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  1. #451

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    Zitat Zitat von dicke_Wade Beitrag anzeigen
    Ich bin hier schon fast ein Aussätziger

    Gruss Tommi
    aber mal ehrlich, wenn ich jetzt auf alle soziale Kontakte verzichten soll, dann war es denn so, aber allein zu Hause in Quarantäne will ich auch nicht enden....
    Saarotti

  2. #452
    Avatar von Isse
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    Ein Familienmitglied hat in Kürze ein Fachseminar für Toxikologen. Dieses findet statt an einem Ort mit erhöhter "Conrona-Dichte". Es wurde nicht abgeblasen und die Leute kommen von überall her. Es gab vorab ein paar Hygienetipps. Ich persönlich finde es gut, dass durchgezogen wird und die Hysterie nicht fortgesetzt wird.
    Highlights bisher:
    2012: 100MC Brocken Berlin -
    22.12.2012 - Bergmarathon - insgesamt 1.570 hm und 42,195 km
    2013/2014/2015/2016/2017/2018/2019: Majors in Boston, New York, Chicago, Tokio und Berlin
    15.+16. Juni 2018 - 24 h Burginsellauf = 121,74 km






  3. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Isse:

    klnonni (05.03.2020)

  4. #453
    Avatar von klnonni
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    Zitat Zitat von *Frank* Beitrag anzeigen
    Wie viele Tote es geben wird, hängt in erster Linie davon ab, wie schnell sich das Virus ausbreitet. Je schneller es sich ausbreitet, desto mehr hat unser Gesundheitssystem damit zu kämpfen und desto mehr Tote wird es geben.
    Zitat Zitat von *Frank* Beitrag anzeigen
    Wenn in den nächsten 4 Wochen, 70% erkranken, gibt es mehr Tote als wenn sich das über 2 Jahre hinzieht. Gleiche Fallzahl, aber andere Ausbreitungsgeschwindigkeit! Das ist meine Aussage!
    Diese Behauptung ist falsch!
    Die Sterberate hängt ebend nicht in erster Linie von der Ausbreitungsgeschwindigkeit ab.

    Angenommen die Sterberate bei einer Infektion beträgt ~1%.
    Dann bedeutet dies:
    Wenn von 100.000 Infizierten ~1% sterben, dann wären es 1000 Sterbefälle
    Wenn diese 100.000 Infizierten sich innerhalb 5 Monaten infizieren, sterben auch .~1%, dass wären auch 1000 Sterbefälle.
    Wenn diese 100.000 Infizierten sich innerhalb 2 Jahren infizieren, sterben auch ~1%, dass wären auch 1000 Sterbefälle.

    Prozent bedeutet immer von 100!

    Eine Überlastung des Gesundheitssystems durch eine rasante Ausbreitung des Virus würde die Sterberate nicht Signifikant erhöhen.
    Weil :
    1. über 95% der Infizierten auch ohne medizinische Versorgung wieder genesen.
    2. es gibt es kein Medikament gegen das Virus, die Behandlung zielt auf die Linderung der Symptome. Egal wie groß die Anzahl der Patienten ist.

    Meine Aussage die Sterberate hängt in erster Linie von der Bevölkerungsstruktur ab.

    Wenn die Sterberate einer Infektion im Durchschnitt 1% beträgt, kann diese aber innerhalb bestimmter Personengruppen sehr unterschiedlich sein.
    Diese Personengruppen mit erhöhtem Risiko nennt man Risikogruppen.

    Egal wie schnell sich die Infektion nun ausbreitet, die Risikogruppen wird immer am schwersten betroffen sein und immer den größten Anteil an den Infektionsopfern haben.

    Beispiel:
    Wenn infizierte Personen über 65 Jahre ein Sterberisiko von >15% haben, hat eine Bevölkerung mit hohem Anteil von Menschen über 65 Jahren auch erhöhte Fallzahlen von Infizierten die an ihrer Infektion versterben im Vergleich zu einer Gesellschaft in der diese Risikogruppe gering vertreten ist.

    Das heißt eine Gesellschaft mit einem geringen Anteil von älteren Mitbürgern, aber mit gleicher Infektionsrate wie obiges Beispiel, wird eine geringere Sterblichkeit im Land haben.

    Laut RKI ist die Sterberate bei der Risikogruppe der älteren Menschen um ein vielfaches höher.

