+ Antworten
Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 25 von 56
  1. #1

    Im Forum dabei seit
    10.09.2016
    Beiträge
    18
    'Gefällt mir' gegeben
    0
    'Gefällt mir' erhalten
    0

    Ausrufezeichen Mikrofrakturierung im Knie nach Knorpelschaden 4. Grades - Tagebuch

    Liebe Community,
    ich schildere euch hier tagebuchartig meinen Krankheitsverlauf, weil ich das Gefühl habe, meine Erfahrungen könnten anderen nützlich sein.

    Was ist passiert?
    Ich bin 29 Jahre alt, normaler Körperbau und habe viel Sport getrieben. Ich war häufig laufen, wobei ich Strecken zwischen 8 und 22 km absolviert habe. Fußball habe ich seit dem 6. Lebensjahr gespielt, zuletzt in der Kreisliga. Dabei haben wir zwei Mal pro Woche trainiert und hatten sonntags Punktspiele. Im Punktspiel vor 4 Wochen hat sich beim laufen das Bein überstreckt und dem Gefühl nach, ist irgendwas im Knie kaputt gegangen. Ich hatte in diesem Moment keine Idee, was das sein konnte. Das Knie war in der Röntgenaufnahme unauffällig, allerdings zeigte das MRT (Kernspin), dass ein größeres Stück Knorpel herausgebrochen war und im Kniegelenk lag. Eine OP musste her und es ging alles innerhalb von 24h. Mein Arzt (Orthopäde) entschied, eine Mikrofrakturierung vorzunehmen, worauf ich gleich nochmal eingehen werde. Mein Arzt war lange Jahre der Teamarzt eines Bundesligavereins. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich noch kaum mit dem Knorpelschaden und der Behandlung beschäftigt und somit willigte ich ein.

    OP: Mikrofrakturierung am rechten Knie
    Ich gehe im Folgenden auf die Mikrofrakturierung´, die auch als Chondropicking bezeichnet wird, ein. Bei der Mikrofrakturierung handelt es sich um ein minimal-invasives Verfahren. Invasiv kommt dabei von Invasion = Eindringen. Es ist also hierbei keine Operation am offenen Kniegelenk notwendig, sondern es wird atroskopisch gearbeitet. Eine kleine Kamera wird von der einen Seite ins Kniegelenk eingeführt und von der anderen Seite wird operiert (also zwei kleine Schnitte). Zuerst wurde die Stelle, wo der Knopel herausgebrochen ist "geshapet" also rasiert, damit nicht weiterer Knorpel von den Fransen her herausbröckelt. Dann werden mit einer kleinen Ahle einige Löcher in den Knochen gebort, bis vom Knochenmark her eine Zellflüssigkeit (Fibrin) "einblutet". Man bezeichnet das auch als Knochenöl. Diese Substanz legt sich auf die Stelle des freiliegenden Knochens und soll in den kommenden Wochen eine Art Ersatzgewebe bilden. Dies muss gemacht werden, weil es sich beim Knorpel um nichtdurchblutete Substanz handelt. Der Körper kann bei erwachsenen Menschen diese Masse in diesem Ausmaß nicht neu bilden. Durch das Bohren wird dem Körper der Defekt aufgezeigt und ihn quasi darum gebeten, etwas dagegen zu tun. Naja und das, was der Körper in diesem "Bioverfahren" amchen möchte, ist eben die Bildung dieses Ersatzgewebes. Hierbei taucht schon meine erste Unsicherheit auf. Natürlich halte ich diesen Schritt für versuchswürdig, aber dieses Ersatzgewebe ist selvst wenn es erfolgreich gebildet und angenommen wird, bei weitem nicht so wirksam wie Knorpelgewebe und dazu noch degenerativ, sodass möglicherweise in den nächsten Jahren wieder Probleme auftauchen können.

    Nach der OP?
    Nach einem ambulanten Eingriff, durfte ich nach 3 Stunden auf Krücken die Klinik verlassen. Es ging mir ganz gut, wobei natürlich schon auch Schmerzen da waren, die aber auszuhalten waren. Der Toilettengang war schwierig, aber es ging. Die Nacht war durch einen Keil unter dem Bein ganz erträglich. Der Rücken und die Haken tun halt irgendwann weh.
    Nun darf ich das Bein 6 Wochen nicht belasten und dann folgen 6 weitere Wochen mit lediglich 20 kg Teilbelastung, die langsam aufgebaut werden müssen. Hierbei entscheidet sich, ob die Methode anschlägt, oder nicht. Je mehr Schonung desto besser.

