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Thema: Barfuß GEHEN

  1. #1
    Avatar von MarkyMcFly
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    Standard Barfuß GEHEN

    Moin liebe Lauf- und Gehfreunde,

    Ich hoffe es stört nicht, dass es hier mal nicht ums Laufen gehen soll, sondern ums Gehen. Diese Bewegungsformen sind ja zumindest verwandt ;)
    Auch hoffe ich, dass ich nicht einen Thread mit der Thematik übersehen habe.

    Im Internet stößt man oft auf die Meinung, dass der Ballengang der natürlich sein soll. Auch in den Leguano-Geschäften wird dies propagiert.
    Die Meinung, dass der Fersengang natürlich und gesund wäre, findet man eher seltener. So scheint es mir zumindest.

    Der Ballengang fühlt sich für mich aber nicht richtig an. Er fühlt sich ineffizient an. Und meine Muskulatur (in der Wade) scheint ständig unter Spannung (im Gegensatz zum Barfuß Laufen wo ich eine deutliche Entspannungsphase spüre).
    Da frage ich mich: Ist der Ballengang wirklich der natürliche? Oder geht man nicht besser über die Ferse?

    Durch meine eigene Langzeitstudie an mir selber, glaube ich, dass der Fersengang richtig ist (für mich).
    Ein Wechsel auf Ballengang erfolgt nur, wenn der Untergrund steil, abschüssig oder rutschig, also allgemein unsicher ist.

    Also, wie siehts aus bei den Barfuß-Enthusiasten hier? Wie geht ihr Barfuß?


    ganz kurz zu mir: Ich habe 25 Jahrelang fiese Einlagen in Alltagsschuhen getragen, bin lange nur in Stabilschuhen gelaufen. Davon wollte ich weg. Durch eine Laufschule (natural running) und "Barfußschuhe" im Alltag bin ich völlig habe ich das auch geschafft. Heute laufe ich minimalistisches Schuhwerk und auch mal 5 km Barfuß. Ich gehe nur noch in "Barfußschuhen" und im Sommer auch mal gern ganz unten ohne. Orthopädische Probleme habe ich seit der Umstellung keine mehr. Vorher hatte ich diese, die Einlagen habe ich nicht zum Spaß getragen ;)

  2. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von MarkyMcFly:

    sunday (11.08.2019)

  3. #2
    langsam aber sicher Avatar von Gueng
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    Zitat Zitat von MarkyMcFly Beitrag anzeigen
    Also, wie siehts aus bei den Barfuß-Enthusiasten hier? Wie geht ihr Barfuß?
    Ähnlich wie Du, also Ferse zuerst auf dem Boden. Das Fersenfettpolster ist ja bei den niedrigen Geschwindigkeiten völlig ausreichend.
    Beim Laufen dagegen Ferse und Kleinzehenballen gleichzeitig.
    Die Laufschule Marburg

    Video-Anleitung zur Selbsthilfe bei Überpronationsproblemen

    "Barfuß - das ist ehrlich!" (Zuschauer eines Straßenlaufs in Marburg, während ihn eine Barfußläuferin passiert)

    Persönliche Bestzeiten

    5.000 m (Bahn) in 21:39 (barfuß) - Bahnlauf des ASC Breidenbach, 6.9.2013
    10.000 m (Bahn) in 45:14 (barfuß) - Kreismeisterschaften in Eschenburg-Eibelshausen, 09.10.2015
    10 km (Straße) in 46:16 (barfuß) - 31. Marburger Ahrens-Stadtlauf, 29.9.2013
    HM in 1:41:53 (barfuß) - 16. Schottener Stauseelauf, 5.10.2013


