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  1. #1

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    Standard Ist weniger als 30 Minuten am Tag laufen noch sinnvoll?

    Hallo zusammen,

    es ist überall zu lesen, dass man mindestens dreimal die Woche 30 Minuten am Tag laufen sollte, um die gesundheitlich positiven Effekte des Körpers (z.B. Heizkreislauf, Ausdauer o.ä.) fördern zu können. Das entsprechend ja 150 Minuten in der Woche.

    Wie sieht es aus wenn man weniger als 30 Minuten läuft, z.B. 20 Minuten am Tag, aber dafür jeden Tag? Das entsprechend 140 Minuten in der Woche.
    Sind die positiven Wirkungen dann nicht mehr gegeben oder ist das nicht empfehlenswert?

    Da ich im Fitnesscenter Krafttraining und Ausdauertraining und ich meinen Fokus auf Muskelaufbau lege, möchte meinen Trainingsplan kompakter gestalten, um zum Einen meine Kalorienbilanz zu erhöhen und zum Anderen die komplette Trainingsdauer zu reduzieren.
    Auf das Laufen möchte ich aber keineswegs verzichten und überlege daher weniger zu laufen, aber dafür regelmäßiger.

    Wie ist eure Meinung? Sind die gesdunheitlich fördernden Wirkungen des Laufens noch gegeben, wenn man 20 Minuten läuft?

    Vielen Dank und viele Grüße

  2. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Iconianer:

    DrProf (20.01.2020)

  3. #2
    Avatar von Albatros
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    Zitat Zitat von Iconianer Beitrag anzeigen
    […]
    Wie ist eure Meinung? Sind die gesdunheitlich fördernden Wirkungen des Laufens noch gegeben, wenn man 20 Minuten läuft?
    […]
    Ich denke, besser 20 Minuten laufen, als 20 Minuten auf der Couch... Warum ein Lauf von 20 Minuten keine "gesundheitlich fördernde Wirkungen" haben soll kann ich nicht erklären und daher nicht erkennen.
    Allerdings wäre mir der Aufwand (Umziehen, Duschen, etc.) für "nur" 20 Minuten laufen zu groß...
    Zuletzt überarbeitet von Albatros (17.01.2020 um 10:41 Uhr)

  4. #3
    Alles im Blick. Avatar von bones
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    Ich laufe gerne. Für 20 Minuten würde ich mich aber nicht extra umziehen etc.

    Ansonsten:

    "Eine andere Studie ergab, dass drei 35- bis 45-Minuten-Einheiten pro Woche die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit stärker verbessern als fünf Läufe gleicher Intensität à 25 bis 35 Minuten, und das trotz der höheren Trainingshäufigkeit und Gesamtdauer des zweiten Programms. Mög*liche Erklärung: Die ersten zwei Minuten eines jeden Laufs bringen kaum einen Nutzen, denn so lange braucht allein die erhöhte Sauerstoffmenge, um durch die Blutbahnen zu den Zellen zu gelangen. Erst wenn Sauerstoffverbrauch (durch die Belastung) und Sauerstoffnachschub aus dem Energiestoffwechsel im Gleich*ge*wicht sind, fördert das Training die aerobe Ausdauer. Und bei einem 10-Minuten-Lauf fallen zwei „nutzlose“ Minuten halt stärker ins Gewicht als bei 30 oder 40 Minuten. Außerdem ermüden mit län*ge*rer Laufdauer die langsamen Muskelfasern. Die schnellen Muskelfasern springen ihnen bei und „lernen“ so, aerob zu arbeiten. Die Folge: eine insgesamt erhöhte aerobe Kapa*zität und verbesserte Ausdauer."

    https://www.runnersworld.de/lauftrai...-einheit-sein/


    "Seien Sie sich bewußt, dass das, was Sie über Ihr persönliches Wohlbefinden zu wissen glauben, vielfach das Resultat gezielter Manipulation durch Industrien ist, deren primärer Fokus ihr Gewinnstreben und nicht notwendigerweise Ihre Gesundheit und Sicherheit ist. " Prof. Dr. Tim Noakes

  5. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von bones:

    FaRoRa (17.01.2020)

  6. #4
    Avatar von Malu68
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    Zitat Zitat von Iconianer Beitrag anzeigen

    es ist überall zu lesen, dass man mindestens dreimal die Woche 30 Minuten am Tag laufen sollte, um die gesundheitlich positiven Effekte des Körpers (z.B. Heizkreislauf, Ausdauer o.ä.) fördern zu können. Das entsprechend ja 150 Minuten in der Woche.

