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  1. #1

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    Standard Tretroller aus Ungarn: Boardy

    Hallo zusammen,

    ich bin ganz neu hier und schon seit Wochen auf der Suche nach dem perfekten Tretroller.
    Perfekt heißt für mich: klein (am Besten 2x12 Zoll), Luftbereifung, für Erwachsene (bis mind. 100 kg), qualitativ, und wenn möglich faltbar.
    Vor kurzem habe ich ein Fahrzeug namens Boardy entdeckt. Es wird in Ungarn produziert und erfüllt so gut wie alle Kriterien. Ich finde aber nicht soviele Informationen von Benutzern im Internet.
    Sind unter euch stolze Besitzer dieses Fahrzeugs?
    Danke im Voraus!
    Guillaume

  2. #2

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    Hallo Guillaume,
    in Berlin bei Flow Footbike kann man diesen Roller ausprobieren.
    Ist das eine Option für dich?

  3. #3

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    Hallo spolupracovnik,

    leider nicht! So sehr ich Berlin und die Adventszeit in Deutschland mag, ist es leider zu weit weg: ich wohne in Frankreich (im Süden auch noch!)

    Bist du schon damit gefahren?

    Was mir gefällt an diesem Boardy ist das es schön klein, leicht und faltbar ist. Aber ich frage mich gleichzeitig, ob es durch die kleinen Räder nach einer Weile nicht anstrengend ist, damit zu fahren.
    Ich interessiere mich auch für den mibo mastr. Es scheint ganz gut zu sein, nur halt größer und vor allem schwerer.
    Schwierig!

  4. #4

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    Hi!

    Ich hab mich hier neu angemeldet, weil ich genau vor der gleichen Frage stand und sie beantworten konnte.
    Ich bin dann nämlich tatsächlich von Heidelberg mit der Flixbahn nach Berlin gefahren, um bei Tomas probefahren zu können.
    Er hat mich davor auch per Email beraten und seine Einschätzung deckte sich absolut mit meiner, nachdem ich zum Vergleich den Mibo Mastr gefahren bin.

    Der Boardy macht Laune. Aber die meisten von uns werden nicht zur Zielgruppe gehören. Wenn du auf deren Website schaust, ist das eher so ein "Ich roll mit meiner Crew zum Strand"-Gerät. Als solches macht der Roller großen Spaß. Gemütlich zu fahren, recht aufrechte Stehposition, leicht wippendes Trittbrett, Leichtgewicht gut zu transportieren und zu beschleunigen.
    Aber das sind halt auch alles Nachteile, wenn du regelmäßig Strecken fährst,die darüber hinaus gehen. Das Holzbrett absorbiert den Trittschwung und die Steh-Haltung ist auch nicht gerade aerodynamisch. Dazu kommt, dass die Bremsen bei einem z.B. Mibo leichter höhere Geschwindigkeiten abfangen können, Downhill würde ich mit mich einem Boardy nicht trauen. Insgesamt fühlt er sich eben etwas bouncy an.

    Gutes Gerät, denke ich, sieht auch stylish aus und für gemütlich mal fahren eine schicke Kiste, die witzig zu fahren ist. Laut Tomas gute Materialien, er kennt den Hersteller persönlich, ist auch ein Rollerliebhaber.
    Wenn ich an meine 10km zur Arbeit denke, bin ich mit dem Mibo aber besser aufgehoben, den ich dir empfehlen kann.

    Bisher bin ich etwa 4 Jahre den Oxelo Town 9 Cityscooter gefahren und liebte ihn - bis er mir geklaut wurde. Den mag ich immer noch sehr gerne, ist einfach handlicher als die 12-Zoller, z.B. einhändig tragbar und geht bei der Arbeit mit durch die Drehtür. Der Mibo ist deutlich umständlicher zu falten, ich nutz das kaum. Mittlerweile komme ich zum Schluss, dass ich eigentlich gerne zwei Roller hätte: Einen Tourenroller mit 28' (da schau ich mich gerade um) und einen Cityscooter für mal kurz in die Stadt, der nicht so wehtut, wenn er geklaut oder randaliert wird. Der Mibo iMastr st aus meiner Sicht der Kompromiss-Allrounder. Kann nichts perfekt, dafür alles gut. Mag für dich damit genau richtig sein.