  4. #3
    Avatar von Catch-22
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    Zitat Zitat von MarkyMcFly Beitrag anzeigen
    Da frage ich mich: Ist der Ballengang wirklich der natürliche? Oder geht man nicht besser über die Ferse?
    Ich würde sage: Nein! Aus rein persönlicher Erfahrung. Bis vorletztes Jahr ging ich hauptsächlich im Ballengang, nicht antrainiert, nicht bewusst sondern gefühlt mein "natürlicher" Gang bis dahin. Ich hatte jedoch erhebliche Dysbalancen, verkürzte, schwache, inaktive Muskeln, ein Hohlkreuz etc. pp. Daran hab ich gearbeitet und diese Schwächen fast vollständig behoben. Mein Gangbild hat sich von selbst, also ohne bewusste Eingriff, verändert. Nun gehe ich hauptsächlich mit der Ferse voraus, auch Barfuß, auch in Minimalschuhen. Fühlt sich mir deutlich besser, gesünder und effizienter an.
    Ich würde daher bei Ballengängern, die es sich nicht selbst anerzogen haben, mal ansehen, ob muskulär alles in Ordnung ist und es ehr als eine Fehlfunktion betrachten. Klar, man soll nicht von sich auf andere schließen, machen diese sogenannten "Gangschulen" jedoch auch.

  5. #4
    Avatar von MarkyMcFly
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    Zitat Zitat von Gueng Beitrag anzeigen
    Ähnlich wie Du, also Ferse zuerst auf dem Boden. Das Fersenfettpolster ist ja bei den niedrigen Geschwindigkeiten völlig ausreichend.

    Ich habe gelesen, dass man beim Gehen nur ca mit dem 1,1-fachen seines Körpergewichts aufkommt. Halte ich auch für einen kleinen Stoß und keine große Belastung. Beim Laufen ist das natürlich ein Vielfaches.

  6. #5
    Avatar von MarkyMcFly
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    Zitat Zitat von Catch-22 Beitrag anzeigen
    Ich würde sage: Nein! Aus rein persönlicher Erfahrung. Bis vorletztes Jahr ging ich hauptsächlich im Ballengang, nicht antrainiert, nicht bewusst sondern gefühlt mein "natürlicher" Gang bis dahin. Ich hatte jedoch erhebliche Dysbalancen, verkürzte, schwache, inaktive Muskeln, ein Hohlkreuz etc. pp. Daran hab ich gearbeitet und diese Schwächen fast vollständig behoben. Mein Gangbild hat sich von selbst, also ohne bewusste Eingriff, verändert. Nun gehe ich hauptsächlich mit der Ferse voraus, auch Barfuß, auch in Minimalschuhen. Fühlt sich mir deutlich besser, gesünder und effizienter an.
    Ich würde daher bei Ballengängern, die es sich nicht selbst anerzogen haben, mal ansehen, ob muskulär alles in Ordnung ist und es ehr als eine Fehlfunktion betrachten. Klar, man soll nicht von sich auf andere schließen, machen diese sogenannten "Gangschulen" jedoch auch.
    Wenn ich nicht schon überzeugt wäre, hättest du mich nun überzeugt ;) ...
    Ich kenne auch einige natürliche Ballengänger. Aber ich weiß bei diesen nicht von Problemen. ich weiß nur, dass Kinder relativ häufig so gehen und dieses unter Experten/Kinderärzten nicht als optimal angesehen wird. Das Kind einer Freundin ist wirklichextrem auf den Zehenspitzen gegangen. Der Vater macht dieses auch. Ist sowas vererbbar? ;)

  7. #6
    Avatar von Catch-22
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    Vererbbar kann schon sein, da sicher auch körperliche Merkmale einen Einfluss darauf haben. Kinder lernen jedoch auch durch nachahmen. Wenn der Vater so geht, kann auch ein von ihm abgeguckt sein.

