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  1. #1
    Avatar von Menrol
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    Standard Widerstand Nabenlager

    Hallo, Tretrollerfahrer,

    bevor ich zu meiner Frage komme, kurz zu meiner Geschichte. Ich habe mir nach einem SPIEGEL-Artikel so vor zwei Jahren über Tretroller kurzentsschlossen so ein Teil gekauft, und zwar einen Kostka-Tour G5. Seitdem hat sich mein Leben geändert. Früher praktsich alles mit dem Rad gefahren, steht das Teil nur noch in der Ecke, und ich fahre nahezu alle Strecken im Umkreis von 20km mit dem Roller an. So bin ich jetzt schon knapp 6000 km gefahren, auch weil ich bei jedem Wetter in die Arbeit fahre, 25 km hin und zurück, Gelände leicht wellig, praktisch alles Schotterweg, also extrem anstrengend. Ich habe es auf alle Fälle noch nie geschafft, ohne 95% Puls
    (mindestens) am Ziel anzukommen. Bin selbst 56, komme aus Oberbayern wiege 100kg , max. Durchschnittgeschwindigkeit mit dem KOSTKA über 25 km, 150 hm, Teer, 21km/h, also für meinen Geschmack ganz schön flott, auf alle Fälle kenne ich keinem in meinem Bekanntenkreis, dem ich zutrauen würde, mit mir mitzuhalten. Ich habe meiner Frau übrigens auch einen Roller geschenkt, und wir fahren auch gelegentlich, aber leider nur sehr langsam. Trotzdem ist zu zweit natürlich sehr schön. Bin übrigens noch nie einem andren Rollerfahrer begegnet. Ich würde wahnsinnig gerne zu zweit mit jemand durch Gegend düsen!
    So, uns nun zu meinen Fragen. Seit geraumer Zeit hatte ich das Gefühl, dass mich das Tretrollern mehr anstrengt als zuvor, irgendwie hat die Wahrnehmung Geschwindigkeit/Anstrengung nicht mehr gepasst, also entweder hat meine Kondition nachgelassen, oder der Roller ging schwerer. So habe ich meine beider Tretroller genommen (6000km der Eine, 250km der Andere), sie auf den Rücken gestellt, und alle Räder gleichzeitig mit der gleichen Geschwindigkeit angedreht. Das 6000km-Rad hat sich dann ca 30 Sekunden weitergedreht, das 25km-Rad über 5 Minuten, soweit, so klar, dachte ich, Ursache gefunden. Ich bin dann am nächsten Tag mit meinem Sohn (80kg) eine Runde gefahren, und da haben wir uns gleichzeitig einen Berg runterrollen lassen, Teer, Reifendruck gleich, und siehe da, ich kam viel weiter und wahr signifikant schneller, was man natürlich mit dem größeren Gewicht und einem wahrscheinlich niedrigeren cw-Wert ( bei mit optimal, wie Flunder) erklären könnte.
    Auf alle Fälle habe ich versucht, die Lager mal auszubauen, um sie mir anzuschauen, hatte aber keine Chance, das System zu öffnen, und fand auch nichts im Internet, wie das geht (Ist aber wohl ein Kostka-Konstruktion).
    Also jetzt meine Fragen:

    Wie schätzt ihr die Bedeutung des Lagerwiderstandes im Vergleich zum Abroll - und Luftwiderstand ein?
    Kann/darf nach 6000km der Lagerwiderstand so stark ansteigen, (oder war das Rad von Haus schwergängig)?
    Kann man so ein Lager selbst reparieren?
    Gibt es Leute, die so etwas reparieren können?
    Die Laufräder von Kostka kosten 80 Euro/Stück. Es gibt im Internet viel günstigere. Ist das zu empfehlen?
    Hat irgendjemand Lust, in Oberbayern mit mir gelegentlich eine flotte Runde zu drehen?

