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  1. #1

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    Standard Laufenlebenlernen

    So.
    Habe jetzt länger mit mir gerungen, und entscheiden einen Blog zu beginnen.
    Nicht weil ich glaub, dass ich so tiefschürfenden Dinge zu sagen hab, oder so tolle Dinge in meiner absehbaren Laufperformance zu berichten sein werden, sondern weil ich für mich gern festhalten, reflektieren, beschreiben möchte wie es mir geht mit diesem Teil meines Lebens.
    Vor einem Jahr hab ich noch nicht gewusst, dass ich ein paar Wochen später für Wochen zu "gelockerter Bettruhe" verdammt sein würde, habe nicht gedacht, dass ich nochmal dieses blöde Antidepressivum loswerden würde, oder regelmässig irgendwelchen Sport in mein Leben unterbringen könnte.
    Die erzwungene Immobilität war belastend und aufrüttelnd (to put it mildly).
    Der Entschluss, regelmässig laufen zu gehen, diese Zeit für mich einfach zu nehmen, für mich, nur für mich, war hart.
    Der Trainingsbeginn war auch hart.
    Die Tabletten sind seit Sommer Geschichte, die Kilometerumfänge sind noch nicht Marathontauglich, noch eine Weile nicht, aber die Fortschritte sind sichtbar.
    Ich bin im Herbst einen ersten Probe-Viertelmarathon gelaufen, seit langer langer Zeit die erste sportliche Herausforderung der ich mich gestellt habe (Business Run zähl ich nicht). Ziel erreicht, ich habs durchgezogen, ich hab die vorgenommene Zeit erreicht.
    Jetzt will ich - eine absolute Premiere - über den Winter durchgehend weiter laufen.
    Dreimal 14 km Jänner, Februar, März (also der Eisbärcup) sollen mich motivieren.
    Bisher klappts.
    Heuer will ich 10 km in unter 55 min schaffen.
    Als nächstes Ziel einen HM in unter 120.
    Dann schauen, was mich reizt.
    Und irgendwann später, wenn das Kind mich nicht mehr braucht, wenn ich freier bin in meiner Freizeit, will ich schauen was eigentlich noch geht. Wie weit ich kommen kann. Wie schnell ich werden kann. Wo mein Limit ist. Ob körperlich oder mental früher Stopp ist.
    Ich hab ja Zeit. Es gibt ja schliesslich auch eine W75.
    Liebe Grüsse!

  2. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Kaffeekamel:

    Kralle (04.01.2020)

  3. #2
    >> Megacmrunner << Avatar von Fred128
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    Das Laufziel, mit 75 noch zu Laufen, ist das allerbeste Ziel überhaupt, auch wenn das nicht so ganz ernst gemeint war.

    Viel Spaß dir weiterhin beim Laufen.

  4. #3

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    Dochdoch, das ist sogar ganz besonders ernst gemeint.
    Ich würd gern, wirklich gern, lang laufen können. Viele Jahre. Und am allerschönsten wäre, wenn das dann auch noch schnell wäre.
    In den höheren Altersklassen in die Medaillenränge.
    Danke für die Wünsche!

  5. #4
    Avatar von Lareia
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    Zitat Zitat von Kaffeekamel Beitrag anzeigen
    Ich würd gern, wirklich gern, lang laufen können. Viele Jahre. Und am allerschönsten wäre, wenn das dann auch noch schnell wäre.
    In den höheren Altersklassen in die Medaillenränge.

    Wünsche, Hoffnungen, Ziele, was wäre das Leben ohne? 🤗

    Ich finde es gut, dass du schon an später denkst, auf unserem Lebensweg läuft es oft und sogar auch bei kurzfristigen Vorhaben ganz anders als geplant, aber sich Perspektiven aufzubauen, hat etwas sehr motivierendes, daher drücke ich dir feste Däumchen, dass du dich bei deinem Vorhaben nicht entmutigen lässt, auch wenn der ein oder andere Dämpfer wohl kommen mag.

