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  1. #1

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    Standard Remstal-(Halb-)Marathon am 29.09.2019

    Während in Berlin fast der Weltrekord unterboten wurde, gab es auch im Remstal eine Marathonveranstaltung - allerdings etwa zehn Nummern kleiner. Ich bin dort mitgelaufen, allerdings nur den Halben - als Testlauf für den Frankfurt Marathon.

    Es war das dritte Mal seit 2014, dass dieser Marathon gelaufen würde. Und die fehlende Erfahrung merkt man an einigen Stellen in der Organisation und im Ablauf.

    Im Vorfeld war es schon schwierig, an Informationen zu kommen. Durch die Sommerferien, die in Baden-Württemberg bis in den September reichten, wurden einige organisatorischen Dinge erst in den letzten zwei Wochen abgewickelt und bekannt gegeben. Aber letztlich dann doch noch so frühzeitig, dass man einigermaßen planen könnte.

    Die Strecke führte wie schon 2014 von Waiblingen nach Schwäbisch Gmünd (2016 verlief die Strecke anders herum). Ziel des Halbmarathon war jedes Mal in Urbach, so auch dieses Jahr.

    Ich reiste am Samstag per Bahn an und könnte mal wieder erleben, dass nicht Fahrkartenpreis (Durch frühzeitige Buchung hatte ich da schon eine preiswerte Fahrt) oder mangelnder Komfort (in der ersten Klasse im ICE sitzt man sehr bequem) die Probleme der Bahn sind, sondern die Pünktlichkeit. Die Strecke Stuttgart-Frankfurt dauerte statt knapp 80 Minuten dann doch 2 Stunden. Und den Anschluss nach Waiblingen bekam ich auch nur, weil die S-bahn wegen der Canstatter Wasen auch Verspätung hatte.

    In Waiblingen nutzte ich dann den Service, die Startunterlagen schon am Samstag abholen zu können, so dass es Sonntag vor dem Start stressfreier war. Da dies auch einige andere taten, hiess es Schlange stehen. Aber das machte nichts, ich hatte ja Samstag keine Pläne. Neben der Startnummer und den obligatorischen Sicherheitsnadeln gab es ein Powerbargel und ein Veranstaltungsshirt. Ich Frage mich nur, ob es dies für alle Teilnehmer doppelt gab, da man zeitgleich auch in Schwäbisch Gmünd seine Startnummern abholen könnte. 300 Teilnehmer beim Marathon, 1000 Teilnehmer beim Halbmarathon und etwa 90 Staffeln mit etwa 700 weiteren Läufern, es begaben sich am Sonntag also etwa 2000 Läuferinnen und Läufer auf die Strecke.

    Am Sonntag ging es dann mit dem Shuttle Bus zum Start (Unterkunft war im Nachbarort). Der hatte allerdings eine Viertelstunde Verspätung. Daher war es gut, dass ich die Startnummer schon am Shirt hatte und so genug Luft bis zum Start war.

    Bemerkenswert fand ich die Bitte des Sprechers am Start, sich in der Startaufstellung gemäß der Zielzeit aufzustellen. Alle, die den Marathon schneller als vier Stunden und den Halbmarathon schneller als zwei Stunden laufen wollen nach vorne, die anderen nach hinten. Meine Zielzeit war 1:32 - bis 2:00 Also noch eine enorme Bandbreite. Daher sortierte ich mich mal ziemlich weit vorne, ETA dritte oder vierte Reihe, ein. Ich hoffte, dass ich nicht zu sehr Bremsklotz für noch schnellere Läufer war. Die Strecke nach dem Start war ausreichend breit, so dass ich von Anfang an mein Tempo laufen könnte, ohne durch Ausweichmanöver zu viele Körner zu verlieren.

    Die Strecke selber war nicht so nach meinem Geschmack. Es gab zwar keine enormen Steigungen, aber immer wieder ging es hoch und runter - Krönung war dabei, dass die Strecke durch eine Bahnhofsunterführung verlief. Auch der Bodenbelag wechselte von Straßenasphalt auf nicht mehr so glatte Fahrradwege, unterbrochen von einzelnen Kopfpflasterpassagen und auch einem unbefestigten Matschweg.

    Das Wetter war für meine Verhältnisse zu warm. Da war es gut, dass es viele Passagen im Schatten gab. Und ich war froh, um 11 Uhr nicht mehr weiterlaufen zu müssen, da die Sonne immer stärker schien.

    Die Verpflegungsposten waren für meine Halbmarathondistanz ausreichend. Ich benötigte nur Wasser und das vor allem als Kühlung. Allerdings für einen Marathon und bei dem Wetter wären mehr Wasserstellen besser gewesen - wenigstens meine Meinung.

    In den Orten, die man durchlief, war ordentlich Unterstützung - sogar mehr als ich im Vorfeld erwartet hatte. Außerhalb der Orte war es dann bis auf vereinzelte Zuschauer sehr leer - was aber auch zu erwarten war.

