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  1. #1

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    Standard Wie war das bei euch am Anfang?

    Liebe Leute,

    ich bin neu hier und stelle mich einmal vor.
    ich, weiblich, bin 45 Jahre alt und habe vor ca 4 Monaten den Laufsport für mich entdeckt . Normalerweise (also bevor ich Laufen ging) mache ich schon seit zig Jahren 5-7 mal pro Woche ambitioniert abwechselnd HIIT/Grit, Kraft, Fitness und im Alltag gern SUP, Bergwandern, Schwimmen und auch sonst bin ich ein aktiver Mensch. Deswegen dachte ich immer ich wäre grundsätzlich sportlich.
    Allerdings zeigt sich beim Laufen ein ganz anderes Bild von mir. Ich laufe als hätte ich niemals im Leben je Sport getrieben, jedenfalls fühlt es sich so herausfordernd an, das habe ich überhaupt nicht erwartet. Und das macht mir trotz der grundsätzlichen Freude am Laufen, mental zu schaffen. Ich verstehe nicht warum ich beim Laufen nicht an mein Leistungsniveau aus den anderen Sportarten anknüpfen kann, bzw sogar noch Lichtjahre davon entfernt bin.

    Ich bin verstört wenn ich sehe wie andere mit graziler Leichtfüßigkeit plaudernd an mir vorbeitraben. Andere, die älter, kleiner unsportlicher scheinen als ich, während ich hoffe das niemand mein elendes Gekeuche hört.

    Angefangen habe ich mit 3 km mit Gehpausen, und erschöpfenden 8 min/km.Ich bin 3 -4 mal pro Woche laufen gegangen und habe mich mühsam gesteigert auf heute 5-8 km weitgehend ohne Gehpausen und gut gemeinten 7min/km. D.h ich laufe 2-3 x pro Woche ca 5-6 km und einmal pro Woche noch langsamere 7-8 km (je nach dem, vor allem ca 50-60 Minuten am Stück)
    Nächste Woche findet mein erster 5 KM Lauf statt und meine Bestzeit auf 5 km sind 35 Minuten,
    und das verlangt mir wirklich meine ganze Kraft ab.

    Nun weiß ich bereits das meine Grunldagenausdauer das Problem ist. Aber ich verstehe nicht warum meine Grundlagenausdauer überhaupt so schlecht sein kann und ob ich überhaupt noch „mehr“ erwarten kann? Was kann ich tun um meine Grundlagenausdauer wirklich zu verbessern?

    Ach ich weiß nicht ob ich mich verständlich ausdrücken konnte, im Grunde genommen würde ich gern von anderen Späteinsteigern hören wie es zu Anfang gewesen ist. Vielleicht erging es ja irgendwem hier auch so oder so ähnlich?
    Ich würde mich freuen von euch zu hören.

    Friedalerntlaufen

  2. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Friedalerntlaufen:

    DrProf (10.08.2018)

  3. #2

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    Also mir gings ganz genauso.

    Ich hab mich auch für grundsätzlich sportlich gehalten und fühlte mich zu Beginn genau wie Du...ehrlich gesagt geht es mir heute nach 1,5 Jahren regelmäßigem Laufen immer noch oft genauso. Ich hab auch immer das Gefühl, andere Sportarten bringen fürs Laufen gar nichts, weil das einfach ganz was anderes ist.

  4. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Sopherl:

    Friedalerntlaufen (10.08.2018)

  5. #3
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    Zitat Zitat von Friedalerntlaufen Beitrag anzeigen
    Normalerweise (also bevor ich Laufen ging) mache ich schon seit zig Jahren 5-7 mal pro Woche ambitioniert abwechselnd HIIT/Grit, Kraft, Fitness und im Alltag gern SUP, Bergwandern, Schwimmen und auch sonst bin ich ein aktiver Mensch. Deswegen dachte ich immer ich wäre grundsätzlich sportlich.

    [..]

    Angefangen habe ich mit [..]. 3 -4 mal pro Woche laufen
    Wie viele Stunden und Tage hat deine Woche? Ich bin immer wieder erstaunt wie viel Sport die Leute in ihrer Woche unterbringen können. Und jedes Mal wieder wissbegierig wie und vor allem wann sie das tun.

