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  1. #1
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    Standard Abnehmen und Rollerfahren - ein Erfahrungsbericht

    Abnehmen und Rollerfahren - diese Thematik mag eventuell für einige interessant sein.
    Daher dachte ich mir, meine Erfahrungen hier zu veröffentlichen.

    Bei mir hat es funktioniert....und das kam so.


    Seit der Anschaffung meines Kickbikes in 2017 hatte sich der Körper zwar etwas umgeformt und mehr Muskelmasse aufgebaut. Aber zu einer richtigen Reduzierung des Gewichtes hatte die Rolleraktivität nicht geführt, die Waage pendelte um die 75 kg.
    In der Vor-und Weihnachtszeit hatten wir uns oft Zeit zum Café trinken mit ‚Beiwerk‘ genommen; mit dem Resultat, dass mir die Waage 77 kg anzeigte.
    Zufällig sah ich einen Bericht über Autophagie, es faszinierte mich außerordentlich und daher beschäftigte mich mit der Themamatik.
    http://www.scietopia.de/?p=367
    http://www.bild-der-wissenschaft.de/bdw/bdwlive/heftarchiv/index2.php/function.include?object_id=33596335
    https://www.intermittent-fasting-diet.de/2013/04/21/mehr-autophagie-durch-periodisches-fasten/

    Niemand hatte mir eine Gewichtsreduzierung nahe gelegt, meine Laborwerte waren im grünen Bereich, mein Mann hatte sich nie negativ über meine Figur geäußert....
    Mit dem erworbenen Wissen über die Autophagie fiel es mir auf, dass ich bei meiner bisherigen Lebensweise meinem Körper wenig Zeit zum Aufräumen eingeräumt hatte.

    Seit Jahrzehnten leben wir bereits als Gemischtköstler, essen viel Vollwertiges, aber die Speisenfolge war zu rasch. Daher wollte ich meine Essengewohnheiten verändern.
    Mein Plan berücksichtigte alle meine Vorlieben beim Essen:
    unverzichtbar - ein gutes Frühstück, Vollkornbrote, abwechslungsreiche Gerichte, ich mag Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse.... und hasse es Kalorien zu zählen!

    Mein Konzept ist ganz einfach - jeden Tag gibts ein ganz umfangreiches Frühstück.
    An einem Tag setzt danach eine Essenspause bis zum nächsten Tag ein.
    An dem anderen esse ich ganz normal, gönn‘ mir einen Eisbecher oder ein Kuchenstück, eine warme Mahlzeit am späteren Nachmittag bzw. am frühen Abend, trinke auch mal ‘nen Wein oder Bier.... kurz, es gibt keine Einschränkung!


    Während mein Liebelein im Januar im Skiurlaub war, habe ich die Theorie in die Praxis umgesetzt......es funktioniert hervorragend!
    Zu meinem großen Erstaunen stellte sich sogar nach meinen Rollertouren kein Hungergefühl ein - reichlich Wasser, Kaffee oder Tee reicht völlig.
    Zudem beflügelt mich die Vorfreude auf das nächste Frühstück oder auf den kommenden Esstag und ich überlege, was demnächst auf den Tisch kommt... diese Vorstellung ist enorm sättigend.

    Seit Jahresbeginn war ich mit dem Roller 710 km unterwegs. Mit dem Kickbike unterwegs zu sein macht mir riesigen Spaß, reduziert das Hungergefühl und setzt bei mir jede Menge Endorphine frei. Zudem wirkt sich diese sportliche Betätigung positiv auf das Körpergewebe aus.
    Mit meinem Konzept bin ich bereits bei 67 Kilo angelangt, also 10 kg weniger.
    T-Shirts, die letztes Jahr nicht vorteilhaft bei der Anprobe ausschauten, sehen jetzt gut aus. So macht Einkaufen mehr Spaß! .... und zudem fühle ich mich viel vitaler und beweglicher.