    Woche 1:
    Ich wurde auf unbestimmte Zeit krankgeschrieben. Mir ging es psychisch (nicht unbedingt körperlich) beschissen, weil ich realisierte, dass ich wohl nie wieder Fussball spielen würde - eine sehr große Säule in meinem Leben bricht weg. Wenn es mir mal schlecht ging, weshalb auch immer, bin ich zum Training gefahren und danach war es wieder besser. Das war sehr schwer zu akzeptieren.
    Gottseidank wurde es körperlich jeden Tag ein wenig besser und ich konnte auch zunehmend durchschlafen. Für das Bein bekam ich eine Bewegungsmaschine. Dort legt man das Bein hinein und sie führt passive Beugungs- und Streckungsübungen durch. Jeden Vormittag eine Trombosespritze - das nervt natürlich, ist aber erträglich. Ich war sehr froh über Netflix und Olympia, was mich ein wenig ablenken konnte. Mehr ging nicht. Abends ist einem sehr schumrig und man ist froh irgendwann im Bett zu liegen. Dadurch, dass man nicht auftreten kann, spielt der Körper bezüglich Gleichgewicht verrückt. Ich muss jeden Tag morgens und abends je eine Tablette Diclofenac nehmen. Das ist ein entzündungshemmendes Mittel.

    Woche 2:
    Auch in der zweiten Woche hatte ich psychische Probleme - wie soll es ohne Fussball weitergehen? Ich konnte es mir nicht vorstellen. Ich begann meine Recherchen. Was kann man tun, um wieder auf den Platz zu kommen? Man sieht hier schon den Prozess,,,,von "ich möchte nur wieder gehen können" zu "ich will wieder spielen". Als weitere Methoden kann eine Chondrozytentransplantation oder auch eine Mosaikplastik durchgeführt werden. Wenn du dich dafür interessierst, dann google mal danach. Ich werde erst zu späteren Zeitpunkten nochmal darauf eingehen und diese Methoden erklären und was meine behandelnden Ärzte dazu sagen. Ich habe mir Präparate besorgt, die den Knorpel füttern und das Ersatzgewebe stabilisieren sollen: Grünlippmuschel (stinkt ein wenig fischig, ist aber sehr verträglich), Omega 3 Fettsäuren und Vitamine. In dieser Woche wurden mit die Fäden gezogen - ein gutes Gefühl. Nun sind alle Fremdkörper raus! Das Blut muss auch wöchentlich gecheckt werden, ob es nicht zu dünn ist (durch die Spritzen). Mein Zustand wird von Tag zu Tag besser. ich werde beweglicher und es zwickt nicht mehr im Knie.

    Woche 3:
    Viele Freunde und Familienmitglieder waren zu Besuch oder haben angerufen. Das hilft sehr. Ich habe mit Ihnen darüber gesprochen und neuen Mut gefasst. Das Bewusstsein, dass es noch Methoden gibt, die mir helfen können, falls das Chondropicking nicht anschlägt, hat mich sehr stabilisiert. Ich habe schon ganz vergessen, wie es ist normal zu laufen, aber auch mit den Krücken wird man immer raffinierter und schneller und vor allem einfallsreicher. Man ersetzt die früheren Tätigkeiten durch andere, die halt gehen. Mittlerweile arbeite ich wieder von zu Hause aus und das führt zu einem reregelten Alltag ohne Langeweile und das hilft sehr, damit die Tage vergehen. Am Ende der dritten Woche hatte ich einen Arzttermin. Das Knie hat sich gut entwickelt. Der Arzt hat mir Krankengymnastik aufgeschrieben, die ich zum Anfang der vierten Woche starten werde. Er hat gesagt, dass ich gerne Fahrrad fahren darf, wenn ich mir das zutraue. Auch Auto fahren sei möglich, wenn ich möchte, weil die Bewegungen ja eher aus dem Fußgelenk kommen. Das hat mich überrascht und ich halte es für eigentlich etwas früh. Ich denke ich werde es erst nach Ablauf der ersten 6 Wochen machen. Mir geht es ganz gut, weil mich die Arbeit ablenkt. Gedanken an Fussball oder ans Laufen versuche ich zu verdrängen. Nach Woche 3 habe ich den Entzündungshemmer Diclofenac absetzen dürfen.

