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  1. #1
    >> Megacmrunner << Avatar von Fred128
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    Standard Kölnpfadlauf DNF/135km

    Mein zweites DNF innerhalb von 10 Tagen! Und mein zweites DNF beim Kölnpfad hintereinander! Wie schrecklich, ich bin am Boden zerstört ... Nein. Ich bin zwar genauso wie im Vorjahr in Bensberg ausgestiegen, also nach Zahlen das gleiches Ergebnis wie letztes Jahr, aber diesmal war es wieder ein richtig tolles Erlebnis und ich bin soo froh, dass ich mich kurzentschlossen noch nachgemeldet habe zum Kölnpfad. Letztes Jahr hatte ich mich selber zermürbt und hatte nur noch negative Gedanken im Kopf am Schluss. Dieses Jahr wollte ich weiter, aber es ging einfach nichts mehr vor Müdigkeit.

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    Mein geliebter Kölnpfad war in der ganzen ersten Jahreshälfte kein Thema. Den hatte ich komplett ausgeblendet, weil ich ja mein großes Jahreshighlight in der Woche davor hatte und darauf war ich voll fokusiert. Nach dem viel zu frühen Ausscheiden dabei, hatte ich mich in der Woche danach gut erholt und dann keimten plötzlich die ersten Gedanken auf, soll ich nicht doch? Kann ich nicht doch irgendwie?

    Wäre ja schon schön. Und ich könnte die Kölnpfadrunde ja jetzt ganz entspannt angehen, ist ja keine Zeit mehr, mir einen Kopf zu machen, der eh noch etwas bematscht war. Körperlich fühlte ich mich gut, erstaunlich gut, vollständig erholt. Und die angekündigte Hitze? Die Kölnpfadhitze? Gut, die kenne ich ja gut und weiß, dass man gegen die tagsüber nicht ankämpfen darf. Da braucht man Gedult, viel Gedult.

    Gedult, ja Gedult, die hatte ich ja auf meinen Läufen auf dem Rheinsteig gelernt. Da komme ich durch das ständige auf und ab im Schnitt nur mit etwa 5 km in der Stunde voran. Das ist nicht viel. Aber hier beim Kölnpfad sollten 5 km in der Stunde tagsüber während der Sonnenscheinpahse für ein Finish reichen. Die ersten 40 km halbwegs laufen, dann langsamer werden, tagsüber wandern und dann nachts dann alles raushauen, was noch drin ist. Ja, damit hätte ich tatsächlich eine realistische Chance zu finishen.

    Also kurz die Nachmeldung mit Thorsten am Vortag klargemacht und so stand ich am Freitag Abend um 22 Uhr am Thuleweg, total entspannt und voller Zuversicht und Vorfreude. Und mit der festen Vorgabe, ich mache MEIN Tempo, egal was ist. Nicht wieder mitziehen lassen am Start, und nicht versuchen am Anfang Zeit rauslaufen zu wollen, weil es noch gut geht. Nein, mein Tempo, mit Pausen, mit Spaß, mit ausreichend langen Stopps an den VP's, um in Ruhe zu Essen und zu Trinken und ein Schwätzchen zu halten.

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    Um 0 Uhr ging's dann los in die Nacht. Am Start habe ich noch kurz die liebe Annett getroffen, mit der ich letzten Sommer in Berlin streckenweise zusammen laufen und dann auch finishen durfte. Diesmal haben wir uns auf der Strecke leider nicht gefunden. Sie war schneller und hat den Kölnpfad erfolgreich durchgezogen. Klasse. Aber Chistoph war anfangs bis zur Mülheimer Brücke an meiner Seite und später wieder, auf der Etappe nach Bensberg hoch.

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    Die ersten 40 km bis zum Wasserwerk in Esch bin ich wie geplant kontrolliert abgelaufen. Danach gings entschleunigt weiter zum Stadion, Decksteiner Weiher, Kalscheurer Weiher. Im folgenden südlichen Grüngürtel knallte die Sonne schon heftigt. Gedult, gemütliches Tempo. Schatten und jede Möglichkeit zur Wässerung und Kühlung nutzen. Hier kamen die 110'er Läufer nach und nach an mir vorbei gelaufen und es ergab sich das eine oder andere nette kurze Gespräch. Eine schöne Abwechselung. Am Rhein entlang ist immer schön, erst geht's nach Rodenkrichen rein und dann auf der andren Seite wieder raus.

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    Es wird immer heißer. Am VP Susanne gab's dann eine längere Pause. Meine Laune war die ganze Zeit top. Hach wie schön, dass ich heute wider dabei bin, bei meinem Kölnpfadlauf. An allen VP's habe ich mir diesmal Zeit gelassen. Das is so wichtig um Energie aufzutanken, nicht nur Kalorien, sondern auch mental.