    Viele Dank für die Ratschläge

    Roland (aus Bayern)


  2. #2
    Kickbikerin Avatar von KarinB
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    Standard

    Hallo Roland,

    Hallo und willkommen im Forum. Da bist du ja ganz schön fit geworden durch das Rollerfahren. Da muß ich zustimmen, 21 km/h sind schon ganz schön schnell. Da werden wenige Frauen mithalten können. Und es ist auch nicht jedermann's Sache mit so hohem Puls ständig zu fahren. Vielleicht wäre ja mal ein Tretrollerrennen was für dich.

    Der Lagerwiderstand der Naben ist ganz gering und vernachlässigbar. So kursiert es überall im Internet. Hier hat jemand etwas aus dem Tour-Heft zitiert (Post Nr. 29): https://www.triathlon-szene.de/forum...t=16992&page=4
    Reifen machen da viel mehr aus oder das Gewicht der Laufräder.

    Wenn eine Nabe kaputt ist, sieht es natürlich anders aus. Am ehesten merkt man es wenn man das Rad ausbaut und an den Achsen anfasst und es dann dreht (ohne den Schnellspanner). Dann merkt man auch sofort ob es kratzig läuft.

    Es gibt 2 Arten von Lagern, Konuslager mit Kugeln und Kontermuttern, die man mit Spezialwerkzeug wieder einstellen muß nachdem man sie geöffnet hat.

    Dann gibt es noch sogenannte Industrielager, die eigentlich wartungsfrei sind mit gedichteten Rillenkugellagern. Soweit ich weiß kann man Lager ersetzen, wurde glaube ich auch mal hier im Forum beschrieben.

    Welchen Nabentyp jetzt der Kostka hat, weiß ich nicht. Ich würde den Roller zu einem Fahrradhändler bringen, soll der nachschauen ob ein oder beide Lager defekt sind und ob man's reparieren kann. Vielleicht ist ja auch noch Garantie drauf? 6000 km sind nicht so viel dass Lager kaputtgehen sollten, aber man weiß ja nie wenn sie von der Fabrik aus ohne Fett und nicht richtig eingestellt geliefert wurden.

    80 € für ein Laufrad sind nicht sonderlich viel, sollte so gute Mittelklasse sein für den Preis. Ein ganz billiges wird bleischwer sein und wahrscheinlich noch schneller kaputt gehen. Allerdings würde ich auch nicht wieder eins von Kostka kaufen, falls die jetzigen bereits defekt sind. Man muß auch immer schauen, dass alles zusammenpasst. Wenn man Rennradreifen benutzen will, die passen nicht auf breite Felgen. Und auf schmale Felgen passen umgekehrt keine breiten Reifen. Und außerdem: Kostka hatte doch irgendwann mal schmale Naben, eine Eigenkreation, also weniger als der Fahrradstandard von 100 mm, also erst mal die Nabenbreite bzw. Rahmen- und Gabelbreite messen.

    Gruß
    Karin

  3. #3

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    Hallo und für deine Fahrleistungen!

    Zu deinem Nabenproblem und eventuellem neuen Laufrad: frag mal den Lutz s.u. (ruhig erst mal telefonisch); äußerst hilfsbereit (meine eigene Erfahrung und auch die vieler anderer aus dem Liegeradbereich) und auch sehr weit im Süden der Republik
    Wenn du bei ihm bestellen solltest: sehr flott und zuverlässig.
    Und: bei deinen Strecken sind 80€ für ein Laufrad gut angelegt; billiger ist vermutlich etwas Vernünftiges auch nicht zu bekommen.

    Viel Erfolg bei Fehlersuche und -Beseitigung!
    Gruß, rolpra

    Ginkgo - Veloteile
    Credilitzer Straße 47
    96450 Coburg
    Deutschland
    Telefon:
    09561-2480680
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    kontakt@g-fv.de

    https://www.ginkgo-veloteile.de/ginkgoshop/



  4. #4
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    Danke für deine Antwort und deine Tipps.
    Ich hatte mir schon gedacht, dass der Abrollwiederstand wahrscheinlich der mit Abstand größte ist. Wenn man die Räder, wie du schreibst, zwischen die Finger nimmt, dann ist da aber schon ein deutlicher Unterschied zu merken, aber es ruckt nicht, wie bei einem Lagerschaden., aber irgendwie unangenehm. Du weisst ja sicher, wie gut man sich seine Kraft einteilen muss. Also werde ich wohl neue Räder kaufen.
    Habe übrigens schon viele deiner Beiträge gelesen.

