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  1. #9301
    Avatar von Antracis
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    Söder beweist mal wieder extremes Fingerspitzengefühl. Wir stehen gerade mal mal am Anfang der Impfung, haben noch keine belastbaren Zahlen, höchstens ein paar besorgniserregende Umfragen mit niedriger Impfbereitschaft der Pflegekräfte. Nun könnte man einfach mal abwarten, wie sich die Impfbereitschaft entwickelt. Und natürlich Aufklären und motivieren.

    Oder man ist halt Söder und bringt die Impfpflicht für Pflegekräfte ins Spiel und gießt ordentlich Öl ins Feuer. Die Stimmung in der Berufsgruppe ist offenbar noch nicht schlecht genug.

  2. Folgenden 3 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Antracis:

    d'Oma joggt (12.01.2021), DerC (12.01.2021), klnonni (12.01.2021)

  3. #9302
    Avatar von klnonni
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    Zitat Zitat von Antracis Beitrag anzeigen
    Oder man ist halt Söder und bringt die Impfpflicht für Pflegekräfte ins Spiel und gießt ordentlich Öl ins Feuer. Die Stimmung in der Berufsgruppe ist offenbar noch nicht schlecht genug.
    +1

    Auch unter den Krankenpfleger/innen und Ärzte soll es wohl eine größere Gruppe von Impfskeptiker geben.
    Aber wie ich schon einmal schrieb, nicht jeder der nicht sofort jubelnd vorprescht ist ein Impfverweigerer.

    Die meisten dieser Berufsgruppe warten mit der Impfung doch nicht um andere zu ärgern oder zu gefährden sondern
    weil sie für sich eine Risikoabwägung getroffenen haben.
    Und an den hohen Hgienevorschriften die in der Pflege angewand werden müssen ändert eine Impfung ja auch nichts.
    Jede Arbeit muss auch weiterhin so ausgeführt werden, als sei man selbst potenziell infektiös oder von einer Infektion bedroht.

    Je mehr geimpft werden und bei denen sich keine oder nur geringe Impfreaktionen und Nebenwirkungen zeigen,
    desto größer wird die Bereitschaft in allen Gruppen der Bevölkerung sein sich selbst impfen zu lassen.

    Es ist alles wie in der Physik, Druck erzeugt Gegendruck

  4. #9303
    I am the eye in the sky Avatar von M.Skywalker
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    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Was mich an der ganzen Sache zugegeben etwas nervt ist ein Verweis auf Kosten:Nutzen. Den können wir nicht genau abschätzen. Da kann sicher Geld in die Luft aufgehen. Aber die prognostizierten, akuten Kosten (ohne Langzeiteffekt) der "aktuellen" Lage waren bei 1-2 Milliarden pro Tag und das war vor einer Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns.
    Was würden ein paar vernünftige Studien kosten? 6h? 12h? Und selbst wenn es 24h sind und davon 18h in die Luft gehen...
    Da noch zu diskutieren ist für mich absurd.
    Unabhängig, von den Kosten, welche da alle dann mit einbezogen werden, ist die finanzielle Größenordnung von 1 -2 Mrd. für den Lockdown aus meiner Sicht korrekt. Durch die Dauer macht er zudem viele wirklich krank und selbst diejenigen die davon weniger betroffen sind, würden wohl sicher 9 normale Jahre gegen 10 mit den Beschränkungen tauschen. Bisher wird so was gar nicht gegen gerechnet.

    Vernünftige Studien würden ja nicht nur die Quoten sondern auch regionale Unterschiede zeigen. Naheliegende Gedanken in Hotspots gezieltere Kampagnen durchzuführen werden politisch eher abgelehnt. Warum? 10...20% der bundeweit verfügbaren Ressourcen des Impfstoffes regional eingesetzt, könnten dort die Situation in Krankenhäusern in wenigen Wochen entspannen.

    Ob nun Welle 3 durch mutierte Viren ansteht oder eine deutliche Reduktion der Fallzahlen eine Lockerung in vielen Regionen zulässt wissen wir nicht. Erst einmal scheint eine Welle von Bayern über Tschechien und Sachsen in Richtung Norden zu rollen, wobei der Lockdown das Geschehen von Städten in den ländlichen Bereich verlagert hat. Dorthin wo es bisher wenig Fälle gab, was die Vermutung zulässt, dass überstandene Fälle mit Immunisierung bereits eine große Rolle spielen.

