Top Themen: Laufhelden | Individuelle Trainingspläne | Laufschuh-Datenbank | Uhren-Datenbank | Lauftrainer-App | Laufen anfangen | Laufen

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Ergebnis 76 bis 92 von 92
  1. #76

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    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    (http://science.sciencemag.org/content/362/6416/781):
    To date, it appears that protocols that substantially increase fat oxidation also decrease metabolic flexibility by reducing CHO substrate pools and/or the ability to rapidly oxidize them. The bottom line is that when elite athletes train for and compete in most sporting events, CHO fuels are the predominant and critical substrate for the working muscles, and the availability of CHO, rather than fat, wins gold medals. We propose that the increased rates of fat oxidation observed after endurance training and “train-low” strategies are a proxy for an increase in mitochondrial density; for competition success, this machinery is best utilized by harnessing it to enhance the oxidation of CHO-based fuels.
    Ich habe mich da ein wenig eingelesen, als Beleg für deine These (etwas vereinfacht ausgedrückt: Optimierung der Fettverbrennung kann vernachlässigt werden) kann ich es nicht erkennen. In dem Zitat oben berufen sich die Autoren auf 2 andere Studien, die Fettstoffwechseloptimierung auch gar nicht untersucht haben, sondern sich mit Ernährungsgewohnheiten befassen:

    Low carbohydrate, high fat diet impairs exercise economy and negates the performance benefit from intensified training in elite race walkers
    Consequently, to sustain muscle energy reserves and meet the daily demands of training sessions, competitive athletes freely select CHO-rich diets. Despite renewed interest in high-fat, low-CHO diets for endurance sport, fat-rich diets do not improve training capacity or performance
    Simpel ausgedrückt: Wer intensiv trainiert, sollte sich kohlenhydratreich ernähren (und nicht auf Low Carb setzen).

    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Zumindest bis zur Marathondistanz (mit gefüllten Glykogenspeichern vor dem Start und idealerweise Aufnahme von Kohlenyhdraten unterwegs) sollten die Kohlenhydrate aber eigentlich nicht der limitierende Faktor sein
    In dieser Untersuchung kann man nachlesen, wann die KH-Vorräte reichen und wann nicht:

    Metabolic Factors Limiting Performance in Marathon Runners

    Der Zusammenhang zur Intensität, sprich Tempo, ist offensichtlich.

    Es gibt 2 - auch kombinierbare - Strategien, um der Begrenzung der KH-Vorräte zu begegnen:
    1. Zufuhr von KH während der Belastung
    2. verbesserte Ausnutzung des Fettanteils
    Diese Grafik zeigt die Verteilung von KH und Fetten in Abhängigkeit von der Intensität.

    Zu 1:
    Beim Marathon wird der Verdauungstrakt nur gering durchblutet. (Der Körper konzentriert sich auf die Versorgung der Arbeitsmuskulatur.) Die zugeführten KH müssen daher auch erstmal verdaut und in die Muskeln transportiert werden. Nicht jeder verträgt das gut. Auch ist nicht eindeutig klar und vermutlich individuell unterschiedlich, bis zu welchem Grad zur Neige gehende KH-Vorräte aufgefüllt werden. Aus der obigen Studie:
    The degree to which glycogen stores can be spared by introducing exogenous carbohydrate into the plasma reservoir is not entirely clear.
    Die Vorstellung jedenfalls, fehlendes Training durch Essen oder Trinken ersetzen zu können, ist irrig.

    Zu 2:
    Auf der anderen Seite läuft man den Marathon in der Regel von Anfang an nicht mit 100% KH-Anteil, vielleicht von Spitzenathleten abgesehen, da hohes Tempo nicht allein eine Frage der Energiegewinnung ist. (Je länger die Strecke, desto geringer das Tempo, egal ob Energie vorhanden ist oder nicht!) Daher kann Strategie 2 ein probates Mittel sein.

