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  1. #1

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    Standard Schmerzen beim Laufen, Nüchterntraining und andere Fragen eines Anfängers

    Hallo zusammen,

    ich bin neu im Forum und dies ist mein erster Beitrag, in dem ich gerne auf ein paar Dinge eingehen will und auf die Hilfe von erfahrenen Läufern hoffe.

    Ich laufe seit ca. zwei Wochen draußen bei einer regelmäßigkeit von 4 Mal.. Normalerweise trainiere ich in Studios, wo ich dann und wann mal für 30-45 min. auf's Laufband gehe, der Fokus lag bisher aber eher auf Krafttraining und Gymnastik. Das letzte Mal, dass ich im Studio trainiert habe, war allerdings im November 2019. Dann kam Urlaub, viel Arbeit und auch ein bisschen winterliche Faulheit dazwischen. Da ich jetzt gerne wieder Sport machen will aber wegen der aktuellen Situation die Studios geschlossen sind, habe ich angefangen draußen zu laufen und abgesehen von den Problemen, auf die ich gleich näher eingehen werde, macht es mir richtig viel Spaß.

    Ich habe leichtes Übergewicht, wiege 92kg bei 180cm und außer, dass ich in Ermangelung eines Autos überall mit dem Fahrrad hinfahre, bin ich überhaupt nicht mehr aktiv gewesen seit letztem November.

    Ich bin 33 und meine meine Max. HF liegt bei 169 (getestet beim Kardiologen vor einem halben Jahr) was ich relativ wenig finde, dafür liegt mein Ruhepuls morgens zwischen 40-45 und auch tagsüber im Sitzen selten über 60. Laufe ich schnell und auspowernd, bin ich innerhalb von 30-40 Sekunden von 160 Schlägen/min auf weniger als 110 wenn ich aufhöre zu laufen und anfange zu gehen. Ich messe mit einem Polar H10 Brustgurt mit Elektrodengel.

    Ich muss sagen, dass ich am liebsten morgens und nüchtern laufe. Fühle mich dann einfach fitter und bin länger belastbar. Leider kam es in den letzten zwei Wochen aber 3 Mal vor, dass ich erst Abends laufen konnte und entsprechend vorher gegessen hatte. Die letzte Mahlzeit lag aber immer ca.4-5 Stunden zurück. Was mir dabei aufgefallen ist, wenn ich nüchtern laufe, liegt meine durchschnittliche HF bei 127, nicht nüchtern bei 148. Bei selber Pace und Dauer wohlgemerkt. Diabetes habe ich nicht. Ist dieses Phänomen bekannt?

    Des Weiteren bekomme ich kurz nach dem Laufen richtig starken Muskelkater in den vorderen Oberschenkeln, die aber meist gegen Abend wieder verschwinden. Das kenne ich vom Laufband überhaupt nicht, vermute jedoch, dass es an dem völlig anderen und unebenem Terrain liegt. Liege ich da richtig und geht das mit der Zeit durch Gewohnheit im Muskel wieder weg oder deutet es darauf hin, dass ich etwas optimieren muss oder falsch mache?

    Darüber hinaus, und das hatte ich damals auf dem Laufband auch immer, bekomme ich nach ca. 5 Minuten im Laufen unangenehme Schmerzen im Bereich der Rippen unter den Achseln auf der linken Seite. Die manchmal auch auf die linke Seite des Rückens ausstrahlen. Komischerweise hört dieser Schmerz sofort auf, wenn ich vom Laufen in's Gehen wechsel. Kennt das jemand und was kann ich dagegen tun?

    Ich wärme mich vor jedem Lauf mit leichten Dehnübungen und 10 Minuten schnellem Gehen auf. Laufe dann 6km in ca. 40 min.

  2. #2
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Standard

    1. Wenn du gesund bist. vergiss alles was deinen Puls betrifft. Du trainierst nicht nach einen Trainingsplan mit Pulsvorgaben, also ist der für dich völlig unwichtig.