    Finde den Rechenfehler....
    Wir sind vom Leben gezeichnet in den buntesten Farben, und wir tragen sie mit Stolz, unsere Wunden und Narben (SDP)

    Dieser Weg wird kein leichter sein...(Teil 1)
    In Ruhe alt werd´ich später.....(Forts.)

    Kölner Zoolauf 07/2017 8,6 km
    Kölner Brückenlauf 09/2017 15,65 km 1:43:xx
    HM Köln 10/2017. 21,1 km 2:18.xx

  7. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Malu68:

    Caia (22.01.2020), JoelH (17.01.2020)

  8. #5

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    ich habe mich vertippt. Es sollten 5 x 30 Minuten sein, also 150 Minuten

  9. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Iconianer:

    DrProf (20.01.2020)

  10. #6

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    Zitat Zitat von bones Beitrag anzeigen
    Ich laufe gerne. Für 20 Minuten würde ich mich aber nicht extra umziehen etc.

    Ansonsten:

    "Eine andere Studie ergab, dass drei 35- bis 45-Minuten-Einheiten pro Woche die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit stärker verbessern als fünf Läufe gleicher Intensität à 25 bis 35 Minuten, und das trotz der höheren Trainingshäufigkeit und Gesamtdauer des zweiten Programms. Mög*liche Erklärung: Die ersten zwei Minuten eines jeden Laufs bringen kaum einen Nutzen, denn so lange braucht allein die erhöhte Sauerstoffmenge, um durch die Blutbahnen zu den Zellen zu gelangen. Erst wenn Sauerstoffverbrauch (durch die Belastung) und Sauerstoffnachschub aus dem Energiestoffwechsel im Gleich*ge*wicht sind, fördert das Training die aerobe Ausdauer. Und bei einem 10-Minuten-Lauf fallen zwei „nutzlose“ Minuten halt stärker ins Gewicht als bei 30 oder 40 Minuten. Außerdem ermüden mit län*ge*rer Laufdauer die langsamen Muskelfasern. Die schnellen Muskelfasern springen ihnen bei und „lernen“ so, aerob zu arbeiten. Die Folge: eine insgesamt erhöhte aerobe Kapa*zität und verbesserte Ausdauer."

    https://www.runnersworld.de/lauftrai...-einheit-sein/


    super vielen Dank für den Link. Genau so einen Beitrag hatte ich gesucht !

  11. #7

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    Zitat Zitat von Iconianer Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    es ist überall zu lesen, dass man mindestens dreimal die Woche 30 Minuten am Tag laufen sollte, um die gesundheitlich positiven Effekte des Körpers (z.B. Heizkreislauf, Ausdauer o.ä.) fördern zu können. Das entsprechend ja 150 Minuten in der Woche.
    Dabei beziehst du dich wahrscheinlich auf die WHO Empfehlung, die 150 Minuten leichte Bewegung oder 75 Minuten intensive Bewegung pro Woche empfiehlt. Die geben dabei selbst an, dass die Sporteinheiten beliebig aufgeteilt werden können, aber mindestens in Blöcken zu 10 Minuten erfolgen sollten.
    Warum längere Blöcke durchaus auch andere Vorteile haben können, hat dir Bones schon verlinkt.

    Hier nur der Link zur WHO-Seite:
    https://www.who.int/dietphysicalacti...eet_adults/en/

  12. #8
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    Für zwanzig Minuten würde ich mich nicht umziehen. Aber jeder wie er will. Jede Minute ist 'ne Minute.

  13. #9
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    20 Minuten finde ich viel (wenn man dabei 7-8km schafft)
    Fack ju cencer!
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  14. #10
    Alles im Blick. Avatar von bones
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    20 Minuten finde ich viel (wenn man dabei 7-8km schafft)
    Ich finde, für 7-8KM ist das sehr wenig Zeit.
    "Seien Sie sich bewußt, dass das, was Sie über Ihr persönliches Wohlbefinden zu wissen glauben, vielfach das Resultat gezielter Manipulation durch Industrien ist, deren primärer Fokus ihr Gewinnstreben und nicht notwendigerweise Ihre Gesundheit und Sicherheit ist. " Prof. Dr. Tim Noakes

  15. #11
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Zitat Zitat von Iconianer Beitrag anzeigen
    es ist überall zu lesen, dass man mindestens dreimal die Woche 30 Minuten am Tag laufen sollte
    Zitat Zitat von Iconianer Beitrag anzeigen
    ich habe mich vertippt. Es sollten 5 x 30 Minuten sein, also 150 Minuten
    Jetzt wüsste aber ich gerne mal, wo geschrieben steht, dass man mindestens 5x die Woche laufen soll.