    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Sollte der Reservekanister die Fettdepots darstellen: die Gefahr, dass diese aufgebraucht werden, dürfte sich in Grenzen halten – ob ich mich nun gezielt darum kümmere oder nicht.
    Natürlich ist Fett in nahezu unbegrenzter Menge vorhanden, selbst bei sehr schlanken Personen. Ich hatte allerdings ein gewisses Abstraktionsvermögen vorausgesetzt. Deine Aussage war schließlich die, dass man sich um Nebensächliches nicht zu kümmern brauche. Nun, gerade das Nebensächliche macht am Ende den Unterschied aus.

    Bernd
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  2. #77
    Friesisch herb Avatar von Ethan
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    Zitat Zitat von burny Beitrag anzeigen
    Hier muss man allerdings sagen, dass man, um eine komplexe Leistung zu vollbringen, diese zerlegt und Phasen einzeln übt. Wer Klavier spielen lernt, spielt am Ende ein komplettes Stück in vollem Tempo, wie es das Stück vorgibt. Dennoch übt er vorher Tonleitern oder spielt schwierige Passagen erst ganz langsam, bis er schließlich alles vereint. Mit der Lauferei ist das letztlich ähnlich.
    Also in der Sportwissenschaft ist man hierzulande von dieser Methodik abgerückt. War es früher gang und gäbe komplexe Bewegungsabläufe zu zergliedern (und die einzelnen Phasen in Übungsreihen zu schulen), wird heutzutage Wert darauf gelegt die Ganzheitlichkeit der Bewegung/en zu erhalten/vermitteln. (D.h. allerdings nicht, dass einzelne Bewegungsphasen nicht separat geschult werden - die Intention ist nur eine andere.) Einen komplexen Bewegungsablauf wie einen Baukasten zu betrachten, den man "nach Belieben" auseindernehmen und wieder zusammensetzen kann, ist m. E. wenig zielführend. Da scheiterts dann meist an den Übergängen.

    Aber du schriebst ja auch nur, dass es mit der Lauferei ähnlich sei, und das lässt natürlich viel Spielraum.
    „Wenn man gut durch geöffnete Türen kommen will, muß man die Tatsache achten, daß sie einen festen Rahmen haben." (Robert Musil)

  3. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Ethan:

    voxel (26.11.2018)

  4. #78

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    Zitat Zitat von Ethan Beitrag anzeigen
    War es früher gang und gäbe komplexe Bewegungsabläufe zu zergliedern (und die einzelnen Phasen in Übungsreihen zu schulen), wird heutzutage Wert darauf gelegt die Ganzheitlichkeit der Bewegung/en zu erhalten/vermitteln.
    Ich meine keine Taylorisierung, von daher ist der Begriff "Phase" vielleicht missverständlich. Möglicherweise passt "Elemente" oder "Komponenten" besser.

    Grundsätzlich werden bei jedem Training ja auch mehrere Sachen angesprochen, aber dennoch gibt es Schwerpunkte:
    • Mit Tempoläufen oder Schwellenläufen soll primär der Laktatabbau optimiert und die IANS gesenkt werden.
    • Mit längeren Intervallläufen wird primär die VO2max angehoben.
    • Mit kürzeren Intervallen (bei Daniels Wiederholungsläufe) wird die anaerobe Leistung und Laufökonomie verbessert.
    • Mit langen Läufen wird der Fettstoffwechsel optimiert und gleichzeitig werden die KH-Speicher vergrößert (hab grad nochmal bei Pfitzinger nachgeschaut).

    Auf diese Weise werden in unterschiedlichen Einheiten alle für eine hohe Leistung erforderlichen physiologischen "Komponenten" geschult. Dagegen wäre es kontraproduktiv, aus jedem Trainingslauf eine Art Wettkampfsimulation zu machen.

