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  1. #26
    Avatar von klnonni
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    Zitat Zitat von Zak_McKracken Beitrag anzeigen
    Die Geräte sind lediglich so programmiert, dass sie unter einer bestimmten Schwellgeschwindigkeit dieser Messung davon ausgehen, dass Du stehst, und die Messwerte einfach insgesamt ignorieren (manche nehmen wahrscheinlich auch noch die Messwerte des Beschleunigungssensors dazu, um das herauszufinden).
    Die TOMTOM unterbricht die Messung wenn man > 3sec. sich nicht bewegt und fügt eine Pause ein bis der Beschleunigungssensor wieder eine Bewegung verzeichnet.
    Kann man ausschalten die Funktion, aber da ich in der Regel auf Strecken Laufe wo es keine Zwangsunterbrechungen gibt stört die Funktion mich nicht.

    Eine Zickzack-Linien Aufzeichnung habe ich bei langsamen Bewegungen nur wenn ich die Aufzeichnungsgenauigkeit in der Uhr verändere zum Beispiel versehentlich im Wandermodus gestellt habe,
    dann hält zwar der Akku mehr als dreimal so lange aber dafür kann es sein, dass ich merkwürdige Abweichungen von der gelaufenen Strecke habe.

    Dann wird halt nicht so oft die Position bestimmt und vielleicht auch nicht GPS, GLONASS und das QZSS zusammen genutzt, auf jedenfall bemerkt man, dass die einzelnen Messpunkte weiter auseinander lagen und zu einer Gesamtstrecke verbunden wurden.
    Da kann den schon einmal passieren, dass ein größerer Ausweichschritt zu einer größeren Auffälligkeit wird und eine an sich gerade Strecke wie ein stumpfer Winkel aussieht.
    Zuletzt überarbeitet von klnonni (10.04.2019 um 10:07 Uhr)

  2. #27

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    Zitat Zitat von ickehier Beitrag anzeigen
    Vielen Dank. Das hat meine Frage tatsächlich umfänglich beantwortet. Ich laufe also doch Zickzack..

    Zur Streckenvermessung des Berliner Halbmarathons gab es einen Bericht im RBB, der aber leider nicht mehr online verfügbar ist.
    Siegfried Menzel hat diesen Job jahrelang erledigt, in diesem Jahr altersbedingt letztmalig. Mit einem älteren Damenrad hat er, durch Polizeifahrzeuge gesichert, die markierte Strecke abgeradelt. Das Ergebnis bestimmt dann die exakte Position der Zielline.
    Bei Siegfried Menzel kannst du schon mal davon ausgehen, dass der Vermesser keinen Mist gemacht hat.
    Ausserdem wird jede Strecke 2 x vermessen, da müßte der Vermesser schon einen ganz schlechten Tag haben, wenn er sich 2 x um 500 m vermißt.
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  3. #28
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Recht kurz vor dem ersten Start (Skater) gab es eine komische Ansage: "Bitte die Ideallinie freimachen, die Strecke wird nochmals vermessen". Hat jemand, der weiter vorne stand, mitbekommen, was da gemacht wurde? Die normale Vermessung ist zu dem Zeitpunkt ja schon längst durch...

    Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
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  4. #29

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    Vielleicht wurde kurzfristig mal wieder was verschoben, damits aufm Foto hübscher ausschaut.
    Soll in Berlin beim Marathon schon häufiger passiert berichtete mal der Streckenchef. Der Vermesser muss es aber immer ab nicken.
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  5. #30
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von Zak_McKracken Beitrag anzeigen
    Das liegt daran, dass die GPS-Geräte alle soundso viel Sekunden eine Ortsbestimmung machen. Je dichter die Orte zusammenliegen, also je weniger weit Du in den soundso viel Sekunden gekommen bist, desto zick-zackiger wird die gemessene Strecke aufgrund der Fehler nach rechts und links von Dir. Letztlich sorgt der Messfehler dafür, dass Du im Stehen immer noch Strecke machst, denn das Gerät wird Dich mal weiter vorne, mal hinten, mal links, mal rechts orten. Die Geräte sind lediglich so programmiert, dass sie unter einer bestimmten Schwellgeschwindigkeit dieser Messung davon ausgehen, dass Du stehst, und die Messwerte einfach insgesamt ignorieren (manche nehmen wahrscheinlich auch noch die Messwerte des Beschleunigungssensors dazu, um das herauszufinden).
    Das erklärt es mir nur teilweise. Wenn ich schneller laufe, sind die Trackpunkte natürlich weiter auseinander. Die seitliche Abweichung ist aber oft wirklich geringer, oft über lange Distanz schnurgerade. Laufe ich langsamer oder gehe ich, ist es nahezu immer leichtes Zickzack. Der Unterschied zwischen 7:00/km und 5:30/km ist oft sehr auffällig. Ich hab da so die Annahme, dass ab einem gewissen Tempo die Uhr "weiß", dass ich "in eine Richtung renne" und seitliche Abweichungen gleich korrigiert.

