchmal noch im Schatten der Bäume, viele Zuschauer, die uns anfeuerten, immer in der großen Gruppe um “rob". Auf der Schwank-Brücke über die Bregenzer Ach habe ich mir einen starken Mann gegriffen und wir sind gemeinsam Hand in Hand rübergelaufen bzw. rübergeschwankt. Als dann die Halbmarathonis abbiegen mußten, wurde es leerer auf der Strecke. Irgendwann danach hab ich am Erfrischungspunkt ein Gel genommen, dasselbe wie immer, keine Experimente, “rob” ist weitergelaufen, aber ich hab ihn immer noch gesehen und bin dann auch wieder auf ihn aufgelaufen, mußte aber leider dann nach ein paar Kilometern bemerken, daß es in meinen Innereien anfing zu rumoren.
    Ausgerechnet da hat das Motorrad wieder auf mich gewartet und da war meine Aussage nicht mehr ganz so optimistisch.
    Ich hab mich dann grade noch über die Rheinbrücke retten können, der erste Feldweg rechts ab wurde im Sturmschritt genommen und das erstbeste Gebüsch angesteuert, nicht links und nicht rechts geguckt und dann konnte ich mich endlich erleichtern. Als ich das erste Mal wieder aufschauen konnte, sah ich kurz vor mir auf dem Feld einen Bauern mit seinem Traktor pflügen und in meine Richtung fahren, ich nur die Hand gehoben und gewinkt: weggucken, ob er es gehört hat weiß ich nicht, auf jeden Fall hat er umgedreht, vielleicht war auch die Ackerfurche zu Ende.

    Als ich mich dann wieder aufgerappelt hatte, waren natürlich einige Minuten vergangen und “rob” schon über alle Berge, und jetzt fehlte auch die Energie, wieder so schnell zu laufen, um ihn einzuholen. Mir war irgendwie magenschwach, ich konnte kein Wasser mehr sehen, ich hab dann bei den nächsten Getränkestellen jeweils nur ein paar Schluck Tee getrunken und mir das Wasser über den Kopf gekippt und gekühlt.

    Beim nächsten Motoradstopp ging es mir mies, fühlte mich wie “Flasche leer”, traute mich aber nicht, von den unterwegs angebotenen Elektrolytgetränken zu nehmen, weil ich befürchtete, daß die Sache wieder nach hinten losgehen könnte. Ausgerechnet als Marathon-Model mußte mir das passieren, ich wollte doch als strahlende Marathonläuferin Reklame für meinen Sport machen. Und jetzt sowas, einen meiner schlechtesten Marathons würde ich abliefern.
    Keine Ahnung, wie ich auf den Aufnahmen aussehen würde, besonders gut sicher nicht mehr. Was war ich auf den nächsten Kilometern froh, die Motorradjungs immer mal wieder zu sehen, gab es mir doch Gelegenheit zu einer kleinen Pause. Sie machten mir Mut und ich konnte sie beruhigen, keine Sorge, ich komme an, die Medaille hole ich mir, aber halt langsamer als geplant. Ich habe bisher noch nie einen Marathon aufgegeben, wenn ich merke, es läuft nicht mehr so gut, schalte ich eben einen Gang zurück und reduziere mein Ziel auf “ankommen”, und zwar “gesund ankommen”.
    Ich halte mich da an den Läuferspruch: Laufen, solange es geht, und dann gehen, bis es wieder läuft.
    Ich glaube, mein Kamerateam war jedesmal froh, wenn sie mich unterwegs wiedergefunden haben und ich noch zusammenhängende Sätze von mir geben konnte.

    In St. Margrethen, wo ein großes Dorffest war und die Cheerleeder und Bands um die Wette die Läufer anfeuerten, ging es mir am schlechtesten, von dort sind meine langsamsten Kilometer. Ab hier sah ich auch andere Läufer immer wieder Gehpausen einlegen. Die Sonne stand hoch am Himmel, die Zuschauer saßen in Top und kurzen Hosen an der Strecke und ließen sich bräunen. Überhaupt waren viel mehr Zuschauer an der Strecke, als man das bei einem Landschaftsmarathon vermutet, ich habe in Hard auf dem Hin-und Rückweg dieselben Leute gesehen, sie haben also ausgeharrt, bis wir wieder zurückkamen.
    Bei diesem Biergartenwetter kamen auch die größten Sportmuffel an die Strecke, ich habe heute gelesen, es wäre Föhn gewesen und das Thermometer hätte mittags 26,5 Grad angezeigt.

    So langsam hatte ich das Gefühl, daß sich mein Magen wieder beruhigt und ich habe dann bei den nächsten Getränkestellen angefangen, schluckweise Cola zu nehmen und hatte auch das Gefühl, daß mir das guttut. Den angebotenen Rotwein in Hard mußte ich leider ablehnen, aber es war immer nett, mit den Leuten in den Vorgärten kurz einige Worte zu wechseln. Ab Hard ist mir auch aufgefallen, daß zeitweise fast nur noch die Staffelläufer richtig gelaufen sind, die Marathonis in meinem Zeitbereich waren fix und alle. Wir haben an den Erfrischunggstellen miteinander gesprochen, sind zusammen wieder angelaufen bis dann so nach und nach wieder manche eine kurze Gehpause einlegen mußten, dann gab's beim Vorbeilaufen eine kurze Aufmunterung, bis man selbst wieder an einen Punkt kam, wo der innere Schweinehund übermächtig wurde.
    Leider waren auch immer mehr Krankenwagen unterwegs, ich hab auch einige Läufer gesehen, die am Wegrand oder an der Böschung saßen und nicht mehr weiter konnten, und auch viele, die sich mit Krämpfen rumplagen mußten.