    Bei den ganzen negativen Folgen sollte man auch überlegen, ob mehr Impfstoff in Februar bis März besorgt werden kann. Die Kosten sind ja siehe oben vernachlässigbar. Eine Doppeldosis liegt des teuersten Impfstoffes liegt bei 30 EUR für alle macht das die Kleinigkeit von 2.5 Mrd. - für 10% der Bevölkerung nur 250 Mio. EUR. Das würde schon etwas bringen. Auch ein sehr deutlicher Expresszuschlag (Verdoppelung) ist da verkraftbar, wenn damit der Lockdown nur um eine Wo. verkürzt werden kann. Ob es bei der angehenden Schlamperei helfen würde sei mal dahingestellt. Abwertend "Impfmücken" bezeichnete Ärzte müssen auch noch mit einer Mischung von finanziellem Anreiz und Zwang organisiert werden und gerade in stärker betroffenen Regionen bleibt bereits vorhandener Impfstoff einige Wochen ungenutzt.
    Keep smiling, be optimistic, do something good...

  5. #9304
    Jede nur 1 Kreuz❗ 2002.55.0021 Avatar von Brian
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    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Die meisten dieser Berufsgruppe warten mit der Impfung doch nicht um andere zu ärgern oder zu gefährden sondern
    weil sie für sich eine Risikoabwägung getroffenen haben.
    Ich denke, dass die Bedenken der Impfskeptiker bald verfliegen werden, je mehr sich impfen lassen bei vernachlässigbaren Nebenwirkungen. Natürlich gibt es keine Impfung komplett ohne jedes Risiko, aber wenn Nebenwirkungen auftreten, dann treten erste Symptome zeitnah mit der Impfung auf. Ich finde jetzt auf die Schnelle den Link nicht. Das war auch schon bei früheren Impfungen so, etwa bei der Pockenimpfung.
    https://www.zeitschrift-sportmedizin.../?action=print

    https://www.tagesspiegel.de/wissen/j.../25861740.html

    https://andrea-vonhorn.de/sportler-m...hrungsbericht/

    „Na, Alter, warum slamdancest du denn gar so beschwingt des Weges?“
    „Ach, die Sonne scheint, ich habe die SUICIDAL TENDENCIES auf den Ohren und ich begegne dieser Welt mit euphorischem Trotz.“

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  6. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Brian:

    klnonni (12.01.2021)

  7. #9305
    Avatar von Dirk_H
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    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Auch unter den Krankenpfleger/innen und Ärzte soll es wohl eine größere Gruppe von Impfskeptiker geben.
    Aber wie ich schon einmal schrieb, nicht jeder der nicht sofort jubelnd vorprescht ist ein Impfverweigerer.
    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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    Quelle: https://projekte.uni-erfurt.de/cosmo.../10-impfungen/

    Wie man sieht: 1. Entsprechend der (meiner) Erwartung steigt die Impfbereitschaft jetzt wo der/die Impfstoff/e da sind. 2. Aber die Bereitschaft zur Impfung liegt in Gesundheitsberufe zumindest nicht über dem Bevölkerungsdurchschnitt.

    Ich habe die Seite schon vorher (zweimal) empfohlen und bei offenen Fragen zur Impfung kann ich jedem nur wirklich empfehlen dort mal vorbeizuschauen!!
    https://projekte.uni-erfurt.de/cosmo.../10-impfungen/

  8. Folgenden 3 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Dirk_H:

    klnonni (12.01.2021), leviathan (12.01.2021), vinchris (12.01.2021)

  9. #9306
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    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
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    Quelle: https://projekte.uni-erfurt.de/cosmo.../10-impfungen/

    Wie man sieht: 1. Entsprechend der (meiner) Erwartung steigt die Impfbereitschaft jetzt wo der/die Impfstoff/e da sind. 2. Aber die Bereitschaft zur Impfung liegt in Gesundheitsberufe zumindest nicht über dem Bevölkerungsdurchschnitt.