    Schau’n wir mal... wie es sich bei mir weiter entwickelt. Auf der Waage habe ich aktuell die 65 kg Marke angepeilt und werde dann überlegen, ob die Nur-Frühstückstage reduziert werden oder ob ich noch ein niedrigeres Gewicht anstrebe.
    Langfristig gesehen werde ich wöchentlich ein bis zwei Tage einplanen, um meinem Körper Zeit zum Aufräumen zu geben, also nur frühstücken.

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  2. #2
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    Standard

    Für diejenigen, die sich für mehr Details interessieren, habe ich hier noch was ergänzt.


    Informationen zum Frühstück, dem Wesentlichen meiner Ernährung

    Bei meinem Frühstück (Brunch trifft’s besser ) wird ein hervorragendes Fundament für die Versorgung des Körpers gelegt. Der bekommt vielfältige Nährstoffe und kann sich bei der Verarbeitung aussuchen, was er braucht. ...es scheint ihm zu gefallen!
    Es gibt täglich wechselnd eine Auswahl dieser Zutaten:
    Oats (schottischer Haferbrei) mit Erdbeeren oder Bananen und Ahornsirup, gekochtes Ei, Rührei, Spiegelei mit Speck, Aufschnitt, Käse, Trauben, Gurke, Rettich, Radieschen, Frühlingszwiebeln, Kräuter und Salatgarnituren aus dem Garten, mehrere eigene Brotsorten - süße Abschlüsse z.B. Schwarzbrot mit Möhrenmarmelade und Hüttenkäse oder Dinkel-Butter-Toast mit Quark und Marmelade....

    All das hört sich nach viel Aufwand an, ist es aber gar nicht. Die Zutaten stehen meistens vorbereitet in kleinen Dosen im Kühlschrank, werden auf den Tisch gestellt und daraus ‚baut‘ jeder seine individuellen kleinen Appetitbrote. Nach dem Essen verschwindet alles nicht Verbrauchte wieder in der Kühlung. Die leeren Dosen werden wieder ergänzt, deren Inhalt variiert.

    Auch als wir noch berufstätig waren, war das Vorgehen ähnlich, für ein ausführliches Frühstück sind wir immer eine gute halbe Stunde früher aufgestanden. Zugegeben - mittlerweile ist das tägliche Sortiment noch ausgebaut worden und die Größe der ‚gebauten‘ Brote fällt kleiner aus. Zuweilen teilen wir uns die Brötchen, um mehr Vielfalt zu genießen.


    Wie funktioniert die Methode, wenn andere Familienmitglieder einen abweichenden Essensrhytmus haben?

    Mittlerweile koche ich zuweilen drei Portionen. An meinem Nur-Frühstückstag hat mein Mann dann ein warmes Gericht. Manchmal koche ich aber auch frisch für ihn, bzw. habe auch immer einiges im Gefrierfach bevorratet. Selbst die leckeren Gerüchte verleiten mich nicht von meinem Plan abzurücken. Ich stelle mir dann meine Körperzellen vor, die aufräumen wollen.
    Anfangs war es für meinen Mann erstaunlich, dass ich mit am gedeckten Tisch sitze, nur was trinke und dabei noch gute Laune habe. Er hat erkannt, dass er keine Rücksicht nehmen muss, schließlich ist es eine selbstgewählte Veränderung von mir.


    Was nun ? Ein gesellschaftlicher Termin mit gemeinsamem Essen verläuft nicht synchron zur eigenen Essensplanung?

    Meistens klappt es mit dem Rhythmus, wenn aber ein besonderes Essen an einem Nur-Frühstückstag ansteht, dann horsche ich in mich hinein und entscheide.
    Zur Option steht dann ein Doppeltag - zu meiner allergrößter eigenen Überraschung funktioniert sogar ein zusätzlicher Nur-Frühstückstag - es zeigt sich keine Einschränkung meiner körperlichen Belastbarkeit. Ich fühlte mich auch danach noch fit wie ein Turnschuh - 3 x durchgeführt.
    Alternativ kann ich auch an zwei Tagen hintereinander normal essen, hat sich aber nur einmal ergeben.