  16. #12
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von bones Beitrag anzeigen
    Ich finde, für 7-8KM ist das sehr wenig Zeit.
    Hängt von Deinen Ambitionen ab.
    Fack ju cencer!
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  17. #13
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen
    Jetzt wüsste aber ich gerne mal, wo geschrieben steht, dass man mindestens 5x die Woche laufen soll.
    Bei den Plänen für meine Frau. Sie ignoriert die Vorgaben aber völlig!
    Fack ju cencer!
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  18. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Rolli:

    ruca (17.01.2020), RunSim (17.01.2020)

  19. #14
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    20 Minuten sind 20 Minuten egal wie weit man dabei läuft.

    Zumal die Pace nichts über die abgesonderte Schweißmenge aussagt. Es gab Zeiten da habe ich mit 10 Minuten gehen mehr Schweiß abgegeben als heute mit 2 Stunden laufen.

  20. #15
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von JoelH Beitrag anzeigen
    20 Minuten sind 20 Minuten egal wie weit man dabei läuft.
    Bestimmt nicht.
    Wenn man 20 Minuten von Couch bis zum Kühlschrank läuft, hat das eine andere gesundheitliche Auswirkung auf den Körper, als 20 Minuten in 3'/km im Park.
    Fack ju cencer!
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  21. #16
    Alles im Blick. Avatar von bones
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Hängt von Deinen Ambitionen ab.
    Oder von ganz neuen Nike Wunderschuhen.....
    "Seien Sie sich bewußt, dass das, was Sie über Ihr persönliches Wohlbefinden zu wissen glauben, vielfach das Resultat gezielter Manipulation durch Industrien ist, deren primärer Fokus ihr Gewinnstreben und nicht notwendigerweise Ihre Gesundheit und Sicherheit ist. " Prof. Dr. Tim Noakes

  22. #17

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    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen
    Jetzt wüsste aber ich gerne mal, wo geschrieben steht, dass man mindestens 5x die Woche laufen soll.
    steht nirgendwo. I.d.R. wird von drei- bis viermal die Woche für 30 Minuten erwähnt.

    https://www.focus.de/gesundheit/expe...d_7904789.html

    Ich persönlich aber laufe 5 mal die Woche für 30 Minuten, um im Rythmus zu bleiben.

  23. #18
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Zitat Zitat von JoelH Beitrag anzeigen
    Es gab Zeiten da habe ich mit 10 Minuten gehen mehr Schweiß abgegeben als heute mit 2 Stunden laufen.
    Ja, der letzte Hitzesommer war schon fies.

    Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
    PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
    Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)


  24. #19
    Avatar von U_d_o
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    Zitat Zitat von Iconianer Beitrag anzeigen
    es ist überall zu lesen, dass man mindestens dreimal die Woche 30 Minuten am Tag laufen sollte, ... Das entsprechend ja 150 Minuten in der Woche.
    mit der Gleichung 3 x 30 min = 150 min komme ich irgendwie nicht klar

    Zitat Zitat von Iconianer Beitrag anzeigen
    Wie sieht es aus wenn man weniger als 30 Minuten läuft, z.B. 20 Minuten am Tag, aber dafür jeden Tag? Das entsprechend 140 Minuten in der Woche.
    Sind die positiven Wirkungen dann nicht mehr gegeben oder ist das nicht empfehlenswert?
    Hallo Iconianer,

    ich verzichte auf die Darbietung meiner eigenen Meinung, obschon ich natürlich eine habe. Dafür ein Zitat:

    "Eine für alle Altersgruppen und alle Lebensumstände einheitliche Empfehlung für das Maß an optimaler körperlicher Aktivität ist nicht möglich."


    Das Zitat stammt aus der Veröffentlichung der Arbeitsergebnisse von Prof. Dr. med Holger Gabriel. Zur Zeit der Veröffentlichung hatte er einen Lehrstuhl an der Uni in Jena inne. Der Artikel ist unter dem hinterlegten Link zugänglich. Da sich der Autor offensichtlich nicht mit Allgemeinplätzen allein zufrieden geben wollte, gibt er zumindest einen Anhaltswert für Schulkinder und Jugendliche und einen davon abweichenden für Erwachsene:

    "Die epidemiologischen Erkenntnisse fügen hinzu, dass ein Optimum für Sporttreibende bei der Verbrennung von 1200–2000 kcal pro Woche liegt."