    Ich habe die Seite schon vorher (zweimal) empfohlen und bei offenen Fragen zur Impfung kann ich jedem nur wirklich empfehlen dort mal vorbeizuschauen!!
    https://projekte.uni-erfurt.de/cosmo.../10-impfungen/
    Was mich zur Zeit beschäftigt: Welche Motivation haben bestimmte Interessengruppen, die Impfskepsis in der Bevölkerung weiter anzuheizen, zum Beispiel indem Falschmeldungen verbreitet und Angst geschürt wird? Zur Zeit werden massiv Flyer in Privathaushalten verteilt. Welche Organisation finanziert das?

    https://www.t-online.de/nachrichten/...etzigkeit.html

    Sind es kommerzielle Interessen, zu Beispiel, um den Absatz eines Buches zu fördern, oder um Fanartikel wie T-Shirts zu verhökern?

    https://www.spiegel.de/kultur/litera...2-f1e95cd06fe3
    https://www.zeitschrift-sportmedizin.../?action=print

    https://www.tagesspiegel.de/wissen/j.../25861740.html

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  10. #9307
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von Maddin85 Beitrag anzeigen
    Was mich zur Zeit beschäftigt: Welche Motivation haben bestimmte Interessengruppen, die Impfskepsis in der Bevölkerung weiter anzuheizen, zum Beispiel indem Falschmeldungen verbreitet und Angst geschürt wird? Zur Zeit werden massiv Flyer in Privathaushalten verteilt. Welche Organisation finanziert das?

    https://www.t-online.de/nachrichten/...etzigkeit.html

    Sind es kommerzielle Interessen, zu Beispiel, um den Absatz eines Buches zu fördern, oder um Fanartikel wie T-Shirts zu verhökern?

    https://www.spiegel.de/kultur/litera...2-f1e95cd06fe3
    Was ich interessant finde, und mich auch besorgt, ist die straffe Organisation des Ganzen.

    Gruss Tommi

  11. #9308
    Avatar von Dirk_H
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    Zitat Zitat von Fjodoro Beitrag anzeigen
    Also meinst du: erstmal die Studie auswerten ob das überhaupt Sinn macht. Dann die ganze (Risiko-)Gruppe erstmal testen und dann die, die Titer haben wieder ausladen? Uff, ok ich hab dich nach deinem Plan gefragt. Muss ich dann schlucken.
    Der zweite Punkt halte ich für Wunschdenken, dass man was findet und es dann auch noch nutzen kann.
    Kleiner Nachtrag: So richtig realistisch finde ich das Szenario auch nicht. Aber ja, du hattest nach einem Plan gefragt und dann bekommst du ihn halt.

    Aber, Wissenschaft ist wie graben: Du weißt vorher nicht was du zu Tage förderst und ob du damit etwas anfangen kannst. Manchmal stößt du auf Stein oder nur noch mehr Erde, ein anderes Mal auf Öl obwohl du Wasser suchst. Dann kannst du dir überlegen ob du auch mit Öl was anfangen kannst. Oder du gräbst nochmal wo anders nach Wasser. Wer aber nicht gräbt, der wird auch nichts finden.

  12. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Dirk_H:

    klnonni (12.01.2021)

  13. #9309
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    Zitat Zitat von dicke_Wade Beitrag anzeigen
    Was ich interessant finde, und mich auch besorgt, ist die straffe Organisation des Ganzen.

    Gruss Tommi
    Erschreckend ist auch die Skrupellosigkeit!
    https://www.zeitschrift-sportmedizin.../?action=print

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  14. #9310
    Avatar von klnonni
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    Zitat Zitat von Maddin85 Beitrag anzeigen
    Was mich zur Zeit beschäftigt: Welche Motivation haben bestimmte Interessengruppen, die Impfskepsis in der Bevölkerung weiter anzuheizen, zum Beispiel indem Falschmeldungen verbreitet und Angst geschürt wird?
    Ich glaube da wird es nicht die eine Motivation geben.

    Es wird sicher welche geben die glauben, das Impfen wäre eine Erfindung des Teufels und sind der Überzeugung die Menschheit vor dem Bösen zu schützen.

    Dann wird es Menschen geben die einfach Spass daran haben, über das Internet neue Verschwörungstheorien zu verbreiten und sich daran erfreuen, wenn sich ihre erfundenen Geschichten wie ein Lauffeuer verbreiten.

    Am gefährlichsten sind meines erachtens aber die politisch motivierten Täter.
    Sie verbrieten Lügen oder Halbwahrheiten, zitieren die Aussagen von führenden Politikern und Wissenschaftlern aus ihren Zussammenhang,
    um eine möglichst große Verunsicherung zu schaffen und Mißtrauen gegen Regierungen zu schüren.
    All das wird gemacht um das Vertrauen ins politische System zu untergraben und sich selbst dann als Vertrauensmann hinzustellen, der schon immer vor der Misswirtschaft und der Korrupion gewarnt hat.