    Bernd
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  5. #79
    Friesisch herb Avatar von Ethan
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    Zitat Zitat von burny Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich werden bei jedem Training ja auch mehrere Sachen angesprochen, aber dennoch gibt es Schwerpunkte:
    • Mit Tempoläufen oder Schwellenläufen soll primär der Laktatabbau optimiert und die IANS gesenkt werden.
    • Mit längeren Intervallläufen wird primär die VO2max angehoben.
    • Mit kürzeren Intervallen (bei Daniels Wiederholungsläufe) wird die anaerobe Leistung und Laufökonomie verbessert.
    • Mit langen Läufen wird der Fettstoffwechsel optimiert und gleichzeitig werden die KH-Speicher vergrößert (hab grad nochmal bei Pfitzinger nachgeschaut).

    Auf diese Weise werden in unterschiedlichen Einheiten alle für eine hohe Leistung erforderlichen physiologischen "Komponenten" geschult.
    Okay, da bin ich völlig bei dir.

    Der nächste Schritt ist dann unweigerlich, die von dir genannten (und allg. anerkannten) Schwerpunkte/Komponenten zueinander in Beziehung zu setzen - da wird's dann schon kniffeliger. (Obwohl: Daniels & Co haben da ja ziemlich genaue Vorstellungen.)
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  6. #80
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von Ethan Beitrag anzeigen
    Also in der Sportwissenschaft ist man hierzulande von dieser Methodik abgerückt. War es früher gang und gäbe komplexe Bewegungsabläufe zu zergliedern (und die einzelnen Phasen in Übungsreihen zu schulen), wird heutzutage Wert darauf gelegt die Ganzheitlichkeit der Bewegung/en zu erhalten/vermitteln. (D.h. allerdings nicht, dass einzelne Bewegungsphasen nicht separat geschult werden - die Intention ist nur eine andere.) Einen komplexen Bewegungsablauf wie einen Baukasten zu betrachten, den man "nach Belieben" auseindernehmen und wieder zusammensetzen kann, ist m. E. wenig zielführend. Da scheiterts dann meist an den Übergängen.

    Aber du schriebst ja auch nur, dass es mit der Lauferei ähnlich sei, und das lässt natürlich viel Spielraum.
    Kannst Du eine Quelle dazu nennen?
    Das wäre mir Neu.
    Komplette ABC, Sprint, Sprung, Plyo, lang DL zielen doch auf die (mehr oder weniger) einzelne Parameter.

    Edit... siehe auch Bernd.
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  7. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Rolli:

    JoelH (26.11.2018)

  8. #81

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    Zitat Zitat von burny Beitrag anzeigen
    Ich habe mich da ein wenig eingelesen, als Beleg für deine These (etwas vereinfacht ausgedrückt: Optimierung der Fettverbrennung kann vernachlässigt werden) kann ich es nicht erkennen. In dem Zitat oben berufen sich die Autoren auf 2 andere Studien, die Fettstoffwechseloptimierung auch gar nicht untersucht haben, sondern sich mit Ernährungsgewohnheiten befassen
    Das sehe ich zumindest teilweise anders als du. Denn in der von dir zitierten Studie von Burke et al. (2017, https://physoc.onlinelibrary.wiley.c....1113/JP273230) geht es ja darum:
    We hypothesised that an LCHF diet would result in increased rates of fat utilisation during exercise, but would impair exercise economy and fail to translate into a performance benefit.
    Das hat sich auch bestätigt:
    Adaptation to a ketogenic low carbohydrate, high fat (LCHF) diet markedly increases rates of whole‐body fat oxidation during exercise in race walkers over a range of exercise intensities.
    Was dann die Folge hatte:
    The increased rates of fat oxidation result in reduced economy (increased oxygen demand for a given speed) at velocities that translate to real‐life race performance in elite race walkers.
    Eine höherer Anteil der Fettoxidation an der Energiebereitstellung hat also (zumindest in diesem Fall) eine schlechtere Leistung zur Folge. Vielleicht verstehe ich dich auch einfach falsch oder übersehe einen wichtigen Punkt, aber wieso wieso sollte man diesen Anteil dann durch Training noch erhöhen wollen? Um zu verhindern, dass die Kohlenhydrate ausgehen? Bei vielen Läufer*innen, die Bekanntschaft mit dem Hammermann im Marathon machen ("hitting the wall"), dürfte ein mitentscheidender Faktor hierfür die nicht ausreichend gefüllten Speicher sein (vgl. z.B. https://pdfs.semanticscholar.org/cd4...d0e0cf5790.pdf). Das wiederum sollte aber kein Grund dafür sein, die Fettstoffverbrennung zu optimieren.