    Zitat Zitat von *Frank* Beitrag anzeigen
    Im Kosovo gibt es keinen einigen bestätigten Corona-Fall. Woher sollen da die Toten kommen?
    In meinem Beispiel mit dem Kosovo meinte ich nicht, dass es dort Corona-Infizierte gibt.
    Der Kosovo ist das Land Europas mit der jüngsten Bevölkerung.
    Ein Ausbruch dieser Infektion würde dort auf einen geringeren Bevölkerungsanteil aus der Risikogruppe treffen als es in Italien der Fall war.
    Durch diese unterschiedliche Bevölkerungsstruktur gäb es eine andere Verlaufsform.

    Das bei einer schnellen Ausbreitung der Infektion die absolute Anzahl der Sterbefälle pro Zeiteinheit höher sein wird, als bei einer langsameren Ausbreitung ist unbestritten.
    Aber Prozentuell wird die Sterberate sich zwischen schneller und langsamer Ausbreitung nicht bedeutend unterscheiden.
    Bedeutender wird es sein, wie eine Gesellschaft ihre Risikogruppen am besten zu schützen vermag.
    Nur durch den besonderen Schutz der Risikogruppen würde es gelingen die Opferzahlen zu minimieren.

  5. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von klnonni:

    fiveten (06.03.2020)

  6. #454

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    Ein nüchtern-sachlicher Artikel in meiner Lokalzeitung:
    https://www.insuedthueringen.de/regi...t83467,7162200

  7. #455
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von saarotti Beitrag anzeigen
    aber mal ehrlich, wenn ich jetzt auf alle soziale Kontakte verzichten soll, dann war es denn so, aber allein zu Hause in Quarantäne will ich auch nicht enden....
    Saarotti
    Ich verzichte ja nicht auf soziale Kontakte, nur das Anfassen beschränke ich

    @klnonnie & frank: Ihr werdet auch in drölfzig Seiten nicht auf einen Nenner kommen. Ich sag mal salomonisch, ihr habt beide recht

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  8. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von dicke_Wade:

    ruca (05.03.2020)

  9. #456
    Boston-Finisher Avatar von *Frank*
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    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Angenommen die Sterberate bei einer Infektion beträgt ~1%.
    Die Annahme ist schon falsch. Die Sterberate hängt von ganz vielen Faktoren ab und kann sich auch im Laufe der Epidemie ändern, z.B. wenn nicht mehr ausreichend Ärzte und Gesundheitspersonal zur Verfügung stehen, um die schwer Kranken zu versorgen. Und genau das wird spätestens dann passieren, wenn uns Schutzkleidung und -masken ausgehen. Hier gibt es auch globale Zusammenhänge mit China, wo die Reisebeschränkungen mit dem Ende der verlängerten Ferien wieder aufgehoben werden, denn auch dort werden die aktuell stagnierenden Corona-Fälle dann wieder rasant ansteigen und die Produktion dieser Produkte lahmlegen. Ein weiterer Grund, die Ausbreitung hierzulande möglichst zu verlangsamen.

    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Eine Überlastung des Gesundheitssystems durch eine rasante Ausbreitung des Virus würde die Sterberate nicht Signifikant erhöhen.
    Weil :
    1. über 95% der Infizierten auch ohne medizinische Versorgung wieder genesen.
    2. es gibt es kein Medikament gegen das Virus, die Behandlung zielt auf die Linderung der Symptome. Egal wie groß die Anzahl der Patienten ist.
    Auch das habe ich dir bereits widerlegt. Wenn 1% der Infizierten Intensivpflege benötigen, macht es einen Unterschied, ob wir 100.000 (über 2 Jahre verteilt) oder 10 Millionen Fälle (innerhalb der nächsten 4 Wochen) gleichzeitig haben. Im ersten Fall benötigen wir 1.000, im zweiten 100.000 Intensivbetten. Deutsche Krankenhäuser haben aber nur knapp 30.000, die zum Teil auch durch andere Fälle belegt sind. Im zweiten Fall sterben also u.U. 70.000 Infizierte allein deshalb, weil sie die notwendige Intensivpflege (z.B. Sauerstoff-Beatmung) nicht bekommen. Wäre der Patient 1 aus Heinsberg einer von 10 Millionen gleichzeitig Infizierten gewesen, hätte er mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht überlebt, weil auf der Intensivstation schlicht und einfach kein Bett frei gewesen wäre.
    Und ja, wenn eine Gesellschaft mehr ältere Menschen hat (wobei ich nicht glaube, dass sich Italien und Deutschland da signifikant unterscheiden), dann ist die Rate der Infizierten, die Intensivpflege benötigen, wahrscheinlich höher. Dann gilt es erst recht, die schnelle Ausbreitung zu verhindern, indem man die Infektionskette so gut es geht verlangsamt.