    Was da gegen hilft ist bloß eine offene und ehrlich Kommunikation der Entscheidungsträger.
    Und vor allem Bildung!
    Heute kann jeder im Internet sich über alles informieren.
    Gab es früher das Problem des Zugangs zu Informationen und Wissen, sind wir inzwischen in einem Zeitalter in dem nicht der fehlende Zugang zu Informationen und Wissen das Problem fehlender Bildung ist, sondern die Unfähigkeit die Menge an Informationen, die einem Angeboten wird zu gewichten und zu bewerten.

    Ein Lehrer am Gymnasium meiner Tochter gibt regelmäßig Hausaufgaben auf, zu dessen Lösung die Jugendlichen unter anderem auch das Internet nutzen müssen/dürfen.
    In den meisten Fällen werden die bekannten Informationsquellen des Internets zur Aufgabenbewältigung benutzt.
    Blöd nur, dass der Lehrer bei der Ausarbeitung seiner Aufgabenstellung ebenfalls oft, diese häufig benutzten Informationsquellen des Internets nutzt und absichtlich die Schüler auf die manchmal falschen Informationen von Wikipedia und Co. leitet.
    Sprich alle Schüler die zum Beispiel Wikipedia genutzt hatten um die Aufgabe zu lösen, hatten ihre Arbeiten falsch

    Mag man gemein finden, aber der Lehrer argumentiert, dass die meisten Jugendlichen nach dem Abitur eine wissenschaftliche Laufbahn einschlagen wollen und lernen müssen die ihnen dar gebotenen Informationen zu bewerten und gegebenenfalls weitere Quellen zur Verifizierung der Informationen heran zu ziehen.

    Die meisten Eltern (und Schüler) sind über den Lehrer verärgert, ich finde er macht einen super Job.

    Das ist es doch, was vielen fehlt, sie haben nicht gelernt ihre Informationen zu gewichten und kritisch zu betrachten.

  15. Folgenden 3 Foris gefällt oben stehender Beitrag von klnonni:

    Bonno (12.01.2021), d'Oma joggt (12.01.2021), Dirk_H (12.01.2021)

  16. #9311

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    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Kleiner Nachtrag: So richtig realistisch finde ich das Szenario auch nicht. Aber ja, du hattest nach einem Plan gefragt und dann bekommst du ihn halt.

    Aber, Wissenschaft ist wie graben: Du weißt vorher nicht was du zu Tage förderst und ob du damit etwas anfangen kannst. Manchmal stößt du auf Stein oder nur noch mehr Erde, ein anderes Mal auf Öl obwohl du Wasser suchst. Dann kannst du dir überlegen ob du auch mit Öl was anfangen kannst. Oder du gräbst nochmal wo anders nach Wasser. Wer aber nicht gräbt, der wird auch nichts finden.
    Das ist auch alles völlig richtig. Die Diskussion entbrannte ja durch mein "rein akademisch". Ich bin durchaus für diese Studien, habe aber da keine direkte Auswirkung von gesehen. So hast du zumindest einen möglichen Plan aufgezeigt.
    Genauso könnte man noch viel mehr Forschung fordern und fördern, die durchaus eine Auswirkung auf das Geschehen haben könnten. Wenn du aber mehrere solche Projekte anschiebst sind es halt nicht mehr ein paar Millionen, sondern größere Batzen. Und dann kommen wieder andere Leute um die Ecke und schreien, dass die Wissenschaftler zuviel Geld hinterhergeworfen bekommen.
    Glaub mir, ich bin da auf der Wissenschaftsseite. Ich muss allerdings auch sagen, dass ich sowohl die akademische Schiene, als auch die wirtschaftliche kennengelernt habe. Und leider hat sich dabei gezeigt, dass in der akademischen oft hehre Ziele verfolgt wurden und im Endeffekt nicht viel dabei herauskam (oder erst nach Jahren). Da arbeiten Wirtschaftsunternehmen oft effizienter (wobei es da natürlich auch genügend Negativbeispiele gibt). Für diese sind die Förderprogramme allerdings oftmals mehr Ärger als Nutzen (Eigentbeteiligung, Dokumentation, Antragsaufwand).
    edit: das soll natürlich nicht die Forschung grundsätzlich in Frage stellen und es gibt mehr als genügend gute Arbeitsgruppen.
    aber nur ein Beispiel: Streeck hat erst kürzlich gesagt, dass 50€ für die Sequenzierung ausreichen würden, also soviel wie für die PCR-Testung. Das sollte er mal vorrechnen, wie er darauf kommt. Sequenzierung beinhaltet in der Regel eine PCR erstmal. Für das gesamte Genom braucht es ein paar mehr. Entweder er zockt also bisher gnadenlos ab, oder er hat es nicht wirklich durchgerechnet (mit wirklich allen Nebenkosten). Man kann auf diese Zahlen kommen, keine Frage. Aber nur wenn man sammelt bzw. große Mengen im Batch abarbeiten kann.
    Zuletzt überarbeitet von Fjodoro (12.01.2021 um 10:10 Uhr)