    In meinem Thread hat mal jemand geschrieben, Krisen nicht meiden, sondern meistern. Dafür wünsche ich dir die Energie und Entschlossenheit 🤗

  6. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Lareia:

    Kaffeekamel (04.01.2020)

  7. #5

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    Habe vielen danke, lareia, für die schönen und mutmachenden Worte - sie haben mich sehr berührt.

  8. #6

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    Hört sich für mich sehr spannend an. Deine Laufziele sind nicht so weit von meinen entfernt, auch wenn ich sicherlich noch nicht so weit bin wie du. Ich lese mit .

  9. #7

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    Zitat Zitat von Kralle Beitrag anzeigen
    Ich lese mit .
    Da freu ich mich.

  10. #8

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    Das war ja komisch heute. Derzeitite lange Runde, 12 km (plus 130 Höhenmeter). Hat sich eher blöd angefühlt anfangs, war nicht toll motiviert. Aber dann eigentlich schon locker und nach - mehr wäre auch noch gegangen. Pace 6.42. Auch voll ok, eigentlich.
    Dann Auswertung der Daten - Durchschnitts-Puls 170? Halt ich für ein Gerücht. Man sollte doch meinen, diese Daten sind jetzt für so eine Uhr nicht sooo schwer zu erheben. So ungefähr jedenfalls. Naja, ich muss mir - das ist das eigentlich blöde daran - halt langsam überlegen, wie ich den Lauf in zwei Wochen anlegen soll (also ausser hintergründig). Gefühlt hätt ich gesagt, ein 6.10 auf 14 km sollte machbar sein, hätte sogar von einer Zeit unter 84 min gesponnen - aber wenn das stimmt, dass ich gar nicht schneller kann, als das heute, dann geht auch bei bretteleben nicht unter 6.20.
    Ach, warum kann ich nicht einfach beim ursprünglichen Konzept bleiben, und komplett auf die Zeit sch*….
    Pah, auf jeden Fall lauf ich weiter, und darum gings mir je schliesslich bei der Anmeldung. Ist ja hart genug gerade. Ich wusste, der erste Winter wird hart ohne AD. Aufstehen ist schwer derzeit. In die Gänge kommen auch. Mich nicht in eine mutlos/Wurschtigkeitsspirale reinzeihen lassen auch. Insofern versuch ich jetzt jegliche Zahlenspiele aussen vor zu lassen.

  11. #9

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    Warum sollte der Puls nicht stimmen?

  12. #10

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    Weil ich meiner Erfahrung nach dann anders geschnauft hätte und nachher anders erledigt gewesen wäre.
    Aber ich werds ja eh sehen wie es in zwei Wochen läuft (also ich, eher)

  13. #11
    Avatar von Bantonio
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    Und vor allem: warum sollte es nicht schneller gehen, wenn es sich heute so angefühlt hat als ginge noch mehr?
    Mehr auf das eigene Gefühl vertrauen als auf die Pulsuhr!

  14. #12

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    Zitat Zitat von Bantonio Beitrag anzeigen
    Mehr auf das eigene Gefühl vertrauen als auf die Pulsuhr!
    Ja, das ist sowieso das Grundsätzliche. Ich war halt einfach überrascht. Ich schau nie während dem Laufen. Aber normalerweise passt es ganz gut zusammen, wie es sich anfühlt, und was ich dann hinterher sehe. Heute war das erste Mal, wo es total diskrepant war.
    Jedenfalls Danke für die Bestärkung!

  15. #13
    Avatar von Lareia
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    Hallo Kaffeekamel, ich habe dir eine PN geschickt 🤗

  16. #14

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    Hey Kaffeekamel, ich geb auf den Puls auch nicht mehr viel, zumindest auf die Handgelenksmessung. Hatte am Sonntag auch nen normalen lockeren Lauf, fühlte sich alles gut an, kein schnaufen und so, Puls sagte 166 bis 170. Never kann das stimmen. Später war er wieder bei unter 160.

    Ich glaube, ich muss mir mal wieder nen Brustgurt zulegen. Ansonsten, wenn du das Gefühl hattest, es wäre mehr gegangen, dann wird das auch so sein.

