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  1. #1

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    Standard 7 Meilen ohne Stiefel

    Was das Laufen angeht bin ich (w, noch gerade so 39, 1,73 m, noch viel zu viele -88- Kilos, wohnend in Köln) bin ich noch ne ziemliche Anfängerin.
    Dabei habe ich mich schon über so manchen Kilometer geschleppt.

    PROLOG

    Alles fing damit an, dass ich vor etwa 5 Jahren durch meine Hunde den Einstieg in den Zughundesport fand und dort alle möglichen Varianten mal ausprobierte, darunter auch Canicross (Laufen mit Zughund) und Dogtrekking (Langstreckenwandern mit Zughund). Nun ist das nicht unbedingt die physiologischte Sportart (LWS, Hüfte, "Brems-Stil" bei guten Hunden) und zwar umso mehr, wenn man als Frauchen eher das Modell Kartoffelsack ist und von einem kräftigen Hund durch die Gegend geschleift wird. Ich bewegte mich trotzdem irgendwie vorwärts, jedenfalls so lange die Schmerzen sich in Grenzen hielten. Im Winter spannte ich meine Hunde vor den Roller oder Trainingswagen, yeah da konnten sie noch mehr Zugkraft aufbauen. Lange war mein Motto: Laufen ohne Hund ist sinnlos. Kam vielleicht auch ein bisschen daher, dass ich meine Hunde über längere Zeit so gar nicht von der Leine lassen konnte, sie aber trotzdem ihre Auslastung brauchten. Dann kam der Fersensporn - und für ein 3/4 Jahr ging ich auch nicht mehr wandern. Schon Gassigehen war oft eine Qual. Ich fand einen Arzt, der mir ne Großpackung Ibuprofen verschrieb und ein Fersenpolster. Mein Magen machte da nur kurze Zeit mit. Dann fand ich einen Chiropraktiker, der meine Hüftfehltstellung korrigierte und mir auch den Zusammenhang zum Fersensporn erklären konnte. Etwa 4 Wochen später war ich schmerzfrei. Ich schloss mich wieder einer Canicross-Trainingsgruppe an, in der es auch einige sportliche Leute gab. Und tja, Überraschung, auch die liefen immer wieder ohne Hund, einige bereiteten sich letztes Jahr sogar auf den Köln HM vor. Ich probierte es auch (das Laufen ohne Hund, nicht die HM Vorbereitung). Das Problem Kartoffelsack hatte sich über die Jahre des Hinterhergeschleiftwerdens potenziert. Ich kam nicht weit - und fand Laufen ohne Hund noch sinnloser als vorher.

    DER ZARTE ANFANG

    In diesem Jahr kamen mir dann jedoch diverse Faktoren zur Hilfe, die für mich ein neues Licht auf das Laufen warfen. Zum einen hatte ich plötzlich (na gut, nach Investition entsprechender Mengen Blut, Schweiß und Tränen) einen Hund (Alaskan Husky Hündin Mia), die ich auch frei laufen lassen konnte. Ich hatte immer noch meine Trainingsgruppe mit den sportlichen Leuten und irgendwie war ein kleines zartes Ehrgeizpflänzchen erblüht. Dann kam der Burnout und nach der ersten echt schlimmen Phase brachte mich das Laufen wieder in die Spur. Ich lief wieder regelmäßig mit der Truppe mit oder besser hinterher, 2, 3, 4, 5, 7 km. Ich fand eine tolle, abwechslungsreiche Trailstrecke von 9,5 km, die ich mit meiner Hündin alleine mehrmals lief, zum Teil mit ziehendem Hund, größtenteils aber begleitete Mia mich nun im Freilauf. Ich war stolz auf meine Zeiten um 1:24 Stunden für diese Strecke. Ich probierte bei Intervalltrainings mitzumachen und lernte Ausschnitte aus dem Lauf-ABC kennen. Und es machte Spaß. Eine meiner Läuferkolleginnen meldete sich für den Nachtlauf "7 Meilen von Zons" an und ich entschied mich montags vor dem Lauf, ebenfalls mitzumachen.