    Ich freue mich auf konstruktive Antwort.

    Liebe Grüße.

    PS: Auf deine Eingangsfrage, schau einfach meinen Runalyze-Signaturlink durch, das war mein Weg. Sicher nicht aus dem Lehrbuch aber funktional.

  6. #4

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    Hallo JoelH
    naja ich dachte es wäre klar, das ich den Kraftsport weitgehend durch Laufsport ersetzt habe.
    Ansonsten hat meine Woche 7 Tage und an mindestens 6 davon mache gezielt Sport, und die restliche Freizeit verbringe ich nicht vor dem TV sondern mit Outdoor Aktivitäten. Ich bin Vollzeit berufstätig aber zeitlich flexibel, und es bleiben Morgenstunden und/oder Abendstunden, und natürlich Wochenenden. Da ich seit frühester Kindheit Sport treibe, gehört das einfach u einem normalen Alltag wie Zähneputzen.
    Frage konstruktiv beantwortet?

  7. #5
    Avatar von klnonni
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    Hallo Friedalernlaufen,
    ich habe auch im Alter von 45 mit dem Laufen angefangen.
    Habe vorher gar keinen Sport betrieben, war aber viel zu Fuß unterwegs und mein Hauptfortbewegungsmittel war das Fahrrad.
    Habe mit 4-5km Läufe angefangen und hatte 16 Wochen später mein ersten 10 km WK in 53:00 min gefinisht.

    Was sagt Dir das jetzt?

    Richtig nichts !

    Du warst immer schon sportlich, aber in anderen Diziplinen.
    Von daher müssen sich jetzt offensichtlich andere Körperpartien an die Belastung gewöhnen als die, die Du früher belastet hat.
    Ein Radsportler ist nicht auch gleichzeitig ein guter Läufer und ein Laufsportler wird nicht automatisch ein guter Radsportler sein.

    Behalten Deinen Spass am Laufen und ziehe Dein Training durch.
    In kürze würst Du merken, wie Deine Kondition scheinbar in den Himmel wächst und Du wirst vielleicht geneigt sein, aufgrund Deiner plötzlichen Leistungssteigerung, Deine Laufleistung und Deine Laufintensität übereifrig zu steigern.
    Wenn Du dieses Gefühl bekommst, denke an Deine anfänglichen Zweifel zurück und steigere Dein Trainingspensum nur langsam, sonst wirst Du in Deine erste Verletzung laufen...

    Bleib ganz ruhig, die großen Erfolge werden nicht lange auf sich warten lassen und wenn Du ehrlich zu Dir bist, bist Du doch schon jetzt an einen Punkt, an dem Du vor 4 Monaten gerne gewesen wärst!
    Also siehst Du doch schon jetzt Erfolge.

    Vergleiche mit anderen Laufanfängern bringt wenig, da jeder Mensch anders ist und andere Vorraussetzungen mitbringt.

    Kopf hoch

  8. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von klnonni:

    jenshb (10.08.2018)

  9. #6

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    ja? das ist ja faszinierend, weil man überall immer wieder hört laufen ist unkompliziert und kann jeder etc.. ich finde es das Laufen bisher am herausforderndsten überhaupt...

  10. #7

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    danke :-)

  11. #8

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    Hallo,

    ich habe mit meinen 43 Jahren vor etwa 7 Wochen angefangen. Da ich körperlich etwas vorsichtig sein Muß (Bandscheibenvorfall, Meniskusschaden) hab ich ganz langsam begonnen. Obwohl mein Plan Anfangs ein komplett anderer war. Mittlerweile laufe ich an 3 Tagen die Woche, auch immer 5-7 km. Die Zeit spielt für mich erstmal keine Rolle, da es mir drauf ankommt, immer ruhig und locker zu atmen. Diese Woche Woche allerdings habe ich damit begonnen mal etwas schneller zu laufen, auch weil die Temperaturen es nun eher zulassen. Gestern hab ich ein Intervalltraining ausprobiert mit 400m schnellem Teil und 600m ruhigem Teil. Der schnelle Teil war bei mir etwa 5:40 min/km. Und ich war echt froh, als die 400m zu Ende waren.
    Beim ruhigen Laufen habe ich dann mal kurz überlegt und gemerkt, dass dies das Tempo ist, welches ich beim HM laufen müsste, um unter die Stunden zu kommen. In der jetzigen Form undenkbar. Aber davon lasse ich mich unterkriegen. Ich laufe weiter regelmäßig, versuche am WE die Länge der Läufe zu vergrößern und unter der Woche etwas an der Pace zu tun. Wenn ich dabei dann noch die angepeilten 12kg abnehme bin ich gespannt, wo ich in einem halben Jahr bin.