    Als wir wieder über die Bregenzer Ach liefen, ging es mir im Gegensatz zu vielen meiner Mitläufer eigentlich wieder richtig gut, ich fühlte mich wieder frischer, hatte mir am Verpflegungspunkt bei km 38 wieder Cola geben lassen und habe den Autofahrern im Stau auf der Brücke mit dem Becher in der Hand zugeprostet, es haben alle zurückgewunken, gerufen, mich angefeuert, hat denen wohl auch Spaß gemacht.

    Dann kam wieder ein Kurzinterview vor dem Kloster Mehrerau, ich weiß nicht mehr, was der Kameramann gefragt hat, ich weiß nur noch, daß ich geantwortet habe, ich hätte heute mehr himmlischen Beistand gebrauchen können.
    Wahrscheinlich hat das ganz oben jemand aufgeweckt, denn ab jetzt lief es richtig gut, ich hatte das Gefühl, ich hätte Flügel. Im Wäldchen vor Bregenz konnte ich einige Läufer überholen, vielen Gehern einen Klaps geben und mitziehen, auf komm, zusammen schaffen wir das noch, einer hat sich auch kurz noch an mich rangehängt, mußte dann aber leider doch abreißen lassen. Kurz vor dem Ziel kam dann die letzte Schikane, ein kleine steile Rampe über einen See, aber wenn dann eine ganze Gruppe Zuschauer danebensteht und man dann auch noch gefilmt wird, beißt man ein letztes Mal auf die Zähne und rennt drüber.

    Auf der Straße vor dem Stadion stand dann mein Mann und hat uns fotografiert, eine strahlende Rennschnecke und nebendran das Motorrad, wie sich der Kameramann runterbeugt und meine Waden/Füße aufnimmt.

    Und ab dann wurde es richtig geil: die letzte Kurve, dahinter gut aufgelegte Zuschauer, die für jeden um-die-Ecke-bieger ein Gebrüll veranstalteten, der Einlauf durch das Tor ins Stadion immer noch mit dem Motorrad im Schlepptau, die Stadionatmoshäre, die rote Bahn wie ein roter Teppich, "do kriagst a Ganslhaut" wie der Sieger von 2008, Christian Pflügl, sagte, ich hab meine Mütze vom Kopf gerissen und geschwenkt, hab den Stadionsprecher mich ansagen hören und dann war ich auch schon im Ziel. Auf die Uhr hatte ich schon lange nicht mehr geschaut, Zeit war mir jetzt sowieso egal, und die Stopp-Funktion drücken hab ich auch vergessen.
    Das war mein schönster Marathon-Einlauf bisher, körperlich ging es mir wieder gut und alle Strapazen unterwegs waren in diesem Moment vergessen.

    Ich hab dann auch gleich von einem jungen Mann meine Medaille umgehängt bekommen und kaum hatte ich mich umgedreht, kam das Stadion-Kamerateam und wollte ein Ziel-Interview. Leider hab ich bei der ganzen Geräuschkulisse kaum die Fragen verstanden und ich fand es sehr gewöhnungsbedürftig und etwas unangenehm, die Kamera genau vor dem Gesicht zu haben, da hat man sicher jede Pore in Großaufnahme gesehen. Unterwegs beim Laufen war das Drehen fast nicht zu merken, ging alles ganz unaufdringlich vor sich.

    Beim Bummel durch das Verpflegungsdorf war die Kamera auch dabei. Leider hab ich nicht mehr allzuviel bekommen, ich hatte auch den Eindruck, manche Stände waren ganz leer und es wurde schon langsam abgebaut. Getränke waren noch genug da, aber ich hätte mir noch was herzhaftes zu essen gewünscht, erwischt habe ich dann nur noch eine Handvoll Salzstengelchen. Und das war auch die letzte Tüte. Bananen waren noch genug da, aber wahrscheinlich kann kein Läufer nach 42,2 km noch Bananen sehen. Ich denke immer noch mit Wehmut an Köln zurück, das habe ich seither nie wieder so erlebt, da gab es Brotstücke und Fleischwursträdle, auch kleine Essiggurken, da hätte ich richtig Appetit drauf gehabt nach dem ganzen süßen Tee und Cola unterwegs und was Salziges hätte sicher dem Mineralienhaushalt auch gutgetan nach dem vielen Schwitzen. Ist aber meine persönliche Vorliebe, andere haben einen anderen Geschmack.

    Im Verpflegungsbereich habe ich 2 Läufer getroffen, die morgens mit mir in der Gruppe um “rob” gestartet sind, aber auch diese beiden sind weit nach 4 Stunden ins Ziel gekommen.

    Geplant war noch, bei der Massage zu filmen, aber da war viel zu viel Andrang, deshalb haben wir uns da nicht mehr angestellt und sind gleich weiter zu den LKW's, um meinen Kleiderbeutel abzuholen.
    Und hier schließt sich der Kreis, was morgens um Zehne mit der Kleiderbeutelabgabe begonnen hatte, endete kurz vor Vier an demselben LKW.