    Gruß

    Roland

  5. #5
    Avatar von Menrol
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    Danke für die Info. Bin übrigens heuer mal durch Coburg gerollert. Sehr schön, und unten sehr eben

  6. #6
    Je oller, desto Roller Avatar von Kollo
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    Also ein Rad, das sich nach dem Anschubsen nur 30 Sekunden weiterdreht, mag ja vielleicht schon etwas verschlissene/verdreckte Naben haben, wird aber nur einen zusätzlichen Kraftaufwand von null-komma-irgendwas Watt erfordern. Da hat die Wahl der Kleidung einen größeren Einfluss auf den benötigten Kraftaufwand. Dennoch wohl der richtige Zeitpunkt, die Laufräder zu wechseln.

    Der Hinweis auf Gingko ist zwar grundsätzlich hilfreich, da aber der G5 auch vorne eine schmale Nabe verwendet, müsstest Du Dir die Laufräder bauen lassen und dann könntest Du auch gleich einen neuen G5 kaufen und noch Geld sparen. Ich würde aber mal nachschauen, ob man die Lager wechseln kann, was ich für einigermaßen wahrscheinlich halte.

    Jedenfalls solltest Du Laufräder direkt bei Kostka bestellen, da man passende wegen der schmalen Naben nicht irgendwo im Fahrradhandel "von der Stange" bekommt.

  7. #7
    Avatar von Reser
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    6000km sind eigentlich keine große Laufleistung für ein Radlager. Wenn das Rad ohne Rucken läuft (wenn du die Achse in der Hand hälst) würde ich einen Lagerschaden oder Verunreinigung ausschließen. Bleibt noch verharztes Fett oder falsche Einstellung der Lager, falls es keine Industrielager sind. Versuch doch mal mit einer Spritze (mit Nadel) ein paar Tropfen Öl in die Lager zu bringen (vorher natürlich gut sauber machen, damit kein Dreck hineingeschwemmt wird), das kann Wunder wirken.

    Grüße,
    Andreas

  8. #8
    Kahli
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    Kostka Radlager

  9. #9

  10. #10
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    Hallo Leute, danke für die vielen Tipps.
    Kahli, das ist genau die Nabe, die ich habe. Wie bist du von Bild1 zu Bild2 gekommen. Fährst du da mit einem Schraubenzieher rein?
    Bin heute übrigens eine wunderschöne Runde durchs Kochler Moor bei -5 Grad gefahren.

  11. #11
    Kahli
    Gast

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    Moin
    Ich habe eine Spitzzange genommen. Als Schutz für den Alukonus ein Stück Fahrradschlauch untergelegt, der ist nur gesteckt.
    Bitte niemals Öl für Radlager verwenden!!!
    Du kannst die Lager mit einem Pinsel und Diesel säubern, anschließend neu fetten und drückst die Staubkappe mittels eines Wattestäbchens wieder rauf.
    Dann müßte das wieder schnackeln
    Lager Tauschen kannste immer noch, viel Erfolg und schönes Wochenende,
    Grüße Jörg

  12. #12
    Avatar von Reser
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    Wieso "Bitte niemals Öl für Radlager verwenden!!!"?
    Wenn man an die Lager drankommt ist Fett natürlich besser, aber ich glaube nicht, dass ein paar Tropfen Öl Schaden anrichten, solange man das Fett nicht ausschwemmt. Beim Fahrrad habe ich zum Verdünnen vom Fett öfter Öl benutzt, da ich es als Alltagsverkehrsmittel dringend gebraucht habe und nicht immer die Zeit für eine richtige Wartung da war. Da ich auf ~350.000km nur 5 Lagersätze verschlissen habe, kann ich wohl nicht ganz falsch liegen.
    Aber das ist leider nur Praxis und keine Theorie....

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