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  1. #26
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    Zitat Zitat von RunSim Beitrag anzeigen
    Hattu Beispiel? Auf welcher Seite des Buches? Kann zuhause mal nachschlagen. (ist schon etwas her, dass ich das Buch gelesen hab)
    z.B. Seite 219 (3.Auflage Deutsch) - Kapitel Das 2Q-Programm - Marathontraining
    Tabelle 14.3. "Bis 65km pro Woche"

    bei 16 Wochen bis zum Wettkampf ist Q1 = kontinuierlicher L-Lauf von 90-110 min.

    Das sind bei einer easy Pace von 5:30 lediglich 16-20km recht locker.
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    RunSim (20.08.2020)

  3. #27

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    Zitat Zitat von JoelH Beitrag anzeigen
    z.B. Seite 219 (3.Auflage Deutsch) - Kapitel Das 2Q-Programm - Marathontraining
    Tabelle 14.3. "Bis 65km pro Woche"

    bei 16 Wochen bis zum Wettkampf ist Q1 = kontinuierlicher L-Lauf von 90-110 min.

    Das sind bei einer easy Pace von 5:30 lediglich 16-20km recht locker.
    Ohne das Buch jetzt parat zu haben, gäbe es dafür eine mögliche Erklärung.
    Wenn ich das richtig im Kopf habe, bedeuten 65km/Woche für Daniels für eine Marathonvorbereitung jetzt nicht unbedingt ein sehr hohes Level.
    16-20km entsprächen da dann jedoch trotzdem 25-30% vom gesamten Wochenumfang. Und das definiert Daniels ja als längsten für ihn "sinnvollen" Lauf.
    Und im Marathontraining zählt ein langer Lauf halt als QTE.

    Normalerweise sagt Daniels ja, dass der lange Lauf maximal 2,5h dauern soll. Das wäre bei einem Wochenpensum von 65km jedoch schon knapp 30km für eine Einheit, daher hat er die QTE dann bei diesem Plan auf 90-110m Minuten begrenzt.

    Für den Anspruch "65km pro Woche laufen als Marathontraining" ist das daher eine QTE. Für schnellere Läufer bzw. ambitioniertere Pläne wäre es jedoch keine QTE sondern wohlmöglich eher ein mittellanger lockerer Lauf.

    QTE ist also relativ

  4. #28
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    Zitat Zitat von RunSim Beitrag anzeigen
    Normalerweise sagt Daniels ja, dass der lange Lauf maximal 2,5h dauern soll. Das wäre bei einem Wochenpensum von 65km jedoch schon knapp 30km für eine Einheit, daher hat er die QTE dann bei diesem Plan auf 90-110m Minuten begrenzt.
    Da hast du genau den Punkt herausgearbeitet der meine Fragezeichen aufwirft. Denn im Weitere soll man ja die QEs in der Woche mit E-Einheiten (oder in der deutschen Fassung (was mich wahnsinnig macht, die hätten doch die Buchstaben lassen können ) L-Einheiten) "umgeben" Man könnte also noch locker einen identischen Lauf integrieren, der dann aber nicht als QE firmiert.

    und deshalb ist das
    Zitat Zitat von RunSim Beitrag anzeigen
    QTE ist also relativ
    genau mein Gedanke. Aber das macht es mir so schwierig mir selbst einen Plan zu generieren, da ich keine klare Linie erkennen kann. Und ich deshalb das unbestimmte Gefühl habe etwas zu übersehen
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  5. #29

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    Ich sehe das so:

    E Einheiten sind um KM aufzufüllen. Alles andere sind "Q" Einheiten welche zu dem Zeitpunkt einen spezifischen Trainingszweck verfolgen (Anaerobe Schwelle anheben, Laufökonomie verbessern oder eben Fettstoffwechsel trainieren).

    Vlt. sind deshalb am Anfang die LaLa's Q Einheiten aber zu einem späteren Zeitpunkt eben nicht mehr weil man dann (Durch das Training) dann nicht mehr spezifsich Fettstoffwechsel trainiert sondern im Grunde "nur noch" KM auffüllt.