    Und wenn du es immer noch nicht glaubst, dann höre dir bitte den Podcast von Prof. Dorsten an! Oder besuche das Bundesligaspiel am Samstag in Mönchengladbach! Wenn du nur dir nur fleißig die Hände wäscht und in die Armbeuge niest, können dir auch die Zuschauer aus Heinsberg nichts anhaben.

    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Bedeutender wird es sein, wie eine Gesellschaft ihre Risikogruppen am besten zu schützen vermag.
    Und was schlägst du vor? Nur U40-jährige und Nichtraucher ins Stadion? Oma und Opa temporär ins Altenheim? Oder lieber doch die Infektionsrate insgesamt so niedrig wie möglich halten?
    Zuletzt überarbeitet von *Frank* (05.03.2020 um 23:11 Uhr)
    VG Frank

    5km - 19:38 (2009) ~ 10km - 40:02 (2011) ~ 15km - 61:07 (2010) ~ 10M - 67:37 (2009) ~ HM - 1:29:01 (2008) ~ M - 3:14:29 (2012)
    Nächster Wettkampf: TBD

  10. #457

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    Der Bienwald-Marathon 2020 wurde wegen des Corona-Virus abgesagt. Auf der Facebook-Seite des Marathons wurde vor einer Stunde die Nachricht gepostet. Eventuell gibt es noch einen Ersatztermin in diesem Jahr. Das steht aber noch nicht fest.

  11. #458
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Das wird dann wohl leider so weiter gehen. Da können es sich andere Veranstalter "nicht leisten" zu starten :( Fernab von Nutzen oder nicht Ich hab auch nur noch wenig Hoffnung, dass der Weinstraßenmarathon stattfindet.

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  12. #459

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    Mir tut es für die Starter leid. Ich war zwar auch angemeldet, aber mich trifft es nicht ganz so hart. Ich konnte wegen einer Fußverletzung die letzten 2,5 Wochen kaum trainieren. Ich hätte zwar starten können, aber eine Top-Leistung wäre bei mir wohl eh nicht drin gewesen.

    Für den Weinstraßenmarathon und den Rennsteiglauf bin ich auch angemeldet. Ich bin mal gespannt ob die stattfinden.

  13. #460
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Hauptsache bei der Bundesliga sind die Stadien voll. Dann ist die Welt in Deutschland in Ordnung.

    Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
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  14. #461
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von ruca Beitrag anzeigen
    Hauptsache bei der Bundesliga sind die Stadien voll. Dann ist die Welt in Deutschland in Ordnung.
    Brot und Spiele. Gerade in Krisenzeiten muss das Volk abgelenkt werden, da nimmt man auch Kollateralschäden in Kauf.

    Gruss Tommi

  15. #462
    ...formerly known as LiveLoveRun Avatar von Gid
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    Zitat Zitat von dicke_Wade Beitrag anzeigen
    Brot und Spiele. Gerade in Krisenzeiten muss das Volk abgelenkt werden,
    Und/oder da geht es einfach um mehr Geld.
    da nimmt man auch Kollateralschäden in Kauf.
    So sieht es aus.

  16. #463
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Man denkt jetzt vorsichtig darüber nach, das Länderspiel gegen Italien abzusagen - weil da (gerüchteweise) italienische Fans kommen könnten.

    Ich gehe davon aus, dass der italienische Verband dem DFB diese schwere Entscheidung abnimmt.

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  17. #464

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    Ist doch gut, dass es weiterhin Fußballveranstaltungen gibt. Stellt Euch doch mal vor, der ganze aufgestaute Hass entlädt sich im Alltag.

  18. #465
    Avatar von klnonni
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    Lieber Frank,
    ich gebe Dir ja in vielen recht!

    Aber ursprünglich ging es um den Vergleich zwischen Italien und Deutschland.
    Ich wollte deutlich machen, dass die Ausbreitung in Italien, mit mehr Todesfälle verläuft als in Deutschland, weil die Altersstruktur eine andere ist und es deswegen dort eine größere Risikogruppen betroffen ist.
    Jedenfalls liegt der Umstand, dass Deutschland im Vergleich zu Italien, trotz höherer Infektionszahlen noch keine Opfer zu verzeichnen hat mit Sicherheit nicht an unserem angeblich besserem Gesundheitssystem.

    Du hast recht wenn Du sagst wir müssen die Ausbreitung eindämmen um Zeit zu gewinnen - aber Zeit wofür?