    Gedanken zur modifizierter Umsetzung

    Je nach Lebenssituation und Vorlieben beim Essen erscheinen mir beim zeitweiligen Fasten andere Umsetzungen möglich. Jemand, der am frühen/späten Nachmittag Dienstschluss hat und späteres Essen bevorzugt, der könnte an einigen Tagen eventuell das Frühstück streichen und so die erforderliche Essenspause erreichen.
    Vielleicht wäre so eine Aufteilung auch eine Option für einige, die gut zu der familiären Situation passt. Rückmeldungen würden mich interessieren.


    Kick dir Kontur! Kick die Kilos! Kick dir Kurven!

  3. #3
    Je oller, desto Roller Avatar von Kollo
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    Mensch Leute... mehr Kalorien verbrennen als man zu sich nimmt=Gewichtsabnahme. Da braucht es wirklich keine Wissenschaft und erst keine unbewiesenen Theorien von selbsternannten Fachleuten.

    Wer eine besondere Strategie benötigt, bittesehr... aber dieser pseudowissenschaftliche Blödsinn, der hinter all den tollen neuen Ernährungskonzepten steht, dient nur den finanziellen Interessen ihrer Erfinder.

    Einen direkten Bezug zum Rollerfahren kann ich auch nicht erkennen. Held in der Geschichte ist der Ernährungsplan. Jeder andere kalorienreduzierte Ernährungsplan, kombiniert mit einer beliebigen Sportart, bewirkt genau das gleiche.

    Ich weiß, wovon ich rede. Ich wog schon 120kg und dann auch mal nur 59kg und aktuell 72kg. Große Gewichtszu- und Abnahmen begleiten mich seit meiner Jugend. Übergewicht hatte ich immer nur in den sportfreien Lebensabschnitten. Sobald ich Sport getrieben habe, erreichte ich innerhalb von wenigen Monaten immer Normalgewicht, was dann Gewichtsabnahmen von jeweils 30-50kg entsprach.

    Meine jeweilige Ernährungsweise, die sich im Laufe der Jahrzehnte auch immer mal änderte, hatte genau null Einfluss darauf. Viel Fleisch, wenig Fleisch, kein Fleisch, kohlenhydratreich, eiweißreich... vollkommen egal. Nur die zusätzlich verbrauchten Kalorien bewirkten die Gewichtsabnahme.

  4. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Kollo:

    Kahli (13.06.2018)

  5. #4
    Kickbikerin Avatar von KarinB
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    Zur Autophagie: Sehr interessant, ich habe auch schon einiges darüber in Gesundheitssendungen gesehen. Auch über Tierfütterungsversuche habe ich schon gehört, wo eine ständige leichte Nahrungsknappheit ein längeres Leben bewirkt.

    Ich wollte jahrelang ein paar Kilo abnehmen, nicht dass ich dick wäre, aber im Laufe der Zeit wurden die Hosen immer enger und das Gewicht größer statt kleiner. Abnehmen durch Sport hat gar nicht funktioniert, weil ich immer zu viel Hunger während des Sports bekomme und dann auch was essen muß sonst komme ich nicht weit. Überhaupt habe ich ein Problem mit übermäßigem Hunger.

    Seit Anfang des Jahres habe ich endlich mal 3 kg abgenommen, durch Essen von weniger Brot. Beim Abendessen esse ich eine halbe Scheibe weniger als früher und falls ich Nachmittags Hunger bekomme, esse ich Naturjoghurt mit Obst statt Brot. Nur beim Rollern klappt das nicht. Da mag ich keinen Joghurt und der macht auch nicht wirklich satt.

    Fasten oder kurzes Fasten funktioniert leider bei mir nicht, mein Magen mag Hunger gar nicht, der ist etwas empfindlich.

    Was ich jetzt noch finden muß ist eine vernünftige Nahrung während des Sports, die nicht schwer im Magen liegt und satt macht und nicht allzu viele Kalorien hat, denn das ist natürlich klar, dass der Kalorienverbrauch größer sein muß als die Aufnahme. Bis zum Jahresende möchte ich noch 3 kg abnehmen.