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    Wenn ich die VP's mal gerade durchgehe: VP1 und VP2, gut, da war man noch am Laufen, nachts, da ging's tatsächlich ums Verpflegen. VP3 von Florian & CO, der kölscheste aller VP's mit Musik und guter Laune und einem Morgenkaffee. VP4 von der lieben Karin am Stadion, Herzlichkeit. VP5 Zollstock, hier beginnt die Hitze, nochmal richtig auftanken. VP6 am Rhein, schattige Bäume, geniale Lage, nach langer trockener Einöde stößt man auf den Rhein. So schön. VP7 Susanne & CO, genauso geniale Lage, direkt am Rhein, eine kühle Dusche, schattige Bäume, Schlemmerei, Wellness, Luxus, da möchte man nicht mehr weg. Und da habe ich mir diesmal richtig viel Zeit gelassen um aufzutanken, das tat alles so gut da.

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    Gut irgendwann muss man doch weiter, Porz, Zündorf, rüber nach Langel mit längeren schattenlosen Stücken und dann kommt man an den ersten Häusern vorbei und da hat eine Familie privat eine Dusche im Vorgarten aufgebaut. Ich hatte das erst gar nicht gerafft, dass die das extra für uns gemacht haben. So klasse, ich habe mich so gefreut und sie haben sich noch mehr gefreut darüber, dass ich mich so gefreut habe. Eine Win-Win-Situation, die man eigentlich ins normale Leben übertragen sollte. Mache jemanden eine Freude und freu dich mit ihm. Eigentlich ganz einfach. Geteilte Freude ist doppelte Freude.

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    Nach Langel gab es eine kurzfristige Umleitung, die uns den Urwald am Rheinufer erspart hat und den öden langen Deichweg zurück. Stattdessen kamen wir direkt am Pferdehof raus, wohin der VP8 verlegt wurde und wo seit den letzten Jahren auch immer eine privat organisierte Dusche steht. Habe ich schon gesagt, wie sehr ich diese Duschen an diesem Tag geliebt habe. Tausend Dank. Frisch gekühlt und vollbetankt geht's dann rein ins schattenfreie Abenteuer "Todeszone". Hier gibt's nicht nur knallige Sonne, sondern auch die allerschlechtesten, holprigsten, steinigen Ackerwege des ganzen Kölnpfads. Da freuen sich die Füsschen.

    Schon bald kommt eine Überraschung, ein Ultraläufer mit Mitleid, sorry ich überlege die ganze Zeit schon den Namen und komme nicht drauf, Stefan(?), hat eine private VP aus dem Kofferraum seines Autos eingerichtet. Wow. Vielen lieben Dank. Und ein Stück weiter am Modellflugplatz steht diesmal ein Eimer mit Wasser zum Abkühlen für uns. So gefällt mir die Todeszone. Vielleicht heißt sie ja jetzt zukünftig nur noch Zone. Denn in Libur gibt's ja schon die angekündugte unbemannte Wasserstelle und zur großen Freude wieder eine Gartendusche. Da freut sich der Aquariusman.

    Aus Libur raus rüber zur Bahnlinie und an der Bahnlinie entlang zieht es sich noch mal etwas länger, bis man Porz-Wahn erreicht und damit die nächste (inoffizielle) VP Edeka. Eigentlich bräuchte ich jetzt gar nichts dringend, aber VP Edeka ist irgendwie Tradition, schon seit den allerersten Kölnpfadläufen, das muss jetzt einfach sein. Und ich will heute ja nicht hetzen, sondern genießen und komme mit der traditionellen gekühlten Himbeer-Buttermich aus dem Laden. Edeka liebt Läufer. Und ein kleines Päuschen auf einer schattigen Bank kommt auch genau richtig.

    Mir geht's gut, ich bin richtig gut gelaunt. Gut, die Füße schmerzen, aber sonst ein richtig schöner Lauf bislang. Weiter geht's, bis zum nächsten VP ist es nicht mehr weit, VP9 Michael & Co, LG DUV. Hier werde ich herzlich begrüßt: "Michael, der Manfred ist da". Man hat sich über die Jahre gut kennen gelernt und man freut sich, wenn man mich sieht, weil dann bald Feierabend ist. Nee, Scherz.

    Heute ist der Stefan auch dabei als Helfer, er hatte in der Woche zuvor den Wibolt gefinisht und hat heute nichts besseres zu tun, als am VP zu helfen. Klasse. Ich glaube Michael hatte ihn vor die Wahl gestellt, entweder du schreibst am Wochenende deinen Wibolt-Bericht oder du hilfst am VP. Hihi, nee, bin aber schon ganz gespannt, 4 Tage mit jeweils 1,5 Stunden Schlaf pro Nacht, Wahnsinn. Übrignes auch die Anke, schnellste Wibolt-Frau ever, hat lieber am VP11 geholfen ... aber da habe ich es leider nicht mehr hin geschafft.