    Edit: ich würde es jedoch bei einem Kind auch gar nicht so streng betrachten. Es kann einfach auch nur Zufall sein, dass der Papa auch so geht. Beim Papa kann es z.B. am Schriebtischjob liegen. Bei Kindern ist ständig der Körper Veränderungen unterworfen. Wachstumsschübe haben einen großen Einfluss. Darauf achten, dass das Kind auch sportlich unterwegs ist sollte vielem entgegen wirken.
    Zuletzt überarbeitet von Catch-22 (11.03.2019 um 13:19 Uhr)

  8. #7
    Avatar von EnnZeh
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    Vielleicht ist diese Seite interessant für dich: https://www.barefoot-academy.com/201...-des-menschen/

    Die Seite habe ich gefunden auf meiner Suche, ob es denn irgendwelche Belege für den Ballengang gibt, weil ich hier gerade eben zum ersten Mal davon gelesen habe, dass das vorteilhaft bzw. von der Natur so vorgesehen sein soll. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass über die Ferse gegangen und über den Ballen gelaufen wird. So schreiben es die Laufbuchautoren auch einheitlich, wenn sie sich denn dazu äußern. Aber vielleicht sind das nur die Autoren, die ich lesen. Gefunden habe ich aber nichts, was für den Ballengang spricht.

    Wenn da jemand eine Studie hat?

  9. #8
    Avatar von Ralle7
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    Ich bin in der glücklichen Position auch auf der Arbeit barfuß zu Gehen.
    Somit trage ich in guten Jahren von April bis September keine Schuhe. Ich gehe immer Barfuß!
    (Natürlich gibt es Ausnahmen, wo man Schuhe tragen muss)
    Das sind, natürlich je nach Situation, 5 Monate im Jahre, an denen ich nackten Fußes durchs Leben gehe ;)
    Praktiziere das bestimmt schon seit 10 Jahren.
    Barfuß gehen ist für mich somit etwas völlig normales und ich denke nie daran, wie ich aufsetze beim Barfuß gehen. Als erstes berührt aber die Ferse den Boden. Das ist völlig normal.
    Beim Gehen wohlgemerkt.
    Ich finde Barfuß gehen ist die einzig natürliche Bewegungsform. Man trägt ja auch nicht ständig Handschuhe. Und so sehe ich es auch mit Schuhen.
    Die Gesellschaft hat sich leider zu sehr vom natürlichen Gang entfernt, dass daraus bereits ein Geschäft wurde. Barfuß Wege, für jene man zahlen muss und solch einen Unfug.
    Für mich unverständlich. Einfach so oft die Schuhe ausziehen, wie es möglich ist und der Körper macht den Rest.
    Schöne Grüße aus der grünen Mark Österreichs

  10. #9
    Avatar von MarkyMcFly
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    das ist ja nochmal ein fundierte Antwort. Danke.

    ich hab neulich einen Trailrun gemacht, der aufgrund von Erschöpfung kürzer war als gedacht... was macht man also mit der "gewonnenen" Zeit? Schuhe aus, ab durch den Wald spazieren. Das war herrlich. Moos, Tannennadeln, Sand.... und auch böse spitze Steine ;)
    in einer Woche habe ich für 5 Wochen Elternzeit... da wird ich versuchen größtenteils auf Schuhe zu verzichten (nicht beim Laufen, aber sonst).

  11. #10
    Avatar von running_werner
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    Ich würde ja auch gerne richtig barfuss gehen, allerdings ist das in einer Stadt echt nicht alltagstauglich....

    Deswegen trage ich "barfuss"-Schuhe, allerdings habe ich jetzt seit eingier Zeit morgendliche Anlaufschmerzen in der Achillessehne und leichte Druckschmerzen...
    Ich vermute, dass man mit diesen Schuhen nicht geht wie richtig barfuss, also sich überlastet...

    Hat jemand einen Tipp für Alltagsschuhe, die keine Laufschuhe sind und keine barfuss-Schuhe???

  12. #11

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    Ich rolle beim Gehen auch über die Ferse ab. Habe das mal versucht, mehr auf die Ballen zu verlagen, aber das fühlt sich bei mir einfach unnatürlich an. Da ergibt sich kein angenehmes Laufmuster. Erst ab ca. 5 km/h, also zügiger Laufschritt, verlagert sich das auf Ferse und Ballen gleichzeitig.
    Auch laufe ich durch die Stadt barfuß, so oft es geht. Wenn es hell ist, die Gehwege sauber sind und keine Massen unterwegs sind, sodass man sieht, wohin man tritt ist das kein Problem.