    Was ich als richtig schlimm empfinde sind die ganzen gesüssten Getränke mit 10 oder 20 Stück Würfelzucker mit denen die Kinder vollgestopft werden. Das wird sich auf Dauer wohl rächen.

  6. #5
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    Zitat Zitat von Kollo Beitrag anzeigen
    Mensch Leute... mehr Kalorien verbrennen als man zu sich nimmt=Gewichtsabnahme. Da braucht es wirklich keine Wissenschaft und erst keine unbewiesenen Theorien von selbsternannten Fachleuten. ......

    Einen direkten Bezug zum Rollerfahren kann ich auch nicht erkennen. Held in der Geschichte ist der Ernährungsplan. Jeder andere kalorienreduzierte Ernährungsplan, kombiniert mit einer beliebigen Sportart, bewirkt genau das gleiche.
    Richtig Kollo, aber ohne Motivation wird daraus nichts.

    Manche brauchen zur Umsetzung dazu einen Guru, manche einen Drill-Sergeant, manche einen finanziellen Anreiz...... was auch immer?
    Jede Veränderung wird umso erfolgreicher sein, je ausgeprägter die Motivation ist.

    In einem Fernsehbericht wurden die bisherigen Erkenntnisse zur Autophagie ( Prof. Dr. Yoshinori Ohsumi erhielt den Nobelpreis ) sehr anschaulich dargestellt, weitere Recherchen blieben nicht aus. Die Wirkungsweise der Zellen in unseres Körpern konnte ich dadurch viel besser verstehen. Mir wurde bewusst, wo ich Optimierungspotential habe.

    Da kommt jetzt auch das Rollerfahren ins Spiel, eine andere Sportart hätte natürlich funktioniert,
    aber nicht bei mir!

    Wenn man den ‚inneren Schweinehund‘ selbst besiegen muss, dann muss die Motivation erst recht stimmen.
    Mir macht es riesigen Spaß mit dem Kickbike unterwegs zu sein - also eine gute Chance meinen Plan auch durchziehen. Nach fast einem halben Jahr der Umsetzung, geht die Rückfälligkeit in die früheren Gewohnheiten gegen Null. ...der Plan ist aufgegangen.


  7. #6
    Avatar von FunkyBunny
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    Zitat Zitat von KarinB Beitrag anzeigen
    Abnehmen durch Sport hat gar nicht funktioniert, weil ich immer zu viel Hunger während des Sports bekomme und dann auch was essen muß sonst komme ich nicht weit. Überhaupt habe ich ein Problem mit übermäßigem Hunger.
    Meine sehr femininen Rundungen waren das Resultat einer Genußesserin. Jetzt esse ich viel bewusster, gebe nicht mehr dem ersten Impuls nach und freue mich noch mehr wie früher auf das Essen - längere Vorfreude

    Den Umfang einer Mahlzeit einzuschränken, würde bei mir nicht funktionieren, wenn ich esse....
    .....dann mit Allem, dann auch der volle Genuß.
    Der Verzicht auf ganze Mahlzeiten, ist mir erstaunlich leicht gefallen. Während meines Einstieges in die modifizierten Essenstermine war mein Mann im Urlaub und ich konnte es optimal für mich austesten.

    Über meine Erfahrungen hatte ich berichtet, weil ich Veränderungen erlebt habe, die ich zuvor nicht für möglich gehalten hätte.
    Mein Essensrythmus kann nicht 1:1 übertragen werden, jeder Mensch lebt in seiner individuellen Lebenssituation, muss sein ‚Ding machen‘ und da kann das Timing völlig anders funktionieren.

    Mein Mann ( wenig Depots im Körper ) muss während seiner sportlichen Aktivität auch Kalorien nachlegen. Daher habe ich für ihn Powerthaler entwickelt, mit denen funktioniert der Energienachschub ganz gut.
    Wenn Du magst, kannst Du mir Deine E-Mail-Adresse per PN senden und das Rezept erhalten.
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  8. #7

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    Kollo hat recht, die Kalorieenaufnahme darf den Kalorieenverbrauch nicht überschreiten.