  6. #30
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von wAv3 Beitrag anzeigen
    Ich sehe das so:

    E Einheiten sind um KM aufzufüllen. Alles andere sind "Q" Einheiten welche zu dem Zeitpunkt einen spezifischen Trainingszweck verfolgen (Anaerobe Schwelle anheben, Laufökonomie verbessern oder eben Fettstoffwechsel trainieren).
    Daniels sieht das anders. Die Begründung findest Du im dazugehörigen Kapitel.
    nix is fix

  7. #31

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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Daniels sieht das anders. Die Begründung findest Du im dazugehörigen Kapitel.
    Nenn uns doch mal das Kapitel, dann brauchen hier nicht 3 Leute rumraten ;)

  8. #32
    Avatar von leviathan
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    Schau Dir doch einfach mal an, was im Kapitel "easy running" steht:

    The purpose of the E zone is to encourage changes at the cellular level and strengthen the cardiovascular and muscular systems.
    Wenn das kein Ziel ist. Damit erreichst Du sicher mehr als 90% Deiner Entwicklung. Ich würde sogar behaupten, daß der Anteil noch höher ist. Deine Wahrnehmung, daß Du die QTEs mit lockeren Läufe anreicherst, führt in die Irre. Eigentlich reicherst Du die lockeren Läufe mit ein paar QTEs an. Mir ist klar, daß Daniels das bei der Planung anders erklärt. Allerdings bleibt dabei die Bedeutung der lockeren Läufe etwas auf der Strecke.
    nix is fix

  9. #33

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    Hab mich vlt. ein wenig falsch ausgedrückt, mir ist schon klar das die E runs wichtig sind (Daher ja auch meine Frage vor ein paar Tagen weil mir der Q Anteil so hoch erschien).

    Was du schreibst ergibt dann aber auch Sinn weshalb ein E-Pace lauf als Quality Einheit gesehen wird

  10. #34
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    Zitat Zitat von wAv3 Beitrag anzeigen
    Was du schreibst ergibt dann aber auch Sinn weshalb ein E-Pace lauf als Quality Einheit gesehen wird
    Das erklärt aber noch immer nicht den Unterschied zwischen Q- und nicht Q-Einheit. Im Gegenteil, denn letztlich kann ich laufen

    Mo. 20km E-Pace
    Di. 20km E-Pace QE
    Mi. 20km E-Pace
    ...
    ...

    Warum ist gerade Di. eine QE? Was ist der Unterschied zu Mo. und Mi.? Darauf suche ich eine Antwort.
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  11. #35
    Avatar von Jogging-Rookie
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    Zitat Zitat von JoelH Beitrag anzeigen
    Darauf suche ich eine Antwort.
    Ich glaube, du deckst einfach nur eine Lücke im System auf, über die dieses Forum alle Jahre wieder stolpert.
    Grundsätzlich geht Daniels System halt für richtig schnelle Läufer mit richtig hohen Umfängen auf. Und grundsätzlich sind Einheiten mit W/R, S/T, I/(H) UND so genannte Lange Läufe die QTEs.
    Dadurch dass Daniels den Langen Lauf aber auf 25% (andere Auflagen wohl 30%) der WKM oder 2,5 Std. begrenzt, verwässert der Lange Lauf (= eigentlich QTE) immer mehr je langsamer und umfangsärmer man unterwegs ist. Begründung für die Begrenzung auf 2,5 Std. ist übrigens, dass er annimmt dass eine zeitlich längere Belastung als Elite-Läufe sie sich antun, für langsame Läufer auch nix is. So oder sehr ähnlich drückt er sich auch tatsächlich aus (müsste die Stelle suchen). Was vermuten lässt, dass Daniels sich über jene Probanden auch nicht groß Gedanken macht. Seine Formeln wendet er dann selbst relativ stur für die "geringen" WKM-Pläne an und es passiert dadurch, dass der Lange Lauf (=QTE) genauso lang ist wie jede andere Einheit auch.

  12. #36
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von Jogging-Rookie Beitrag anzeigen
    Ich glaube, du deckst einfach nur eine Lücke im System auf, über die dieses Forum alle Jahre wieder stolpert.
    Ich glaube, das ist keine Lücke im Daniels System, sondern im Läuferverständnis. Du hast natürlich Recht, daß die vorgegebenen Trainingsbeispiele von Daniels für Läufer mit eher mittlerem Umfang und mehr angegeben sind. Das sind aber eben auch nur Beispiele. Viel wichtiger ist das Gesamtpaket, daß er gut erklärt.

