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  1. #1

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    Standard Nach dem Sport Druck auf der Brust & Sodbrennen

    Hallo Leute, da mir von ärztlicher Seite nicht wirklich geholfen werden kann frage ich mal hier nach, vl hat jemand ähnliche Beschwerden und kann mir weiterhelfen!

    Ich habe seit mittlerweile 4 Jahren das Problem, dass ich durch Sport gewisse Symptome bekomme. Diese äußern sich durch einen sehr starken Druck auf der Brust, Luftaufstoßen und ein brennendes Gefühl in der Speiseröhre. Ein leichtgradiger Reflux mit leichter Speiseröhrenentzündung wurde bei mir diagnostiziert, soviel steht fest, kann gut sein, dass dieser auch der Auslöser dafür ist, aber der durchführende Arzt (und auch der von dem ich mir eine Zweitmeinung einholte) ist nicht der Meinung, dass ich dadurch so starke Beschwerden haben kann. Fakt ist die Ernährung selbst beinflußt das ganze nicht wirklich, also es macht keinen Unterschied ob ich wirklich ein paar Wochen gesund esse, also zum Beispiel basisch oder ob ich gar nicht drauf achte was ich esse. Die Probleme kommen eigentlich immer erst wenn Sport dazukommt. Ich bin 30 Jahre alt, wiege 84kg und bin 175cm, eher muskulös gebaut. Ich war sonst immer bei 75kg aber durch diese ständigen Probleme die sich für mich wie eine Herzkrankheit anfühlen hab ich keine Lust auf Sport mehr und dadurch auch zugenommen, weil es dauernd mit Leid verbunden ist, also auf den Sport selbst hab ich schon Lust, sei es Laufen, Mountainbiken oder Surfen. Ich liebe das alles und bin gerne in der Natur, aber wenn man dauernd danach für 1-2 Tage so starke Beschwerden hat und dadurch nicht schlafen kann vergeht es mir!

    Ich bin auf Sportschulen gegangen und hab viel über Training gelernt. Ich achte beim Joggen und MTB Fahren immer darauf dass ich nicht zu hoch mit dem Puls komme. Mein Maximalpuls ist bei ca. 200, trainieren tu ich meistens zwischen 130-150. Ich bekomme selbst durch gemütliches Wandern dieselben Probleme. Es ist eigentlich immer so, dass wenn ich mal 3 Wochen keinen Sport mache, es mir beim ersten Mal wesentlich besser geht von der Kondition und den Beschwerden. Wenn ich dann beginne wieder konstant zu trainieren geht's mir ständig schlecht, auch beim Training selbst, es ist mühsam, ich habe den Druck auf der Brust und muss dauernd rülpsen. Unmittelbar nach dem Training geht's mit etwas besser, je nach Intensität fängt aber 4-10h später die ganze Symptomatik an. Zuerst wird der Druck auf der Brust viel stärker, ich muss dann dauernd rülpsen und es brennt extrem in der Speiseröhre. Ich habe auch beobachtet dass der Druck je niedriger der Puls wird, desto stärker wird der Druck. Meistens habe ich um 3 Uhr früh die schlimmsten Probleme, es ist generell im liegen schlechter, ich muss dann aufstehen und mir einen Tee machen, der entspannt das ganze leicht, irgendwann 1-2h später lassen die Symptome nach und ich muss dann ziemlich viel Winde ablassen, was sehr übel riecht und nicht gerade toll für meine Freundin ist.

    Erst wenn ich ein paar Tage nichts mache bessert sich das alles ein bisschen. Mein Kardiologe vermutet ein sogenanntes Roemheldsyndrom, aber kann mir damit auch nicht weiterhelfen, vom Herz kommt es bestimmt nicht, ich schaffe mit diesen Beschwerden ca. 325W beim Belastungs EKG. Mir selbst kommt es so vor als liegt der Magen einfach komplett falsch und in Ruhe wenn sich alles entspannt geht alles wieder hoch und drückt gegen das Herz, bekomme dadurch auch manchmal spürbare Extraschläge, glaube das heißt Palpitationen, wo mir die Luft wegbleibt und ein ganz komisches Gefühl auftritt das sich anfühlt wie wenn das Herz aussetzt & nicht mehr zusammenkommt mit dem Blut, das steigt dann vom Herz in den Hals und dann in den Kopf, oft muss ich danach extrem rülpsen. Es ist wirklich eine Qual so für mich, aber vl kann ja jemand schildern was helfen kann. Ich würde so gerne auf einen Halbmarathon hintrainieren aber das ist nicht möglich, obwohl ich laut Kardiologe alle Kriterien dafür locker erfülle.