    Wenn man nun davon ausgeht, dass ein Erwachsener ca. 300 bis 400 kcal in 30 min Lauftraining verbraucht (der tatsächliche Wert ist bekanntermaßen von vielen Faktoren abhängig), dann wird klar, dass die von dir zitierten 3 x 30 min pro Woche das "Optimum" verfehlen. Tatsächlich müsste man wohl 5 bis 6 mal die Woche eine halbe Stunde trainieren, wollte man Gabriels Erkenntnissen gerecht werden.

    Andererseits wird dir jeder Arzt sagen, dass jede Form der Bewegung, die ihrer Anstrengung nach zur "Schweißbildung" führt der Gesundheit zuträglich ist. Ich habe schon mehrfach - ohne das allerdings jetzt mit Quellen belegen zu können - gelesen und/oder in Fernsehbeiträgen gehört, dass es wichtig ist, sich wenigstens einmal täglich so anzustrengen, dass man dabei ins Schwitzen kommt. Und keine dieser Stimmen machte dabei eine Zeitvorgabe.

    Wer sich in die zitierte Lektüre vertieft, der wird nachlesen können, wie vehement das menschliche Immunsystem auf sportliche Aktivitäten reagiert und zwar von der ersten Minute an. Letztlich ist die positive Wirkung des Sports auf das Immunsystem dadurch gegeben, dass es durch die Anstrengung "trainiert" wird. Und dieses Training ist auch unterhalb von 30 min Joggen gegeben.

    Ich will die segensreiche Wirkung von Aktivitäten aber nicht nur auf das Immunsystem beschränken. Es gibt da noch eine Menge andere. Zum Beispiel die Verbesserung der mentalen Befindlichkeit. Oder auch nur die Notwendigkeit, dass der Mensch seinen von der Evolution zur Vorwärtsbewegung bei aufrechter Gangart designten Körper in eben dieser Weise - also gehend und laufend - benutzen muss, um ihn gesund zu erhalten. Wer das nicht einordnen kann, sollte (als ein Beispiel) bedenken: In den meisten Fällen entsteht Arthrose in den Gelenken nicht durch Über- sondern durch eklatante Unterbelastung. Arthrose bedeutet, dass die Knorpelmasse abgescheuert ist und Knochen auf Knochen reibt. Bei zu geringer Beanspruchung bekommt der Gelenkknorpel nicht ausreichend Gelegenheit sich zu ernähren. Das Gelenk wird nicht durchblutet, wie etwa die Muskulatur. Durch Druckbelastung anlässlich der Bewegung entsteht eine Art Pumpwirkung, die Nährstoffe ins Gelenk "saugt".

    Ich erinnere mich an eine Szene in einer öffentlichen Sauna. Als ich die Schwitzkabine betrat, saßen da schon drei Damen, fortgeschrittenen Alters, etwa dem meinen entsprechend. Jede der drei ungelogen mindestens so breit wie hoch - wenn ihr versteht, was ich meine. Ich legte mich abseits auf eine Bank. Eigentlich wollte ich nur meine Ruhe, entspannen und mir die Folgen eines zuvor "durchlittenen" harten Lauftrainings aus den Muskeln schwitzen. Aber wie das so ist, wenn sich da wer in Zimmerlautstärke unterhält - du bist dazu verdammt zuzuhören. Also hörte ich wie sie sich gegenseitig anjammerten, lamentierten, klagten. Wie weh ihnen alles täte, jeder Schritt, länger Stehenmüssen, Bücken, etc. Und besonders eine legte sich klagend ins Zeug, berichtete von den Schmerzen, die ihr das vor nicht allzu langer Zeit eingesetzte künstliche Hüftgelenk beim Gehen bescherte. Gerade diese Frau, das war nicht zu überhören, fühlte sich vom Schicksal in krasser Weise gebeutelt und benachteiligt. Dass ausgerechnet sie das alles über sich habe ergehen lassen müssen ... Bevor ich mich in unziemlicher Weise zur Kausa künstliches Hüftgelenk etwa mit der Bemerkung "Sie sind doch selber schuld, dass sie ihr Gelenk kaputt gemacht haben" einlassen konnte, war zum Glück meine Schwitzsession abgelaufen. Mir ging das unreflektierte Gelaber auf den Keks. Vor allem die Unfähigkeit der drei, insbesondere der Operierten, einen Zusammenhang zwischen ihren Beschwerden/Erkrankungen und den (wirklich!) gewaltigen Körpermassen herzustellen. Mich daran erinnernd kann ich nur sagen: 3 x 30 min Joggen in der Woche hätten den drei vermutlich viele Sorgen genommen.