    Zitat Zitat von burny Beitrag anzeigen
    In dieser Untersuchung kann man nachlesen, wann die KH-Vorräte reichen und wann nicht:

    Metabolic Factors Limiting Performance in Marathon Runners
    Ziemlich schöne Zusammenfassung des Wissensstands zu dem Zeitpunkt, ja. Allerdings werden für meinen Geschmack etwas zu viele Annahmen getroffen (im Sinne von Durchschnittswerte verwendet), was die Aussagekraft für das Individuum etwas schmälert.

    Zitat Zitat von burny Beitrag anzeigen
    Beim Marathon wird der Verdauungstrakt nur gering durchblutet. (Der Körper konzentriert sich auf die Versorgung der Arbeitsmuskulatur.) Die zugeführten KH müssen daher auch erstmal verdaut und in die Muskeln transportiert werden. Nicht jeder verträgt das gut. Auch ist nicht eindeutig klar und vermutlich individuell unterschiedlich, bis zu welchem Grad zur Neige gehende KH-Vorräte aufgefüllt werden. Aus der obigen Studie:

    The degree to which glycogen stores can be spared by introducing exogenous carbohydrate into the plasma reservoir is not entirely clear.
    Die Vorstellung jedenfalls, fehlendes Training durch Essen oder Trinken ersetzen zu können, ist irrig.
    Mir wäre nicht bewusst, dass ich etwas in Richtung dieser Vorstellung geäußert hätte. Aber ja, natürlich gibt es was Verträglichkeit der KH-Aufnahme angeht große Unterschiede. Auch das kann und muss trainiert werden.

    Zitat Zitat von burny Beitrag anzeigen
    Auf der anderen Seite läuft man den Marathon in der Regel von Anfang an nicht mit 100% KH-Anteil, vielleicht von Spitzenathleten abgesehen, da hohes Tempo nicht allein eine Frage der Energiegewinnung ist. (Je länger die Strecke, desto geringer das Tempo, egal ob Energie vorhanden ist oder nicht!) Daher kann Strategie 2 ein probates Mittel sein.
    Ich glaube, ich verstehe deine Strategie 2 nicht. Kannst du ausführen, was du unter "verbesserte Ausnutzung des Fettanteils" verstehst?

    Zitat Zitat von burny Beitrag anzeigen
    Natürlich ist Fett in nahezu unbegrenzter Menge vorhanden, selbst bei sehr schlanken Personen. Ich hatte allerdings ein gewisses Abstraktionsvermögen vorausgesetzt. Deine Aussage war schließlich die, dass man sich um Nebensächliches nicht zu kümmern brauche. Nun, gerade das Nebensächliche macht am Ende den Unterschied aus.
    Wo habe ich diese Aussage so getroffen?
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    Steve Magness

  9. #82

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    Sorry, aber für mich ergibt dieser Schlagabtausch keinen Sinn. Wir kommen ganz offensichtlich auf keine gemeinsame Diskussionsbasis. Du suchst dir aus zusammen gegoogleten Studien selektiv das heraus, was deine Theorie stützt. Sobald die Fakten selbst es nicht mehr hergeben, dichtest du dir die gewünschten Schlussfolgerungen hinzu. Was da nicht passt, wird ausgeklammert. Das ist Theoretisiererei pur bar jeder praktischen Erkenntnis und Nutzwert. Daran wird ein weiteres Zitate-Pingpong nichts ändern, und dafür ist mir meine Zeit zu schade.