    2. Deine Unbefindlichkeiten in den Oberschenkeln sind definitiv kein Muskelkater, wenn das noch am selben Tag verschwindet. Versuche es einfach mal mit etwas Dehnung nach dem Laufen. Deine Muskeln "protestieren" ein wenig gegen die ungewohnte Belastung, mehr nicht.

    3. Die komischen Schmerzen sind mir unbekannt

    Du hast ein paar Monate keinerlei Sport getrieben. Gehe es ruhig an und wenn dir der Körper signalisiert, dass es für ihn zuviel ist, dann musst du auch mal etwas kürzer treten. Toi toi toi

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  3. #3
    Avatar von Wiedehopf
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    Keine Ahnung, was du hast, aber Muskelkater geht nicht innerhalb von paar Stunden weg.

    Vor dem Laufen dehnen bringt wenig. Es ist viel wichtiger sich danach zu Dehnen.

    Das was du am Ende beschreibst sind Seitenstiche. Dagegen kannst du nichts machen. Die kommen gehen, und kommen ab und an wieder :-D

    Wenn du zuvor nie gelaufen bist, finde ich 4x6km pro Woche zu viel. Nicht, dass du dich verletzt. Auf dem Laufband ist die Belastung für den Bewegungsapperat geringer!

  4. #4

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    Danke für eure Antworten.

    1. Wenn du gesund bist. vergiss alles was deinen Puls betrifft. Du trainierst nicht nach einen Trainingsplan mit Pulsvorgaben, also ist der für dich völlig unwichtig.
    Mir ist dieser Unterschied zwischen dem Training nüchtern und nicht nüchtern aufgefallen und hier geht es mehr um generelles interesse, warum die Herzfrequenz über 20 Schläge in der Minute höher ist.

    2. Deine Unbefindlichkeiten in den Oberschenkeln sind definitiv kein Muskelkater, wenn das noch am selben Tag verschwindet. Versuche es einfach mal mit etwas Dehnung nach dem Laufen. Deine Muskeln "protestieren" ein wenig gegen die ungewohnte Belastung, mehr nicht.
    Es fühlt sich halt genau an wie Muskelkater. Erinnert mich an ausgiebiges Beintraining im an Maschinen oder nach Kniebeugen mit Gewicht im Fitnessstudio. War heute Morgen laufen und jetzt, auf der Couch liegend, schmerzt es noch ganz schön.

    Das was du am Ende beschreibst sind Seitenstiche. Dagegen kannst du nichts machen. Die kommen gehen, und kommen ab und an wieder :-D
    Nee, das sind keine Seitenstiche, das kann ich schon gut differenzieren, zumal die Schmerzen durch Druck auf die Stelle größer werden. Ich vermute, dass es die oberen Rippen oder darüber liegende Muskulatur sind und wie gesagt, strahlt das auch mal in den oberen Rücken. Dachte, dass das eventuell ein bekanntes Symptom falscher Haltung beim Laufen sei.

  5. #5
    Avatar von Wiedehopf
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    Zitat Zitat von Denalo Beitrag anzeigen
    Mir ist dieser Unterschied zwischen dem Training nüchtern und nicht nüchtern aufgefallen und hier geht es mehr um generelles interesse, warum die Herzfrequenz über 20 Schläge in der Minute höher ist.
    Genau kann ich es dir nicht sagen, aber:
    Mehr Arbeit = Die Pumpe schlägt schneller...

    Morgens liegt die letzte Mahlzeit ~10-12h zurück. Wenn du also 4h nach dem letzten Essen läufst, hat dein Körper ggf mehr mit der Verdauung zu tun, als morgens. Außerdem ist der Puls morgens generell niedriger als nachmittags.

