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  1. #1
    Avatar von Snitro
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    Standard Renneinteilung 100 Meilen Lauf

    Ich habe eine Frage zur Renneinteilung eines flachen 100 Meilen Laufs.

    Ich werde wahrscheinlich im Oktober am Taubertal 100 über die 100 Meilen starten. Bis Dato bin ich 7 x über die die Distanz von 100 km gelaufen (Biel, WHEW, Eiger 101, ZUT, Irontrail T121). Im 2016 am Mauerweglauf bin ich bei km 98 nach 14h raus weil die Hitze mich so dehydriert hat dass ich weder essen noch trinken konnte. Die letzten zwei 100-er waren in den letzten 5 Wochen, WHEW und Biel habe ich beide in 12:15h gefinished. Im Ziel fühlte ich mich den Umständen entsprechend gut, hätte aber sicherlich nicht mehr die Energie gehabt nochmals 60 km dranzuhängen. Bei allen geraden 100-er bin ich bis ca. km 60 durchgelaufen, danach haben sich Gehpausen und laufen abgewechselt. Die Gehpausen habe ich aus Müdigkeit eingelegt und nicht aus renntaktischen Gründen.
    Nun zu meiner Frage, wie teilt ihr euch ein 100 Meiler ein um in sub 26h finishen zu können, was ist eure Erfahrung ?. Legt ihr bewusst schon sehr früh Gehpausen ein um Energie zu sparen, läuft ihr sehr sehr langsam und beginnt erst zu gehen wenns nicht mehr läuft, oder läuft ihr so lange es geht und maschiert den Rest komplett durch?

    Schon mal besten Dank fürs Feedback.

  2. #2
    Möchtegern-Kilometerfresser Avatar von nachtzeche
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    Standard

    Ich habe ja die unglaubliche Erfahrung von EINEM 100Meiler - also kann ich hier voll mitreden. Ich gebe mal meinen Senf dazu.

    0) ICh persönlich will und werde mir keine Gehpausen vornehmen. Wenn ich antrete, dann um zu laufen. (WK mit vielen Höhenmetern sind da eine andere Geschichte!). Nutz die VPs zum erholen. Ich würde mir auf jeden Fall vornehmen durchzulaufen. Und wenn du dann gehen musst, so schnell wie möglich wieder laufen. "Lauf, bis es nicht mehr geht und geh, bis es wieder läuft!"

    1) Ich halte gleichmäßiges Tempo für am zielführendsten. Es wird sich nicht vermeiden lassen, langsamer zu werden im Laufe der Zeit, aber ich würde versuchen ein Tempo anzuschlagen, von Anfang an, dass du auch bei km 130 noch machen kannst. Zerleg dir dafür die Strecke in kleinste Teile, am Besten von VP zu VP, wenn sie schön Häufig sind. Und dann das Mantra: 5 km bis zum nächsten VP. Dafür brauche ich jetzt ... Minuten (in meinem Fall wären das 30-32 - bei dir länger). Dann ist wieder Pause... Die VPs ordentlich mitnehmen, dann kommst du super durch.

    2) Dieses Tempo muss man üben. Im Training. Weil es ist schweinelangsam. Mein Wohlfühltempo liegt bei 5:10-5:15 min/km, wenn ich nicht auf die Uhr schaue. Die 100 Meilen will ich in 6:00-6:10 min/km angehen. Von Angang an. Das muss ich üben. Ansonsten wirst du zu schnell loslaufen. Viel zu schnell. Weil: Du wirst (hoffentlich) superfit, perfekt vorbereitet und ausgeruht am Start stehen. Und dann, vor allem wenn alle um dich rum lospreschen, langsam zu machen, wo du doch so locker schneller laufen könntest... ist nicht einfach!

    3) Nachtläufe üben. Wenn du 26 h unterwegs sein willst, wirst du die volle Dunkelheit mitnehmen. Das musst du simulieren. Lauf mindestens 1x , besser 2-3 Mal im Hellen los und laufe in die Dunkelheit. Und zwar nicht nur 30 km, sondern 50-80. Was dein Körper da macht, ist sensationell - und man sollte das vorher getestet haben!

    4) Um lange zu laufen muss man lange laufen. Ich bin ein großer Freund von langen Läufen. 30-35 km mögen für 100 k reichen, nicht aber für 100 mi. Lauf, auch alleine, mal 60-80 km, gerne auch mal 100. Das macht hart!

    5) Ein großes Argument für gleichmäßiges Laufen ohne geplante Gehpausen ist die Psyche. Wenn du dein Tempo nur halbwegs halten kannst wirst du ab km 50 (!) nur noch überholen. Und das motiviert so richtig.

    Ach ja, und dass du dir nach 100 k nicht vorstellen kannst weiterzulaufen ist doch völlig normal. Ich stehe gerade voll im Saft und denke mir nach jedem langen Trainingslauf, egal ob 50, 60 oder 70 km - da geht kein Schritt mehr! Doch! An Tag X WIRD mehr gehen!