    Am VP macht sich Christoph gerade startklar, er hatte hier etwas länger ruhen müssen, aber jetzt ist der wieder fit und wir machen uns zusammen auf den Weg durch die Wahner Heide und über die Königsforst-Umleitungsstrecken hoch nach Forsbach und rüber nach Bensberg. Es wird dunkel und wir haben unsere Lampen rausgeholt. Zusätzlich leuchten uns massenhaft Glühwürchen den Weg. So schön. In der Wahner Heide gibt's meist Wege mit nur einer vernünftigen Spur. Christoph geht vor und ich trotte hinterher. Irgendwie bleibt das später die ganze Zeit so. Auf große Unterhaltungen haben wir beide eh keinen Bock im Moment.

    So zieht Christoph mich quasi den ganzen elendig langen Berg nach Forsbach hoch an der Straße entlang. Von vorne blenden die entgenkommenden Autos, von hinten überholen uns nach und nach die strinbeleuchteten Nachtschichtläufer, meist in kleinen Grüppchen und mit ein paar aufmunternden Worten für uns. Die können wir auch gebrauchen, danke. Mit der einbrechende Dunkelheit ist die Müdigkeit in mir hochgekrochen. Ich ertappe mich oft, dass ich nur auf die Schuhe von Christoff schaue und beim Hinterhertrotten wird das Bild unscharf und ich drohe wegzunicken.

    An der Ortsgrenze von Forsbach geht's links ab in den Wald und in einem Bogen um den Ort herum bis auf die Landstraße nach Bensberg. Hier gleiches Bild, ab und an blendende Autos von vorne und beleuchtete Nachtschichtler von hinten. Die Müdigkeit nimmt immer mehr Besitz von mir. In unserem Gespann lasse ich oft abreißen, einfach weil ich wegdämmere und erst gar nicht merke, dass mein Tempo langsamer wird. Ich muss mich vermehrt zwingen dranzubleiben, wachzubleiben.

    Und der Wunsch sich einfach mal kurz hinzusetzen wird immer größer. Auch bei Christoff. Er ist platt, ihm geht's nicht gut. Aber genau hier die ganze Straße lang gibt es keine einzige Bank. Wir schleppen uns irgendwie bis zum Ortseingang von Bensberg durch, ich weiß, da gibt es eine Bushaltestelle mit Wartehäuschen. Geschafft. Einfach sitzen. Bis zum VP sind es vielleicht noch 300 Meter. Egal, einfach sitzen. Und es kommen von Zeit zu Zeit weitere Nachtschichtler vorbei. Die sind so fit. Und deren Kopf geht nach links, als sie uns zwei erbärmliche Gestalt erblicken, in sich gesunken. Alles ok? Ja, wir brauchen nur eine kurze Pause!

    Keine Ahnung wie lange wir da gesessen haben, bis wir uns wieder aufraffen. Ich nehme das eh alles nur noch wie durch Schleier wahr. Es geht vorbei an U-Bahn-Station von Bensberg, nach rechts, weiter hoch, nochmal hoch und dann sind wir am VP. Christoph hatte schon vorher gesagt, dass da für ihn definiv Schluss ist. Ich will hier nicht aussteigen, nicht schon wieder. Aber ich sehe nicht, wie es weiter gehen soll. Ich lege mich auf eine Bank, soo schön. Zwischen Wegnickphasen bekomme ich kurz mit, dass weitere Läufer aussteigen, Willi und auch Mario, der uns schon beim Überholen gesagt hatte, dass er am Ende sei und es gibt offenbar eine Mitfahrgelegenheit zum Start.

    Ich will nicht, ich bin noch nicht am Ende, schmerzende Füße, ja, aber sonst geht's körperlich noch. Ich bin nur irgendwie gelähmt im Denken. Ich kann nicht Denken. Ich kann schon gar nichts entscheiden. Ich will aber nicht raus und ich kann nicht weiter. In Berlin beim Mauerweg hatte ich mal einen ähnlichen Zustand in der Nacht, in den beiden Stunden, bevor es hell wurde. Da kam ich im Dämmerzustand nur noch im langsamen Spaziergängertempo voran und es kostete viel Kraft, mich auf Kurs zu halten.

    Das war damals auf einem gut laufbaren Radweg unter vielen anderen Mitläufern. Jetzt würde es berghoch und bergrunter durch den Wald gehen, noch über 30 km weit und ich hätte kaum andere Läufer mehr um mich, die sind inzwischen alle soweit durch. Keiner, der mich finden und aufsammeln würde, wenn ich irgendwo ... Eine Entscheidung muss her, aber eigentlich ist gar nichts zu entscheiden. Schluss, aus, vorbei. Wieder in Bensberg. Bitter.

    Gut, es bleibt, diesmal hätte ich noch gekonnt und diesmal habe ich nicht direkt kampflos aufgegeben, um nach Hause ins bequeme Bettchen zu kommen. Ich gebe den Tracker ab und schleiche Richtung U-Bahnstation.