    Soweit der Stand. Ab jetzt berichte ich jede Woche über meine Entwicklung.

  2. #2

    Im Forum dabei seit
    10.09.2016
    Beiträge
    18
    'Gefällt mir' gegeben
    0
    'Gefällt mir' erhalten
    0

    Standard

    Woche 4:
    Das Knie sieht gut aus. Keine Schwellungen und keine Verhärtungen. Ein Termin beim behandelnden Arzt brachte überraschende Neuigkeiten. Ich dürfe Fahrrad fahren, wenn ich es mir zutrauen würde. Na klar. Gerne! In dieser Woche hatte ich zum ersten Mal Krankengymnastik (ab jetzt 2-3 mal pro Woche). Ich nahm also meinen großen Backpacking Rucksack und stöckselte zum Fahrrad. Dort verstaute ich die Krücken im Rucksack und fuhr ca. 6min zur KG. Das war super schön und fühlte sich nach Leben an. Die KG war angenehm. Das Knie lässt sich zwar leider noch nicht gut beugen, aber das kommt davon, wenn man es jetzt fast 5 Wochen kaum bewegt hat. Die Bänder fühlen sich unelastisch an und blockieren den Beugungsvorgang. Meine Physio Birgit hat mit ein paar Übungen für zu Hause gezeigt: Seitliches hinlegen und das betroffene Bein hochziehen. Dann noch im liegen Fahrrad fahren. Auf dem Rücken liegend die Fußspitze heranziehen und das Bein durchgestreckt hochziehen. Das mache ich jetzt 3 mal täglich.

    Hier habe ich mal ein Bild, von den Präparaten, die ich nehme:

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	Präparate.jpg 
Hits:	2703 
Größe:	363,5 KB 
ID:	50803

    Leinenöl mit Omega 3, Grünlippmuschel, Ackerschachtelhalm, Glucosamine/Chondroitin, Vitamine etc.
    Das ist relativ viel, wird aber hoffentlich der Knorpelersatzschicht helfen, sich zu bilden.

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	IMAG1786.jpg 
Hits:	4139 
Größe:	810,0 KB 
ID:	50805
    Hier siehst du noch ein MRT Bild, 2 Tage nach dem Trauma. Ich habe mal kenntlich gemacht, wo das Stück herausgebrochen ist und wie groß es ist. Man sieht hier gut, dass es lateral hinter der Partella herausgebrochen ist und im Gelenk "herumlag". Man kann auch gut erkennen, weshalb es bei der Überstreckung an dieser Stelle herausgebrochen ist.

    In den nächsten Wochen erzähle ich euch mehr zu den einzelnen Behandlungsmethoden bei Knorpelschaden.

  3. #3
    Avatar von Catch-22
    Im Forum dabei seit
    02.06.2014
    Ort
    NRW
    Beiträge
    3.561
    'Gefällt mir' gegeben
    1.677
    'Gefällt mir' erhalten
    1.094

    Standard

    Hallo t-dog,

    das ist mal eine ganz übele Geschichte. Ich hoffe dein Knie wird einigermaßen wieder, so das du wieder aktiv Sport treiben kannst. Ich werde deinen Blog interessiert verfolgen.
    Mein Mann hat am Knie auch einen Knorpelschaden 4. Grades und damit Arthrose. Da er deutlich älter ist als du kam so eine OP nicht mehr in Frage. Noch kann er alles machen, läuft auch Marathon, jedoch wird er wohl früher oder später ein künstliches Kniegelenk brauchen.

    Ich hoffe du bist bei deinen Ärzten in guten Händen. Wie kamst du denn auf die ganzen Präparate? Empfohlen oder dich selber im Netz schlau gemacht?