    Beim Stehen schaltet meine Uhr nicht in Standmodus (hab ich nicht aktiviert) und dann springen die Trackpunkte wie wild und deutlich weiter weg, als vorher in Bewegung. Was meine Annahme von oben unterstützt. Uhr = keine Bewegung = ich korrigiere nichts mehr.

    Gruss Tommi

  6. #31
    Es ist nichts scheißer als Platz vier. Avatar von hardlooper
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    Wie immer in Berlin: ab Philhamonie laufe ich Schlangenlinie.
    Bis km 14 14,3 km ( in etwa Standardabweichung).
    Rest 7,45 km

    Polar m400 (hohe Genauigkeit).

    Vielleicht hängt es damit zusammen, dass so ab km 12 "meine Flasche war leer".

    Knippi

  7. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von hardlooper:

    klnonni (11.04.2019), PinkybadBrain (17.04.2019)

  8. #32
    Avatar von klnonni
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    Zitat Zitat von dicke_Wade Beitrag anzeigen
    Ich hab da so die Annahme, dass ab einem gewissen Tempo die Uhr "weiß", dass ich "in eine Richtung renne" und seitliche Abweichungen gleich korrigiert.
    Wenn ich mit meiner Hündin Laufen gehe, dann habe ich sie bis zum erreichen des Waldes im Ortsteil immer angeleint.
    Natürlich kommt es vor, dass meine Hündin kurz an den Strassenrand zieht um ihr Revier zu kennzeichnen.
    Dieser kurze Ausweichschritt von Mitte Fußweg zum Strassenrand ist dann später immer als kleine Zacke in der Streckenaufzeichnung zu erkennen.

    Habe gestern auch mal meine automatische Pause abgestellt und bin wärend der Aufzeichnung mal 2 Minuten stehen geblieben.
    In der Aufzeichnung erkennt man nur wenn man es weiß, an welcher Stelle ich gestanden habe, dort sieht die Linie der Wegaufzeichnung dicker gezeichnet aus.
    Also zumindest meine Uhr scheint keine seitlichen Abweichungen automatisch zu glätten.
    Vermutlich liegt es bloß an die Häufigkeit der Positionsbestimmung/Zeitabschnitt, wie glatt eine gelaufene Gerade abgebildet wird oder wie sauber eine weitläufige Kurve (Sportplatz) aufgezeichnet wird.

    Jede Positionsbestimmung fordert den Akku und deshalb kann es schon sein, dass jeder Hersteller seine eigenen Logariithmen hat um möglichst sparsam aber trotzdem effektiv die Positionsbestimmung durchzuführen.

  9. #33

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    Also meine FR235 zeichnete 21,18km auf. Ich halte das für absolut tragbar. Mein Mitläufer piepte regelmäßig vor den KM-Schildern, bis zum Zeitpunkt wo wir uns trennten (ca km13-14) war er schon 200m "mehr" gelaufen, sagte ihm die Uhr.

  10. #34
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Wenn ich mit meiner Hündin Laufen gehe, dann habe ich sie bis zum erreichen des Waldes im Ortsteil immer angeleint.
    Natürlich kommt es vor, dass meine Hündin kurz an den Strassenrand zieht um ihr Revier zu kennzeichnen.
    Dieser kurze Ausweichschritt von Mitte Fußweg zum Strassenrand ist dann später immer als kleine Zacke in der Streckenaufzeichnung zu erkennen.
    Häng doch mal deiner Hündin die Uhr ans Halsband. Das würde sicher interessant.