  17. #9312
    Avatar von Steffen42
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    Zitat Zitat von vinchris Beitrag anzeigen
    In der Gerüchteküche brodelt es gerade ... Möglicherweise wird die EMA noch in dieser Woche die Zulassung des Oxford-AstraZeneca-Impfstoffs empfehlen.
    Antrag ist gestellt. Entscheidung anscheinend Ende des Monats.

  18. #9313
    Avatar von Dirk_H
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    Zitat Zitat von Fjodoro Beitrag anzeigen
    aber nur ein Beispiel: Streeck hat erst kürzlich gesagt, dass 50€ für die Sequenzierung ausreichen würden, also soviel wie für die PCR-Testung. Das sollte er mal vorrechnen, wie er darauf kommt. Sequenzierung beinhaltet in der Regel eine PCR erstmal. Für das gesamte Genom braucht es ein paar mehr. Entweder er zockt also bisher gnadenlos ab, oder er hat es nicht wirklich durchgerechnet (mit wirklich allen Nebenkosten). Man kann auf diese Zahlen kommen, keine Frage. Aber nur wenn man sammelt bzw. große Mengen im Batch abarbeiten kann.
    Das Stichwort hier ist Next Generation Sequencing (NGS). Schnelles Goggeln wirft mir ~1,5-5 Millionen Reads pro Probe für SARS-CoV2 aus. Für 20 Millionen Reads (50bp) beim kommerziellen Anbieter zahlen wir um die 200€. Je mehr man abnimmt, desto günstiger wird es. Kommt noch ein Enrichment und die Analyse dazu. Klingt nach keiner gänzlich unrealistischen Zahl für mich.
    Engpass wird aber die Analyse.

    Edit: Durchsatz ist kein Limit. Ein NovaSeq kann bis 4 Milliarden Reads in weniger als 24 Stunden ausspucken.
    Wir bräuchten ~270 von den Dingern, welche dann 7 Tage die WOche laufen, um 1.5 Millionen Tests pro Woche zu sequenzieren. (~1900 Läufe @ je ~10k€; pro Woche)

    Edit2: Ja, ist schon sehr scharf kalkuliert. Was aber einfach so ist: qPCR ist heutzutage unverhältnismässig teuer im Vergleich zu NGS. Ich muß das mir (und den Leuten hier) auch immer wieder eintrichtern, dass wir es uns gut überlegen müßen, ob wir eine Reihe von qPCRs auf ein Experiment setzen oder es nicht lieber gleich komplett zum RNA-Seq schicken. Und wir nutzen sogar meist die günstigere SYBR-Green Variante statt multiplex Taqman.
    Zuletzt überarbeitet von Dirk_H (12.01.2021 um 10:54 Uhr)

  19. #9314

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    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Wie man sieht: 1. Entsprechend der (meiner) Erwartung steigt die Impfbereitschaft jetzt wo der/die Impfstoff/e da sind. 2. Aber die Bereitschaft zur Impfung liegt in Gesundheitsberufe zumindest nicht über dem Bevölkerungsdurchschnitt.
    Witzig, über die Erfurter bin ich gerade erst wieder (im durchaus positiven Sinn) gestolpert. Cornelia Betsch zum Beispiel ist eine der Autor(inn)en des "COVID-19 Vaccine Communication Handbook" - PDF-Datei (engl., mit Wiki-Links) hier. Was halt bedauerlich ist: Selbst unter Menschen, die keine Impfgegner "per se" sind, gibt es leider so manchen, der unter Langzeitfolgen irgend etwas versteht, das in fünf oder zehn Jahren vielleicht auftreten könnte. Also gilt es, so diese Logik, erst einmal abzuwarten. Dass "Langzeitfolgen" etwas anderes bedeutet, ist offenbar schwer zu vermitteln.

