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  1. #1

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    Standard Richtiges Verhalten bei beginnendem Hallux Rigidus

    Liebe Mitläufer,

    seit Anfang Oktober habe ich Probleme mit meinem linken großen Zeh. Ich habe den Eindruck, er beginnt zu versteifen, so dass ich manchmal Probleme beim Abrollen habe. Ich tippe auf Hallux Rigidus, die Symptome stimmen jedenfalls soweit alle. Das einzige, was mich irritiert ist, dass ich die Beschwerden nicht allmählich, sondern über Nacht bekommen habe, und zwar nach einem Konzertabend, bei dem ich höhere Schuhe anhatte, die ich sonst selten trage.

    Ich habe dann nach etwa einer Woche den Orthopäden angerufen, aber leider erst einen Termin Ende November bekommen.
    Beim Lauftraining selbst habe ich keine Beschwerden, eher beim normalen Gehen im Alltag, und da ist es mal besser, mal schlechter. Ich kann zur Zeit keine Gesetzmäßigkeit entdecken,
    Nun stellt sich mir die Frage, ob ich bis zum Termin beim Orthopäden das Lauftraining lieber sein lassen sollte oder ob ich dann erst recht "einroste". Ich habe zwar beim Laufen keine Probleme, aber vielleicht gewöhne ich mir, ohne es zu merken, eine falsche Lauftechnik an, um das Abrollen über den großen Zeh zu vermeiden?

    Zu mir: ich bin 48, w, normalgewichtig und laufe etwa 35-40 km pro Woche.

    Was würdet Ihr tun?

    Herzlichen Dank!

  2. #2
    Avatar von Wiedehopf
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    Also wenn du beim Laufen keine Probleme hast, dann hängt es wohl nicht damit zusammen.

  3. #3

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    Einmal die falschen, hohen Schuhe getragen, so fing es bei mir auch an. Beide Großzehengrundgelenke haben mit heftigen Schmerzen reagiert.

    Laufen konnte ich weiterhin, aber „normale“ Schuhe mit Absatz verstärkten den Schmerz.
    Solange die Entzündung in den Gelenken noch akut war, hatte ich durchgehend die flachen Laufschuhe an den Füßen.

    Laß dir vom Orthopäden keine Einlagen aufschwatzen, sondern die Entzündung erstmal ausheilen. Danach so oft wie möglich flache Schuhe tragen, das nimmt den Druck vom Gelenk. Und zu Hause nur noch barfuß oder, jetzt im Winter, mit dicken Socken rumlaufen.

    Gute Besserung.

  4. #4
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Ganz wichtig! Nach abheilen der akuten Entzündung das Gelenk viel bewegen. Höhere Absätze sollten fortan Tabu sein. Den Grad der Arthrose vom Arzt ermitteln lassen und dann alles weitere mit einem Fußspezialisten (!!!) besprechen.

    Gruss Tommi

  5. #5
    Avatar von klnonni
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    Ich schliesse mich "FeldWaldWiese" an.
    Vermutlich "nur" eine Entzündung der Bänder aufgrund der vermutlich ungewohnten hohen Absätze.

    Wenn Du beim laufen keine Beschwerden hast, dann sollteste Du hohe Absätze vermeiden und viel Barfuss laufen.
    Nehme den Termin beim Orthopäden ruhig war und laß Deine Füße untersuchen.

    Auch wenn eine Ferndiagnose nicht möglich ist, so sprechen aber die Umstände der akuten Beschwerden und der zeitliche Zusammenhang gegen einen Hallux Rigidus.

    Ich hatte ähnliches mit den Fingern meiner rechten Hand.
    Morgens aufgewacht und die Finger waren steif. Konnte die Finger nicht mehr krümmen.
    Um die Finger der Hand zu bewegen, musste ich die Finger der rechten Hand immer mit der linken Hand unter Schmerzen in die gewünschte Position biegen.
    Letztlich stellte sich herraus, dass ich am Tag zuvor zuviel mit einer Astschere gearbeitet habe. Nach einigen Tagen Schonung war wieder alles in Ordnung.

    So ähnlich wird es bestimmt auch bei Dir sein, mach Dir erstmal keine großen Sorgen, meist haben "kleine" Ursachen eine große Wirkung.
    Alles andere wird der Orthopäde erklären.

    Gute Besserung!

  6. #6

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    Einen Hallux Rigidus bekommst du nicht über Nacht, diese Bezeichnung betrifft das Endstadium, eben steifen Zeh. Vorher kommt es zu einer Limitierung in der Bewegung, meistens nach oben, den Hallux Limitus. Gründe dafür gibt es einige, bei mir war es vor vielen Jahren ein Bruch in der Nähe des Großzehengrundgelenkes, dies führt i. d. R. zu späteren Arthrose.

