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  1. #1
    Avatar von Wiedehopf
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    Standard Laufen als Sucht - Wer hatte schon mal Entzugserscheinungen?

    Hallo!

    Ich habe in der Stiftung Warentest/Ökotest Zeitschrift (in einer von Beiden...) einen kurzen Beitrag gelesen, wonach Sport zur Sucht werden kann. Betroffen sind vor allem Ausdauersportler. (Inkl Entzugserscheinungen bei Pausen und zwanghaftem Training) Fand das etwas merkwürdig.

    Ich laufe vermutlich zu selten. Daher wollte ich mal die Profis fragen, ob sie das Problem kennen? Habt ihr (zB bei Verletzungspausen) Entzugserscheinungen? Welche sind das? "Bock auf Training" würde ich jetzt nicht als Entzugserscheinung definieren^^

    Grüße

  2. #2
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    Ja.
    Zitat Zitat von Wiedehopf Beitrag anzeigen
    "Bock auf Training" würde ich jetzt nicht als Entzugserscheinung definieren^^
    dann nicht.

  3. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von JoelH:

    marco1983 (29.10.2019)

  4. #3
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Zitat Zitat von Wiedehopf Beitrag anzeigen
    Ich laufe vermutlich zu selten.
    Und theoretisierst zu viel.

    Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
    PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
    Ultra: 67,158km in 7:14:17h (12/18), 110km in 24h (6/19)


  5. Folgenden 4 Foris gefällt oben stehender Beitrag von ruca:

    bones (29.10.2019), PinkybadBrain (31.10.2019), Rennschnecke1 (29.10.2019), Rich-Ffm17 (29.10.2019)

  6. #4
    Avatar von klnonni
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    Zitat Zitat von Wiedehopf Beitrag anzeigen
    Daher wollte ich mal die Profis fragen, ob sie das Problem kennen? Habt ihr (zB bei Verletzungspausen) Entzugserscheinungen? Welche sind das? "Bock auf Training" würde ich jetzt nicht als Entzugserscheinung definieren^^
    Was immer Du unter "Bock auf Training" verstehst,
    aber wenn ich aufgrund einer längeren Trainingspause (~ ab 5 Tage) nicht Laufen war, dann fühle ich mich rastlos,
    bin schnell agressiv, weil ich mich einfach von allen genervt fühle.
    Es kann sogar soweit gehen, dass ich nachts nicht einschlafen kann.

    Von meiner Frau und meinen Kindern höre ich dann auch ziemlich bald: " wird Zeit, dass Du wieder Laufen gehst..."
    Zitat Zitat von Wiedehopf Beitrag anzeigen
    Ich laufe vermutlich zu selten.
    Zitat Zitat von ruca Beitrag anzeigen
    Und theoretisierst zu viel.
    Nein, dass nennt man Präventionsarbeit, dadurch hat er keine Zeit fürs laufen.

  7. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von klnonni:

    JoelH (29.10.2019)

  8. #5
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    Na ja, die Theorie stammt ja nicht von ihm, sondern aus der Zeitung. Die Frage ist wie man Sucht definiert.

    Tut es psychisch/physisch weh wenn man nicht laufen darf?

    Das kann es schon geben, da bin ich ziemlich überzeugt von, warum auch nicht.

    Wenn man etwas essentielles verliert, was zuvor einen großen Teil des täglichen Lebens ausgefüllt hat, natürlich spürt man dann einen Entzug und muss die Zeit erst mit etwas anderem füllen bevor es wieder besser wird.

    Oder man geht eben wieder laufen und gut ist

  9. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von JoelH:

    klnonni (29.10.2019), Wiedehopf (29.10.2019)

  10. #6
    Avatar von Wiedehopf
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    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Nein, dass nennt man Präventionsarbeit, dadurch hat er keine Zeit fürs laufen.
    Ich finde diese Aussage immer wieder putzig. Als ob ihr im Zug oder während jeder Kaffeepause Laufen geht...