    Ich ziehe Ende des Jahres in die Nähe von Rothenburg o.d.T. - der Taubertal steht also auch mal auf meiner Liste, obwohl ich ihn eigentlich unverschämt teuer und die ganze Orga nicht sonderlich sympathisch finde...

    Viel Spaß beim Rennen, liebe Grüße
    nachtzeche
    "Die auf den Herrn harren kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden!" (Die Bibel, Jesaja 40,31)

  3. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von nachtzeche:

    Hauptmieter (14.06.2018), Kerkermeister (14.06.2018)

  4. #3
    Du brauchst kein fantastischer Held zu sein, bloß ein ganz normaler Kerl mit ausr.großer Motivation Avatar von schauläufer
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    Sehr gut geschrieben Chris. Auch deine Einschätzung zum Taubertal spiegelt meine Meinung wieder. Hätte ich gemacht wenn die Teilnahme am Sparta nicht geklappt hätte. Sofern ich da nicht noch mal hin muss wird das 2019 vielleicht gemacht. Trotz des Brimboriums drumrum und den denn damit verbundenen m. E. unnötigen Zusatzkosten. Hubert Beck ist einfach nicht meine Welt Übrigens der Spruch: "Dann mußt du da halt nochmal hin." Denn hat mir mein Supporter 2015 beim Mt. Everest Treppenmarathon auf mein Gejammer hin (Ob ich das schafffen werde, vielleicht sollte ich aufgeben....blabla) geantwortet. Die Antwort war für mich die beste Motivation ever. Von da ab dachte ich mir. Neee, ich muss eben alles dafür zu tun, das ich da nicht nochmal hin muss und den Sch...nochmal erlebe.... Deshalb nehme ich ihn ja auch zum Sparta mit. Den Satz werde ich bestimmt wieder hören. Und dann hoffe ich mal er wirkt da genauso.

    Zu Sintro:
    Das mit der Angst vor Streckenlänge ist tatsächlich fließend. 100 km waren auch meine innere und äußere "Schmerzgrenze". Lange Zeit hab ich micht weiter getraut. Dann doch die Absicht 100 Meilen zu probieren. Und es hat dann funktioniert. Nun weiß ich wie es sich anfühlt, nachdem ich 3-mal diese Distanz bewältigt habe. (2 mal in Berlin, 1 mal in 24 h). Was dieses Jahr passiert wenn es weiter geht. Ich weiß es nicht, deshalb bleiben da immer leichte Zweifel über die richtige Renntaktik. Du bist ja aber 100er gelaufen oder gar den T121 mit ordentlich Höhemeter. Da ist es doch klar wann ich gehe. An Anfang noch an steileren oder längeren Steigungen (die sind besonders fies, wenn nicht absehbar oder bekannt ist wann die enden) und wenn die Kräfte nachlassen halt an jeder Bodenerhebung.
    Letztes Jahr hat Michael Irrgang von der LG Ultralauf bei den 100 Meilen ein interessantes Angebot gemacht, das auch funktioniert hat. Er hat als SUB 24 Pacemaker das Rennen bestritten und alle paar Kilometer von Anfang an gleichmäßig längere Gehstrecken eingebaut. Egal wie das Streckenprofil war. Ich habe am Start überlegt mit ihm zu laufen, habe aber dem Plan nicht getraut. Es ist auch besser man verlässtt sich nicht stur auf einen Plan denn man vorab macht, (außer es gibt Checkpoints mit fixen Zwischen CutOffs wie beim Sparta. (da habe ich Sorge das im Wettkampfstreß zu managen, aber dank Supporter hoffe ich auch auf Unterstützung in dem Bereich).
    Fazit: Nicht zu früh mit dem wandern anfangen, und wenn wandern, dann nur solange es Sinn macht. Also die Steigung kraftsparender und nahezu gleich schnell zu nehmen ist wie laufend, oder Schmerzen ein laufen einschränken. Nicht zu unterschätzen ist die Belastung für die Muskulatur durchen den steten wechsel (vor allem beim anlaufen, bis die Motorik wieder halbwegs "rund" läuft.)
    M 3:10:47, HM 1:28:04, 10 km 40:05, 24-Stunden 167 km, 12-Stunden 102,729 km, 6-Stunden 66,524 km, 100 Meilen 20:30:08, 100 km 09:29:33, 50 km 4:19:10, Treppenmarathon Mt. Everest 8848m 19:08:23, Vertical Marathon 13:57:03
    2018Aktuell