  2. #2
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Eines erwähnst Du bei Deiner ganzen Geschichte nicht: Wie ernährst Du Dich konkret in den Stunden vor dem Lauf? Macht es einen Unterschied, ob Du nüchtern oder vollgefressen läufst? Trinkst Du vor dem Lauf extra noch was?

    Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
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  3. #3

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    Hey, also vor dem Sport achte ich schon darauf, dass ich 1,5-2h vorher nichts esse. Wenn ich morgens Sport mache esse ich gar nichts davor, trinke ca. 1/4L Wasser oder einen Tee, laufe dann aber nicht länger als 40 Minuten bei gemütlichem Tempo um die 8km/h. Meine Ernährung besteht sonst zum Großteil aus Gemüse mit Reis oder Couscous, ab und zu Rindfleisch und Fisch, Nudeln, Obst und Milchprodukte (Joghurt, Käse, Milch), so mal grob erklärt. Nach 20 Uhr versuche ich nichts mehr zu essen. Wenn ich Sport mache am Abend esse ich davor eher so Sachen wie Banane oder Grießbrei, oder eben Couscous mit Gemüse. Unterschied machts beim Sport selbst schon, wenn ich vorher esse hab ich währen dem Sport auch schon vermehrt Sodbrennen und wenn nicht ists besser, aber ein paar Stunden danach hab ich in beiden Fällen Probleme...
    Zuletzt überarbeitet von bebal12 (23.04.2019 um 15:59 Uhr)

  4. #4
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Dicke Ernährungsfehler, die das erklären könnten, sehe ich nicht - ich ernähre mich viel (!!!) schlimmer, habe ebenfalls die gleiche Diagnose nach Magenspiegelung und habe derartige Probleme nicht.

    Was ich aber mal versuchen würde: Nacheinander (!!!) die Lebensmittel, gegen die allgemein vermehrt Unverträglichkeiten bekannt sind, weglassen und schauen, ob sich was ändert, ansonsten ist alles erlaubt.

    Also:

    -Milcheiweiß
    -Gluten
    -Fructose (Speziell das ist sehr schwer, ich habe einen Fall in der Familie)
    -Koffein
    -Kohlensäure

    Und als paralleler Ansatz:

    in Ruhe wenn sich alles entspannt geht alles wieder hoch und drückt gegen das Herz, bekomme dadurch auch manchmal spürbare Extraschläge, glaube das heißt Palpitationen, wo mir die Luft wegbleibt und ein ganz komisches Gefühl auftritt das sich anfühlt wie wenn das Herz aussetzt & nicht mehr zusammenkommt mit dem Blut, das steigt dann vom Herz in den Hals und dann in den Kopf, oft muss ich danach extrem rülpsen.
    Wurde mal ein Langzeit-EKG gemacht, in dem dieser Effekt beobachtet wurde?

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  5. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von ruca:

    bebal12 (23.04.2019)

  6. #5

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    Zitat Zitat von ruca Beitrag anzeigen
    Dicke Ernährungsfehler, die das erklären könnten, sehe ich nicht - ich ernähre mich viel (!!!) schlimmer, habe ebenfalls die gleiche Diagnose nach Magenspiegelung und habe derartige Probleme nicht.
    Zitat Zitat von ruca Beitrag anzeigen

    Was ich aber mal versuchen würde: Nacheinander (!!!) die Lebensmittel, gegen die allgemein vermehrt Unverträglichkeiten bekannt sind, weglassen und schauen, ob sich was ändert, ansonsten ist alles erlaubt.

    Also:

    -Milcheiweiß
    -Gluten
    -Fructose (Speziell das ist sehr schwer, ich habe einen Fall in der Familie)
    -Koffein
    -Kohlensäure

    Und als paralleler Ansatz:



    Wurde mal ein Langzeit-EKG gemacht, in dem dieser Effekt beobachtet wurde?