    7 MEILEN

    Ein Lauf durch die Zonser Heide und die Zollfeste, das klang toll. Ich hätte weiter lesen sollen, denn die "90 % Asphalt" sprangen mir erst am Freitag Morgen ins Auge, als ich mich gedanklich auf die Strecke vorbereitete. Ich laufe sonst überwiegend Wald- und Schotterwege. Aber gut, notfalls gehe ich die Strecke, wandern bis 30 km kriege ich hin, das sind hier nur 11 und in flachem Gelände. Ich suchte mir aus meinen 9,5 km-Runden die flachen Rundenkilometer hervor und entschied mich, den Lauf möglichst gleichmäßig mit der dort durchschnittlich gelaufenen Pace von 07:30 - 08:00 min anzugehen. Tatsächlich ging mein Plan auf. Mit einer Nettozeit von 1:26:29 kam ich nach 11,2irgendwas Kilometern ins Ziel. Die Beine waren mir schwer geworden unterwegs, aber ich fühlte mich nicht außer Atem und konnte sogar auf der Zielgeraden noch einmal ein paar Meter schneller laufen. Wow, ich war geflasht, glücklich und stolz.

    ANGEFIXT UND ABGESTÜRZT

    Kaum wieder zuhause hatte ich heere Pläne für die Zukunft. Natürlich bildete ich mir nicht ein, jetzt demnächst irgendwo auf dem Treppchen zu stehen. Aber das Gefühl, ankommen zu können auf einem Laufwettbewerb, das war schon großartig. Und vielleicht gehen ja sogar längere Strecken... Ich begann, mich wieder hier durchs Forum zu lesen (ich hatte damit schon mal irgendwann angefangen) und schnell stellte sich Ernüchterung ein. Natürlich ist mir klar, dass ich als Vorletzte meiner Altersklasse nicht zu den Leistungsträgern gehöre. Aber irgendwie leuchtete mir auch ein, was ich hier häufiger las: Sehr langsames Laufen versaut den Laufstil (oder lässt erst sowas wie einen Laufstil gar nicht zu, wie in meinem Fall). Das gab meiner Euphorie einen kurzen, aber deutlichen Dämpfer.

    ERST DENKEN, DANN LAUFEN

    Ich kam zum Glück schnell zu dem Schluss, dass ich mich dann nun wohl entscheiden müsste. Entweder ich lasse das mit dem Laufen oder ich fange es jetzt endlich richtig an. Ich habe mich für die 2. Variante entschieden. Seitdem schnüffle ich in jeder freien Minute durchs Forum und mache mir Gedanken, wie ich mein Training sinnvoll gestalte. Dazu kommt, dass ich mich auch wieder um meine Ernährungsumstellung kümmern werde. Ich war da schon an einem guten Punkt, doch durch diverse Tiefen in der ersten Jahreshälfte bin ich wieder der Frustfresserei verfallen. Das Laufen hilft mir zum Glück nicht nur dabei, zusätzliche Kalorien zu verbrennen, sondern zügelt auch die Fresslust (ich ziehe meine Glücksgefühle mehr aus der Bewegung, als aus Schoki und Co.). Ich möchte hier für mich meine Läufe dokumentieren und vor allem auch mit qualitativen Auswertungen versehen, die eine Sportuhr nicht liefern kann.

    OKTOBER 2019

    01.10.2019, ca. 21 Uhr:

    Mit Aragon (als Begleiter, ohne Zug) zum Park gegangen, 1 km warm gelaufen (6:58), 10 Minuten Lauf-ABC, 1 km in einer für mich neuen Durchschnittspace von 6:33. Mein Körper weiß noch nicht, wie sich das anfühlen muss, deshalb schwankt das Tempo auf dem einen Kilometer stark. Ich habe ausprobiert, nicht abzurollen (nachdem ich mit der Ferse in den Boden gehämmert bin), sondern die Mittelfußtechnik zu nutzen. Nach Auslaufen und Dehnen geht es gemütlich wieder nach Hause. Genug ausprobiert für einen langen Tag. Meine Beine sind ziemlich schlapp, ich mache vor dem Einschlafen im Bett noch 15 Minuten Yoga und stehe am nächsten Morgen auf recht gut erholten Beinen. Für den Feiertag nehme ich mir einen langen Lauf vor.

  2. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von coarma:

    DrProf (04.10.2019)

  3. #2
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    ...bei dem Titel hab ich doch glatt mit einem Barfuß-Lauf Tagebuch gerechnet - Hahahaha!
    Herzlich Willkommen und viel Spaß beim Laufen und Tagebuch-schreiben. Rein Interessehalber: Warum fahre ich als Detmolderin gut 200 km für einen 7-Meilen Lauf nach Zons?!
    VG Bernd

  4. #3
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    Hallo coarma,

    herzlich willkommen als "Aktive" hier im Forum. (Passiv bist du ja schon eine Weile dabei.)