    Dass ich zur Zeit weniger laufe, hat andere Gründe.

  11. #7
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    Wenn man mal in einer Schublade drin ist, kommt man da nie wieder raus. Isso.

    Zum Thema, mir ist in der Marathonvorbereitung aufgefallen wie sehr mir ganz schnelle Einheiten fehlen. Ich war des rumschlurfens irgendwann müde und wollte nur noch über die Bahn hetzen. Auch eine Art Sucht vermute ich.

  12. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von JoelH:

    Durchbeißerin (05.11.2019)

  13. #8
    Avatar von klnonni
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    Zitat Zitat von Wiedehopf Beitrag anzeigen
    Ich finde diese Aussage immer wieder putzig. Als ob ihr im Zug oder während jeder Kaffeepause Laufen geht...

    Dass ich zur Zeit weniger laufe, hat andere Gründe.


    Wir meinen das nicht so ....., wir wollen nur spassig sein.


    Aber zurück zur "Diagnose Laufsucht"

    Bei mir ist es ja so, dass ich mit dem Laufen angefangen habe, weil ich beruflich und privat ziemlich viel Stress hatte/habe.
    Der Sport hat mir geholfen den emotionalen Druck von mir zu nehmen.

    Dadurch, dass ich mich durch den Sport im Alltag weniger gestresst fühlte, lernte ich auch besser mit dem Stress umzugehen.
    Auch wenn die Stressfaktoren nicht weniger geworden sind, so fühlt sich mein Leben durch den Sport jetzt besser an.

    Wenn für mich der Sport zum Beispiel durch Verletzung zeitweise wegfällt, falle ich natürlich wieder in die alten Verhaltensmuster zurück, ohne das durch den Sport zusätzlich Stresshormone abgebaut werden.
    Logischerweise empfinde ich wieder den vorhandenen Stress wie zu der Zeit vor dem Sport.
    Einziger Unterschied, ich weiß nun aus Erfahrung wie gut mir der Sport tut und fange an unleidlich zu werden um endlich wieder meine Stresshormone durch den Sport abbauen zu können.

    Fazit:
    Ich glaube nicht, dass man Sportsüchtig werden kann, sondern das Sport bloß ein anderes Problem überdeckt, wofür der Sport die Therapie war.
    Je nach Auslöser kann es natürlich sein, dass die Dosis des Sports selbst zum Problem wird. Dann bedarf es jedoch eine Verhaltenstherapie um die eigentlichen Ursachen des übermäßigem Sportelns auf den Grund zu gehen und diese abzustellen.

    (Meine unwissenschaftliche Meinung)
    Zuletzt überarbeitet von klnonni (29.10.2019 um 12:53 Uhr)

  14. #9

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    Ich denke als Laufanfänger verbessert man sich schnell und erzielt schnell Erfolge. Innerhalb von weniger Wochen kann man schneller und länger laufen. Das führt dann dazu, dass man gerne jeden Tag laufen möchte. Man wird "süchtig" nach diesen Erfolgen und will sich immer weiter verbessern. Spätestens nach einigen Monaten legt sich das aber wieder.

    Als fortgeschrittener Läufer weiß man, dass tägliches Laufen keine gute Idee ist und man besser nur jeden zweiten Tag läuft. Man lernt also seine "Laufsucht" zu beherrschen. Und wenn man seine "Sucht" kontrollieren kann, ist man auch nicht süchtig.

    PS: Zum Glück "darf" ich heute Abend wieder laufen

  15. #10
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    Zitat Zitat von Stebbins Beitrag anzeigen
    [..]Als fortgeschrittener Läufer weiß man, dass tägliches Laufen keine gute Idee ist und man besser nur jeden zweiten Tag läuft.[..]
    Dann werd' ich hoffentlich für immer Anfänger bleiben. Nur 3-4x die Woche laufen. Nene, das ist mir viel zu wenig.