  13. #12
    Avatar von sunday
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    Neulich gestand mir ein Mann, dass er bis weit in seine Jugend hinein praktisch immer im Tatzengang ging, eine Gehweise, die am Übergang vom Baby zum Kleinstkind eine Rolle spielt, das Kind sich also von sich aus zuerst vorfüßig bewegt, d.h. auf den vorderen beiden Fußballen und den Zehen, was ihm Eltern unnötigerweise abtrainieren beim sogenannten "Laufenlernen" - denn siehe, das Kind KANN SCHON laufen, von sich aus aber weder im "Normalgang", dem Über-die-Ferse-fußabrollend-Latschen, noch im "Ballengang".

    Es ist also vollkommener esoterischer Denkschrott, zu behaupten, Gehen müsse "in DER natürlichen Gangart" erfolgen! Für die herkömmlichen, d.h. nicht explizit esoterischen Spießer ist stets Fersengang "DAS natürliche Gehen", dass den unverschämterweise vorfüßig gehenden Kleinstkindern notfalls eingeprügelt werden muss, für die explizit esoterisch-spießigen Zeitgenossen kann aber auch der "Ballengang" als "DIE natürliche Gangart" das anzustrebende Ideal sein.

    Das ist einfach dumm - man sollte virtuos zwischen beiden Gangarten wechseln - dann macht Gehen sehr viel mehr Spaß! Und wer es seit Babytagen nicht verlernt hat, kann sogar Tatzengang mit einflechten ins tägliche Gehen, nicht um "auf Zehenspitzen" irgendwo rumzuschleichen, sondern weil es in dem Fall auch zum natürlichen Gangartpotenzial desjenigen zählt - warum sollte man das verkümmern lassen? Schuhe, die einen auf eine Gangart einschränken, sind eigentlich nur dann zu verwenden, wenn diese Gangart zweckmäßig erscheint, wenn mann zum Beispiel keine Lust auf virtuoses, aber gesund abwechslungsreiches Gehen hat.

    Halten wir fest: Bei nur halbwegs gesunden Füßen sind die natürlichen Gangarten im Wesentlichen...

    ... für Laufen: Fersenlaufen (über die Ferse den Fuß abrollen wie beim "Laufenlernen"), Mittelfußlaufen (wie "Ballengang"), und Vorfußlaufen (wie Tatzengang), nur jeweils schneller als beim Gehen!

    ... für Gehen: Fersengang (über die Ferse den Fuß abrollen wie beim "Laufenlernen") und der "Ballengang", für die, die es noch so leichtfüßig und natürlich können wie VOR dem "eigentlichen Laufenlernen", auch der Tatzengang!

    Dies sind meiner Erkenntnis nach ALLES natürliche Gangarten des homo sapiens. Nur für Diabetiker und Bluter empfielt es sich nicht gerade, diese Gangarten überall auch barfuß auszuprobieren. Ansonsten sind alle genannten Geh- und Laufarten auch barfuß ausübbar.

  14. #13
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von sunday Beitrag anzeigen
    Es ist also vollkommener esoterischer Denkschrott, zu behaupten, Gehen müsse "in DER natürlichen Gangart" erfolgen! Für die herkömmlichen, d.h. nicht explizit esoterischen Spießer ist stets Fersengang "DAS natürliche Gehen", dass den unverschämterweise vorfüßig gehenden Kleinstkindern notfalls eingeprügelt werden muss, für die explizit esoterisch-spießigen Zeitgenossen kann aber auch der "Ballengang" als "DIE natürliche Gangart" das anzustrebende Ideal sein.
    Von was träumst du nachts? Nenn mal ein Beispiel, wo Eltern ihren Kindern irgendeine Gangart einprügeln

    Wieder mal: selten solchen Blödsinn gelesen.

    Nebenbei, die natürlichste Gangart ist die, bei der man sich überhaupt keine Gedanken darüber macht, wie man geht.