    Nächste oder übernächste Woche bekomme ich nochmal Besuch vom Bodensee, Nachbetrachtung, mein Resümee des Laufes usw. und ich hoffe, ich bekomme schon eine erste Fassung meiner Aufnahmen zu sehen. Vielleicht kann ich dann noch ein bißchen Einfluß nehmen, wenn ich mich gar zu schlimm als Model finde.

    Nach dem Umziehen im Bregenzer Hallenbad haben wir beim Warten auf den Zug nach Lindau auf dem Bahnhof noch die Marathonsieger gesehen. Ich hab die Siegerin, Helen Kimutai, gefragt, ob ich sie fotografieren darf, und jetzt hab ich ein Foto von 2 Siegerinnen, die Gesamtsiegerin (2:43) und die persönliche Schweinehund-Besiegerin (4:25).
    Miss Kimutai hat mir erzählt, sie ist 27 Jahre alt und ich bin so alt wie ihre Mutter.
    Der Männer-Sieger Evans Kamromboi (2:17) hat mir auch ein Foto gestattet, er saß still auf seiner Wartebank und blickte ganz ernst in den Fotoapparat, erst als ich gesagt habe, hey, you are the winner, konnte er sich ein Lächeln abringen. Dabei war er heute gar nicht Favorit, das war Titus Kosgei, aber der hatte heute genauso Probleme wie ich und mußte bei km 35 gar eine Gehpause einlegen. Sind auch alles nur Menschen und keine Maschinen, gestern sind sicher alle Läufer an ihre körperlichen Grenzen gestoßen.

    Das war jetzt meine 3. Teilnahme beim 3-Länder-Marathon und wieder war es ein schöner Lauf (bis auf die Kilometer zwischen 20 und 35 ) und das Marathon-Modeln war ein interessantes und abwechslungsreiches Erlebnis. Hinter jeder Kurve hab ich gedacht, wo sind sie? was fragen sie diesmal? kann man mich überhaupt verstehen bei der Schnauferei?
    Bis gespannt, wie die DVD wird.

    Und hier der Schlußsatz, kurz gereimt von meinem Mann:
    Drei Teilnahmen, drei Länder,
    und vor den Augen immer der Pfänder

    Das Marathon-Model 2010
    Rennschnecke

    PS: mit meiner Zeit bin ich 9. W50 von 21 W50 geworden, zeigt mir also, daß auch meine Mitläuferinnen an diesem Tag schwer zu kämpfen hatten.
    Übrigens: die 4- Stunden-Marke habe ich dann in der W55 geknackt.


    3 Wochen später war Drehtag bei mir zuhause:

    Diese Woche hat es geklappt, am Dienstag war das Kamera-Team da und es wurde ein anstrengender Nachmittag für mich, ein paar Stunden Drehen für ein paar Minuten auf der DVD. Die DVD dauert insgesamt nur 15 Minuten, da ist dann ein Großteil für die Veranstalter und die Sponsoren reserviert, wieviel dann für die Läufer und für mich übrigbleibt - keine Ahnung.

    Die Außenaufnahmen gingen noch, wir waren auf meiner Laufstrecke durch die Felder, ich nach Anweisung gelaufen, hin und her und auf die Uhr geschaut und die Uhr gedrückt, der Kameramann z.Tl. mit Stativ in einem Feldweg und mich beim Draufzulaufen oder Weglaufen aufgenommen, z.Tl. auch aus dem offenen Kofferraum vom Kombi während des Fahrens gefilmt.
    Vor unserem Haus war es da schon aufwendiger, mal hat sich jemand in der Haustür gespiegelt, mal hab ich in die Kamera geschaut, mal sind grade Nachbarn mit dem Auto weggefahren...usw.

    Dann kam das Interview: zuerst mußte ich verkabelt werden, dann hat das Mikro nicht gehalten, manchmal waren wir draußen im Garten, da hab ich gefroren bei 7 Grad und stand am Anfang bolzengrade wie beim Militär. Als ich erzählen sollte, ist mir nix eingefallen - und das mir. Nach ein paar Stichworten hab ich dann angefangen, mußte aber dann 1000-mal wieder neu beginnen - mal zu langatmig, mal gestottert, mal ganz aufgehört, mal den Faden verloren, mal hat in der Nachbarschaft jemand mit dem Laubsauger losgelegt, mal direkt in die Kamera geschaut, mal blöd gelacht, mal den Kopf zu hoch gehalten - immer wieder war was, und wenn dann alles gestimmt hat, ist mir der vorher formulierte Satz nicht mehr eingefallen.
    Wenn mir die Redakteurin nicht die Sätze, die ich schon mal gesagt und als gut befunden hatte, immer wieder souffliert hätte, würden wir wohl jetzt noch dasitzen. Am Schluß war ich richtig matschig im Hirn, ich fand es eine wahnsinnnige Konzentrationsleistung. Gottseidank können sie dann später alles zusammenschneiden und in die richtige Reihenfolge bringen.
    Wer Loriot's Sketch “Ich heiße Erwin Lindemann, habe 500 000 DM im Lotto gewonnen und mache mit dem Papst eine Herrenboutique in Wuppertal auf ” kennt, kann sich vorstellen, wie die Dreharbeiten abliefen. Zum Schluß wußte ich am Satzende nicht mehr, wie mein Satzanfang war

    Ich habe mir das nicht so schwierig für mich vorgestellt, ich habe mir im Vorfeld eingebildet, ich krieg das besser hin. Insgesamt fand ich es sehr anstrengend, ich hatte Kopfschmerzen und war ganz k.o. hinterher.