  5. #5

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    Ich glaube, welcher Roller am praktischsten ist, hängt entscheidend vom hauptsächlichen Einsatzzweck ab. Mit einem Boardy würde ich nicht gerne längere Strecken über 5 km fahren wollen (als Sportgerät oder für längere Pendelwege), mit einem Mibo Mastr ungern jeden Tag überfüllten Bus oder Bahn und dann noch die letzten zwei Kilometer über einen gemischten Fuß-Radweg, auf dem wirklich viele Fußgänger unterwegs sind. Da ist ein Boardy bestimmt praktischer wegen der Wendigkeit und der Übersicht (aufrechte Haltung).

  6. #6

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    Hallo zusammen. Ich habe einen Mastr 16/16 mit Klapplenker und einen Boardy und auch einen Mastr Gran Tourismo.
    Ich war immer hellauf begeistert mit meinem Mastr, Gran Tourismo sowieso, bis ich mir aus Neugierde und Packmaß für die Öffenlichen einen Boardy aus Ungarn habe kommen lassen.
    Seit ich den Boardy habe steht der Mastr meist ungenutzt in der Garage. Zweifelsohne ist der Mastr für längere glatte Strecken die komfortabelere Lösung. Aber was für ein Spaß der Boardy macht einfach über Stock und Stein, in der Stadt natürlich über Randsteine zu flitzen ohne aufzusetzen. In Bus,Tram, Ubahn ist der Boardy unschlagbar. Meine Frau hat nun auch einen bekommen. Zugegeben, bei nasser Fahrbahn ist die Vorderbremse unbrauchbar. Da muss man aufpassen.
    Für das sprotliche Rollern kommt nur noch mein Gran Tourismo in Einsatz. Dennoch gibt es Tage, da fahre ich mit dem Boardy rund 30 km oder mische Öffenliche Tranportmittel mit Rollern. Das war mir mit dem Mastr zu mühsam.
    Sollte jemand an meinem Mastr mit Klapplenker und Tasche interessiert sein, bitte melden. Fotos kann ich dann gerne machen. Denke darüber nach ihn zu verkaufen.
    Grüße aus München. Peter.

  7. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Kennicot:

    BoardyBerlin (13.02.2020)

  8. #7

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    @Kennicot

    Empfindest du das biegsame Trittbrett des Boardys eher als Vor- oder Nachteil? Nimmt es sehr viel Trittenergie weg? Wenn du noch mal die Wahl hättest, würdest du dann eher das normale Boardy-Trittbrett oder das etwas steifere des Boardy-XL wählen?

  9. #8
    Avatar von BoardyBerlin
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    Standard Normales Boardy oder Boardy XXL?

    Hallo!

    Auch wenn etwas verspätet, möchte ich auch für andere, die wie ich auch vor genau dieser Frage standen, diese beantworten.

    Ich bin beide Boardy's gefahren. Die Steifheit des XXL ist etwas größer, was sich bei mir, gut 80 kg, allerdings kaum im Fahrverhalten unterschied. Ich würde das XXL nur nehmen, wenn ich es gewichtsmäßig wirklich brauche, also über 90 kg wiegen würde. Andras, der Konstrukteur des Boardy, wiegt ähnlich viel wie ich und bevorzugt ebenfalls das normale Brett, wie er mir sagte.

    Wenn man wie ich denken sollte, dass ein steiferes Brett beim Boardy für mehr Speed sorgt (wie das bei den normalen Tretrollern zutrifft), dann irrt man sich beim Boardy. Das Boardy funktioniert wirklich etwas anders als alle anderen Roller. Andras sagte mir sogar, dass es ihm subjektiv so vorkomme, das weichere Brett würde sogar mehr Geschwindigkeit produzieren. Da wohl die Hauptkäufergruppe vom Boardy Stadtbewohner sein werden und das Boardy mit andauernd sich abwechselndem Belag (Kopfsteinpflaster, Bordsteinkanten...) zurecht kommen muss, schluckt das weichere Brett auch mehr Stöße, die sonst etwas bremsen würden (gerade bei den Hochdruckreifen des Boardy).

