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    läuft und läuft und läuft ... Avatar von GeorgSchoenegger
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    Standard Innsrucker Nightrun 2018 - Halbmarathon

    Dies war die 7. Auflage des Innsbrucker "Nightrun"; nach der pannenüberschatteten Premiere hat sich der Lauf in den letzten Jahren ganz gut etabliert (siehe meine früheren Berichte). Leider war dieses Mal einiges "unrund"; aufgrund von Terminproblemen (Straßen-Rad-WM) musste der Lauf um eine Woche nach hinten verschoben werden, was zwar rechtzeitig kommuniziert wurde aber dennoch lästig ist. Und aufgrund weiterer Termin- und Ortskollisionen konnte der Lauf dann auch nicht wie sonst in der Innenstadt stattfinden - daher haben die Veranstalter bis zuletzt heftig nach einer Alternativstrecke gesucht; ausgetragen wurde der Lauf schließlich an den Innpromenaden im Osten der Stadt mit der großen Turnhalle der Hauptschule Olympisches Dorf als Zentrum der Veranstaltung. Während man einerseits offenbar froh sein musste, dass die Veranstaltung überhaupt zustande kam, muss ich andererseits sagen, dass ich mir das Nenngeld gespart hätte, wenn von vornherein klar gewesen wäre, dass man hier am Stadtrand und abseits der Öffentlichkeit entlanggeschickt wird, so wie bei der ersten Austragung.

    Anmeldung:
    Über Internet problemlos, für den HM waren €20,-- zu berappen - ein eigentlich fairer Preis. Das Startpaket war mit zwei Getränken und einem Paket kalorienreduzierter Nudeln vom lokalen Hersteller Recheis gefüllt.
    Teilnehmer:
    Obwohl der Lauf auch als Tiroler Meisterschaft zählte, waren es in diesem Jahr nur ca. 190 Finisher über die HM-Strecke. Angeboten wurden neben dem HM (4 Promenadenrunden) auch ein "Volkslauf" à 2 Runden (also ein Viertelmarathon, ca. 200 Finisher) und der Fitnesslauf (1 Runde, ca. 120 Finisher). Ich hoffe, dass die gesunkenen Teilnehmerzahlen nur der zeitlichen und örtlichen Verschiebung geschuldet sind.
    Organisation:
    Die Startnummern können bereits am Vortag oder erst am Renntag abgeholt werden, es gab (zumindest bei mir) keinerlei Gedrängel, das Ausfassen von Nummer und Startpaket dauerte ca. 20 Sekunden. Die Zeitnehmung erfolgt per bib-Chip von trackmyrace.
    Die Strecke war sauber gekennzeichnet bzw. abgesperrt (nicht sehr aufwändig, da ohnehin nur Fuß-/Radweg); Verpflegung gab es bei Start/Ziel und am westlichen Wendepunkt, also im Schnitt alle 2,6km. Die drei Distanzen wurden in zeitlichen Abständen von 2min gestartet, es gab nie Gedrängel auf der Strecke. Angeblich war die Strecke IAAF-vermessen, was mich angesichts der kurzfristigen Änderungen ehrlich gesagt verwundern würde; durch die freie Positionierbarkeit des Wendepunktes ist aber natürlich eine genaue Einteilung möglich und laut eigenem Nachmessen über runmap sollte die Runde tatsächlich genau 1/8-Marathon lang gewesen sein.
    Die Verlegung ins Olympische Dorf hatte immerhin den einen Vorteil, dass mit der großen Turnhalle und entsprechenden Duschen die Infrastruktur besser war als bei den Austragungen in der Innenstadt. Andererseits gibt es dort sonst praktisch gar nichts, weshalb die "Verweildauer" nach absolviertem Lauf für viele kurz gewesen sein dürfte; auch wir haben nach dem Lauf auf die Siegerehrung verzichtet und uns stattdessen lieber auf den Weg zurück in die Stadt gemacht.

