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  1. #1

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    Standard Der Depression davon laufen...

    Hallo,

    ich habe mich eben in diesem Forum angemeldet und bereits vorgestellt.

    Und schon zu Beginn habe ich ein Anliegen (und muss dafür was Privates mit euch teilen...). Ich bin seit Anfang 2018 therapeutisch und medikamentös wegen Depressionen in Behandlung.

    2014-2015 bin ich relativ regelmäßig Laufen gegangen (3x die Woche, jeweils ca. 30 min, aber ehrlich gesagt ziemlich ohne Plan) und das hat mir damals sehr gut getan. Meine Therapeutin hat mir empfohlen, wieder mit dem Laufen anzufangen und auf verschiedene Studien verwiesen, die einen positiven Effekt auf die Erkrankung bescheinigen.

    Daher habe ich mir fest vorgenommen, wieder regelmäßig laufen zu gehen, habe aber etwas Bedenken wegen der Medikamente. Ich war vor kurzem beim Hausarzt zur Blutabnahme: Alles in Ordnung!.

    Mein langfristiger Wunsch ist es, einen Marathon zu schaffen (als Fernziel). Weiß jemand, ob das trotz der Medikation möglich ist? (oder auch altersmäßig überhaupt noch..., mache mir da etwas Sorgen...)

    Ich weiß, dass ein Forum gerade bei medizinischen Fragen keine verbindliche Auskunft geben kann und werde nochmal mit dem Arzt RÜcksprasche halten. Aber vielleicht hat hier jemand ja ähnliche Erfahrungen gemacht... (gerne auch per PN, ich weiß, dass viele mit der Erkrankung nicht gerne so offen umgehen!)

    Viele Grüße,

    Chris

  2. #2
    Ich lerne laufen... Avatar von Caia
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    Standard

    Chris, wenn das ein Problem wäre, ständ es im Beipackzettel.

    Also los, LAUFEN!!!
    Mein Lauftagebuch: Im dritten Anlauf zum Halbmarathon

    5 km Trainingsbestzeit 30:43 (08.07.2016)
    10 km Trainingsbestzeit 1:06:06 (13.09.2017)

    Wettkampf 17.4.16: 5 km in 32:36
    24.6.16: 10 km in 1:10:46

    84,6 kg (09/2015) ... 74,8 kg(aktuell)

  3. #3
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Zitat Zitat von Bonnchris Beitrag anzeigen
    (oder auch altersmäßig überhaupt noch..., mache mir da etwas Sorgen...)
    Ich war bei meinem Laufeinstieg 10 Jahre älter als Du und starte in einer Woche bei meinen 10. Marathon...

    Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
    PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
    Ultra: 67,158km in 7:14:17h (12/18), 110km in 24h (6/19)


  4. #4

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    Standard

    Danke für eure Antworten,

    ja cool. Dann steht dem Ganzen ja nichts im Wege (außer den inneren Schweinehund zu überwinden...) Okay, muss mich noch schlau machen wegen Trainingsplan. Werde diese Woche auf jeden Fall mit dem Laufen starten.

    Viele Grüße,

    Chris

  5. #5

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    Standard

    Alter ist immer relativ.

    Laufen kannst du mit den Medikamenten. Und es hilft wirklich.

    Fernziel Marathon ist wunderbar, einfach erstmal starten, wieder Freude am Laufen haben und nicht gleich für März 2020 den Marathon planen.

    Und viel Spaß hier im Forum.
    Das größte Vergnügen im Leben besteht darin, das zu tun, von dem die Leute sagen, du könntest es nicht. (Walter Bagehot)

    "Ist der Marathon für Frauen etwa auch 42,2 km lang?" (Überraschter Kollege im Büro)

  6. #6

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    Standard

    Ich denke, bei Depressionen ist laufen auf jeden Fall eine gute Sache! Du wirst sehen! Aber lauf aus Spaß an der Freude - ruhig auch ehrgeizig, aber lass da keinen Leistungsdruck aufkommen!
    Viel Spaß!
    sportliche Ziele 2020: 2:10 oder besser - man wird ja noch träumen dürfen...