    Und wenn jetzt jemand denkt, dass die Damen mit ihren gigantischen Körpern gar keine 30 min, vielleicht nicht mal 10 Schritte joggen können, dann entgegne ich: Das ist sogar sehr wahrscheinlich, dass sie das nicht können. Aber ist es nicht ebenso wahrscheinlich, dass sie beim ernsthaften Versuch es zu tun erkennen MÜSSEN, welchen Missbrauch sie ihrem Körper zumuten? Folglich nicht vom Schicksal benachteiligt sind, sondern allenfalls für ihre Verfehlungen von ihm "bestraft" werden. Und Selbsterkenntnis war noch immer eine der wichtigsten Voraussetzungen zur Verhaltensänderung.

    Fazit: Jede Form der Bewegung, unabhängig von der Dauer, ist gesund. Man muss nicht das oben zitierte "Optimum" erreichen, um von der positiven Wirkung des Sports zu profitieren.

    Gruß Udo

    PS: Na ja, anders als im einleitenden Satz versprochen, steckt da doch einiges an (meiner) Meinung drin. Tschuldigung konnte so gar nicht an mich halten
    "Faszination Marathon", die Laufseite von Ines und Udo auch für Einsteiger.
    Mit Trainingsplänen für 10 km, Halbmarathon, Marathon und Ultraläufe

    PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
    Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf 2015: 10. Gesamtplatz, Deutscher Meister in AK M60 (200,720 km) / Spartathlon 2016: 34:47:53 h

  25. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von U_d_o:

    Lilly* (03.02.2020), ScorpAeon (20.01.2020)

  26. #20

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    Zitat Zitat von Iconianer Beitrag anzeigen
    Sind die gesdunheitlich fördernden Wirkungen des Laufens noch gegeben, wenn man 20 Minuten läuft?
    Ja, aber Zeit sparst du nicht, weil du mehr Zeit für umkleiden und duschen benötigst und von Training sollte man auch nicht sprechen, wenn man immer das gleiche läuft, das ist dann Routine.

  27. #21
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Holla, ein ganz neuer U_D_O!

    Aber ich gebe dir zu 100% Recht, was die drei Grazien aus der Sauna betrifft. Dabei hätten die m.E. nicht einmal das Laufen anfangen müssen. Lebenslang aktiv zu bleiben, 10.000 Schritte am Tag zu tun, Treppe statt Fahrstuhl, zu Fuß zum Bäcker statt mit dem Auto etc. etc. hätten es vermutlich auch getan. Neben einer vollwertigen Ernährung selbstverständlich, statt "Aber bitte mit Sahne!".

  28. #22

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    Darf ich noch anmerken, dass nicht jeder, der es an der Hüfte hat, selbst Schuld ist?
    Danke!
    Aber generell kommt es ja - zurück zum Thema - auf das Ziel an... Wenn ich den nächsten HM in 1:40 laufen mag, komme ich mit 5x30 min sicher nicht hin, oder?

