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  1. #1

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    Standard Unzufrieden mit der Schuhauswahl -> Schienbeinkantensyndrom - Suche nach neuem Schuh

    Guten Abend zusammen,

    ich bin neu hier im Forum und möchte mich kurz vorstellen: Ich bin Jan, 32 Jahre alt und bin Anfang des Jahres mit dem Laufen wieder angefangen. Ich nutze den Sport hauptsächlich dazu, mein Gewicht zu reduzieren (neben der Ernährungsumstellung). Zudem habe ich jetzt an 2 Wettkämpfen teilgenommen und Blut geleckt. Nächstes Jahr nehme ich an der Firmenstaffel beim Düsseldorf Marathon teil
    Allerdings stehe ich momentan vor einem Problem, dass mir den Spaß am Laufen vermiest.

    Hier zu meinem Problem:
    ich bin im April dieses Jahr wieder mit Laufen angefangen. Gestartet bin ich 2 mal die Woche mit 5 km. Dazu muss ich sagen, dass ich mit ca. 115 kg los gelaufen bin. Nun im November bin ich bei knapp 100 kg und laufe 2x die Woche ca. 7 km
    Im Mai musste ich neue Schuhe kaufen, da die alten zerfledderten. Empfohlen wurden mir die Asics GT 1000-7. Habe sie im Sportgeschäft nach einer Beratung mitgenommen. Sie sollen gut für Überpronierer sein.
    Zur Analyse bei der Beratung sollte ich auf und abgehen und die Verkäuferin hat mir daraufhin die Asics empfohlen.
    Ich war auch wirklich gut zufrieden mit dem Laufgefühl in den Schuhen. Zumindest kurzzeitig
    Nach dem ersten Wettkampf (5 km) im August hatte ich dann das erste Mal Probleme mit den Schienbeinen. Vermutlich Schienbeinkantensyndrom (nach Recherche im Netz). Ich habe anschließend eine Laufpause eingelegt und im September einen weiteren Wettkampf (auch 5 km) gelaufen. Auch danach hatte ich wieder Probleme mit den Schienbeinen. Nach einer weiteren Laufpause bin ich wieder gestartet und die Probleme kamen zurück.
    Ein Besuch bei einem Orthopäden im September nach dem zweiten Wettkampf hat keine Verbesserung gebracht. Seine Diagnose war, dass die Probleme von einer Überlastung kamen und wohl wieder verschwinden werden. Das kann ich mir allerdings nicht wirklich vorstellen, da ich mittlerweile die 5 km gut laufen kann und mein Pensum nur langsam steigere (ca. 1 km pro Monat).
    Ich habe mich in letzter Zeit dann viel mit dem Thema Schienbeinkantensyndrom auseinander gesetzt und bin der Meinung, dass es durchaus mit dem "neuen" Schuh zusammen hängen kann. Ich habe leider im April vergessen mir zu merken, welchen Schuh ich vorher gelaufen bin und ihn dann entsorgt. Da war das alles irgendwie nicht relevant ;)

    Nun zu meiner Frage:
    Ich bin nun schon einige km gelaufen und habe meine Schuhe von unten fotografiert. Man kann Abnutzungsspuren erkennen, ich kann sie aber nicht deuten.
    Kann mir jemand hier sagen, ob die Schuhe gut abgelaufen sind, oder ich den falschen Schuh besitze? Ist es überhaupt möglich, aus der Sohle Schlüsse zu ziehen?
    Ich will doch so gerne an dem Marathon teilnehmen

    Viele Grüße
    Jan
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  2. #2
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Also erst einmal, eine Überlastung der Sehnen und Gelenke kann man sich bei nahezu allen Distanzen einhandeln. Auch bei kurzen. Und eine Überlastungsreaktion spürst du, nichts anderes.

    Beim Auf- und Ablatschen in einem Geschäft kann man keine Laufverhalten der Füße erkennen. Darüber hinaus gehört zum normalen Abrollverhalten eine gewisse Promotion. Das übersehen Verkäufer ganz gerne. "Seltsamerweise" sind Bewegungskontrollschuhe bei Überpronation oft teurer

    Du kannst dir durchaus ein zweites Paar Schuhe kaufen, diesmal neutrale, und schauen, wie es deinen Schienbeinen damit geht. Wird es besser, dann gut, wenn nicht, dann basteln wir mal aus der Ferne weiter an dir rum.