    Samstagnacht fahren die Bahnen durchgängig im 30 Minutentakt und ich habe Glück, als ich runterkommen steht da eine Bahn und ich kann einsteigen und sitzen. Kurz darauf geht die Rückfahrt los, Raumschiff Orion, Rücksturz zur Erde, quasi. Die Fahrt war, wie soll ich sagen, recht spooky und psychedelisch, irreal. Du darfst nicht einschalfen und den Ausstieg verpassen. Stroboskopartig blitzen wache Momente auf, eine Haltestelle, wo sind wir? Ach da. nicht einschalfen, zack, weg.

    In der Bahn sind neben mir meist Jugendliche auf den Weg von 'ner Party nach Hause. Oder fahren die erst zur Party? Zack, weg. In der Innenstadt wird die Bahn etaws voller. Ich sitze bislang alleine auf einem Vierplatz. Ich nehme den Laufrucksack auf meinen Schoß. Eine jüngere Frau in einem schwarzen Kleid setzt sich mir gegenüber. Komisch, die hat so eine goldene Scherpe um. Und dann noch eine, die sich auf den Platz daneben setzt, auch schwarzes Kleid, Scherpe. Und noch eine, die setzt sich neben mich. Und noch zwei, schräg gegenüber. Alle auffällig hübsch. Misswahl? Junggesellinnenabschied, nein, besoffen sind die nicht. Zack, weg. Nächste Station oder übernächste Station, ich werde wach, da sind sie alle weg. Ich bin doch nicht blöd ...

    Ich schaffe es tatsächlich an meiner Station wach zu werden und auszusteigen. Der kurze Weg nach Hause ist diesmal sehr sehr lang, ich kann nur schleichen. Offenbar musste da oben vor stunden die komplette Mannschaft, die für's Gehen zuständig ist, wegen Überlastung ausgetauscht werden und seit dem sind da irgendwelche Dilettanten am Werk, die keine Ahnung haben, wie das mit der Steuerung funktioniert.

    Ich schlafe bis Sonntagmittag in einem durch und wache topfit auf, gflasht, wow, was für ein toller Tag war das denn bitte.


    PS: Wenn ich mir die Blessuren anschaue, dann bin ich diesmal im Vergleich zur Vorwoche glimpflich davon gekommen. Essen und Trinken war diesmal gar kein Problem, im Gegenteil, allein dafür lohnt sich schon eine Anmeldung zu dem Lauf. Ansonsten schmerzende Füße hate ich, ja, aber keine schlimmen Blasen oder Scheuerstellen. Das lag auch an dem genialen Produkt SkinProtec, das wir mit dem Startunterlagen bekommen haben. Das ist so hochwirksam, es reicht, nur das Döschen hinten im Rucksack mitzunehmen, um vor Blasen zu schützen, denn ich war schon startfertig Aufgerödelt zum Start gekommen.

    Von der Firma Puretrail gibt es aber noch ein Produkt, dass sich gerade in der Entwicklung befindet und wovon ich schonmal eine Probe vorab zum Testen bekommen habe: UnsinnProtect, eine Anti Fiction cream, die optimalen schutz vor Übertreibung und Selbstüberschätzung bietet.

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    Ich hab's in einem Selbstversuch getestet, die Wirkung ist genial. Man schmiert sich davon etwas auf die Fingerkuppen und sobald man sich versucht für einen Lauf anzumelden, der eine Nummer zu groß für einen ist und man auf Anmelden klicken will, rutschen die Finger von der Maus ab. Ich habe diverse Läufe in der zweiten Jahreshälfte und Anfang 2020 durchprobiert, keine Chance, alle abgelehnt. Erst beim Marathon Deutsche Weinstraße 2020 war ich erfolgreich.

    Man sieht sich dann. :-)
    2019: G1 Grüngürtellauf, Reconquista Rheinsteig I-V, Rheinsteig Erlebnislauf, Wibolt DNF/100k, Kölnpfad DNF/135k, Paris 27 Brückenrunde & Paris-Versailles
    2020: M deutsche Weinstraße

  2. Folgenden 4 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Fred128:

    Bewapo (02.07.2019), bones (03.07.2019), Catch-22 (04.07.2019), emel (03.07.2019)

  3. #2
    Alle sagten das geht nicht, dann kam einer der wußte das nicht und machte es einfach Avatar von schauläufer
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    Hallo Fred,

    du hattest Spass und hast es genossen viele bekannte Gesichter beim Kölnpfad getroffen zu haben und neue kennenglernt zu haben Nette Gespräche geführt und gemeinsam gelitten. Das entnehme ich deinem Laufbericht.Und das ist es doch was wirklich zählt und das Leben bereichert und - wenn es auch nicht zu ersehnten Finish gereicht hat - lange in guter Erinnerung bleibt. Und was Herausforderungen angeht. Wer seine Träume angeht, kann scheitern. Aber wer sich nicht traut, der hat schon vorher verloren. Alles richtig gemacht finde ich. Das Leben ist kurz - Also lebe weiterhin deine Träume und teile deine Leidenschaft mit anderen. Laß dichdavon nicht abbringen. siehe mein derzeitiges mein Avatarmotto ziert. "alle sagten das geht nicht, bis einer kam der das nicht wusste. Und es einfach machte."