    Wie auch immer, ich kann meinem Vorredner nur zustimmen, das Boardy macht unglaublich viel Spaß und ist der perfekte Stadtroller. Ich habe einige Roller mit kleineren Rädern ausprobiert (Yedoo, Mibo, Swifty und auch Hudoraroller), aber das Boardy schlägt sie in puncto Fahrspaß und Effizienz alle. Das Boardy ist durch die kleine Reifengröße und das leichte Gewicht sehr gut zu beschleunigen (was man in der Stadt andauernd macht) - kein anderer Roller läßt sich hinzu bergauf so leicht treten - und durch das niedrige Brett, je nach Eigengewicht des Fahrers bei 6,5 -6 cm, ist es sehr kraftsparend zu fahren. Aufgrund des kleineren Radstandes und dem nicht sehr dicken Brett ist die Bodenfreiheit größer als beim Yedoo Friday und Mibo Mastr.

    Wer nicht gleich einen Roller mit großen Rädern (ab 20") haben möchte, dem kann das Boardy in der Klasse der 16" und 12" Roller wie Friday und Mastr nur empfohlen und wie ich meine auch bevorzugt werden.

    Gruß!
    Michael

  10. #9

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    Danke für Deinen ausführlichen Bericht!

    Wie beurteilst Du die Bremse? Ist die eine ausreichend, auch wenn es mal (in der Stadt) einen Hügel runtergeht?

  11. #10
    Avatar von BoardyBerlin
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    Standard Bremse Boardy

    Die eine Bremse am Boardy ist gar nicht wegen der Bremsleistung bei längeren Bergabfahrten das Problem - wenn es trocken ist, verzögert sie angenehm, um nicht gleich vorne über katapultiert zu werden; wenn es richtig gießt, sollte man aber immer mal wieder sie leicht anziehen, um die Felgenflanken trocken zu halten, sonst hat sie erst einmal schon eine gewisse Verzögerung, bis sie greift - die Schwierigkeit bei längeren Abfahrten liegen aber viel mehr darin, dass die 12" Felge aufgrund des kleinen Durchmessers schneller als bei großen Felgen heiß läuft und die Gefahr besteht, dass der Schlauch platzt.

    Als Anhaltspunkt: In Berlin vom Teufelsberg die Asphaltstraße hinunter, rund 700 m mit einem stetigen Gefälle von 8-14 %, bin ich neulich bei Regen gefahren. Unten angekommen war die vordere Felge schon gut warm. Noch nicht kritisch, aber viel mehr würde ich ihr nicht zumuten wollen.

    Bei kurzen und nicht so steilen Gefällen, die es tatsächlich auch in Berlin immer mal wieder gibt, ist die Bremse allerdings völlig ausreichend und die Felge erhitzt sich auch nicht wahrnehmbar.

    Bei meinem Boardy ist der Brake Booster montiert, der die Bremsleistung erhöhen soll (noch nie ohne probiert).

    Gruß!
    Michael

  12. #11

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    Danke, Michael. Da werd ich mir wohl auch ein Boardy zulegen, aber vermutlich warte ich noch bis zur nächsten Aktion (Black Friday o. ä.).

    Hast Du sonst noch ein paar Tipps aus dem Alltag? Wie lange dauert z. B. das Klappen des Lenkers? 10 s?

  13. #12
    Je oller, desto Roller Avatar von Kollo
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    500 Euro in der Basisversion? Hinteres Schutzblech 56 Euro? Geht's noch?

  14. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Kollo:

    jssph (14.02.2020)

  15. #13
    Avatar von jssph
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    Ich fahre meine Fahrzeuge (Fahrräder, Roller, NordicCrossSkates) im täglichen Einsatz 1000, 10 000 und manche auch 100 000 km unter allen Witterungsbedingungen, da wäre ein Holzrahmen nicht das richtige für mich.