    Am Ende wurde noch unsere Schuhgalerie im Keller und meine Medaillenleiste im Schlafzimmer aufgenommen. Der Kameramann hat mir leid getan, das Ding wiegt 12 Kilo und er mußte in Keller und Schlafzimmer freihändig drehen.

    Da haben sie in Bregenz noch viel Arbeit, bis da was Gscheites rumkommt. Ich hab mir am Abend noch was Hochprozentiges aus dem Kühlschrank geholt, kommt selten vor, hab ich mir aber gegönnt an diesem Tag. Hinterher mußte ich mich erstmal hinlegen, ich werde in Zukunft nie mehr über Interviewte ablästern und habe viel mehr Verständnis für die Leute auf Gottschalk‘ Couch.

  20. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Rennschnecke 156:

    Krisrennt (10.10.2018), Lilly* (12.10.2018)

  21. #68
    Avatar von Rennschnecke 156
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    Muss wegen zu viel Zeichen aufgeteilt werden, hier gehts weiter:

    Im November war es dann soweit, die DVD war fertig, und ich bekam eine Einladug zur Präsentation nach Dornbirn.
    Hier der Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=ga4rSSWvnCU

    Und vorweg: ich finde sie sehr gut gelungen, ein richtiger “Appetitmacher” auf Marathon.
    Schöne Bilder von Bodensee und der Landschaft, vom Start in Lindau und Ziel im Stadion in Bregenz, Verrenkungen beim Aufwärmen, begeisterte und schwitzende Läufer unterwegs, flotte Musik, aber auch von einem bedauernswerten Läufer im gelben Singlet, der von Krämpfen geplagt hölzern über die Ziellinie stakst und einer Rennschnecke, die von ihrem Ausflug in die Büsche berichten muß.
    Außerdem ist im Film auch Erich zu sehen, wir sind nicht nur von meinem Mann zusammen fotografiert worden, sondern auch 1 Sekunde gemeinsam im Film zu sehen.

    Insgesamt ist der Film jetzt eine halbe Stunde lang, nicht nur eine Viertelstunde, wie ursprünglich geplant. Natürlich kommen auch alle Sponsoren zu Wort, die Marathonmacher, die Bürgermeister der Städte Lindau, Bregenz, St.Margrethen, außerdem auch als Ehrengast der Bürgermeister aus Marathon – passenderweise heißt er auch noch Spiridon mit Vornamen - , der das Marathonfeuer mit nach Lindau gebracht hat. Auch die Helfer wurden nicht vergessen, von unterwegs gabs Interviews mit den Besatzungen verschiedener Getränkestellen und im Zielbereich kam die Massagestation zu Wort.

    Ganz gelungen waren auch die Berichte von den verschiedenen Kinderläufen am Samstag, die unter dem Motto “rennen statt pennen” standen. Klasse Slogan, prägt sich gut ein, werde ich das nächste Mal meinem Mann an den Kopf werfen, wenn der Mittagsschlaf am Sonntag gar zu lange ausgedehnt wird.

    Aber von Anfang an: Montag nachmittag gemütliche Anreise nach Dornbirn, schon bei der Einfahrt in die Stadt den Veranstaltungsort gesehen und auch das Hotel haben wir auf Anhieb gefunden. Danach war noch genug Zeit für einen Bummel durch die Stadt mit Besuch in einer Konditorei und Stärkung mit Kaffee und Kuchen. Dornbirn hat ca. 43000 Einwohner.
    Pünktlich zum Fußmarsch vom Hotel zu Mercedes-Schneider fing es an zu regnen, egal, wir sind ja nicht aus Zucker und in der Marathonvorbereitung schon öfter naß geworden.
    Gleich beim Eingang wurde ich von einem Herrn begrüßt: ich weiß, wer Sie sind, ich kenne sie, ich hab nämlich den Film schon gesehen. (war einer der Oragnisatoren). Die Halle war schon gut gefüllt mit Kindern, den Staffel-Siegern und den Siegern der Blaulichtwertung, deren Siegerehrung erst an diesem Abend vorgenommen wurde.
    Zwischendurch traf dann auch der Organisationschef, Herr Mennel, ein, er kam von seinem ersten Marathon, dem Jubiläumsmarathon aus Griechenland, den er in kurz unter 5 Stunden ins Ziel brachte. Glücklich und zufrieden erzählte er kurz vom Erleben seines ersten Marathons und daß er jetzt auch weiß, was “seine” Marathonis fühlen, anfangs die Euphorie, gegen Ende die Schmerzen und dann die Endorphinausschüttung beim Zieleinlauf. Ganz kurz wurden auch organisatorische Kleinigkeiten erwähnt, nämlich Aufbewahrung und Transport der “Gwandsackerl” - für Nichtösterreicher: Kleiderbeutel. Im Film wird an meinem Beispiel erklärt, wie das bei uns funktioniert: in Lindau stehen numerierte LKW's mit nach Startnummern aufsteigenden Haken, an jeden Haken kommt das entsprechend gekennzeichnete Sackerl, der LKW fährt nach Bregenz und der Kleiderbeutel wartet nach dem Zieleinlauf im selben LKW mit denselben Helfern, denen man seinen Beutel anvertraut hat. In Griechenland lagen wohl alle Beutel auf einem großen Haufen, man mußte seine Startnummer hochhalten und dann hoffen, daß ein Helfer den Beutel bald findet. Ich mit meinen 1,56 hätte da wenig Chancen gehabt, dass man mich bemerkt.