    Trolli 17.05.2020
    Stuttgartlauf 28.06.2020
    Baden(halb)marathon 20.09.2020
    Schwarzwald(halb)marathon 11.10.2020

  7. #7

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    Standard

    Vielen Dank,

    natürlich geht es mir erstmal darum, überhaupt wieder ans laufen zu kommen. Und vor allem soll das Ganze Spaß machen.

    Tja...mit dem Leistungsanspruch ist so ne Sache...ne gute Übung jedenfalls, davon wegzukommen

    Ne und März 2020 ist natürlich unrealistisch. Ich möchte mir da auch keinen Druck machen, daher sage ich ja auch nicht, ich möchte in x Monaten soweit sein!

    LG

  8. #8

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    Standard

    Hallo Chris, herzlich willkommen hier. Ich gehöre auch noch eher zu den Neulingen und habe auch gerade erst angefangen, das Laufen wieder zu intensivieren. Mir hilft es hervorragend, nach einem Burnout wieder in den Tritt zu kommen. Wenn du mal Lust auf ne gemeinsame Runde in Köln hast, sag gern Bescheid.

  9. #9

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    Standard

    Hey coarma,

    geundsätzlich sehr gerne. Und durch mein Studium bin ich ja oft in Köln. Ich weiß nächste Woche, an welchen Tagen ich in Köln bin und melde mich dann nochmal.

    Viele Grüße,

    Chris

  10. #10
    Avatar von U_d_o
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    Zitat Zitat von Bonnchris Beitrag anzeigen
    Mein langfristiger Wunsch ist es, einen Marathon zu schaffen (als Fernziel). Weiß jemand, ob das trotz der Medikation möglich ist? (oder auch altersmäßig überhaupt noch..., mache mir da etwas Sorgen...)
    Hallo Bonnchris,

    ich kenne einen Marathonläufer, der wie du wohl auch auf Antidepressiva eingestellt ist. Für ihn sind die Medikamente kein Ausschlussgrund. Allerdings lief er schon vor seiner Erkrankung Marathon. Und er tut das unter ärztlicher Überwachung. Genau das möchte ich dir ans Herz legen. Bespreche deine Aktivitäten mit deinem/deinen behandelnden Arzt/Ärzten.

    Alles Gute und bald wieder obenauf sein

    Gruß Udo
    "Faszination Marathon", die Laufseite von Ines und Udo auch für Einsteiger.
    Mit Trainingsplänen für 10 km, Halbmarathon, Marathon und Ultraläufe

    PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
    Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf 2015: 10. Gesamtplatz, Deutscher Meister in AK M60 (200,720 km) / Spartathlon 2016: 34:47:53 h

  11. #11
    Avatar von Lareia
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    Hallo Chris,

    auch "unterhalb" des Marathons gibt es nette Laufveranstaltungen in der Gegend... um schon mal ein bisschen Wettkampf-Luft zu schnuppern ;-)

    Im Mai den Melpomene-Lauf mit 5 oder 10 km, auch in Mai den 10 km Lauf in Alfter, in März 10 km Königsforst oder 5/10 km Forstbotanischer Garten Rodenkirchen.

  12. #12

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    Hallo,

    @Udo: Danke für den Hinweis. Grundsätzlich schließen sich die Medikation und Laufen also nicht aus. Ich werde kommende Woche mal mit meiner Ärztin sprechen, zur Sicherheit.

    @Lareia: Danke für die Tips. Die Läufe hören sich alle ja gut an. Und die 5 km sind auf jeden Fall realistisch. Denke, ich werde mich zu einem der LÄufe sicherlich anmelden!

    Viele Grüße,

    Chris

  13. #13
    01.10.2025 Avatar von d'Oma joggt
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    Chris, eins solltest du aber nie vergessen, vor allem wenn es dir schlecht geht: du kannst der Depression nicht davon laufen, du musst mit der Depression laufen und sie dabei friedlicher machen.
    Sie wird immer ein Teil von dir bleiben - aber ihr könnt durchaus Freunde werden, die miteinander laufen gehen.
    Sie sagt dir nämlich auch wo du dir nicht gut tust, wo du etwas ändern solltest. Dann geht sie schlafen im Wiegen deines Laufes.
    Kenne ich seit 20 Jahren - es hat lange gedauert zu akzeptieren, dass wir unzertrennlich sind.
    Aber es geht mir gut, richtig gut seitdem
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    ...an Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit
    An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit
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    BIG 25 Berlin 2015 HM 2:14:xx