  29. #23
    Avatar von Vögelchen
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    Zitat Zitat von U_d_o Beitrag anzeigen
    Ich erinnere mich an eine Szene in einer öffentlichen Sauna. Als ich die Schwitzkabine betrat, saßen da schon drei Damen, fortgeschrittenen Alters, etwa dem meinen entsprechend. Jede der drei ungelogen mindestens so breit wie hoch - wenn ihr versteht, was ich meine. Ich legte mich abseits auf eine Bank. Eigentlich wollte ich nur meine Ruhe, entspannen und mir die Folgen eines zuvor "durchlittenen" harten Lauftrainings aus den Muskeln schwitzen. Aber wie das so ist, wenn sich da wer in Zimmerlautstärke unterhält - du bist dazu verdammt zuzuhören. Also hörte ich wie sie sich gegenseitig anjammerten, lamentierten, klagten. Wie weh ihnen alles täte, jeder Schritt, länger Stehenmüssen, Bücken, etc. Und besonders eine legte sich klagend ins Zeug, berichtete von den Schmerzen, die ihr das vor nicht allzu langer Zeit eingesetzte künstliche Hüftgelenk beim Gehen bescherte. Gerade diese Frau, das war nicht zu überhören, fühlte sich vom Schicksal in krasser Weise gebeutelt und benachteiligt. Dass ausgerechnet sie das alles über sich habe ergehen lassen müssen ... Bevor ich mich in unziemlicher Weise zur Kausa künstliches Hüftgelenk etwa mit der Bemerkung "Sie sind doch selber schuld, dass sie ihr Gelenk kaputt gemacht haben" einlassen konnte, war zum Glück meine Schwitzsession abgelaufen. Mir ging das unreflektierte Gelaber auf den Keks. Vor allem die Unfähigkeit der drei, insbesondere der Operierten, einen Zusammenhang zwischen ihren Beschwerden/Erkrankungen und den (wirklich!) gewaltigen Körpermassen herzustellen. Mich daran erinnernd kann ich nur sagen: 3 x 30 min Joggen in der Woche hätten den drei vermutlich viele Sorgen genommen.

    Und wenn jetzt jemand denkt, dass die Damen mit ihren gigantischen Körpern gar keine 30 min, vielleicht nicht mal 10 Schritte joggen können, dann entgegne ich: Das ist sogar sehr wahrscheinlich, dass sie das nicht können. Aber ist es nicht ebenso wahrscheinlich, dass sie beim ernsthaften Versuch es zu tun erkennen MÜSSEN, welchen Missbrauch sie ihrem Körper zumuten? Folglich nicht vom Schicksal benachteiligt sind, sondern allenfalls für ihre Verfehlungen von ihm "bestraft" werden. Und Selbsterkenntnis war noch immer eine der wichtigsten Voraussetzungen zur Verhaltensänderung.

    Fazit: Jede Form der Bewegung, unabhängig von der Dauer, ist gesund. Man muss nicht das oben zitierte "Optimum" erreichen, um von der positiven Wirkung des Sports zu profitieren.

    Gruß Udo

    PS: Na ja, anders als im einleitenden Satz versprochen, steckt da doch einiges an (meiner) Meinung drin. Tschuldigung konnte so gar nicht an mich halten

    Udo, solche Damen sind meine Patienten und mein Job ist es, ihnen nahezubringen, dass mehr Bewegung und Muskelaufbau den Gelenken hilft, auch wenns erstmal weh tut. Und weniger Gewichtmit sich rum tragen natürlich auch.

    Wenn mir nochmal jemand kommt mit "So viel Laufen kann doch nicht gesund sein, das macht die Gelenke kaputt

  30. #24
    Avatar von Vögelchen
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    Zitat Zitat von Katz Beitrag anzeigen
    Darf ich noch anmerken, dass nicht jeder, der es an der Hüfte hat, selbst Schuld ist?
    Danke!
    Aber generell kommt es ja - zurück zum Thema - auf das Ziel an... Wenn ich den nächsten HM in 1:40 laufen mag, komme ich mit 5x30 min sicher nicht hin, oder?
    Nein alle nicht, aber der weitaus überwiegende Anteil hätte es zumindest mit mehr Bewegung und weniger Gewicht deutlich leichter.

    Ich arbeite in einer orthopädischen Reha und Hüft - und Knie-TEP sind das Hauptgeschäft. In die Arztbriefe muss ich immer Größe und Gewicht reinschreiben- da fällt schon auf, dass geschätzt 75% Übergewicht haben.

  31. #25
    Deichfesttreter Avatar von blende8
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    Zitat Zitat von bones Beitrag anzeigen
    "Eine andere Studie ergab, dass drei 35- bis 45-Minuten-Einheiten pro Woche die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit stärker verbessern als fünf Läufe gleicher Intensität à 25 bis 35 Minuten, und das trotz der höheren Trainingshäufigkeit und Gesamtdauer des zweiten Programms."
    Sowas ähnliches habe ich auch mal gelesen, dass erst ab 30+ min die Anpassungen richtig beginnen.
    Ich würde das Training trennen, einen Tag Kraft, einen Tag Ausdauer oder so ...

    Homo cursor, M50, Bestzeitenjäger 2011-15 (19:11, 39:22, 61:45, 1:29), seitdem Spaßläufer
    "Training ist wie ein Medikament. Wenn ich es überdosiere, habe ich irgendwann auch die Nebenwirkungen." (R. Hambrecht, Kardiologe)

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