  4. #4

    Im Forum dabei seit
    10.09.2016
    Beiträge
    18
    'Gefällt mir' gegeben
    0
    'Gefällt mir' erhalten
    0

    Standard

    Hi ;-)
    joa sowohl als auch. Ich denke, das man sich da auch an alles klammert, was sich sinnvoll anhört. Die Wirkungen sind zum Teil nicht signifikant nachgewiesen, auch wenn die Hersteller das behaupten. Ich denke aber, dass insbesondere die Grünlippmuschel sowie das Ackerschachtelhalmsubstrat nicht verkehrt sind, weil viele Menschen darüber positiv berichtet haben und diese Substanzen auch natürlich gewonnen werden. Wie alt ist denn dein Mann? Bei ihm könnten Hyaloron-Spritzen Sinn machen...möglicherweise.

    Ich habe nun noch 2 Wochen Vollentlastung (mit 5-10kg abrollen)... Freue mich aber schon sehr auf den Belastungsaufbau ab Anfang Oktober.

  5. #5
    Avatar von Catch-22
    Im Forum dabei seit
    02.06.2014
    Ort
    NRW
    Beiträge
    3.561
    'Gefällt mir' gegeben
    1.677
    'Gefällt mir' erhalten
    1.094

    Standard

    Er geht auf die 50 zu.
    Hyaloron hatten wir uns schlau gemacht, von einem Ortophäden hat er auch ein Faltblatt dazu bekommen. Er hat sich dann dagegen entschieden, da es mit Sportpause verbunden gewesen wäre. Wenn er mal eine akute Entzündung im Knie hat, dann ist sie auch ohne Hyaloron mit Sportpause weg, daher kam es ihm doch arg unsinnig vor. Unser Sportorthopäde hat auch ehr abgeraten.

    Leichte Schmerzen hat er zwar immer, aber an die hat er sich wohl längst gewöhnt. Problematisch ist es eben nur wenn es mal entzündet ist. Ansonsten heißt es halt das Knie und die Muskulatur trainieren, so das die Beweglichkeit erhalten bleibt und keine all zu große Dysbalance zwischen den beiden Beinen entsteht.

  6. #6

    Im Forum dabei seit
    10.09.2016
    Beiträge
    18
    'Gefällt mir' gegeben
    0
    'Gefällt mir' erhalten
    0

    Standard

    Woche 5:
    Nachdem ich die ersten 4 Wochen den Fuß nach Möglichkeit gar nicht auf dem Boden gesetzt habe, tat ich dies inklusive Abrollen in dieser 5. Woche. Mit ganz wenig Belastung kamen hier 10kg - 15kg zu stande. Ich habe mir eine analoge Waage gekauft und das mal getestet. Ansonsten verlief diese Woche ruhig. Ich hatte 3 mal 30min Krankengymnastik. Hierbei muss ich sagen, dass mir Massagen besonders gut taten. Der Oberschenkel ist schon sehr verhärtet und besonders Druck in der Kniekehle hilft dabei, wieder mehr Beweglichkeit herzustellen. Fahrradfahren (Sattel hoch einstellen) funktioniert ganz gut und fühlt sich auch schön an.
    Das Knie war nach der leichten Belastung wieder etwas dicker. Nach Kühlungen und wieder etwas mehr Schonung ist dies aber zurückgegangen. Ab Heute ist es noch 1 Woche mit Abrollen und maximal 15kg Belastung. Danach (ab 29.9.) darf ich jeden Tag 5kg mehr belasten. Der Gedanke daran fühlt sich komisch an, weil sich das Bein schlapp und unbeweglich anfühlt. Mal schauen...

  7. #7

    Im Forum dabei seit
    10.09.2016
    Beiträge
    18
    'Gefällt mir' gegeben
    0
    'Gefällt mir' erhalten
    0

    Standard

    Woche 6:
    Puhh...die ersten 6 Wochen nach der OP sind um. So hart war es im Nachhinein eigentlich gar nicht. Der Schlüssel lag bei mir in der Krankengymnastik. Ich war bei einer Person, die eher lust- und ideenlos an meinem Bein rumgedrückt hat. Es braucht ein bisschen Mut, um zu Wechseln, aber ich kann nur empfehlen, mehrere Krankengymnasten auszuprobieren. Der Körper gibt schon Bescheid, was sich gut und richtig anfühlt.
    Jeden Tag wird es etwas besser und die Bewegungen laufen mittlerweile wieder recht flüssig ab.
    Von morgen an, darf ich die Belastung in den nächsten 10 Tagen auf Vollbelastung hochfahren. Ich werde dann berichten, wie es mir dabei ergeht.