    Lass Dich also nicht verunsichern. Lauf einfach so, wie es für Dich angenehm ist. Und vielleicht schaust Du Dir einmal Trainingsprogramme an, wenn Du schneller und ausdauernder werden willst. Eine gewisse Grundlage solltest Du ja schon haben durch den Sport.

    Viel Spaß am Laufen, Andi

  12. #9

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    In meinem Umfeld gibt es nur Läufer, die irgendwie immer schon gelaufen sind oder Anfänger, die halb so alt sind wie ich, selbstredend das die schneller und länger unterwegs sind als ich und damit keinen Vergleich, aber eine Orientierung brauche ich schon irgendwie. ich bedanke mich bei euch für euren Einblick :-)

  13. #10
    Es ist nichts scheißer als Platz vier. Avatar von hardlooper
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    Tja Frieda,

    was schreibt man da?

    Weitermachen, auch wenn Du den Wettkampf nächste Woche vergeiigen solltest.

    Dich scheint es ja zur Langstrecke hinzuziehen. Die wichtigste Eigenschaft einer Langstreckenläuferin ist die Geduld - habe sie.

    Haste mir verstanden?

    Knippi

  14. #11
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Hallo Frieda,

    du läufst immer relativ langsam und einmal die Woche noch langsamer. Und wunderst dich, warum du nicht schneller laufen kannst. Du musst wissen - dein Körper ist eine abgrundtief faule Sau. Und das ist keine fiese Gemeinheit, sondern ein kluges Prinzip der Evolution. Er verbessert sich immer in genau dem, was du ihm am meisten abverlangst. Und was du nicht abforderst, damit belastet er sich nicht. Warum sollte er schneller laufen können ? Er tut doch alles, was du von ihm verlangst - langsam laufen.

    Langer, kryptischer Rede kurzer Sinn: Wenn du schneller laufen willst, musst du es trainieren. Funktioniere einen deiner kurzen, langsamen Läufe pro Woche um in eine Tempoeinheit. Baue in die Mitte (nach geduldigem Einlaufen) mal etwas Schnelleres ein. Sehr gut geeignet für den Anfang ist z.B. ein Fahrtspiel.

    Und: den Langen solltest du langsam belassen, aber regelmäßig ausdehnen - jede Woche einen Kilometer mehr. (Doch, das geht.)

    Mit dann drei unterschiedlich gearteten Läufen setzt du völlig neue Trainingsreize, die deinen Body aus der Komfortzone holen, in der er sich offenbar prächtig eingerichtet hat.

  15. #12

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    Ok, das verstehe ich. Nur ist es ja leider so das ich bei den 5 km Läufen schon an meine Grenzen stoße, das ist ja das was mich so wundert. Allerdings laufe ich dir 5-6 km Strecke auch nicht moderat, sondern mit verschiedenen Tempi d.h. ich laufe mitunter 6 und scheller, aber das Tempo kann ich nicht lange durchhalten und muss mich in langsamen Trab erholen, das macht die durchschnittliche Zeit... aber gut das du sagst ich muss das öfter einfordern, denn nicht nur mein Körper ist ne faule Sau, ich ja auch irgendwie, denk mir immer das müsste doch viel einfacher sein, statt härter zu trainieren.
    Vielen Dank für deine Tipps! Werde ich befolgen