    Um es genau zu wissen, wird Ultraschall oder Röntgen nötig sein. Schwer zu sagen, wenn du aufs Laufen verzichten kannst, lasse es zunächst. Falls du recht hast und dich zu einer baldigen OP entscheiden würdest, ist das Zeitfenster zwischen der Möglichkeit einer gelenkerhaltenden OP und einer Versteifung des Gelenkes sehr klein

    Wenn du es eilig hast, melde dich in einer kompetenten Facharztpraxis als Selbstzahler an. Frage, was die Untersuchung kosten würde. Ansonsten warte bis zu deinem Termin.

    Wenn du Glück hast, verschwinden die Beschwerden auch von alleine.

  7. #7

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    Herzlichen Dank für Eure Antworten.

    Hohe Schuhe trage ich in der Tat selten, und seitdem ich die Beschwerden habe, natürliich gar nicht mehr. Die zwei paar Schuhe mit hohen Absätzen, die ich noch hatte, habe ich bereits der Kleiderkammer geschenkt.

    Ich trage oft sogenannte Barfußschuhe, und zu Hause laufe ich ohnehin ganz ohne Schuhe. Zur Zeit ist es aber so, dass ich in den Barfußschuhen mehr Schmerzen habe als in festen, flachen Stiefeln.

    Es wäre ja schön, wenn es "nur" eine akute Entzündung wäre. Ich mache mal eine Laufpause und schaue, was passiert. Den Termin beim Orthopäden nehme ich auf jeden Fall war.

    Viele Grüße
    Stalex

  8. #8

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    Der Vollständigkeit halber ein update:
    Gestern hatte ich nun den Termin beim Orthopäden. Die Beschwerden hatten sich nicht verringert, eher vermehrt, wobei ich nach wie vor beim Training keine Probleme habe. Dafür nun aber zum Teil auch, wenn ich nur auf dem Sofa sitze.
    Der Orthopäde diagnostiziert Arthrose im Großzehengrundgelenk. Auf dem Röntgenbild ist der Spalt zwar noch da, aber es gibt "Knochenanbauten", die man auch fühlen kann.
    Er meint, der Zeh wird halt irgendwann total steif, und man könne den Prozess nur verlangsamen mit....Einlagen. Naja.
    Ich habe jetzt einen weiteren Termin bei einem Orthopäden mit Spezialgebiet Fuß gemacht, um eine zweite Meinung zu hören.
    Was mich nach wie vor irritiert ist die Tatsache, dass es vor diesem besagten Konzertabend keinerlei Beschwerden und eine sehr hohe Beweglichkeit gab. Dazu meint der Orthopäde: der Verschleiß ist halt auch vorher schon da gewesen, durch den Konzertabend wurde dann die Arthrose quasi getriggert.

    Alles doof...

  9. #9
    Avatar von klnonni
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    Nur aus Neugier,
    hat Dein Orthopäde auch irgend ein Verdacht geäußert was die Arthrose verursacht haben könnte oder ist die Ursachenfindung noch Gegenstand weiterer Untersuchung?


    Also ganz ehrlich, wenn Du nie vorher Probleme gehabt hattest, würde ich auch eine zweite Meinung einholen.

    Unabhängig von der Richtigkeit einer Diagnose, gehört für mich auch das Hinterfragen der möglichen Ursachen für eine Erkrankung dazu - zum einen kann man vielleicht verhindern, dass eine ähnliche Erkrankung oder Verletzung am anderem Fuß dazu kommt, zum anderen hilfts manchmal bei der Differenzialdiagnostik.

    Dir wünsche ich auf jedenfall eine gute Genesung und hoffen wir das Beste - vielleicht wird der Spezialist bessere Nachrichten für Dich haben


    PS
    Nur mal so am Rande,
    hatte mal vor vielen Jahren in meiner "Jugend" einen Aushilfsjob auf den Bau.
    Als ich eine schwere Schubkarre eine Rampe hochgeschoben habe, spürte ich plötzlich ein Stechen unter meiner Kniescheibe und konnte das Knie nicht mehr bewegen.
    Der Orthopäde bei dem ich war, diagnostizierte einen irreparabeln Knorpelschaden und erklärte mir da wäre nichts mehr zu machen.
    Dass war vor ca. 25 Jahren - das Knie war nach 2-3 Wochen Schonung verheilt und macht bis heute keine Probleme...

    Also immer positiv denken- wird alles schon wieder.