    Ich habe selbst auch eine Pulsuhr mit Brustgurt. Meistens laufe ich ohne diesen Gurt, da der Informationsgehalt für mich persönlich geringer als anfangs erhofft ist. Bin unterm Strich froh, dass ich mir keine teure Uhr gekauft habe, obwohl ich nach wie vor gerne eine GPS-Uhr besitzen würde...

  6. #6
    Avatar von U_d_o
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    Zitat Zitat von Denalo Beitrag anzeigen
    Ich laufe seit ca. zwei Wochen draußen bei einer regelmäßigkeit von 4 Mal. Normalerweise trainiere ich in Studios, wo ich dann und wann mal für 30-45 min. auf's Laufband gehe, der Fokus lag bisher aber eher auf Krafttraining und Gymnastik.

    Ich wärme mich vor jedem Lauf mit leichten Dehnübungen und 10 Minuten schnellem Gehen auf. Laufe dann 6km in ca. 40 min.
    Hallo Denalo,

    die fürs Laufen relevanten Aussagen in deinem Beitrag zitiere ich oben. Alles andere kannst du einstweilen vergessen, da bin ich ganz bei der dicken Wade. Insbesondere der Blick auf irgendwelche Herzfrequenzen hat für lediglich eine Tatsache Beweiskraft: Dein Herz schlägt, also lebst du! Das meine ich ernst. Um irgendwelche Aussagen oder gar Trainings vom Puls abzuleiten fehlen bei dir alle Voraussetzungen. Vor allem die, dass du erst einmal zu regelmäßigem Laufen finden musst, damit Herz und Kreislauf sich an diese Belastung gewöhnen. Krafttraining und Gymnastik schulen völlig andere Bereiche wie eben Kraft, Kraftausdauer, Koordination, Beweglichkeit. Laufen schult die Ausdauer und die kam bei dir immer zu kurz. Mit anderen Worten: Du besitzt keine Ausdauer. Nicht nach zwei Laufwochen. Es ist somit nicht unnatürlich, dass du nach einem Lauftraining "dicke Oberschenkel" hast. Muskelkater ist das nicht, denn der tritt typischerweise erst am nächsten Tag auf und hält sich dann eine Weile. Die Beschwerden in den Oberschenkel führe ich auf deine Untrainiertheit zurück und eventuell auf die Tatsache, dass das derzeitige Tempo dich noch sehr fordert.

    Mit den Beschwerden an den Rippen seitlich unter den Achseln kann ich wenig anfangen. Möglicherweise deuten sie darauf hin, dass du von Beginn an "verkrampft" läufst. Worin diese Verkrampfung bestehen könnte, ist schwer zu sagen. Wenn's am Brustkorb schmerzt hat man schnell auch die Atmung in Verdacht.

    Mein Rat wäre: Reduziere deine Trainings auf 3 x pro Woche oder trainiere im Rhythmus jedem Trainingstag einen Ruhetag folgen zu lassen. Das heißt dann in der einen Woche 3 in der nächsten 4 schließlich wieder 3 Trainingstage. Reduziere zu Anfang deine Laufdauer auf 30 min und versuche möglichst locker zu bleiben. Das kann bedeuten "etwas langsamer" als bisher. Muss aber nicht. Aus der Ferne ist das einfach nicht zu beurteilen. Dazu müsste man dich sehen.

    Sollte keine Besserung eintreten, du jedoch das Laufen als Disziplin beibehalten wollen, dann bleibt dir nach der gegenwärtigen Covid-Situation der Gang zum Sportarzt nicht erspart (wegen der Schmerzen an den Rippen).

    Alles Gute

    Gruß Udo
    "Faszination Marathon", die Laufseite von Ines und Udo auch für Einsteiger.
    Mit Trainingsplänen für 10 km, Halbmarathon, Marathon und Ultraläufe

    PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
    Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf 2015: 10. Gesamtplatz, Deutscher Meister in AK M60 (200,720 km) / Spartathlon 2016: 34:47:53 h

  7. #7

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    Super! Vielen Dank für eure Antworten

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