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  1. #1

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    Standard Hüftschmerzen

    Hallo liebe Community,

    Ich hab letztes Jahr im September angefangen regelmäßig zu joggen und es hat angefangen mit richtig Spaß zu machen. Ich war seitdem wirklich immer 3-5 mal (meistens 5) pro Woche joggen. Ich hatte zwischendurch mal Hüftschmerzen (meistens beim aufstehen vom sitzen, hat es kurz rein gestochen), aber die waren meistens nach 2 Tagen wieder weg. Seit Ende Februar hab ich leider immer leicht durchgehend ein Stechen in der Hüfte. Beim Laufen ist es Anfang März dann auch schlimmer geworden, weswegen ich 2 Wochen Pause gemacht habe (das war die Hölle). Dann hab ich wieder langsam angefangen (4-6km höchstens, jeden zweiten Tag) und die Schmerzen kommen aber wieder. Mal mehr mal weniger. Manchmal kommen sie erst 2 Stunden nach dem Lauf. Ich habe leider erst Ende April einen Termin beim Orthopäden bekommen, wobei ich hoffe dass ich in der Situation gerade überhaupt hin darf.

    Mir macht die Sache echt zu schaffen, da ich es mit dem joggen auch endlich geschafft habe abzunehmen und jetzt mein Fortschritt einfach verpufft. Hat jemand eine Ahnung was das sein könnte? Oder kann evtl hüftübungen vorschlagen? Ich hab auch neue Schuhe gekauft (die alten waren sicher auch ein Grund für die Schmerzen). Die Schmerzen sind meistens auch nicht so stark dass ich nicht weiter joggen könnte (nur manchmal), aber es fühlt sich einfach so an als würde etwas nicht passen.

    Ich bin für jede Hilfe dankbar ♥️

  2. #2

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    Hi,

    das hat leider viele Ursachen, ich versuche das mal in Kürze aufzulisten. Vielleicht hilft dir das weiter, da ich auch davon betroffen war.
    Also folgende Gründe könnte es dafür geben:
    - Zu geringe Hüftstabi
    - Ungeeignete Laufschuhe für deinen Laufstil
    - Zu geringe Rumpfstabi

    Man kann dazu ein Buch schreiben. Denke, du hast auch zu schnell gesteigert. So wie wir es alle leider machen.
    Nach und nach kommen dann die Schmerzen und Probleme.

    Kann dir nur raten, dass du mal eine professionelle Laufanalyse durchziehst. Da werden alle Schwächen aufgedeckt, hat mir am meisten geholfen.

    Lass dir bloss nicht Einlagen aufschwatzen. Erst Analyse und dann weiter schauen.
    Mir fällt noch gerade ein, dass auch das viele Sitzen diese Hüftschmerzen beim Laufen verursacht. Ich fahre viele Auto und dann noch Arbeit am PC.
    Schau mal selbst, wie lange du pro Tag wirklich sitzt. Auf Youtube gibt es eine Menge Übungen, die dir weiterhelfen. Schau auch mal nach Hüftbeuger.

    Gute Besserung.

    Küstenläufer

  3. #3
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    Hallo,

    mal ganz grundsätzlich: Arztbesuche werden immer erlaubt sein, egal wie hart die Daumenschrauben der Ausgangsbeschränkung auch noch angezogen werden. Es liegt dann an dir zu entscheiden, ob das Ansteckungsrisiko den Arztbesuch wegen eines "Luxusproblems" rechtfertigt. Mit "Luxusproblem" meine ich die Tatsache, dass dir abgesehen von Lebensqualität erstmal nichts entgeht, wenn du eine Laufpause einlegst. Du solltest auch bedenken, dass das Risiko sich anzustecken, von Tag zu Tag steigt. Das wird so lange so bleiben, bis die Zahl der Neuerkrankungen wieder rückläufig sein wird.

    Zum Arztbesuch selbst: Ich würde dieses Problem, das alleine durch sportliche Betätigung hervorgerufen wurde, dorthin tragen, wo es entsprechend ernstgenommen wird. Und das ist die Praxis eines Sportartzes. Diese Zusatzqualifikation ist oft in orthopädischen Praxis zu finden, aber keineswegs immer. Mein Sport-Doc ist beispielsweise Allgemeinmediziner, was sich gut trifft, weil ich ihn dann zugleich zu meinem "Hausarzt" ernannt habe. Und vielleicht hast du das Glück, dass die Praxis, in die du willst, genauso gut im Hinblick auf Ansteckungsvermeidung organisiert ist, wie die meines/unseres Sportarztes. Der vergibt nur noch weit auseinanderliegende Termine, so dass das Sprechzimmer, in dem sonst mehrere Leute warten, meist gähnend leer ist. Auf diese Weise lässt sich das Ansteckungsrisiko gegen "gering" optimieren (natürlich hat man dort auch alle anderen Vorkehrungen im Hinblick auf Schutzausrüstung getroffen). Ich weiß das so genau, weil meine Frau letzte Woche wegen einer Laufverletzung dort war ...