    MUGI

  17. #15

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    Hallo Mugi,
    danke, also bin ich nicht die Einzige, der es so geht.
    Brustgurt hatte ich früher mal, den fand ich ziemlich unbequem. Aber vielleicht sind die neuen ja besser.
    Ich dachte nur bei meinem Leistungsstand sollte ich wohl eher den Puls vergessen als ihn genauer zu vermessen.
    Ich kann ja auch eh nicht irgendwelche Infos daraus konsequent umsetzen. Wenn das Kind krank ist, in der Arbeit die Grippewelle ausbricht, der ganz normale Alltagswahnsinn dazwischenkommt, kann ich ja noch nicht mal einen simplen Trainingsplan einhalten. Deswegen geh ich auch zu keiner Spiroergo oder sowas (obwohl ich das prinzipiell interessant fände).
    Liebe Grüsse!

  18. #16

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    Ja Brustgurt ist nicht do toll, habe dafür leider zu viel Oberweite u d war eigentlich froh als die Handgelenksmessung kam.

    Leistungsdiagnostik mach ich auch nicht, würde ich mir komisch vorkommen auf meinem "Level". Vor 20 Jahren hab Ich mal meinem Maximal Puls durch Laufen ermittelt und kam glaube auf fast 200. Aus meinem 10km wettkampf durchschnittspuls habe ich hochgerechnet auf 198 und nutze derzeit diesen Wert. Kommt vielleicht ganz gut hin, solle aber mal wieder richtig ermitteln. Nur hab ich darauf keine Lust, also so bis kurz vorm Zusammenbruch zu Laufen.

    Trainingsplan einhalten kann ich komischerweise immer, außer ich bin selbst krank. Ich bin da sehr kreativ geworden. Meine Kiddies sind aber auch selten krank und schon bissl größer.

    Leider bin ich zu untalentiert und werde nie unter 55min auf 10km kommen, von 2 Stunden HM ganz zu schweigen. Stört mich aber nicht.

    Hau rein.
    Mugi

  19. #17

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    Hallo Mugi,
    das finde ich sehr bewundernswert, dass Du das mit den Trainingsplänen trotz Kindern konstant hinbekommst.
    Ich hab mir gestern übrigens fast einen Brustgurt gekauft. Es dann doch sein lassen. Ich komm mir echt blöd vor dabei.
    Mir ist aber etwas aufgefallen beim Lesen Deiner Zeilen: vorm komplett Ausbelasten hab ich eigentlich Angst. Es ist nicht dass ich mich nicht plagen will, irgendwie fürcht ich mich davor. Ich glaub, ich werd eine Leistungsdiagnostik in Anspruch nehmen, genau aus dem Grund. Damit ich unter Aufsicht erleben kann, dass da überhaupt nix Böses passiert.
    Ich habe jedenfalls beschlossen, gestern vor dem Einschlafen, dass 2020 ein SUPER tolles Jahr wird. Einfach nur SUPER.
    Liebe Grüsse!

  20. #18
    Avatar von Lareia
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    @ Kaffeekamel

    Du fürchtest dich gor dem Ausbelasten... Leistungsdiagnostik um zu sehen, dass da nichts Böses passiert.

    Darf ich fragen, worüber du dir Sorgen machst, was im schlimmsten Fall passieren könnte?

  21. #19
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Habet acht Bei einer Leistungsdiagnostik wird in der Regel nicht bis zur Hfmax belastet. Das würde mit dem einfachen höherstellen der Belastung/des Tempos auch nicht funktionieren. Bei ner Diagnostik (bei ner Spiro wird noch der Sauerstoffverbrauch gemessen, soll dadurch etwas genauer sein) werden die Laktatwerte beim jeweiligen Tempo gemessen und in Relation zum jeweiligen Puls gebracht. Damit wird die so genannte anaerobe Schwelle ermittelt. Von dieser an werden Pulsbereiche errechnet, in denen trainiert werden soll. Eine HFmax wird daraus auch nur errechnet. Dies zur Theorie. In der Praxis ergeben sich einige Fehlerquellen. Die Diagnostik findet auf einem Laufband statt. Das Laufen darauf unterscheidet sich vom Draußenlaufen, beim Ungeübten stärker. Es ist eine Momentaufnahme, hat man einen schlechten Tag, sind die Werte für die Katz. Weiterhin verändert sich der Körper mit dem Training, nach einer gewissen Zeit sind die Werte ebenfalls für die Katz. Und, die Erfahrung hier im Forum zeigt, dass da auch gerne gepfuscht wird für teures Geld.