  10. #10
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Volle Zustimmung zu klnonni. Zum Spezialisten, Ursache finden und alles tun, was dem Gelenk hilft. Beim Röntgen beide Zehen röntgen lassen. Zum Vergleich und gleich mal schauen, wie es auf der gesunden Seite ausschaut. Bei mir war es übrigens genetisch veranlagt, bei Eltern hatte üble Zehen im Alter.

    Gruss Tommi

  11. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von dicke_Wade:

    klnonni (29.11.2019)

  12. #11

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    Ich danke herzlich für die guten Wünsche. Solange ich rennen kann, ertrage ich vieles. Im Alltag nervt es halt. Habe einen großen Garten zu bewirtschaften...

    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Nur aus Neugier,
    hat Dein Orthopäde auch irgend ein Verdacht geäußert was die Arthrose verursacht haben könnte oder ist die Ursachenfindung noch Gegenstand weiterer Untersuchung?
    Von sich aus hat der nichts gesagt zu den Ursachen. Auf Nachfrage kam so etwas wie Veranlagung und Alter. Meine Eltern sind um die 80, meine Mutter hat Arthrose in der Hüfte, mein Vater nichts. Ich hatte keinen Unfall, Ausrutscher oder ähnliches. Überlastung bei 35-40km pro Woche und keinen sprunghaften Volumenanstiegen halte ich auch für unwahrscheinlich. Mich irritiert schon sehr, dass ich von einer wirklich hohen Beweglichkeit herkomme, auch was die Füße angeht, die dann über Nacht weg war.
    Aber was soll's, auf dem Röntgenbild sieht man ja die knöchernen Auswüchse. Das zumindest ist ja Fakt.

    Den zweiten Fuß in der weiteren Diagnose/Behandlung miteinzubeziehen ist ein guter Hinweis. Am Montag habe ich den Termin beim Fußspezialisten (ich hoffe, der taugt was, kennen tu ich den auch nicht - hatte ja nie irgendwas orthopädisches außer einmal eine leichte Entzündung der Peroneussehne, aber am anderen Fuß.)

    Schaun wir mal...

  13. #12

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    Bei mir kam es auch von Jetzt auf Gleich. Normalerweise haben Orthopäden schnell einen Operateur zur Hand, in Form einer Visitenkarte, wenn sie nicht selber operieren. Eine zweite Meinung halte ich auch für unbedingt notwendig. Einlagen (mit Hallux Rigidus Feder!!) sind tatsächlich eine Option. Die von manchen Orthopäden gerne angebotenen Gelenkspritzen sehr ich heute kritisch, einige raten sogar bei kleinen Gelenken davon ab. Grundsätzlich sind tägliche Lockerungsübungen wichtig. Lass dir die am besten vom Arzt zeigen.

    Melde dich dann doch bitte mit dem Resultat des zweiten Termins.

  14. #13

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    Danke für die Tipps.

    Melde dich dann doch bitte mit dem Resultat des zweiten Termins.
    Mach ich!

  15. #14

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    So, dann willl ich mal berichten vom zweiten Doc, obwohl es nicht viel neues gibt. Die Diagnose wurde bestätigt. Zu den Ursachen kann man mir nach wie vor nichts sagen. Es muss aber der Verschleiß schon länger vorhanden sein, da die Knochenaufbauten sich nicht von heute auf morgen entwickeln. Auf meine Nachfrage, warum ich davon nie irgendetwas gemerkt habe, wurde mir gesagt, dass das durchaus nicht unüblich ist, dass das Gelenk erst durch einen Triggerreiz schmerzhaft wird
    Zum weiteren Verhalten: zu einer OP wird erst geraten, wenn die konservativen Mittel (also Einlagen mit Rigidusfeder) nicht mehr ausreichen. Ansonsten kann ich solchen Sport machen, der das Gelenk nicht reizt. Solange das Laufen schmerzfrei möglich ist, schadet es auch nicht.
    Der rechte Fuß wurde untersucht und für unauffällig befunden. Deswegen wird der auch nicht geröngt, denn der Strahlenbelastung des Röntgen wird man nur bei vorhandenen Beschwerden ausgesetzt.

    Ja, bin ich so schlau wie vorher...

    Was soll's... man wird halt älter...

  16. #15

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    Nochmal ne andere Frage dazu: hat schon mal jemand etwas von einem "Cartiva" Implantat gehört bzw. sogar Erfahrungen damit? Das ist quasi ein künstlicher Knorpelersatz.