    Zumal es nicht darauf ankommt wie oft man läuft, sondern wie intensiv! Natürlich kann man auch 7 Tage die Woche laufen, oder noch mehr, wenn man mehrere Sessions am Tag macht. Ist natürlich aber auch klar, dass das viele Einheiten in Regeneratons- oder Lala-Speed sind. Zum Problem wird es erst wenn zuviel auf zu intensiv trifft, dann wird es kritisch.

  16. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von JoelH:

    Rich-Ffm17 (29.10.2019)

  17. #11

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    Standard ... dann mal was wissenschaflicher

    .. ich bin in der Suchttherapie tätig und gleichzeitig Ultraläufer mit Pensen von 60km- 200km in der Woche je nach Phase. Sucht wird definiert als ein Zustand der trotz besseren Wissens um seinen Schaden dennoch hervorgerufen wird, bzw. konsumieren von Dingen die einem Schaden können. Über einen Zeitraum der dann persönlich und umfeldbelastend wird. Das trifft aufs Laufen oder Sport treiben manches mal auch zu. Sollte der Läufer trotz einer Verletzung z.b die durch das Laufen sich weiter verstärkt wird, dennoch täglich die Laufschuhe schnüren und evtl. seine Arbeit, Familie, seine Ernährung usw. vernachlässigen und würde er sich ständig an sein Training und seine weiteren Maßnahmen zur Verbesserung Gedanken machen, welche andere Gedanken verdrängen , dann würde man schon von Sucht sprechen können. Ich beobachte bei meinen Konsumenten, dass dieses häufig in Verhaltenssüchte (Spielen, Sport, Handy) ausweichen und so ein Konsummittel mit einem anderen Verstärker auszugleichen versuchen. Gutes Beispiel ist Andreas Niedrig (Ironman und Ex-Junkie)
    zu mir persönlich, dieses Jahr verletzt und seit Februar nicht mehr laufen können. Anfangs spielte der Kopf schon verrückt, man will, man macht sich was vor. Schätzt die Verletzung falsch oder eher als nicht zu schlimm ein, fängt zu früh wieder an, probiert, verletzt sich wieder, stürzt erneut in ein Loch, trauert um die gute alte Form, will es nicht wahrhaben das es länger dauert , dann akzeptiert man, ändert seine Verhaltensweisen und ist aus dem „Entzug“ raus. Dann den Wiedereinstieg zu schaffen ist die nächste größere Herausforderung. Bei mir z.B ist Pause bis mindestens Januar. Keinerlei Lauferei dann von einem Jahr, da fängst du bei NULL an.

  18. Folgenden 4 Foris gefällt oben stehender Beitrag von AxelGrip:

    d'Oma joggt (30.10.2019), kalue (29.10.2019), Tvaellen (01.11.2019), Wiedehopf (29.10.2019)

  19. #12
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von Stebbins Beitrag anzeigen
    Als fortgeschrittener Läufer weiß man, dass tägliches Laufen keine gute Idee ist und man besser nur jeden zweiten Tag läuft. Man lernt also seine "Laufsucht" zu beherrschen. Und wenn man seine "Sucht" kontrollieren kann, ist man auch nicht süchtig.
    Gerade der fortgeschrittene Läufer kann es sich leisten, vor allem auch physisch, täglich zu laufen. Das ist überhaupt keine schlechte Idee und für manche Ziele ist das schon fast zwingend nötig.

    Und den Rest hast du geradezu sträflich vereinfacht. Wenn es so einfach wäre, könnte man die Forschung zur Sucht etc. einstellen.