  11. #35
    Avatar von Bernd79
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    Ich fände es jetzt nicht so unmöglich, dass man sich bei irgendeinem Marathon oder Halbmarathon vermessen hat. Grund ist der, dass solche Laufevents nur von sehr ambitionierten Läufern wirklich "ernst" genommen werden. Beispiel: ich hab noch nie bei einer Hotline eines Marathons angerufen und hatte das Gefühl, dass dort jemand sitzt, der wirklich Ahnung hat von der Veranstaltung. Mehr als "Start ist um xy Uhr" oder "Starnummernabholung am Tag xy bei Adresse XY" wirst du dort nicht erfragen. Sobald man fragt, was es bei Verpflegungspunkten zu Essen und Trinken gibt, geschweige denn in welcher Reihenfolge Iso, Bananen etc. aufgestellt ist, kommt das große Schweigen. Da werden halt Studenten oder Freiwillige oder sonstwer an die Strippe gesetzt und eines darf man nicht vergessen: für den Großteil aller Teilnehmer von Halbmarathons und vielleicht auch Marathons ist das ganze ein Spaßlauf, klar - ein harter Spaßlauf, aber so richtig ernst nehmen tun den bei weitem nicht alle.
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    HM - 1:30:41 (Sorger Halbmarathon/Graz - April 2018)
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  12. #36

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    Bei "irgendeinem" Lauf ist das nicht so unwahrscheinlich. Bei einem Lauf der Größe des HM Berlin mit einem angekündigten WR-Versuch und nationalen Rekorden zumindest als theoretischen Möglichkeiten, ist es extrem unwahrscheinlich, dass die Strecke nicht sehr sorgfältig vermessen wurde.
    Mein Schulweg war zu kurz...

  13. #37
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    @bernd: Das passiert auch, das fällt dann aber auch auf:

    https://www.runnersworld.de/marathon...urz.578666.htm
    https://www.runnersworld.de/laufeven...cke.588584.htm

    Auch bei anderen Läufen passiert sowas.

    Das ist dann aber kein "Jeder KM ist 10-20m zu lang" (der typsiche GPS-Fehler) sonder ein "KM 18 war 18,5km lang, weil die Streckenführung kurzfristig um die Baustelle geändert wurde" oder ein "Der Halbmarathon war nur 20,7km lang, weil der führende eine Auftaktrunde zu wenig gelaufen ist, es kein Führungsfahrrad gab und alle hinterher sind".

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  14. #38
    Avatar von Bernd79
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    @ruca
    sieh an, das mit Abu Dhabi hab ich gar nicht gehört, ist an mir spurlos vorbeigegangen...
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  15. #39

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  16. #40
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von Bernd79 Beitrag anzeigen
    Ich fände es jetzt nicht so unmöglich, dass man sich bei irgendeinem Marathon oder Halbmarathon vermessen hat. Grund ist der, dass solche Laufevents nur von sehr ambitionierten Läufern wirklich "ernst" genommen werden. Beispiel: ich hab noch nie bei einer Hotline eines Marathons angerufen und hatte das Gefühl, dass dort jemand sitzt, der wirklich Ahnung hat von der Veranstaltung. Mehr als "Start ist um xy Uhr" oder "Starnummernabholung am Tag xy bei Adresse XY" wirst du dort nicht erfragen. Sobald man fragt, was es bei Verpflegungspunkten zu Essen und Trinken gibt, geschweige denn in welcher Reihenfolge Iso, Bananen etc. aufgestellt ist, kommt das große Schweigen. Da werden halt Studenten oder Freiwillige oder sonstwer an die Strippe gesetzt und eines darf man nicht vergessen: für den Großteil aller Teilnehmer von Halbmarathons und vielleicht auch Marathons ist das ganze ein Spaßlauf, klar - ein harter Spaßlauf, aber so richtig ernst nehmen tun den bei weitem nicht alle.
    Der Vermesser selbst ist ein vom DLV anerkannter Vermesser und weiß, was er tut. Und er muss gewisse Regeln beachten, damit die Strecke als "amtlich vermessen" gelten darf. Es wird ja nach einem Record nicht noch einmal nachgemessen. Die Fehler passieren dann von anderen Personen hinterher.