    Ich hatte beim Belastungs EKG drei "VES" und im Lanzeit EKG stand etwas von "Geringgradige Neigung zur suparventrikulären Extrasystolie vorwiegend in isolierter Form", ist aber kein Grund zur Sorge und harmlos laut Arzt. Ich werde das jetzt auf jeden Fall mal mit dem weglassen versuchen. Hab mich zwar schon testen lassen auf Fructose, Lactose & Gluten, da ist nichts rausgekommen, aber anscheinend sind die Bluttests nicht sehr verlässlich, lediglich für Fructose hatte ich einen H2 Atemtest gemacht der war negativ.

  7. #6
    Avatar von RalphW
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    Zitat Zitat von bebal12 Beitrag anzeigen
    Hallo Leute, da mir von ärztlicher Seite nicht wirklich geholfen werden kann frage ich mal hier nach, vl hat jemand ähnliche Beschwerden und kann mir weiterhelfen!

    Erst wenn ich ein paar Tage nichts mache bessert sich das alles ein bisschen. Mein Kardiologe vermutet ein sogenanntes Roemheldsyndrom, aber kann mir damit auch nicht weiterhelfen, vom Herz kommt es bestimmt nicht, ich schaffe mit diesen Beschwerden ca. 325W beim ...
    Ich hätte jetzt auch gefragt, ob Du z.B. unter (starken) Blähungen leidest. Eventuell mal einen Gastroenterologen aufsuchen (überweisen lassen). Wegen Reflux und so. Hatte mal eine ähnliche Leidensgeschichte, am Ende kam bei mir eine Magen-/Darmsache zum Vorschein, die behandelt wurde (und stoßweise behandelt werden muss). Das kann zum Teil ähnliche Symptome hevorufen, wie Du sie beschreibst. Allerdings litt ich wirklich auch unter starken Blähungen und häufigen Durchfall, wenn das bei Dir nicht der Fall ist, dann kann das natürlich auch was ganz anderes sein. War übrigens auch beim Kardiologen, lief dann auf eine Kopfsache hinaus, bis dann vor kurzem zum Glück doch die richtige Ursache gefunden wurde.

  8. #7
    Avatar von 19Markus66
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    Zitat Zitat von bebal12 Beitrag anzeigen
    Ein leichtgradiger Reflux mit leichter Speiseröhrenentzündung wurde bei mir diagnostiziert, soviel steht fest, kann gut sein, dass dieser auch der Auslöser dafür ist, aber der durchführende Arzt (und auch der von dem ich mir eine Zweitmeinung einholte) ist nicht der Meinung, dass ich dadurch so starke Beschwerden haben kann.
    Wieso sagen die Ärzte, dass Reflux nicht solch starke Beschwerden hervorrufen kann?

    Natürlich ruft eine Speiseröhren- Entzündung starke Beschwerden hervor wie z.B. diese:

    .. Wenn ich dann beginne wieder konstant zu trainieren geht's mir ständig schlecht, auch beim Training selbst, es ist mühsam, ich habe den Druck auf der Brust und muss dauernd rülpsen.
    Meistens habe ich um 3 Uhr früh die schlimmsten Probleme, es ist generell im liegen schlechter, ich muss dann aufstehen und mir einen Tee machen...
    Mir selbst kommt es so vor als liegt der Magen einfach komplett falsch und in Ruhe wenn sich alles entspannt geht alles wieder hoch und drückt gegen das Herz....
    Die beschriebenen Beschwerden hören sich für mich nach einem Reflux durch Hiatushernie (Zwerchfellbruch) an.

    Sowas kann man leicht durch eine Magenspiegelung feststellen.

    Geh mal deswegen zu einem Gastro- Entorologen.
    Zuletzt überarbeitet von 19Markus66 (23.04.2019 um 21:37 Uhr)

  9. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von 19Markus66:

    klnonni (24.04.2019)

  10. #8

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    Zitat Zitat von 19Markus66 Beitrag anzeigen
    Wieso sagen die Ärzte, dass Reflux nicht solch starke Beschwerden hervorrufen kann?

    Natürlich ruft eine Speiseröhren- Entzündung starke Beschwerden hervor wie z.B. diese:







    Die beschriebenen Beschwerden hören sich für mich nach einem Reflux durch Hiatushernie (Zwerchfellbruch) an.