    Als die Siegerehrungen vorbei waren, kam die Präsentation der DVD. Lang anhaltender Applaus belohnte die Idee der Marathonmacher und die sehr gut gelungene Arbeit von “Filmquadrat”.
    Nachdem das Licht wieder anging, bemerkten meine Nachbarn, wer neben ihnen sitzt und ich bekam gleich Komplimente: daß Sie das geschafft haben, gut haben Sie das gemacht.
    Daraufhin wurden Christina als zuständige Redakteurin und ich als “roadmodel” nach vorne gebeten und wir bekamen einen tollen Blumenstrauß von Herrn Mennel überreicht.
    Damit war der offizielle Teil erledigt und das Buffet eröffnet.

    Beim Smalltak hinterher habe ich die beiden Männer kennengelernt, die mich als Model “gecastet” haben und ich konnte nochmal genauer nachfragen, warum gerade ich augewählt wurde. Zwischendurch habe ich mich in einen 240 000€-Mercedes mit Flügeltüren gesetzt, so ein Auto war beim letzten Formel 1-Rennen in Dubai als safety-car eingesetzt. Wir haben uns auch sehr angeregt mit der Senior-Chefin von Mercedes-Schneider unterhalten, sie hat uns interessante Gemeinsamkeiten von Dornbirn und Reutlingen erzählt, die wir bisher nicht wußten. Dornbirn und Reutlingen waren bedeutende Städte der Textilindustrie in ihrer jeweiligen Region und es wurde auch hin-und her geheiratet. Die damaligen Firmen z.B. Gminder-Linnen und Hämmerle gibt es inzwischen leider nicht mehr und immer mehr bekannte Firmen verschwinden, im Moment grade wird in einem Nachbardorf die Fa. Einhorn (Hemden und Blusen) abgewickelt.

    Am Ende landeten wir wieder bei unserem Filmteam von “Filmquadrat” und ich wurde gefragt, wie ich mir denn selbst gefalle. Ich muß sagen, Christina hat einen guten Job gemacht, von meinen Aussetzern und dem Gestottere ist nichts zu merken, hat sie alles wunderbar zusammengeschnitten. Aber ich hatte ihr ja damals auch mit auf den Weg gegeben: ich könnte deine Mutter sein und ich will keine Bilder von mir sehen, die du nicht von deiner Mutter auch veröffentlichen würdest. Von meinem Geblinzele hatte ich ja schon geschrieben und für mindestens 5 kg zuviel bin ich auch selbst verantwortlich, ab sofort werden die Betthupferl gestrichen.

    Der Kameramann hat mir erzählt, er hat noch meinen Stoßseufzer “Flasche leer” deutlich im Gedächtnis, wahrscheinlich gesagt in den Kilometern, als es mir am Schlechtesten ging. Leider fehlen dann im Film die Kilometer, als es mir dann wieder besser ging und ich wieder richtig gut laufen konnte und auch meine gehenden Mitmarathonis motivieren und mit einem Klaps auf den Hintern anspornen konnte. Ich hatte auch in einem Dorf kurz vor Bregenz eine nette Unterhaltung, denn in einem Vorgarten saß ein Mann in einem Liegestuhl mit einer Medaille um den Hals, und als ich dann rief, Mensch, du mußt aber schnell sein, wenn du jetzt schon wieder frisch gebadet in deinem Vorgarten sitzt, hat er mich beruhigt: nur HaMa, nur HaMa, und seine Frau hat mir ein Glas Rotwein angeboten.

    Das sind dann die Begegnungen, die mir gut gefallen und an die ich mich auch noch lange erinnern werde. Den Lauf am Bodensee als Marathon-Model werde ich im Leben nicht vergessen, dieses Mal war die Zeit im Ziel nebensächlich. 3:59:59 wäre auch schön gewesen, war aber diesmal nicht möglich für mich. Ich war auch schon mal “Besenläuferin” bei einem Marathon und bin zusammen mit noch einem Besenläufer und einer Fahrradbegleitung hinter dem letzten Läufer kurz vor 6 Stunden ins Ziel eingelaufen. Wir 2 Läufer hatten beide einen Rucksack auf dem Rücken, aus dem ein Strohbesen rausgeragt hat, das hat die Zuschauer zu allerhand Kommentaren angeregt und wir hatten einen lustigen und entspannten Lauf, sowas hat man auch nicht oft in seinem Marathonleben.

    Meine Kinder haben sich die DVD inzwischen auch angesehen, beide sind der Meinung, beim Laufen bin ich “normal”, bei den Interviews zuhause rede ich gestelzt, aber das wißt ihr ja nicht, weil ihr mich nicht kennt

    Gestern hab ich in meinem Samstags-Lauftreff schon kräftig Reklame für den 3-Länder-Marathon gemacht, wenn jetzt 2011 die Anmeldungen aus dem Raum Reutlingen-Tübingen signifikant ansteigen, werde ich am Bodensee mal meine Kontonummer für die Provisionsüberweisung mitteilen.