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  15. Folgenden 4 Foris gefällt oben stehender Beitrag von dicke_Wade:

    19Markus66 (09.09.2019), JoelH (14.08.2019), K.P. (12.08.2019), klnonni (11.08.2019)

  16. #14

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    Zitat Zitat von dicke_Wade Beitrag anzeigen
    Von was träumst du nachts? Nenn mal ein Beispiel, wo Eltern ihren Kindern irgendeine Gangart einprügeln

    Wieder mal: selten solchen Blödsinn gelesen.

    Nebenbei, die natürlichste Gangart ist die, bei der man sich überhaupt keine Gedanken darüber macht, wie man geht.

    Gruss Tommi
    naja, kommt darauf an, wie degeneriert die Fußmuskulatur und die restlichen Bänder im Körper schon sind. Ob eine Core-Spannung da ist, der Rücken aufrecht ist, der Hüftbeuger verkürzt ist etc. Das hat durchaus alles Auswirkungen auf die Art, wie wir ohne nachzudenken laufen. Vom "natürlichen, artgerechten Gang" würde ich da aber nicht mehr sprechen.

    Gerade bei Kindern kann man dabei viel fördern, sie ab und an auf die Slackline schicken, barfuß gehen lassen, keine engen Schuhe kaufen etc. Die sind noch am ehesten am natürlichen Gang dran.

  17. #15
    Das Ziel meines Weges: ॐ om̐ Avatar von mintgruen
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    Zitat Zitat von butterkeks Beitrag anzeigen
    naja, kommt darauf an, wie degeneriert die Fußmuskulatur und die restlichen Bänder im Körper schon sind. Ob eine Core-Spannung da ist, der Rücken aufrecht ist, der Hüftbeuger verkürzt ist etc. Das hat durchaus alles Auswirkungen auf die Art, wie wir ohne nachzudenken laufen. Vom "natürlichen, artgerechten Gang" würde ich da aber nicht mehr sprechen.
    Sehe ich ähnlich.

    Neulich gestand mir ein Mann, dass er bis weit in seine Jugend hinein praktisch immer im Tatzengang ging, eine Gehweise, die am Übergang vom Baby zum Kleinstkind eine Rolle spielt, das Kind sich also von sich aus zuerst vorfüßig bewegt, d.h. auf den vorderen beiden Fußballen und den Zehen, was ihm Eltern unnötigerweise abtrainieren beim sogenannten "Laufenlernen"
    Das habe ich auch schon einmal bei einem Kind gesehen. Bei einem einzigen Kind, bei den vielen, vielen, die ich in meinem (Berufs)Leben schon gesehen habe.
    Mit meiner Tochter ging ein Mädchen in den Kindergarten, das auch mit 5 Jahren noch beinahe ausschließlich "auf den Zehen" ging.
    Ob das von der Evolution so gewollt war? Normalerweise gibt es dort keine "Rückschritte" mehr, sagte Darwin. Was der Mensch in seiner Evolution als "ungeeignet/unbrauchbar" hinter sich gelassen hat, kommt nicht wieder zurück. Und, gingen nicht sogar schon die Neandertaler auf dem ganzen Fuß? Aber auf jeden Fall unsere Ur-Großeltern, die man manchmal selber noch kennengelernt hat, oder von denen wir zumind. ihre Kinder als Zeitzeugen kennen .

    Ich denke, bei dem Mädchen war das eher eine Muskel- und Sehnengeschichte, wie butterkeks es schreibt. Und die Eltern taten gut daran, dass sie das ärztlich abtrainieren ließen.
    "Besser geschlurft, als gar nicht gelaufen."