    Alles in allem, ich kann euch bei eurem Leistungsniveau, vor allem bei euren Ansprüchen an eure Leistungssteigerung und den Trainingsmöglichkeiten nur davon abraten. Das ist mit Kanonen auf Spatzen geschossen, eventuell mit defekter Zielvorrichtung.

    Gruss Tommi

  22. #20

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    Das war ja natürlich zu befürchten, dass ich solche Antworten bekomme, wenn ich mich so blöd ausdrücke.
    Also: nein, ich glaube nicht, dass ich eine Spiroergometrie, einen Laktatstufentest oder eine professionelle Trainingsberatung brauche. Oder Nahrungsergänzungsmittel. Die teure Uhr, die so viele Werte ausspuckt, bräuchte ich auch nicht (die finde ich allerdings sehr hübsch), und ob ich überhaupt irgendwas mehr tun sollte als die Schuhe anziehen und loslaufen ist zumindest debattierbar.
    Was ich gerne hätte: eine Laufbandergometrie bis zur Ausbelastung und jemand mit Defi daneben, der weiss was er tut im (unwahrscheinlichen) Fall (gibt eine Vorgeschichte dazu, aber die ist mir zu persönlich). Weil aber die Kardiologen alle nur Fahrradln haben (die wären nämlich die erste Adresse für das was ich will), würde ich halt zu einem gehen der sportmedizinische Untersuchungen macht. Wenn Du, Tommi, mir jetzt sagst, dass das auch nichts bringt, weil Laufbandlaufen ganz anders ist als normal Laufen (hab ich tatsächlich ausser im Schuhgeschäft noch nie gemacht), dann fällt das eh auch flach. Deswegen nochmal konkret nachgefragt: ich würde also dann erst recht nicht rausbekommen, was ich wissen will? Dann wäre es doch sehr gut, dass ich so blöd hier reingeschrieben hab, dann würd ich mir eine überflüssige Aktion ersparen. Und wäre sehr dankbar für die Antwort.

  23. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Kaffeekamel:

    Kralle (08.01.2020)

  24. #21
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Leistungsdiagnostik ist ein Muss für Profisportler, bei denen das letzte Prozent Leistung über Hopp oder Topp entscheidet. Diese Diagnostik muss dann aber - wie Tommi schon ausgeführt hat - (a) regelmäßig durchgeführt werden, d.h. alle paar Wochen, nach relativ kleinen Änderungen im Trainingsstatus, (B) richtig durchgeführt werden, d.h. durch Sportmediziner und auf dem richtigen Gerät, also für einen Läufer auf dem Laufband und nicht auf dem Ergometer, und last not least: (c) die Ergebnisse müssen komplett verstanden und kompetent in Anpassungen des Trainingsplans umgesetzt werden, z.B. durch einen versierten Trainer, der den Athleten in- und auswendig kennt. Hier im Forum schlagen regelmäßig Leute auf, die sich so ein Diagnostikpaket andrehen ließen, im Abschlussgespräch das Maul nicht aufkriegten und die dann hier verzweifelt Rat suchen, man möge ihnen die komischen Zahlen doch mal erklären. Und denen als einzig sinnvollem Rat immer nur gesagt werden kann: Frag den Tester. Sowas ist nicht nur rausgeschmissenes Geld, sondern zusätzlich eine völlig unnötige Verunsicherung.