    Hiermit endet also meine Model-Karriere, außer vielleicht, daß Wolfgang Joop mal eine Kollektion für “Radiergummis” entwirft, für “Bleistifte” gibt es ja genug Designer. Von Joop gibt es ja schon Kompressionsstrümpfe, da wäre es nicht mehr weit zu einer Kollektion für Laufbekleidung.

    Mit “Flasche leer” hab ich ja schon mal den Fußball und Trappatoni strapaziert, und hiermit endet auch mein Bericht:

    Ich habe fertig
    RS

  22. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Rennschnecke 156:

    Krisrennt (10.10.2018), Lilly* (12.10.2018)

  23. #69
    Herbstzeitlose Avatar von Krisrennt
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    Zitat Zitat von Rennschnecke 156 Beitrag anzeigen
    Ich habe fertig
    RS
    Nun habe ich alle drei Berichte regelrecht verschlungen und danke dir sehr dafür! Du hast wirklich einen sehr lebendigen und humorvollen Schreibstil, gerne mehr davon.

    Grüsse
    Blog: Ein ehem. Ultramarathoni beginnt wieder von Vorne
    Vielleicht sollte ich aufhören, irgendwelche Ziele zu definieren. Es kommt ja eh immer anders als man denkt.

  24. #70
    Avatar von Rennschnecke 156
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    Danke, freut mich, wenn du dich gut unterhalten hast.
    Ich schreibe so, wie ich rede, und muß immr aufpassen, daß es nicht ganz so viel Schachtelsätze werden.

    Und hier geht es weiter mit meiner Versteigerung am Erntedankfest:


    Dann kann ich auch über meine neueste Aktion berichten, denn ich habe mich ersteigern lassen, weiß aber bisher nicht, ob überhaupt 1 müde Mark für mich geboten wurde.
    Hintergrund: in meiner Kirchengemeinde war am Erntedankfest ein Gemeindefest mit "Talente" ersteigern.
    Man konnte was anbieten, das jemand anders ersteigern konnte, z.B. Fahrrad reparieren, 1 Korb Bügelwäsche bügeln, Obst auflesen und Marmelade einkochen und jemand anderes konnte dann die Fahrradreparatur ersteigern und sein Fahrrad reparieren lassen.
    Ich habe dann laufen mit der Rennschnecke angeboten. Ich mache, was gewünscht wird, angefangen von 2 Min. gehen, 1 Min.laufen bis Begleitung auf einem langen Lauf, wenn derjenige zu schnell für mich ist , fahre ich mit dem Rad nebenher und reiche die Getränke.
    Bei uns war gestern das Gemeindefest, ich weiß noch nicht, ob mich überhaupt jemand haben möchte. Ich habe im Blättle die Angebote gelesen, das meiste war Kuchen/Brot/Torte backen, 3x wurde Flötenunterricht angeboten, 1x Massage, verschiedene Bastelsachen wie Adventskranz binden und Tasche nähen, ich bin das einzige Sportangebot.
    Ich bin gespannt.
    Gruß RS


    Das ist ja krass, laufen mit der Rennschnecke auf so eine Idee muss man erstmal kommen. Ich finde es ja super, dass du eben das geboten hast, was du kannst. Du brauchst echt einen eigenen Blog hier musst ja ned dauernd was schreiben. Nur, wenn du was zu berichten hast. Die Story mit dem Lkw finde ich auch witzig. Zum Glück hast du den Fahrer noch rechtzeitig gesehen

    Und jetzt möchte ich natürlich auch noch bald erfahren, ob du ersteigert worden bist!


    Inzwischen habe ich erfahren, daß mich für 50€ ein junger Mann ersteigert hat.
    Der Name sagt mir nichts, aber es könnte sein, daß ich ihn vom Sehen kenne.
    Dann kam noch eine Anfrage dazu, ob ich mir vorstellen könne, daß es 2 Personen gleichzeitig sind, denn seine Schwiegermutter möchte auch gerne mitlaufen. Sie war im Organisationskomitee der Aktion und durfte nicht mitmachen bei der Versteigerung, hätte aber großes Interesse und würde dann auch noch 50€ zahlen.

    Das mache ich natürlich gerne, ist mir egal, ob 1 oder 2 Personen dabei sind. Ich hätte sie auch einfach so und ohne Entgelt für die Kirche mitgenommen, denn sie ist Kirchengemeinderätin und "spendet" sowieso schon einiges an Zeit und Engagement.

    Hätte ich nie gedacht, daß da jemand 50€ dafür gibt. Das Geld ist ja bestimmt für die sanitären Anlagen im "Kirchenschuppen", das Gemeindehaus ist zu klein und jetzt wurde im Garten vom Gemeindehaus was gebaut. Für meine 100€ habe ich lebenslang mein Klopapier bezahlt. Irgendwann wird sicher im Blättle mal kommen, wieviel Geld überhaupt zusammengekommen ist, denn das spektakulärste Angebot war ein 1-stündiger Rundflug in einem Sportflugzeug hier über die Region.

    Fitnessmäßig sind sie ungefähr auf dem gleichen Level, die Schwiegermutter anscheinend etwas fitter als der junge Mann.
    Das könnte ich mir gut vorstellen, ich kenne die Schwiegermutter, war früher sehr dick, hat aber die letzten ca. 2 Jahre sehr abgenommen, vielleicht hat sie da auch sportlich was gemacht.