  16. #14
    Avatar von FunkyBunny
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    Zitat Zitat von jssph Beitrag anzeigen
    Ich fahre meine Fahrzeuge (Fahrräder, Roller, NordicCrossSkates) im täglichen Einsatz 1000, 10 000 und manche auch 100 000 km unter allen Witterungsbedingungen, da wäre ein Holzrahmen nicht das richtige für mich.
    Robustes Material hätte dieser Roller sicherlich... https://www.hepros.de/hepros-ultra-a...n-germany.html

    Sorry, wenn ich diesen Thread möglicherweise kapere, aber meine Frage steht in dem Kontext, der hier behandelt wurde.
    ...ich befinde mich aktuell in einem Entscheidungsfindungsprozeß...
    Suche noch einen kleinen Roller für öffentliche Verkehrsmittel, mit anschließend kleineren Wegstrecken.
    Vorgaben.... keine großen Abstriche beim Fahrkomfort (im Vergleich zum vorhandenen Kickbike Clix)
    und beim Transport sollte der Platzbedarf geringer sein, also noch einfachere Mitnahme des Rollers.

    Bislang kann ich bei meinen Rollern jeweils zwei Bremsen betätigen - Clix zwei solide Felgenbremsen, Cross Max mit Scheibenbremsen.
    Beim Hepros Ultra Air hätte ich nur noch eine Handbremse, die aufs Hinterrad wirkt. Kann sowas funktionieren?

    Der Boardy hat ein breites Trittbrett, ebenfalls der Hepros - seine Breite fast 18 cm.
    Meine Fragen an diejenigen, die zwischen mehreren Rollern wechseln:
    Stört es, wenn das Trittbrett gut 5 cm, also viel breiter ist?
    Hat es Auswirkungen auf den Fahrstil, wenn beim Abstoßen dem Trittbrett mehr Raum gegeben werden muss?

    Freue mich über Rückmeldungen

  17. #15
    Avatar von BoardyBerlin
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    Standard Fragen zum Boardy

    Huch, da sind ja einige neue, teilweise skeptische Fragen aufgekommen. Ich versuche sie mal zu beantworten:

    # Das Falten braucht nur ein paar Sekunden: Mit 3 Umdrehungen die Flügelschraube aufschrauben, umklappen, fertig. Wenn man vorher noch den Feststellknopf der Bremse gedrückt hat, dann steht das Paket auf dem umgeklappten Lenker als "Ständer" brauchbar, kann aber auch einfach hinterhergezogen werden. Genial einfach finde ich den Feststellknopf der Bremse. Wo mein Yedoo angelehnt an einer Wand wegrollert, steht das Boardy deshalb perfekt.

    # So gefaltet ist das Boardy recht kompakt, ich nehme es sogar ab und zu in ein kleines Kino mit, auch weil das sichere Anschließen (hier in Berlin) beim Boardy etwas schwierig ist, siehe weiter unten. Aber ungefaltet wird das Boardy in Kaufhäusern, im Supermarkt usw. überall hier akzeptiert. Ein riesiger Zeitvorteil im Alltag wie ich finde, dass ich nicht immer vor jedem Laden ab- und aufschließen muss.

    # Die Rolleigenschaften des Boardy sind trotz der 12" Räder hervorragend. Etwas besser als bei Friday und Mastr, nicht ganz so gut wie beim Swifty. Allerdings hat das Swifty ein 11 cm hohes Trittbrett und das Boardy bewegt sich da bei 6-6,5 cm, welches die besseren Rolleigenschaften des Swifty mehr als ausgleicht.

    # Das Holzbrett des Boardy, welches ja kein Vollholzbrett ist, sondern hauptsächlich aus Glasfasermatten besteht, hat bei mir noch kein bisschen ernsthaft gelitten - und ich fahre das Boardy täglich. Auch der Spritzschutz ist in Verbindung mit dem hinteren Schutzblech perfekt. Man wird auch bei stärkstem Regen, kein bisschen dreckig.

    # Aber das "Holzbrett" macht gleichzeitig auch das Einzigartige beim Boardy aus. In Verbindung mit den viel Luftdruck vertragenden Reifen und dem kürzen Radstand würde man mit einem steifen Alurahmen (wie beim Swifty) schnell bei Kopfsteinpflaster gut durchgerüttelt. Dies Stöße fängt aber das leicht flexible Brett beim Boardy ab, welches eine sehr ruhige und sichere Fahrt ermöglicht - und unglaublich sanfte Landungen bei Sprüngen über Bordsteine produziert, eine Sache, die bei einer Fahrt in der Stadt andauernd vorkommt.