    Dadurch dass Daniels den Langen Lauf aber auf 25% (andere Auflagen wohl 30%) der WKM oder 2,5 Std. begrenzt, verwässert der Lange Lauf (= eigentlich QTE) immer mehr je langsamer und umfangsärmer man unterwegs ist.
    Das ist einerseits richtig und andererseits nur ein Teil der Wahrheit. Daniels gibt auch Höchstgrenzen für R-, I- und T-Pace an. Und wenn der Gesamtumfang nicht hoch genug ist, sollte das seines Erachtens genauso nach unten skaliert werden wie der lange Lauf.

    Seine Formeln wendet er dann selbst relativ stur für die "geringen" WKM-Pläne an und es passiert dadurch, dass der Lange Lauf (=QTE) genauso lang ist wie jede andere Einheit auch.
    Man kann hier verschiedener Meinung sein. Wenn man allerdings nur 4x die Woche trainiert, ist es ggf. nicht sinnvoll sich an die Regeln zu halten. Jetzt kommt eine persönliche Meinung (keine Ahnung, ob die von Daniels gedeckt ist). Die Deckelung auf 2,5h halte ich für absolut angemessen. Eine höherer Umfang erhöht die Verletzungsgefahr exponentiell, was ich vom Trainingsfortschritt nicht erwarten würde. Das Nutzen-/Risikoverhältnis wird entsprechend schlechter. Ob man ggf. mal über die 30% geht, sollte eher möglich sein. Grundsätzlich würde ich einen E-Pace Lauf immer auf ca. 1h begrenzen. Mehr macht es immer zu eine Q-Einheit. Das muss man erstmal verdauen. Hier gibt es sicher unterschiedliche Meinungen und Interpretationen.
    nix is fix

  13. #37
    ...formerly known as LiveLoveRun Avatar von Gid
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Die Deckelung auf 2,5h halte ich für absolut angemessen. Eine höherer Umfang erhöht die Verletzungsgefahr exponentiell, was ich vom Trainingsfortschritt nicht erwarten würde. Das Nutzen-/Risikoverhältnis wird entsprechend schlechter.
    Genau das ist was er unter Diminishing Return versteht. Es ist ja nicht nur, dass durch die andauernde Belastung das Risiko steigt. Auch werden viele Hobbyläufer und gerade die mit geringen Umfängen, nach 2,5h kaum noch eine vernünftige Laufhaltung haben was auch noch zum Punkt Verletzungsrisiko im Vergleich zum Grenznutzen dazu kommt. Daniels betrachte hier aber nicht die psychische Komponente. Im Training ist es für viele wichtig mal die 30 km vor einem Marathon gelaufen zu sein um das im Kopf klar zu bekommen. Als Alternativ könnte man sich vielleicht 4 h oder länger aufs Rad setzen, wenn man das als Crosstraining macht.
    Ob man ggf. mal über die 30% geht, sollte eher möglich sein.
    Daniels macht das sogar selbst. In seinem HM-Plan gibt es mindestens eine Q-Einheit bei der man (Edit: je nach VDOT) 20+ km macht, auch wenn man < 60 WKM hat. Aber das spricht wieder ein bisschen dafür, dass er selbst für einen HM eher 80+ WKM annimmt.

  14. #38
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von Gid Beitrag anzeigen
    Genau das ist was er unter Diminishing Return versteht. Es ist ja nicht nur, dass durch die andauernde Belastung das Risiko steigt.
    Und ich teile an diesem Punkt seine Meinung.