    Gruss Tommi

  17. #41
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Hier die genaue Regel:

    https://www.leichtathletik.de/filead...mpf-Regeln.pdf

    21 Weltrekorde in Straßenläufen
    f) Die Strecke muss, so spät wie möglich vor dem Wettbewerb, am Wettbewerbstag oder so bald wie möglich nach dem Wettbewerb, durch einen anderen A-Vermesser, als jenem, der die ursprüngliche Vermessung vorgenommen haben, nachgeprüft (d.h. neu vermessen) werden.Anmerkung: Wenn die Strecke ursprünglich von wenigstens 2 A-Vermessern oder einem A- und einem B-Vermesser vermessen wurde, ist keine Nachprüfung (Nachmessung) nach Regel 260.21e erforderlich.
    Damit ist auch meine Frage von oben (#28) beantwortet. Die Ideallinie musste für die Nachvermessung freigemacht werden, man wollte für einen Weltrekord gerüstet sein.

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  18. #42

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    Ein weiterer Fall: Beim Kirschblütenlauf in Washington DC am 7.4. wurde ebenfalls ein Wendepunkt falsch aufgebaut und daher zählt der vermeintliche neue amerikanische Rekord über 10 Meilen nicht. (Mir ist unklar, ob es um den Kontinental- oder den US-Rekord geht.)

    http://www.cherryblossom.org/aboutus...se_apr1219.php
    https://www.letsrun.com/forum/flat_r...thread=9337956

    Interessanterweise kam der Verdacht über Daten von GPS-Uhren auf, siehe die Diskussion bei Letsrun. Jeder einzelne Datenpunkt ist kein Indiz, aber wenn der Durchschnitt vieler Läufer vom Durchschnitt der letzten Jahre abweicht, ist das schon ein starkes Indiz, dass mit der Streckenlänge etwas nicht stimmt.

    Aber warum niemand überprüft, dass der Kurs auch so aufgebaut wird, wie er vermessen wurde, ist mir ein Rätsel. Warum der ganze Streß mit der genauen Vermessung auf der Ideallinie plus Toleranz, wenn dann irgendjemand – der anscheinend nichts mit dem Vermessungsteam zu tun haben muss oder irgendeine Qualifikation haben muss – den Kurs aufbaut?

  19. #43
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Schau Dir mal an, wie kurzfristig so ein Kurs aufgebaut wird, man kann das oft auf den Webseiten mit den Verkehrsinfos sehen. Das passiert an vielen Stellen parallel, es ist eher erstaunlich dass es trotzdem fast immer klappt.

  20. #44

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    Zitat Zitat von Kepler Beitrag anzeigen
    Aber warum niemand überprüft, dass der Kurs auch so aufgebaut wird, wie er vermessen wurde, ist mir ein Rätsel. Warum der ganze Streß mit der genauen Vermessung auf der Ideallinie plus Toleranz, wenn dann irgendjemand – der anscheinend nichts mit dem Vermessungsteam zu tun haben muss oder irgendeine Qualifikation haben muss – den Kurs aufbaut?
    Es ist immer ganz gut, wenn man sich erst informiert, bevor man eine pauschale Aussage trifft:

    Aus den IWR (Internationale Wettkampfregeln):

    Regel 121 Wettkampfleiter
    Der Wettkampfleiter plant in Zusammenarbeit mit den Technischen Delegierten
    den Ablauf der Veranstaltung. Soweit wie möglich stellt er sicher, dass der
    Plan umgesetzt wird, und löst zusammen mit den Technischen Delegierten alle
    sporttechnischen Probleme.
    ...
    Er prüft insbesondere:
    – den Zustand aller Wettkampfanlagen und die Straßen-/Crossstrecken sowie
    deren Kennzeichnung,
    Regel 240.3

    Nationale Bestimmungen
    Es ist ein Vermessungsprotokoll mit Streckenskizze anzufertigen, das am
    Tag des Wettkampfs dem Wettkampfleiter/der Verbandsaufsicht zur Kontrolle
    von Streckenverlauf und -länge zur Verfügung stehen muss.
    Dass dennoch Fehler passieren können, ist auch klar.

    Im Übrigen gibt es kein "Vermessungsteam", sondern es handelt sich um speziell geschulte DLV- bzw. IAAF-Streckenvermesser, die - je nach Ausbildung und Berechtigung - nach A - D unterschieden werden.