    Gestern habe ich mir ein Rennrad gekauft und werde damit ab dem Zeitpunkt der Vollbelastung ins Training einsteigen.

  8. #8

    Im Forum dabei seit
    10.09.2016
    Beiträge
    18
    'Gefällt mir' gegeben
    0
    'Gefällt mir' erhalten
    0

    Standard

    Woche 7:
    Nach Abschluss der sechsten Woche habe ich versucht, jeden Tag 5 kg mehr Belastung aufs Knie zu bringen, sodass ich nach ca. 12 Tagen wieder bei Vollbelastung bin. Ich gehe zum heutigen Zeitpunkt noch an Krücken, bringe aber nur minimal Kraft aus den Armen auf - bin jetzt bei 55 kg Belastung auf dem operierten Bein. Das fühlt sich schon wieder leicht nach gehen an. Das Gehen hat man ein wenig verlernt und man blickt draußen in der Stadt oder im Park neidisch auf die, die es können. Wie sich doch eine Perspektive verändern kann. Sei es drum, es muss ja wieder nach vorne gehen. Ich bin nach wie vor bei voller Streckung und fast schon wieder bei voller Beugung - meine Krankengymnastin ist echt gut. Danke Nadine!

    Leider habe ich mir diese Woche eine Erkältung eingefangen. Auch das noch....ich sage euch, man fühlt sich ziemlich hilflos, wenn man an Krücken durch die Stadt geht und dann nießen muss. Ich habe die Glucosamin und Chondroitin Tabletten erstmal abgesetzt, weil sie meinem Magen nicht gut tun.

    Fahrradfahren läuft super und ab nächster Woche geht es zum Schwimmen. Ich freue mich sehr über die Entwicklungen - so darf es weitergehen.

  9. #9

    Im Forum dabei seit
    10.09.2016
    Beiträge
    18
    'Gefällt mir' gegeben
    0
    'Gefällt mir' erhalten
    0

    Standard

    Woche 7,5:
    Ich kann wieder ohne Krücken laufen. Es fühlt sich noch nicht besonders flüssig an, aber es funktioniert. Unglaublich! Jetzt beginnt die eigentliche Reha.

  10. #10
    Avatar von Catch-22
    Im Forum dabei seit
    02.06.2014
    Ort
    NRW
    Beiträge
    3.561
    'Gefällt mir' gegeben
    1.677
    'Gefällt mir' erhalten
    1.094

    Standard

    Das ist doch mal eine gute Nachricht. Glückwunsch!

  11. #11

    Im Forum dabei seit
    10.09.2016
    Beiträge
    18
    'Gefällt mir' gegeben
    0
    'Gefällt mir' erhalten
    0

    Standard

    Woche 8:
    Ich bin wieder bei 100 % Belastung. Natürlich fühlt sich das Bein noch komisch an - klar nach der Zeit. Aber es wird langsam wieder. Das Gehen geht ganz gut. Das Fahrradfahren ist super, auch mit ein wenig Druck und Geschwindigkeit.
    Leider war ich bisher noch nicht schwimmen, aber ich werde dann darüber berichten.

    Das Knie ist nicht geschwollen und die Beugung und Streckung ist wieder fast hergestellt. Manchmal habe ich Probleme mit den Bändern. Dann springt was über oder in der Kniekehle merkt man eine Verklebung.

    Der Arzt sagt, dass es jetzt wichtig ist, nicht zu überdrehen...also nicht zu viel zu wollen. Bis Mitte November soll ganz ruhig so weiter gemacht werden. Dann ist ein MRT Termin, der zeigen wird, wie gut die Defektstelle noch mit dem Ersatzknorpel bedeckt ist.