    Auch werden viele Hobbyläufer und gerade die mit geringen Umfängen, nach 2,5h kaum noch eine vernünftige Laufhaltung haben was auch noch zum Punkt Verletzungsrisiko im Vergleich zum Grenznutzen dazu kommt. Daniels betrachte hier aber nicht die psychische Komponente. Im Training ist es für viele wichtig mal die 30 km vor einem Marathon gelaufen zu sein um das im Kopf klar zu bekommen.
    Im Prinzip sagt er hier implizit, daß er von Marathonläufen deutlich über 3h nicht viel hält. Das mag nirgends so deutlich rüber kommen. Schaut man aber ins Paket und nicht aufs Etikett, liegt genau diese Aussage drin

    Wenn man davon ausgeht, daß zumindest 30km Läufe im Spiel sein sollten, das easy Tempo für einen 3h Läufer bei ca. 5min/km liegt und die Dauer des Lala auf 2,5h begrenzt sein sollte, drängt sich diese Annahme auf.
    nix is fix

  15. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von leviathan:

    Zemita (21.08.2020)

  16. #39
    ...formerly known as LiveLoveRun Avatar von Gid
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Im Prinzip sagt er hier implizit, daß er von Marathonläufen deutlich über 3h nicht viel hält. Das mag nirgends so deutlich rüber kommen. Schaut man aber ins Paket und nicht aufs Etikett, liegt genau diese Aussage drin

    Wenn man davon ausgeht, daß zumindest 30km Läufe im Spiel sein sollten, das easy Tempo für einen 3h Läufer bei ca. 5min/km liegt und die Dauer des Lala auf 2,5h begrenzt sein sollte, drängt sich diese Annahme auf.
    Du hast da gut reden, aber im Grunde auch was Daniels betrifft absolut recht. Seine Pläne sind IMO auch so ausgerichtet, dass man schon im Vorfeld 100+ WKM 'locker' verkraften sollte, so dass man die Belastung während des Plans auch durchhält. Das muss einen aber nicht davon abhalten, auch als langsamerer Läufer mit geringeren Umfängen sich an Daniels zu orientieren, wenn man weiß wofür. Besonders die 'das schaffe ich nie'-Königseinheiten sind gut für den Kopf, wenn man sie schafft oder man kommt ganz schnell wieder zurück auf den Boden der Tatsachen.

  17. #40
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von Gid Beitrag anzeigen
    Das muss einen aber nicht davon abhalten, auch als langsamerer Läufer mit geringeren Umfängen sich an Daniels zu orientieren, wenn man weiß wofür.
    Da bin ich voll und ganz bei Dir. Ich teile zwar nicht alles, wofür Daniels steht. Sein Ansatz befähigt einen allerdings zu einem strukturiertem Training.

    Besonders die 'das schaffe ich nie'-Königseinheiten sind gut für den Kopf, wenn man sie schafft oder man kommt ganz schnell wieder zurück auf den Boden der Tatsachen.
    Und das sehe ich wiederum ein wenig kritisch. Das hängt durchaus auch vom Stärken- und Schwächenprofils des Läufers ab. Der eine wird müde über die Intervalleinheiten lachen und andererseits in tiefe Depessionen sützen, wenn es an die Tresholdeinheiten geht. Der nächsten geht es es vice versa. Da kann man durchaus motiviert werden, die Wettkampfergebnisse im Training zu lassen. Weiterhin sehe ich kritisch, daß die sogenannten Königseinheiten eben nicht an das Niveau der Läufers in Bezug auf seinen Gesamtumfang nach unten angepasst werden. Das liegt aber eher am Läufer als an Daniels.
    nix is fix

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    Gid (22.08.2020)

  19. #41
    Boston-Finisher Avatar von *Frank*
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Du hast natürlich Recht, daß die vorgegebenen Trainingsbeispiele von Daniels für Läufer mit eher mittlerem Umfang und mehr angegeben sind. Das sind aber eben auch nur Beispiele. Viel wichtiger ist das Gesamtpaket, daß er gut erklärt.
    Das sehe ich genauso. Daniels beschreibt in seinem Buch ein Trainingskonzept und gibt dem Trainer/Athleten viele Hilfsmittel an die Hand (wie z.B. VDOT), um das Training zu gestalten. Er beschreibt sehr gut, was er mit den verschiedenen Trainingsintensitäten ansprechen will und in welchem Umfang und in welcher Phase der Wettkampfvorbereitung man diese Systeme ansprechen soll. Dafür findet man in den Büchern Beispiel-Trainingspläne mit Periodisierung und kontinuierlichem Aufbau.