    Und sollte dir irgenwein Teufelchen im Ohr einflüstern: Wie schön wäre es noch mal in anderere Richtung den Mauerweglauf zu absolvieren. Aber zum Glück kann ich da mich nicht mehr anmelden. Für das Argument gäbe es eine passende Antwort. Habe heute leider erfahren, dass eine liebgewonnene Laufbekanntschaft vor mir schweren Herzens verzichten muss und seinen Start abgeben würde.
    M 3:10:47, HM 1:28:04, 10 km 40:05, 24-Stunden 176,1 km, 12-Stunden 102,729 km, 6-Stunden 66,524 km, 100 Meilen 20:30:08, 100 km 09:29:33, 50 km 4:19:10, Treppenmarathon Mt. Everest 8848m 19:08:23, Vertical Marathon 13:57:03, Spartathlon 35:29:34,

    99.) 29.09. Berlin Marathon, 3:48:58
    100.) 20.10. Bottwartalmarathon 4:17:43
    10.11. Indoor Marathon Nürnberg 3:51:18

    24.11. RunMob Rössleweg 2019, 56 km
    30.11. Tiefbunker Marathon Hamburg-Weddel
    2020
    01.03. Neckarufer Marathon
    04.04. PUM, Piesberg Ultramarathon 62,2 km
    19.04. LIWA Marathon
    15.08. 100 Meilen Berlin, Mauerweglauf

  4. #3
    Gold wert :-) Avatar von Lilly*
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    Herrlich, einfach nur herrlich!!!

    Du solltest ein Buch schreiben!
    Danke für's virtuelle Mitnehmen.

    Und endlich ist der alte Manfred zurück! Ich hab mir lang Sorgen gemacht nach den "sch... Glühwürmchen"!! Aber jetzt scheint wieder alles richtig zu ticken.

  5. #4

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    @ Fred,
    schöne Geschichte ! und: im dritten Anlauf wird das klappen mit dem Finish !

    Ich habe den Kölnpfad aus dem Bürosessel heraus über das TRACKING verfolgt, das war unerwartet interessant.
    Obwohl ich mich bislang über 50 km nicht hinausgewagt habe, wuchs bei mir von Stunde zu Stunde die Lust und Versuchung, mich für das kommende Jahr einfach mal der Herausforderung zu stellen - zum Glück ist Dein UnsinnProtect noch nicht marktreif und gehört erst recht nicht zur Läufer-Pflichtausrüstung - von daher ist ALLES (un)möglich.


    Eine Frage brennt mir wohl unter den Nägeln, die ergibt sich aus den getrackten Laufwegen und Deiner Schilderung.
    Du sprachst von einer Umleitung bzw. Streckenänderung hinter Langel.
    In der Tat, sind laut Tracking VIELE dieser Umleitung / Abkürzung gefolgt, aber längst nicht Alle.
    Wie muss ich das einordnen ? Gab es an der betreffenden Stelle Hinweisschilder des Veranstalters oder war das (nur) vorab im Briefing mitgeteilt worden ?

    Eine Newbie-Frage:
    Desweiteren sehe ich bei manchen Läufern Abweichungen vom originalen Routenverlauf, teils lästige Umwege, teils Abkürzungen (zumeist scheint mir das unabsichtlich gewesen zu sein, Übermüdung und Monotonie ist da gewiss der Hauptfaktor).
    Wird das später für das Lauf-ergebnis irgendwie verrechnet oder gibt es da Zeit-zuschläge oder lässt man das unter den Tisch fallen, da es bei so einer Leistung und Distanz auf +/- 3 km nicht mehr ankommt ?

    Gute Erholung weiterhin !

  6. #5
    >> Megacmrunner << Avatar von Fred128
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    Zitat Zitat von MiGu_15 Beitrag anzeigen
    ... im dritten Anlauf wird das klappen mit dem Finish !
    Ich habe die ersten beiden Ausgaben des Kölnpfads ja schon gefinisht, damals, völlig unerfahren, nach dem Motto ...

    Zitat Zitat von schauläufer Beitrag anzeigen
    ... "alle sagten das geht nicht, bis einer kam der das nicht wusste. Und es einfach machte."