  12. #12

    Im Forum dabei seit
    17.10.2016
    Beiträge
    1
    'Gefällt mir' gegeben
    0
    'Gefällt mir' erhalten
    0

    Standard

    Wow, du hat dein Körper aber eine Glanzleistung hingelegt was die Heilung betrifft. Ich arbeite in der Reha und ich weiß aus erster Hand, dass es leider nicht immer so "gut" (soweit man das eben sagen kann bei soetwas) abläuft wie bei dir. Ich wünsche dir noch ganz viel Glück für dich und dein Knie in Zukunft.

  13. #13

    Im Forum dabei seit
    10.09.2016
    Beiträge
    18
    'Gefällt mir' gegeben
    0
    'Gefällt mir' erhalten
    0

    Standard

    Hab ganz lieben Dank für Deine Nachricht. Ich bin da auch echt sehr froh drum. Donnerstag lasse ich ein MRT drüberlaufen und werde dann hier ein Bild davon posten, wo man hoffentlich sehen kann, wie sich das Ersatzgewebe nach 9 Wochen Post-OP gebildet hat.

  14. #14

    Im Forum dabei seit
    10.09.2016
    Beiträge
    18
    'Gefällt mir' gegeben
    0
    'Gefällt mir' erhalten
    0

    Standard

    Woche 9:
    Das Knie fühlt sich natürlich noch komisch an und man muss mit schnellen Drehbewegungen aufpassen, aber der Alltag lässt sich wieder normal bewältigen. Ich habe eine 2h Rennrad-Tour absolvieren können und war nach 50km mega platt. Endlich mal wieder Sport.

    Aktuell mache ich noch 2 mal pro Woche Krankengymnastik und versuche immer ein wenig Fahrrad zu fahren sowie Kräftigungs- und Dehnübungen zu absolvieren. Danach fühlt sich das Bein meistens besser an.

    Der MRT Termin ist nun doch erst Mitte nächsten Monats. Die Bilder poste ich dann hier und erzähle euch dann mehr dazu.

  15. #15

    Im Forum dabei seit
    10.09.2016
    Beiträge
    18
    'Gefällt mir' gegeben
    0
    'Gefällt mir' erhalten
    0

    Standard

    Woche 10:
    Die OP war im Sommer. Mittlerweile ist es Herbst und es fühlt sich fast wie eine Ewigkeit an. Die Entwicklung des Knies ist absolut in Ordnung. Es scheint sich wieder zu einem Teil von mir zu entwickeln, wobei es sich lange Zeit eher wie ein Fremdkörper angefühlt hat. Das Fahrradfahren geht gut (40-50km) und nach der Physiotherapier/KG fühle ich mich wohl. Morgens muss man immer etwas mobilisieren, aber das geht dann auch recht schnell. So langsam kribbelt es wieder in Richtung Fußball...

  16. #16

    Im Forum dabei seit
    10.09.2016
    Beiträge
    18
    'Gefällt mir' gegeben
    0
    'Gefällt mir' erhalten
    0

    Standard

    Woche 11 und 12:
    Alles unverändert bisher. Montag ist MRT Termin. Die Bilder und Erklärung werde ich hier posten.

  17. #17

    Im Forum dabei seit
    10.09.2016
    Beiträge
    18
    'Gefällt mir' gegeben
    0
    'Gefällt mir' erhalten
    0

    Standard

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	nach 3 Monaten plus info.jpg 
Hits:	7561 
Größe:	73,1 KB 
ID:	53321
    Das ist die MRT Aufnahme von heute Abend. Das rote Viereck markiert die Defektstelle. Dort wurde gebohrt und es ist noch ein kleines Ödem zu sehen. Es ist super verheilt und es hat sich eine schöne Gewebsschicht gebildet. ;)

  18. #18

    Im Forum dabei seit
    10.09.2016
    Beiträge
    18
    'Gefällt mir' gegeben
    0
    'Gefällt mir' erhalten
    0

    Standard

    Hui. Nun ist richtig viel Zeit vergangen. Es ist Ende Januar und die OP ist ca. 5 Monate her. Ich habe in den letzten 8 Wochen vor allem versucht die Muskulatur in den Beinen zu stärken (Fahrradfahren/Ergometer und Bewegung). Das Knie fühlt sich zunehmend besser an, sodass ich am letzten Dienstag das erste Mal am Fußball Training teilgenommen habe. Ein wenig Laufen und einfaches Passspiel gingen schon wieder, aber das war es auch. Ich werde versuchen, die Muskulatur weiter zu kräftigen, Körpergewicht zu reduzieren und bald wieder zu joggen. Ich hoffe, dass das allen ein wenig Mut macht, die auch unter einem Knorpelschaden leiden. Ich kann euch sagen: Das Leben geht weiter und wenn man fleißig ist und positiv denkt, dann kann man auch wieder Sport machen. Ich werde euch das nächste Mal im März/April berichten, ob es mit dem Fußball weitergehen wird oder nicht ; )