    Mach deine Vorbereitung und deine Läufe nach deiner Fasson! Wenn du mit deinen Theorien glücklich wirst, ist alles gut.

    Bernd
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  10. Folgenden 3 Foris gefällt oben stehender Beitrag von burny:

    ickehier (26.11.2018), JoelH (26.11.2018), thrivefit (26.11.2018)

  11. #83
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von Christian_BLN Beitrag anzeigen
    Hallo Tommi, interessanter Beitrag, vielleicht ist es ja so, dass die vielen nichtnüchternen Läufe auch die Fettbrennung trainieren und es daher dann irgendwann auch ohne läuft? Das würde zumindest zu dem Beirag von Udo passen
    Ich bin davon überzeugt, dass die meisten, vor allem längere Läufe, auch die Fettverbrennung mit trainieren. Egal ob ich was gegessen habe oder nicht. Bei mir denke ich, dass das ne Kopfsache war. Ich litt bei den miesen Läufen ohne Frühstück vorher unter Hunger, der vom Magen kam, muskulär gab's da nix zu meckern und Energie war ausreichend vorhanden.

    Zitat Zitat von Bonno Beitrag anzeigen
    Im Urlaub gibt es in der Regel morgens ein üppiges Frühstücksbuffet. Da kann ich nachmittags auch laufen ohne Mittagessen.
    Gab es bei uns auch, daher lief ich ja vor dem Frühstück. Zu den beiden 20-km-Läufen stand ich um Fünf auf. Meine Frau hielt mich für komplett bekloppt. Um dann beim zweiten Mal mit dem Radel bis zum Strand mitzukommen um ebenfalls den herrlichen Sonnenaufgang zu genießen

    Gruss Tommi

  12. #84
    Es ist nichts scheißer als Platz vier. Avatar von hardlooper
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    Am besten ist ja, man tauscht sich über das Laufen beim Laufen aus.
    Letztens habe ich im "Vortrag" gemeint, dass Glykol verbrannt wird - na da war was los .

    Knippi

  13. #85

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    Zitat Zitat von burny Beitrag anzeigen
    Sorry, aber für mich ergibt dieser Schlagabtausch keinen Sinn.
    Das ist schade, denn ich lege durchaus viel Wert auf deine Meinung, die nunmal auf viel mehr Erfahrung basiert, als dass ich sie aufzuweisen hätte. Deshalb hätte mich auch die Antwort auf meine Frage von oben sehr interessiert: was verstehst du unter "verbesserte Ausnutzung des Fettanteils"?

    Zitat Zitat von burny Beitrag anzeigen
    Du suchst dir aus zusammen gegoogleten Studien selektiv das heraus, was deine Theorie stützt.
    Ich gebe mir Mühe, möglichst unvoreingenommen an ein Thema heranzugehen und mir dann aufgrund den vorhandenen Informationen/Erfahrungen/Studien eine (hoffentlich) ausgeglichene und objektive Meinung zu bilden. Das gelingt natürlich mal besser, mal nicht ganz so gut.

    Zitat Zitat von burny Beitrag anzeigen
    Sobald die Fakten selbst es nicht mehr hergeben, dichtest du dir die gewünschten Schlussfolgerungen hinzu. Was da nicht passt, wird ausgeklammert.
    Eigentlich besteht meine Absicht darin, darzulegen wie ich zu meinen Schlussfolgerungen gekommen bin und wodurch diese gestützt sind. Dass andere Personen mit einem anderen Hintergrund zu anderen Schlussfolgerungen kommen können ist dabei ja ganz normal und macht es doch auch interessant. Ich gebe mir eigentlich auch immer Mühe nachzuvollziehen, wie diese anderen Meinungen/Schlussfolgerungen zustande gekommen sein könnten, denn nur so kann ich ja etwas lernen.