  16. #13

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    Vergleich Dich nicht mit anderen, sondern nur mit der Frieda von letzter Woche bzw. letztem Monat! Das kann gelegentlich anstrengend genug sein ... Wenn Du nach 4 Monaten schon bis zu 8 km durchläufst und auf 5-6 km das Tempo variierst, dann bist Du in unserem Alter (bin 49 Jahre, Sept. 2015 angefangen) doch schon gut dabei! Aus meiner bescheidenen Erfahrung bist Du da jetzt an dem Punkt, wo auch das Tempo langsam von selber kommt, wenn Du in dem Stil weitermachst. Mein regelmäßiges Lauftraining hilft mir beim gelegentlichen Radfahren und viel zu seltenen Schwimmen leider auch nicht ...
    Angefangen: 17.9.2015, PB 5km: 19:06 (8.1.2017), 10 km: 39:39 (05.02.2017), HM: 1:28:41 (09.10.2016), M: 3:27:35 (30.4.2017) https://runalyze.com/shared/Jde/

  17. #14
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Zitat Zitat von Friedalerntlaufen Beitrag anzeigen
    aber gut das du sagst ich muss das öfter einfordern, denn nicht nur mein Körper ist ne faule Sau, ich ja auch irgendwie, denk mir immer das müsste doch viel einfacher sein, statt härter zu trainieren.
    Mit "öfters" ist das so eine Sache, da versteht jeder was anderes drunter. Ich meine konkret einmal die Woche. Da läufst du dich, sagen wir, 1,5 km langsam ein (ist vor Tempoarbeit sehr wichtig, sonst haste schneller 'ne Zerrung als du denken kannst). Dann 2 km Tempoteil und nochmal 1,5 km auslaufen.

    Den Tempoteil kannst du von Woche zu Woche variieren. Wie gesagt, das kann mal ein Fahrtspiel sein oder etwas "Strukturierteres", wie kurze Intervalle oder auch ein 2 km Tempodauerlauf, also in konstantem Tempo, wie du es über 2 km gerade eben durchhältst. Während dieses Tempoteils darfst du gerne mal richtig ins Schnaufen kommen. Das signalisiert deinem Körper am allerbesten, was du in Zukunft von ihm erwartest.

    Die beiden anderen Läufe der Woche würde ich vorerst von jeder Art Tempobolzerei frei halten. Den Langen schön langsam (dass es sich gerade noch wie ordentliches Laufen anfühlt). Der soll dich durch schiere Distanz in die Nähe deines Limits bringen, nicht durch Tempoeinlagen. Und den mittleren einfach mittelschnell im Wohlfühltempo, aber eben auch nicht zu lang.

    Noch ein Gedanke: Du machst HIIT - da hat dein Body nach der ersten Einheit sicher auch nicht gejubelt "Uiii, wie toll, das will ich jetzt dreimal die Woche haben!" Erinnere dich doch mal an diese Anfänge. Wie lange hat es da gedauert, bis du halbwegs zufrieden mit dir warst und dir nicht mehr mit Gedanken den Tag versaut hast, wie "Warum bin immer nur ich so schnell kaputt - andere können es doch sooooo viel besser ?" Na eben.


    Ich wünsche dir viel Erfolg und vor allem viel Spaß weiterhin am Laufen.

  18. #15
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Zitat Zitat von jenshb Beitrag anzeigen
    Mein regelmäßiges Lauftraining hilft mir beim gelegentlichen Radfahren und viel zu seltenen Schwimmen leider auch nicht ...
    Deswegen schören ja immer mehr auf Triathlon - weil es so vielseitig ist.