    Ganz interessant ist dort wie ich finde, auch der Hinweis auf Folge- oder Nebenwirkungen, die eigentlich keine sind: Die Autoren betonen, "that 'misattributed side effects' will occur, especially when lots of elderly people are getting vaccinated first. For example, if we vaccinate 10 million people and the vaccine had no side effects whatsoever, then over the following two months we can nonetheless expect that:

    4,025 of those vaccinated will have a heart attack.
    3,975 will have a stroke.
    9,500 will have a new diagnosis of cancer.
    14,000 will, unfortunately, die."

  20. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von vinchris:

    Dirk_H (12.01.2021)

  21. #9315

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    Zitat Zitat von vinchris Beitrag anzeigen
    In der Gerüchteküche brodelt es gerade ... Möglicherweise wird die EMA noch in dieser Woche die Zulassung des Oxford-AstraZeneca-Impfstoffs empfehlen.
    Nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil. AstraZeneca hat "erst" heute die Zulassung beantragt, und bis zum EMA-Verdikt wird es wohl bis Ende des Monats dauern ...

    Ganz hier in der Nähe, im rheinischen Langenfeld, forscht übrigens die Firma Artes Biotechnology an Vakzinen auf der Basis von Hefezellen. Die produzieren nicht selbst, sondern überlassen den Rest (klinische Studien, Herstellung usw.) Partnern in Indien und Indonesien. Artes hofft, noch in diesem Jahr einen Covid-19-Impfstoff zu haben. Der käme zwar erst relativ spät, wäre aber für spätere Impfungen interessant - kann bei 2 bis 8 Grad gelagert werden und würde weniger als 1 Euro pro Dosis kosten.

  22. #9316

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    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Das Stichwort hier ist Next Generation Sequencing (NGS). Schnelles Goggeln wirft mir ~1,5-5 Millionen Reads pro Probe für SARS-CoV2 aus. Für 20 Millionen Reads (50bp) beim kommerziellen Anbieter zahlen wir um die 200€. Je mehr man abnimmt, desto günstiger wird es. Kommt noch ein Enrichment und die Analyse dazu. Klingt nach keiner gänzlich unrealistischen Zahl für mich.
    Engpass wird aber die Analyse.

    Edit: Durchsatz ist kein Limit. Ein NovaSeq kann bis 4 Milliarden Reads in weniger als 24 Stunden ausspucken.
    Wir bräuchten ~270 von den Dingern, welche dann 7 Tage die WOche laufen, um 1.5 Millionen Tests pro Woche zu sequenzieren. (~1900 Läufe @ je ~10k€; pro Woche)

    Edit2: Ja, ist schon sehr scharf kalkuliert. Was aber einfach so ist: qPCR ist heutzutage unverhältnismässig teuer im Vergleich zu NGS. Ich muß das mir (und den Leuten hier) auch immer wieder eintrichtern, dass wir es uns gut überlegen müßen, ob wir eine Reihe von qPCRs auf ein Experiment setzen oder es nicht lieber gleich komplett zum RNA-Seq schicken. Und wir nutzen sogar meist die günstigere SYBR-Green Variante statt multiplex Taqman.
    Und genau so hat der Herr auch gerechnet. Die Präparation ist hier der teure Part. Analyse ist hingegen trivial bei SARS-COV-2.

    edit: die Vergütung soll übrigens bei 200€ liegen

  23. #9317
    Es ist nichts scheißer als Platz vier. Avatar von hardlooper
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    Zitat Zitat von dicke_Wade Beitrag anzeigen
    Was ich interessant finde, und mich auch besorgt, ist die straffe Organisation des Ganzen.
    Was bleibt Dir anderes übrig, als zu sagen, dass Du Dich impfen läßt, wenn bsw. im Kreis Deiner KolegInnen darüber gesprochen wird. Umfangreiche Erläuterungen, warum, sind nicht mal nötig. Peng - aus die Maus.

    Eine Gehässigkeit würde ich mir doch noch leisten, sorry: Sage mal, Kalle, was sage ich Deiner Frau, wenn die kommt, Deine Sachen aus dem Spind abzuholen? Man darf ja hin und wieder etwas Dampf ablassen wollen. Oder: immer korrekt ist auch nicht gut.