    Wenn in absehbarer Zeit mit einem Impfstoffes zu rechnen ist, dann sind drastische staatliche Einschnitte in das öffentliche Leben zu rechtfertigen.
    Dann kann man sagen, bis in 5 Monaten der Impfstoff auf den Markt ist und zumindest die Risikogruppen geimpft und geschützt sind, werden alle Veranstaltungen abgesagt, dadurch ersparen wir uns hunderte oder gar mehr Todesopfer ...., jeder Einzelne und die Wirtschaft müssen dem Allgemeinwohl zurück stehen.

    Wenn aber nicht absehbar ist, wann ein Impfstoff vorliegt und ob es Medikamente geben wird, ist es nicht zu rechtfertigen auf unbestimmte Zeit massive Eingriffe ins öffentliche leben zu machen!
    Wir gefährden Arbeitsplätze, schüren Ängste und behindern die Menschen daran ihr Leben zu leben. Und dies für eine Erkrankung die relativ harmlos ist.

    Für mich gibt es verschiedene Szenarien.

    Bestes Szenario:
    Setzen wir vorraus, dass jemand der bereits eine Infektion überstanden hat nicht mehr in absehbarer Zeit ein 2. mal erkrankt.
    Dies würde bedeuten, sobald das Virus ~ 70-80 % der Bevölkerung infiziert hat, entsteht eine sogenannte Herdenimmunität.
    Das Virus findet nicht mehr genügend Opfer um sich weiter zu verbreiten und die Zahl der Neuinfektionen stagniert auf ein niedriges Nivau oder das Virus stirbt aus.
    Bis es soweit ist, werden wir ~1% Todesfälle unter den Infizierten haben. Je schneller die Ausbreitung desto schneller die Herdenimmunität.
    Auch wenn eine schnelle Ausbreitung eine hohe Zahl von absoluten Infektionstoden bedeutet, so wäre ein schnelles Ende mit Schrecken vielleicht besser als ein schrecken ohne Ende.

    Weiteres Szenario:
    Es wird überraschend schnell ein wirksamer Impfschutz gefunden.
    Die Risikogruppen können sich impfen lassen, die Infektionsausbreitung verliert ihren schrecken.
    Das gesellschaftliche Leben wird nicht stärker als bei der gewöhnlichen Grippe eingeschränkt.

    Schlechtestes Szenario:
    Es wird auf absehbarer Zeit kein Impfschutz gefunden.
    Die Verdachtsfälle in dem sich früher Infizierte ein weiteres mal angesteckt haben sollen Bewahrheiten sich.
    Es kann keine Herdenimmunität geben, da man öfter infiziert werden kann und keine Immunität ausbildet.
    Die Politiker die versucht haben auf Zeit zu spielen und durch starke Eingriffe ins öffentliche Leben Arbeitsplätze vernichtet haben
    und in der Bevölkerung Hoffnungen aber auch Ängste geschürt haben, müssen nun kapitulieren.
    Es muss der Bevölkerung erklärt werden wofür die Wirtschaft an die Wand gefahren werden musste,
    wofür das Leben des Einzelnen staatlich kontrolliert und sanktioniert werden musste.

    Verschwörungstheoretiker und Extremisten werden propagieren, sie hätten von Anfang an gesagt dies wäre bloß eine staatliche Verschwörung um die Pharmaindustrie zu mästen, eine Aktion zur persönlichen Bereicherung einzelner, Schuld wären die internationalen Mächte des Bösen...

    Extremisten würden mit Heilsversprechen und wundersamen Konjunkturprogrammen einen schnellen wirtschaftlichen wieder Aufbau versprechen.
    Diese Extremisten würden bei einer breiten Bevölkerungsschicht aus enttäuschten und wütenden Menschen reichlich Unterstützer finden.
    Und das Corona-Virus würde ähnlich der Grippe unser ständiger begleiter im Alltag bleiben - nicht schlimm und oft mit der gewöhnlichen Grippe verwechselt.

    Zitat Zitat von *Frank* Beitrag anzeigen

    Und was schlägst du vor?
    Ich schlage vor eine breite Aufklärungskampange, welche einfachen Hygienemaßnahmen den Menschen für vielen Infektionen schützt.
    Bereits im Kindergarten muss es den Kindern ins "Fleisch und Blut" übergehen sich richtig und sauber im Alltag zu bewegen.
    Ganz alltägliche Sachen wie Händewaschen, nicht in die Hände niesen und husten sondern höchstens in die Armbeuge.
    Vor dem Essen immer gründlich die Hände waschen. Zum Essen im öffentlichen Raum nie die Fingern benutzen sondern Esshilfen!