    Sowas kann man leicht durch eine Magenspiegelung feststellen.

    Geh mal deswegen zu einem Gastro- Entorologen.
    Also, ich war natürlich beim Gastro- Enterologen, sonst wüsste ich warscheinlich nix von meinem Reflux, bzw. der Speiseröhrenentzündung. Ich hab sogar bei 2 verschiedenen Ärzten eine Magenspiegelung machen lassen. Die Entzündung ist nur geringgradig, deshalb sollte sie laut dem Arzt nicht so starke Beschwerden machen, ich empfinde das auch anderes und glaube, dass diese Entzündung dafür verantwortlich sind. Eine Hernie, bzw. Zwerchfellburch wurden ausgeschlossen. Ich hör von so vielen Leuten sie haben eine Gastritis oder ähnliches, aber die haben niemals so starke Beschwerden, meistens beschränken Sie sich auf leichte Bauchschmerzen und Sodbrennen. Die Probleme werden auch stärker wenn ich mal Alkohol trinke, meistens erst am Folgetag, ich vermeide es deshalb und trinke vl 1-2mal im Monat 2 Bier.

    Das komische ist nur ich kann sonst teilweise wirklich ungesund essen und habe nicht so große Probleme, erst wenn Sport dazukommt eskaliert das ganze, ich mein ich weis ja, dass der Sport die Magensäureproduktion anregt, aber wie hängt das mit der Verstärkung der Symptome in der Ruhephase zusammen, eigentlich müsste ich die Probleme ja schon beim Sport, bzw. unmittelbar danach auftreten? So Medikamente wie Pantoprazol helfen zwar im ersten Moment, aber wenn Sie nicht mehr wirken wird das ganze noch schlimmer, ich bekomme von den Tabletten selbst Magenschmerzen und bin ziemlich müde, dafür lässt der Druck auf der Brust nach, weil vermutlich keine Magensäure mehr da ist die die Nerven reizt. Wenn die Wirkung nachlässt produziert der Körper allerdings einen Überschuß an Magensäure und dann artet das ganze wieder aus...

  11. #9
    Avatar von klnonni
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    Zitat Zitat von bebal12 Beitrag anzeigen
    Das komische ist nur ich kann sonst teilweise wirklich ungesund essen und habe nicht so große Probleme, erst wenn Sport dazukommt eskaliert das ganze, ich mein ich weis ja, dass der Sport die Magensäureproduktion anregt, aber wie hängt das mit der Verstärkung der Symptome in der Ruhephase zusammen, eigentlich müsste ich die Probleme ja schon beim Sport, bzw. unmittelbar danach auftreten?
    Der Sport regt nicht nur die Magensäureproduktion an, viele atmen zu hastig und schlucken zusätzliche Luft.
    Beim auftstossen der Luft öffnet sich der Schliessmuskel zwischen Speiseröhre und Magen und saurer Mageninhalt steigt mit der Luft auf.
    Desweiteren kann eine ungünstige Körperhaltung mit weit vorgebeugtem Oberkörper den Magen ein engen und ebenfalls einen Reflux begünstigen.

    Bei körperlicher Aktivität wird mehr Energie für die Skelettmuskulatur aufgewendet und die Verdauung verlangsamt sich.
    Dadurch bleibt die aufgenommene Nahrung viel länger im Magen als normalerweise.
    Das würde erklären warum Du nach dem Sport verstärkt Probleme hast.
    Durch den Sport verlangsamte Verdauung bedingt vermehrte Nahrungsreste im Magen, der durch zusätzliche Getränke nach dem Sport weiter gefüllt wird und im liegen einen Reflux begünstigt.

    Würde versuchen den Abstand zwischen letzter Nahrungsaufnahme und Trainingsbeginn zu verlängern, vielleicht hilft das schon ein wenig.
    Auch solltest Du weiterhin bei Ärzten den Grund für Deine starke Magensäureproduktion suchen lassen.
    Vielleicht hast Du beruflich und familiär auch einfach zuviel Stress und/oder isst zu schnell oder zu große Portionen?

    Letztlich müssen die Ursachen gefunden werden.
    Eine chronische Gastritis und Refluxösophagitis können auf langer Sicht auch zu Tumoren führen, daher sollte man dies ernst nehmen.