  19. #16
    Avatar von 19Markus66
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    Zitat Zitat von Friedalerntlaufen Beitrag anzeigen
    …... Normalerweise (also bevor ich Laufen ging) mache ich schon seit zig Jahren 5-7 mal pro Woche ambitioniert abwechselnd HIIT/Grit, Kraft, Fitness und im Alltag gern SUP, Bergwandern, Schwimmen und auch sonst bin ich ein aktiver Mensch. Deswegen dachte ich immer ich wäre grundsätzlich sportlich....Allerdings zeigt sich beim Laufen ein ganz anderes Bild von mir. Ich laufe als hätte ich niemals im Leben je Sport getrieben, jedenfalls fühlt es sich so herausfordernd an, das habe ich überhaupt nicht erwartet. Und das macht mir trotz der grundsätzlichen Freude am Laufen, mental zu schaffen. Ich verstehe nicht warum ich beim Laufen nicht an mein Leistungsniveau aus den anderen Sportarten anknüpfen kann, bzw sogar noch Lichtjahre davon entfernt bin.
    Das ist normal.
    -Training ist spezifisch, d.h. Laufen lernst Du nur durch Laufen.
    Andere Sportarten bringen Dir für das Lauftraining keinen Vorteil.
    - Mit 45 ist man in der Regel aus dem Alter heraus, in dem man sich im Sport schnell und sprunghaft steigert.
    - 4 Monate Training bringen noch nicht so viel Erfolg, es geht eben langsamer voran als mit 20

    Ich bin verstört wenn ich sehe wie andere mit graziler Leichtfüßigkeit plaudernd an mir vorbeitraben. Andere, die älter, kleiner unsportlicher scheinen als ich, während ich hoffe das niemand mein elendes Gekeuche hört.
    Nicht Jedem sieht man die Sportlichkeit gleich an, da gibt`s Überraschungen.

    Angefangen habe ich mit 3 km mit Gehpausen, und erschöpfenden 8 min/km.Ich bin 3 -4 mal pro Woche laufen gegangen und habe mich mühsam gesteigert auf heute 5-8 km weitgehend ohne Gehpausen und gut gemeinten 7min/km. D.h ich laufe 2-3 x pro Woche ca 5-6 km und einmal pro Woche noch langsamere 7-8 km (je nach dem, vor allem ca 50-60 Minuten am Stück)
    Nächste Woche findet mein erster 5 KM Lauf statt und meine Bestzeit auf 5 km sind 35 Minuten,
    und das verlangt mir wirklich meine ganze Kraft ab.
    Das sieht gut aus, mache genau so weiter! Du baust gerade Grundlagenausdauer auf.
    In dieser Phase ist es wichtig, möglichst viel Zeit mit Laufen zu verbringen

    Und damit Du auch viel Zeit mit Laufen verbringst, läufst Du in moderatem Tempo, ansonsten mußt Du zu lange pausieren um Dich zu erholen. 4x/ Woche laufen, den langen Lauf allmählich immer weiter ausdehnen.
    Mit der Zeit wird es von selber leichter, nur nicht ungeduldig werden.

    In der Grundlagenphase sind eigentlich keine schnellen Einheiten oder Wettkämpfe vorgesehen.
    Nimm den 5km- Lauf trotzdem mit und hab Spaß dabei.

    Nun weiß ich bereits das meine Grunldagenausdauer das Problem ist. Aber ich verstehe nicht warum meine Grundlagenausdauer überhaupt so schlecht sein kann und ob ich überhaupt noch „mehr“ erwarten kann? Was kann ich tun um meine Grundlagenausdauer wirklich zu verbessern?
    Die Grundlagen- Phase erst dann abschließen und mit schnellen Läufen anfangen, wenn es sich locker und leicht anfühlt und der lange Lauf regelmässig über 12- 15km geht.

    ….im Grunde genommen würde ich gern von anderen Späteinsteigern hören wie es zu Anfang gewesen ist. Vielleicht erging es ja irgendwem hier auch so oder so ähnlich?
    Ich habe mit Ende 30 wieder angefangen und kann bestätigen das es im "höheren Alter einfach schwerer fällt und langsamer voran geht. Das liegt, so glaube ich vor allem an der verlängerten Regenerationsphase die der Körper braucht um besser zu werden.

    Trotzdem lieber weniger intensiv trainieren als zu lange Regenerationspausen zu machen. Wer zu lange zwischen zu intensiven Einheiten pausiert, fängt im Grunde bei jeder Trainingseinheit wieder bei "0" an. 4x/ Woche locker, davon einmal lang finde ich optimal.