    Bei einer Erkältung den Kontakt zu Risikogruppen meiden.
    Im Zweifel lieber zu Hause bleiben um Freunde, Arbeitskollegen und andere Mitmenschen nicht anzustecken.

    Bei Großveranstaltung aber auch in öffentlichen Gebäuden und in Zügen sollte für genügend Hygienebereiche mit ausreichender Ausstattung gesorgt werden - als gesetzliche Auflage.
    So ist es keine Seltenheit, dass auf den Toiletten in öffentlichen Bereichen es zwar Waschräume gibt, aber Seife und noch wichtiger Trocknungsmöglichkeiten für die Hände fehlen.
    Feuchte Hände nehmen aber aus der Umgebung schneller und stärker Keime auf als ungewaschene Hände.
    Also es gibt viele kleine Baustellen in unserer Gesellschaft dessen Beseitigung es ermöglichen würden trotz Infektionskrankheiten als Gesellschaft weiterhin wie gewohnt zu interagieren.
    Panikmache und staatlicher Aktionismus bringt wenig bis nichts.

    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Zitat von Prof. Drosten:
    "Laut Virologe Professor Dr. Christian Drosten von der Berliner Charité liegt die Sterblichkeit einer Corona-Infektion bei 0,3 bis 0,7 Prozent. Das sei niedriger als bei einer Grippeinfektion:
    „Worüber sorgen wir uns eigentlich?“, so Drosten.
    In den sozialen Medien beobachte er „viel Drama“. Er sehe dafür keinen Grund."
    In diesem Sinne Euch allen einen schönen Tag und bleibt gesund!
    Zuletzt überarbeitet von klnonni (06.03.2020 um 08:25 Uhr)

  19. #466
    Boston-Finisher Avatar von *Frank*
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    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Jedenfalls liegt der Umstand, dass Deutschland im Vergleich zu Italien, trotz höherer Infektionszahlen noch keine Opfer zu verzeichnen hat mit Sicherheit nicht an unserem angeblich besserem Gesundheitssystem.
    Nein, das glaube ich auch nicht. Ich denke, es liegt in erster Linie daran, dass wir uns in einer anderen Phase der Epidemie befinden. In Deutschland befinden wir uns ganz am Anfang, während man vermutet, dass in Italien unentdeckt die ersten Fälle wahrscheinlich schon im Januar aufgetreten sind. Darin liegt aber auch die Chance für Deutschland, daraus zu lernen und wirksame Maßnahmen, die Italien viel zu spät ergriffen hat, schon jetzt zu implementieren und damit vieles von dem zu verhindern, was ansonsten unweigerlich passieren wird. Ich persönlich halte den leichtfertigen Umgang mit dem bevorstehenden Bundesliga-Wochenende für ein mittleres Desaster, was die Fallzahlentwicklung der nächsten 2 oder 3 Wochen angeht.

    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Du hast recht wenn Du sagst wir müssen die Ausbreitung eindämmen um Zeit zu gewinnen - aber Zeit wofür?
    "Zeit gewinnen" ist aus meiner Sicht der falsche Ausdruck. Wenn wir die Epidemie nicht zumindest verlangsamen, werden auch immer mehr Ärzte und Gesundheitspersonal infiziert. Es gibt nur eine "line of defense" für Gesundheitspersonal und das ist die Schutzkleidung (keine Immunisierung wie bei der Influenza), die zumindest bei niedergelassenen Ärzten knapp wird oder gar nicht mehr vorhanden ist. Wenn aber Ärzte ausfallen, weil sie selbst in Quarantäne sind, wird es immer schwieriger, die zunehmende Anzahl an Infizierten zu versorgen. Je schneller sich die Krankheit ausbreitet, desto schwieriger wird es, vor allem in regionalen Brennpunkten. Was nützt es einem Heinsberger Intensivpatienten, wenn in München ein Intensivbett frei ist?

    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Wenn aber nicht absehbar ist, wann ein Impfstoff vorliegt und ob es Medikamente geben wird, ist es nicht zu rechtfertigen auf unbestimmte Zeit massive Eingriffe ins öffentliche leben zu machen!
    Wie man an den Beispielen China und Italien sieht, werden sich massive Eingriffe ins öffentliche Leben gar nicht vermeiden lassen. Die Frage ist nur: jetzt oder später, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist? Ich plädiere für jetzt aus den oben genannten Gründen.