  19. #19

    Im Forum dabei seit
    10.03.2017
    Beiträge
    1
    'Gefällt mir' gegeben
    0
    'Gefällt mir' erhalten
    0

    Standard

    Hi t-dog.
    erstmal finde ich das übrigends Top, dass und wie du deine Erfahrungen mit dem Knorpelschaden hier teilst.
    Hast du inzwischen weitere Erfahrungen gesammelt in Sachen Fußball spielen?
    Meine Story ist quasi so ziemlich die selbe wie deine. Der unterschied ist eigentlich nur, dass ich 3 Jahre jünger bin als du, ich mir das Knie im Zweikampf beim Fußball verdreht habe und das ganze im September 2016 passiert ist und operiert wurde.
    Deine ganzen Eindrücke und Rehabilitationsempfindungen kann ich auch genau so teilen bis jetzt. Ich hab mir auch die selben Gedanken gemacht bzgl. Fußball, gehen und Sport im allgemeinen,
    Vom Stand der Reha bin ich aktuell auch im Muskelaufbautraining, bin aber leider bis jetzt weniger Fahrrad gefahren als du und am Fußball Training hab ich bis jetzt auch noch nicht wieder teilgenommen seit dem Unfall.
    Klappt es bei dir wieder Schmerzfrei mit dem Fußball? Wäre echt cool, wenn du dazu noch was schreiben würdest, interessiert mich nämlich sehr.

  20. #20

    Im Forum dabei seit
    10.09.2016
    Beiträge
    18
    'Gefällt mir' gegeben
    0
    'Gefällt mir' erhalten
    0

    Standard

    Ja moin moin,
    also schnell laufen ist noch schwierig, weil man gehemt ist, aber kicken geht tatsächlich wieder - bisher nur im Training, aber in einem Monat werde ich in den Punktspielen wieder angreifen.

    Aktuell mache ich zwei Dinge und das hält mich super fit und macht mich sehr glücklich. Ich bekomme Hyaloron-Spritzen (denke mal, dass du möglicherweise noch nicht so weit bist!?) und das andere ist eine 10-Wochen-Challenge mit Wim Hof (The iceman). Google das mal und schau dir Videos bei YouTube an. Mein Leben hat das unglaublich positiv beeinflusst.

    Gib mir mal Rückmeldung, was du dazu denkst.
    LG

  21. #21

    Im Forum dabei seit
    22.04.2017
    Beiträge
    1
    'Gefällt mir' gegeben
    0
    'Gefällt mir' erhalten
    0

    Standard

    Hallo t-dog, bin Mitte 40 und Freizeitradler. Allerdings von berufswegen mit einem sehr knappen Zeitbudget für's Rad. Ich habe ca. alle zwei Wochen Frühschichtwoche, in der ich versuche, wenigstens 2 mal auf's Rad zu kommen. Meine Touren belaufen sich auf 20 bis 25 km.
    Bin bei Deinem Tagebuch gelandet, weil ich auf der Suche nach Erfahrungsberichten war. Bei mir wurde ein Knorpelschaden von ca. 4mm Größe festgestellt. Der Doc sagte mir was von 6 Wochen Krankschreibung, aber überall lese ich was von 6 Wochen gar nicht belasten. Klar, dass danach noch nicht an Arbeit zu denken ist. Andererseits klangen die anderen Verletzungen immer schlimmer als meine.
    Ich mache mir halt in erster Linie Sorge um den Job. Bin Verkäuferin und habe vor genau einem Jahr erst meinen Arbeitgeber gewechselt. Ich brauche meine Beine, will aber auch nicht so lange ausfallen. Außerdem habe ich Bedenken genau wie Du, wie die "trainingsfreie Zeit" überstehen? Wie mit Krücken den Alltag meistern, wenn man nicht auftreten darf? Duschen? Wanne kann ich eh knicken, keine Ahnung, wie ich auf einem Bein da rein kommen soll. Und natürlich muss ich eh schon auf's Gewicht achten, Trotz meiner "Bike- und Walking-Manie" hab ich Adipositas Klasse 1. Die Bewegung hat mir bisher geholfen, Gewicht zu halten, bzw. zu verringern. Es entstand in den letzten 2 Jahren auch so eine Art Suchtverhalten nach Bewegung (angefangen hat alles nur, weil ich das Radfahren als Aggressionsabbau für mich entdeckte).
    Was meinst Du, könnte es mit 6 Wochen bei mir getan sein? Den nächsten Termin beim Doc hab ich erst Mitte Mai. Bis dahin hat er mir Bedenkzeit bezüglich der OP gegeben. Alternativen nannte er allerdings nicht. Außer in 20 Jahren neues Kniegelenk.