    10.03. Bienwald Kandelmarathon 3:58:20
    17.03. 24 h Lauf Heilbronn 125,46 (in 16:30 Laufzeit)
    08.04. DM 50 km Ebershausen 4:38:22
    15.04. LIWA Marathon 4:06:27
    22.04. Ditzinger Lebenslauf 57,5 km, 6:08:22
    06.05. Trollinger Marathon 4:03:03
    10.05. 24 h Wanderung Remstal (65km) 16:04:20 im Ziel
    12.05. Halbtraum, 57 km 1700 hm 8:27
    26.05. Hollenlauf 2018, 101 km 12:20:06
    02.06. Rekener Tower Run, Marathon, 7:38:11
    09.06. 100 km Biel, 10:38:32
    30.06. 24 h Lauf Reichenbach
    11.08. 100 Meilen Berlin, Mauerweglauf

  5. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von schauläufer:

    Kerkermeister (15.06.2018)

  6. #4
    Avatar von Phenix
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    Zur Krafteinteilung kann ich noch nicht viel qualifiziertes beisteuern, wollte nur anmerkden das ich dieses Jahr auch auf dem Taubertal unterwegs bin (jedoch nur die 100km). Vielleicht sieht man sich

  7. #5
    Avatar von Kerkermeister
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    1++++ Chris

    Bis Teltow bei 102,7km war mein Renntempo auch sehr gleichmässig und bin da nach 10:42h angekommen.
    Nach meiner zwingend benötigten Pause (15min), weil ich eine durch Salzkristalle schon 15km bluten Körperstelle waschen und ordentlich verpflegen musste (da wo nie die Sonne schein), ergo auch gleich fix umziehen (Schuhe nicht gewechselt), ging es langsam aber sicher mit dem Tempo abwärts. Aus heutiger Sicht waren die 15min schon zu lang und die Bein darüber nicht wirklich erfreut.
    Also....das ein oder andere Feuchttuch im Gepäck kann da was retten.

    Wobei ich selbst bei geplanten 26h für Berlin keine Nachtläufe machen würde, weil man den Nachts eintretenden körperlichen Zustand ab 100-120km nicht mit 60+km simulieren kann. Für die TTdR stimme ich dir da voll und ganz zu.
    Ich bin zu all meinen langen Trainingsläufen immer um 6 Uhr gestartet, oder halt zu WK gefahren, wo ich spätestens um 4:30 Uhr aus dem Bett musste. Also den Körper / Biorhythmus über Wochen drauf gedrillt ->ich muss spätestens 4:30 aufstehen


    Taubertal100 schreckt mich auch seit Wochen wegen dem recht hohen Schmerzensgeld ab, denn ich schaue jeden Abend auf die Broschüre, die da so nett auf dem Tisch liegt....

  8. #6
    >> Megacmrunner << Avatar von Fred128
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    Fundiertes kann ich als Hobby-Ultraläufer leider nicht beisteuern. Ich bin bislang immer einfach drauflos gelaufen, im Sinne von Puffer rauslaufen am Anfang, so lange es noch läuft, hihi. Ich musste dann nach hinten raus ganz hart kämpfen um jeden einzelnen Zentimeter. Das nächste mal mache ich das dann aber kontrollierter. Bestimmt.
    2018: G1, Königsforst M, Düsseldorf M, Whew100, Wuppertal-Köln - geplant: Kölnpfad

  9. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Fred128:

    Kerkermeister (15.06.2018)

  10. #7
    Avatar von Snitro
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    Besten Dank für die Ratschläge. Für mich sind diese jedoch kaum umsetzbar da ich nicht in der selben Liga laufe wie ihr. Wohlfühltempo 6:00-6:10 bei einem 100 Meilen ist für mich unvorstellbar, so eine Pace kann ich höchstens 60-70 km durchhalten, danach bin ich geschreddert. Was ich aus euren Posts mitnehme ist, dass ich laufen werde bis es nicht mehr geht, bzw. bis ich Gehpausen einlegen muss. Auch den Ratschlag der sehr sehr langen Läufe werde ich berücksichtigen, mein längster Trainingslauf war gerade mal 50k. In knapp 4 Wochen gehts zum Eiger E101 über 100km und 6700hm. Da werde ich ca.20h unterwegs sein. Danach 2Wochen Urlaub mit mässigen Training. Nach dem Urlaub hab ich dann noch 10 Wochen Zeit mich für den 100 Meiler vorzubereiten.
    Und ja, Beck ist auch nicht so mein Ding. Der Taubertal 100 liegt geografisch und zeitlich für mich jedoch sehr ideal. Über das Preisgeld darf ich mich als Schweizer wohl nicht beklagen, die Startgelder hier in der Schweiz sind teils eine Frechheit z.B. 100 km Biel in der Nachmeldung 170 CHF.

  11. #8
    Avatar von DrProf
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    Zitat Zitat von Snitro Beitrag anzeigen
    Ich habe eine Frage zur Renneinteilung eines flachen 100 Meilen Laufs.


    Schon mal besten Dank fürs Feedback.
    Schau dir das mal an.

    Freunde sind dort mitgelaufen.

    Möglicherweise kannste da Infos raus ziehen.

    http://www.keys100.com/

    http://www.keys100.com/index.php/pho...photos-stories

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