  20. #17
    Avatar von klnonni
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    Zitat Zitat von Friedalerntlaufen Beitrag anzeigen
    ja? das ist ja faszinierend, weil man überall immer wieder hört laufen ist unkompliziert und kann jeder etc.. ich finde es das Laufen bisher am herausforderndsten überhaupt...
    Theoretisch stimmt das Gesagte sogar.

    Kinder lernen erst das Gehen und fangen dann an mit dem Laufen.
    Wenn Kinder es dürften, dann würden sie den ganzen Tag lang Rennen, sei es um Fangen, Fußball, Einkriege oder .... zu spielen.

    Aber irgendwann kommt die Zeit, da müssen die Kinder brav sitzen und lernen sich ruhig zu beschäftigen, später werden sie von ihren Eltern schnell in den Kindergarten oder Grundschule gefahren. Sie bekommen ihr erstes Fahrrad und lernen mit weniger aufwand schneller anzukommen. später ihr ersten Hooverboard und lernen ohne eigenem Antrieb anzukommen, dann ihr erstes Mofa....
    Aus den Toben mit Rennen, Springen, Hüpfen und Werfen, wird das Internetsurfen und Videospiel Spielen ect. ..
    Das alles möchte ich nicht schlecht reden, das ist unser Leben.

    Aber irgend wann ist der Punkt im Leben der meisten Menschen gekommen, da empfindet man plötzlich das Rennen nicht mehr als Tobespiel,sondern als anstrengenden Sport
    Plötzlich überlegt man sich ob man zum Supermarkt an der Ecke läuft oder lieber das Auto nimmt, egal ob man nur um ein Liter Milch kaufen möchte oder doch eine Einkaufstasche voll - man ist bequem geworden.

    Und wenn man dann plötzlich mit dem Laufen anfangen möchte, dann stellt man fest, so einfach wie im Alter von 4-6 Jahren ist es plötzlich gar nicht mehr.
    Man muß plötzlich seinen innneren Schweinehund überwinden.
    Man spürt plötzlich wie durchs Laufen sich Schulter und Nacken verkrampft, weil man eine falsche Haltung beim Rennen ein nimmt.
    Man spürt plötzlich wie sehr das eigene Herz- und Kreislaufsystem vernachläßigt wurde.
    Man spürt plötzlich die durch Jahre lange Vernachläßigung fehlentwickelte Fuß- und Beinmuskelatur.
    Man spürt plötzlich sein fehlendes Körpergefühl.
    und so weiter ...

    Als Laufanfänger im Erwachsenenalter muß man plötzlich alles wieder lernen und entwickeln, was man als Kind spielerisch sich angeeignet hatte.

    Etwas überspitzt geschrieben, aber ich glaube fest daran, dass das Laufen eigentlich in jeden gesunden Menschen steckt.

  21. #18
    01.10.2025 Avatar von d'Oma joggt
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    Mein Laufen Anfangen war: HART -
    (20 Jahre ohne Sport, BMI 36, 50 Jahre) -
    und Toll, befriedigend, beglückend, Stolz machend - blieb aber immer auch oft anstrengend, mühsam, holprig, orthopädisch kritisch, mit dem Beruf nur suboptimal vereinbar und unverzichtbar
    12.05.2007 / 12.05.2012 / 09.04.2013 / 27.05.2017
    ...an Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit
    An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit
    In dieser Nacht der Nächte, die uns soviel verspricht
    Erleben wir das Beste, kein Ende ist in Sicht
    (Toten Hosen)
    ________________________________________ __

    BIG 25 Berlin 2015 HM 2:14:xx

  22. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von d'Oma joggt:

    19Markus66 (10.08.2018), klnonni (10.08.2018)

  23. #19

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    Oh man so viele wertvolle Tipps und Vergleiche und Erkläungen, super damit habe ich gar nicht gerechnet! Ihr alle habt nochmal für einen ordentlichen Motivationsschub gesorgt, ich bin sehr gespannt wie sich das weiter entwickeln wird bei mir

  24. #20

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    Zitat Zitat von Friedalerntlaufen Beitrag anzeigen
    In meinem Umfeld gibt es nur Läufer, die irgendwie immer schon gelaufen sind oder Anfänger, die halb so alt sind wie ich, selbstredend das die schneller und länger unterwegs sind als ich und damit keinen Vergleich, aber eine Orientierung brauche ich schon irgendwie. ich bedanke mich bei euch für euren Einblick :-)
    Ha, genauso ist das bei mir auch.
    Bei den Anfängern bin ich quasi die einzige Alte....und trotzdem ich am konstantesten und fleißigsten trainiere ist meine Leistung immer die Schlechteste....