    Losgehen wird es erst ca. Ende November/Anfang Dezember, ich habe die nächsten 2 Wochen keine Zeit und danach gehen meine Laufneulinge auf die Aida, der junge Mann und seine Frau gehen auf Hochzeitsreise und die Schwiegereltern dürfen mit.
    Wer weiß, vielleicht entdecken sie da schon die Joggingrunde auf Deck, von Isse wissen wir ja, wie gut man da trainieren kann.
    Gruß RS
    Zuletzt überarbeitet von Rennschnecke 156 (12.10.2018 um 09:45 Uhr)

  25. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Rennschnecke 156:

    Krisrennt (12.10.2018), Lilly* (12.10.2018)

  26. #71
    Avatar von Andy67
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    Guten Morgen,

    auch wenn ich gerade noch etwas Laufpause mache wollte ich euch die herrlichen Bilder von meinem erstem Herbstlauf nicht vorenthalten
    Zuerst ging es an die Iller und dann durch den Silberwald bis nach Freudenegg wo ich dann auf einem herrlichen Trail inkl. Baumstammklettern usw. rund um die zwei Seen dort gelaufen bin. Leider habe ich mir dabei wohl die Bänder etwas gedehnt so dass ich noch etwas pausieren sollte und erst morgen wieder eine kleine Runde laufen werde.


    Auch von meiner MTB-Tour gibt es dann noch ein paar Bilder - jetzt am Wochenende habe ich das mehr als geniale Wetter allerdings noch einmal für 2 Rennrad-Touren genutzt. Was man hat, das hat man

    Viele Grüße und euch allen eine schöne Woche

    Andy
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  27. #72
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    Hallo zusammen,

    nach längerer Sendepause melde ich mich auch mal wieder zu Wort. Hdie letzte Zeit fleißig trainiert (einmal die Woche Gruppentraining für die Rumpfmuskulatur, irgendwann im März oder so angefangen. Seit ein paar Wochen noch zweimal die Woche im Rückenstudio von der Krankenkasse. Morgens abwechselnd je 20 Min. Übungen für die Bauchmuskulatur und für die Armmuskulatur) und dazu noch dreimal die Woche Laufen.) Beim Laufen schleich ich mich aktuell an die 10 km Marke an.
    Wobei ich das Laufen gerade etwas zurückschrauben muss, da ich mich von meinem Sohn zu einer echten Herausforderung überreden lassen habe. Seit drei Wochen trainieren wir regelmäßig darauf. Die Herausforderung heißt Mamutmarsch, soll im Juli in München stattfinden und bedeutet 100 km in 24h erwandern. Bei unserer letzten Trainingsrunde waren wir etwas über vier Stunden unterwegs und haben 22 km bei einem Ø-Pace von etwas unter 12Min/km zurückgelegt (Ein 14er Pace würde noch reichen). Angemeldet haben wir uns zwar noch nicht, aber das wird spätestens im Januar gemacht. Jetzt fehlt uns nur noch ein Sponsor zur Unterstützung (Ist leider nur nicht sehr wahrscheinlich, dass da was draus wird).

    Schöne Grüße vom Bodensee!
    Leben ist Freude, Freude ist leben.

  28. #73
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    Hallo zusammen,
    ihr seid ja alle fleißig unterwegs
    Ich selbst bin gerade etwas fauler, war im Oktober im Urlaub und jetzt wieder 5 Tage auf Städtereise, mache nur so ein bißchen Erhaltungsläufle.
    Habt ihr denn schon irgendwelche Pläne für nächstes Jahr? Lohnt sich denn "wer läuft wo" überhaupt?

    Ist ja witzig, daß hier auch das Wanderfieber ausgebrochen ist, parallel zum Thread von Krisrennt.

    Von welcher Organisation wird denn der Mammutmarsch veranstaltet?
    Eine Bekannte von mir war vor kurzem beim Megamarsch in Stuttgart, da hatte sie einiges dran auszusetzen, denn von der Orga wurden wohl vereinbarte Leistungen nicht erbracht. Ins Detail ist sie nicht gegangen. Es war eine Punkt-zu-Punkt-Veranstaltung, das finde ich immer schwierig, irgendwie muss man ja wieder zurückkommen und das mußte man alles in eigener Regie bewerkstelligen.

    Für mich ist eine 24-Stunden-Wanderung nix, ich bin nicht gerne in der Nacht unterwegs.
    Ich habe schon mal eine Albvereinswanderung im Herbst mitgemacht, sollte eine Tageswanderung sein, aber durch verlängerte Pausen und einer langen Verzögerung, weil jemand schlappmachte und von unterwegs abgeholt werden mußte, sind wir in die Dunkelheit gekommen. Wir sind damals (ca.) die letzte Stunde in der Dämmerung/Nacht gelaufen, alles schon auf Wald-und Feldwegen Richtung Metzingen, aber das war schwierig für mich. Wir hatten ja keine Lampen und haben die Steine und Unebenheiten nicht gesehen, da bin ich oft auf Steine getreten und in die Bodenwellen getappt. Wenn ich mir vorstelle, ich wäre da am Albtrauf unterwegs- nee, da bin ich ein Schisser.
    Deswegen will ich auch nicht nach Biel. Der Schauläufer wollte mich in Dettenhausen schon mal nach Biel quatschen, aber man muß ja nicht alles machen, was man machen könnte.