    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Bis es soweit ist, werden wir ~1% Todesfälle unter den Infizierten haben. Je schneller die Ausbreitung desto schneller die Herdenimmunität.
    Nochmal, es macht einen Riesenunterschied, ob man den Punkt der Herdenimmunität innerhalb von 4 Wochen oder 2 Jahren erreicht. Wenn wir in 4 oder spätestens 8 Wochen 50 oder 60 Millionen Infizierte haben, gibt es deutlich mehr Todesfälle, weil wir die schweren Verläufe gar nicht alle versorgen können. Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen mag ich mir gar nicht vorstellen, wenn wir 4-6 Wochen lang mehr als 10 oder 20 Millionen infektiöse Patienten gleichzeitig haben. Können wir dann z.B. überhaupt noch die Lebensmittelversorgung sicherstellen? Sind die Gesundheitsämter dann überhaupt noch arbeitsfähig? Wie viele Ärzte sind dann in Quarantäne? Die Labore werden kapitulieren, weil sie so viele Fälle gar nicht testen können. Das ist vermutlich in Italien jetzt schon der Fall, wo die Sterberate scheinbar ansteigt, was aber vermutlich nur daran liegt, dass nicht mehr alle Infizierten getestet werden können.

    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Ich schlage vor eine breite Aufklärungskampange, welche einfachen Hygienemaßnahmen den Menschen für vielen Infektionen schützt.
    Das wird im kleinen Rahmen sicher helfen. Allerdings verlässt du dich dabei auf die große Masse, dass sie sich an solche Regeln hält. Das funktioniert schon mit den Verkehrsgesetzen nicht. Ich habe da ganz wenig Vertrauen, dass Hygienemaßnahmen außerhalb medizinischer Einrichtungen nachhaltig eingehalten werden.
    VG Frank

    5km - 19:38 (2009) ~ 10km - 40:02 (2011) ~ 15km - 61:07 (2010) ~ 10M - 67:37 (2009) ~ HM - 1:29:01 (2008) ~ M - 3:14:29 (2012)
    Nächster Wettkampf: TBD

  20. #467
    01.10.2025 Avatar von d'Oma joggt
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    Zitat Zitat von *Frank* Beitrag anzeigen
    Ich habe da ganz wenig Vertrauen, dass Hygienemaßnahmen außerhalb medizinischer Einrichtungen nachhaltig eingehalten werden.
    Aber innerhalb?
    12.05.2007 / 12.05.2012 / 09.04.2013 / 27.05.2017
    ...an Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit
    An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit
    In dieser Nacht der Nächte, die uns soviel verspricht
    Erleben wir das Beste, kein Ende ist in Sicht
    (Toten Hosen)
    ________________________________________ __

    BIG 25 Berlin 2015 HM 2:14:xx

  21. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von d'Oma joggt:

    Malu68 (06.03.2020)

  22. #468
    Boston-Finisher Avatar von *Frank*
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    Zitat Zitat von d'Oma joggt Beitrag anzeigen
    Aber innerhalb?
    Naja, ich gehe schon davon aus, dass sich das Laborpersonal, das mit virulenten Erregern zu tun hat, schon aus reinem Selbstschutz an die Hygienevorschriften hält. Im Krankenhaus und in den Arztpraxen würde ich angesichts des jahrelangen Personalnotstandes vermuten, dass man wahrscheinlich schon etwas laxer mit den Vorschriften umgeht, aber immerhin noch so, dass man Patienten und sich selbst nicht fahrlässig gefährdet. Das ist nicht mit den grob fahrlässigen Entscheidungen bzgl. des Fußballwochenendes oder betrunkenen Fans im ÖPNV zu vergleichen.
    VG Frank

    5km - 19:38 (2009) ~ 10km - 40:02 (2011) ~ 15km - 61:07 (2010) ~ 10M - 67:37 (2009) ~ HM - 1:29:01 (2008) ~ M - 3:14:29 (2012)
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  23. #469
    Avatar von Malu68
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    Zitat Zitat von d'Oma joggt Beitrag anzeigen
    Aber innerhalb?
    Solange man Pflegekräfte ohne Symptome - bei stattgefunden Kontakt mit Verdachtsfällen- weiter arbeiten lässt......
    Alle "Normalsterblichen" werden selbst bei Kontakt mit Verdachtsfällen in Quarantäne geschickt, nur Pflegekräfte und Ärzte nicht.... sonst bräche ja die Versorgung zusammen.... ja nee, is klar.....
    Wir sind vom Leben gezeichnet in den buntesten Farben, und wir tragen sie mit Stolz, unsere Wunden und Narben (SDP)

    Dieser Weg wird kein leichter sein...(Teil 1)
    In Ruhe alt werd´ich später.....(Forts.)