    Wenn man stur die Beispiel-Trainingspläne abarbeitet, garantiert das aber nicht unbedingt den Erfolg, sondern man muss sich, seinen Körper, seinen aktuellen Status und seine Leistungen im Verlauf der Saison genau beobachten, um das Training richtig aufzubauen. Daniels liefert das Handwerkszeug, aber nicht eine 08/15-Methode, die immer funktioniert. Das ist übrigens bei den meisten Trainern so, die ihre Trainingsmethoden in Büchern veröffentlichen. Die einzige Ausnahme ist meiner Ansicht nach Steffny beim ersten Marathon. Dort kann die Trainingspläne aus dem Buch 1:1 für den ersten (Halb)Marathon verwenden, sofern man die Einstiegsvoraussetzungen (Unterdistanzzeiten) erfüllt.
    VG Frank

    5km - 19:38 (2009) ~ 10km - 40:02 (2011) ~ 15km - 61:07 (2010) ~ 10M - 67:37 (2009) ~ HM - 1:29:01 (2008) ~ M - 3:14:29 (2012)
    Nächster Wettkampf: TBD

  20. #42
    ...formerly known as LiveLoveRun Avatar von Gid
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Der eine wird müde über die Intervalleinheiten lachen und andererseits in tiefe Depessionen sützen, wenn es an die Tresholdeinheiten geht.
    Irgendwie fühle ich mich erkannt.

    Da kann man durchaus motiviert werden, die Wettkampfergebnisse im Training zu lassen. Weiterhin sehe ich kritisch, daß die sogenannten Königseinheiten eben nicht an das Niveau der Läufers in Bezug auf seinen Gesamtumfang nach unten angepasst werden. Das liegt aber eher am Läufer als an Daniels.
    Und was noch dazu kommt. Man muss auch die entsprechende Möglichkeit und Fähigkeit zur Regeneration haben. Mit Beruf und Familie kann das schon schwierig werden. Daher: Man muss wissen was man tut und natürlich hast du recht. Wer sonst nur 3x10 locker/Woche läuft, kann sich ganz schnell mit so einer Einheit abschießen. Daniels ist vielleicht eher was für die jungen Wilden die auch mal Zeit haben für ein Nickerchen zwischendurch.

  21. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Gid:

    leviathan (22.08.2020)

  22. #43
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Im Prinzip sagt er hier implizit, daß er von Marathonläufen deutlich über 3h nicht viel hält. Das mag nirgends so deutlich rüber kommen. Schaut man aber ins Paket und nicht aufs Etikett, liegt genau diese Aussage drin

    Wenn man davon ausgeht, daß zumindest 30km Läufe im Spiel sein sollten, das easy Tempo für einen 3h Läufer bei ca. 5min/km liegt und die Dauer des Lala auf 2,5h begrenzt sein sollte, drängt sich diese Annahme auf.
    Glaube ich nicht. Ist eine Frage von Kosten und Nutzen. Welcher 4-5h Marathoni würde sich so in die Materie vertiefen? Von daher ist es m.E. völlig legitim von Daniels wenn er das auslässt. Zumal ich davon ausgehe, dass er in seiner Tätigkeit selten bis gar nicht mit solchen Läufern aktiv zu tun hat(te). Also lässt er die Finger mehr oder weniger ganz davon. Ich denke aber nicht, dass das (ab)wertend (gemeint) ist.

    Des Weiteren funktioniert m.E. seine vDot auch nicht so recht auf Marathon. Bis HM sind die Werte m.E. sehr stimmig, aber die zu erwartende Marathonzeit liegt m.E. stets etwas hoch. Da spielen halt deutlich mehr Faktoren eine Rolle als bei kürzeren Strecken.