  14. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von d'Oma joggt:

    Phenix (23.10.2019), struwwel (13.10.2019)

  15. #14

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    Hallo d`Oma joggt:

    Worte, die nachdenklich machen... Wobei mir jetzt erst auffällt, dass die Titelwahl auch etwas ungeschickt war. Ich meinte damit natürlich nicht, vor der Depression zu fliehen und mich ihr nicht zu stellen, sondern wollte zum Ausdruck bringen, dass Laufen für mich ein (ich denke sehr guter) Weg sein kann, um mit der Erkrankung umgehen zu können.

    Auch mir geht es aktuell ziemlich gut. Vielen Dank für deine Worte!!!

  16. #15
    Avatar von SchwarzMoor
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    nach meiner bescheidenen Erfahrung ist Depression als Krankheit durchaus therapierbar.
    wenn man sagt, sie würde immer ein Teil von einem selbst bleiben dann hat man doch schon resigniert und die Hoffnung auf Heilung aufgegeben. oder sehe ich das falsch? ich würde die Hoffnung nicht aufgeben!

    Wolfgang

  17. #16
    01.10.2025 Avatar von d'Oma joggt
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    @Bonnchris, ja laufen ist gut - wirkt bei mir wie AD, sogar besserund ohne Nebenwirkungen
    @SchwarzMoor - ja Depression ist heilbar, wie ein Knochenbruch - man sieht auch den verheilten Bruch; wie eine Schnittwunde - die Narbe bleibt.
    Bei mir bleibt immer ein Rest der Depression - sie erinnert mich daran auf mich aufzupassen und mich zu pflegen Wenn ich dies versäume bekomme ich recht schnell eine
    depressive Phase, nicht sehr schlimm, aber bemerkbar bis einschränkend.
    Irgendwo ist ja auch der Mechanismus angelegt, auf Situationen mit Depression zu reagieren, statt mit anderen Reaktionen; ist dieser Mechanismus wirklich ganz weg? Der Schalter dazu funktionsuntüchtig gemacht?
    Resigniert: nein, nur integriert
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    BIG 25 Berlin 2015 HM 2:14:xx

  18. #17

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    Hallo,

    ich habe nochmal ärztlichen Rat eingeholt. Für die 5 Km (locker, ohne Zeitvorgabe) habe ich ein Ok.

    Bezgl. des Fernziels soll ich vorher zum Kardiologen wegen eines BelastungsEKGs. Gerade geht mit Laufen gar nichts, ich habe mir einen Infekt eingefangen und bin erstmal auf Antibiotika...:(

  19. #18
    01.10.2025 Avatar von d'Oma joggt
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    Na, dann gute Besserung!
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  20. #19
    Avatar von Phenix
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    @Chris: Ich habe da auch bereits eigene persönliche Erfahrungen gesammelt. Allerdings lag mein Laufeinstieg bereits vor der Krankheit und die Medikamente unterscheiden sich in ihrer Wirkung sehr stark, dein Arzt kann dir aber mehr dazu sagen (wenn er bereits die Empfehlung zum Laufen ausgesprochen hat, spricht aber anscheinend nichts dagegen).

    Nun zu meiner persönlichen Erfahrung zu den Medikamenten:
    Mit den Medikamenten ist mir das Training, körperlich, deutlich schwerer gefallen als ohne. Es hat sich in etwa so angefühlt als würde der Körper etwa bei 80% der normalen Leistung zu machen und höhere Leistung verweigern. Das hat man z.B. an Hand der Herzfrequenz gesehen, die Maximalwerte sind einfach nicht über 80-85% der HFmax hinausgegangen, selbst wenn ich schneller/intensiver laufen wollte. Die Pace war etwa 20-30 Sekunden langsamer als es sich sonst bei gleicher gefühlten Intensität. Parallel dazu habe ich einige Kilos an Gewicht zugenommen in der Zeit.
    Mental war die Überwindung zum Loslaufen etwas höher als ohne die Medikamente, dass hat aber nichts nur das Laufen betroffen, ich habe für alles "größeren" Aufgaben mehr Überwindung benötigt.