    Mir geht es allerdings auch so:
    Ich kann die Nahrungsmenge, WENN ich schon Esse, und WENN es so gut schmeckt,..... kaum einschränken.

    Mein Gewicht reguliere ich über die Menge der körperlichen Aktivität (geht leider berufsbedingt oft schlecht), oder über nicht-essens-Zeiten.

    In der Vergangenheit habe ich oft (und richtig lange) 100% gefastet, das mache ich nun nicht mehr.
    Vor kurzem (seit ich mich für "Autophagie" interessiere), habe ich in meinem 25Jahre(!) alten Fastenratgeber damalige Anmerkungen von mir wiedergefunden.
    In dem Buch wurden möglichst lange Fastenzeiten (in Stunden bemessen) empfohlen, gegenüber der (auch meiner damaligen) Meinung, möglichst viele kleinere Portionen über den Tag verteilt zu essen.
    (Gegen "Heißhungerattacken, hieß es damals.")

    Ich habe damals mehrere Fragezeichen mit Bleistift neben dem Vorschlag "lange Fastenzeiten zwischen den Mahlzeiten" eingezeichnet.
    Ich war damit nicht einverstanden.
    Es kommt doch nur auf die Kalorieenmenge an....

    Jedenfalls stelle ich fest:
    1)
    Diese Idee der Autophagie ist gar nicht der neueste Schrei aus Amerika, sondern anerkannte Autoren meines alten Buches haben das schon lange propagiert.
    Kalorieenaufnahmemenge gegen Verbrauchmenge aufzurechnen ist zwar korrekt, Autophagie bewirkt aber noch mehr.

    2)
    Bei mir funktionieren die nun längere Essenspausen, oder auch ganze Fastentage.
    Weil: Ich mache mir dadurch mein Essverhalten bewusster, als ohne meine Autohagiepläne.

    3)
    Ich habe gelernt, nicht mehr tage/wochenlang zu Fasten. Sondern immer nur maximal 1Tag auszulassen.
    Denn nun schaltet mein Körper stoffwechseltechnisch nicht mehr auf "Fastenzeit" um.
    DAS bringt nämlich später Nachteile mit sich, obwohl ich früher gerade diesen Zustand angestrebt hatte.

    Mit "autophagie-technischen" Essenspausen schaffe ich es zum 1.Mal auch längerfristig nicht weiter/wieder zuzunehmen.
    "Richtiges" Fasten sehe ich kritischer als früher.

    Peter

  9. #8
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    Autophagie ist ein ganz normaler Zellmechanismus, der nicht von außen gesteuert werden muß. Die Forschungsergebnisse von Prof. Ohsumi haben sich offenbar einige ganz Schlaue zueigen gemacht, um ihre abstrusen Theorien mittels falscher Interpretation zu belegen.

    Primär hat das alles mit Ernährung nur am Rande zu tun. In erster Linie handelt es sich um das "Recyclingprogramm" der Zellen, der dazu führt, dass die Bestandteile "verbrauchter" Zellen wiederverwertet werden. Es ist also nicht so, dass hier Pfunde purzeln, weil der Körper sich selbst auffrisst.

    Besonders gefährlich ist es in diesem Zusammenhang, wenn behauptet wird, es gäbe einen positiven Einfluß auf die Heilungschancen von Krebs, indem man die Autophagie fördert, was im Übrigen nicht nur durch Mangelernährung erreicht wird. Das genaue Gegenteil ist der Fall.

    Tatsächlich forscht man sogar an Methoden, die Autophagie bei Krebspatienten zu unterbinden, um Chemo-Therapien effektiver zu machen. Allerdings muß man dazu auch erwähnen, dass Autophagie einen hemmenden Einfluss auf die Entstehung von Krebs zu haben scheint.

    Prof. Yoshinori Ohsumi hatte mit seiner Arbeit nicht im Sinn, unsere Ernährungsweise grundlegend zu ändern.

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