    Knippi

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    Steffen42 (12.01.2021)

  25. #9318
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Blöd nur, dass der Lehrer bei der Ausarbeitung seiner Aufgabenstellung ebenfalls oft, diese häufig benutzten Informationsquellen des Internets nutzt und absichtlich die Schüler auf die manchmal falschen Informationen von Wikipedia und Co. leitet.
    Sprich alle Schüler die zum Beispiel Wikipedia genutzt hatten um die Aufgabe zu lösen, hatten ihre Arbeiten falsch
    Wikipedia ist übrigens keine Einbahnstraße. Wenn man dort einen Fehler findet, darf man ihn auch gerne korrigieren.

    Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
    PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
    Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)


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    Steffen42 (12.01.2021)

  27. #9319
    Avatar von Dirk_H
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    Zitat Zitat von Fjodoro Beitrag anzeigen
    Und genau so hat der Herr auch gerechnet. Die Präparation ist hier der teure Part. Analyse ist hingegen trivial bei SARS-COV-2.

    edit: die Vergütung soll übrigens bei 200€ liegen
    Na wer wird sich denn da akademisch an einer "Dunkelziffer" von 2-5x kratzen? Stört doch sonst auch nicht.

    Aber Spaß beiseite: Ich finde den UK Ansatz nicht schlecht. Da werden 10% der Proben sequenziert.
    https://www.cogconsortium.uk/

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    Steffen42 (12.01.2021)

  29. #9320

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    Ich auch, finde die Sequenzierung und geplante Vergütung auch gut. Die 50€ wären wohl theoretisch auch erreichbar, aber kaum im Routinebetrieb (edit: mich stört nur, wenn einer so eine Zahl einfach in den Raum wirft ohne genauere Zahlen zu haben)
    ich sehe das so: kleines/mittelgroßes Labor hat ein paar positive => kann die 50€ nicht erreichen, hat also erstmal gar kein Interesse. Evtl. verschickt es an ein großes Labor (auch Aufwand). Die müssen aber auch erstmal ordentlich sammeln, bevor sie loslegen => unnötiger Zeitverlust. Und dann gehen die Infos erstmal wieder zurück ans erste Labor...
    Von daher gehen auch die 50€ für PCR und 200€ für Sequenzierung in Ordnung. Hätte Spahn auf Streeck gehört, würde das die meisten Labore nicht interessieren.

    zu den Engländern: die haben schon früher im Monitoring gute und schnelle Arbeit geleistet (Zika, Ehec, MRSA) und letzte Jahr direkt darauf aufgebaut. Da scheint die Rückendeckung vom Staat an der Stelle größer zu sein

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    Dirk_H (12.01.2021)

  31. #9321
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    Zitat Zitat von ruca Beitrag anzeigen
    Wikipedia ist übrigens keine Einbahnstraße. Wenn man dort einen Fehler findet, darf man ihn auch gerne korrigieren.
    Ja, entweder selbst korregieren oder aber als fehlerhaft melden.

    Sollte auch keine Kritik an Wiki sein sondern bloß ein Beispiel wie gefährlich es ist Informationen aus dem Internet unkritisch zu übernehmen.


    Manche Fehler sind ja auch nur der Zeit geschuldet, was gestern noch in der Wissenschaft als richtig galt ist manchmal heute schon widerlegt oder wird angezweifelt.

    Beispiel:
    https://www.spiegel.de/wissenschaft/...e-de4ba14db2ba

    Bisher dachte man Ende Januar hätte es den 1. Corona-Fall in Italien gegeben, wenn sich die Studie Bewahrheiten sollte gab es schon Monate früher eine zunächst als solche unerkannte infizierte Frau in Italien.
    https://onlinelibrary.wiley.com/doi/...1111/bjd.19804

    Würde mit den Aussagen einiger Pneumologen zusammenpassen, die übereinstimmend von einer auffäligen Häufung von Lungenerkrankungen im Monat November 2019 in Italien berichtet haben.

    Auch die Presse berichtete bereits im März 2020 von dem Verdacht eines früheren Pandemiebeginns.
    https://www.n-tv.de/panorama/Grassie...e21672455.html

  32. #9322
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    Es gibt was Neues aus Bayern. Der Söder will den Querdenkern recht geben und fordert für einige Berufsgruppen nun doch die Zwangsimpfungen. Mehr Impfstoff gibt es deshalb wohl trotzdem nicht. Der Prozess der Immunisierung bei den zu erwartenden Protesten könnte sich ja trotzdem beschleunigen. Ob das man gut geht?
    Keep smiling, be optimistic, do something good...

  33. #9323
    Avatar von Dirk_H
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    Zitat Zitat von Fjodoro Beitrag anzeigen
    aber kaum im Routinebetrieb (edit: mich stört nur, wenn einer so eine Zahl einfach in den Raum wirft ohne genauere Zahlen zu haben)
    ich sehe das so: kleines/mittelgroßes Labor hat ein paar positive => kann die 50€ nicht erreichen, hat also erstmal gar kein Interesse. Evtl. verschickt es an ein großes Labor (auch Aufwand). Die müssen aber auch erstmal ordentlich sammeln, bevor sie loslegen => unnötiger Zeitverlust. Und dann gehen die Infos erstmal wieder zurück ans erste Labor...
    Ich würde das eh als "add on" sehen und nicht als qPCR-Ersatz. Es macht ja keinen Sinn negative Proben über den Sequencer zu schieben. Ich denke auch, dass ein Monitoring der kursierenden Stämme nicht "real-time" laufen muß, sondern ein paar Tage Verzug da keinen Schaden anrichten.
    Damit könnte man das problemfreier auf einige größere Labore zentralisieren und da wir bei aktueller Lage, und 10% zu sequenzierender Proben, schon im Bereich 2000-3000/Tag wären, würde ich mir da keine Sorge um langes Sammeln machen.
    Aber gut, ist halt nicht so.

    Was ich aber, in Bezug auf den englischen 69/70-del Stamm nicht verstanden habe, warum man hier nicht den qPCR-Surrogatmarker verwendet hat um diese zu finden!?

  34. #9324

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    ne, als Ersatz war das nicht gemeint.

    Bei der Deletion haben die Engländer es übrigens als Surrogate Marker genommen - allerdings nicht gewollt zunächst, sonder weil eine PCR immer ausfiel bei den Proben, kann ich gleich noch heraussuchen
    ansonsten müsstest du erst deine PCR anpassen inklusive SOPs und allem, ist also nicht ganz trivial


    was anderes: "Gut microbiota composition reflects disease severity and dysfunctional immune responses in patients with COVID-19"
    https://gut.bmj.com/content/early/20...20-323020.full
    könnte man nun genauso eine Studie wie bei AK auflegen in D


    edit: hier der Link: https://www.medrxiv.org/content/10.1....30.20249034v2

  35. #9325
    C Avatar von DerC
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    Zitat Zitat von DerC Beitrag anzeigen
    Wir haben Stand heute mit 5289 den niedrigsten Stand seit dem 23. 12. 2020. Der Höchststand war 5762 (laut DIVI-Tagesreporten, in den Zeitreihen sind die Zahlen leicht aweichend, spielt aber keine große Rolle). Wenn man die 7-Tagessummen der Covid-19-Zugänge nimmt, ist der Trend noch viel deutlicher, da waren wir mal bei über 5400 und sind heute bei knapp über 4000.
    Im letzten Satz habe ich mich vertan, ich meinte knapp unter 4000. Stand heute (12.11.) ist die Gesamtzahl weiter auf 5230 gesunken, die Zugänge per 7 Tage auf 3966.
    In solchen Beiträgen https://www.tagesschau.de/inland/inf...-hoch-101.html
    müsste darüber berichtet werden. Alles andere ist unseriös, und das ist noch milde formuliert. Schlamperei alleine wird es vermutlich nicht sein, denn seit Tagen habe ich in keinem Tagesschau Netzbeitrag zu den aktuellen Zahlen einen Hinweis auf die sinkenden DIVI-Zahlen entdeckt. Auch hier leider nix.

    Beim ZDF wird man fündig, wenn man hier nach unten scrollt - immerhin, aber nicht prominent genug plaziert und nicht ins Verhältnis zu den anderen Zahlen gesetzt.

    Das RKI erwähnt die sinkenden DIVI-Zahlen immerhin, verzichtet aber bis jetzt aufs Errechnen eines Abnahmefaktors. Als der Anstieg groß war, war das erwähnen des Wachstumsfaktors noch ganz wichtig.

    Nebenbei: Was sind "hohe" Zahlen? Sind unsere Infektionszahlen "hoch" für einen deutschen Winter? Oder nur "hoch" für Menschen mit Kontrollhybris? Nebenbei, in Italien öffnen viele Cafes und Restaurants wieder, obwohl "die Zahlen" dort "hoch" sind.

    "If a man coaches himself, then he has only himself to blame when he is beaten."
    - Sir Roger Bannister

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    Dieter-58 (12.01.2021)

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