    Gruss Tommi

  20. #13
    Avatar von klnonni
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    Zitat Zitat von AxelGrip Beitrag anzeigen
    .. ich bin in der Suchttherapie tätig und.... .
    Ich beobachte bei meinen Konsumenten, dass dieses häufig in Verhaltenssüchte (Spielen, Sport, Handy) ausweichen und so ein Konsummittel mit einem anderen Verstärker auszugleichen versuchen.
    Na, so ähnlich habe ich es doch auch ausgedrückt:

    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Ich glaube nicht, dass man Sportsüchtig werden kann, sondern das Sport bloß ein anderes Problem überdeckt, wofür der Sport die Therapie war.
    Je nach Auslöser kann es natürlich sein, dass die Dosis des Sports selbst zum Problem wird.
    Dann bedarf es jedoch einer Verhaltenstherapie um die eigentlichen Ursachen des übermäßigem Sportelns auf den Grund zu gehen und diese abzustellen.

    Zuletzt überarbeitet von klnonni (30.10.2019 um 07:55 Uhr)

  21. #14
    Avatar von Vögelchen
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    Da gibt es ja klare Kriterium für, die man mit etwas Phantasie auch aufs Laufen überragen kann:

    Die Abhängigkeit wird gemäß ICD anhand von sechs Kriterien definiert, von denen mindestens drei innerhalb des zurückliegenden Jahres erfüllt gewesen sein müssen. Diese Kriterien sind:

    • starker Wunsch und/oder Zwang, das Medikament zu konsumieren;
    • verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich des Beginns, der Menge und/oder der Beendigung der Einnahme;
    • körperliche Entzugssymptome;
    • Toleranzentwicklung (Wirkverlust) bzw. Dosissteigerung;
    • erhöhter Zeitaufwand, um die Substanz zu beschaffen oder sich von den Folgen des Konsums zu erholen, verbunden mit der Vernachlässigung anderer Interessen;
    • fortgesetzter Konsum trotz Folgeschäden.

  22. #15
    ...formerly known as LiveLoveRun Avatar von Gid
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    Zitat Zitat von Vögelchen Beitrag anzeigen
    Da gibt es ja klare Kriterium für, die man mit etwas Phantasie auch aufs Laufen überragen kann
    Danke für die Liste. Wirklich interessant! Man wird nämlich schnell als sportsüchtig von Außenstehenden bezeichnet nur weil man sich (fast) täglich bewegt. Bewegung ist für einen (gesunden) Menschen immanent. Unser ganzer Körper schreit danach. Klar, dass er aber Problem damit bekommt, wenn man nach 30 - 40+ Jahren von 0 auf 100 damit anfängt. Schön ist aber, wenn es nach ein paar Jahren wie Zähneputzen wird. Die tägliche Bewegung stört nicht mehr, man denkt nicht darüber nach. Aber schon sehr kontrolliert, da der Konsum i.d.R. etwas längere Zeit in Anspruch nimmt. Man tut es einfach, aber ein starker Wunsch? Der Wunsch, statt im Regen bei 3 Grad zu laufen, in die Kantine zu gehen ist oft größer. Und ohne den Sport fühlt man sich irgendwie unwohl. Mit etwas Phantasie kann man das tatsächlich als Entzugssymptome sehen. Aber bei Sport kommen die Folgeschäden eher von Konsumverzicht.

  23. #16
    Avatar von Vögelchen
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    "Fortgesetzten Konsum trotz Folgeschäden" kann man beim Sport besonders gut beobachten finde ich: all diejenigen, die trotz Zwacken in der Sehne oder Schmerzen doch noch den Trainingsplan und den Marathon irgendiwe durchprügeln, bis hin zum Laufen mit Stressfraktur, unter Schmerzmitteln.....


    Irgendetwas VIEL zu tun oder zu konsumieren klassifiziert es noch nicht automatisch als Sucht, das ist ein höufiger Irrglaube.