    Sollte dies als "Dichtung von gewünschten Schlussfolgerungen" bzw. "selektives Ergoogeln von Studien, die meine Theorie stützen" rüberkommen, dann muss ich vermutlich überdenken, wie ich mich hier ausdrücke und wie ich argumentiere, damit dieser (falsche) Eindruck nicht entsteht.

    Zitat Zitat von burny Beitrag anzeigen
    Das ist Theoretisiererei pur bar jeder praktischen Erkenntnis und Nutzwert.
    Beim Laufen gilt wie bei den meisten Themen: Einerseits gibt es praktische Erfahrungen (über die ich relativ wenig verfüge), andererseits auch theoretisches Wissen (hier sieht es bei mir etwas besser aus). Im Idealfall ergänzt das eine das andere, z.B. indem das theoretische Wissen erklären kann, warum ein in der Praxis gebräuchlicher Ansatz funktioniert oder indem eine Studie eine mögliche neue Herangehensweise an etwas liefert, was in der Praxis dann getestet werden kann.

    Dass ich eher von der theoretischen Seite her komme bzw. großen Wert auf diese lege, dürfte offensichtlich sein. Ich habe dabei vermutlich auch manchmal die Tendenz, etwas gar "akademisch" zu wirken in meiner Herangehensweise an ein Thema. Das liegt sicherlich nicht zuletzt daran, dass ich Wert darauf lege, meine Gedankengänge möglichst nachvollziehbar darzulegen. So hat jede*r die Möglichkeit, zu beurteilen, ob diese auch tatsächlich Sinn ergeben oder ob ich irgendwo einen Denkfehler drin habe. Das kann dann vermutlich durchaus mal den Eindruck von Klugsch...erei erwecken. Daran muss ich offensichtlich arbeiten, denn mein Ziel ist es nie, zu belehren, sondern vielmehr mit meinem Wissen anderen Läufer*innen zu helfen. Dies kann aber natürlich nur gelingen, wenn es mir gelingt, so zu kommunizieren, dass das als hilfreich – im Gegensatz zu belehrend – empfunden wird.

    Von daher danke ich dir für deine (für mich unerwartete) Reaktion auf meine Beiträge. Sie hilft dabei mich zu motivieren, weiter an mir zu arbeiten.
    "The idea that the harder you work, the better you're going to be is just garbage. The greatest improvement is made by the man or woman who works most intelligently."
    Bill Bowerman

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    Steve Magness

  14. #86

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    Alcano, mal so ein kurzes Statement von einem 'Externen': ich habe deine Aussagen hier definitiv nicht als belehrend oder so empfunden.
    Besonders die ausgiebige Art zu antworten und viele Basisinfos zu liefern empfinde ich persönlich als sehr hilfreich!
    Sicherlich macht eine Diskussion mit dir viel Arbeit, da du halt viele Infos vorlegst.
    Ich kann deine Gedankengänge durchaus nachvollziehen. Vieles klingt sehr plausibel.

  15. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von RunSim:

    alcano (26.11.2018)

  16. #87

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    Naja, alles ist irgendwie relativ.

    Soweit ich weiß, gelaufene (Ultra-)marathons:

    Burny > 100
    alcano 0

  17. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von NME:

    ickehier (26.11.2018), JoelH (26.11.2018)

  18. #88
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von RunSim Beitrag anzeigen
    Alcano, mal so ein kurzes Statement von einem 'Externen': ich habe deine Aussagen hier definitiv nicht als belehrend oder so empfunden.
    Besonders die ausgiebige Art zu antworten und viele Basisinfos zu liefern empfinde ich persönlich als sehr hilfreich!
    Sicherlich macht eine Diskussion mit dir viel Arbeit, da du halt viele Infos vorlegst.
    Ich kann deine Gedankengänge durchaus nachvollziehen. Vieles klingt sehr plausibel.
    Leider ist die Idee, Fettnutzung bei langen Wettkämpfen (Marathon) zu vernachlässigen, mir auch nicht bekannt und für mich nicht nachvollziehbar. Da kenne ich andere Theorien und auch meine Erfahrung bestätigt Bernds Aussagen.
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  19. #89
    ...formerly known as LiveLoveRun Avatar von Gid
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Leider ist die Idee, Fettnutzung bei langen Wettkämpfen (Marathon) zu vernachlässigen, mir auch nicht bekannt und für mich nicht nachvollziehbar. Da kenne ich andere Theorien und auch meine Erfahrung bestätigt Bernds Aussagen.
    Wo hast du das denn so bei @alcano gelesen?