  12. #10

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    Schonmal an eine Langzeit-ph-Metrie gedacht?

  13. #11
    Avatar von 19Markus66
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    Zitat Zitat von bebal12 Beitrag anzeigen
    Also, ich war natürlich beim Gastro- Enterologen, sonst wüsste ich warscheinlich nix von meinem Reflux, bzw. der Speiseröhrenentzündung. Ich hab sogar bei 2 verschiedenen Ärzten eine Magenspiegelung machen lassen....….Eine Hernie, bzw. Zwerchfellburch wurden ausgeschlossen.
    Soweit so gut.
    Und als Behandlung wurden Protonenpumpen- Hemmer aufgeschrieben.

    Ich hör von so vielen Leuten sie haben eine Gastritis oder ähnliches, aber die haben niemals so starke Beschwerden, meistens beschränken Sie sich auf leichte Bauchschmerzen und Sodbrennen.
    Wie schon gesagt,
    Magensäure in der Speiseröhre kann neben dem üblichen Sodbrennen weitere Beschwerden auslösen:

    - vermeindliche Herzprobleme (ist aber die Speiseröhre)
    - Rachen- und Kehlkopfentzündung
    - Husten
    - im schlimmsten Fall über die Jahre hinweg auch Speiseröhrenkrebs (s.u.)

    .. So Medikamente wie Pantoprazol helfen zwar im ersten Moment, aber wenn Sie nicht mehr wirken wird das ganze noch schlimmer, ich bekomme von den Tabletten selbst Magenschmerzen und bin ziemlich müde, dafür lässt der Druck auf der Brust nach, weil vermutlich keine Magensäure mehr da ist die die Nerven reizt. Wenn die Wirkung nachlässt produziert der Körper allerdings einen Überschuß an Magensäure und dann artet das ganze wieder aus...
    Du darfst die Tabletten nicht absetzen, sondern mußt sie dauerhaft einnehmen.
    Neben Pantoprazol gibt es weitere wie z.B. Esomeprazol, welche gut verträglich sind.

    Frage Deinen Arzt!

    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Der Sport regt nicht nur die Magensäureproduktion an, viele atmen zu hastig und schlucken zusätzliche Luft.
    Beim auftstossen der Luft öffnet sich der Schliessmuskel zwischen Speiseröhre und Magen und saurer Mageninhalt steigt mit der Luft auf.
    Desweiteren kann eine ungünstige Körperhaltung mit weit vorgebeugtem Oberkörper den Magen ein engen und ebenfalls einen Reflux begünstigen.
    Bei den Symptomen, welche der TE "zu bieten hat" kann ich mir als Laie keine solch harmlosen Ursachen vorstellen.

    Die Tatsache, dass es im Liegen schlimmer wird, deutet auf ein "Leck" im oberen Schließmuskel, aber eine Hernie wurde ja ausgeschlossen.

    Wenn der Magen also "dicht" ist, kann es eigentlich nur stark vermehrte Produktion von Magensäure und/ oder Gasbildung im Magen sein.

    Wenn ausschließlich die Speiseröhre betroffen ist, hat er einen Reflux und keine Gastritis.

    Dadurch bleibt die aufgenommene Nahrung viel länger im Magen als normalerweise.
    Das würde erklären warum Du nach dem Sport verstärkt Probleme hast.
    Durch den Sport verlangsamte Verdauung bedingt vermehrte Nahrungsreste im Magen, der durch zusätzliche Getränke nach dem Sport weiter gefüllt wird und im liegen einen Reflux begünstigt.
    + 1

    Wenn Nahrung zu lange im Magen liegen bleibt, entsteht Gas.
    Man bekommt einen schmerzhaften "Blähbauch" und Sodbrennen.
    Es gibt Medikamente, welche die Magenbewegung anregen, so dass der Magen "durchtransportiert."

    Arzt fragen!

    Ich weiss, das viele Leute Reflux mit Diäten behandeln, weil sie die "böse Pharmaindustrie" nicht unterstützen wollen und meinen, die Natur könnte sich stets selber helfen.

    Bei den beschriebenen Beschwerden würde ich anstelle des TE mir zu Liebe auf solche "esoterischen" Standpunkte verzichten und mir vom Arzt Medikamente aufschreiben lassen.