  24. #17
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Ich schätze mal, dass man noch ein wenig unterscheiden muss. Denn Sport an sich ist ne gesunde Sache, selbst wenn man es sehr häufig tut. Wohingegen Süchte, die auf chemischen Substanzen beruhen, nahezu per se ungesund sind. Kaum ein Mensch kommt auf den Gedanken, Entzugserscheinungen nach Nikotin oder Drogen als normal zu bezeichnen. Das ist ja Bestandteil der Sucht. Beim Sport allerdings kann man, im begrenzten Rahmen, schon diskutieren, ob es nun Sucht ist oder nicht, wenn man miese Laune hat, weil ein Lauf ausfallen musste oder wenn man verletzt ist. Man trauert doch nur dem schönen Gefühl beim und nach dem Sport nach. Es ist halt eine tolle Beschäftigung. Sagen die einen, mich eingeschlossen. Andere verlieren den Anschluss an den Trainingsplan. Das steckt man mental auch nicht immer einfach so weg. Schnell sind da Außenstehende dabei, das als Sucht zu bezeichnen.

    Allerdings, die Liste, die Vögelchen gepostet hat, finde ich auch ganz gut auf den Sport übertragbar.

    Gruss Tommi

  25. #18
    I am the eye in the sky Avatar von M.Skywalker
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    Standard

    ...wonach Sport zur Sucht werden...
    Einen blöden Artikel, kann ich genau wie mal eine blöde Bemerkung aus dem persönlichen Umfeld mit einem Lächeln ignorieren. Neid ist eine sehr ehrliche Form der Anerkennung...

    Wenn das Training ausfallen muss oder man vor dem wegen Urlaub geschlossenen Lokal steht ist man halt sauer. So was in die Richtung von Sucht zu schieben ist abwegig. Nach einigen Jahren ist ein 10 km Lauf immer noch ein 10 km Lauf. 5o WKM sind ok und mit ach und Krach kann ich mich zum doppelten bringen ... von immer größerer "Belohnung" ist da leider keine Spur. Parallel zum Glücksgefühl eines absolvierten WK's freue ich mich eher mal darüber, die Laufschuhe in der Ecke stehen zu lassen oder allenfalls für eine kurze Strecke im moderaten Tempo rauszuholen.
    Keep smiling, be optimistic, do something good...

  26. #19
    Alles im Blick. Avatar von bones
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    Standard

    Was ist mit Streakrunning? Wenn die Läufer nicht mehr frei entscheiden können, ob und wann sie laufen. Wenn laufen zur Zwangshandlung wird, unabhängig vom körperlichen Zustand oder dem persönlichen Umfeld. Ist das Sucht oder ein psychischer Schaden?
    "Seien Sie sich bewußt, dass das, was Sie über Ihr persönliches Wohlbefinden zu wissen glauben, vielfach das Resultat gezielter Manipulation durch Industrien ist, deren primärer Fokus ihr Gewinnstreben und nicht notwendigerweise Ihre Gesundheit und Sicherheit ist. " Prof. Dr. Tim Noakes

  27. #20
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    Zitat Zitat von Vögelchen Beitrag anzeigen
    • starker Wunsch und/oder Zwang, das Medikament zu konsumieren;
    • verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich des Beginns, der Menge und/oder der Beendigung der Einnahme;
    • körperliche Entzugssymptome;
    • Toleranzentwicklung (Wirkverlust) bzw. Dosissteigerung;
    • erhöhter Zeitaufwand, um die Substanz zu beschaffen oder sich von den Folgen des Konsums zu erholen, verbunden mit der Vernachlässigung anderer Interessen;
    • fortgesetzter Konsum trotz Folgeschäden.
    Nach der Liste, wenn man sie auf Sport umsetzt, ist jeder Profi ein Abhängiger.

    Des Weiteren ist Toleranzentwicklung eine der Hauptideen des Ausdauersports. Dies per se als Suchtanzeichen zu nehmen ist absurd bzw. eben nicht 1:1 abbildbar.

    Genau wie die Geschichte mit dem Zeitaufwand. Es ist Sportartimmanent, dass man einen Marathon nicht in der Zeit eines 10ers laufen kann und die Regeneration danach ebenso länger ist.