  20. #90

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    Also kurz für jemanden der noch über wenig Lauferfahrung in der Praxis und noch weniger in der Theorie verfügt... was bringt mir mehr, lange Läufe nüchtern oder nicht?

  21. #91

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    Zitat Zitat von Gid Beitrag anzeigen
    Wo hast du das denn so bei @alcano gelesen?
    Post #62
    was nützt die höhere Fettoxidation? Es gibt meiner Meinung nach eigentlich keinen Grund, diese gezielt zu trainieren.
    Post #68
    Inwiefern ein höherer Anteil der – weniger effektiven – Fettoxidation an der Energiebreitstellung nun ein Vorteil sein sollte, will sich mir deshalb ehrlich gesagt nicht erschließen.
    Wie würdest du das denn interpretieren?

    Zitat Zitat von VIARunner Beitrag anzeigen
    Also kurz für jemanden der noch über wenig Lauferfahrung in der Praxis und noch weniger in der Theorie verfügt... was bringt mir mehr, lange Läufe nüchtern oder nicht?
    Es gibt keine Notwendigkeit, nüchtern in die langen Läufe zu starten. Iss "normal", wie du es sonst auch tust. Wenn du eine komplette Mahlzeit einnimmst, lass zeitlichen Abstand bis Laufbeginn (mit vollem Magen läuft es sich nicht gut). Wenn du eine Kleinigkeit zwischendurch isst, spielt das meistens keine große Rolle.

    WÄHREND des langen Laufes erzielst du einen besseren Trainingseffekt, wenn du KEINE Kalorien zufügst. Falls du damit anfangs Schwierigkeiten hast, nimm was mit (Gel, Banane, Müsliriegel). Ziel sollte es sein, "autark" zu werden.

    Es ist keine Wissenschaft, und die meisten entdecken schnell für sich, wie sie gut klar kommen. Dass bei den ersten Läufen manches noch schwer fällt, ist völlig normal. Selbst erfahrene Läufer brauchen nach Abstinenz (von den Langen) 2 - 3 Läufe, um wieder reinzukommen.

    Bernd
    Das Remake in Text und Bild.

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  22. #92

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    Zitat Zitat von burny Beitrag anzeigen
    Es gibt keine Notwendigkeit, nüchtern in die langen Läufe zu starten. Iss "normal", wie du es sonst auch tust. Wenn du eine komplette Mahlzeit einnimmst, lass zeitlichen Abstand bis Laufbeginn (mit vollem Magen läuft es sich nicht gut). Wenn du eine Kleinigkeit zwischendurch isst, spielt das meistens keine große Rolle.

    WÄHREND des langen Laufes erzielst du einen besseren Trainingseffekt, wenn du KEINE Kalorien zufügst. Falls du damit anfangs Schwierigkeiten hast, nimm was mit (Gel, Banane, Müsliriegel). Ziel sollte es sein, "autark" zu werden.

    Es ist keine Wissenschaft, und die meisten entdecken schnell für sich, wie sie gut klar kommen. Dass bei den ersten Läufen manches noch schwer fällt, ist völlig normal. Selbst erfahrene Läufer brauchen nach Abstinenz (von den Langen) 2 - 3 Läufe, um wieder reinzukommen.

    Bernd
    Also ich habe kein Problem den langen Lauf am Morgen nüchtern zu laufen. Mir geht's eben darum was mir mehr bringt, wenn's egal ist laufe ich weiter nüchtern. Dabei fühle ich mich während des Laufes auch am besten.

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