    # Breites Trittbrett: Hier war ich am Anfang auch skeptisch, komme ich doch von einem Trittbrett mit unter 10 cm Breite und das Boardy hat etwas mehr als 15 cm. Aber auch hier trifft zu, was beim Boardy überall festzustellen ist, ein sehr gut aufeinander abgestimmtes Konzept. Mit dem breiteren Trittbrett lässt sich das Boardy viel ruhiger fahren, denn es besitzt ja keine besser stabilisierenden 16" oder 20" Räder, bei 12" wirken die stabilisierenden Kreiselkräfte viel schlechter. So ist die Fahrt aber trotzdem nicht wackelig und entspannt. Klar, das Boardy liegt nicht ganz so stabil auf der Straße wie ein Friday oder Mastr. Aber das empfinde ich gerade als Vorteil (in der Stadt). Denn stabil ist eben auch immer einhergehend mit etwas behäbigerem Fahrverhalten und mangelnder Spritzigkeit. Und diese macht beim Boardy ungemeinen Spaß.

    # Mein Fahrstil ändert sich zwischen den Rollern nur wenig (wobei ich kaum noch andere Roller, seit ich das Boardy habe, benutze). Da das Trittbrett beim Boardy sehr tief liegt, fast 1 cm tiefer als beim Friday, und die Beine in ihrer natürlichen Haltung wie ein schmales Dreieck stehen, unten breiter, im Schritt eng, kann das Trittbrett auch etwas breiter sein, wenn es tiefer liegt, um dann gleichbreit auf dem Roller zu stehen - so erkläre ich mir das zumindest, dass der Unterschied nicht so groß ist.

    # Auch für weitere Strecken in der Stadt (>10 km einfach) nehme ich tatsächlich auch das Boardy lieber, weil wie oben schon geschrieben, es sich leicht beschleunigen lässt und man in der Stadt andauernd Stopps hat, aber auch weil Geschwindigkeiten über 15 km/h in der Stadt und auf Gehwegen kaum sinnvoll zu erreichen sind. Im Umkehrschluss heißt das aber, wenn ich lange Strecken ohne Stopps fahre, wie auf dem Land oder bei Radschnellwegen, und hohe Geschwindigkeiten fahren will, dann kommt das Boardy allein schon wegen der aufrechten Stehposition und den 12" Rädern an seine Grenzen und andere Roller mit 20" und größer machen mehr Sinn. Aber dafür wurde das Boardy auch nicht gebaut. Es ist eben ein Stadtroller.

    # Den einzigen Nachteil beim Boardy empfinde ich beim Abschließen, das geht mit einem ordentlichen Schloß - und nicht mit so einem dünnen Weihnachtsschmuck-Kabel wie auch der Hersteller eins anbietet (ich wohne in Berlin!) - nur etwas kompliziert. Denn durch die Schnellspanner an den Rädern habe ich nur eine Lösung herausgefunden: Einen Arm eines Bügelschloss', der von der Dicke her durch das zweite Loch von oben bei der Gabel vom Boardy passt, durch Gabel und Vorderrad stecken. So ist es perfekt gesichert, aber der Vorgang ist eben auch etwas friemelig.

    # Und noch zum Preis: Im Moment bekommt man das normale Boardy mit Schutzblech für 500 €. Das ist schon eine stolze Summe und ich habe auch lange gezögert. Aber jetzt meine ich, es ist jeden Cent wert und ich bin froh, dass ich mich nicht anders entschieden habe. Außerdem unterstützt man mit seinem Kauf einen kleinen Handwerksbetrieb. Das meiste ist am Boardy hinzu handgefertigt und mittlerweile, ebenso selten, die Materialien kommen fast alle aus Europa, inkl. dem Holz fürs Trittbrett.

    Uff, das war jetzt einiges, hoffentlich hilft es dem/der einen oder anderen.