    Sicher, ohne Leistungsdiagnostik kann der Leistungssportler sein letztes Prozent nur per Zufall rauskitzeln. Aber das Problem von 95% der Foris hier (und definitiv von Dir, Kaffeekamel, wenn du noch nie einen Winter durchtrainiert hast) ist doch nicht, dass sie um ihr allerletztes Prozent kämpfen, sondern eher um die letzten 10 bis 30%. Den bei weitem größten Teil dieses Potenzials kann man ohne irgendwelchen technischen Schnickschnack, Personal Trainer und definitiv ohne Leistungsdiagnostik heben. Dazu muss man sich nur den richtigen Plan raussuchen und überhaupt mal strukturiert vorgehen. Und wenn einem schon dieses durch einen allzu fordernden Alltag verwehrt wird, dann ist alles, was darüber hinausgeht, sowieso nutzlos.

    Just my two Cents.

  25. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von RunningPotatoe:

    Kralle (08.01.2020)

  26. #22

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    Ok, ok, das ist wohl jetzt die gerechte Strafe.
    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen
    Leistungsdiagnostik ist ein Muss für Profisportler

    Das denk ich auch.

    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen
    Hier im Forum schlagen regelmäßig Leute auf, die sich so ein Diagnostikpaket andrehen ließen, im Abschlussgespräch das Maul nicht aufkriegten und die dann hier verzweifelt Rat suchen, man möge ihnen die komischen Zahlen doch mal erklären.
    Nochmal, und ich hoffe, das wird mir geglaubt: nein, ich halte mich nicht für eine Leistungssportlerin, und nein, ich glaube nicht, dass ich eine werde, weil ich mich mit den entsprechenden Paraphernalia umgebe. Ich möchte keine Pakete, und ich verspreche hoch und heilig, dass ich hier auch keine komischen Zahlen erklärt haben möchte.
    Ganz liebe Grüsse, und: ich bin irgendwie gerührt, dass Ihr Euch die Mühe macht, mir zu antworten. Auch und gerade, um etwaige Blödsinnigkeiten zu verhindern.

    PS Zu meiner Ehrenrettung möchte ich noch anmerken, dass ich auch wenn ich einen Plan nicht wie vorgesehen einhalten kann schon strukturiert trainiere. Oft ist die Regenerationszeit nicht ganz ideal, ich muss den langen Lauf hin und herschieben oder ähnliches. Ganz falsch mache ich es, denk ich, nicht. Ich werde schneller und ausdauernder, und es tut mir nie was weh dabei. Früher bin ich im Winter Schitouren gegangen und halt nicht gelaufen. Ich habe in meiner Jugend Sport betrieben, und war über weiter Strecken meines Lebens ein aktiver Mensch. Höchstleistungen hab ich nie vollbracht. Und ich wird aller Voraussicht nach auch keine mehr vollbringen können. Aber das macht nichts. Ich will gern wissen was in mir steckt. In vielen Lebensbereichen. Und das probier ich aus.

  27. #23
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    100% Zustimmung zur rennenden Kartoffel

    Zitat Zitat von Kaffeekamel Beitrag anzeigen
    Was ich gerne hätte: eine Laufbandergometrie bis zur Ausbelastung und jemand mit Defi daneben, der weiss was er tut im (unwahrscheinlichen) Fall (gibt eine Vorgeschichte dazu, aber die ist mir zu persönlich). Weil aber die Kardiologen alle nur Fahrradln haben (die wären nämlich die erste Adresse für das was ich will), würde ich halt zu einem gehen der sportmedizinische Untersuchungen macht. Wenn Du, Tommi, mir jetzt sagst, dass das auch nichts bringt, weil Laufbandlaufen ganz anders ist als normal Laufen (hab ich tatsächlich ausser im Schuhgeschäft noch nie gemacht), dann fällt das eh auch flach.
    Genau, auf dem Radel würde das erst recht nichts bringen, denn die dabei erzielte HFmax liegt definitiv um Einiges niedriger, als die, die man beim Laufen erreichen würde. Um wieviel ist dann schon wieder individuell und da liegt der Hase im Pfeffer. Die Individualität ist bei all solchen Tests das Problem. Der eine kann gut auf dem Laufband, der andere nicht. Wer wer ist, weiß niemand. Dann macht man nen teuren Test und trainiert am ende falsch und wäre ohne den Test besser gefahren. Selbst die HF-Bereiche unterscheiden sich bei den Menschen.