    Gruss Tommi

  3. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von dicke_Wade:

    Jannnn (18.11.2019)

  4. #3
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Den Abnutzungserscheinungen nach sind die Schuhe jedenfalls nicht nicht komplett falsch. Neben der Ferse sind die größten Abnutzungserscheinungen im Innenbereich des Vorfußes, also dort wo die Stütze arbeitet, die GT-1000 sind auch keine extrem gestützten "Dämpfungsmonster" (und auch nicht teuer @Dicke_Wade).

    Ich glaube nicht, dass es einen Grund gibt, diese Schuhe auszusortieren, ich würde aber dringend zu einem Zweitpaar raten, das etwas anders ist und Dich von der einseitigen Belastung wegholt. (Als Faustregel hat sich eine Schuhanzahl bewährt, mit der man innerhalb einer Woche keine Wiederholung hat).

    Da gibt es zwei Richtungen, in die Du gehen kannst: Direkter mit minimaler Stütze (das wären bei Ascis die DS Trainer) oder etwas mehr Dämfpung (das wären die GT-2000). Finger weg von den Extrem-Dämpfungsmonstern Kayano.
    Oder halt andere Marke und was ähnliches wie der GT-1000.

    Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
    PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
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  5. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von ruca:

    Jannnn (18.11.2019), klnonni (18.11.2019)

  6. #4
    Avatar von klnonni
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    Hallo Jan,
    Du solltest versuchen 3x/Woche zu laufen.
    Wenn Du nur 2x/Woche trainierst sind zwischen den Trainingstagen immer 3-4 Tage Pause und damit erhälst du bloß Deine Form - auch die, die Fehlt.

    Es ist auch nicht zielführend in jedem Training immer gleiche 7 km zu laufen - zumal Du offenbar Überlastungsproblem hast.

    Mein persönlicher Rat, kürze Deine Läufe auf anfangs ~5km und dafür 3x/Woche - einmal im Wohlfühltempo, einmal als Fahrtspiel und einmal ganz in Ruhe je nach Gefühl auch mal bis 6km.

    Ausserdem schaffe Dir ein 2. Paar Schuhe einer anderen Marke an um regelmäßig die Schuhe wechseln zu können, siehe auch was Tommi + Ruca geschrieben haben.

  7. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von klnonni:

    Jannnn (18.11.2019), ruca (18.11.2019)

  8. #5
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Danke, klonni. Den Punkt wollte ich eigentlich auch ansprechen, hatte es dann aber wieder vergessen.

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    klnonni (18.11.2019)

  10. #6

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    Guten Abend zusammen,
    vielen Dank für Eure Antworten. Werde mir die Tipps mal zu Herzen nehmen und weitere Schuhe ausprobieren. Ich hatte allerdings eher so in die Richtung Asics Gel-Nimbus gedacht. Ist der "zu neutral" oder zu sehr gedämpft?

    @dicke_Wade: Das ist halt das Problem, wenn man unwissend in ein Sportfachgeschäft läuft und Verkäufern glaubt. Ich versuche mir gerade etwas Wissen anzueignen, um beim nächsten Mal vorbereitet zu sein ;)
    Ich werde demnächst mal beim Orthopäden aufschlagen und mal schauen, was er dazu sagt. Dann braucht ihr nicht mehr aus der Ferne ran ;)

    Einen schönen Abend

    Gruß Jan

  11. #7
    Avatar von Sportbekloppt
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    Neutral ist neutral. „Zu neutral“ gibt es nicht.

    Ich meine, der Nimbus hat schon eine recht ausgeprägte Dämpfung.

  12. #8
    I am the eye in the sky Avatar von M.Skywalker
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    Ich hatte allerdings eher so in die Richtung Asics Gel-Nimbus gedacht. Ist der "zu neutral" oder zu sehr gedämpft?
    Höhe Ferse: 33 mm
    Sprengung: 13 mm

    Mein erster Gedanke, nein auf Stelzen möchte ich nicht laufen...

    Der GT 1000 hat wohl zwischen 7 und 8 mm Sprengung. Ich würde aus meiner Erfahrung eher in Richtung flacher Aufbau und etwas geringere Sprengung gehen.
    Keep smiling, be optimistic, do something good...

  13. #9
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    Zitat Zitat von Jannnn Beitrag anzeigen
    Ich werde demnächst mal beim Orthopäden aufschlagen und mal schauen, was er dazu sagt.
    Sehr wahrscheinlich die Standardantwort der Orthopäden auf fast alle Probleme: "Einlagen".