    @Schauläufer: Einen Mauerweg wird es dieses Jahr nicht geben, auch nicht als spontane Nachmeldung. Das finde ich selber sehr schade, weil dies auch eine richtig tolle Veranstaltung ist. Vielleicht dann nächstes Jahr.
    2019: G1 Grüngürtellauf, Reconquista Rheinsteig I-V, Rheinsteig Erlebnislauf, Wibolt DNF/100k, Kölnpfad DNF/135k, Paris 27 Brückenrunde & Paris-Versailles
    2020: M deutsche Weinstraße

  7. #6
    >> Megacmrunner << Avatar von Fred128
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    Zitat Zitat von MiGu_15 Beitrag anzeigen
    ... Ich habe den Kölnpfad aus dem Bürosessel heraus über das TRACKING verfolgt, das war unerwartet interessant.
    Ja, das Tracking ist klasse, auch für die Familie und Freunde zu Hause. Da müssen sie sich keine Sorgen machen, wenn sie sehen es geht weiter oder er hat's zum nächsten VP geschafft. Nach dem Wibolt-Ausstieg habe ich ja selber die Mitläufer weiter verfolgt, das war richtig packend.

    Zitat Zitat von MiGu_15 Beitrag anzeigen
    Obwohl ich mich bislang über 50 km nicht hinausgewagt habe, wuchs bei mir von Stunde zu Stunde die Lust und Versuchung, mich für das kommende Jahr einfach mal der Herausforderung zu stellen - zum Glück ist Dein UnsinnProtect noch nicht marktreif und gehört erst recht nicht zur Läufer-Pflichtausrüstung - von daher ist ALLES (un)möglich.
    Beim Kölnpfad gibt es zwei spezielle Voraussetzungen, die man beachten sollte, die Wegfindung und die Hitze. Du musst in der Lage sein, den Weg selbständig zu finden. Ob du das nach Wanderzeichen, Karte, Navi machst bleibt dir überlassen und wenn du damit über 50 km klar kommst, dann ist das auch auf längerer Strecke ok, wenn dein Navi/Uhr so lange durchhält oder nachgeladen werden kann. Und bei 6 von den 7 Kölnpfadläufen gab es Temperaturen um die 30°C und höher. Da muss man in der Lage sein sich selber tempomäßig ordentlich einzubremsen. Das hört sich einfacher an, als es ist, vom Kopf her. Man ist ja in einem Wettkampf und da will man einfach keine Zeit verlieren.

    Und beim Kölnpfad geht es ja auch durch die Nacht oder durch zwei Nächste, je nachdem. Ansonsten bin ich der Letzte, der einem nicht raten würde, probiers einfach. Das habe ich ja genauso gemacht.

    Zitat Zitat von MiGu_15 Beitrag anzeigen
    Eine Frage brennt mir wohl unter den Nägeln, die ergibt sich aus den getrackten Laufwegen und Deiner Schilderung.
    Du sprachst von einer Umleitung bzw. Streckenänderung hinter Langel.
    In der Tat, sind laut Tracking VIELE dieser Umleitung / Abkürzung gefolgt, aber längst nicht Alle.
    Wie muss ich das einordnen ? Gab es an der betreffenden Stelle Hinweisschilder des Veranstalters oder war das (nur) vorab im Briefing mitgeteilt worden ?...
    Die Umleitung bei Langel hatte mich und wohl auch die Veranstalter überrascht. Da gab es eine Hochwasserschutzübung und das ganze Gebiet war wohl gesperrt. Da ist ein Überschwemmungsbereich, der im Hochwasserfall geflutet wird, um der Flutwelle die Spitze zu nehmen und Köln zu schützen. Davon hatte ich vorab nichts gewusst, das habe ich nachher in der Zeitung gelesen. Als ich da ankam gab es eine Absperrung und zwei Läufer hatten sich schon orientiert und mir gesagt, dass wir wohl den blauen Pfeilen nach oben in den Ort folgen müssen. Als wir immer weiter von der Strecke weg geführt wurden, hatten wir schon Zweifel, ob das so richtig sei, vor allem wei unten an der Spitze der nächste VP war. Ich bin dann den blauen Pfeilen gefolgt und irgendwann auf die Kölnpfadstrecke gestoßen und da kam dann auch der verlegte VP.

    Ich habe auch Berichte gelesen, wo ein schnellerer Läufer den Originalweg komplett gelaufen ist, weil die Absperrung da wohl noch nicht richtig dicht war und ihn die Feuerwehr/THW-Leute da auch nicht abgehalten haben, weiter zu laufen. Der hat's aber in seinem Beicht recht gelassen genommen, da sind viele Ultraläufer bei solchen Veranstaltungen auch relativ schmerzfrei, weil Zusatzkilometer durch Verlaufen irgendwie dazu gehören.

    Zitat Zitat von MiGu_15 Beitrag anzeigen
    Eine Newbie-Frage:
    Desweiteren sehe ich bei manchen Läufern Abweichungen vom originalen Routenverlauf, teils lästige Umwege, teils Abkürzungen (zumeist scheint mir das unabsichtlich gewesen zu sein, Übermüdung und Monotonie ist da gewiss der Hauptfaktor).
    Wird das später für das Lauf-ergebnis irgendwie verrechnet oder gibt es da Zeit-zuschläge oder lässt man das unter den Tisch fallen, da es bei so einer Leistung und Distanz auf +/- 3 km nicht mehr ankommt ? ...
    Ich hatte mir die Tracks der anderen Läufer jetzt nicht näher angeschaut, aber bei meinem habe ich z.B. festgestellt, dass ich ein Stück im Rhein geschwommen sein soll. Soweit zur Genauigkeit.