    Gerade allerdings ein schönes Erfolgserlebnis gehabt, neuer Rekord über 10 km.

  25. #21

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    Zitat Zitat von Friedalerntlaufen Beitrag anzeigen
    ja? das ist ja faszinierend, weil man überall immer wieder hört laufen ist unkompliziert und kann jeder etc.. ich finde es das Laufen bisher am herausforderndsten überhaupt...

    Hihi, so ist das.
    Mir ist es auch ein Rätsel, wie die ganzen Menschen bei Spaßläufen die 5 km schaffen, ohne dafür zu trainieren. Ich musste hart arbeiten, um dahin zu kommen und ich war die ersten Male dermaßen platt, als ich es endlich erreicht hatte.

  26. #22
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    Bei mir war es so, dass ich den kleinen FaRoRa beim Wiegen nicht mehr sehen konnte und meine wesentlich bessere Hälfte kurz davor war, mir meine Bier zu streichen. Ich glaube sie dachte, wenn das, was da drüberhängt so gross ist, und das darunter so klein (im Verhältnis, versteht sich), dann könnte es doch sein, dass wenn das Große darüber kleiner wird automatisch bedeutet, dass das kleine darunter mächtig wirkt. Das geht natürlich nicht, also rein in die Wurstpelle und rumjoggen. Ohne Plan, dann aber mit Pulsuhr. Erst die Technik (bin Nerd) hat es geschafft, mich zu disziplinieren.
    "Trainiere nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines (Trainings-)Gesetz werde. " (FaRoRas läuferischer Imperativ)

  27. #23

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    Ihr Lieben Leute,
    Ich wollte mal kurz ein Update geben.
    Habe mir als erstes den Tipp-öfter schneller zu laufen, also praktisch die Komfortzone zu verlassen- zu Herzen genommen und bin heute morgen zum ersten mal miit einem erfahrener Läufer gelaufen statt wie üblich allein, und habe versucht sein Tempo zu halten. Was für eine Überraschung, ich bin 5 km in 29 Minuten gelaufen, 6 min/km statt 7... Ich hätte das gar nicht für möglich gehalten!!!!
    Aber es hat mich auch ganz schön gefordert:-))).
    Zuletzt überarbeitet von Friedalerntlaufen (11.08.2018 um 17:06 Uhr)

  28. Folgenden 4 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Friedalerntlaufen:

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  29. #24
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    Zitat Zitat von Friedalerntlaufen Beitrag anzeigen
    Ihr Lieben Leute,
    Was für eine Überraschung, ich bin 5 km in 29 Minuten gelaufen, 6 min/km statt 7... Ich hätte das gar nicht für möglich gehalten!!!!
    Sogar 5:48/min. Klasse !!!


    (((Aber jetzt nur nicht übermütig werden … )))

  30. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von RunningPotatoe:

    19Markus66 (11.08.2018)

  31. #25
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    Hallo Frida,

    du bist um vieles schneller zu einem "guten" Tempo gekommen als ich, und das liegt an deiner "Grundsportlichkeit"!
    Laufen ist Ausdauersport!
    Schließe mich nicht allen Meinungen an, die da sagen, dass Laufen nur durch Laufen besser wird.

    Mein Tennistrainer spielte in seiner besten Zeit etwa 6h am Tag.
    Seinen ersten und einzigen Marathon absolvierte er in 3 Stunden, was für viele Hobbyläufer unerreichbar bleibt.
    Auch ein österreichischer Skilangläufer legte sofort eine Bombenzeit hin.

    Sei froh, dass du immer sportlich warst, das hilft dir jetzt!
    Meine "Laufleistungen" liegen Welten hinter deinen!

    LG, dry

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