    So ca. 12 Stunden war ich schon mehrmals unterwegs, ich habe Laufbekannte, die auch private 24-Stunden-Wanderungen veranstalten. Da wurde dann im Kreis gelaufen, unterwegs gabs eine Mitternachtssuppe bei einer zuhause, dann wurde weitermarschiert, morgens um 7 wurde in einem Bäckercafe eine längere Pause gemacht und dort bin ich dann dazugestoßen. Mein Mann hat mich hingebracht und hat dann gleich wieder welche mitgenommen, die nicht mehr weiterkonnten und abgebrochen haben. Irgendwann am späten Nachmittag sind wir dann da hingekommen, wo gestartet wurde, auch ein Lokal, dort haben wir dann gegessen und mein Mann hat mich wieder abgeholt. Andere Leute aus dem Lauftreff sind dazugekommen und nachdem die Mägen wieder gefüllt waren, gabs einen kleinen Sekt für jeden.
    Zwischendurch , wenn uns keiner gehört hat, haben wir die alten Fahrtenlieder gesungen, die uns noch eingefallen sind und soweit wir den Text noch konnten, sonst wurde ein la-la-la draus.
    Im Frühtau zu Berge.........Aus grauer Städte Mauern.........Mein Vater war ein Wandersmann........ für die 24-Stunden-Marschierer war das auch was, was den Kreislauf und den Kopf wieder in Schwung brachte, nach 18-20 Stunden war die Laune und die Motivation bei einigen tief im Keller.

    Gegen Ende der Strecke haben sich bei mir beide Sohlen von den Wanderstiefeln abgelöst, ich bin dann mit abklappenden Sohlen die letzten Kilometer unterwegs gewesen und habe die Schuhe direkt nach dem letzten Schritt entsorgt. Mein Mann hat mir dann bei der Abholung neue Schuhe mitgebracht. Die Wanderschuhe waren wohl zu alt und die Sohle schon spröde.

    Bin gespannt, was du nächstes Jahr berichtest.
    Gruß RS

  29. #74
    Herbstzeitlose Avatar von Krisrennt
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    Zitat Zitat von eisbaer0270 Beitrag anzeigen
    Wobei ich das Laufen gerade etwas zurückschrauben muss, da ich mich von meinem Sohn zu einer echten Herausforderung überreden lassen habe. Seit drei Wochen trainieren wir regelmäßig darauf. Die Herausforderung heißt Mamutmarsch, soll im Juli in München stattfinden und bedeutet 100 km in 24h erwandern. Bei unserer letzten Trainingsrunde waren wir etwas über vier Stunden unterwegs und haben 22 km bei einem Ø-Pace von etwas unter 12Min/km zurückgelegt (Ein 14er Pace würde noch reichen). Angemeldet haben wir uns zwar noch nicht, aber das wird spätestens im Januar gemacht. Jetzt fehlt uns nur noch ein Sponsor zur Unterstützung (Ist leider nur nicht sehr wahrscheinlich, dass da was draus wird).

    Schöne Grüße vom Bodensee!
    Dann wünsche ich dir eine erfolgreiche Teilnahme! Ich trainiere für den Marsch zum Meer für die 55 Km Runde, die im Juni in Rendsburg stattfindet. Klar würde mich der Megamarsch in Hamburg reizen - aber 100 Km wären zur Zeit (und auch nächstes Jahr!) definitiv nicht drin. Ich denke, die Veranstaltungen sind so populär, weil ja quasi jeder mitmachen kann. Aber wie einige das angehen, gruselt mich schon sehr. Gibt genügend abschreckende Beispiele auf Youtube. Ich denke, das Ziel sollte ja sein, sich zu fordern, aber nicht kaputt zu machen. Und da überschätzen sich viele und denken, das ist ein Spaziergang. Man hat ja 24 Stunden Zeit etc.

    Sorry wenn ich in den Thread so reinschneie, aber ich habe deinen Beitrag schon vor Rennschneckes Antwort gelesen und musste jetzt einfach mal meinen Senf dazugeben. Ich finds gut, dass ihr jetzt schon mit dem Training beginnt - zu früh gibt es nie. Ich finds auf jedenfall klasse, dass es solche Veranstaltungen in Deutschland gibt! Eine tolle Motivation jedenfalls. Irgendwann möchte ich die 100 Km auch packen!

    Und ich hoffe, es gibt nach eurer Teilnahme einen Bericht hier im Forum zu lesen.
    Blog: Ein ehem. Ultramarathoni beginnt wieder von Vorne
    Vielleicht sollte ich aufhören, irgendwelche Ziele zu definieren. Es kommt ja eh immer anders als man denkt.

  30. #75
    Avatar von Andy67
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    Guten Morgen,

    bei mir geht es nächstes Jahr nach Limmer zum Wasserstadt-Triathlon. Schliesslich ist die böse 13 immer noch nicht Geschichte.
    Dann kommen je nach Terminen die üblichen Wettkämpfe hier im Süden:

    Erbacher Triathlon
    Triathlon Ottobeuren
    Einstein-(Halb)marathon

    Viele Grüße und einen Schönen 1. Advent

    Andy

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