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    Die Tracks werden wohl aktuell noch kontrolliert, bevor das offizielle Ergebnis raus kommt. Ob von allen oder nur von der Spitze das weiß ich nicht. Wenn absichtlich abgekürzt wurde, dann gibt's eine Disqualifikation. Dass man hinterher durch Verlaufer mehr Kilometr drauf hat, als "gefordert" ist nicht unüblich. Wobei mit den Navi's und modernen Laufuhren ist das Problem ja gar nicht mehr so groß, weil die einen ja warnen, wenn man zu weit vom Track weg ist. Ach ja, es gibt auch ein paar kleine Stellen, wo der gps-Track im Detail vom markierten Kölnpfad abweicht.

    Ach so, am Stadion gab es noch eine Problemstelle. Hier geht der Kölnpfad rechts am Stadion vorbei. Am VP wurde uns gesagt, d aist eine abend ein Konzert im Stadion, da ist abgesperrt, ihr müsst links vorbei. Als wir da lang wollten, war da aber auch abgesperrt und die Security wollte uns nicht durchlassen. Wir nussten dann noch einen großen Bogen um das Freibad laufen ohne ausgeschilderten Weg und dann musste man irgendwie wieder auf den Kölnpfad zurückfinden. Mit Navi oder Karte ist das ja machbar.
    2019: G1 Grüngürtellauf, Reconquista Rheinsteig I-V, Rheinsteig Erlebnislauf, Wibolt DNF/100k, Kölnpfad DNF/135k, Paris 27 Brückenrunde & Paris-Versailles
    2020: M deutsche Weinstraße

  8. #7

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    Hallo Fred
    Danke für den Bericht, hat echt Spaß gemacht ihn zu lesen.
    Grüße
    Cornelius
    Bestzeiten: 17.08.2019 Mauerweglauf 100 Meilen 19.36.35 Stunden. 08.09.2018 RUNWINSCHOTEN (Holland) 100 km 9:33.30. 16.06.2018 Karlsruher Nachtlauf 80 km 7:55:45. Marathon 3:22.10. HM 1:34:32. 10 KM 43:37
    Laufberichte: www.corneliusrennt.de

  9. #8
    Alle sagten das geht nicht, dann kam einer der wußte das nicht und machte es einfach Avatar von schauläufer
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    Wenn ich so lese wie viel Eigeninitiative da beim navigieren gefragt ist, bin ich da raus. Das lässt ich mich dann an UDOs Bericht über den Kölnpfad erinnern. So schön viele Veranstaltungen landschaftlich auch sein mögen (denke jetzt auch an sowas wie Kobolt oder WIBOLT, TorTour de RUHR), das reine Verlassen auf einen ordentlichen GPS Track vom Veranstalter und/oder der Orientierung nach offz. Wandermarkierungen (die als Läufer oft nicht so einfach wahrnehmbar sind) liegt mir nicht. Ich bin zwar letztes Jahr beim "Halbtraum" auf der Schwäbischen Alb ohne größere Verläufer gut durchgekommen. Zusätzlich zum Track und den Wanderzeichen gab es aber auch noch an einigen unübersichtlichen Abzweigungen Zusatzmarkierungen. Es war ber ein Taglauf (nachts hätte mich das mehr genervt mich mit der Wegfindung zu beschäftigen). War trotzdem mit mehr Streß verbunden, als z.B. den Mauerweglauf zu laufen. Dort wurde letztes Jahr beim Briefing zwar ausdrücklich gewarnt nicht ohne GPS-Track an den Start zu gehen. Es war aber wie in den Vorjahren alles bestens markiert.

    Fred guck mal hier bei Flohmarkt
    M 3:10:47, HM 1:28:04, 10 km 40:05, 24-Stunden 176,1 km, 12-Stunden 102,729 km, 6-Stunden 66,524 km, 100 Meilen 20:30:08, 100 km 09:29:33, 50 km 4:19:10, Treppenmarathon Mt. Everest 8848m 19:08:23, Vertical Marathon 13:57:03, Spartathlon 35:29:34,

    99.) 29.09. Berlin Marathon, 3:48:58
    100.) 20.10. Bottwartalmarathon 4:17:43
    10.11. Indoor Marathon Nürnberg 3:51:18

    24.11. RunMob Rössleweg 2019, 56 km
    30.11. Tiefbunker Marathon Hamburg-Weddel
    2020
    01.03. Neckarufer Marathon
    04.04. PUM, Piesberg Ultramarathon 62,2 km
    19.04. LIWA Marathon
    15.08. 100 Meilen Berlin, Mauerweglauf