    Ich rede nur von Ärzten und ergehe mich nicht in Laien-Diagnosen. Woher sollte ich wissen, was dir fehlt. Das kann tatsächlich nur ein Arzt feststellen und die richtigen Maßnahmen einleiten. Es wird nichts "Weltbewegendes" sein. Nur schmerzhaft und lästig. Vielleicht ein entzündeter Sehnenansatz, vielleicht eine andere von zahlreichen möglichen Ursachen oder Schmerzquellen.

    Was ich dir empfehlen kann, ist die Belastung weiter zu reduzieren - einstweilen. Außerdem ein strikter Ruhetag zwischen zwei Läufen. Belastung reduzieren kann heißen weniger weit laufen und/oder langsamer. Wobei langsamer zu laufen nicht immer ratsam ist, weil langsamere Schritte leider oft auch bedeutet Schritte, die weniger "sauber" ausgeführt werden. Du müsstest selbst herausfinden, welche Reduzierung eher hilft. Darüber hinaus kannst du durch ein Eispack unmittelbar nach dem Laufen, am besten noch vor dem Duschen, versuchen das Aufflammen der Schmerzen zu verhindern - da die ja nach deiner Aussage oft erst viel später einsetzen. Wenn dir das gelänge, wäre eine Entzündung - von was auch immer - die wahrscheinliche Ursache. Da zwei Stunden vergehen bis die Schmerzen kommen, denke ich aber noch an anderes, das ich jetzt mal nicht ausspreche, weil mir die Spekulation einfach gegen den Strich geht. Und, um das klarzustellen, solcherlei Ratschläge würde ich in "normalen Zeiten", in denen der Gang zum Doc keinerlei Beschränkungen unterliegt, gar nicht erst äußern ...

    Ach das noch: Frag doch mal an, ob dein Termin nicht vorverlegt werden kann. Ich könnte mir vorstellen, dass viele Menschen jetzt auf den Gang zum Orthopäden verzichten ...

    Alles Gute

    Gruß Udo
    "Faszination Marathon", die Laufseite von Ines und Udo auch für Einsteiger.
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    PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
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  4. #4

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    Hey
    Ich denke auch dass viele Faktoren letztendlich dazu geführt haben, dass die Schmerzen dauerhaft auftreten.
    Ich sitze auch viel leider, weswegen das joggen eigentlich ein guter Ausgleich für mich ist.
    Eine Laufanalyse will ich eigentlich auch schon lange machen lassen, aber irgendwie hab ich’s immer aufgeschoben.
    Das zu schnelle steigern ist glaub der größte Schwachpunkt bei mir, da ich wohl zu wenig Stabilisation für Langläufe hatte, sie aber trotzdem durchgezogen habe.

    Danke für deine Antwort!

  5. #5

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    Danke für die Ausführliche Antwort!

    Da ich aufgrund der Umstände schichte, habe ich nächste Woche vormittags einen Termin ausmachen können und werde da auch hingehen. Die Schmerzen waren heute schlimmer obwohl ich mich eigentlich geschont habe, deswegen muss ich wissen was da los ist 😅 ich werde natürlich Abstand zu allen halten usw.

    Ich werde mich wahrscheinlich bis zu dem Termin schonen, da ich, egal was ich habe, es nicht noch schlimmer machen möchte. Ich denke mittlerweile, dass es eine Entzündung ist, die aufgrund von Überanstrengung, zu wenig pause, leichtem Übergewicht und zu „alten“ Schuhen aufgetreten ist. Natürlich kann ich das nicht sicher sagen, aber das ist jetzt meine Vermutung und ich hoffe es ist nichts schlimmeres.

    Ich weiß auch dass man keine „Ferndiagnosen“ treffen kann, jedoch belastet mich das Thema sehr, weswegen ich ein paar Meinungen hören wollte

    Deine Tipps werde ich mir auf jeden Fall merken, danke

  6. #6
    Avatar von Bewapo
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    Wie sieht es denn bei dir mit Themen wie Aufwärmen und Dehnen oder Alternativ auch Yoga aus?!
    Es gibt auf Runnersworld einen schönen, zusammenfassenden Artikel zum Thema, siehe hier.