    Mein eigener Lauf:
    Das Wetter war, wie beim Nightrun üblich, recht fein zum Laufen - wieder einmal sogar etwas zu warm, der Föhn hatte das Thermometer auf mehr als 20°C getrieben und der Wind war teilweise recht heftig. Für mich war der Lauf als Tempotraining für den Frankfurt Marathon geplant; als Schuh hatte ich auch meine Marathonracer gewählt (NB RC1400).
    Der Startbereich war sehr weitläufig, genug Platz zum Dehnen. Punkt 19:00 der Startschuss.
    Runde 1: Ich startete ca. in der Mitte des Feldes und ließ mich erst einmal links und rechts überholen; wie üblich starteten die meisten wie von der Tarantel gestochen. Ab der neuen Fußgängerbrücke neben der Grenobler Brücke war es dann recht angenehm zu laufen, das Feld hatte sich sortiert und ich fiel in meinen Rhythmus und begann aufzuholen. Der Wendepunkt nahe der neuen Radwegbrücke über die Sill war die einzige echt scharfe Kurve, ansonsten war der Kurs praktisch schnurgerade. Für die erste Runde benötigte ich 22:33, das ist eine Pace von 4:17 (davon der erste km natürlich am langsamsten).
    Runde 2: Keine gröberen Vorkommnisse, ich arbeitete mich Läufer für Läufer nach vorn - bei ca. km8 fand ich einen jungen Kollegen (Manuel Hücker) der genau mein Tempo halten konnte und mit dem ich dann zwei Runden gemeinsam lief, sehr angenehm! Die Rundenzeit der zweiten Runde waren 21:49, pace 4:08.
    Runde 3: Begann schon mit einer kleinen Panne; bei der Labestation nach dem Startbogen schnappte ich mir einen mir als "Wasser" angepriesenen Becher, der sich als Zitronenlimo entpuppte ... ich war nicht der einzige, offenbar hatten in der Dunkelheit die Helfer die Flaschen verwechselt. Bei der durch den Föhn extrem trockenen Luft sehr lästig - zum Glück stand nachher meine Elisabeth an der Strecke und steckte mir ein Fläschchen Leitungswasser zu. Zeit für meine dritte Runde: 22 Minuten genau, pace 4:10.
    Runde 4: Ich schnappte mir wieder eine Limo (die Hoffnung stirbt zuletzt ...); zumindest konnte man den Hals damit leicht anfeuchten. Bis zum Wendepunkt lief ich noch mit dem Manuel gemeinsam, dann beschleunigte er; ich lief mein konstantes Tempo ins Ziel - Rundenzeit 21:58, pace wieder 4:10.
    Mit einer Gesamtzeit von 1:28:21 kam ich als 27. durch's Ziel (25. bei den Männchen und 2. meiner Altersklasse M50 - die Siegerehrung habe ich allerdings wie erwähnt ausgelassen, ist nicht sehr einladend dort). Ich unterhielt mich vor dem Duschen noch mit dem Manuel und mit Robert Rossi, der wieder einmal vor mir durch Ziel gekommen war und die M60 gewonnen hat - auch der startet in Frankfurt, ich hoffe ich sehe ihn dort!

    Fazit:
    Eine Zeit von 1:28:21 ist leider nicht so prickelnd, die Hoffnung in Frankfurt wieder einmal die 3h knacken zu können also eher gering. Das Tempo hat sich allerdings gut angefühlt, und ich habe schön in den Rhythmus gefunden, was ja der Hauptzweck der Übung war.
    Was die Veranstaltung betrifft - die zeitliche und örtliche Verschiebung sind natürlich schade; ich hoffe dass der Lauf nächstes Jahr in die Innenstadt zurückkehrt wo er hingehört - und auch wieder mehr Teilnehmer hat. Ich bin eigentlich nicht gewillt, 20€ dafür zu zahlen, auf Wegen herumzulaufen wo ich ohnehin ständig trainiere. Die Austragung in 4 statt 5 Runden war durchaus positiv wie man dieses Jahr gesehen hat; das Feld wird doch deutlich besser entzerrt.
    "Only that day dawns to which we are awake." - H.D.Thoreau
    Meine Wettkämpfe in der km-Spiel Tabelle
    Meine Lauf-Fotoalben (mit vielen Tiroler Laufstrecken)

  2. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von GeorgSchoenegger:

    Bernd79 (08.10.2018), movingdet65 (07.10.2018)

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