    Schön, dass du Blut geleckt hast. Ja, Laufen (bzw. Sport allgemein) eignet sich wesentlich besser zum Frustabbau als Fressen - ist genau auch meine Erfahrung.

    Ich wusste gar nicht, dass Hundelaufsport so sehr auf die Knochen geht ("LWS, Hüfte, "Brems-Stil" bei guten Hunden"). Von daher wäre es für dich doppelt ratsam, neben einem reinen Lauftraining parallel auch ein ausgewogenes Ganzkörper-Krafttraining zu beginnen. Eine gute Rumpfstabilität ist fürs Laufen allein schon wichtig, bei speziellen, womöglich einseitigen, Belastungen aber umso mehr. Die ambitionierteren unter deinen Hundefreunden können dir sicher spezielle Übungen verraten, aber die vielen im Netz verfügbaren Übungen für eine allgemeine Rumpfstabilität bilden dafür sicher eine gute Grundlage.

    Eine nachhaltige Ernährungsumstellung ist sicher hilfreich. Als ich vor 5 Jahren nach langer Pause wieder in das Laufen einstieg, hatte ich genau deine Gewichtsklasse (bei noch 3 cm weniger Länge, auf der ich das verteilen konnte). Wenn ich mir heute vorstellen wollte, ich müsste ständig mit einem 20 kg-Rucksack rumlaufen - puuuh! Aber soviel hast du ja schon gemerkt: schnelle Diäten bringen da gar nichts, allein eine dauerhafte Umstellung auf vollwertige, nicht industriell versaute Nahrung hilft weiter.

    Ich wünsche dir viel Spaß beim Laufen und gute Gesundheit, dann kommt der Erfolg von ganz allein.

  5. #4
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Zitat Zitat von Bewapo Beitrag anzeigen
    ...bei dem Titel hab ich doch glatt mit einem Barfuß-Lauf Tagebuch gerechnet - Hahahaha!
    Und vermutlich hast du als ersten Antworter hier auch genau denselben Kollegen erwartet wie ich?

  6. #5

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    Zitat Zitat von Bewapo Beitrag anzeigen
    ...bei dem Titel hab ich doch glatt mit einem Barfuß-Lauf Tagebuch gerechnet - Hahahaha!
    Herzlich Willkommen und viel Spaß beim Laufen und Tagebuch-schreiben. Rein Interessehalber: Warum fahre ich als Detmolderin gut 200 km für einen 7-Meilen Lauf nach Zons?!
    VG Bernd
    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen
    Hallo coarma,
    herzlich willkommen als "Aktive" hier im Forum. (Passiv bist du ja schon eine Weile dabei.)
    Hallo Bernd und RunningPotatoe, vielen Dank für eure Antworten.

    Jaa, der Titel kann evt. verwirrend sein, das ist mir gestern Nacht, als ich ihn verfasst habe, nicht aufgefallen. Schön, dass du trotzdem reingelesen hast, Bernd. Meinen Wohnort habe ich mal aktualisiert, der Liebe wegen hat es mich vor zwei Jahren nach Köln verschlagen, da war dann Zons auf einmal nicht soo abwegig. Detmold wird aber immer meine Herzensheimat bleiben und der Hermannslauf ist so ein kleines Träumchen von mir. Mal sehen, ob er jemals in erreichbare Ferne rückt. Tatsächlich ist meine Anmeldung hier schon eine gefühlte Ewigkeit her, ich hatte aber dann erstmal den Gedanken verworfen, für Canicross selbst laufen können zu müssen. ;)

    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen

    Ich wusste gar nicht, dass Hundelaufsport so sehr auf die Knochen geht ("LWS, Hüfte, "Brems-Stil" bei guten Hunden"). Von daher wäre es für dich doppelt ratsam, neben einem reinen Lauftraining parallel auch ein ausgewogenes Ganzkörper-Krafttraining zu beginnen. Eine gute Rumpfstabilität ist fürs Laufen allein schon wichtig, bei speziellen, womöglich einseitigen, Belastungen aber umso mehr. Die ambitionierteren unter deinen Hundefreunden können dir sicher spezielle Übungen verraten, aber die vielen im Netz verfügbaren Übungen für eine allgemeine Rumpfstabilität bilden dafür sicher eine gute Grundlage.