    Mein Ziel war es, meine persönliche Bestzeit von 2017, die bei 1:32:50 stand, endlich zu verbessern. Auch wenn schnell klar wurde, dass eine 1:31 an diesem Tag nicht drin war, verlor ich dieses Ziel nicht aus den Augen. Und mit 1:32:48 war ich zwei Sekunden schneller als in Aschaffenburg. Angesichts der Strecke, die mir nicht so recht entgegenkam und des für mich zu warmen Wetters war ich hochzufrieden. Der Test für Frankfurt war gelungen. Ich hatte mir meine Finishermedaille also mehr als verdient. Leider schaffte es meine Partnerin durch den verspäteten Shuttle Bus nicht rechzeitig bis zu meinem Zieleinlauf nach Urbach und war wenige Minuten zu spät.

    Die Verpflegung im Ziel des Halbmarathon ließ dann nichts zu wünschen übrig. Wasser, Iso, Cola und alkoholfreies Bier - dazu Äpfel, Bananen und Laugenbrezel. Ich fühlte mich gut versorgt.

    Im Hotel angekommen, ging ich dann auf die Ergenisseite: 20. Platz bei den Männern und 22. insgesamt. Bei 1.000 Teilnehmern ein sehr gutes Ergebnis. Und dann fiel mir plötzlich auf, dass ich erster meiner Altersklasse war. Also machten wir uns auf den Weg nach Schwäbisch Gmünd zur Siegerehrung - meine zweite in diesem Jahr nach dem zweiten Platz beim Gersprenzlauf. Die Altersklasse M50 find ich gut.


    Angesichts der Strecke wird es für mich wohl keine Wiederholung dieses Laufs geben, auch wenn es ein erfolgreicher Lauf war.

    Richard
    PB 5,2 km 20:36 (Gießener Firmenlauf 2019) 10 km 43:45 (Seligenstadt 2017) Halbmarathon 1:32:48 (Remstal 2019) Marathon 3:28:27 (Düsseldorf 2019)

  2. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Rich-Ffm17:

    Catch-22 (29.09.2019), listrahtes (29.09.2019)

  3. #2
    Avatar von Catch-22
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    Toller Lauf, Richard. Du bist top vorbereitet für Frankfurt. Glückwunsch zum AK Sieg

  4. #3
    Alle sagten das geht nicht, dann kam einer der wußte das nicht und machte es einfach Avatar von schauläufer
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    Sollte der Lauf nochmals stattfinden, in umgekehrter Richtung geht es insgesamt leicht bergab😏
    Ich komme aus der Region und bin den ganzen Marathon 2016 als Pacemaker gelaufen. Das ist ein typischer Landschaftslauf.
    Ich wäre dort gelaufen, habe aber ein Los für Berlin gezogen und durfte heute im Pisswetter Schulter an Schulter durchkämpfen. Ich hätte im Remstal wohl mehr Spaß gehabt.

  5. #4

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    Glückwunsch zum AK-Sieg, Richard!

  6. #5

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    Danke für die Glückwünsche, Catch22 und divy2. Ich gebe zu, dass das schon ein seltsames Gefühl war, bei der Siegerehrung für den ersten Platz ausgezeichnet zu werden. Meine bisherige Sport"karriere" war da auszeichnungslos - mal abgesehen von zwei Siegerurkunden bei Bundesjugendspielen. Und in AK 50 nun einnal Zweiter und einmal Erster. Also von Midlifecrisis mit 50 bin ich wohl weit entfernt.

    Und 22. von 1.000 Teilnehmern ist für mich ein super Ergebnis. Da kann ich durchaus stolz drauf sein.

    Richard
    PB 5,2 km 20:36 (Gießener Firmenlauf 2019) 10 km 43:45 (Seligenstadt 2017) Halbmarathon 1:32:48 (Remstal 2019) Marathon 3:28:27 (Düsseldorf 2019)

  7. #6
    Avatar von Rennschnecke 156
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    Zitat Zitat von schauläufer Beitrag anzeigen
    Sollte der Lauf nochmals stattfinden, in umgekehrter Richtung geht es insgesamt leicht bergab😏
    Ich komme aus der Region und bin den ganzen Marathon 2016 als Pacemaker gelaufen. Das ist ein typischer Landschaftslauf.
    Ich wäre dort gelaufen, habe aber ein Los für Berlin gezogen und durfte heute im Pisswetter Schulter an Schulter durchkämpfen. Ich hätte im Remstal wohl mehr Spaß gehabt.
    Falls der Lauf 2020 nochmal stattfindet und wenn du bei einem bergablauf nochmal Paceaker bist, kannst du ja mal Laut geben, dann könnte man sich überlegen, von der Erms an die Rems zu fahren
    Gruß RS
    -und Glückwunsch an den AK-Gewinner-

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