    So Pauschal ist die Welt halt nicht. Ich sitze jeden Tag mindestens 8 Stunden vor dem Rechner. Bin ich jetzt Computersüchtig? Nee, ich bin Programmierer.

  28. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von JoelH:

    Tvaellen (01.11.2019)

  29. #21
    01.10.2025 Avatar von d'Oma joggt
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    Standard

    Zitat Zitat von bones Beitrag anzeigen
    Ist das Sucht oder ein psychischer Schaden?
    Sucht ist ein psychischer Schaden - so wie eine Fraktur ein somatischer Schaden ist
    12.05.2007 / 12.05.2012 / 09.04.2013 / 27.05.2017
    ...an Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit
    An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit
    In dieser Nacht der Nächte, die uns soviel verspricht
    Erleben wir das Beste, kein Ende ist in Sicht
    (Toten Hosen)
    ________________________________________ __

    BIG 25 Berlin 2015 HM 2:14:xx

  30. #22

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    Standard

    Eigentlich gilt doch für fast jedes Hobby, dass, wenn man es mit einer gewissen Intensität betreibt, irgendwann eine Grenze überschritten ist, bei der der Aufwand an Zeit oder auch Geld, den man da reinsteckt für Aussenstehende nicht mehr nachvollziehbar ist. Für die einen ist es Sport, andere zocken vielleicht am Computer, gehen einer Sammelleidenschaft nach oder hocken einfach nur vor dem Fernseher. Dann wird das gerne als Sucht bezeichnet, eigentlich ist es aber nur eine Form der Freizeitgestaltung. Langeweile fände ich schlimmer. Sich intensiv, fokussiert und diszipliniert über einen längeren Zeitraum mit einer Sache beschäftigen zu können und dadurch überdurchschnittliche Ergebnisse zu erreichen ist doch eigentlich erstmal eine positive Charaktereigenschaft. Das sollte man nicht pauschal als Sucht bezeichnen.

    Wenn man allerdings Verletzungen ignoriert und sich durch Sport dauerhaft körperlich schädigt, dann ist definitiv die Grenze zur Sucht überschritten. Dann wird sich die Sache allerdings auch bald von selbst erledigt haben.

    Bei Zwangspausen kenne ich sowohl den Effekt, dass ich mir den Tag herbeigesehnt habe, an dem ich wieder laufen konnte und durfte, als auch dass mir der Wiedereinstieg schwer fiel und ich mehrere Monate Zeit brauchte um die alte Begeisterung wieder zu verspüren.

  31. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Run4Cake:

    movingdet65 (01.11.2019)

  32. #23

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    Standard

    Was ist mit Streakrunning? Wenn die Läufer nicht mehr frei entscheiden können, ob und wann sie laufen. Wenn laufen zur Zwangshandlung wird, unabhängig vom körperlichen Zustand oder dem persönlichen Umfeld. Ist das Sucht oder ein psychischer Schaden?
    Streakrunner können sich frei entscheiden zu laufen, genauso wie jeder andere Läufer auch. Sie entscheiden sich nur täglich dafür es zu tun. Die tägliche Mindestdistanz beim Streakrunning ist so gering ist, daß es gar nicht lohnt, sich dafür umzuziehen. Ich würde Streakrunner jedenfalls nicht anders sehen als andere Läufer.

  33. #24
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von kalue Beitrag anzeigen
    Streakrunner können sich frei entscheiden zu laufen, genauso wie jeder andere Läufer auch.
    Da hab ich bei einigen so meine Zweifel, ob die tägliche Entscheidung noch frei ist.

    Gruss Tommi

  34. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von dicke_Wade:

    bones (01.11.2019)

  35. #25
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Ich bin süchtig, und ich will süchtig bleiben.

    Eine Beurteilung einer Psychotante ist mir so was von egal...
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