    Eine nachhaltige Ernährungsumstellung ist sicher hilfreich. Als ich vor 5 Jahren nach langer Pause wieder in das Laufen einstieg, hatte ich genau deine Gewichtsklasse (bei noch 3 cm weniger Länge, auf der ich das verteilen konnte). Wenn ich mir heute vorstellen wollte, ich müsste ständig mit einem 20 kg-Rucksack rumlaufen - puuuh! Aber soviel hast du ja schon gemerkt: schnelle Diäten bringen da gar nichts, allein eine dauerhafte Umstellung auf vollwertige, nicht industriell versaute Nahrung hilft weiter.

    Ich wünsche dir viel Spaß beim Laufen und gute Gesundheit, dann kommt der Erfolg von ganz allein.
    Das Problem beim Hundelaufsport ist, dass eigentlich kaum einer so schnell rennen kann, wie der Hund ziehen. Leichte schnelle und trainierte Läufer mit nicht zu schweren Hunden können das wohl eher kompensieren. Bei Läufern wie mir greift das Gesetz der Massenträgheit und wenn es dann noch ein schwerer und starker Hund ist, dann zerrt er seinen unsportlichen Menschen Hüfte voraus ruckartig über den Trail. Das Wandern ist natürlich weniger dramatisch, aber auch hier üben Hunde, die sonst einen Roller oder sogar Wagen ziehen doch einen ziemlichen Druck auf den unteren Rückenbereich aus. Die (Rumpf)stabilität hab ich als Baustelle tatsächlich bereits im Blick und werde mich mit dem Thema befassen. Ab November trainiert auch unsere Sportgruppe wieder wöchentlich, bei der solche Themen (und auch Einlaufen/Aufwärmen ohne Hund, Lauf-ABC etc.) dann den Hauptteil ausmachen und das Laufen mit Hund einen kleineren Anteil hat.

    Ja, auch die Ernährungsumstellung ist ein Thema. Ich verzichte inzwischen fast komplett auf Schokolade/Süßkram (was mir nicht mehr schwerfällt, wenn ich es mal 3 Wochen durchgezogen hab, schmeckt es eh alles nur noch ekelig süß) und trinke zu 95 Prozent Wasser, der Rest ist überwiegend Kaffee. Was die Mahlzeiten angeht fällt es mir noch schwerer, mich da wirklich umzustellen. Witzigerweise hab ich vor allem nach dem Laufen aber besonders das Gefühl, jetzt nix Ungesundes in mich reinstopfen zu wollen oder zu können. Das hilft dann sehr, nicht doch schnell zum Fertiggericht zu greifen.





    zu heute:
    Lauf am 03.10.19
    geplant: langer Lauf
    gemacht: Nunja, lang war es, aber vielleicht nicht so wie ich es mir vorher ausgedacht hatte (gleichmäßig und langsam). Ich war in Jülich auf der Sophienhöhe, wieder in Begleitung meines Belgiers Aragon, und es lief von Anfang an super. Gleich zum Start ein sanfter Anstieg, der einfach fluppte, der 2. steilere Anstieg ging dann laufend nicht, hier legte ich eine kurze Gehpause ein, aber danach ging es zügig weiter und auch den 3. Anstieg konnte ich hochlaufen. Zu zügig für mich und die geplanten 12 Kilometer, aber da es sich gut anfühlte machte ich mit mir selbst den Deal, erst einmal 5 km durchzulaufen in diesem höheren, aber sich gut anfühlenden Tempo.
    Am Ende brauchte ich 32:51 für die 5 km, also ca. 6:34 m/km. Da ich mir die längere Strecke aber nunmal vorgenommen hatte, ging es zunächst für 2 km (überwiegend bergauf) gehend weiter (22 Minuten irgendwas) und dann noch einmal in gemäßigtem Tempo (7:30) für 5 km laufend weiter. Es hat Spaß gemacht, mal ein bisschen mit dem Tempo zu spielen und mich zu trauen etwas anderes zu machen, als nur eintönig vor mich hin zu latschen. Bergablaufen macht mir dabei am wenigsten Freude, da hab ich evt. ne falsche Technik und auf jeden Fall auch nicht so viel Mumm. Das ist auf jeden Fall etwas, was ich mal ganz ohne Hundebegleitung in Ruhe für mich ausprobieren will.

    Angezogen war ich richtig, oben kurz, unten lang, leichte Jacke fürs Gehen. Schuh: Salomon Speedcross

  7. #6
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    Klasse Lauf heute - im hügeligen Gelände gleichmäßig schnell laufen zu wollen ist eh schwierig bis fragwürdig. Einfach mal mit dem Tempo zu spielen, ist hingegen eine gute Idee und Gehpausen sind keine Schande.