    Kölner Zoolauf 07/2017 8,6 km
    Kölner Brückenlauf 09/2017 15,65 km 1:43:xx
    HM Köln 10/2017. 21,1 km 2:18.xx

  24. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Malu68:

    d'Oma joggt (07.03.2020)

  25. #470

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    klnonni, hörst du den Podcast von Prof. Dr. Drosten? Wenn nein, da werden die meisten deiner Fragen beantwortet. Z.B. zum Thema Zeit blieb bei mir hängen:Wir brauchen massenweise Tests. Er geht davon aus, dass ein Test, 24 Stunden bevor man infektiös wird, sagen kann, ob man infiziert ist. Somit muss kein Klinikpersonal mehr "vorsorglich" in Quarantäne geschickt werden. Es reicht alle 24 Stunden getestet zu werden.Wir brauchen Zeit für einen Test auf Antikörper. Wer diese hat (und keine Viren mehr), ist erstmal immun gegen eine erneute Ansteckung -> ebenfalls keine Quarantäne.Wir brauchen Zeit bis es wärmer wird. Das Virus mag beim Verbreiten keine Wärme und die Zahlen werden deutlich zurückgehen. Letztlich brauchen wir noch Zeit bis ein Impfstoff entwickelt wurde.Italien vs Deutschland:https://www.thelocal.it/20200305/ana...n-italyItalien hat sehr viele alte Einwohner, anfangs war die Verbreitung unentdeckt und die alten Einwohner haben dort regen Kontakt mit den Jüngeren, vorallem den Schulkindern. Irgendwie gehen hier in dem Browser keine Enterzeichen im Forum, sorry.

  26. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von hugo790:

    klnonni (06.03.2020)

  27. #471
    Avatar von triduma
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    Zitat Zitat von Stebbins Beitrag anzeigen
    Der Bienwald-Marathon 2020 wurde wegen des Corona-Virus abgesagt. Auf der Facebook-Seite des Marathons wurde vor einer Stunde die Nachricht gepostet. Eventuell gibt es noch einen Ersatztermin in diesem Jahr. Das steht aber noch nicht fest.
    So ein Mist.
    Ich habe mich erst letzte Woche für den Bienwald Marathon angemeldet und ein Hotelzimmer gebucht. Ich bin echt stinksauer.
    Wäre ich doch letzte Woche den 50er in Marburg gelaufen.
    Was hilft mir ein Ersatztermin. Wer weis ob ich an dem Termin Zeit habe.
    Das geht sicher vielen Läufern so.

  28. #472
    Avatar von klnonni
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    Zitat Zitat von hugo790 Beitrag anzeigen
    Wir brauchen massenweise Tests. Er geht davon aus, dass ein Test, 24 Stunden bevor man infektiös wird, sagen kann, ob man infiziert ist.
    Somit muss kein Klinikpersonal mehr "vorsorglich" in Quarantäne geschickt werden. Es reicht alle 24 Stunden getestet zu werden.
    Ich habe heute in den Medien gelesen, dass die Berliner Charite verstärkt auf die Schnelltest für ihr medizinisches Personal setzen möchte um die Ausfallzeiten des Personal auf ein minimum zu verkürzen.
    Das Problem ist jedoch, dass die WHO an die bisherige Praxis der langen Quarantäne festhält und das RKI sich noch nicht entgültig eine Empfehlung ausgesprochen hat.
    Ich halte diese Schnelltest für Sinnvoll und hoffe auf schnelle Umstellung im Interesse aller, vor allem der Mitarbeiter

    https://www.morgenpost.de/berlin/art...-Covid-19.html

    Ich glaube wir haben weltweit noch Glück, dass die diesjährige Grippe-Welle relativ mild verläuft und uns keine größeren Probleme macht.
    Wenn wir jetzt zurzeit zusätzlich noch einen schweren Verlauf der Grippe-Saison hätten, würde genau der Fall eintreten vor dem Frank uns zurecht warnt.

    Die Kliniken im Land wären bereits mit schweren Grippe-Patienten an ihre belastungsgrenzen und eigenes personal wäre ebenfalls zum Teil sellbst infiziert und würde ausfallen.
    Da uns aber offenbar zum Glück die großen schweren Grippe-Erkrankungen mancher Jahre fehlen, sind dadurch vorhandenen Kapazitäten nicht gebunden.