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    klnonni (19.11.2019)

  15. #10
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Nix Orthopäde! Sportarzt mit Läufererfahrung!

    Gruss Tommi

  16. #11
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Ich bin eher für „nix Arzt“, falls es nur um
    das angesprochene Problem geht. Der wird die einseitige Überlastung auch nicht wegbekommen, hier im Thread sind ja ein paar gute Ansätze.

  17. #12
    Avatar von bastig
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    @Johann: also der Schuhe scheint meiner Meinung nach nicht das Problem zu sein. Ich hatte anfänglich auch Probleme mit den Schienbeinkanten. Das zog sich über 2 Jahre hin. Ich habe mein Laufpensum in dieser Zeit immer weiter gesteigert und ab war dann der Meinung, dass ich mehr als 70 km in der Woche nie werde laufen können. Ich hatte anfänglich auch leicht gestützte Schuhe. Habe mir aber auch neutrale zugelegt. Dann sogar mit Einlagen einen Versuch gewagt. Mein Herzkeislaufsystem war fit, meine große Laufmuskulatur auch. Nur die Sehnen und Bänder und die kleine Haltemuskulatur waren einfach noch nicht so weit. Ich habe angefangen mit Stabiübungen, wie Wackelbrett und Matte, Einbeinstände usw. Dann wurde es besser und jetzt gehen sogar 125 Kilometer pro Woche in der Marathonvorbereitung. Die Schienbeine sind kein Thema mehr. Dafür gibt es andere Probleme mit der Muskulatur. Alles eine Anpassungssache des Körpers. Da ich mittlerweile nebenher Laufschuhverkäufer bin, kann ich dir sagen, dass die Schuhe so wie sie bei dir jetzt abgelaufen sind, erstmal nicht falsch erscheinen. Der erste Bodenkontakt ist mit der Ferse ausssen. Dann kommt die Belastung auf den ganzen Fuß und hier sieht man an der Innenkante den meisten Abrieb. Was darauf hindeute, dass du schon etwas nach innen kippst. Die GT 1000 sind wirklich nur leicht unterstützend. Was für Laufanfänger oft ganz gut ist.

  18. #13

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    Guten Abend zusammen,
    so trotz der Warnungen war ich beim Orthopäden (motioncheck, stattet die Profis vom BVB mit Einlagen aus), habe nochmal eine Laufanalyse machen lassen und die Antwort war natürlich: Einlagen.
    Er hat es mir allerdings sehr verständlich erklärt. Es scheint so, als wenn meine Beine eine leichte O-Stellung haben. Durch die dazukommende Überpronation wird die Schienbeinmuskulatur wohl mehr als üblich belastet. Ich habe mir derweil auch ein weiteres Paar Schuhe zugelegt: Brooks Glycerin 17. neutral und stark gedämpft. Auf diese Schuhe will ich die Einlagen anpassen lassen und werde dann mal weiter berichten.
    Gruß Jan

  19. #14
    Alles im Blick. Avatar von bones
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    Na, das war ja mal wieder ein guter Verkäufer

    "Weil die 08/15-Einlage stets eine Stütze des Fußlängsgewölbes vorsieht, erhalten auch O-beinige Läufer immer wieder eine solche Unterstützung der Fußinnenseite. Und man muss kein Biomechaniker zu sein, um zu verstehen, dass ein O-Bein, das innen unterstützt wird, sich verstärkt. Leider führt das zu einer Mehrbelastung des ohnehin stark belasteten inneren Kniegelenksanteils. Ein irreparabler Gelenkverschleiß kann die Folge sein."

    https://www.matthias-marquardt.com/s...agen/einlagen/
    "Seien Sie sich bewußt, dass das, was Sie über Ihr persönliches Wohlbefinden zu wissen glauben, vielfach das Resultat gezielter Manipulation durch Industrien ist, deren primärer Fokus ihr Gewinnstreben und nicht notwendigerweise Ihre Gesundheit und Sicherheit ist. " Prof. Dr. Tim Noakes

  20. #15

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    Oh man wie frustrierend. Auf wen kann man sich denn heute noch verlassen???
    Kennt jemand einen guten Sportarzt im Raum Osnabrück?
    Vergessen: Die Einlagen werden auf meinen Fuß angefertigt und sind keine 08/15 Einlagen

    Gruß Jan

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