    Bernd
    Das Remake in Text und Bild.

    Infos zum Laufen und Vereinsgedöns gibt's auf www.sgnh.de

  21. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von burny:

    ruca (17.04.2019)

  22. #45
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Wie stressig sowas werden kann, zeigt dieser Zeitplan aus HH:

    https://www.haspa-marathon-hamburg.d...d_05_02_19.pdf

    Durchweg wird ziemlich genau 30 Minuten bevor der erste Handbiker oder Läufer vorbeikommt gesperrt. Der Marathonabschnitt ab KM 21 demzufolge erst 30 Minuten nach Rennstart.

    Für großartige Probleme hat man da gar keine Zeit mehr, sonst muss man das Rennen abbrechen...

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  23. #46

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    Naja, ich liebe Foren gerade deshalb, weil ich von dem Wissen und den Einschätzungen anderer lernen kann ;-) Dass ich mich dann mal zu einer pauschalen Aussage hinreißen lasse, ist hoffentlich ein verzeihlicher Fehler…

    Ich frage mich halt, wie sich die Aufbaufehler erklären lassen. Ich – unkundiger Laie! – sehe da jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder hat man genug Zeit, jemanden, der den Kurs in allen Details kennt, den Kurs abfahren zu lassen oder man stellt an alle kritischen Punkte (Wendepunkte, Kurven) eine Person ab, die kontrolliert, ob richtig aufgebaut wurde. In beiden Fällen ist die Rolle des Aufbauens von der Rolle des Kontrollierens getrennt, sprich Vieraugenprinzip. Das Zitat aus den IWR legt nun nahe, dass der Wettkampfleiter die Kontrolle übernimmt, aber die Vermutung liegt doch nahe, dass dies bei den Fällen, die jüngst bekannt wurden, nicht geschehen ist. Oder ist die Idee, dass der Fehler gleich zweimal und unabhängig voneinander übersehen wurde?

    Team: Ich hatte Rucas Beitrag oben so verstanden, dass bei hinreichend großen oder rekordträchtigen Strecken zwei Vermesser tätig sind, und einfach mal vermutet, dass jeder Vermesser einen Assistenten dabei hat, um zum Beispiel Schreibfehler (Zahlendreher beim Ablesen des Jones-Counter oder ähnliches) zu vermeiden. Dass letzten Endes eine bestimmte Person für die Vermessung verantwortlich ist, ist mir schon klar. Jedenfalls könnte, wenn der Vermesser immer einen lokalen Assistenten dabei hätte, der doch schauen, dass die Wendepunkte richtig stehen. Was er wiederum leicht überprüfen kann, weil er bei der Vermessung dabei war.

    Soweit einmal meine Vermutungen und Gedanken, bevor ich mich wieder zu pauschalen Aussagen hinreißen lasse

  24. #47
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Zitat Zitat von Kepler Beitrag anzeigen
    Oder ist die Idee, dass der Fehler gleich zweimal und unabhängig voneinander übersehen wurde?
    In Abu Dhabi klingt das für mich nicht nach Übersehen sondern es sieht nach einem extrem kurzfristigen "Die Zufahrt zum Markt muss freibleiben, basta" und keine andere Möglichkeit, den Wendepunkt dann zu verlegen aus. Bevor man so einen Lauf dann absagt, wird er halt "falsch" durchgezogen.

    Ansonsten ist das kein Hexenwerk. Bei der Vermessung werden Markierungsnägel eingeschlagen oder mit Sprühfarbe markiert, da muss dann nur noch das Wendehütchen auf den Nagel gestellt werden und mit der Skizze abgeglichen werden, in der auch Orientierungspunkte wie Laternenpfähle usw. genannt werden.

    Wenn man aber nicht genau hinschaut und Nagel oder Markierung aus dem Vorjahr erwischt, die nicht mehr 100% passen, kann es ganz schnell lustig werden. Und wenn das dem Kontrolleur gezeigt wird: "Hier ist der Nagel" - "OK", dann hat man ganz schnell eine falsche Streckenlänge.

    einfach mal vermutet, dass jeder Vermesser einen Assistenten dabei hat, um zum Beispiel Schreibfehler (Zahlendreher beim Ablesen des Jones-Counter oder ähnliches) zu vermeiden.
    Klar. Meist ist er zusätzlich gemeinsam mit den Linienmalern unterwegs, denn er muss ja entgegen aller Verkehrsregeln von der Polizei durch den Verkehr gelotst werden und sowas bündelt man gerne. Ein oder zwei Assistenten hat er dann auch öfters dabei, es gibt einige Berichte im Netz dazu...
    Der Fehler liegt aber so gut wie nie bei den Vermessern, das Problem ist der Aufbau...