  7. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Bewapo:

    chriwalt (31.03.2020)

  8. #7
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    Zitat Zitat von Nicsrun2020 Beitrag anzeigen
    Natürlich kann ich das nicht sicher sagen, aber das ist jetzt meine Vermutung und ich hoffe es ist nichts schlimmeres.
    Hallo,

    "es" ist so: Wenn "es" einen stoppt, dann "tut 'es' schlimm weh". Also haben wir Angst, dass "es" nicht nur "schlimm weh tut", sondern auch "schlimm ist". Das ist es aber höchstens in einem von 100.000 Fällen. In so einem unwahrscheinlichen Fall steht der Heilung (= dauerhaft schmerzfreies Laufen danach) ein unüberwindliches Hindernis entgegen. Du gehörst zu den 99.999 anderen Fällen und kriegst das mit ärztlicher Hilfe, Geduld und diszpliniertem Verhalten bezüglich Therapie und anschließendem Training geregelt!

    Außerdem ist "es" auch noch so: Wir kennen "es" nicht und deshalb keimt Panik auf, wenn wir mit "ihm" körperlich konfrontiert werden. Gegen Panik hilft - wie wir derzeit beobachten können - massenhaftes Kaufen von Klopapier, Nudeln und Mehl. Lass das aber sein, weil es entsetzlich unsozial ist und nur die Panik lindert. Der Schmerz wird auch so kleiner, durch Pausieren und Belastungsreduzieren. Allein das Leiden bleibt, weil die Ursache weiter Bestand hat. Diese Ursache lässt sich finden. Wenn sie gefunden ist - was jedoch nicht im ersten Ansatz gelingen muss, vergiss das nicht! -, dann kann man gegen "es" vorgehen und "es" bezwingen.

    Das ist die Art von "es", die ich dir wünsche

    Gruß Udo
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  9. #8

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    Ich hab mich nach dem joggen immer gedehnt, aber aufwärmen hab ich nie gemacht, bin einfach immer langsam losgelaufen. Hab ab und zu Stabilisations Übungen gemacht, aber nicht oft.

    Werde mir das auf jeden Fall mal angucken, danke

  10. #9

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    Ja ich werde jetzt wohl Geduld brauchen 😅

    Was meinst du mit dem einen Fall von 100000?

    Danke für die Antwort

  11. #10
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    Zitat Zitat von Nicsrun2020 Beitrag anzeigen
    Was meinst du mit dem einen Fall von 100000?
    Damit meine ich keinen konkreten Fall, hebe nur auf die Tatsache ab, dass selbstverständlich für jeden Läufer seine Welt einstürzt, wenn er sich verletzt und nicht mehr laufen kann oder fortan gegen das Abstellen von Schmerzen arbeiten muss, bei weiter fortgeführtem Training. Das empfindet er als schlimm. Es ist aber lediglich lästig, nervig, doof oder hart - eben eine zeitweilige Einbuße von Lebensqualität. Das gilt auch für brachiale Verletzungen, wie etwa Ermüdungsbrüche, die eine lange Laufpause nach sich ziehen. Ich kenne das alles, musste schon durch solche Täler durch. Weiß, wie es sich anfühlt, wie es einen runterzieht. Aber es ist bei Licht besehen nichts "Schlimmes". Wirklich schlimm ist eine Laufverletzung nur, wenn sie dazu führt, dass jemand überhaupt nicht mehr laufen kann oder dauerhaft unter sehr eingeschränkten Bedingungen. Und das kommt so gut wie gar nicht vor. Eben einmal unter 100.000 Fällen, wobei diese Relation von mir willkürlich gewählt wurde und sicher keiner Studie standhielte. Ist aber auch egal, sie soll nur die Größenordnung verdeutlichen.

    Wenn sich jemand infolge einer Verletzung endgültig vom Laufen abschrecken lässt, weil er glaubt/befürchtet das Leiden nicht mehr abstellen zu können, dann hat er vielleicht nur nicht lange genug an seinem Comeback gearbeitet. Denn genau das kann es werden: Verdammt harte Arbeit. Und für die braucht man etwas, was viele nicht in ausreichendem Maß besitzen: Leidensfähigkeit und enorm viel Geduld mit dem eigenen Körper.

    Gruß Udo
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