  10. #9
    >> Megacmrunner << Avatar von Fred128
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    Den Bericht vom Udo hatte ich vorab auch einer Läuferin als Vorwarnung geschickt, das mit der selbstständigen Wegfindung ernst zu nehmen ... hat sie etwas geschockt zu lesen, hat sich aber nicht abschrecken lassen und sie hat souverän gefinisht. Bei Udo ist damals aber auch alles zusammen gekommen und ich glaube, wenn er müsste, dann würde er eher den Spartathlon nochmal laufen als den Kölnpfad. Wobei, mit den modernen Geräten ist das heute wirklich kein Problem mehr. :-)

  11. #10
    >> Megacmrunner << Avatar von Fred128
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    Beim Mauerweg ist die Verpflegung perfekt und die Wegmarkierung vorbildlich. Da kann man einfach drauf los laufen und sich ganz auf's Laufen konzentrieren, das stimmt.

  12. #11

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    @ FRED
    Herzlichen Dank für Deine dataillierte Auseinandersetzung mit meinen Fragen und Kommentaren ! Klasse !

    Die Umleitung in Langel aus dem genannten Grund konnte ich aus der Distanz natürlich nicht sehen, in der Tat sind ein paar Läufer wirklich den langen Rheinbogen gelaufen.

    Die "Abweichungen" von der Strecke einiger Läufer würde ich nicht als hinreichenden Grund für ein DQ ansehen - ich fände da eine "Zeitgutschrift" viel angemsssener (vielleicht 15 Minuten pro Kilometer ?) Ich fände es eine zu harte Bestrafung, Läufer das FINISH zu entziehen, "nur" weil die nach "19" Stunden Renndauer und evztl. bei Nacht und bei Kilometer 1oo + X eine Schleife übersehen haben - ohne Betrugsabsicht wohlgemerkt.
    Ein Beispiel dafür könnte sein:
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  13. #12
    >> Megacmrunner << Avatar von Fred128
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    Da bin ich heute Nachmittag noch lang gelaufen. Rechts die “Abweichung“ vom Track ist der original Kölnpfad, genau da läuft man lang, wenn man den Markierungen folgt. Da bin ich heute auch lang gelaufen, weil ich an der Abzweigung von der Straße keinen blauen Pfeil für die Umleitung gesehen habe. Die Pfeile waren an den anderen Stellen noch gut sichtbar da.

    Die andere Stelle links kann man sicher schnell übersehen, gerade nachts, und ehe es einem auffällt, ist man auch schon wieder auf der richtigen Strecke. Darin würde ich keine Absicht sehen und auch keinen Grund für eine Disqualifikation. Das würde ich unter Glück beim Verlaufen abtun. An anderen Stellen hat derjenige bestimmt auch ein paar Pluskilometer eingesammelt. Gut, wenn es um vordere Platzierungen geht, dann könnte man über eine Zeitstrafe nachdenken. Im Mittel oder Hinterfeld ist den Läufern die genaue Platzierung eh egal, da geht's ums Finishen, ggf. im Rahmen einer selbst gesteckten Zeitgrenze. Da ist es egal, ob ein anderer jetzt ein paar Minuten schneller oder langsamer war, als man selbst. Das sehen die meisten ganz locker. :-)

  14. #13
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    Ganz links sieht man ja, dass derjenige sich nochmal verlaufen hat und diesmal mit Umweg. :-)

  15. #14

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    Zitat Zitat von Fred128 Beitrag anzeigen
    Da bin ich heute Nachmittag noch lang gelaufen. Rechts die “Abweichung“ vom Track ist der original Kölnpfad, genau da läuft man lang, wenn man den Markierungen folgt. Da bin ich heute auch lang gelaufen, weil ich an der Abzweigung von der Straße keinen blauen Pfeil für die Umleitung gesehen habe. Die Pfeile waren an den anderen Stellen noch gut sichtbar da.

    Die andere Stelle links kann man sicher schnell übersehen, gerade nachts, und ehe es einem auffällt, ist man auch schon wieder auf der richtigen Strecke. Darin würde ich keine Absicht sehen und auch keinen Grund für eine Disqualifikation. Das würde ich unter Glück beim Verlaufen abtun. An anderen Stellen hat derjenige bestimmt auch ein paar Pluskilometer eingesammelt. Gut, wenn es um vordere Platzierungen geht, dann könnte man über eine Zeitstrafe nachdenken. Im Mittel oder Hinterfeld ist den Läufern die genaue Platzierung eh egal, da geht's ums Finishen, ggf. im Rahmen einer selbst gesteckten Zeitgrenze. Da ist es egal, ob ein anderer jetzt ein paar Minuten schneller oder langsamer war, als man selbst. Das sehen die meisten ganz locker. :-)
    Genau so meinte ich das !

  16. #15

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    Zitat Zitat von Fred128 Beitrag anzeigen
    Ganz links sieht man ja, dass derjenige sich nochmal verlaufen hat und diesmal mit Umweg. :-)
    Richtig...und das "beweist" mir, dass es sich bei den Abweichungen um keine Betrugsabsicht ging.

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