    Wie auch immer, als Quintessenz der Antworten schließe ich, es gibt keine eindeutige Erklärung sondern lediglich Herleitungen.
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  23. #44
    ...formerly known as LiveLoveRun Avatar von Gid
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    Zitat Zitat von JoelH Beitrag anzeigen
    Des Weiteren funktioniert m.E. seine vDot auch nicht so recht auf Marathon. Bis HM sind die Werte m.E. sehr stimmig, aber die zu erwartende Marathonzeit liegt m.E. stets etwas hoch. Da spielen halt deutlich mehr Faktoren eine Rolle als bei kürzeren Strecken.
    Auch hier wieder die Einschränkung, dass es für die meisten Hobby-Läufer nicht funktioniert. Beispiel Kipchoge mit seiner offiziellen Marathon VDOT von 84,7 ist seine theoretische HM-Zeit schneller als der offizielle Rekord. Dass er vielleicht den Rekord im HM auch schaffen könnte mag sein, aber deutlich schneller zu sein wage ich zu bezweifeln. Wahrscheinlich ist es sogar eher umgekehrt, dass seine VDOT auf den Unterdistanzen schlechter wird. Es gibt aber auch bei Hobbyläufern solche Fälle.

  24. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Gid:

    leviathan (22.08.2020)

  25. #45
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von Gid Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich ist es sogar eher umgekehrt, dass seine VDOT auf den Unterdistanzen schlechter wird. Es gibt aber auch bei Hobbyläufern solche Fälle.
    Bei mir war es auch viele Jahre so, daß ich über 5000 oder 10000 niemals die Zeiten gemäß VDOT hätte laufen können, die ich im M oder HM drauf hatte. Das hat sich erst in den letzten Jahren etwas angeglichen. Und ich wäre heute noch nicht in der Lage meine M oder HM VDOT auf 5k umzusetzen.

    Zitat Zitat von JoelH Beitrag anzeigen
    Glaube ich nicht. Ist eine Frage von Kosten und Nutzen. Welcher 4-5h Marathoni würde sich so in die Materie vertiefen? Von daher ist es m.E. völlig legitim von Daniels wenn er das auslässt. Zumal ich davon ausgehe, dass er in seiner Tätigkeit selten bis gar nicht mit solchen Läufern aktiv zu tun hat(te). Also lässt er die Finger mehr oder weniger ganz davon.
    Es gibt absolut viel mehr Läufer in dem Bereich, die sich damit beschäftigen, auch wenn es relativ deutlich weniger sind. Das gefährliche dabei ist allerdings, daß Sie tatsächlich häufig die Pläne kopieren und nicht verstehen, was wirklich ins Paket soll. Das ist wie oben beschrieben.

    Ich denke aber nicht, dass das (ab)wertend (gemeint) ist.
    Das ist gar keine Bewertung und damit weder eine Auf- noch eine Abwertung. Es passt so einfach nicht in das System.

    Wie auch immer, als Quintessenz der Antworten schließe ich, es gibt keine eindeutige Erklärung sondern lediglich Herleitungen.
    Ja natürlich ist es das. Diese Frage kann nur JD selbst beantworten. Und ich ich würde auch hier keine klare Aussage erwarten. Wäre er konsequent, würde unserer These wohl zustimmen. Ist er marktorientiert, würde es Sie konsequent ablehnen. Wäre er clever, würde er eine klare Aussage umschiffen
    nix is fix

  26. Folgenden 3 Foris gefällt oben stehender Beitrag von leviathan:

    Gid (22.08.2020), Kepler (22.08.2020), RunSim (22.08.2020)

  27. #46
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Die Deckelung auf 2,5h halte ich für absolut angemessen. Eine höherer Umfang erhöht die Verletzungsgefahr exponentiell, was ich vom Trainingsfortschritt nicht erwarten würde. Das Nutzen-/Risikoverhältnis wird entsprechend schlechter.
    Was mit nichts belegt ist und sich mit meiner Erfahrung und Erfahrung anderer Trainer und Sportler nicht deckt.
    "Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt." AE.
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  28. #47
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Was mit nichts belegt ist und sich mit meiner Erfahrung und Erfahrung anderer Trainer und Sportler nicht deckt.
    Deswegen habe ich auch nicht geschrieben, daß dies so ist. Ich habe geschrieben, daß ich das für angemessen halte. Und es deckt sich mit meiner Erfahrung.
    nix is fix

  29. #48
    ...formerly known as LiveLoveRun Avatar von Gid
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Was mit nichts belegt ist und sich mit meiner Erfahrung und Erfahrung anderer Trainer und Sportler nicht deckt.
    Ich meine @D-Bus hat mal eine Studie genannt, die etwas in der Art untersucht hat, finde den Faden aber nicht mehr.