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    Kepler (18.04.2019)

  26. #48

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    Eine alternative Option ist, dass wie bis vor etwa 30 Jahren im Straßenlauf Rekorde grundsätzlich nur als "Bestleistungen" galten, weil man aufgrund der Ungenauigkeit und unterschiedlichen Streckenprofile einen Unterschied zu Bahnrekorden deutlich machen wollte. Vermutlich hängt der heute höhere messaufwand auch mit dem höheren Stellenwert der Läufe zusammen; es ist einfach mehr (Preis)geld im System und da lohnt sich der Aufwand.
    Mein Schulweg war zu kurz...

  27. #49
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    Die Schlangenlinien entstehen so habe ich mal gehört durch Reflexionen des Signals an Häusern.

  28. #50

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    Zitat Zitat von Kepler Beitrag anzeigen
    Ich hatte Rucas Beitrag oben so verstanden, dass bei hinreichend großen oder rekordträchtigen Strecken zwei Vermesser tätig sind, und einfach mal vermutet, dass jeder Vermesser einen Assistenten dabei hat, um zum Beispiel Schreibfehler (Zahlendreher beim Ablesen des Jones-Counter oder ähnliches) zu vermeiden
    Da geht ein bisschen was durcheinander.

    Der Regelfall ist:
    Der Veranstalter bestellt einmal kostenpflichtig einen ausgebildeten Vermesser. Der vermisst die Strecke und erstellt das Vermessungsprotokoll. Normalerweise ist jemand vom Veranstalter mit dabei. Da das ein Kunde-Lieferanten-Verhältnis ist, passt der Begriff "Assistent" allerdings nicht. Wenn der Vermessungsvorgang beendet und das Vermessungsprotokoll erstellt ist, hat der Vermesser die nächsten 5 Jahre mit der Sache nichts mehr zu tun!

    Der Aufbau der Strecke nach dem Vermessungsprotokoll ist Sache des Veranstalters, und die Verantwortung dafür liegt beim Wettkampfleiter (siehe oben). Oft ist es so, dass der "Begleiter" bei der Vermessung, also der Vertreter des Veranstalters, sich um den Streckenaufbau kümmert, der natürlich von mehreren Helfern übernommen wird. Der "Begleiter" ist dann der "Streckenchef", und in einem eingespielten Team verlässt sich der Wettkampfleiter häufig darauf, dass der Streckenchef das schon richtig macht.

    Eine zusätzliche Vermessung am Veranstaltungstag, wie ruca sie zitiert hat, ist erforderlich, damit ein Weltrekord anerkannt wird, und das passiert ja nun eher selten. Wenn also z. B. beim Berlinmarathon jemand einen Weltrekordversuch ankündigt, dann wird der Veranstalter das rechtzeitig vorher organisieren. Das ist aber die Ausnahmesituation. Beim Düsseldorfmarathon z. B., bei dem kaum mit einem solchen Rekord zu rechnen ist, müsste ich mich schon schwer täuschen, wenn der Orga-Chef das so ohne weiteres veranlassen würde. Hinzu kommt, dass eine solche Zusatzvermessung von einem A-Vermesser durchgeführt werden muss, und davon gibt es in ganz Deutschland 6 Stück.

    Wenn Fehler vorkommen, halte ich die Wahrscheinlichkeit, dass die Vermessung falsch war, für 0. Das Verfahren ist detailliert auf 33 Seiten beschrieben mit zig Kontrollen und Fehlerabschätzungen etc. Fehler beim Streckenaufbau trotz Klärung der Verantwortlichkeiten sind da schon eher denkbar, auch wenn sie nicht vorkommen dürften.

    Bernd
    Das Remake in Text und Bild.

    Infos zum Laufen und Vereinsgedöns gibt's auf www.sgnh.de

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    Kepler (18.04.2019)

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