    Zitat Zitat von Kaffeekamel Beitrag anzeigen
    Deswegen nochmal konkret nachgefragt: ich würde also dann erst recht nicht rausbekommen, was ich wissen will? Dann wäre es doch sehr gut, dass ich so blöd hier reingeschrieben hab, dann würd ich mir eine überflüssige Aktion ersparen. Und wäre sehr dankbar für die Antwort.
    Du willst deine HFmax wissen? Dazu hat die Kartoffel schon geschrieben, dass das für dich gar nicht relevant ist. Dir würde mehr Regelmäßigkeit und Struktur im Training schon sehr viel bringen. Ist das aus persönlichen Gründen nur schwer möglich, dann ist das eben so. Dann bäckst du kleinere Brötchen und kannst dennoch zufrieden sein. Jetzt nur einzelne Trainingseinheiten nach Plan in einem bestimmten HF-Bereich zu abslovieren bringt im Gesamten nicht viel. Da sind ganz allgemeine Empfehlungen für ne Trainingswoche, 1 x langsam und lang, 1 x schnell und kurz und 1 x mittlere Distanz und Tempo frei Schnauze schon sehr zielführend. Zur Belastung hilft da auch ganz gut das "Schnauf-O-Meter" https://forum.runnersworld.de/forum/...=1#post2519250 sehr gut weiter.

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  28. #24

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    Zitat Zitat von dicke_Wade Beitrag anzeigen
    Du willst deine HFmax wissen?
    Nein will ich nicht. Nachdem wir alle ja hier im Forum sind, weil wir auf die eine oder andere Art rennen, ist es auch voll ok für mich, wenn Du gern offene Türen einrennst. Nur wenn Du das eigentlich gar nicht so magst, hier nochmal der Hinweis, nein, darum geht's nicht. Es geht nicht um mein Training. Das so unregelmässig und unstrukturiert auch nicht ist, wie oben dargelegt. Es geht darum, dass ich mir sicher bin, für mich die Sicherheit habe, dass ich mir keinen Kopf machen muss, wenn ich (wann auch immer, warum auch immer) am Maximum meiner Leistungsfähigkeit rennen will. Weil ich es schon gemacht habe unter Laborbedingungen (mit Doktor, Defi und Antiarrhythmika daneben) und nix passiert ist. Das ist alles.
    Ganz liebe Grüsse und ich hoff, dass ich es jetzt endlich irgendwie verständlich gemacht hab - ich freu mich nämlich ehrlich über Antworten.

  29. #25

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    Gestern war mal wieder Training mit der Gruppe. Urschön.
    Ich lauf gern allein, ich bin überhaupt auch gern allein mit mir, aber grad jetzt im Winter ist es einfach schön, auch Gesellschaft zu haben.
    Ich finde es nämlich nach wie vor schwierig, wenn ich nur loskann, wenn es schon dunkel ist. Ich habe zwar eine gute Stirnlampe, aber es belibt unheimlich, find ich.
    Auch wenn objektiv gesehen keine besonderen Gefahren lauern, es ist komisch. Und einsam.
    Das Körpergefühl gestern war auch so richtig angenehm, Intervalle werden jetzt im Winter keine richtigen gelaufen, nur ein bisschen Fahrtenspiel. Eine Stunde. Dazwischen ein bisschen schneller, das hat sich gut angefühlt und richtig, und es war auch gut, kein schlechtes Gewissen zu haben, alle anderen plagen sich derzeit ja auch nicht, lassen den Winter gemütlich Winter sein. 14 km werd ich in 10 Tagen auf jeden Fall gut hinbekommen, und gut heisst jetzt einfach mal, es kommt nicht auf die Zeit an. Hab ich mir fest vorgenommen. Gibt dann nur umso mehr Möglichkeit mich bei den anderen beiden Gelegenheiten zu steigern.

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