    Die Frage kann man ja auch so stellen: Was hat den besseren Trainingseffekt? 4h Lauf und für eine Woche so platt, das nur kleine Rekom Einheiten möglich sind. Oder 2,5h und am übernächsten (oder sogar am nächsten) Tag wieder so fit sein um Intervalle zu laufen. Ist natürlich und wie immer auch vom Läufer im speziellen abhängig.

    Allerdings denke ich auch, dass der Kopf in der Vorbereitung eine wichtige Rolle spielt, was auch diese langen Läufe rechtfertigt.

  30. #49
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Deswegen habe ich auch nicht geschrieben, daß dies so ist. Ich habe geschrieben, daß ich das für angemessen halte. Und es deckt sich mit meiner Erfahrung.
    Ich vermute hier auch wieder, dass JD einfach von schnellen Läufern ausgeht, die in dieser Zeit immer noch +30km laufen (können). Aber für langsame Läufer ist es - zumindest für den ersten Marathon - m.E. sehr wichtig mal 35km gelaufen zu sein um einfach einen Eindruck dafür zu bekommen was man sich da eigentlich antun mag. Egal wie lange das dauert. Also da bin ich ganz bei Greif muss ich sagen.
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  31. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von JoelH:

    movingdet65 (22.08.2020)

  32. #50
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    Zitat Zitat von JoelH Beitrag anzeigen
    Ich vermute hier auch wieder, dass JD einfach von schnellen Läufern ausgeht, die in dieser Zeit immer noch +30km laufen (können). Aber für langsame Läufer ist es - zumindest für den ersten Marathon - m.E. sehr wichtig mal 35km gelaufen zu sein um einfach einen Eindruck dafür zu bekommen was man sich da eigentlich antun mag. Egal wie lange das dauert. Also da bin ich ganz bei Greif muss ich sagen.
    Da kann man geteilter Meinung sein. Ich selbst würde heute auch keine Marathon mehr laufen, wenn ich nicht vorab ein paar 35er im Sack hätte. Für meine ersten Marathons habe ich das nicht benötigt. Meine Frau ist in Ihrer Vorbereitung max. 25k gelaufen. Das hat ebenfalls super funktioniert.

    In Bezug auf das Thema "Kopf" stimme ich Dir aber zu. Das merke ich ja mittlerweile an mir selbst. Mir wurde zu lange eingeredet, daß man die 35km benötigt bis ich es geglaubt habe. Nun laufe ich auch die 35. Meiner Frau habe ich einfach eine andere Geschichte erzählt. Sie glaubt nun an einen anderen Mythos. Funktioniert auch. Der Kopf ist zufrieden

    Um mal den Bezug zu Daniels zurückzuholen. Ich denke auch, daß Daniels bei seiner Planung von schnelleren Läufern ausgeht, die langsamen in der Marketingmaschine aber gern mitnimmt.

    Letztendlich würde ich es so auf den Punkt bringen. Ein 4h Läufer ist aus Daniels Perspektive ein Ultraläufer. Das gilt auch, wenn er in dieser Zeit nur 42,195km zurücklegt. Und hier muss man dann doch deutlich unterscheiden, was übrigens auch der von Dir zitierte Greif getan hat. Wir sprechen dann über völlig unterschiedliche Anforderungen. Das beginnt schon bei der Nahrungsaufnahme. Auch hier gab Greif dem 4h Läufer ganz andere Empfehlungen als dem 2:30 Läufer. Und so würde das Training des 4h Läufers auch in diesem System eher dem Ultratraining des 2:30 Läufers entsprechen. Das ist bei Greif auch nicht so ein großes Problem. Das ganze System kann einfach zeitmäßig nach oben oder untern skaliert werden. Das ist bei JD so nicht möglich. Da müssen die Inhalte entsprechend dem Konzept angepasst werden. In seinen Standardplänen kann er das ignorieren, weil die hier angesprochene Zielgruppe schneller unterwegs ist.

    Wir sind in unsere Denke wahrscheinlich viel näher als du vermutest.
    nix is fix

  33. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von leviathan:

    JoelH (23.08.2020), RunSim (23.08.2020)

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