  17. #16
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von Stalex Beitrag anzeigen
    Nochmal ne andere Frage dazu: hat schon mal jemand etwas von einem "Cartiva" Implantat gehört bzw. sogar Erfahrungen damit? Das ist quasi ein künstlicher Knorpelersatz.
    Habe es von dir gerade das erste mal gelesen und hier mal geschaut: https://gelenk-klinik.de/fuss/fuss-o...erapieren.html

    Obs was und wieviel es bringt?

    Im Gespräch mir meiner Chirurgin äußerte ich den Wunsch, wieder Laufen zu können, Marathon und weiter. Damit war die Option einer Prothese aus dem Rennen. Sie meinte, diese Belastung würde eine Prothese nicht lange aushalten. Von einem Gelenkersatz als Implantat war nicht die Rede, möglich, dass dies ähnlich belastbar ist, wie eine komplette Prothese.

    Es ist sehr wichtig, dass du dein Gelenk mit dem Arzt über die Jahre weiter beobachtest. Bei mir war eine gelenkerhaltende OP nicht mehr möglich, da überhaupt kein Knorpel mehr vorhanden war. Allerdings bin ich mit der Versteifung sehr zufrieden.

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  18. #17

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    Beide Orthopäden hatten davon noch nie gehört. Ich habe jetzt einen Termin in einer Privatklinik gemacht, wo diese Operationen durchgeführt werden, nur zur Info. Ich will mir halt nichts verbauen so nach dem Motto: Jetzt ist es zu spät. Wären Sie mal früher gekommen.

    Was ich bis jetzt gelesen habe, hält das Implantat so etwa 10 Jahre. Wird halt von der Kasse nicht bezahlt, aber das wäre es mir im Zweifel wert.

    Zur Zeit bin ich verunsichert. Mache ich zuviel Wind um ein bisschen Arthrose, die mich ja (noch) nicht wirklich einschränkt? Ist das alles "normal", eben das Alter? Dieses Gefühl habe ich bei den beiden Orthopäden schon irgendwie bekommen. Eine Privatklinik wird mich natürlich aus geschäftlichen Gründen in meinem Aktionismus bestärken.

    Mir fehlt irgendwie eine interessierte, aber neutrale Sicht.

  19. #18
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    Bei deiner Entscheidung kann ich dir nicht helfen. Ich weiß natürlich auch nicht, inwiefern ich meine Zehen hätte schützen können, hätte ich mich eher gekümmert. Oder wie das Laufen die Sache verschlimmert hat oder nicht. Wie es so schön heißt, der Leidensdruck wurde immer größer und irgendwann reichte es mir. Und bei Null Knorpel ist eine Besserung ausgeschlossen. Aber permanenter Schmerz und eine immer präsente Entzündung nerven und sind auch nicht gut für den Körper. Da fehlte nur noch der entscheidende Anstoß in Form der Empfehlung der erfahrenen Chirurgin am Krankenhaus um die Ecke. Außerdem hatte ich immer die Worte meiner Mutter im Ohr, die sich viel zu spät hat operieren lassen. Viele Jahre mit Schmerzen wären ihr erspart geblieben.

    Solch eine gut angepasste Einlage, die das Gelenk schützt oder entlastet, kann natürlich was bringen und das Fortschreiten der Arthrose soweit bremsen, dass man sich bis zum Lebensende nicht operieren lassen muss. Garantieren kann einem das niemand.

    Gruss Tommi

  20. #19

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    Üblich ist in diesem Fall die Gelenkversteifung, diese OP wird häufig durchgeführt. Bevor du dich für eine eher selten angewandte Methode entscheidest, solltest du dich ausführlich informieren, auch außerhalb der Klinik, die dieses Verfahren anbietet. Hierbei sind deine weiteren sportlichen Ziele, die vorliegenden bildgebenden Verfahren und auch, wenn möglich, die Einschätzung erfahrender Physiotherapeuten hilfreich.

    Bei der Versteifung steht die anschließende Schmerzfreiheit an erster Stelle. Wie es sich danach mit der Lauferei verhält, sehen Orthopäden sehr unterschiedlich.

    Jedenfalls scheint der von dir als Zweitmeinender befragte kein Andreher zu sein, es gibt in diesem Bereich so allerhand sinnlose Anwendungen, die nur kosten und selten etwas bringen.

    Natürlich ist ein HR alles andere als schön. Aber von 22 Marathons bin ich 16 damit gelaufen, natürlich gab es schmerzhafte Phasen, aber insgesamt war und ist es recht erträglich. Häufig, so auch bei mir, versteift sich das Gelenk von selber in einer Art Funktionsstellung, dann hast du kaum noch Stress damit, dies dauert allerdings einige Jahre.