    Bergablaufen will tatsächlich geübt sein - solltest du wirklich erstmal für dich alleine ausprobieren, um ein Tempo zu finden, welches dein Fahrgestell nicht zu sehr belastet. Wenn man da überpaced, neigt man leicht dazu, die Fersen an gestreckten Beine viel zu weit vor dem Körperschwerpunkt in den Boden zu rammen - schlecht für die gesamte Orthopädie.

    Wenn es statt des langen langsamen Laufs mal eine Tempoeinheit in den Hügeln sein darf, macht es sogar Sinn, bergauf jedesmal ordentlich zu pushen und sich bergab nur ganz langsam trabend zu erholen - also genau umgekehrt zu dem, was der innere Schweinehund vorschlägt. Gibt richtig Puste und Muckis in Po und Beinen.

  8. #7

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    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen

    Wenn es statt des langen langsamen Laufs mal eine Tempoeinheit in den Hügeln sein darf, macht es sogar Sinn, bergauf jedesmal ordentlich zu pushen und sich bergab nur ganz langsam trabend zu erholen - also genau umgekehrt zu dem, was der innere Schweinehund vorschlägt. Gibt richtig Puste und Muckis in Po und Beinen.
    Guten Morgen
    Tatsächlich laufe ich ja gerne bergig und bin auch dem bergauf eher zugetan, als dem bergab. Auch wenn die Puste nicht immer bis oben reicht. Schon beim normalen Hundegassi früher und beim Wandern hatte ich immer nur wenig Begeisterung von Mitläufern ernten können, weil ich immer am liebsten erstmal bergauf wollte - weil man oben nämlich seine Ruhe hat. ;)

    Freitag habe ich bis auf ein sehr leichtes Anfänger-Training aus Youtube nichts gemacht. Ich versuche gerade, da das richtige Stabi-Programm für mich zu finden und will da einfach ein bisschen rumprobieren. Was mir auf jeden Fall gut tut sind ganz kurze Yoga-Sequenzen, die ich morgens oder abends noch/schon im Bett mache, da ich schnell zu Verspannungen neige.

    Gestern saß ich mehr als 8 Stunden für ein Theorieseminar in einem kalten Zelt *bibber* und hatte außerdem mit (monatlich üblicher) Migräne zu kämpfen. Trotzdem konnte ich mich dazu aufraffen, abends zumindest noch 2 km mit meinem Gute-Laune-Husky laufen zu gehen. Es war eine Kombination aus Hundeerziehung und Frauchentraining, die Zeit hatte ich mitgetrackt, aber die macht durch mehrere Stopps und Hundeübungen gar keinen Sinn. Egal, ich hab mich aufgerafft und das zählt für mich als Nichtsportskanone am meisten. Danach war mir angenehm warm und ich habe die Nacht echt gut geschlafen und bin kopfschmerzfrei aufgewacht. Yeah, auf die nächsten Stunden in der Kälte (aber das Seminar ist trotzdem gut und aufschlussreich).

  9. #8

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    Eine Laufwoche schon wieder um.

    Dienstag:
    Anfang der Woche hatte ich Besuch von einer lieben Freundin und ihren Hunden. Dienstag habe ich mich dann noch aufgerafft und bin abends 5 km in Begleitung meiner Freundin (sie entspannt auf dem Fahrrad nebenher) gelaufen (6:55/7:07/7:05/7:22/6:55 - 35:24 min, Durschnitt 7:05).

    Mittwoch und Donnerstag habe ich mit Migräne (Mittwoch) und erhöhtem Arbeitsaufkommen (Donnerstag) zugebracht. Nicht Laufen gewesen.

    Freitag: Mittags ging es auf die Running EXPO und ich habe mich mit ein paar neuen Laufklamotten ausgestattet zur Motivationssteigerun. Dann war Hundelauftag mit einer Laufpartnerin, leider hab ich keine Daten aufgezeichnet. Die Strecke ist ca. 5 km lang. Für den kleinen Teich auf der Runde war ich hochgradig dankbar, weil hier unsere Hunde immer ne Schwimmpause einlegen. Vielleicht hätte ich mitmachen sollen. ;)