  18. #16

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    Zitat Zitat von sunday Beitrag anzeigen
    Neulich gestand mir ein Mann, dass er bis weit in seine Jugend hinein praktisch immer im Tatzengang ging, eine Gehweise, die am Übergang vom Baby zum Kleinstkind eine Rolle spielt, das Kind sich also von sich aus zuerst vorfüßig bewegt, d.h. auf den vorderen beiden Fußballen und den Zehen, was ihm Eltern unnötigerweise abtrainieren beim sogenannten "Laufenlernen"
    Du schreibst gelinde gesagt Nonsens. Der permanente Zehenspitzengang (nicht Ballengang) führt ab einem bestimmten Alter zu schweren Fußdeformitäten. Dieser wird wenn möglich behandelt über Diagnose von Kinderärzten in Zusammenarbeit mit Neurologen. Daher deine Idee des "abtrainierens".

    Wer dies bei seinem Kind ignoriert im Sinne einer "natürlichen" Entwicklung bekommt dauerhaft verformte Füße ja man muss leider sagen komplett ruinierte Füße welche mit lebenslangen schweren Schmerzen einhergehen. Der normale Vorfußgang wird keinem Kind abtrainiert. Er löst sich im Laufe der Entwicklung auf da Aufsetzpunkt der Füße nun einmal mit dem Gangtempo variiert (simple Biomechanik).

    Deine Aussage fällt unter die Rubrik Verschwörungstheorie.

  19. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von listrahtes:

    19Markus66 (09.09.2019)

  20. #17
    Avatar von sunday
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    Zitat Zitat von listrahtes Beitrag anzeigen
    Du schreibst gelinde gesagt Nonsens. Der permanente Zehenspitzengang (nicht Ballengang) führt ab einem bestimmten Alter zu schweren Fußdeformitäten. Dieser wird wenn möglich behandelt über Diagnose von Kinderärzten in Zusammenarbeit mit Neurologen. Daher deine Idee des "abtrainierens". Wer dies bei seinem Kind ignoriert im Sinne einer "natürlichen" Entwicklung bekommt dauerhaft verformte Füße ja man muss leider sagen komplett ruinierte Füße welche mit lebenslangen schweren Schmerzen einhergehen. Der normale Vorfußgang wird keinem Kind abtrainiert. Er löst sich im Laufe der Entwicklung auf da Aufsetzpunkt der Füße nun einmal mit dem Gangtempo variiert (simple Biomechanik). Deine Aussage fällt unter die Rubrik Verschwörungstheorie.
    Das ist ja eine sehr böse Verschwörungstheorie gegen mich. Was ich berichtet habe, ist die REALE Lebenserfahrung eines jungen körperlich und geistig gesunden, sehr leistungsfähigen Mannes! Vonwegen Zehenspitzengang - den gibt es nur im Ballett! Kinder hingegen fangen oft gegen das von den Eltern vorbestimmte Lauflernziel "Fersengang" von sich aus an mit dem "Tatzengang" unter Einbeziehung der vorderen Fußballen und keinesfalls nur auf den Zehenpitzen. Jeder Erwachsene tut das auch, wenn er z.B. nachts durch ein Schlaf- oder Kinderzimmer schleicht, um bloß keinen zu wecken. Der Mensch, dessen Erfahrung ich hier berichtete, wurde als Kind natürlich immer verwundert angesehen mit seiner permanenten Gangart, aber Fußschäden hat er offensichtlich nicht davongetragen. Praktikabler fürs alltägliche Gehen sind selbstverständlich Fersengang und als nutzbare gesunde Alternative der Ballengang! Beim Laufsport spielt der Tatzengang als "Vorfußlauf" für viele wieder eine Rolle, und könnte es auch für ALLE mit gesunden Füßen spielen, wenn sie nur ein abwechslungsreicheres Lauferlebnis haben wollten. Wollen sie aber nicht. Aber wem es drauf ankommt, kann ich es nur empfehlen: Abwechseln der 3 Laufstile während eines ausgedehnten Laufes. Vielleicht hat bei dem Manne einst die biomechanische Schwerpunktverlagerung später stattgefunden. Ich habe auch keinesfalls diese Gangart fürs Gehen empfohlen (Fürs Laufen empfehlen sie VIELE!), sondern nur Fersengang und, wenn man gerade geeignete Schuhe oder keine an hat, auch zwischendurch den Ballengang als gesunde Alternative.

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