  21. #20

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    Danke Euch allen. Klar kann mir die Entscheidung keiner abnehmen, aber es hilft mir schon, hier ein Feedback zu bekommen.

    Der nächste Schritt ist für mich erstmal ein Termin in einem Sanitätshaus, wo ich mich zu Einlagen beraten lassen kann. Die Geschäftsführerin dort ist selbst Läuferin und hat mir schon einmal sehr geholfen.

    Parallel werde ich versuchen, möglichst viele Informationen über Operationen und gezielte Fußgymnastik zu bekommen.


    @Icerun: verstehe ich Dich richtig, Du hast Dein Gelenk nicht operativ versteifen lassen? Benutzt Du Einlagen?

  22. #21

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    Zitat Zitat von Stalex Beitrag anzeigen

    @Icerun: verstehe ich Dich richtig, Du hast Dein Gelenk nicht operativ versteifen lassen? Benutzt Du Einlagen?

    Beides ja.

    Das Gelenk hat sich inzwischen versteift, Abrollen ist problemlos möglich. Einlagen (nur in Laufschuhen) hatte ich vorher schon, die wurden an den damals beginnenden HR angepasst. Mittlerweile haben die Einlagen keine sichtbare Aussparung im Zehenbereich mehr, da hat sich die Technik bei der Anpassung weiter verbessert.

  23. #22
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von Icerun Beitrag anzeigen
    Beides ja.

    Das Gelenk hat sich inzwischen versteift, Abrollen ist problemlos möglich. Einlagen (nur in Laufschuhen) hatte ich vorher schon, die wurden an den damals beginnenden HR angepasst. Mittlerweile haben die Einlagen keine sichtbare Aussparung im Zehenbereich mehr, da hat sich die Technik bei der Anpassung weiter verbessert.
    So unterschiedlich kann es sein. Meine Gelenke wurden mit der Zeit auch immer steifer. Allerdings auch immer schmerzempfindlicher, gerade beim schnellen Gehen. Rennen ging meist ganz gut, außer wenn es abseits der Wege im Wald etwas trailig wurde, dann war ein Auftritt auf ner Wurzel mitunter auch sehr schmerzhaft. Will sagen, die Gelenke waren fast steif, allerdings jegliche Bewegung dessen tat sehr weh. Manche Tage hatte ich auch Schmerzen ohne Belastung, vermutete mitunter Wetterfühligkeit. Auch sehr störend waren immer mehr die "knöchernen Anbauten" (Osteophyten). Passende Lederschuhe zu finden war sehr schwer. Wie schon oben geschrieben, es wurde immer schlimmer und als ich von DER Ärztin hörte, war ein Beratungstermin schnell besorgt. Links ist die Versteifungs-OP 15 Monate her und ich bin vor der rechten OP wieder Halbmarathondistanz gelaufen. Ohne jegliche Schmerzen. Rechts ist es nun 4,5 Monate her und ich hab vor drei Wochen wieder mit kurzen Läufen begonnen. Der Zeh ist noch etwas geschwollen und an den Sesambeinen etwas empfindlich, wenn ich barfuß gehe, aber ansonsten bin ich hochzufrieden. Was (auch für meine Frau ) etwas belastend war, war die 3-monatige Krankschreibung nach der OP. Aber auch das hab ich beide male ganz gut überstanden.

    Gruss Tommi


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    Thorsten Havener

  24. #23

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    Zitat Zitat von dicke_Wade Beitrag anzeigen
    Was (auch für meine Frau ) etwas belastend war, war die 3-monatige Krankschreibung nach der OP. Aber auch das hab ich beide male ganz gut überstanden.

    Gruss Tommi
    Ha! Da hoffe ich, dass Deine Frau das auch gut überstanden hat!

    Vielen Dank für Eure Berichte. Ich bin einigermaßen optimistisch, dass ich mit Einlagen ganz gut zurechtkomme. Ich habe schon welche wegen einer Entzündüng der Peroneussehne im rechten Fuß, die ich aber nur beim Training tragen musste. Bis zum Termin mit der Einlagenfrau trage ich die auch so, dann merke ich kaum was. Erst abends, wenn ich die Schuhe ausziehe...

    Zu diesem Cartiva Implantat kann ich noch berichten, dass der zweite Orthopäde, den ich danach gefragt hatte, selbst nichts wusste, aber einen Kollegen befragt hat. Heute rief er zurück und meinte, der Kollege würde die OP zwar nicht selbst durchführen, hält sie aber für eine gute Sache, allerdings erst, wenn Einlagen nichts mehr bringen.

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