    Auch das Argument "Kann so schlimm nicht sein" halte ich schlichtweg für Unsinn.
    Der Patient bildet sich seine Schmerzen schließlich nicht ein und ein unbehandelter Reflux kann langfristig böse Folgen haben.

    Zitat Zitat von Mops74 Beitrag anzeigen
    Schonmal an eine Langzeit-ph-Metrie gedacht?
    Was soll das bringen?
    Ist unangenehm und bestätigt lediglich, was er eh schon weiss.

  14. #12

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    Nun, es könnte die pH-Metrie in den Tagen nach der Belastung, also während der Beschwerden, erfolgen. Dann bestätigt sich ja wieviel oder wenig Säure zurück fließt. Sollte sich z. B. ergeben, das wenig Säure in die Speiseröhre zurück fließt, bringen ja auch die Protonenpumpenhemmer nicht viel und es muß in eine andere Richtung gedacht werden.

  15. #13
    Avatar von klnonni
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    Zitat Zitat von 19Markus66 Beitrag anzeigen

    Bei den Symptomen, welche der TE "zu bieten hat" kann ich mir als Laie keine solch harmlosen Ursachen vorstellen.
    Ich habe keine Diagnose stellen wollen,
    sondern nur erklärt warum die Symptome wärend und nach dem Sport verstärkt auftreten können -
    ich habe nicht behauptet, dass dies die alleinigen Ursachen sind.

    Letzlich hatte ich ja auch geschrieben, einen Arzt aufzusuchen und es diagnostisch abklären zu lassen.
    Protonenpumpen-Hemmer lindern bloß die akuten Beschwerden aber ändern nichts an den Ursachen ihrer Entstehung.

    Im Gegenteil andauernder Gebrauch von Protonenpumpen-Hemmer förderd sogar die Magensäureproduktion nach dessen absetzen und verstärken oftmals so den Effekt - daher sind diese Medikamente bloß nach ärztlicher Absprache über längerem Zeitraum zu nehmen bis hoffentlich das eigentliche Problem gefunden und gelöst wird.

    Es gibt übrigens mehrere Gründe warum der Schliessmuskel nicht 100% schliesst und es zu einem Reflux kommt, dazu benötigt es keine Hernie.


    Zitat Zitat von 19Markus66 Beitrag anzeigen

    Wenn Nahrung zu lange im Magen liegen bleibt, entsteht Gas.
    Man bekommt einen schmerzhaften "Blähbauch" und Sodbrennen.
    Es gibt Medikamente, welche die Magenbewegung anregen, so dass der Magen "durchtransportiert."

    Arzt fragen!
    Wenn die Verdauung aber durch die sportliche Belastung verlangsamt ist, dann wären Medikamente, welche die Magenbewegung anregen aber kontraproduktiv, da wenn der Darm weniger durchblutet wird und verlangsamt arbeitet, der dann eingeschwemmte Nahrungsbrei aus dem Magen zu einem tollen Durchfall führen kann...

    Ich kann nur raten nötigenfalls die Ärzte wechseln und weiter suchen lassen, solche Symtome bildet man sich nicht ein.

    Gute Besserung!

  16. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von klnonni:

    19Markus66 (24.04.2019)

  17. #14

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    Es ist ja auch ein bischen gewagt, sich mit einem solch komplexen Problem in die "Untiefen" eines Läufer-Forums zu begeben.
    Von meiner Seite aus bin ich raus.
    Gute Besserung

  18. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Mops74:

    klnonni (25.04.2019)

  19. #15

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    Zitat Zitat von Mops74 Beitrag anzeigen
    Es ist ja auch ein bischen gewagt, sich mit einem solch komplexen Problem in die "Untiefen" eines Läufer-Forums zu begeben.
    Von meiner Seite aus bin ich raus.
    Gute Besserung
    Das dacht ich mir zuerst auch ja, aber ich bekomme hier außergewöhnlich viele Antworten, das freut mich sehr. Ich habe in letzter Zeit von so vielen Sportlern gehört, dass Sie Probleme mit Gastritis oder Reflux haben, aber leider auch keinen der dieselben Symptome hat, deshalb wollte ich mein Glück mal hier versuchen... Mir scheint auch, dass die meisten hier schon ein bisschen Ahnung von der Materie haben, was man so aus den Antworten raushört und das freut mich!