    Ich bin während der Zeit aber sowohl Marathons als auch Ultras gelaufen, das geht, war aber auch froh als ich die Medikamente absetzen konnte.

    Generell kann ich den positiven Einfluss von Laufen (oder generell Ausdauersport) nur bestätigen: Man wird ruhiger, hat Zeit für sich, kann entweder über etwas in Ruhe Nachdenken oder halt auch einfach mal alles ausblenden und sich nur mit den Eindrücken um sich rum und den körperlichen Gefühlen des Laufens hingeben (funktioniert bei mir tatsächlich beides, auch willentlich). Danach fühle ich mich auf positive Weise erschöpft, ruhig, ausgeglichen.
    Ich führe schon seit geraumer Zeit ein Stimmungstagebuch, da führen "Laufen" und "Hund" die positiv Liste an

    Manchmal nutze ich auch das Laufen gezielt um der aufkeimenden Depression davon zu laufen, das funktioniert aber nur bis zu einem gewissen Grad, wenn die Litargie dann vollständig über einen hereinbricht, überwindet man sich auch nicht mehr so leicht in die Laufschuhe zu steigen.

    Ich wünsche dir alles Gute!

    Ps.: Es ist eine Krankheit und als solche auch heilbar. Allerdings kann man, wie bei einer Erkältung, sich auch schnell wieder eine Eingefangen. Die "Rückfallquote" ist leider ziemlich hoch. Ich halte es für wichtig seine Selbstwahrnehmung zu schärfen um Anzeichen früh zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern. (Ich selbst nutze dafür das angesprochene Stimmungstagebuch)

  21. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Phenix:

    klnonni (25.10.2019)

  22. #20

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    Standard ... machen ist wie wollen nur cooler

    ... probieren. Deine Depression word dich nicht daran hindern. Ausser du lässt es zu, dass sich deine Motivation, den die gehört dazu, davon beeinflussen lässt. Laufen an sich ist ein gutes Antidepressiva.
    Alter spielt da keine Rolle. Ich laufe jetzt seit 30mJahren. Dieses Jahr leider kaum, da verletzt, aber bisher hat sich altersmässig nichts bemerkbar gemacht was mich einschränken würde. Marathon kann man machen, muss man aber nicht. Dein Problem mit Depression wird sein, den inneren Druck der ein ambitioniertes Mrathontraining mit sich bringen wird, auszuhalten und mit den depressiven Episoden vereinbaren zu können. Da finde ich, sind kürzere Distanzen für denKopp besser.

  23. #21
    Klein, sehr fett & gemein Avatar von kobold
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    Standard

    @AxelGrip: Ich stimme dir zu, was deine Aussagen über die positiven Wirkungen von Lauftraining und das Risiko zu hoher Ansprüche an sich angeht, das mit einem ambitionierten Training verbunden ist.
    Gar nicht einverstanden bin ich aber mit diesen Sätzen:
    Zitat Zitat von AxelGrip Beitrag anzeigen
    ... probieren. Deine Depression word dich nicht daran hindern. Ausser du lässt es zu, dass sich deine Motivation, den die gehört dazu, davon beeinflussen lässt.
    Das klingt fatal nach dem Vorurteil "depressiv=einfach nur willensschwach": "Du musst dich einfach zusammenreißen. Du darfst dich nicht hängen lassen!".
    Genau das kann ein depressiver Mensch häufig nicht, weil Antriebslosigkeit, Motivationsverlust, Erschöpfung und mangelndes Selbstvertrauen zu den Kernsymptomen der Krankheit gehören. Was von dir gut gemeint ist, wird daher jemanden, der mitten in einer Depression steckt, u.U. noch weiter runterziehen, weil er nicht schaffen kann, was du von ihm erwartest.

    Also: Immer wieder ermutigen - ja, denn Laufen tut gut! Aber bitte auch in der Krankheit ernst nehmen und keine oberflächlichen Motivationssprüche klopfen.

  24. Folgenden 3 Foris gefällt oben stehender Beitrag von kobold:

    d'Oma joggt (26.10.2019), Phenix (27.10.2019), Rennschnecke1 (26.10.2019)

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