    Gruß!
    Michael
    Zuletzt überarbeitet von BoardyBerlin (15.02.2020 um 13:01 Uhr)

  18. #16
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    Zitat Zitat von BoardyBerlin Beitrag anzeigen
    Uff, das war jetzt einiges, hoffentlich hilft es dem/der einen oder anderen. l
    Michael, herzlichen Dank für Deinen ganz ausführlichen Beitrag.

    Die Vorzüge Deines Boardys hast Du toll vermittelt, es würde mir vermutlich für den Stadtbetrieb gefallen, wenn mein geliebtes Kickbike Clix nicht vorhanden wäre. Oftmals bin ich mit dem kleinen Roller im „Outback“ unterwegs. Da verfügt das Kickbike Clix über einige Ausstattungen, die mir dort von Vorteil sind.
    Hilfreich war für mich Deine Ausführung zum Fahren bei breiterem in Kombination mit niedrigem Trittbrett. Vielleicht ist der Hepros für mich als „schneller Einsatzroller“ bei Kurzstrecken in Kombination mit öffentlichen Verkehrsmittel geeignet. Beim Packmaß und Gewicht hat er die Nase schon mal vorn.

    Faltroller - Packmaße - Länge x Höhe x Breite / Gewicht
    Kickbike Clix
    90 cm x 56 cm x 21 cm / 7,8 kg
    Boardy Bamboo
    102 cm x 53 cm x (nicht gefunden) / 5,8 kg
    Hepros Ultra Air VA Edelstahl
    91,7 cm x 30 cm x 17,7 cm / 5,25 kg

  19. #17

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    Hallo FunkyBunny,

    ich hab das Vorgängermodell des neuen Hepros-Rollers und bin damit ganz zufrieden. Guter Service und gute Verarbeitungsqualität. Das neue Modell sieht schon recht stylisch aus. Bei Nässe dürfte die Bremswirkung wie bei allen Reibungsbremsen auf dem Reifen sehr schlecht sein (deshalb möchte in den Boardy mit Felgenbremse). Im Trockenen aber völlig ausreichend.
    Bei den kleinen Luftreifen brauchst du unbedingt eine Dämpferpumpe wie von Hepros empfohlen; mit einer normalen Fahrradpumpe geht das nicht - da ist durch das Abziehen des Pumpenkopfes vom Ventil schon die Hälfte des Drucks wieder weg.
    Ich pumpe übrigens bis 8 bar.

    Gruß
    Karbon

  20. #18
    Avatar von FunkyBunny
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    Zitat Zitat von Karbon Beitrag anzeigen
    Hallo FunkyBunny,

    ich hab das Vorgängermodell des neuen Hepros-Rollers und bin damit ganz zufrieden. Guter Service und gute Verarbeitungsqualität. ...immer hilfreich eine Beurteilung eines Nutzers Das neue Modell sieht schon recht stylisch aus. noch wichtiger ist mir die neue Handbremse
    Bei Nässe dürfte die Bremswirkung wie bei allen Reibungsbremsen auf dem Reifen sehr schlecht sein (deshalb möchte in den Boardy mit Felgenbremse das Clix hat sogar zwei Felgenbremsen ).
    Im Trockenen aber völlig ausreichend. Gut zu wissen! Wenn’s richtig schüttet, werde ich eh die angedachten Strecken zu Fuß mit Schirm zurücklegen.
    Bei den kleinen Luftreifen brauchst du unbedingt eine Dämpferpumpe wie von Hepros empfohlen; mit einer normalen Fahrradpumpe geht das nicht - da ist durch das Abziehen des Pumpenkopfes vom Ventil schon die Hälfte des Drucks wieder weg.
    Danke für den Tipp... dann werde ich das Minipümpchen mitbestellen, wenn ich mich endgültig entschieden habe.
    Ich pumpe übrigens bis 8 bar.

    Gruß
    Karbon
    Hi Karbon,
    herzlichen Dank für Deine Rückmeldung... weitere Puzzleteile zu Gusten der Kaufentscheidung
    Greets Uli

    ...auch im Gelände ist das Clix ein treuer Gefährte

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