    Dieser Umstand zusammen mit der Anpassung der Quarantäne-Bestimmungen wie Prof. Dr. Drosten es fordert, wird uns auch ein Anstieg der Corona-Infektionsraten bewältigen lassen. Zumal die wirklich schwer verlaufenden Fälle "überschaubar" sind.

    Ich verstehe die Sorgen schon, es gab schon Jahre mit besonders schweren Grippefällen wo unser Gesundheitssystem es trotz aller Schwierigkeiten es gemeistert hat.
    Natürlich läßt sich die Grippe nicht 1:1 mit der Corona-Infektion vergleichen.
    Aber oftmals haben die Impfstoffe der Grippe-Impfung in den Jahren ihres schweren Verlaufes auch nicht gewirkt und auch damals bestand höchste Ansteckungsgefahr für die medizinischen Mitarbeiter. Insoweit kennen wir Personalnotstände in Pandemiezeiten zur genüge.

    Das eigentliche Problem ist doch die chronische Personalnot der Krankenhäuser.
    Egal ob Ärzte , Pflegekräfte oder technisches Personal, Überstunden und Überlastungen sind doch ihr ständiger Begleiter.

    An dieser Stelle ein ganz großes Danke an alle Beschäftigten im Gesundheitswesen und speziell der Krankenhäuser,
    für die geleisteten Überstunden und ausgefallenen Pausenzeiten ohne die uns Patienten nicht so kompetent geholfen worden wäre.

    Um den Klinikalltag über Jahre zu bestehen, bedarf es schon selbst an einem Helfersyndrom erkrankt zu sein.


  29. #473
    Alles im Blick. Avatar von bones
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    Radsportklassiker Mailand - San Remo Remo abgesagt

    "Der Frühjahrsklassiker Mailand-Sanremo und zwei weitere italienische Radrennen sind wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt worden. Das teilte der Veranstalter RCS mit. Neben dem traditionsreichen Eintagesrennen sind demnach auch die beiden Rundfahrten Tirreno-Adriatico (11. bis 17. März) und Giro di Sicilia (1. bis 4. April) betroffen. Die Rennen sollen nach Möglichkeit zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Am Mittwoch hatte die italienische Regierung entschieden, dass bis zum 3. April alle Sportveranstaltungen ohne Publikum stattfinden."

    https://m.tagesspiegel.de/wissen/cor.../25560996.html
    "Seien Sie sich bewußt, dass das, was Sie über Ihr persönliches Wohlbefinden zu wissen glauben, vielfach das Resultat gezielter Manipulation durch Industrien ist, deren primärer Fokus ihr Gewinnstreben und nicht notwendigerweise Ihre Gesundheit und Sicherheit ist. " Prof. Dr. Tim Noakes

  30. #474
    Alles im Blick. Avatar von bones
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    Auch Triathlin ist betroffen. Der Auftakt der WTS an diesem Wochenende fällt aus.

    https://tri-mag.de/szene/wts-rennen-...irus-abgesagt/
    "Seien Sie sich bewußt, dass das, was Sie über Ihr persönliches Wohlbefinden zu wissen glauben, vielfach das Resultat gezielter Manipulation durch Industrien ist, deren primärer Fokus ihr Gewinnstreben und nicht notwendigerweise Ihre Gesundheit und Sicherheit ist. " Prof. Dr. Tim Noakes

  31. #475
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Wie extrem unterschiedlich die Gesellschaft reagiert, konnte ich gestern sehen. Beim Benefizkonzert für die Corona-Opfer und Hinterbliebenen für Wuhan in der Berliner Gedächtniskirche gab es ne Menge freie Plätze. Dagegen auf Arbeit bei mir fehlte es den Kollegen komplett am Verständnis dafür, dass ich niemandem die Hand geben wollte.

    Davon mal abgesehen, wie funktioniert eigentlich die häusliche Quarantäne? Wer kontrolliert das und wie. Und irgendwann, wenn die Quarantäne aufgrund von steigenden Infektionszahlen ausgeweitet werden muss, stößt man an personelle Grenzen. Wird dann die nächste Stufe gezündet? Ausgangssperren, patrouillierende Polizisten auf den Straßen.

    Auch mich treibt die Sorge um, dass dieser ganze Scheiß den Verschwörungstheoretikern, Demagogen und rechten Populisten in die Hände spielt.

    Gruss Tommi

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