    Samstag: Mit dem Gute-Laune-Husky beim Tough Race gestartet, einem Laufwettbewerb mit Zughund und vielen Hindernissen. 83 Minuten waren wir unterwegs, leider gibts keine offiziellen Daten zur Streckenlänge (wahrscheinlich eher 8 als die angekündigten 10 km). Anspruchsvoll war es trotzdem, es ging immer wieder steile Passagen auf und ab, durch Wasser und Matsch, man musste Hindernisse durchkriechen oder überklettern, Treppen rauf und runter und mein persönliches Highlight war der Kohleberg, den wir auf unserer Runde 2 x erklimmen und auf der anderen Seite mit Abseilen wieder verlassen mussten. Dazu bot die Zeche Zollverein noch eine wunderbare Location. Den Rest des Tages auch noch überwiegend auf den Füßen gewesen, die Zeit auf dem Event genossen und alle drei mitgereisten Hunde abwechselnd bespaßt.

    Sonntag: Morgens aufs Rad geschwungen und 2 Freundinnen an der Halbmarathonstrecke beim Kölnmarathon zugejubelt. Im Anschluss ein Anfänger HIIT Workout gemacht, welches ich jetzt regelmäßig in meinen Plan integrieren will. Und jetzt: Soffa!

  10. #9

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    Puh, die Zeit rennt. Aber ich auch.

    Montag 14.10.19

    Hochmotivert von der Köln-Marathon-Beobachtung am Vortag musste ich noch laufen gehen, obwohl ich erst nach 20 Uhr los konnte. 6,32 km in 50:01. Auftretende Magenschmerzen sorgten erst dafür, dass es zäh wurde und ich dann aufhören musste. Aber immerhin war ich vorher schon nen Kilometer warmgelaufen und bin anschließend noch 2,5 km zurückgeschlendert (beim Gehen gings mir zum Glück gut). Meinen Schäferhund hatte ich diesmal nur als Aufpasser dabei.

    Dienstag 15.10.19

    Immerhin ein HIIT-Anfänger-Workout geschafft (etwa 20 Minuten inkl. Warm-up und Cool-down).

    Mittwoch 16.10.19

    Familienkaffeetrinken bei meiner Omi und anschließend noch Völlerei beim Chinesen (uhh, ich verbuche es mal unter Regeneration).

    Donnerstag 17.10.19

    Mein Plan, einen Stirnlampenlauf auf meiner geliebten Trailstrecke zu laufen, ging nicht so richtig auf. Ich wollte noch einen kleinen Schlenker am Start einbauen, geriet in einen falschen Abzweig und es folgten 2,5 km Bergauf-Strecke. Oben angekommen, hatte ich dank Dunkelheit und Regen ein wenig die Orientierung verloren und es dauerte Ewigkeiten, bis ich meinem Handy entlockt hatte, wie ich zum Parkplatz zurück kommen könnte (natürlich niemals nicht auf dem gleichen Weg zurück). Logischerweise ging es wieder bergab, das ist wie schon geschrieben gar nicht meins. Als ich wieder unten war, entschied ich mich, noch etwa 2 km in die "falsche" Richtung zu laufen, also nicht gleich zum Parkplatz zurück. 1:14:10 für 7,03 km. Aber die 2 km zum Parkplatz zurück ging es dann etwas flotter (6:42 und 6:15).

    Sonntag 20.10.19

    7.02 km in 54:18. Ich glaube das ist die einzige Angabe, die bei diesem Training einigermaßen hinkam, zusammen mit den 9:00 auf dem 1. Kilometer, bei dem ich mich eingelaufen und ein paar Übungen aus dem Lauf-ABC absolviert habe. Ansonsten rotierte meine Pace irgendwo zwischen 3:58 und 12:55 (also zumindest die vom GPS gemessene). Tatsächlich glaube ich, dass sie anfangs zu langsam anzeigte, weshalb ich mich tempomäßig eher überlaufen habe und dann nach hinten raus nicht mehr so wirklich klar kam.

    Ich bin nicht so ganz zufrieden mit meinen Läufen, da ich doch eher ungleichmäßig unterwegs bin und mich oft frage: Wie bist du denn da in Zons überhaupt 11 km am Stück gelaufen? Im Moment will es da nicht so richtig hin. Aber ich muss mir natürlich auch an die eigene Nase fassen, dass ich mir nicht gerade Laufstrecken und Gegebenheiten ausgesucht hab, bei denen man locker hätte durchlaufen können. Also Aufgabe: Laufstrecke suchen, die auch abends gut zu laufen ist (flach und unbewaldet) und die Spielereien im Trailgelände auf das Wochenende verschieben. Und mal wieder zum Spaß laufen und weniger nach der Uhr.

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