    Zur ph-Metrie, diese wurde durchgeführt, ich hatte dabei 24 saure Refluxepisoden und einen Deemester Score von 18,9, was auch immer das heißt, der Reflux ist pathologisch steht noch dabei, mir wurde auch zu einer OP . (Fundoplikatio) geraten im Krankehaus wo das alles durchgeführt wurde. Ich war dort 2015 für 3 Tage lang. Es wurden Magenspiegelung, Schluckröntgen & PH-Metrie gemacht.Sie konnten mir dort im Krankenhaus nicht versprechen, das mein Symptome durch eine Fundoplikatio besser werden...Ich solle mir auch eine Zweitmeinung einholen wenn ich mir nicht sicher bin, genau das habe ich gemacht. War in Zell am See (Österreich) bei einem Spezialisten (Chirurg) für Sodbrennen, dieser war dann aber der Meinung, eine OP wird nicht helfen wird, weil bei ihm war die Entzündung wirklich nur sehr gering zu sehen und das Problem sei eher, dass sich soviel Luft im Magen ansammelt, wenn man nun operiert ist der Mageneingang noch dichter als vorher und dann wird auch das Luft aufstoßen schwerer, für mich ist das ja das einzige was Erleichterung verschafft. Es kann dann zum aufreißen der Naht usw.. und die Luft im Magen würde ws mehr Probleme wie vorher machen war seine Aussage.

    Vor 3 Monaten war ich wieder dort und er sah nun schon wieder die Entzündung, aber sonst nichts, kein Heliobacter und die Probenentnahme war unauffällig. Vl sollte ich doch nochmal nachforschen und von wo ganz woanders eine Meinung einholen.... Bei Blutproben ist eigentlich nie was aufgefallen, hatte früher mal zu viel Cortisol, ist aber jetzt normal, dafür Serotonin erhöht, das ist aber ein sehr unspezifischer Wert, der wurde gemessen weil man daraus anscheinen Rückschlüsse machen kann ob im Darm etwas nicht stimmt, Darmspiegelung war aber negativ.Ich bin eben auch am Ende mit meinem Latein und suche nach weiteren Ansätzen

  20. #16

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    Gibts für Deine Probleme bzw die verschiedenen Diagnoserichtungen ggf eine Austausch/Selbsthilfegruppe bei Facebook oder sonst wo? Für meinen relativ seltenen „Ex“-Tumor (GIST) gibts da enorm kompetente Leute.

  21. #17
    Bewegungsfreude pur! Avatar von barefooter
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    Je nachdem, was ich esse und wie viel davon, kann ich einen heftigen Reflux provozieren. Meist im Liegen steigt Magensaft und mehr in der Speiseröhre bis in die Mundhöhle herauf, sodass ich mitunter mitten in der Nacht von Brechreiz geweckt werde. Um ein Malheur zu verhindern, verhalte ich mich ähnlich wie der TE, stehe auf und schaffe mit einfachen Hausmitteln Abhilfe, zum Beispiel Apfelessig mit einer Prise Natron oder und/oder Leinsaat fein geschrotet mit Zitrone. Dann ist der Spuk zwar aktuell vorbei, Zeichen zur Vorsicht sind aber gegeben.

    Zitat Zitat von 19Markus66 Beitrag anzeigen
    ...Ich weiss, das viele Leute Reflux mit Diäten behandeln, weil sie die "böse Pharmaindustrie" nicht unterstützen wollen und meinen, die Natur könnte sich stets selber helfen. Bei den beschriebenen Beschwerden würde ich anstelle des TE mir zu Liebe auf solche "esoterischen" Standpunkte verzichten und mir vom Arzt Medikamente aufschreiben lassen. ...
    Entgegen dieser obskuren, naturwidrigen und menschenverachtenden Auffassung meine ich, hauptsächlich über die Ernährung oder zeitweiliger völliger Enthaltung die Selbstheilungskräfte des Körpers wiederbeleben zu können, das Beschwerdebild günstig beeinflussen und schließlich ausheilen zu können. Vier Jahre Ärztemarathon hätten dann ein Ende und vierzig oder mehr folgende und folgenschwere Jahre der Medikamentenabhängigkeit würden entbehrlich sein.

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    bebal12 (28.04.2019)

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