  22. #22

    Im Forum dabei seit
    10.09.2016
    Beiträge
    18
    'Gefällt mir' gegeben
    0
    'Gefällt mir' erhalten
    0

    Standard

    1 Jahr nach der Operation kann ich nur sagen, dass das Einzige, was wirklich Entlastung schafft Bewegung ist. Viel Fahrradfahren hilft richtig gut. Ca. 6 Stunden pro Woche würde ich empfehlen - vielleicht den Weg zur Arbeit, wenn es geht.

  23. #23

    Im Forum dabei seit
    12.09.2017
    Beiträge
    1
    'Gefällt mir' gegeben
    0
    'Gefällt mir' erhalten
    0

    Standard

    Hallo T-dog, ich wollte mal fragen wie es deinem Knie geht und wie es mit dem Fussball spielen aussieht. Hast du iwelche Probleme beim Fussball spielen?
    lg

  24. #24

    Im Forum dabei seit
    10.09.2016
    Beiträge
    18
    'Gefällt mir' gegeben
    0
    'Gefällt mir' erhalten
    0

    Standard

    Hi Milad,
    das Spielen geht eigentlich sogar, wenn man richtig aufgewärmt ist. Aber die Woche danach ist Hölle. Es kommt also darauf an, wie sehr man das will. Ich bin 30 und habe eventuell in 5 Jahren Kinder im ballfähigen Alter und für die will ich da sein...naja, das ist der Trade-off ; )

  25. #25

    Im Forum dabei seit
    20.10.2017
    Beiträge
    1
    'Gefällt mir' gegeben
    0
    'Gefällt mir' erhalten
    0

    Standard

    Hallo ich bin neu hier und wollte dir eigentlich privat schreiben t-dog, allerdings habe ich das nicht hinbekommen, jedenfalls habe auch ich osteocondrose dissecanse Grad 4 und stehe nun vor der Entscheidung der Mosaikplastik, musstest du bei dieser OP etwas selbst bezahlen oder wurde diese von der Krankenkasse komplett übernommen ? So wie du geschrieben hattest bist du mit dem Verlauf der Op sehr zufrieden gewesen und wollte dich einmal fragen, wo du dich operieren lassen hast.
    Da du nach der OP auch direkt mit Unterarmgehstützen laufen durftest ist auch das ein Punkt der mir wichtig wäre.
    Vielleicht kannst du mir ja mal antworten.

    Liebe Grüße

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Knorpelschaden III. Grades Knie - War's das?
    Von zappenduster im Forum Gesundheit & Medizin
    Antworten: 19
    Letzter Beitrag: 24.04.2017, 10:34
  2. Empfehlungen Laufen mit Knorpelschaden 2. Grades
    Von Botazzi im Forum Gesundheit & Medizin
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 07.08.2015, 15:41
  3. Was tun bei einem Knorpelschaden und Meniskusschaden 3 Grades im rechten Knie?
    Von KrankerPechvogel im Forum Gesundheit & Medizin
    Antworten: 36
    Letzter Beitrag: 09.04.2015, 13:22
  4. Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 01.12.2008, 10:15
  5. Knorpelschäden zweiten Grades im linken Knie
    Von Fennek im Forum Foren-Archiv
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 20.11.2008, 11:28

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •