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  1. #7351
    Weck' den Kenianer in dir! Avatar von Yin
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    Im öffentlichen Diskurs kommen wir die Schwimmhallen viel zu wenig vor.
    Die meisten Badeanstalten standen auch schon vor Corona finanziell mit dem Rücken zur Wand und die Zahl der Nichtschwimmer wird auch jedes Jahr aufs neue beklagt. Warum man immer nur die Sportstadien in den Fokus rückt, will mir nicht so recht in den Kopf.
    Wir haben in der Region in den letzten Jahren bereits ein Bädersterben beobachten können, und sollte der Lockdown jetzt auch noch die Hauptsaison der Schwimmhallen bis zum Frühjahr verhindern, dann ist das bittere Ende schon vorprogrammiert. (Sei es jetzt Schließung oder kaum mehr tragbare Eintrittspreise für Familien)

  2. #7352

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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Ziemlich schwaches Argument
    Die Schwedenfahne habe ich gerade am Wochenende erst wieder gesehen, und nicht nur eine. Nun weiß ich natürlich nicht, was genau damit zum Ausdruck gebracht werden sollte, aber so etwas fällt schon auf. (Immer noch besser als diese Elfjährige bei ihrer Rede auf der Demo in Karlsruhe, die ihre Situation mit der von Anne Frank vergleichbar hält und dafür auch noch Beifall von Demonstranten bekommt. Keine Ahnung, ob die selbst schon schrägdenkt oder ob die Eltern ihr diese hinrissige Parallele eingeredet haben.)

    Nicht dass ich mit allen derzeit in Deutschland geltenden "Corona-Regeln" einverstanden wäre. Bleiben wir mal beim Amateursport: Unsere Laufgruppe beispielsweise hat sich im Oktober extra aufgeteilt (Gruppengröße), wir waren draußen, haben Abstand gehalten usw., sodass unser Infektionsrisiko gegen Null tendieren dürfte. Aber weil fast alle – Restaurants, Konzertveranstalter, Fitnessstudios, Theater ... – Ähnliches erklären und auf Hygienekonzepte verweisen, trifft der "Wellenbrecher" nun sehr viele Branchen. Denn diese Differenzierung (wer war "gut", wer nicht) ist kaum machbar. Bei solchen Entscheidungen wird aber wieder einmal deutlich, wie vergleichsweise komfortabel die Situation von Wissenschaftlern ist.

    Christian Drosten hat in seiner Schiller-Rede neulich noch einmal darauf hingewiesen: Er forscht und entwickelt Theorien, wird sie aber korrigieren oder über den Haufen werfen, wenn es neue/bessere Erkenntnisse gibt. Das kann sehr schnell gehen, und für Politiker "ist unser wissenschaftliches Treiben eine regelrechte Zumutung. (...) Dass politische Entscheider die Maßnahmen aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse immer wieder nachbessern oder korrigieren mussten – denken Sie nur an den Mund-Nasen-Schutz –, fand nicht überall ein positives Echo." Und das wird leider noch eine Weile so weitergehen, fürchte ich, auch wenn es immerhin ermutigende Nachrichten in Sachen Impfstoff (erst Pfizer/BioNTech, jetzt Moderna) gibt.

    Dass die Ausgleichszahlungen von Bund und Ländern nur, sagen wir mal, zäh fließen oder in Gang kommen, ist sicherlich ein Problem. Völlig d'accord. Natürlich gilt es Betrugsfälle so gut wie möglich zu verhindern, aber wenn bürokratische Hürden so hoch sind, dass in Aussicht gestellte Mittel nicht dort ankommen, wo sie landen müssten, sorgt das ganz sicher nicht für mehr Compliance oder Zustimmung ...

  3. #7353
    Avatar von DrProf
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    Ich wette, dass die Gym's im Frühjahr aufmachen, wetten..........

    Das Virus ist so gerissen, kennt sogar die Uhr
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  4. #7354

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    Zitat Zitat von DrProf Beitrag anzeigen
    Ich wette, dass die Gym's im Frühjahr aufmachen, wetten..........

    Das Virus ist so gerissen, kennt sogar die Uhr
    Ich vermute, dass es sich bei der Aufnahme um den Eingang zu einer Einkaufs-/Fußgängerzone handelt. Entsprechend ist dort zu den Öffnungszeiten des Einzelhandels der größte Anlauf an Menschen zu erwarten. Zu den Randzeiten sind ggf. einige Pendler unterwegs bzw. Arbeitnehmer an ihre Arbeitsstätte. Ich finde die entsprechende Maskenpflicht sinnvoll, da sie diese Gegebenheiten miteinbezieht. Insofern halte ich das für absolut verhältnismäßig und nachvollziehbar. Wäre dort immer Maskenpflicht, dann könnte ich den Unmut teilweise verstehen.

  5. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von coffeerun:

    Neal (17.11.2020)

  6. #7355

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    Zitat Zitat von coffeerun Beitrag anzeigen
    Ich vermute, dass es sich bei der Aufnahme um den Eingang zu einer Einkaufs-/Fußgängerzone handelt.
    Sieht nach Düsseldorf aus, vermutlich die Kö. Die Stadt hatte ja einige Tage lang eine Maskenpflicht überall (bis auf Grünanlagen/Parks); dies hat ein Gericht dann kassiert. Seitdem gilt die Bestimmung nur noch in drei Zonen (Altstadt, Innenstadt und rund um den Hauptbahnhof) mit leicht abweichenden Zeiten. Ich fand die alte Regelung auch unbrauchbar, denn dummerweise waren die Überlegungen der Stadt – wenn man weitgehend allein unterwegs ist, braucht man keinen Mund-Nasen-Schutz – nicht in den Text der Allgemeinverfügung eingeflossen, sondern standen "nur so" auf den Internetseiten der Stadtverwaltung.

  7. #7356
    Avatar von Dirk_H
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    Zitat Zitat von vinchris Beitrag anzeigen
    Bei solchen Entscheidungen wird aber wieder einmal deutlich, wie vergleichsweise komfortabel die Situation von Wissenschaftlern ist.
    Das mag ja so aussehen, aber aus meiner Sicht muß man das relativieren.

    1. Gerade in der aktuellen Situation ist die Wissenschaft gedrängt sich zu äußern und dabei wird erwartet, dass man aus minimalen Erkenntnissen maximale Aussagen ableitet. Und im Endeffekt sind wir halt keine Hellseher.

    2. Ohne dabei auf meine persönliche Meinung zur Qualität der Handlungen einzugehen hat sich unser politisches System als nicht gerade handlungsunfähig gezeigt in den letzten Monaten. Die Maßnahmen werden alle sehr schnell auf den Weg gebracht. Selbige zu adjustieren mag für die Politiker keine große Freude sein, aber ein Problem sehe ich hier, rein aus Sicht der Reaktionszeit, nicht.

    3. Unser wissenschaftliches System fährt auf Sicht. Höchstens! Seit Jahren wird nur gefördert was akut relevant scheint. Da ist die aktuelle Situation nicht besser. Jetzt wird jegliche SARS-CoV2- oder Pandemie-Forschung mit Geld überschüttet und es wird direkt mit Ergebnissen gerechnet. Es ist irre, was da in <12 Monaten erreicht wurde, aber alles hat seinen Preis.
    Vor 12-18 Monaten war es sicher kein Spaß eine Förderung für solche Forschung zu bekommen, vielleicht mal von den ganz großen Fischen im Feld.
    Und das aktuelle Geld für die SARS-CoV2- oder Pandemie-Forschung kommt auch irgendwo her. Da bluten wieder Felder die unwichtig sind (wie vor 12-18 Monaten Coronaviren).
    Warum hat es z.B. keinen SARS-CoV1 Impfstoff gegeben? Warum wußte man nicht ob es möglich ist einen Impfstoff gegen diese Viren erfolgreich zu etablieren?Weil es nicht geht? Nein, sondern weil zu wenig Leute (der westlichen Welt) betroffen waren, das Virus "zu schnell" weg war und damit das Interesse (Forschungsförderung) direkt erloschen ist.


    PS: Und wenn ich gerade die Artikel über die "Revolution" von RNA-basierten Impfstoffen lese, dann bekomme ich das Brechen. So neu ist das nicht. Was neu ist, ist die Skalierbarkeit bei akzeptablen Kosten.
    Und am Ende machen die auch nichts anderes als DNA/Hilfsviren-basierte Impfstoffe, sie verwenden nur ein anderes Kodierungsmedium, was aber in der Zelle am Ende zum exakt gleichen Ergebnis führt: Expression eines viralen Proteins.

  8. Folgenden 7 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Dirk_H:

    DerC (17.11.2020), jonny68 (17.11.2020), leviathan (17.11.2020), ruca (17.11.2020), Steffen42 (17.11.2020), UlliL (17.11.2020), vinchris (17.11.2020)

  9. #7357
    Avatar von jonny68
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    Bravo Dirk,

    besonders Punkt 3 ist leider traurige Realität, in der ganzen westlichen Welt.
    JONNY

  10. #7358
    Avatar von klnonni
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    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen

    3. Unser wissenschaftliches System fährt auf Sicht. Höchstens! Seit Jahren wird nur gefördert was akut relevant scheint. Da ist die aktuelle Situation nicht besser.
    ..
    ...
    Nein, sondern weil zu wenig Leute (der westlichen Welt) betroffen waren, das Virus "zu schnell" weg war und damit das Interesse (Forschungsförderung) direkt erloschen ist.
    Ein ganz klares Jein!

    Natürlich wäre es wünschenswert, wenn Forschung sich nicht nur auf nahe, schnell erreichbare Ziele konzenztrieren würde.
    Aber Forschung kostet Geld - viel Geld.
    Die Politik kann man nicht für alles verantwortlich machen.

    Der Bund besitzt 38 Forschungsinstitute, hinzu kommen noch über 100 Landesforschungsinstitute, die Forschung an Hochschulen und Universitäten.
    An diesen Forschungsanstalten wird vor allem Grundlagenforschung betrieben.
    Die Grundlagenforschung schafft die Basis an Elementarwissen auf der die weitergehende Forschung aufbaut.
    So werden aus Steuergeldern Grundlagenforschung für die Industrie erbracht.

    2018 wurden insgesamt 104,8 Mrd. Euro Steuergelder für Forschung und Entwicklung ausgegeben, dass sind 3,1% des BIP !!


    Klar kann man sagen, die Politik ist Schuld, weil sie nicht genug Geld zur Verfügung stellt.
    Aber jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden.

    Die staatlichen Institutionen investieren seit Jahrzehnten in die Grundlagenforschung.
    Das ist Forschung die teuer ist und deshalb dem Steuerzahler aufgedrückt wird, zum Wohle der Wirtschaft und in der Hoffnung auf Refinanzierung durch Schaffung von Arbeitsplätzen und Steuer- und Sozialversicherungseinnahmen.

    Es kann aber nicht die Aufagbe der Politik sein der Industrie vor zu schreiben, was diese zu forschen hat.
    Staatliche Forschungsförderung kann und sollte sich auf die Grundlagenforschung konzentrieren.
    Und das tut sie.

    Als Steuerzahler der mittlerweile über die Hälfte des Jahres nur für den Staat arbeitet und zahlt, reicht es mir.
    Wer mehr fordert, der sollte Vorschläge machen wo gespart werden soll.
    An maroden Schulen?
    An fehlenden Kindergartenplätze?
    An maroder Infrastruktur?
    An einer nicht Einsatzfähigen Armee?

    Wo soll weiter gekürzt werden, damit mehr Forschungsprojekte vom Steuerzahler finanziert werden können?

  11. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von klnonni:

    dicke_Wade (17.11.2020)

  12. #7359
    Avatar von Dirk_H
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    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Ein ganz klares Jein!

    Natürlich wäre es wünschenswert, wenn Forschung sich nicht nur auf nahe, schnell erreichbare Ziele konzenztrieren würde.
    Aber Forschung kostet Geld - viel Geld.
    Die Politik kann man nicht für alles verantwortlich machen.

    Der Bund besitzt 38 Forschungsinstitute, hinzu kommen noch über 100 Landesforschungsinstitute, die Forschung an Hochschulen und Universitäten.
    An diesen Forschungsanstalten wird vor allem Grundlagenforschung betrieben.
    Die Grundlagenforschung schafft die Basis an Elementarwissen auf der die weitergehende Forschung aufbaut.
    So werden aus Steuergeldern Grundlagenforschung für die Industrie erbracht.
    Bist du in der Forschung? Kennst du jemanden in der Forschung?
    Ich kann beides mit einem Ja beantworten.
    Ich habe das Glück (gewählt) in einem gut geförderten Bereich zu arbeiten, aber ich kenne genügend Leute bei denen es nicht so ist.
    Dabei ist z.B. eine kürzlich gekürte Nobelpreisträgerin, welche mir mal erzählt hat wie es um Ihre Grundlagenforschung und Förderung gestanden hat, bevor sie was gefunden hat, was Ihr nun selbigen Preis eingebracht hat. Und genau da hat man es. Jetzt wird Genomeditierung auf dem Weg in den Patienten mit Geld überschüttet, aber die regulatorischen Mechanismen in Bakterien, welche die Grundlage dafür sind und waren, die haben nicht interessiert.

    Und natürlich klopfen sich unsere Staatsoberen auf die Schulter wie toll sie das alles machen und managen.

    PS: Ansonsten stand bei mir nirgends, dass der Staat mehr Geld für Forschung ausgeben soll/muß. Es geht um die Prioritäten, welche überdacht werden sollten.
    Zuletzt überarbeitet von Dirk_H (17.11.2020 um 11:28 Uhr)

  13. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Dirk_H:

    Steffen42 (17.11.2020), UlliL (17.11.2020)

  14. #7360

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    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Das mag ja so aussehen, aber aus meiner Sicht muß man das relativieren.
    Zugegeben, mein Hinweis war ein wenig flapsig – deshalb auch der Ironie-Smilie – und bezog sich auf den Passus in der Schiller-Rede von Drosten, den ich im Absatz danach kurz zitiert hatte. Wer möchte, kann sie sich hier mal im Video (gut 20 Minuten) ansehen. Andererseits: Wenn dieser Hinweis Auslöser für Deine Antwort war, freue ich mich geradezu. Denn falls die aktuelle Situation auch nur ein wenig dazu beitragen könnte, ein besseres Licht auf die Situation der wissenschaftlichen Forschung zu werfen oder die Rahmenbedingungen gar zu verbessern, wäre das wirklich zu begrüßen. (Ja, da steht "falls", "könnte" und "wäre" ... nicht ohne Grund.)

    Und wenn ich gerade die Artikel über die "Revolution" von RNA-basierten Impfstoffen lese, dann bekomme ich das Brechen. So neu ist das nicht. Was neu ist, ist die Skalierbarkeit bei akzeptablen Kosten.
    Dafür lohnt der Würgereiz nicht. Für mich (bin ja nicht in Deiner "Branche") hat der Begriff Revolution in Bezug auf unseren Umgang mit der aktuellen Pandemie eine etwas andere Bedeutung. Da geht es zum einen um die enorme Geschwindigkeit bei der Entwicklung von Wirkstoffen, zum anderen um den vermutlich milliardenfachen fast gleichzeitigen Einsatz solcher doch relativ neuen Vakzine. Wenn man diese Faktoren zusammen betrachtet, ist das schon signifikant.

    Gestern ist übrigens die erste Folge des neuen Podcasts (engl.) von Bill Gates und Rashida Jones erschienen. Da unterhalten sie sich mit (ta-daa) Anthony Fauci. Zugegeben, ich hatte mir etwas mehr davon versprochen. Aber der Akzent lag eben vor allem auf der Frage, wie es nach der Entwicklung der Impfstoffe weitergeht ...

  15. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von vinchris:

    Dirk_H (17.11.2020)

  16. #7361

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    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Wo soll weiter gekürzt werden, damit mehr Forschungsprojekte vom Steuerzahler finanziert werden können?
    Dazu will ich gar nicht viel schreiben, weil ich mich hier auf extrem dünnes Eis begeben müsste. Und die Übergänge von der Grundlagenforschung zu möglicherweise "nutzbaren" Verfahren sind sicherlich fließend, aber es geht ja nicht allein um die öffentliche Förderung von Forschung, sondern auch darum, wo und wohin Venture Capital fließt.

  17. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von vinchris:

    klnonni (17.11.2020)

  18. #7362
    C Avatar von DerC
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Beim Thema Staatsfunk war doch deutlich erörtert, was gemeint ist. Die Gewaltenteilung funktioniert doch ganz gut. Das kann man ganz gut an den von Gerichten einkassierten Verordnungen sehen.
    Zur Gewaltenteilung hier ein sehr lesenswertes Interview mit einem Richter:
    „Zu viele Richter verstehen sich schon fast als Teil der Regierung“

    Daraus:
    Zitat Zitat von Thorsten Schleif
    "Zu der unzureichenden Richterausbildung tritt ein auffallend gering ausgeprägtes Selbstbewusstsein vieler Richter. Zu viele Richter verstehen sich fast schon als Teil der Regierung und nicht als eigene Staatsgewalt. Hauptgrund dafür ist, dass es in Deutschland keine konsequente Gewaltenteilung gibt."

    "Momentan scheint bei einigen Menschen der Irrglaube zu herrschen, wenn das Grundgesetz stört, muss man sich nicht daran halten, sofern man eine gute Absicht hat. Das ist ebenso falsch wie gefährlich."
    Zum Staatsfunk-Vorwurf werde ich nochmal einige Dinge sammeln und posten, aber wer da keine Probleme beim ÖRF sieht, braucht sich nur die Berichterstattung über die Covid-19-Zahlen ansehen. Wie die steigenden Zahlen kommentiert wurden, wie über die Abschwächung des Wachstums berichtet wurde, wie jetzt die sinkenden Zahlen kommentiert werden. Andere Themen bei denen die Probleme des ORF unübersehbar deutlich wurden, waren die Berichterstattung über die beiden letzten US-Wahlen oder die über die Ukrainie und Russland.
    Zuletzt überarbeitet von DerC (17.11.2020 um 11:57 Uhr)

    "If a man coaches himself, then he has only himself to blame when he is beaten."
    - Sir Roger Bannister

  19. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von DerC:

    leviathan (17.11.2020)

  20. #7363
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    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Bist du in der Forschung? Kennst du jemanden in der Forschung?
    Ich kann beides mit einem Ja beantworten.
    Ich habe einige Jahre in der Forschung gearbeitet und kenne sehr viele die auch noch immer in der Forschung arbeiten.

    Es ist Aufgabe des Staates die Grundlagenforschung zu fördern, weil dies eine brotlose Kunst ist ohne die es jedoch viele zukunftsweisende Entwicklungen nicht gegeben hätte.
    Die Aufgabe der Wirtschaft ist es auf dieser Basis selbst vorrausschauend ihre Entwicklungen zu steuern.

    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    PS: Ansonsten stand bei mir nirgends, dass der Staat mehr Geld für Forschung ausgeben soll/muß. Es geht um die Prioritäten, welche überdacht werden sollten.
    Und ja,
    die Politik hat immer auch ihre Lieblingsthemen, die sie besonders gern fördert.
    Aber als Wissenschaftler in leitender Funktion muss man nicht nur fachlich qualifiziert sein sondern auch gut im Marketing.
    Klappern gehört zum Geschäft.


    Mag für viele Wissenschaftler frustrierend sein, aber der Staat ist nicht der Melkesel der Wissenschaft.
    Zuletzt überarbeitet von klnonni (17.11.2020 um 12:27 Uhr)

  21. #7364
    C Avatar von DerC
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    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Es ist Aufgabe des Staates die Grundlagenforschung zu fördern, weil dies eine brotlose Kunst ist ohne die es jedoch viele zukunftsweisende Entwicklungen nicht gegeben hätte.
    Wo steht, dass der Staat andere Forschung nicht fördern darf oder sollte?

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    - Sir Roger Bannister

  22. #7365
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    Zitat Zitat von DerC Beitrag anzeigen
    Wo steht, dass der Staat andere Forschung nicht fördern darf oder sollte?
    Macht der Staat doch direkt und indirekt.
    Die öffentlichen Forschungsanstalten sind zu ihrem Zweck gegründet worden und über deren Satzung und Ausgestaltung ihrer Arbeit entscheidet die Politik.
    Letztlich entscheidet das Parlament über Förderprogramme,ihrer Umsetzung und deren Finanzierung.

    Viele staatliche Forschungseinrichtungen arbeiten doch mit der Wirtschaft zusammen und nur durch die Kofinanzierung der Wirtschaft sind einige Studiengänge überhaupt erst möglich.

    Ausser dem gibt es KfW-Programme, zur Förderung der Wissenschaft.
    Zuletzt überarbeitet von klnonni (17.11.2020 um 13:03 Uhr)

  23. #7366
    Avatar von Dirk_H
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    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Ich habe einige Jahre in der Forschung gearbeitet und kenne sehr viele die auch noch immer in der Forschung arbeiten.
    Keine Ahnung wo du da gearbeitet hast. Klingt aber nicht nach meiner Realität

    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Es ist Aufgabe des Staates die Grundlagenforschung zu fördern, weil dies eine brotlose Kunst ist ohne die es jedoch viele zukunftsweisende Entwicklungen nicht gegeben hätte.
    Also die Leute die auch aus MiBi, Virologie (ausnahme HIV), Biochemie oder Entwicklungsbiologie kenne, die erzählen andere Geschichten.
    Am Ende werden alle irgendwie dazu gebracht zu lügen (oder zumindest die Wahrheit sehr weit zu dehnen): Es wird irgendeine Krankheitsrelevanz auf das Thema geschrieben.

    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Klappern gehört zum Geschäft.
    Und das widerspricht für mich der Idee der Freiheit von Forschung.


    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Mag für viele Wissenschaftler frustrierend sein, aber der Staat ist nicht der Melkesel der Wissenschaft.
    Selten größeren Schwachsinn gelesen. Wobei das wohl ein Bild ist, was in der (Bild-)Bevölkerung wohl gern so gesehen wird.

  24. Folgenden 3 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Dirk_H:

    DerC (17.11.2020), Steffen42 (17.11.2020), UlliL (17.11.2020)

  25. #7367
    sub-4 Avatar von D-Bus
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    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Der Bund besitzt 38 Forschungsinstitute, hinzu kommen noch über 100 Landesforschungsinstitute, die Forschung an Hochschulen und Universitäten.
    An diesen Forschungsanstalten wird vor allem Grundlagenforschung betrieben.
    Das ist schon lange nicht mehr so, nicht mal an den Unis.
    Das kann man jetzt für gut oder für schlecht halten, aber grade Industrie und Politik haben seit Jahrzehnten in die Richtung von mehr angewandter Forschung gedrückt. So kann dann die Industrie Teile ihrer Forschung in die Unis ausgliedern, mit den bekannten Pro und Contra.
    "If you want to become a better runner, you have to run more often. It is that easy." - Tom Fleming

  26. Folgenden 6 Foris gefällt oben stehender Beitrag von D-Bus:

    DerC (17.11.2020), Dirk_H (17.11.2020), klnonni (18.11.2020), leviathan (17.11.2020), Steffen42 (17.11.2020), UlliL (17.11.2020)

  27. #7368
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Viele staatliche Forschungseinrichtungen arbeiten doch mit der Wirtschaft zusammen und nur durch die Kofinanzierung der Wirtschaft sind einige Studiengänge überhaupt erst möglich.

    Ausser dem gibt es KfW-Programme, zur Förderung der Wissenschaft.
    Ich arbeite zwar nicht in der Forschung, bin aber in einigen Themenfeldern auf neue Entwicklungen angewiesen. Und es gibt tatsächlich auch für Unternehmen Möglichkeiten auf diverse Programme zuzugreifen. Diese haben sich aber als völlig unpraktikabel erwiesen. Ich verzichte mittlerweile komplett auf solche Programme. Sie rauben mir unglaublich viel Zeit durch hohen Administrationsaufwand und was mindestens genauso ins Gewicht fällt... sie nehmen einem die notwendige Flexibilität mit Forschungsergebnissen auf Entwicklungen im Markt zu reagieren. Du musst in der Regel einen detaillgenauen Projektplan über einen langen Zeitraum machen. Dieser Plan ist dann ziemlich fix. Nur leider (oder zum Glück) dreht sich die Erde in der Zeit weiter. Man lernt immer neu dazu. Dieses Gelernte ist aber völlig irrelevant. Du reagierst dann entweder auf den Markt und Du verlierst die Förderung oder Du bleibst dem Plan treu und verlierst den Markt. Ich beschäftige mich im Prinzip gar nicht mehr mit solchen Programmen. Den Markt zu verlieren, bedeutet alles zu verlieren. Und genau in diese Option werden viele Teams in Deutschland sehenden Auges getrieben. Ich habe hier sicher einen anderen Blickwinkel als Dirk. Ich sehe mich als Verwerter von Forschung. Aber in der Form, wie es in D ermöglicht wird, puhhhh. Und das obwohl wir wirklich richtig gute Teams und auch Individuen am Start haben. Die sind aber eher trotz der Förderung erfolgreich, ganz selten deswegen. Das ist aber nur meine persönliche Erfahrung aus der Zusammenarbeit. Das ist hoffentlich nicht repräsentativ.

    Wie D-Bus hier angesprochen hat, kann das für Großunternehmen durchaus funktionieren. Echte Innovation wird man aber eher bei Ausgründungen sehen bzw. mit der Flexibilität von privaten Mitteln.
    nix is fix

  28. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von leviathan:

    Dirk_H (17.11.2020), klnonni (18.11.2020)

  29. #7369
    Avatar von Murks
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    Zitat Zitat von DerC Beitrag anzeigen
    Zur Gewaltenteilung hier ein sehr lesenswertes Interview mit einem Richter:
    „Zu viele Richter verstehen sich schon fast als Teil der Regierung“
    Ob es die Debatte voranbringt, jemanden, der sich in einem Buch darüber auslässt, für wie unfähig er nahezu alle anderen Richter hält, darüber zu befragen, ob die Justiz im Augenblick gute oder schlechte Entscheidungen zu den Corona-Maßnahmen trifft, kann man wohl bezweifeln. Selbst wenn man von den peinlichen, auf den Interviewten zugeschnittenen Fragen („Nun hört man immer wieder, die Gerichte hätten es in der Corona-Krise auch nicht leicht. Auf ihren Schultern laste eine enorme Verantwortung, da sie, wenn sie Maßnahmen der Regierung kippen, mit die Schuld bei einem steigenden Infektionsrisiko trügen. Was halten Sie von dieser Argumentation?“; Antwort – Überraschung! – Die sind halt alle nicht selbstbewusst genug!) absieht, wird es nicht wirklich erhellend. Aber warum auch? Wenn man das Ganze erst mal auf eine Metaebene geschoben hat, braucht man sich ohnehin nicht mehr mit uninteressanten Details zu befassen. Wen interessiert schon, an welchen Kriterien üblicherweise in verwaltungsgerichtlichen Eilrechtsschutzverfahren gemessen wird? Folgenabwägung? Langweilig. Schließlich geht es um die Grundrechte. Die Unverletzlichkeit der Wohnung scheint, so könnte man es hier verstehen, über allen Maßnahmen zu stehen. Ob Herr Schleif, der beim Amtsgericht Dinslaken Schöffensachen und Strafrichtersachen bearbeitet, bei jeder Wohnungsdurchsuchung skeptisch mit dem Grundgesetz winkt, wage ich zu bezweifeln.

  30. #7370
    I am the eye in the sky Avatar von M.Skywalker
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    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    1. Gerade in der aktuellen Situation ist die Wissenschaft gedrängt sich zu äußern und dabei wird erwartet, dass man aus minimalen Erkenntnissen maximale Aussagen ableitet. Und im Endeffekt sind wir halt keine Hellseher.

    2. Ohne dabei auf meine persönliche Meinung zur Qualität der Handlungen einzugehen hat sich unser politisches System als nicht gerade handlungsunfähig gezeigt in den letzten Monaten....
    An der Wissenschaft liegt es meiner Meinung nach nicht. Vor einer Pandemie mit Coronaviren wurde seit Jahren gewarnt. Als Sie da war, gab es weder Desinfektionsmittel, noch Masken oder gar ein schlüssiges Konzept. Als die Zahlen nach Welle 1 wieder unten waren, gab es lange Zeit kaum Entlastungen und aufgeschobene, private Feiern vielen dann mit dem Herbst zusammen. Die - auch vorhergesagte - Welle 2 wurde mal wieder verpasst. Nach 2 Wochen wird bereits nach Verschärfung geschrien, was natürlich wieder Unfug ist. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, wann uns Welle 3 erfasst.

    Na ja. In die Zukunft schauen birgt einige Risiken in sich. Da hilft ein Blick in die Vergangenheit.

    "Eine Milliarde durch den Schornstein gepfiffen..."
    Keep smiling, be optimistic, do something good...

  31. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von M.Skywalker:

    DerC (17.11.2020), klnonni (18.11.2020)

  32. #7371
    Avatar von klnonni
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Ich arbeite zwar nicht in der Forschung, bin aber in einigen Themenfeldern auf neue Entwicklungen angewiesen. Und es gibt tatsächlich auch für Unternehmen Möglichkeiten auf diverse Programme zuzugreifen. Diese haben sich aber als völlig unpraktikabel erwiesen.
    ...
    ...
    +1

    Da bin ich voll bei Dir

    Aber das liegt ebend am System.
    Öffentliche Gelder können nicht in größeren Summen ohne Beteiligung der "Volksvertreter" verteilt werden und die Mühlen der Demokratie arbeiten langsam und die Vergabebedingungen müssen dann auch noch juristisch so formuliert werden, dass ihr Mißbrauch erschwert und auch die Opposition dem zustimmen kann...

    Das dieses Bürokratiemonster, welches wir in Deutschland haben, aufgeräumt gehört um allen Antragsberechtigten schneller und besser gerecht zu werden, da rennst Du bei mir offene Türen ein.
    Ich habe am Erstes Brandenburgisches Bürokratieabbaugesetz – (1. BbgBAG) mit gearbeitet, allein die Ausarbeitung des Vorhabens hat Jahre gedauert,
    von dessen bescheidenen Umsetzung ganz zu schweigen

    Trotzdem möchte ich die Wissenschaft in Schutz nehmen, wenn es Versäumnisse gab den bestimmt nicht aufseiten der Wissenschaft oder der Wissenschaftsförderung.
    M.Skywalker hat ja ein Beispiel gebracht wohin es führt, wenn die Politik meint durch direkte Förderung in den Markt einzugreifen.

  33. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von klnonni:

    ruca (18.11.2020)

  34. #7372
    Avatar von klnonni
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    Zitat Zitat von D-Bus Beitrag anzeigen
    Das ist schon lange nicht mehr so, nicht mal an den Unis.
    Das kann man jetzt für gut oder für schlecht halten, aber grade Industrie und Politik haben seit Jahrzehnten in die Richtung von mehr angewandter Forschung gedrückt. So kann dann die Industrie Teile ihrer Forschung in die Unis ausgliedern, mit den bekannten Pro und Contra.
    So ist es oft, aber je nach Bundesland (Forschung und Lehre ist Länder Sache) in verschiedener Ausprägung.

    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Viele staatliche Forschungseinrichtungen arbeiten doch mit der Wirtschaft zusammen und nur durch die Kofinanzierung der Wirtschaft sind einige Studiengänge überhaupt erst möglich.

  35. #7373
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Zudem hat unsere Demokratie ein Riesenproblem: Die meisten Politiker denken im 4 (bzw. 5)-Jahres-Takt. Wenn ein Projekt erst nach der nächsten Wahl "Ertrag" abwirft, besteht die große Gefahr, dass in der Zwischenzeit jemand anderes gewählt wird und dieser dann profitiert, während der aktuelle nur bezahlen muss und den Ärger abbekommt. Daher ist es geradezu bewundernswert, wenn es auch mal von Anfang an auf langfristig angelegte Projekte gibt (in Hamburg z.B. die U5).

    Komplett bekommt man dieses Problem nicht abgestellt (solange man die Demokratie will), einziger Ausweg ist gnadenlose Transparenz nach dem Motto: "Niemand kann hellsehen, welche Projekte wir in Zukunft benötigen und welche Erfolg haben. Deshalb fördern wir sehr viele in der Hoffnung, dass dann später etwas dabei ist, was wir gebrauchen können. Wenn wir das unterlassen wissen wir nur eines sicher: Wir werden nix haben, was wir gebrauchen können"
    Schönes Beispiel für so einen "Zufallstreffer" ist MP3 - entwickelt am Fraunhofer Institut.

    Blöderweise gibt es dann die "Engstirnigen" hier in vorderster Front der Bund der Steuerzahler, der sich gerne einzelne Projekte rauspickt und dann laut öffentlichkeitswirksam "So ein Unsinn" krakelt (Vermutlich hätte er es der Bund er Steuerzahler auch noch 1983 zum Thema MP3 gesagt). Ja, hinterher weiß man es natürlich besser- womit wir auch wieder beim Thema Corona-Maßnahmen sind.

    Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
    PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
    Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)


  36. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von ruca:

    klnonni (18.11.2020)

  37. #7374
    Avatar von klnonni
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    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Und ja,
    die Politik hat immer auch ihre Lieblingsthemen, die sie besonders gern fördert.
    Aber als Wissenschaftler in leitender Funktion muss man nicht nur fachlich qualifiziert sein sondern auch gut im Marketing.
    Klappern gehört zum Geschäft.
    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Und das widerspricht für mich der Idee der Freiheit von Forschung.
    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Ansonsten stand bei mir nirgends, dass der Staat mehr Geld für Forschung ausgeben soll/muß. Es geht um die Prioritäten, welche überdacht werden sollten.
    Jetzt verstehe ich Dich!
    Wenn Wissenschaftler für ihre Visionen und Ideen um Forschungsgelder werben müssen,
    dann widerspricht es für Dich der Idee von Freiheit der Forschung und Lehre.


    Wenn aber die Politik nach Deinem Willen Prioritäten setzt und einige Forschungsgebiete von den Förderprogrammen ausschließt, dann wird die Idee von der Freiheit der Forschung und Lehre gestärkt und umgesetzt.

    Vermutlich entscheidest dann auch noch Du, welche Forschungsgebiete ausgeschlossen oder eingeschränkt gehören um die Freiheit von Forschung und Lehre wieder herzustellen.

    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Selten größeren Schwachsinn gelesen. Wobei das wohl ein Bild ist, was in der (Bild-)Bevölkerung wohl gern so gesehen wird.
    dito
    Zuletzt überarbeitet von klnonni (18.11.2020 um 08:09 Uhr)

  38. #7375
    Avatar von Dirk_H
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    Geh und lies deine Bildzeitung und den Stern.
    Auf solchen Dummfug werde ich nicht weiter eingehen.

  39. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Dirk_H:

    klnonni (18.11.2020)

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